2015: Gute Käufe – schlechte Käufe – mit Tabelle als Download

Gute Käufe - Schlechte Käufe 2015

Das ist ein Ausblick auf 2016, kein verspäteter Rückblick auf 2015, der an Silvester liegen geblieben ist. Denn die Betrachtung der guten und schlechten Käufe 2015 lassen Rückschlüsse darauf zu, was man/Ihr/ich 2016 beim Kaufen beachten kann, um möglichst Lieblingsteile zu erwischen. Bei Lieblingsteilen geht die Modemathematik immer auf – unabhängig vom Kaufpreis. Und die Nachhaltigkeitsmathematik hat dann auch gute Chancen auf ein brauchbares Ergebnis.

Und ewig lockt die neue Ware

Die neue Frühlingsmode zieht gerade stückweise in die Geschäfte ein und täglich flattern neue Kataloge ins Haus. Da ist die Verführung groß, sich etwas Neues zu gönnen. Dabei ist es zum einen gut, den eigenen Bestand zu kennen. Zum anderen ist es hilfreich zu wissen, welche Käufe aus der Vergangenheit sich bewährt haben.

Ein Blick ins Archiv

Über das ganze Jahr sammle ich in einem Schuber auf dem Schreibtisch die Kaufbelege für Kleidung und Accessoires. 2015 war ich zum ersten Mal so vorausschauend, die Käufe sofort vor der Belegablage in der Excel-Tabelle zu erfassen. So liegt mir jetzt gleich alles zur Auswertung vor. In den Tabellen von 2012, 2013 und 2014 sind Geschenke und PR-Muster nicht enthalten. Da die Kooperationsartikel aber Platz in meinem Alltag haben und von Lesern oft die Frage im Hintergrund kommt, ob ich die Sachen auch ohne die Kooperation gekauft hätte oder ob ich die Sachen wirklich trage, sind die 2015 erstmals mit in der Zählung. Damit sind die absoluten Zahlen nicht mehr genau mit den Vorjahren zu vergleichen.

Neue Kategorien

Von 2012-2014 habe ich die Käufe in die 4 Kategorien Lieblingsteil / Trage ich oft / Schön, aber wenig getragen / Fehlkauf eingeteilt. Entscheidend ist für mich die Frage, ob ich etwas wieder kaufen würde. Deshalb ändere ich jetzt die Kategorien in Wieder haben wollen / Fragezeichen / Fehlkauf. Im Vergleich habe ich 2015 nur ein Teil weniger in der Liste als 2014. Da aber nun die Kooperationsartikel in der Summe dabei sind, habe ich durchaus 2015 weniger gekauft.

Was würde ich aus einem brennenden Haus retten?

Die Fragen lauten letztendlich: Was würde ich vom Geld der Hausratversicherung nach Totalverlust wieder anschaffen? Was ist nur ganz nett, muss ich aber nicht wirklich besitzen? Was würde ich heute zurück in den Laden bringen, wenn ich mein Geld vollständig wieder bekäme? Was trage ich nur, weil es da ist? Was davon könnte ich bereits wieder entsorgen und es würde mir nicht fehlen? Wie viel ist mir was davon heute in Euro wert?

Mein Ergebnis ist, dass ich 86 % der in 2015 gekauften Kleidungsstücke und Accessoires, das sind 39 von 45 Teilen, wieder kaufen wollen würde. Das ist eine Quote, mit der ich zufrieden bin. Dabei lasse ich außer Acht, dass einige der Sachen inzwischen ein bis zwei Nummern zu groß sind, denn da können die Sachen nichts dafür. Ich hätte sie also schon gerne wieder – wenn auch ggf. etwas kleiner.

Ines Meyrose im Frühlingseinheitslook 2015 mit dunkelblauer Jeans und weißer BluseDer beste Kauf ist

  • die Jeans von Lee. Die hat mich durch so viele Termine begleitet, dass ich sie sofort wieder kaufen würde. Sie ist immer noch tief dunkelblau und leiert beim Tragen kaum aus. Sie bleibt ohne Gürtel oben, passt in der Länge mit all meinen Schuhen und färbt nicht ab. Was will man mehr von einer dunkelblauen Jeans?

Ines Meyrose #ootd 20150308 in weißem KomplettlookDie Fehlkäufe sind

  • eine Baumwollstrumpfhose von nur die, die sich zu stumpf anfühlt und entweder zu warm oder zu kalt ist.
  • eine weiße Bluse von Müller Maßhemden, weil sie viel zu weit ist. Meine Angst vor einer zu engen Bluse hat mich die Maße zu groß angeben lassen und ich versinke darin. Weil der Stoff recht fest ist, fällt sie nicht so locker, wie ich gedacht habe. Deshalb sieht sie nicht leger, sondern zeltartig aus. Weil ich im Sommer bei Hitze gerne luftige weiße Blusen als Sonnenschutz trage, darf sie bleiben, würde aber nicht wieder gekauft werden. Außerdem passt sie unter das neue rostorangefarbene Kleid. Der Weißton ist übrigens perfekt cremig.
  • Loafer von Tamaris 2015Loafer von Tamaris, die mich bereits wieder verlassen haben, weil sich das Innenfutter aufgelöst hat. Einerseits halten Loafer sowieso nur einen Sommer, anderseits habe ich sie nicht oft angehabt. Als sie gerade gemütlich eingetragen waren, haben sie mich schon wieder verlassen. Das ging zu fix. Für eine Reklamation war ich einen Monat zu spät dran.
  • eine blaue Wollmütze, die sich nicht gemütlich anfühlt. Da mein Mann sie mag und sie ihm besser passt, lasse ich sie mir mopsen.

Die Fragezeichen sind

  • Timberland Mount Holly Lace Duck Schneestiefeldicke Schneestiefel von Timberland. Ich bin mir noch nicht sicher, wie gemütlich sie wirklich für lange Spaziergänge sind, weil die Fersenkappe sehr fest ist. Für kurze Wege oder wenn man viel in der Kälte steht, sind sie auf alle Fälle gut.
  • eine lachsrosa Bluse von Tommy Hilfiger. Sie hat einen Bubikragen – der ist für mich etwas zu brav und schmal – und der leichte Baumwollstoff knittert unglaublich. Aber sie fühlt sich auf der Haut gut an. Mal sehen, was 2016 aus ihr wird.

Ziel für 2016

Mit der Bewusstheit der Käufe 2015 bin ich zufrieden. Wenn ich 2016 noch ein bisschen weniger Geld für Kleidung ausgäbe, wäre es gut. Meinen Bekleidungsbestand möchte ich weiter reduzieren. Wobei ich da schon ziemlich dicht an meinem Wohlfühllimit bin.

Meine kompletten Bekleidungs- und Accessoire-Einkäufe in 2015

Artikel Marke Wieder haben wollen Fragezeichen Fehlkauf
Kaschmirpullover V-Ausschnitt beige-braun Metro x
Schall, Krawattenmuster braun Fraas x
Kaschmirhoodie anthrazit Bloomings x
Schal Polka zimt/tomate* Wiebke Möller x
Stulpen* Wiebke Möller x
Daunenmantel braun Fuchs Schmitt x
Strickstrumpfhose blau nur die x
Schlauchschal geringelt rot-weiß Lotte Voss x
Bluse weiß Müller Maßhemden x
Schneestiefel braun Timberland x
Jerseyhose braun Dismero x
Trackpants blau C.P.TWENTYNINE x
Wollmütze blau ? x
Loafer braun Tamaris x
Sneaker blau Nike x
Jeans blau LEE x
Jeansbermuda blau Herrlicher x
Rucksack blau Longchamp x
Pullover braun* Wool Overs x
Strickjacke petrol* Wool Overs x
Seidenstulpen* Rother x
Häkelkleid mit Unterkleid Ivko / eve in paradis x
Bügelhandtasche taupe* Volker Lang x
Wanderschuhe braun Meindl x
Bikinihose Hunkemöller x
Sportsocken Five Fingers x
Rollkragenpullover dunkelbraun* Wool Overs x
Steppjacke leicht dunkelblau Camel Active x
Bluse weiß Witty Knitters x
Bluse Lachs Tommy Hilfiger x
Rock Blau Amor Lux x
Longsleeve Ringelnickishirt blau-naturweiß Armor Lux x
Fluffiger Schal naturweiß Scandic x
Reiterstiefel dunkelbraun no name von Krupka x
Ponte Leggins marineblau Lands‘ End x
Strick-Trägerkleid marineblau invero x
Lederjacke rot Lindgroen x
Blusenshirt sand Lindgroen x
Stretch 5-Pocket-Hose khaki Witty Knitters x
Jeans blau Please x
Tuch rot mit orangen Pünktchen Girandola / Labels for less x
Cape-Poncho anthrazit* Wool Overs x
Kaschmirstrickmütze mittelbraun Paul Kehl x
Stiefeletten Camper x
Winterjacke oliv Camel Active x

Anmerkungen

Nicht aufgeführt habe ich Unterwäsche, Schlaf- und Sportzeug und eine Korrekturbrille
Zum Teil habe ich die Sachen auch von meinem Mann auf meinen Wunsch hin geschenkt bekommen, so dass nicht der komplette finanzielle Aufwand bei mir liegt. Andere private Geschenke sind nicht in der Liste

Leserservice: Tabelle Gute Käufe – schlechte Käufe als Download

Bei der Kleiderschrankinventur haben sich einige von Euch über die Exceltabelle als Download gefreut. Deshalb habe ich auch für Gute Käufe – schlechte Käufe eine Tabelle für Euch zur privaten Anwendung erstellt. Wer meine Vorlage dafür verwenden möchte, erhält sie hier mit einem Klick als offene Excel-Tabelle zum Download:

Käufe Vorlage von Ines Meyrose, image&impression

Ihr könnte die Tabelle für Eure Bedürfnisse ändern. Das Diagramm passt sich durch Formeln an, wenn Ihr nur in den blauen Feldern kleine „x“ eintragt, denn die werden für die Grafik auf Seite 2 gezählt. Ganz Mutige ergänzen eine Spalte mit Beträgen 🙂 .

Lasst mich bitte wissen, wie es Euch damit ergeht, wenn Ihr damit arbeitet!

Auch in diesem Jahr lautet der Schlusssatz: Wenn Ihr findet, dass das sehr viel Konsum ist, überlegt bitte genau, ob Ihr wirklich selbst so viel weniger oder nachhaltiger kauft. Da täuscht man sich ziemlich leicht. Den Beitrag verlinke im Februar bei Traudes Aktion A New Life, denn er passt zum Thema bewusstes Einkaufen – auch wenn da noch viel Spielraum nach oben ist.

Wie ist Eure Erfolgsquote bei Bekleidung und Accessoires?

  1. * PR-Muster []

38 Gedanken zu „2015: Gute Käufe – schlechte Käufe – mit Tabelle als Download

  1. Meine Bekleidungs-Erfolgs-Quote habe ich noch nie berechnet, mich würde aber zu Deinem Blog etwas anderes interessieren.
    Du schreibst bei den Loafers von Tamaris, dass Du für eine Reklamation einen Monat zu spät warst.
    Darf ich fragen, von welchem Zeitraum Du bei einer Reklamation ausgehst?
    Morgendliche Grüße aus Bayern in den Norden
    Uschi B.

    • Sie waren älter als 6 Monate, die waren gerade abgelaufen. Ich habe in dem Fall nicht weiter geprüft, wie Tamaris das handhabt, weil der Kaufpreis gering war und ich keine Lust auf ein bis zwei Fahrten zum Einkaufszentrum, wo ich sie gekauft habe, für die Reklamation und evtl. spätere Wiederabholung hatte. Ich gehe immer davon aus, dass 6 Monate Gewährleistung Pflicht sind für den Verkäufer

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%A4hrleistung

      und längere Garantie freiwillig ist. D.h. wenn innerhalb von 6 Monaten etwas kaputt geht, was nicht meine Schuld ist, gehe ich davon aus, Reparatur, Ersatz oder Geld zu bekommen. Mit Gutscheinen lasse ich mich nicht abspeisen.
      Wenn es nach 6 Monaten ist und der Kaufpreis in einer gewissen Höhe oder mein Ärger groß genug, prüfe ich die Garantiedauer und reklamiere dann, wenn es noch in der Frist ist.

      Verschneite Grüße in den Süden!

  2. Danke, für die prompte Antwort.
    Ich stelle immer wieder fest, dass gerade bei Reklamationsfristen oft Aufklärungsbedarf bei den Kunden besteht und die wenigsten sind so gut wie Du darüber informiert.

  3. also ich kauf mit sicherheit sehr viel weniger – aber das ist in meinem fall auch keine kunst 🙂
    nachdem ich vor ein paar jährchen mal viel abgetragenes/billig gekauftes rausgeschmissen und dann aufgestockt hatte mit selbstgenähtem und 1-2 vintage „hauls“ plus diverser kleiderspenden an mich bräuchte ich die nächsten 3 jahre (mindestens) eigentlich nur strumpfwaren, wäsche und schuhe kaufen. falls mein körper nicht beschliesst massive veränderungen vorzunehmen! kleine schwankungen stecken die sachen die ich jetzt hab gekonnt weg.
    kombinier doch die rosa bubikragen-bluse mit roter lederjacke und dunkelblauer jeans! (oder midi-bleistiftrock) am besten ohne schmuck damit es frischer wirkt. ein paar entschlossene schuhe und eine lässige tasche. solch knittrige sachen versuche ich gar nicht erst zu bügeln sondern nur ordentlich ausschütteln nach dem waschen und fertig. heist dann edelknitter 🙂
    ich hoffe deine grossartigen analysen verhelfen der einen oder anderen zu einem vernünftigen konsum – damit ist dann uns allen geholfen!
    jeder beitrag zählt! xxxxxxx

  4. Respekt vor Deiner Mode-Buchhaltung, liebe Ines!
    Ich kaufe ja entweder spontan oder für einen bestimmten Anlass (Hochzeit etc., das hatten wir ja mehrfach in den letzten Jahren, dieses Jahr auch wieder ;-)). Seit ich für meinen Laden einkaufe, kaufe ich übrigens für mich selbst nicht mehr gern ein. Da ist mein Bedürfnis danach nicht mehr groß – hat ja auch sein Gutes. Und da ich als Berufskleidung quasi auch täglich mindestens ein Accessoire aus meinem Shop trage, kaufe ich dabei auch immer ein bisschen für mich selbst ein. Schlau, gell? 🙂
    Fehlkäufe kommen allerdings auch immer weniger bei mir privat vor.
    Das finde ich sehr positiv. Wenn schon was kaufen, dann sollte es auch wirklich passen und gefallen. Das ist auch mein Motto für 2016.

    • Wie bei Dir mit Accessoires geht es mir mit Kosmetik. Ich kaufe Sachen für den Visagistenkoffer und zum Verkauf und für mich gleich das mit, was mir sehr gefällt.

  5. Ich schwanke noch zwischen Begeisterung für Deine Auflistung und den Sinn, warum man sowas macht? Hm. Bei Deiner Tabelle hätte mir einfach nur gereicht, was Du für Fehlkäufe gemacht hast und warum es eigentlich Fehlkäufe sind. Das hätte ich spannend gefunden. Die anderen Sachen kann man, ohne nicht zu wissen, was Du sonst noch alles im Kleiderschrank hast, gar nicht bewerten, ob das nun sinnvolle Käufe waren oder nicht. Am Beispiel der weißen Bluse von Knitty Witters erklärt: Hast Du schon 10 weiße Blusen im Schrank, die sich alle recht ähnlich sehen, dann halte ich die 11. weiße Bluse für völlig übertrieben und nicht bewusst eingekauft. Hast Du noch gar keine weiße Bluse, dann ist es natürlich genau das Gegenteil, ein bewusster Einkauf. Darum geht es ja in Deinem Beitrag, um bewusst zu kaufen. Vielleicht gehe ich auch von mir aus, ich habe eigentlich nie Fehlkäufe. Manche Sachen entwickeln sich zu Lieblingssachen, andere zieht man eben etwas seltener an, aber im Prinzip ziehe ich alles an, auch wenn es schon 10 Jahre oder noch viel länger in meinem Kleiderschrank liegt.
    Ich kaufe auch bewusst ein, aber mein Schwerpunkt liegt dabei auf Sachen, die ich schon habe oder eben Sachen, die ich so noch gar nicht habe. Als Beispiel: Ich habe 4 schwarze Kleider, ein Etui-Kleid, ein legeres ohne Ärmel, eins mit langen Ärmeln und eins mit halben Arm. Also werde ich mir kein schwarzes Kleid mehr kaufen und habe mich jetzt bewusst für ein graues entschieden. Ich würde z.B. auch nicht (mehr) einfach einen tollen Rock kaufen, wenn ich nicht weiß, dass ich zu Hause passende Oberteile, Schuhe, Jacken usw. habe, deshalb habe ich schon vieles in den Geschäften liegen lassen.
    Habe aber auch eine kleine Liste erstellt, aber nur für Sachen, die ich noch ergänzen möchte zu bestimmten Sachen, die ich schon habe, um neue oder andere Looks zu erstellen, z.B. habe ich eine tolle Bluse mit Tier- u. Dschungelmotiven, die habe ich bisher nur zum orangen Cordrock oder zur schwarzen Hose getragen, da möchte ich mir gerne dieses Jahr ein Unterteil in Olivgrün kaufen.
    Abschließend muss ich sagen, dass ich alles, was aktuell in meinem Kleiderschrank liegt, wieder kaufen würde und Dein Beitrag natürlich sehr interessant ist und zum Nachdenken anregt. Werde auf meinem Blog auch mal darüber schreiben und Dich dann natürlich verlinken.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • Danke für Dein Feedback. Für mich liegt der Sinn in der Selbstreflektion – nicht darin, ob der Leser meinen Kauf auch als sinnvoll oder gut einstufen würde. Und darin, den Leser anzuregen, über die eigenen Käufe nachzudenken.

      Ich hatte beim Schreiben auch im Fokus, dass die Betrachtung der Fragezeichen und Fehlkäufe reichen würde. Aber ohne zumindest den Bezug zu den anderen Sachen erschien mir das in zu dunklem Licht.

      Zum konkreten Beispiel der weißen Bluse: Stand heute besitze ich vier, die ich alle trage und sie sind alle verschieden. Daher ist die Witty Knitters sowohl ergänzend gewesen (figurbetonter Schnitt) als auch schon viel getragen worden.

      Klasse, dass Du alles in Deinem Schrank wieder kaufen würdest. Besser geht es nicht, oder?

      Freue mich natürlich, wenn Du den Beitrag bei Dir erwähnst. Danke!

  6. Hallo Ines, eine schöne Liste. Da ich in diesem Jahr noch fast nichts gekauft habe, werde ich gleich mal eine ähnliche Liste anlegen und gucken, ob ich durchhalte. Seit ca. 3 Jahren kaufe ich deutlich bewusster ein und das mag ich sehr (ein Teil meiner Kleidung war für 10 Monate eingelagert und ich habe nur wenige Stücke wirklich vermisst-erschreckend und heilsam).
    Ich kaufe eine ähnliche Menge wie du, würde ich jetzt mal so aus dem Bauch raus schätzen. Gefühlt sind die wenigsten Teile Fehlkäufe und inzwischen gebe ich für Dinge, wo ich schon vorher weiß, dass ich sie selten tragen werde, wenig Geld aus. Dann ist das für mich auch in Ordnung.
    Viele Kleidungsstücke und Schuhe begleiten mich über viele Jahre, was ich persönlich sehr gerne mag.
    Liebe Grüße Andrea

    • Oh, kann mir gut vorstellen, dass Du erstaunt warst, wie wenig Dir in den 10 Monaten fehlte. Das passt zum Pareto-Prinzip : Die meisten Menschen tragen vermutlich 20% ihrer Kleidung in 80% ihrer Zeit.

      Vielleicht magst Du am Jahresende mal eine Rückmeldung geben, was aus Deiner Erfassung geworden ist. Das würde mich freuen.

  7. Gute Idee, liebe Ines, dass du den Beitrag bei A New Life verlinken willst – wenn du nicht von selber den Einfall gehabt hättest, hätt ich’s dir vorgeschlagen, denn bewusstes Kaufen ist eindeutig die richtige Richtung! :o) Und ich finde es toll, wie gut es dir gelungen ist, Fehlkäufe äußerst gering zu halten. Dass manches sich in der Praxis nicht so bewährt, wie man ursprünglich dachte, gehört wohl einfach dazu… Übrigens habe ich auch warme Winterstiefel mit einem ähnlichen Problem – ich kann sie aufgrund der Festigkeit von Fersenkappe (und eigentlich auch im Zehenbereich) leider nicht so lange tragen, wie ich das gerne würde…

    So gut organisiert wie du – mit Exceltabelle & Co. – war ich beim Einkaufen noch nie, ich bin schon eher die „Spontankäuferin“, allerdings (zumeist) durchaus mit Darüber-Nachdenken, wie gut ein neues Stück sich in meine vorhandenen Schrankschätze integrieren lässt. Aber auch bei mir gibt es natürlich Fehlkäufe. Oder sagen wir besser GAB, denn heuer kaufe ich ja (so gut wie) nichts! :o)

    Ganz herzliche rostrosige Wochenteilungsgrüße

    von der Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/02/ruckblick-auf-den-januar-teil-2.html#comment-form

    PS: Deine Katzenkuschler habe ich an Nina und Maxwell weitergegeben, sie schicken liebe Pfötchenwinker! Und Paule soll sich natürlich auch ganz fein von mir gekrault fühlen!

    • Ich hatte schon Bedenken, den Beitrag bei A New Life zu verlinken, weil er ja eigentlich viel Konsum in den Vordergrund rückt. Und anderseits geht es ja genau um das Bewusstsein beim Kaufen. Daher freue ich mich sehr, dass Du damit einverstanden bist.

  8. Liebe Ines, für die Herbst/Wintersaison 2015/2016 habe ich mir aufgeschrieben, was ich gekauft habe. Für das gesamte Jahr habe ich es nicht geschafft. Aber ich werde versuchen, die Kassenzettel in einem Briefumschlag zu sammeln, um einen Überblick über 2016 zu bekommen. Für Herbst/Winter habe ich 16 Teile gekauft und war sehr stolz auf mich, dass es wirklich so wenige waren. Naja, der Kleiderschrank ist trotzdem noch sehr voll. Von den 16 Teilen sind acht zu ultimativen Lieblingsstücken geworden. 2 Fehlkäufe gibt es und 5 Stücke wurden zu selten getragen. Eine Bluse mit 3/4-Ärmeln wird im Frühjahr bestimmt angezogen. Da werde ich nochmal neu nachdenken. Jetzt ist mir das einfach zu kalt, auch mit Stulpen. LG Caro

    • Das ist doch schon mal eine ganz gute Quote. Weißt Du bei den Fehlkäufen, warum es welche sind?

      16 Teile klingt so viel, wenn ich mir vorstelle, jetzt in einen Laden zu gehen und 16 Teile herauszutragen. Und doch weiß ich, dass das wenig ist, wenn für die ganze Saison ist, wenn ich betrachte, wie viel ich gekauft habe … es ist schon enorm, was sich so zusammenläppert.

    • Die zwei Fehlkäufe haben sich heute um einen Fehlkauf reduziert. Das Tuch hat heute Morgen mehrere Kombi-Partner in meinem Kleiderschrank gefunden und wandert jetzt in die Kategorie „Frühling“. Bei der Strickjacke bin ich etwas ratlos.
      Aber es ist eine gute Idee von Dir, alle 16 gekauften Teile mal auf einen Stapel zu legen und schauen wieviel da zusammen gekommen ist.

  9. Liebe Ines,
    ich bin wieder ganz begeistert von Deiner Disziplin, alles aufzulisten. Es ist hochinteressant. Für mich wäre das jedoch Stress pur, weil ich nicht so analytisch denke, was meinen Kleiderschrank angeht. Trotzdem ist mein Einkaufsverhalten schon viel bewusster geworden, auch dank solcher Beiträge wie dieser hier 🙂

    LG Sabine

    • Stress will keiner haben. Wobei die Disziplin ja nicht so groß sein muss. Das ganze Jahr über die Belege nach dem Kauf an eine Stelle zu legen, mache ich eh – falls ich etwas reklamieren möchte. Und ob ich dann alles in einem Rutsch am Jahresende erfasse oder gleich vor dem Weglegen des Bons ist am Ende egal. Zeitlich effizienter ist mit Sicherheit die Kompletterfassung am Jahresende, weil man halt nur einmal dabei geht. Ich habe mich seit 2015 für die sofortige Erfassung entschieden, weil ich dann immer einen Überblick habe, wenn ich ihn haben möchte.

  10. WOW Ich bin von dir sehr beeindruckt. Du bist echt eine Inspiration.
    Mein Kleiderschrank wird immer neu überprüft und sortiert aber dafür brauche ich keine Liste. Ich kenne mich – meine Irgendwann-Liste wird sowieso eine Niemals-Liste! 😉 Da fehlt mir dann die besagte Lust, Geduld und Zeit! 🙁
    Deswegen mein Respekt!
    LG Claudia
    http://www.claudias-welt.com

    • Danke, wenn Du ohne solche „Maßnahmen“ alles im Griff hast, ist bei Dir doch alles perfekt. Mein Respekt dafür!

  11. 🙂 Das ist aber ein super Schnitt, liebe Ines!
    Da hast Du ja wirklich (fast) alles richtig gemacht. Aber es ist andererseits auch beruhigend zu lesen, dass selbst eine Fachfrau mal das falsche Teil greift.
    Ich werde mir die Tabelle ‚mal herunterladen und dann versuchen daran zu denken sie zu befüllen, wenn ich einkaufen gehe.
    Herzliche Grüße 🙂

    • Kannst die Tabelle ja auch am Jahresende befüllen in einem Rutsch, wenn Du nicht immer wieder daran denken möchtest.

      Das mit den Fehlkäufen bei der Fachfrau ist natürlich mein wunder Punkt 🙂 Aber ich bin eben auch nur ein Mensch. Immerhin weiß ich wenigstens hinterher, warum es Fehlkäufe sind … trotzdem sind sie passiert … ich glaube, 0% Fehlkäufe ist wie 0% Fehler machen im Leben. Wer kann das schon … Bei der lachsrosa Bluse bin ich eine Falle getappt, vor der ich meine Kunden immer warne …

  12. Du hast meine Aufstellung mit allem „Neuem“ zum Jahresende gesehen. So im Detail möchte ich es eigentlich nicht wissen.
    Von mir wirst Du nie hören, ich habe nichts anzuziehen. Ich habe eher zu viel, soviele Tage hat das Jahr gar nicht, um alles auszuführen… 🙂
    LG Sunny

    • Oh wie schön, wenn das mal eine Frau nicht sagt 🙂 !

      Weit weg von „so genau“ warst du mit Deiner Betrachtung aber auch nicht, oder?

  13. Ich habe zwar nicht alles im Griff 😉 , aber immerhin eine Excel-Liste, in die ich (fast) alle Klamotten-Einkäufe eintrage. Das mit den Kategorien hatte ich mal versucht, aber nicht hinbekommen. Deine neuen Kategorien gefallen mir übrigens deutlich besser als die alten.
    Ich bewundere Deine Disziplin, möchte aber selbst gar nicht so viel davon in dieser Hinsicht – weißt Du ja. 😉
    LG
    Gunda

    • Danke für das Kategorienfeedback. Ich finde Dich da eigentlich noch viel disziplinierter, denn ich führe kein Haushaltsbuch (denn so genau will ich es nicht wissen).

  14. Das ist doch eine gute Bilanz. Nur zwei Fragezeichen, wobei die Stiefel ja ab und zu getragen werden. Je weniger oft, je länger halten sie und schick wie sie sind, freust Du Dich noch viele Winter dran. Die Fehlkäufe halten sich auch in Grenzen. Vielleicht würden bei der weißen Hemdbluse Abnäher im Rücken helfen.
    Wenn ich abbrennen würde, würden mir die Dinge, die ich Second-Hand geshoppt habe am meisten fehlen: meine bestickte Asia-Jacke und das 60-er Vintage-Kleid, auch wenn ich beides nicht oft trage, hänge ich daran.
    Lieben Gruß
    Sabine

    • Habe auch schon überlegt, die Bluse ändern zu lassen. Aber ich habe Angst, bei so viel zu viel Stoff bei Abhnähern dann am Ende gar nichts mehr sitzt. Also trage ich sie als Oversizedlook privat auf und eben unter dem Kleid. Durch das Kleid kann ich sie wenigstens auch zu Kundenterminen tragen.

  15. Hi Ines,

    der Gedanke mit „was würde ich aus einem Feuer retten wollen (von meiner Kleidung)“ ist mir auch schonmal gekommen. Sicherlich ein guter Maßstab um die wahren Lieblingsteile zu erkennen. In meinem Fall würde ich allerdings wohl mehrere große Koffer vor den Flammen in Sicherheit bringen würden, und das dürfte problematisch werden 😉 Ich hab einfach so viele Lieblingsteile!

    Lg, Annemarie

  16. uiui..
    braucht man wirklich soo viel?? 😉
    meine Liste wäre sehr kurz
    ein paar Jeans weil eine durchgescheuert war
    und ein paar warme Leggins
    im Sonderangebot für 2,99 😉
    aber ich wünsch dir viel Spaß an deinen Sachen
    liebe Grüße

    • Brauchen ist ja sehr relativ … Da ich meine Konfektionsgröße von 46/48 auf 42 verringert habe, führte das auch zu einigen fehlenden Sachen. Durch meinen Job gucken Kunden auch darauf, wie meine Sachen sitzen. Aber natürlich ist es trotzdem zu viel …

  17. Eine Liste meiner Kleider führe ich noch nicht, aber gehe sehr bewusst und nachhaltig einkaufen, so halten meine Basics sehr lange vor. Ein sehr guter Artikel der über unseren Konsum nachdenken lässt.
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

    • Danke für Deinen ersten Kommentar hier . Meine Basics halten leider nie so lange, weil ich sie so oft trage. Aber besser, als zu wenig getragene Sachen zu entsorgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.