Das Kleiderschrank-Projekt: Outfits aus dem wahren Leben

Werbung für den perfekten Kleiderschrank

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In dem Buch Das Kleiderschrank-Projekt (Werbung) von Anuschka Rees, das ich als Rezensionsexemplar bekommen habe, befindet sich auf Seite 39f die Anregung, zwei Wochen lang Outfits mit Fotos zu dokumentieren. Das habe ich im März an 14 Tagen gemacht. Ich habe zwar einen guten Überblick über meine Sachen und weiß, was ich mehr und was weniger trage und meistens auch warum, aber die Fotostrecke interessierte mich trotzdem. Alle Outfits habe ich zudem in einer Exceltabelle erfasst, die Du hier als PDF sehen kannst: Outfits Ines Meyrose März 2017. Du kannst das PDF in der Ansicht vergrößern.

Fotos sagen die Wahrheit

Bilder lügen nicht. Du guckst Dich auf Fotos anders an als im Spiegel. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich kann es mir nur so erklären, dass es daran liegt, dass Du Dich im Spiegel spiegelverkehrt siehst und auf den Fotos so, wie Dich andere Menschen sehen.

Gesamtoutfits, die noch so durchdacht komponiert sind, bestehen manchmal vor dem Spiegel und fallen beim Betrachten von Fotos mit Pauken und Trompeten durch. Das kennen alle Fashionblogger. Auf den Bildern ist sofort sichtbar, was das Problem ist: Längen, Farben oder Weiten.

Die Spiegelselfies veröffentliche ich hier nicht, weil sie zu unscharf sind und nur für meine interne Auswertung bestimmt sind. Die Outfits oder Kompositionsteile, die zu relavanten Erkenntnissen geführt haben, habe ich auf Wunsch einiger Leserinnen Ostern noch mal fix nacheinander angezogen und exemplarisch fotografieren lassen. Da das Osterwetter Schauer und Hagel bereit hielt, hat mein Liebster alles gegeben und sich in den Regen gestellt, um mich unterm Schirm zu fotografieren. Das war mein Ostergeschenk.

Paul im April 2017

Wer sich bei der blauen Bluse weiter unten – das ist die aus dem Beitrag über Orange + Blau – über zusätzliche Tupfer wundert: Das sind Regentropfen zwischen der Aprilwettersonne. Völlig verwirrt war Paul irgendwann vom ganzen Umgeziehe und nicht Spazieren gehen trotz Anziehens und geöffneter Tür.

Mein Stil

Zu meinen Kleidungsstil findest Du Details im Stilprofil, wenn Du mich vorher noch nicht kanntest. Wichtig ist mir in Bezug auf die Figur, mit Kleidung den Blick des Betrachters zum Gesicht zu lenken. Im Hüftbereich möchte ich schmaler wirken und insgesamt möglichst lang. Die Betrachtung meiner Bilder hat zu folgenden Erkenntnissen geführt:

Textile Accessoires

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse s.Oliver - gelb und blau kombiniert, Schal Fraas

Bei Tüchern und Schals sieht es am besten aus, wenn die Grundfarbe des Tuchs sich in der Grundfarbe des Oberteils wiederholt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Helle Tücher zu dunklen Oberteilen funktionieren auch, weil sie den Blick zum Gesicht lenken.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Dunkle Tücher auf hellen Oberteilen sind keine gute Idee, auch wenn sie farblich zur Hose oder dem Oberteil passen, weil es zu gedrungen wirkt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Die dunkle Farbe drückt optisch von oben drauf.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Wenn beide Farben im Oberteil sind, ist die hellere Farbe ebenso schöner als Tuch dazu. Das ganze Oberteil wirkt damit lebendiger.

Farbabstimmung von Schuhen und Hose

Farbkontraste zwischen Schuhen und Hose sind bei mir keine gute Idee, weil es die Beine zu kurz macht. Ausgleichen kann Du das, in dem Du dann Oberteil und Unterteil beides hell wählst. Das kannst Du an diesem Outfit aus dem Archiv sehen:

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood, Boots Camper

Foto: Bärbel Ribbeck

Jetzt kommt das positive Beispiel mit Schuhen in ähnlicher Farbe dazu. Dann funktioniert auch ein kontrastreiches Oberteil damit:

Ines Meyrose #ootd 20170408 Tigerlook - gelb kombinieren - vor Graffiti von www.brozilla.org - Sweater Braintree, Lederhose Oakwood, Sneaker New Balance, Schal s.Oliver

Ton-in-Ton

Dass mir Outfits am besten stehen, die Ton-in-Ton gehalten sind, ist auf dem Foto mit der blauen Bluse deutlich zu sehen. Sie lenken weder von meinem Gesicht ab, noch betonen sie einzelne Körperpartien besonders.

Repräsentativ für mein Leben

Die 14 Tage sind aus meinem normalen Berufs- und Privatleben gegriffen. Ich trage die meisten meiner Kleidungsstücke für fast alle Anlässe. Nur so komme ich mit wenig Kleidungsstücken aus. Ich mag das, weil ich meine Lieblingssachen dadurch oft anziehen kann.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Kaschmirrollkragenpullover AC AppelrathCüppe, Wollstalo Eva schreiber

Nicht repäsentativ für den Rest des Jahres ist, dass die 14 Tage aus der kurzen Übergangszeit zwischen Winter und Frühling waren. Deshalb sind noch Blusen und Rollkragenpullover zeitgleich im Einsatz. Hätte ich die Liste im Winter erstellt, hätte da sehr oft Rollkragenpullover + Tuch aus Wolle + Jeans + Boots gestanden. Das blaue Rollkragenoutfit war mein Lieblinslook im Winter 2016/17. Ich mag die schmale Silhouette.

Die Jeans von s.Oliver ist neu. Endlich habe ich wieder eine Jeans mit geradem Bein in 32er-Länge, die ich zu Boots mit Absätzen tragen kann. Die Jeans von C&A ist dafür zu kurz, sie ist für flache Absätze ideal. So kommt es, dass ich nach Monaten der Abstinenz ständig die La Martina Stiefel getragen habe, die eingestaubt in der Ecke standen, bevor die Jeans zu mir kam. Das letzte Mal hatte ich sie letzten Sommer zu einer weiten Leinenhose an. Getragen habe ich in den 14 Tagen übrigens 42 Teile. Das sind ca. 23 % des Kleiderschrankinhalts.

Selbsterkenntnis aus dem Kleiderschrank-Projekt

Die Erkenntnisse aus den zwei Wochen sind nicht neu, justieren jedoch den Blick auf mich selbst. Es ist erheblich einfacher, als Stilberaterin diese Aspekte bei Kunden zu sehen, weil der Blick nicht von Emotionen geführt wird, als bei sich selbst. Deshalb hat sich die Mühe für mich gelohnt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind, dunkle Schals auf hellen Oberteilen zu meiden, auch wenn mir die Farben an sich stehen und zu hellen Hosen helle Schuhe zu tragen.

Eine der Fragen im Buch auf Seite 39 ist, welche drei Adjektive meinen derzeitigen Stil auf den Bildern am besten beschreiben. Mir fällt dazu spontan ein: casual, locker, fröhlich.

Stylingberatung bei image&impression

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungDu bist unsicher, wie Du Deine Outfits auswertest? Du möchtest sicherer bei Farben und Kombinationen werden? Dann buche mich für eine Stylingberatung (Werbung).

Wie zufrieden bist Du mit Deinen Outfits auf Fotos auf einer Skala von 1-10?

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Buchreview: Das Kleiderschrank-Projekt

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Das Kleiderschrank-Projekt: Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum (Affiliate-Link) von Anuschka Rees*

Sieht es bei Dir so aus?

Kleiderschrankinhalt_Ines_Meyrose_fuer_graphitti-blog.de

Dein Kleiderschrank ist voll, aber jeden Morgen die Frage: Was ziehe ich an? Das ist Dir ein Gräuel? Dann stimmt etwas nicht mit Deinem Sortiment. Entweder passt es nicht zueinander oder nicht zu Dir. Oder Du kaufst ständig neue Sachen einfach um des Haben Willens und ziehst die Sachen nur selten an? Fast Fashion ist Dein Motto, aber es gefällt Dir nicht mehr? Damit bist Du Kernzielgruppe des Buchs Das Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees. Mehr über die Autorin Anuschka Rees findest Du übrigens in ihrem Blog.

Das Kleiderschrank-Projekt: Reduktion für Einsteiger

Im Kleiderschrank-Projekt werden einfache Strategien und Übungen gezeigt, um Deinen eigenen Stil zu entwickeln und Kleidung bewusster zu kaufen. Die Empfehlungen sind unabhängig von Trends, Figur-, Stil-, Farbtypen. Alle, die allergisch auf Schemata und Schubladendenken reagieren, werden den Anregungen gegenüber offen sein. Letztendlich geht es darum, auf Deine Intuition zu hören und zu schauen und selbst zu entscheiden, in was Du Dich am besten fühlst und leiden magst.

Inhaltlich behandelt die Buch die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Entdeckung des eigenen Stils, die Zusammenstellung einer zu Dir passenden Garderobe und die Kunst des Einkaufens mit Hinweisen zu Qualität und Sitz der Kleidung.

Dokumentation des echten Lebens

Bei der Bestandsaufnahme empfiehlt Anuschka Rees, zwei Wochen lang eine Fotodokumentation der getragenen Outfits zu machen mit den Hinweis zum Anlass, z.B. Kundentermin, Treffen mit einer Freundin oder Sofatag. Wenn Du diese Übung in zwei Wochen machst, die Deinem durchschnittlichen Wochenablauf entsprechen, siehst Du schnell, welche Sachen Du oft trägt und welche im Schrank bleiben. Damit sind wir wieder bei meiner Grafik oben mit den Lieblingsklamotten …

Auf Seite 39f im Buch findest Du einen Fragebogen zur Bestandsaufnahme, den Du bei Betrachtung der Fotos auswerten kannst. Die Fragen dazu finde ich klug formuliert und durchdacht. Die Leser_innen kommen mit wenigen Gedanken dazu, den Kern des eigenen Stils und der Bedürfnisse zu reflektieren.

Praxisbeispiel

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat bereits 2016 einige aufschlussreiche Beiträge mit der Überschrift What I wore mit Fotodokumentation veröffentlicht, in denen sie ihre Bürooutfits von Montag bis Freitag mit Fotos dokumentiert und kommentiert hat. Spaßeshalber mache ich das für mich auch gerade ausgelöst durch das Lesen des Buchs. Die Spiegelselfies werden hier nicht veröffentlicht. Ich überprüfe damit nur, ob meine Selbsteinschätzung stimmt. Die Liste der getragenen Sachen und Anlässe dazu mit Auswertung würde ich bei Interesse hier im Blog zeigen. Bitte kommentiere das bei diesem Beitrag, wenn Du es gerne lesen würdest.

Auch wenn ich ziemlich genau weiß, warum ich welche Sachen aus meinen Schrank oft trage und welche seltener, ist es interessant, das auf Fotos gesammelt zu sehen. Bei anderen Menschen – sprich meinen Kunden und Bloggerinnen, die ich lese – ist das auch für mich als Imageberaterin immer einfach als bei mir selbst. Mit ein wenig Betriebsblindheit ist jeder geschlagen. Deshalb also auch für mich der kleine Test.

Outfit-Formel

Der zweite Punkt, der mich neben den Fragen zur Bestandsaufnahme dazu bringt, das Buch gerne zu empfehlen, sind Praxisbeispiele zur Outfit-Formel. Die Outfit-Formel ist bei Anuschka Rees das, was bei mir Einheitslook heißt oder auch Uniform genannt wird. Die Kunst ist dabei, Kombinationen zu wählen, die zu Deinem Stil perfekt passen und in denen Du Dich wohlfühlst. Bei mir sind das zum Beispiel

  • Frühling: Gerade geschnittene dunkle Jeans, langärmelige weiße Bluse, Boots
  • Sommer: Bikerjeans von Please!, Ringelshirt mit minimal 3/4-Arm, Sneaker
  • Herbst/Winter: Jeans, Kaschmirrollkragenpullover, Stiefeletten oder Stiefel

Im Buch findest Du ab Seite 152 einen Outfit-Plan für zwei Wochen, der auf zwei Outfit-Formeln basiert. Es ist immer wieder spannend, mit wie wenig Teilen gefühlt unendlich verschiedene Looks funktionieren. Wir brauchen alle viel weniger als wir denken.

Fazit

Leser dieses Blogs und Menschen, die sich schon länger mit ihrer Kleidung und Ihrem Konsumverhalten in Form von Kleiderschrankinventuren, Bewertungen der Käufe im Rückblick und Fehlkäufe beschäftigen, werden wenig Neuigkeiten im Kleiderschrank-Projekt finden. Aber gerade wer am Feinschliff arbeiten möchte, wird mit dem Fragebogen zur Bestandsaufnahme noch Denkanstöße bekommen. Einsteiger in das Thema finden mit Sicherheit diverse praktikable Anregungen.

Danke an den DuMont (Werbung) Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Weil es in dem Buch um kontrolliertes und reduziertes Konsumverhalten geht, verlinke ich es bei Traude Rostroses Aktion A New Life.

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  1. * Aus dem Englischen von Rasha Khayat – Originaltitel The curated closet. A simple system for discovering your pesonal style and building your dream wardrobe bei Ten Speed Press, Berkeley. []

Verpackungskünstler

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Verpackungskünstler werde ich in diesem Leben nicht mehr. Ich gebe das berühmte Beste und habe Spaß dabei. Im Lingen Verlag gibt es die Neuerscheinung monbijou Verpackungskünstler Floral (Werbung) mit 10 Bogen Geschenkpapier a‘ 70 x 52 cm, das ich als PR-Muster erhalten habe. Weihnachtspapier brauchen wir erst nächstes Jahr wieder. Diese Motive sind für den Rest des Jahres gedacht.

Die Geschenkpapierbögen sind in einer Art Buch zusammengefasst, aus dem sie herausgerissen werden. Dazu sind alle Bögen mehrfach gefaltet auf knapp DIN A4. Im Buchumschlag gibt es passende Anhänger.

Mein Eindruck

Mir gefallen die Motive, die Druckqualität und Papierstärke. Der Druck bleibt beim Falzen bestehen und das Papier lässt sich sauber verarbeiten. Die Knicke im Papier durch die Faltung auf das kleinere Buchformat gefallen mir nicht. Ich werde es daher nur für kleine Geschenke oder zum Basteln verwenden. Dafür ist es allerdings schön.

Geschenktüte gefaltet aus monbijou Verpackungskünstler Floral

Geschenktuetchen-aus-monbijou-Verpackungskuenstler-Floral

Es ist eine Anleitung zum Falten von Geschenktüten dabei, die ich sofort verstanden habe und im ersten Anlauf sauber umsetzen konnte. Da ich mich mit Faltanleitungen schwer tue, spricht das für die Anleitung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder? Unter #papierglück und auf Instagram bei @monbijou_geschenke (Werbung) findest Du weitere Gestaltungsideen.

Was für Geschenkpapier verwendest Du am liebsten oder meisten?

Buchreview: Social Media und Recht

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Social Media und Recht: Praxiswissen für Unternehmen (Haufe Fachbuch) (Affiliate-Link)
von Carsten Ulbricht in der 3. Auflage 2016

Social Media und Recht

Social Media und Recht sind eine Verbindung um die kein Unternehmen oder Unternehmer herumkommt, der im Internet aktiv ist. Ich bin Unternehmerin, Bloggerin, nutze Accounts in einigen sozialen Netzwerken und beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema. Diese Rezension ist subjektiv aus Sicht einer Anwendung ohne juristischen Hintergrund verfasst. Der Autor RA Carsten Ulbricht behandelt in dem Buch unter anderem die Bereiche

  • Accountnamen
  • Veröffentlichung eigener und fremder Inhalte
  • Umgang mit Content-Diebstahl
  • User Generated Content
  • Datenschutz im Umgang mit sozialen Netzwerken und Marketing
  • Werbung in den Socials
  • Umgang mit Facebook, Twitter, WhatsApp und deren Nutzungsbedingungen
  • Kundengewinnung und -bindung im Netz
  • Markenschutz
  • Interne Richtlinien für Unternehmen und deren Mitarbeiter
  • Verkäufe von Blogs und anderen Social Media Accounts
  • Recruiting im Netz
  • Interner Einsatz mit Intranets
  • Checklisten zu einigen Themen.

Zielgruppe

Der Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, vor allem auch für Nichtjuristen unter den Unternehmern. Bei Verwendung von Fachvokabeln wird mit einem Pfeil ein Hinweis zum Glossar gegeben. Der Leser sieht also gleich, an welcher Stelle ihm dazu hinten im Buch die Erklärungen gegeben werden. Das finde ich angenehm, weil der Text dadurch kurz gehalten ist und fließt.

Kurz und knapp

Dabei kommen wir dann allerdings direkt zu einem Kritikpunkt: Die fachlichen Beiträge zu den jeweiligen Themen sind teilweise auf ein Minimum beschränkt, so dass mir die inhaltliche Tiefe und Differenzierung fehlt. Das geht mir konkret zum Beispiel bei der Verwendung fremder Inhalte als Zitate so, was auf weniger als einer ganzen Seite erklärt wird (Seite 30f) und dem Teil zur Verschleierungstatik bzw. Schleichwerbung (Seite 99ff).

Dass Paragrafen an den meisten Stellen nur kurz genannt werden, macht das Lesen einerseits leicht, weil Gesetzesdeutsch bekanntermaßen nicht unbedingt einfach zu verstehen ist. Anderseits vermisse ich manchmal den Wortlaut oder mindestens die Nennung des Gesetzes ohne Abkürzung, um mir selbst ein genaues Bild zu machen, bevor ich die Zusammenfassung des Autors davon lese. Ich möchte nicht beim Lesen parallel im Netz die Originaltexte suchen.

Prüfung bestanden?

Die Checklisten am Ende zur Social Media Präsenz eines Unternehmens und Social Media Guideline am Ende gefallen mir besonders gut. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, eine Art Test zu absolvieren, ob ich alles Buch verstanden und beachtet habe. Gerade für kleine Unternehmen und Marketingagenturen, die diese Dinge nicht alle juristisch betreuen lassen, ist das aus meiner Sicht eine gute Hilfe zu prüfen, an welcher Stelle vielleicht doch externe Unterstützung angesagt ist.

Die Checkliste zu Urheberrecht im Internet auf Seite 99 und 323 ist leider im Fließtext in so winziger Schrift, dass ich sie nur in allerbestem Licht lesen kann, obwohl ich zum Lesen gute Augen habe. Du findest Sie ergänzend als Download in einem Beitrag des Autors auf seiner Webseite unter Infografik Urheberrecht – Checkliste zum rechtssicheren Umgang mit Inhalten im Internet und Social Media in zwei Formaten und kannst sie Dir dann am Bildschirm entsprechend vergrößern.

Fazit

Ein lesenswertes Buch für berufliche Einsteiger in das Thema zur Sensibilisierung dafür. Wer sich tiefer in das Thema einarbeiten möchte, wird meiner Ansicht nach rechtliche Beratung oder mindestens weitere intensive Recherche dafür brauchen.

Danke an den Haufe Verlag (Werbung) für das Rezensionsexemplar.

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Buchreview: Das lass ich los!

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Das lass ich los! Sich von innerem und äußerem Ballast befreien (Leichter leben) (Affiliate-Link)

Von Autorin Pia Mester habe ich Dir bereits die Bücher Schlank im Schrank (Rezensionsexemplar) und Minimalismus trifft Kleiderschrank (Rezensionsexemplar) vorgestellt. Ihr Blog MalMini hat einen festen Platz in meiner Leseliste. Bei Das lass ich los! ist nicht nur der Kleiderschrank an der Reihe, sondern das ganze Leben. Sich von innerem und äußerem Ballast zu befreien, tut gut. Ich mache das regelmäßig. Bei Dingen fällt mir das leichter als bei innerem Ballast.

Das Buch besteht aus drei Bereichen

  1. Vom Ballast, den Sie mit sich herumschleppen
  2. Besitz loslassen: Sind Sie, was Sie haben?
  3. Die Gedanken sind frei: Was Sie im Alltag loslassen können.

Vom ersten Moment an hat mich Pia Mester dazu gebracht, mit den Personen im Buch mitzufühlen. Die fesselnden Beispiele haben mir sofort Lust gemacht, etwas umzusetzen.

Mein Lieblingssatz

„Fragen Sie sich jeden Abend: Was habe ich heute für mein großes Ziel getan?“ (Seite 19) Nach dem Durchdenken dieses Satzes bin ich um 7:00 Uhr am Sonntag freiwillig aufgestanden, habe das Buch auf dem Nachttisch gelegt und beschlossen, an die Ostsee zu fahren. Mein großes Ziel ist die Sammlung möglichst vieler Glücksmomente. Dafür musste ich an dem Tag das Meer sehen. Ohne das Buch hätte ich den Tag zu Hause vertrödelt.

Abgründe sind überall zu finden

Inhaltlich möchte ich gar nichts weiter aus dem Buch verraten. Das kannst Du bei Interesse lieber selbst lesen. Aber ich verrate Dir, was es bei mir bewirkt hat. Obwohl ich Dinge gut wegwerfen und verschenken kann, habe auch ich dabei meine schwarzen Löcher . Von Schmuck und Uhren kann ich mich nicht gut trennen. Echten Schmuck lasse ich umarbeiten, wenn er mir nicht mehr gefällt. Aber Modeschmuck ist das Trennungsthema. Schuhe, die noch heil sind, aber nicht mehr angezogen werden, sind der andere Bereich, der mir schwer fällt beim Trennen.

Loslassen in der Praxis

Danke der Lektüre des Buchs hatte ich letzten Samstag Lust, mich diesen Themen zu widmen und habe mich von vier Uhren, sechs Brillen – dazu Freitag mehr, diversen einzelnen Ohrringen, Ketten und Armbändern getrennt. Vier paar Pumps, zwei Stiefelpaare, ein paar Flippies und ein Berg zu großer, unschöner Sportklamotten haben mich verlassen und es fühlte sich gut an.

Im Keller habe ich dann gleich noch einen Berg heiles Geschirr und Gläser aussortiert, den ich ins Sozialkaufhaus tragen werde. Außerdem habe ich mich von einem Teil in der Küche getrennt, das mich täglich an etwas Doofes erinnert hat. Es war heil, sauber und funktionstüchtig – und jetzt hat die Funktion ein Teil, was mich an etwas Schönes erinnert.

Ein eigentlich schönes Wolltuch, das seit Jahren einen unentfernbaren Lipglossfleck hat, musste ebenso gehen. Es hat mich jedes Mal geärgert, wenn ich es umgebunden habe und den Fleck eingefaltet habe. Es hat mich nicht glücklich gemacht. Dafür hat mich am Tag danach der Ersatz gefunden und die Lücke im Schrank gefüllt. Guter Tausch!

Fazit

Ich empfehle das Buch für alle, die auch nur eine Ecke haben, die im Haus oder Kopf nicht so richtig klar werden möchte. Die Chance, dafür eine zielführende Anregung in dem Buch zu finden, ist hoch.

Danke an den Scorpio Verlag (Werbung) für das Rezensionsexemplar.

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Buchreview: Stilvoll – Inspiration von Frauen, die Mode lieben

Werbung mit Stil

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Stilvoll: Inspiration von Frauen, die Mode lieben (Affiliate-Link)
von Marlene Sørensen

Was ziehe ich an ist die Frage, die deutsche Promis, Bloggerinnen, Schauspielerinnen, Designerin und Unternehmerinnen beantworten. Sie zeigen den Kern ihres Stils und nennen Lieblingslabels, die diesen Stil für sie verkörpern. Der Untertitel „Inspiration von Frauen, die Mode lieben“ trifft den Inhalt des Buchs bestens. Das Buch ist unterteilt in Klassiker, neue Klassiker, Ausgehoutfits, Kleidung für echte Sommertage, Minusgrade und Ungewöhnliches.

Marlene Sørensen, Modejournalistin und Bloggerin, schreibt so anregend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Das ansprechende Layout und die aktuellen Fotos machen neben der besonderen Aufmachung des Umschlags optische und haptische Freude.

Der Umschlag ist in verschiedenen Farben zu bekommen. Meiner ist grün mit lila. Wenn Du eine bestimmte Farbe haben möchtest, such sie am besten vor Ort im Buchhandel aus. Auf dem Umschlag ist der Titel eingestickt. Das finde ich stilvoll. Von der Produktion gibt es auf YouTube ein Video – Making of: „Stilvoll“ von Marlene Sørensen (Werbung).

Das Buch ist für Frauen, die gerne in fremde Kleiderschränke gucken, um sich Ideen zu holen. Voraussetzung dafür ist, den eigenen Stil zu kennen, denn dazu gibt es keinen Input in dem Buch. Aber Du wirst beim Lesen sofort spüren, was Dich magisch anzieht und Dir gefällt und was davon nichts für Dich ist.

Kleiner Kritikpunkt: Der Inhalt ist mir zu labelbetont, auch wenn von High Fashion bis Low Fashion alles genannt wird. Das Label ACNE habe ich so gehäuft noch nie genannt gesehen. Die Autorin lebt in Berlin. Da geht => siehe Der Berliner Stil offenbar wirklich nichts ohne ACNE … Wenn man davon absieht, sind die Labelempfehlungen durchaus gut, wenn man einen Stil nachkaufen möchte. Das weißt Du wenigstens, wo Du es in allen Preiskategorien findest. Ich werde mir daraufhin die Cashmerepullover einer Kaufhauskette ansehen.

Auf einem Bucheinleger der Verlegerin Dr. Marcella Prior-Callwey steht „mehr muss man zum perfekten Kleiderschrank nicht wissen“. Die Brücke ist mir ein bisschen arg wackelig. Aber davon abgesehen, ist es einfach ein schönes Buch. Dass mich die Autorin mit ihrem pointierten Schreibstil mehrfach zum Lachen gebracht beim Lesen, gefällt mir ebenso. Kleine Kostprobe: „Ein Gürtel schnürt ein Outfit zum Gesamtpaket“ (Seite 43).

Auf das Buch bin ich in der Leseliste für den Sommer bei der Modeflüsterin aufmerksam geworden. Du weißt ja, dass ich alle Bücher zu dem Thema verschlinge. Deshalb freue ich mich, ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten zu haben. Es ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Callwey Verlag (Werbung) zu bestellen.

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Buchreview: 500 Elemente des Modedesigns – Formen, Stile, Stoffe

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500 Elemente des Modedesigns: Formen, Stile, Stoffe *
von Simon Travers-Spencer und Zarida Zaman

Rezensionsexemplar

Unglaublich, wie viele Details Kleidung aufweist, oder? Die Autoren, beide Modedesigner und Dozenten, geben einen Überblick zur Designentwicklung und Tipps zur Entstehung eigener Entwürfe, z.B. die Arbeit mit Moodboards und Schneiderbüsten. Eine Einführung in die Proportionen des weiblichen Körpers und verschiedene Silhouetten bilden neben Stoffen und Farben die Grundlage.

Kleiderzeichnun von Ines Meyrose IMFormenverzeichnis

Im Hauptteil des Buchs stellen die beiden Designer Optionen für Lösungen bei Ärmeln, Halsausschnitten, Kragen, Taillenabschlüssen, Taschen an der Kleidung, Ärmelabschlüssen, Verschlüssen und Säumen vor.

Die einzelnen Kapitel sind untergliedert in verschiedene Kleidungsstücke, an denen die Elemente Anwendung finden. Dieses sind mit Strichzeichnungen, Stoffgewichteignungen und Laufstegfotos der konkreten Umsetzung illustriert. Die einzelnen Aspekte werden wertungsfrei vorgestellt, d.h. es gibt keine Stilberatung im Sinn von das passt zu dem Figurtyp oder Stilptyp.

Stoffverzeichnis

Stoffgewichte und Stoffarten werden mit Fotos, Beschreibungen und Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Jetzt ist mir auch endlich der Unterschied zwischen Samt und Nicki klar … Eine ausklappbare Figurine kann für eigene Entwürfe verwendet werden.

Zielgruppe

Wenn Du eigene Kleidung entwerfen oder ändern möchtest, findest Du Ideen in dem Buch. Auch wenn Du Deine Kleidung nicht selbst schneidern möchtest, sondern sie in Auftrag gibst, findest Du in dem Buch viele Anregungen für Details, die Du umsetzen lassen kannst.

Außerdem wirst Du an den Beispielen der Formen sofort sehen, was Dich anspricht und was nicht. Anhand der abstrakten Strichzeichnungen ist das viel einfacher als bei Fotos in einem Katalog, wenn ein Mensch die Kleidung trägt, Farben und Stoffe bereits im Spiel sind und die Kulisse auch noch wirkt. Das Beschäftigen damit macht das Einkaufen konkreter Dinge leichter, weil Du besser auf einzelne Elemente achten kannst.

Mein Tipp

Schau Dir genau an, welche Elemente Dir zusagen, stelle die in einem Moodboard zusammen und prüfe potenzielle Kleidung darauf vor dem Kauf.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag in der Schweiz zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich nehme es bei den Buchempfehlungen bei image&impression auf.

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