#Schreibzeit – Bloggen und Alltag

„Wie machst Du das alles? Wann bloggst Du? Wie oft bloggst Du? Stresst Dich das Gefühl nicht genug zu bloggen oder keine Zeit zum Bloggen zu finden?“ Das sind Bines Fragen im Juli zur #schreibzeit.

Einfach machen

Die Frage mit das alles kenne ich auch aus dem wahren Leben. Die Antwort ist. Ich tue es einfach. Ich mache es, weil es mir Spaß macht. Was mir keinen Spaß macht, aber getan werden muss, damit der Rest funktioniert, wird getan, weil es eben sein muss. Die Prägung im Elternhaus mit den Sätzen stell Dich nicht so an und reiß Dich zusammen hat auch Vorteile. Damit ich die Energie dafür habe, das alles zu tun, bin ich viel draußen unterwegs. Bei Spaziergängen mit Zausel Paul kommen mir viele Ideen, die ich hinterher im Büro umsetze.

Nine to five

Meine bevorzugte Zeit zum Bloggen ist unter der Woche zwischen Montag und Freitag während des Tages. Am Wochenende vermeide ich es nach Möglichkeit und versuche, meine virtuelle Zeit ebenso zu begrenzen. Das Wochenende gehört bis auf gelegentliche Kundentermine nach Möglichkeit meinem realen Privatleben. Da ich mir Teile meiner Zeit frei einteilen kann und oft Kundentermine habe, wenn andere Menschen frei haben, komme ich gut tagsüber zum Bloggen. Vormittags bin ich produktiver nach nachmittags.

Stress? Nein Danke!

Natürlich kommt es mal vor, dass die Bloggerei mich stresst. Das liegt aber nicht an dem Gefühl zu viel, wenig oder sonst was zu Bloggen, sondern entsteht eher, wenn etwas technisch nicht klappt oder ich in Abhängigkeit mit anderen Menschen etwas blogge. Seit ich blogge, lese ich weniger Bücher. Zum Lesen habe ich vorher immer Zeit gefunden, also finde ich die jetzt auch zum Bloggen. Ein Manko hat Bloggen allerdings: Es dauert meistens mindestens doppelt so lange wie geplant.

Nachtrag Beim Schreiben habe ich völlig verdrängt, dass ich Outfitfotos meistens am Wochenende machen lasse. Und das stresst nicht nur mich …

Ein bisschen mit Plan

Ich habe keine festen Termine oder Zeiten zum Bloggen. Ich schreibe einfach, wenn ich Lust und Zeit dafür habe und deshalb empfinde ich es als stressfrei. Viele Artikel blogge ich vor, weil ich derzeit meistens an drei Tagen in der Woche zur selben Uhrzeit veröffentliche. Das hat sich für die Leser als angenehm herausgestellt und die Struktur dabei liegt mir. Meistens habe ich für 1-2 Wochen Artikel im Voraus in Arbeit, an denen ich dann noch Kleinigkeiten ändere. Die Reihenfolge verschiebe ich dabei dann oft noch, wenn etwas Aktuelles dazu kommt, was ich vorziehen oder einschieben möchte – diesen Beitrag hier beispielsweise.

Ist Bloggen Arbeit? Jein!

Mein Blog ist eine Mischung aus privat und beruflich. Ich schreibe ihn einerseits aus meiner Selbstständigkeit als Imageberaterin und anderseits enthält er ganz viele persönliche Noten. Wenn ich beim Schreiben an meine Firma oder Kunden denke, empfinde ich es als Arbeit. Wenn ich beim Schreiben als Ines fühle, ist es Privatvergnügen. Andere Blogs lese ich bevorzugt beim Frühstück. Das ist eindeutig privat.

Wie geht es Euch mit Bloggen und Alltag?

21 Gedanken zu „#Schreibzeit – Bloggen und Alltag

  1. Hallo Ines, schön, dass du das so wunderbar in den Alltag integrieren kannst. Und einen Spaziergang mit Paul Stelle ich mir auch als Powerbooster vor. Mir fehlt zwar die Begleitung, aber so ein wenig draußen und Natur bringt mir auch immer Energie.
    Liebe Grüße Ela

    • Powerbooster hast Du schön gesagt. Manchmal brauche ich danach aber auch eine Erholungspause 🙂

  2. So soll es doch auch sein…

    Bei uns war es zuletzt ziemlich stressig. Haus & Kind nehmen mich völlig ein und abends habe ich zur Zeit oft keinen Nerv mehr gehabt – daher haben wir die Reißleine gezogen und uns für einen kleinen Urlaub entschieden. Den genießen wir jetzt, lassen uns inspirieren und kommen dann pünktlich zu unserem 2. Geburtstag voller Elan zurück 🙂

    LG

  3. aus dir spricht ein zufriedener mensch! da kann man sich ne dicke scheibe abschneiden – nicht nur beim bloggen. du weist wie du dich wohlfühlst und was du dafür tun musst. und die basis ist disziplin. chapeau!!
    ich weis nicht wie es mir gehen würde wenn ich mit meinem blog eine profession unterstützen wollte/müsste. ich mach das ja als „creatives outlet“ weil ich niemals soviele klamotten brauche wie ich sonst nähen würde 🙂 – und weil mein mann findet ich hätte was zu sagen…..
    dicken knuddler an den wohlfühlassistenten paul!! xxxxx

    • Wohlfühlassistent Paul, übrigens gerade auf meinem linken Fuß liegend, hat so unglaublich hohen Anteil an vielem meiner Zufriedenheit, dass ich das gar nicht ausdrücken kann und es auch nie für möglich gehalten habe. Natürlich macht er mir auch Arbeit und das stresst auch mal, aber das geht bisher zum Glück immer ganz schnell wieder vorbei.

      Willst Du nicht mit Deinem Blog auch mal eine Profession unterstützen? Hast Du nicht neulich im Interview auf einem anderen Blog von Deinen berulichen Plänen mit Wandertouren erzählt? Das würde sich doch auch bestens „verbloggen“ lassen, oder?

      Bloggen anstatt Nähen ist übrigens die ungewöhnlichste Ausrede, die ich fürs Bloggen bisher gehört habe 🙂 .

  4. Beim Bloggen geht schon eine Menge Freizeit drauf. Gerade, wenn man viele Bilder macht. Trotzdem möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Stress hatte ich in den letzten beiden Wochen mit dem Blogumzug. Wenn sich jetzt wieder alles normalisiert kommt hoffentlich der gewohnte Schwung wieder. Ansonsten mache ich einfach mal eine kleine Pause zwischendurch.

    LG Sabine – Bling Bling Over 50

    • Pausen machen ist für Blogger schwer, oder? Ich habe das auch immer mal angedacht und dann hatte ich wieder so viele Ideen und der Gedanke an Pause war schon wieder vorbei. Aber es ist gut zu wissen, dass wir das jederzeit machen dürfen. Denn es ist einfach unsere Entscheidung. Ich wünsche Dir gute Erholung nach dem stressigen Blogumzug. Hat sich gelohnt. Ist klasse geworden!

  5. 🙂 Mir bringt das Bloggen sehr viel Spaß, aber die Schreiberei nimmt doch oft viel mehr Zeit in Anspruch, als gedacht. Ich arbeite Vollzeit und daher ist meine Zeit ist ohnehin limitiert. Das schafft hin und wieder schon ein schlechtes Gewissen – soll ich jetzt bloggen? Oder sollte ich lieber mal früh in’s Bett gehen?
    Schön, wenn Du Dir das alles so gut einteilen kannst!
    Liebe Grüße 🙂

    • Ich bewundere jeden, der einen regelmäßig bespielten Blog neben einem Vollzeitjob schafft. Das würde ich zumindest in dem Pensum, wie ich es hier im Blog habe, nicht schaffen (wollen). Dann würde es mich auch stressen. Schön, dass Du es trotzdem schaffst, denn ich schaue gerne bei Dir vorbei!

  6. So mache ich das auch. Die Natur gibt viel Kraft und Inspiration.
    Ich schaffe es aber meist nur abends spät noch zu bloggen. Zu viel Raum nehmen inzwischen das reale Leben mit all seinen Anforderungen und auch die Familie ein, besonders meine kranke Mutter. Manchmal muß ich mir sogar etwas Schlaf stehlen. Ich blogge aber auch gern am Wo.ende, je nachdem, was da sonst so anliegt. Wenn wir als Familie Gemeinsames unternehmen, natürlich nicht. Aber das müssen wir nicht als Zwangsverpflichtung am Wochenende tun. – Vormittags blogge ich aber eh nicht gern, da gehe ich lieber raus in den Garten oder die Natur oder erledige meine Besorgungen. Die Morgensonne ist für mich sehr wertvoll, die möchte ich nicht missen! – Der Nachmittag oder frühe Abend wären meine ideale Zeit fürs Bloggen, das ja zumeist leider mit dem Aufenthalt im Haus verbunden ist..

    Vorgebloggtes kenne auch ich, da hätte ich noch so viel auf Lager, nur die Zeit fehlt, das alles noch einmal auf Aktualität zu überarbeiten.

    Ich finde schon, daß Bloggen ziemlich viel Zeit beansprucht und frage mich manchmal, warum wir das machen … all die Fotos – ob es nicht besser wäre, einfach zu leben … denn Bloggen kann ein Leben aus der Retorte bzw. Konserve sein … wie manche es handzuhaben scheinen … den Augenblick erst genießen zu können, wenn er per Foto festgehalten wird … wer hat jemals noch die Zeit, sich all die Fotos später noch anzuschauen??? Das geht mir schon mit den diversen Fotoalben aus früheren Zeiten so 😉 Ich kenne so einige Leute, die ihre sämtlichen Fotos und Dias entsorgt haben, weil sie ihnen über den Kopf wuchsen und damals hat man noch nicht so viel fotografiert wie heute 😉

    Aber da Du ja beruflich bloggt, wie ich es verstehe, wird Dein Blog sicher auch zu Deinem Erwerbseinkommen beitragen. Das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer, selbst wenn man das Berufliche des Blogs mit dem Privaten ein wenig verbindet. Es verpflichtet aber auch zum Bloggen, während ein rein privater Blogger sich den Luxus leisten kann, nur zu bloggen, wenn er es wirklcih will, auch wenn er wochenlang einmal nicht bloggen mag oder kann.

    Stress mache ich mir beim Bloggen auch nicht, höchstens insofern, als daß ich auch möglichst viele Gartenszenen im Gartenblog festhalten will und regelmäßig merke, daß das so einfach kaum möglichist, denn dann könnte ich den ganzen Tag und jeden Tag ganztags daran sitzen 😉 … das ist ja eine ganz andere Art des Bloggens, eher Tagebuch führen, Gartentagebuch … und da tut sich immer so unendlich viel – all das festzuhalten, dafür müßte das Leben mindestens doppelt so lang sein. 😉

    Immer wieder interessant solche Themen und so lernt man sich gegenseitig ein wenig besser kennen.

    Liebe Grüße
    Sara

    • Danke für Deinen so ausführlichen Kommentar, liebe Sara. Das mit Genießen des Augenblicks anstelle des zwanghaften Festhaltens fällt mir manchmal bereits schwer. Der erste Gedanke nach „boah ist das schön“ ist oft „das muss ich fotografieren und posten“. Wenn ich merke, dass das Fotografierbedürfnis den Genuss des Moments überdeckt und damit trübt, atme ich tief durch und versuche, mich in den Moment zurückzuholen.

      Dass Vorgebloggtes sich manchmal selbst überholt und nicht mehr ans Licht des Netzes kommt, ist mir auch schon passiert.

      Mein Blog trägt zu meinem Einkommen bei. Es gibt ab und mal mal bezahlte – und natürlich entsprechend gekennzeichnete – Artikel und in der Seidebar sind Anzeigen bzw. von Amazon das Affiliate-Widget. Es ist nicht mein Haupteinkommen, aber ist es ein fester Bestandteil meines „Einkommensmixes“ als selbstständige One-Woman-Show.

      Ich wünsche Dir weiter viel Spaß an Deinem Garten und mit Deinem Gartenblog!

  7. Durch Dein Konzept der interessanten inhaltlichen Mischung ist Dein Blog nicht nur für uns Leserinnen und Deine Kunden so attraktiv liebe Ines, sondern auch für Dich leichter plan- und handhabbar, denke ich. Outfit-Fotos nehmen sicher sehr viel Zeit, das kann ich mir gut vorstellen und meist braucht frau auch noch einen Fotografen…
    Deinem Blog merkt man die professionelle und doch entspannte Haltung an und freut sich drüber!
    So wie ich… liebe Grüße von Sieglinde

    • Ja, der Mix macht kurzfristiges Planen einfach. Das schätze ich u.a. auch selbst daran. Bei den Outfitfotos macht meistens die meiste Arbeit das Aussortieren der Bilder und die Auswahl der in Frage kommenden. Ich bemühe mich immer, so wenige Bilder wie möglich mit so viel Aussage wie möglich zu zeigen. Frei nach dem Motto: Weniger ist mehr und geht nicht immer schneller 🙂 .

  8. Liebe Ines, bloggen sollte auch nie in Stress ausarten, auch nicht bei semiprofessionellen Blogs. Ich glaube das spürt der Leser irgendwann. Ich finde das toll wie Du das handhabst. Das hat Regelmäßigkeit und ist organisiert, aber nicht gezwungen.
    Ich blogge ja erst seit einem halben Jahr, darf ich da überhaupt schon mitreden ? 🙂
    Zur Zeit sehe ich es als lieb gewonnenes Hobby, neben Vollzeit und Nebenjob.
    Es darf nicht zum Stressfaktor werden. Ich genieße den Kontakt zu Lesern und anderen Bloggern sehr.
    Wünsche Dir noch einen schönen Abend, liebe Grüße Tina

    • Oh, einen Nebenjob hast Du auch noch! Was machst Du da?

      Klar darfst Du mitreden. Und wenn Du dazu einen Beitrag schreibst, kannst Du den bei Bine von „was eigenes“ (Link siehe oben bei mir im Artikel) verlinken. Dann entdecken Deinen Blog vielleicht auch noch mehr Leser. Bei solchen Blogaktionen mitzumachen, bringt auch außerhalb der Modeblogger schöne Synergieeffekte.

  9. Ja ,bei mir ist es ähnlich ,die Fotos für Outfits entstehen meist am Wochenende. Stress entsteht wenn ich gerne überall kommentieren möchte ,aber da wo es mir am Herzen liegt findet sich immer Zeit 🙂

    Liebste Grüße <3

  10. Danke, dass Du (mal wieder) bei der #Schreibzeit mitgemacht hast. Fast alles, was Du niedergeschrieben hast, kann ich unterschreiben. Das Wichtigste bleibt für mich: es macht Spass!
    LG Bine

  11. Pingback: Fragen an Ines Meyrose – Imageberaterin & Bloggerin |

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