Das Kleiderschrank-Projekt: Outfits aus dem wahren Leben

Werbung für den perfekten Kleiderschrank

(Affiliate-Link auf dem Cover)

In dem Buch Das Kleiderschrank-Projekt (Werbung) von Anuschka Rees, das ich als Rezensionsexemplar bekommen habe, befindet sich auf Seite 39f die Anregung, zwei Wochen lang Outfits mit Fotos zu dokumentieren. Das habe ich im März an 14 Tagen gemacht. Ich habe zwar einen guten Überblick über meine Sachen und weiß, was ich mehr und was weniger trage und meistens auch warum, aber die Fotostrecke interessierte mich trotzdem. Alle Outfits habe ich zudem in einer Exceltabelle erfasst, die Du hier als PDF sehen kannst: Outfits Ines Meyrose März 2017. Du kannst das PDF in der Ansicht vergrößern.

Fotos sagen die Wahrheit

Bilder lügen nicht. Du guckst Dich auf Fotos anders an als im Spiegel. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich kann es mir nur so erklären, dass es daran liegt, dass Du Dich im Spiegel spiegelverkehrt siehst und auf den Fotos so, wie Dich andere Menschen sehen.

Gesamtoutfits, die noch so durchdacht komponiert sind, bestehen manchmal vor dem Spiegel und fallen beim Betrachten von Fotos mit Pauken und Trompeten durch. Das kennen alle Fashionblogger. Auf den Bildern ist sofort sichtbar, was das Problem ist: Längen, Farben oder Weiten.

Die Spiegelselfies veröffentliche ich hier nicht, weil sie zu unscharf sind und nur für meine interne Auswertung bestimmt sind. Die Outfits oder Kompositionsteile, die zu relavanten Erkenntnissen geführt haben, habe ich auf Wunsch einiger Leserinnen Ostern noch mal fix nacheinander angezogen und exemplarisch fotografieren lassen. Da das Osterwetter Schauer und Hagel bereit hielt, hat mein Liebster alles gegeben und sich in den Regen gestellt, um mich unterm Schirm zu fotografieren. Das war mein Ostergeschenk.

Paul im April 2017

Wer sich bei der blauen Bluse weiter unten – das ist die aus dem Beitrag über Orange + Blau – über zusätzliche Tupfer wundert: Das sind Regentropfen zwischen der Aprilwettersonne. Völlig verwirrt war Paul irgendwann vom ganzen Umgeziehe und nicht Spazieren gehen trotz Anziehens und geöffneter Tür.

Mein Stil

Zu meinen Kleidungsstil findest Du Details im Stilprofil, wenn Du mich vorher noch nicht kanntest. Wichtig ist mir in Bezug auf die Figur, mit Kleidung den Blick des Betrachters zum Gesicht zu lenken. Im Hüftbereich möchte ich schmaler wirken und insgesamt möglichst lang. Die Betrachtung meiner Bilder hat zu folgenden Erkenntnissen geführt:

Textile Accessoires

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse s.Oliver - gelb und blau kombiniert, Schal Fraas

Bei Tüchern und Schals sieht es am besten aus, wenn die Grundfarbe des Tuchs sich in der Grundfarbe des Oberteils wiederholt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Helle Tücher zu dunklen Oberteilen funktionieren auch, weil sie den Blick zum Gesicht lenken.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Dunkle Tücher auf hellen Oberteilen sind keine gute Idee, auch wenn sie farblich zur Hose oder dem Oberteil passen, weil es zu gedrungen wirkt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Die dunkle Farbe drückt optisch von oben drauf.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Wenn beide Farben im Oberteil sind, ist die hellere Farbe ebenso schöner als Tuch dazu. Das ganze Oberteil wirkt damit lebendiger.

Farbabstimmung von Schuhen und Hose

Farbkontraste zwischen Schuhen und Hose sind bei mir keine gute Idee, weil es die Beine zu kurz macht. Ausgleichen kann Du das, in dem Du dann Oberteil und Unterteil beides hell wählst. Das kannst Du an diesem Outfit aus dem Archiv sehen:

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood, Boots Camper

Foto: Bärbel Ribbeck

Jetzt kommt das positive Beispiel mit Schuhen in ähnlicher Farbe dazu. Dann funktioniert auch ein kontrastreiches Oberteil damit:

Ines Meyrose #ootd 20170408 Tigerlook - gelb kombinieren - vor Graffiti von www.brozilla.org - Sweater Braintree, Lederhose Oakwood, Sneaker New Balance, Schal s.Oliver

Ton-in-Ton

Dass mir Outfits am besten stehen, die Ton-in-Ton gehalten sind, ist auf dem Foto mit der blauen Bluse deutlich zu sehen. Sie lenken weder von meinem Gesicht ab, noch betonen sie einzelne Körperpartien besonders.

Repräsentativ für mein Leben

Die 14 Tage sind aus meinem normalen Berufs- und Privatleben gegriffen. Ich trage die meisten meiner Kleidungsstücke für fast alle Anlässe. Nur so komme ich mit wenig Kleidungsstücken aus. Ich mag das, weil ich meine Lieblingssachen dadurch oft anziehen kann.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Kaschmirrollkragenpullover AC AppelrathCüppe, Wollstalo Eva schreiber

Nicht repäsentativ für den Rest des Jahres ist, dass die 14 Tage aus der kurzen Übergangszeit zwischen Winter und Frühling waren. Deshalb sind noch Blusen und Rollkragenpullover zeitgleich im Einsatz. Hätte ich die Liste im Winter erstellt, hätte da sehr oft Rollkragenpullover + Tuch aus Wolle + Jeans + Boots gestanden. Das blaue Rollkragenoutfit war mein Lieblinslook im Winter 2016/17. Ich mag die schmale Silhouette.

Die Jeans von s.Oliver ist neu. Endlich habe ich wieder eine Jeans mit geradem Bein in 32er-Länge, die ich zu Boots mit Absätzen tragen kann. Die Jeans von C&A ist dafür zu kurz, sie ist für flache Absätze ideal. So kommt es, dass ich nach Monaten der Abstinenz ständig die La Martina Stiefel getragen habe, die eingestaubt in der Ecke standen, bevor die Jeans zu mir kam. Das letzte Mal hatte ich sie letzten Sommer zu einer weiten Leinenhose an. Getragen habe ich in den 14 Tagen übrigens 42 Teile. Das sind ca. 23 % des Kleiderschrankinhalts.

Selbsterkenntnis aus dem Kleiderschrank-Projekt

Die Erkenntnisse aus den zwei Wochen sind nicht neu, justieren jedoch den Blick auf mich selbst. Es ist erheblich einfacher, als Stilberaterin diese Aspekte bei Kunden zu sehen, weil der Blick nicht von Emotionen geführt wird, als bei sich selbst. Deshalb hat sich die Mühe für mich gelohnt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind, dunkle Schals auf hellen Oberteilen zu meiden, auch wenn mir die Farben an sich stehen und zu hellen Hosen helle Schuhe zu tragen.

Eine der Fragen im Buch auf Seite 39 ist, welche drei Adjektive meinen derzeitigen Stil auf den Bildern am besten beschreiben. Mir fällt dazu spontan ein: casual, locker, fröhlich.

Stylingberatung bei image&impression

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungDu bist unsicher, wie Du Deine Outfits auswertest? Du möchtest sicherer bei Farben und Kombinationen werden? Dann buche mich für eine Stylingberatung (Werbung).

Wie zufrieden bist Du mit Deinen Outfits auf Fotos auf einer Skala von 1-10?

(Affiliate-Link)

37 Gedanken zu „Das Kleiderschrank-Projekt: Outfits aus dem wahren Leben

  1. Wieder mal sehr aufschlußreich Deine ausführliche Analyse. Das mit den hellen Schals ist mir auch schon aufgefallen. Je älter ich werde, desto lieber trage ich eh helles ums Gesicht, unabhängig von dem „Drücken“, das Du beschreibst.
    Bei Dir als Beratungsprofi in Sachen Stil und Kleidung finde ich diese Bestandsaufnahme am eigenen Leib besonders gut. Auch Trainer und Lehrer müssen sich ja immer wieder mal selbst in die Lernenden-Situation begeben. Erst dann kann man wirklich gut beraten oder lehren.
    Tolles Ostergeschenk vom Liebsten!
    Einen schönen Sonntag Euch allen, wünscht herzlich Sieglinde.

    • Wie Beate unten auch schreibt: Helles am Gesicht wirkt weicher und das ist oft angenehmer anzusehen. Vorallem, wenn jemand ein so schön fröhliches Gesicht wie Du hat!

      Danke für Deine Wertschätzung für meine Arbeit an dem Beitrag.

      Dir einen schönen Wochenendausklang!

  2. Das kenne ich gut, dass ein Outfit, das in meinen Vorstellungen optimal aussieht, sich auf dem Foto als „geht so“ oder gar „geht nicht“ outet. Woran das liegt, kann ich nicht so gut analysieren wie Du. Ich ziehe es halt nicht mehr an und in einen Post kommt es natürlich auch nicht. Deine Beispiele sind sehr hilfreich, die Bilder sehr gelungen. Ich würde das Adjektiv „wertig“ bei Deinem Stil noch ergänzen.
    Lieben Gruß + schönen Sonntag
    Sabine

    • Wenn Du mal unsicher bist bei einem Outfit, woran es liegt, maile mir gerne ein Foto. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann ich Dir dann sagen, was daran „nicht stimmt“.

      Meinen Kleidungsstil beschreibe ich im Stilprofil auch als „High Class Leger Chic“. Danke für die Bestätigung des wertigen Eindrucks, denn genau das gehört für mich auch dazu. Deshalb sehe ich meinen Look auch nicht einfach nur als „sportlich“ – wie Moppi unten z.B. schreibt. Sportlich kann auch wertig sein, aber mir ist eine andere Form der Wertigkeit dabei wichtig, die sich in Materialien (hochwertigte Lederschuhe z.b.) und Details (selbst entworfener schlichter Echtschmuck) zeigt.

  3. Guten Morgen Ines. Was für ein schöner Post. Man sieht die Unterschiede sehr gut.
    Der blaue Pulli ist wirklich toll, das kann ich vollkommen nachvollziehen. Überhaupt ist das letzte Foto mit dem Schirm der Hammer!
    Schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    • Dann hat es sich ja gelohnt, mich lachend in den Regen-/Hagelschauer zu stellen :). Ich habe mich auch sehr gefreut, als ich den Pullover gefunden habe. Er ist schön dünn und deshalb gut zu tragen. Weil er aus reinem Kaschmir ist, ist er so schön leicht auf der Haut.

  4. Dein armer Mann und armer Paul 🙂 Das hast Du schön erläutert liebe Ines. Auf Fotos sieht man schnell, was geht und was nicht. Das macht zwar ein bisschen Arbeit, aber der Aufwand lohnt sich.

    Liebe Grüße Sabine

    • Danke für Dein Mitgefühl für Hund und Mann. Ich leite es weiter 🙂 . Die beiden Kerle tun mir auch oft wirklich leid!

  5. 9,5 🙂
    dass es nicht 10 sind liegt daran, dass ich manchmal einfach faul bin und vor dem rausgehen gar nicht in den spiegel schaue – einfach „uniform“ an und los. es sieht z.b. meist besser aus das oberteil in den rock zu stecken – weis ich zwar aber wie gesagt: faul. und im alltag geht das auch durch weil kaum einer so einen scharfen blick hat – nur auf fotos sehe ich das dann. oder eben nicht die „perfekte“ tasche weil keine lust zum umpacken, oder der „perfekte“ schal liegt oben in der kommode, also muss es der tun der an der garderobe hängt….. und weil eben die meisten anzug-fotos zwischen haustür und „besorgungen“ geknipst werden oder auf ausflügen – siehts halt so aus wie´s aussieht. man könnte auch „authentisch“ dazu sagen ;-P
    zu dir: dunkel am gesicht ist auch eh ungünstig – erhöht die kontraste, lässt also falten, augenringe etc. hervortreten. nicht dass du welche hättest 🙂
    xxxxx

    • Dass mit den Handtaschen dazu kenne ich auch. Die meisten meiner Taschen funktionieren zu den meisten meiner Outfits. Sonst wäre sie auch nicht meine Taschen 🙂 . Für 2% hübscher in Kombi packe ich nicht Tasche um – auch nicht fix mit dem Taschenorganizer. Dazu bin zu pragmatisch.

      Dunkelbraun in Gesichtsnähe funktioniert bei mir noch einigermaßen, aber ansonsten sind hellere Farben wirklich auch aus dem Grund besser. Augenringe sind nicht so mein Thema – aber die Falten …

  6. In den meisten Fällen bin ich absolut zufrieden. Irgendwas zwischen acht und neun, würde ich sagen. Manchmal gerät durchaus auch eine vier dazwischen, aber das wird immer seltener. Das Bild mit dem Schirm mag ich, das ist toll 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

    • 8 bis 9 auf der Skala in den meisten Fällen finde ich eine Superquote. Mir reichen meistens 8 – die ordentliche 80%-Lösung – Herr Pareto list mein Freund.

  7. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die vielen Bespiele !Ich habe auch die Erkenntnis gewonnen, das helle Tücher und Schals besser für mich sind . Der Unterschied zwischen Spiegel und Foto ist mir auch schon aufgefallen. Ich find oft mich richtig fremd auf Fotos. Das Buch scheint interessant zu sein . Ich brauche gerade jetzt neuen Lesestoff. LG Sibylle

    • Das Buch hat wirklich interessante Aspekte. Bei der Rezension habe ich ausführlich geschrieben, für welchen Leser ich es für sinnvoll halte.

  8. Ahhhhh, endlich die Auswertung. Da habe ich ja schon lange drauf gewartet. Und sie ist toll geworden mit super Erklärungen. Deine Tabelle ist auch echt spannend. Ich bin zu faul dazu, alles aufzuschreiben, dabei finde ich das ganz toll und interessant.

    Man erkennt bei den 14 Tagen-Outfits auch einen roten Faden. Ich weiß nicht, ob Dir das auch auffällt? Manchmal sieht man ja als Außenstehender die Dinge anders. Mir fehlt etwas die Abwechslung, immer nur Hose und dann auch immer nur sportlich. Rock oder Kleid hätte ich mir auch mal gewünscht. Auch im Alltag.

    Und ja, im Spiegel sehe ich wohl proportioniert aus auch mit Größe 42. Alles sitzt gut und dann gucke ich auf die Fotos und denke, wer ist das? Bin ich wirklich so dick? Haha, so ist das Leben.

    Du willst grade um Deine Hüfte schmaler wirken, schreibst Du. Ich persönlich empfinde aber, Deine Oberteile machen genau das Gegenteil und betonen durch diese Unterbrechung genau auf Hüfthöhe die breiteste Stelle am Körper (wenn man bei Dir überhaupt von breit reden kann).

    Morgen auf dem Blog habe ich auch ein Outfit an, was ich sehr liebe und ich mich luftig fluffig damit fühle, aber auf den Bildern sehe ich sehr sehr unvorteilhaft und wirklich dick aus. Aber manchmal ist mir das egal. 😉

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • Du brauchst es ja nicht aufzuschreiben, wenn Du jeden Tag ein Foto machst. Dann siehst Du es auch so. Ich habe es nur aufgeschrieben, weil ich die Looks für den Blog nachvollziehbar machen wollte und wir anhand dessen die Outfits nachgestellt haben. Außerdem sieht man in der Tabelle auch die Jacken dazu, von denen es keine Fotos gibt. Aber die – und Deine Handtaschen und Schmuck und was auch immer – könntest Du jeden Tag einfach mitfotografieren.

      Ob mir der rote Faden auffällt? *lach* Natürlich weiß und sehe ich, dass ich ähnliche Kombinationen trage. Das ist in meinem Blog ganz bewusst schon mehrfach als Einheitslook für den Frühling/Herbst/Winter gezeigt worden. Ich liebe es, eine Art Uniform für eine gewisse Zeit zu haben. In der Dokumentationszeit war da viel Boots/Jeans/Bluse zu sehen.

      Es gibt Menschen, die brauchen Vielfalt für Ihr Glück. Dazu gehörst offensichtlich neben den Bloggerinnen Gunda, Fran und Sunny auch Du. Dann gibt es Menschen wie mich, die mögen gerne einen uniformähnlichen Einheitslook. Bärbel ist eine Mischung daraus: Großes Sortiment mit breiter Vielfalt – und doch gibt es wiederkehrende Looks in Variationen mit weißen Blusen oder farbigen Westen/Sneakern, die auch eine Art Einheitslook für eine Phase oder Anlässe sind.

      Ich werde Dir zu Liebe nicht „in die Vielfalt springen“, denn das täte mir nicht gut. Meine Stärke ist zu spüren, was mir bei Kleidung gut tut. Mir gibt so eine Uniform Sicherheit und das mag ich. Meine Privatkunden sehen mich meistens nur ein- oder zweimal. Denen fällt also nicht auf, wenn ich oft gleiche Sachen trage. Da ich aus dem Gedächtnis meistens Jahre später noch weiß, was ich zu welchem Anlass getragen habe, kann ich dann auch bewusst eine Variation wählen. Bei Firmenkunden habe ich meistens auch frische Teilnehmer und die Empfangsmenschen sehen im Wesentliche meine Jacke – die wechselt dann 🙂 .

      Ich besitze zwei Winterkleider, für die es in der Zeit schon zu warm war. Ansonsten trage ich die durchaus regelmäßig. Das rote Ganzjahreskleid ist mir für den Alltag im Sitzen zu kurz und too much. Einen Winterrock besitze ich gar nicht. Mein einziger Rock ist der Baumwollrock auf dem Headerbild. Den trage ich eher im Sommer und Herbst und dann am liebsten mit einem Ringelshirt.

      Jahrelang habe ich fast ausschließlich Kleider getragen. Im Sommer kommt das mit den beiden Neuzugängen sicher wieder mehr, aber in den anderen drei Jahreszeiten fühle ich mich mit Hosen einfach wohler – und das ist mir wichtig. Röcke sind mir entweder am Bauch unangenehm eng oder sie drehen sich um den Körper beim Tragen oder sie sind unvorteilhaft weit. Außerdem sind meine Oberteile auf Hosen ausgerichtet. Da ich mich in Hosen wohler fühle, wird das so bleiben. Bei anderen sehe ich Röcke gerne –aber ich fühle sie an mir nicht gerne.

      Die beiden kurzen Blusen lenken zwar den Blick auf die Hüfte, hören aber nicht auf meiner breitesten Stelle aus, die ist bei mir auf Schritthöhe. Weil sie weit sind, wirkt der Oberkörper damit nicht zu schmal und das gleicht für mein Auge die Hüften aus. Deshalb siehst Du auch nicht, wie breit ich bin. 105 cm Hüftumfang ist nicht schmal. Wenn Du mich mal real sehen würdest, wüsstest Du sofort, was ich meine. Frag mal Gunda und Sabine von 8 Stunden, wie entsetzt die beim letzten Fotoshooting waren, als sie meine breiten Hüften ganz gesehen haben beim reinstecken einer Bluse. Der blaue Rolli ist zwar schmal, aber weil er eine ähnliche Farbe wie die Hose hat, fällt für mich der Übergang nicht so auf und ich finde nicht, dass er die Hüfte breit macht, sondern eine schmale Silhouette mit Taille. Alternativ könnte ich nur lange, weite Oberteile zu schmalen Hosen tragen und die Hüfte darunter ganz verstecken. Das funktioniert, habe ich jahrelang gemacht. Im Moment darf man mein Becken und Po aber auch mal sehen 🙂 .

      Bin gespannt auf Dein Outfit morgen – als Außenstehender sieht man das ja oft auch ganz anders. Bis dahin wünsche ich Dir erstmal einen entspannten Abend!

    • Danke für Deine Antwort. 🙂

      Ja, so ein bisschen habe ich mir schon gedacht, dass Deine gewählten Oberteile sicher kaschieren, aber Du wirkst so schmal auf den Bildern, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass Du wirklich breite Hüften hast. Ich messe morgen mal meine nach, dann kann ich vergleichen. *lach*

      Um Himmelswillen bloss nichts ändern, worin man sich nicht wohl fühlt. Würde mir einer gut gemeint sagen, ich solle mehr Jeanshosen tragen, würde ich es auch nicht machen. Aber sagen kann man es ja mal. 😉

      Bei mir ist es genau umgekehrt, ich fühle mich eigentlich in Kleidern viel wohler, da drückt nichts am Bauch. Aber durch die Gewichtszunahme ist so ein Kleid auch nicht immer vorteilhaft und auch wegen vielen Trends trage ich auch wieder Hosen. Eine zeitlang echt nur Kleider, Sommer wie Winters.

      Jeden Tag mache ich kein Foto, da ich auch oft gleiche Outfits habe. Aber ich werde das mal aufschreiben und den Zettel einfach in den Kleiderschrank legen.

      Danke für die tolle Diskussion mit Dir, das mag ich besonders an Deinem Blog, weil ich weiß, Du antwortest auch und gerne auch ausführlich. Man (ich) will ja nicht nur klugscheißern, sondern auch für sich selbst lernen und mir hier Tipps abholen.

  9. Also „gehen“ tut von den Fotos her alles. Aber man sieht natürlich schon, worauf Du hinaus willst. Ich mag übrigens die Honiggelbe Bluse sehr an Dir. Aber ja. Hell oben macht eben breiter als dunkel. Und wenn man das an der Stelle nicht will, muss man verzichten. Ich liebe es ja meine Beine mit andersfarbigen Schuhen zu kürzen. Am bestenalles in der Länge zu Teilen und dann wieder in der Breite zu verschmälern. So hat da jeder seine „Spleens“. LG Sunny

    • Wir wissen beide, warum wir unten hell und oben dunkel nur mit langenm Oberteilen tragen :). Du machst Dir mit den Schuhen genau das zu nutze, was ich vermeide. Wenn man uns nebeneinander stehen sieht, weiß man genau, warum!

  10. Guten Morgen Ines,

    nun sehe ich mir die Fotos zu diesem Beitrag bereits zum dritten mal an und diesmal war ich auf die Kommentare besonders gespannt, weil Wahrnehmung ja auch unterschiedlich sein kann.

    Besonders interessant war für mich der Tipp/Hinweis mit hellen bzw. dunklen Tüchern zum Gesicht und deine Erklärung in den Kommentaren die gelbe Bluse nicht an der breitesten Stelle der Hüfte enden zu lassen. Oft sind es wirklich nur Kleinigkeiten, die ein Outfit (selbst auf Fotos) stimmig machen.

    Mal abgesehen davon, dass ich Fotos von mir nur selten wirklich mag, sind sie trotzdem oft sehr aufschlussreich, was das eigene Outfit betrifft – so nach dem Motto: „Hätte ich mal lieber den Knopf der Jacke offen gelassen“ oder „Bluse statt Rollkragen wäre besser gewesen“ oder „Schmuck/Tuch passt nicht optimal“.

    Man lernt eben nie aus.
    Herzliche Grüße! 🙂

    • Auf die Kommentare war und bin ich bei diesem Beitrag auch besonders gespannt 🙂 .

      Du kannst es bei Deinen Kunden Geschäft gut ausprobieren, die Unterscheide zu beobachten. Kannst denen bewusst zum Kontrast mal nicht so Gutes zum Anziehen als Vergleich zeigen, um das Positive an anderen Sachen aufzuzeigen, wenn sie es nicht sehen können.

      Das Problem bei meinen Bildern und der Wahrnehmung der Betrachter dazu ist, dass die meisten Leser mich nie persönlich gesehen haben. Wenn ich also schreibe, dass mit der Bluse die Hüften schmaler aussehen, denkt manch einer nur, dass das unvorteilhaft sei, weil die Taille gar nicht zu sehen ist. Die Bilder sind in der Form komplett unbearbeitet, nur die Kontraste etwas erhöht und die Dateigröße verringert. Aber natürlich stelle ich mich so hin, dass ich möglichst schmal aussehe und nicht breit-frontal wie für ein Passfoto. Auch wenn die „frontale Wahrheit“ für einige Leser zum wirklichen Vergleich sicher hilfreich wäre, hat auch für mich alles Grenzen. Es gibt Bilder von mir, die ich schlichtweg nicht ins Netz stellen will, das ja bekanntlich nichts vergisst.

  11. Ich war sehr gespannt auf deine Auswertung zum Kleiderschrank-Projekt und habe mir den Hinweis (dunkles Tuch) gleich für meine Outfits gemerkt. Als ich dich das erste Mal real gesehen habe beim Workshop Schalknoten Herbst 2015 war ich sehr beeindruckt wie schlank du bist. Ich hatte damals gedacht, dass du höchstens Kleidergröße 38 trägst. Ich mache oft Selfies, um zu schauen, wie die Sachen an mir wirken. Meist bin ich ganz zufrieden (Skala 7-9), das weiß ich aber häufig vorher schon, weil ich mich in den Klamotten einfach wohl fühle.
    Was mir aufgefallen ist, dass in deiner Garderobe häufiger die Marke sOliver zu finden ist, die ich auch sehr mag, aber in den letzten zwei, drei Jahren bin ich selten dort gewesen. Übrigens danke für deinen Tipp mit dem Gloss von Chanel in der Glamour. Habe mir umgehend das Zeitschrift gekauft und den Gloss ausprobiert. Das ist wirklich eine tolle Farbe. LG Caro

    • Das mit dem dunklen und hellen Tuch auf hellen Sachen kannst Du bei Dir ja auch mit Fotos mal selbst dokumentieren. Da reichen wirklich einfache Spiegelselfies für und Du siehst es sofort.

      Danke für das Kompliment, dass Du dachtest, dass ich schmaler wirke, als ich es bin. Ich hatte da, wenn ich mich recht erinnere, das gleiche Outfit an wie in dem Beitrag:
      http://www.meyrose.de/2015/10/07/mausegraues-hamburg-nein/

      Foto: Rostrose
      Die Hose betont die bis zur Oberschenkelmitte schmalen Beine, Der Pullover zeigt die Taille und die Hüften/Becken verschwinden in der A-Form des Pullovers. Ein Outfit, bei dem viele denken, warum ich denn so ein weites Oberteil trage und mich darunter verstecke … aber es hat eben genau den Effekt, das die Hüfte verschwindet. Außerdem sind die Stiefel in der Farbe der Hose und verlängern damit das Bein, was bei dem langen Oberteil ganz hilfreich ist bei meinen 1,65 m Gesamtlänge. Die Hose ist in 42, der Pullover in XL.

      In den letzten Jahren war ich auch fast gar nicht mehr bei s.Oliver. Im letzten Frühjahr kam der dunkelblaue Blazer von s.Oliver zu mir, den habe ich bei Sinn Leffers gefunden. Dieses Jahr wollte ich nur gezielt nach einer Jeans gucken und habe dann spontan noch dazu die beiden Blusen, den Schal und ein dunkelblaues Basicshirt gekauft. Ich hatte aufgehört, dort Jeans zu kaufen, weil sie mir zu doll ausgebeult haben beim Tragen am Po. Weil Sunny aber immer so zufrieden ist, haben sie nochmal eine Chance bekommen und meine aktuelle ist sehr gut. Die kann ich mehrere Tage tragen und sie sieht an den Knien und am Po völlig in Ordnung aus. Sie wird nur insgesamt einen Hauch weiter. Bei den Jeans von s.Oliver finde ich gut, dass es immer Modelle mit mittlerer Leibhöhe gibt, die den Hüftspeck einpacken.

      Die Baumwollblusen liebe ich, die hatte ich in der kurzen Frühlingsphase schon mehrfach an. Sie sind bügelfrei – ein weiterer Pluspunkt. Die werden meine Lieblinge des Frühlings und Sommer 2017. Das Tuch ist auch schön, das dünne Basic-Shirt nicht so sehr. Die Seitennähte drehen sich leider etwas. Das fällt beim Tragen nicht auf, weil es extrem dunkelblau ist. Der runde mitteltiefe Ausschnitt sitzt sehr gut, aber ich würde es wegen der Seitennähte nicht wieder kaufen, auch wenn es nur 10 Euro (regulärer Preis) kostet.

      Das Gloss kann ich mir sofort gut bei Dir vorstellen. Freut mich, dass Du ihn auch bekommen hast!

    • Ja genau, das hattest Du damals getragen. Ich bin beeindruckt von Deinem fotografischen Gedächtnis.
      Was ich vergessen hatte zu schreiben, das letzte Foto mit dem blauen Rolli und dem Regenschirm sieht wirklich toll aus. Du siehst so glücklich darauf aus. Der Pulli sieht sehr gut aus. Die Investition hat sich gelohnt. Gute Anregung für mich nach einem blauen Pullover bei A & C im Herbst zu schauen. LG Caro

  12. Liebe Ines,
    ich mag Deine bewährten Looks sehr und mir werden sie auch nicht langweilig. Uniformen sind genau mein Ding. Jeans, Hemdbluse, Blazer – das ist mein Business Look, der mit Tüchern, Taschen, Gürteln und Schuhen variantenreich gestaltet wird. Für die Röcke und Kleider und Extravaganzien habe ich genug andere Anlässe.

    Die Sache mit den Tücherfarben wäre mir übrigens nie von alleine aufgefallen – auf Deinen Fotos springt es einen ja richtig an! Meine Halslappen wähle ich selten nach der Kleidung aus, sondern lieber nach der Tasche. Aber ich packe diese ja auch viel öfter um als der Durchschnitt. Hoffentlich fange ich jetzt nicht an, mir mehr Gedanken zu machen – das könnte mich verwirren!

    Auf meinen Fotos finde ich eigentlich immer etwas, das besser sein könnte. Das perfekte Foto von mir gibt es wohl nicht ohne Photoshop. Da ich das Programm nicht habe, bleibt es unperfekt aber lebhaft 😉

    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Mir wird es auch nicht langweilig 🙂 . Also nicht vorm Spiegel und IRL – für den Blog mag ich dann doch nicht immer das gleiche fotografieren lassen – hat wohl mit meiner Vorstellung der Erwartungen meiner Leserinnen zu tun. Vielleicht sollte ich mich davon weniger leiten lassen. Ja, das werde ich versuchen.

      Bei Deiner Länge kannst Du den Tüchereffekt genau anders herum einsetzen, wenn Du kleiner wirken möchtest. Wäre lustig, wenn wir mal Fotos von uns beiden nebeneinander in den gleichen Sachen machen würden und nur die Tücher anders hätten. Dann könnte man das gut sehen. Dunkle Jeans, weiße Bluse, einmal Tuch hell und einmal Tuch dunkel haben wir beide. Und schon ein Grund für ein nächstes Bloggertreffen 🙂 .

  13. Hallo Ines,
    mit den Tüchern das stimmt und ich hatte bei deinen Fotos auch gleich so Outfits da sagte mein ich , jep das ist es und bei manchen. grrr. lieber nicht. Tücher trage ich sehr gern und seit meiner HWS OP um so lieber. 🙂 Deinen Blog ist so schön und ich lese ihn so gern. lg, Elke

  14. Sehr schön und inspirierend. Ich suche verstärkt nach der Wirkung, dass dunkel oben gedrungen wirkt, ich finde das nicht, zumindest auf keinen Fall bei dem Outfit mit gelber Bluse und blauem Schal. Beim Streifenshirt schon eher. Ich glaube in Kleiderfrage gern auch daran, dass man Regeln ab und an brechen darf. Ich sehe sie ohnehin eher als Verschönerungstipps, denn als gesetzt.
    Uniform verstehe ich total, hat ja wohl jede Frau. Die ist ja sowas wie ein Wiedererkennungseffekt. Deine Fotostrecke bist genau du – obwohl ich dich nicht persönlich kenne, deine Statements dazu nehme ich dir hundertprozentig ab, auch, dass du dich nicht gern überreden lässt.
    Mein Lieblingsoutfit ist dennoch die „Nichtunform“ – die helle Bluse mit den Lederhosen. Trotz der sportlichen Eleganz betont es deine Weiblichkeit. Ich rate – mehr davon!

    Ich hasse Selfies von mir, den Spiegelfotos stimme ich zu. Mir fehlt bei dieser Aufgabe auch wieder die Disziplin, sie durchzuhalten. Aber die Idee gefällt mir und ich werde sie auf alle Fälle ausprobieren, um meine Zweifeloutfits zu minimieren.

    Liebe Grüße
    Susanne

  15. Die helle Lederhose mit dem Plisseeshirt trage ich auch sehr gerne. Gerade heute habe ich genau das Outfit an.

    Wenn Du die Bilder nur bei den Zweifeloutfits machst, kommst Du bestimmt auch weiter damit. Bei denen, die funktionieren, kannst Du Dir die Mühe locker sparen. Viel Erfolg dabei!

  16. Rollkragenpullover + Tuch?? Bin ich auf diese Idee überhaupt schon mal gekommen? Glaube nicht – aber ist eine gute Idee, zumal der Hals ja immer mehr über den Rollkragenrand lappt … 😒 Ich mag das Bild mit dem Schirm auch besonders gerne!! Ansonsten mag ich auch das erste mit der gelben Bluse und dem gelben Tuch! Weiß gar nicht, warum Du / Ihr die blaue Bluse bevorzugt? Also rein bildermäßig: Nö.

    Mir gefällst Du übrigens mit LANGEN Tüchern besonders gut. Deine dunklen sind (wirken) irgendwie kürzer als die helleren. Wie wäre es also mit dem Versuch, mal einen längeren blauen Schal zu kombinieren, der weiter runter fällt? Und DANN kannst Du mir gleich sagen, woher Du den Schal hast – so etwas kann ich nämlich auch immer gut gebrauchen. Gerade Schals finde ich bei mir nach wie vor ständig zu kurz, wenn man sie einmal um den Hals geschlungen hat.

    Mit meinen Outfits auf Fotos ist übrigens skalenmäßig alles möglich: Von Note 3 bis Note10 – Note 3 ist aber mehr auftragen von Vorhandenem in der Freizeit und kommt nicht ins Netz. Da geht’s erst ab Note … na, sagen wir mal 6 los … – wobei ich im Nachhinein dann auch manchmal wieder eine Note abziehe. Ganz unterschiedlich halt, wie immer.

    Und ja, Vielfalt brauche ich! Wenn ich 2 Tage hintereinander ’ne Hose anhatte, muss dringend wieder ein Rock her. Kleider nicht so häufig. Aber Pullover, die kann ich eigentlich immer anziehen.

    Liebe Grüße
    Gunda

    • Dunkle Schals lang sind mir zu massig vor meinem Busen und Oberkörper. Deshalb binde ich dunkle immer eher höher. Den hell-bunten aus Kaschmir-Seide, übrigens von Fraas aus Lüneburg, mag ich zur gelben Bluse auch sehr gerne.

      Der blaue Schal ist ein klassischer Paschmina aus reinem Kaschmir von Tie Rack.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.