Modefarben Frühjahr 2010 – es gibt doch noch mehr!

Im Februar habe ich hier geschrieben, dass in den Läden alles voller Sachen in Beerentönen hängt. Die ganze rosa-rote Fruchtpalette rauf und runter. Das ist auch immer noch so. Aber nun gibt es trotzdem eine gute Nachricht für alle Liebhaber warmer Farben: Loslaufen! Shoppen gehen! Es sind auch wieder schöne Brauntöne, Oliv und Orangevariationen zu finden!

Für alle, die kein Vermögen ausgeben wollen, sondern reele Sachen zu ordentlichem Preis haben wollen: Guckt mal bei s.Oliver. Da gibt es gerade viele schöne Sachen, auch Accessoires.

Und für alle nicht ganz so dünnen die gute Nachricht: Es gibt eine neue Linie bei s.Oliver, die nicht bei Gr. 44 aufhört 🙂

Titelstar

Haben Sie schon die aktuelle FUNK UHR gelesen? In Heft 15 vom 9. April 2010 finden Sie den Aufruf, sich als Titelstar zu bewerben. Die Gewinnerin kommt auf das Cover einer FUNK UHR – von Profis geschminkt und gestylt. Und wer ist mit in der Jury zur Auswahl des Titelstars? Ich!

Und wer ist unter anderem noch dabei? Peyman Amin!

Für alle, die nicht wissen, wer das ist: Das ist einer der früheren Juroren von „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“. So werden wir also gemeinsam mit den anderen Juroren nach dem Einsendeschluss am 26. April 2010 die Gewinnerin auswählen. Das wird bestimmt spannend!

Wer sich bewerben möchte:
Kurzbewerbung mit Name, Anschrift, Alter, Größe, Gewicht und Konfektionsgröße direkt an FUNK UHR, Kennwort: Titelstar, 20724 Hamburg oder online unter www.modelmanagement.com.

Mehr Details finden Sie im Zeitungsartikel „Wir machen Sie zum Titelstar“ in Heft 15.

Bin ich ein Trendsetter?

Ich dachte immer: nein. Neuerdings denke ich anders darüber. Betonung liegt auf Trendsetter. Offensichtlich löse ich schon Trends aus, indem ich in den Geschäften nur nach den Dingen frage, die ich mir wünsche. Beispiel gefällig?

Handtasche

Letzten Herbst bin ich bis Weihnachten durch die Geschäfte gelaufen und habe an jeder nur erdenklichen Stelle nach einer olivfarbenen Handtasche gesucht. Nicht nur ich – auch Familie und Freundinnen wurden mit eingespannt. Letzten Ende habe ich dann eine gefunden, sogar mit messingfarbenen Metallösen (nicht silber!) und die zu Weihnachten von meinem Liebsten bekommen. Eine Verkäuferin war so nett, die Handtasche, das keiner haben wollte, aus dem Lager rauszusuchen und dann sogar noch um 30% zu reduzieren. Monatelang durfte ich mir vorher anhören, dass oliv megaout ist und das keiner haben will (außer mir). Und jetzt: In jedem Geschäft hängen Klamotten in oliv und es gibt passende Accessoires in jeder Form.

Kaftankleid

Im Januar habe ich beim Onlinestöbern auf heine.de ein tolles Kleid gesehen. Genau meine Farbe – hummer, matt, mit goldenen Pailletten. Ein tolles Kleid, das meine x-zuviel-Kilos echt passabel versteckt. Mir war klar: Das Kleid polarisiert. Man kann es nur lieben oder hassen – zu mir passt es perfekt. Ich liebe es und freue mich schon seitdem, es am 1. Mai bei einem Besuch der Oper zu tragen. Für normale Anlässe ist es wohl etwas feierlich … leider.

Seit Januar freue ich mich also über mein besonderes Kleid. Und was musste ich am 3. April in der druckfrischen Modezeitschrift Brigitte sehen? MEIN KLEID! In einer Fotostrecke zum Thema Umsetzung des Trends Afrika in der Mode durch die Designer. Das Kleid war auch noch mit Bezugsquelle und Extrafoto abgebildet. Ich hätte Schreien können! Ich stehe nicht besonders drauf, wenn andere das gleiche tragen wie ich! Sollte ich also jemanden in diesem Kleid sehen, wird mich das nicht gerade glücklich machen.

El Naturalista

Zum Sommer 2008 habe ich mir Schuhe von El Naturalista gekauft. So eine Art geschlossener Clog. Niemals vorher habe ich die Dinger in Hamburg auf der Straße oder im Laden gesehen. Kaum, dass ich mit diesen Schuhen unterwegs bin, gibt es sie in einigen (sehr teuren) Läden. Und im Sommer 2009 gibt es ein Fake nach dem anderen davon und die gefühlte halbe Stadt ist damit überlaufen! Und Clogs sind auch wieder in.
Resultat: Gut, dass meine 2010 aufgetragen sind.

Wie sagte mein Liebster so schön: Das Leben als Trendsetter ist schon schwer 😉

"Männer sind überbewertet – wie finde ich den Schuh fürs Leben?"

Diese These bzw. Frage meiner Freundin Nicole dient mir seit einiger Zeit als Inspiration für eine Buchidee. Es ist der Buchtitel. Mal sehen, in welche Richtung sich der Inhalt so bewegen wird. Auf alle Fälle ist an dieser These etwas dran. Es gibt Schuhe, die treuer sind als Männer. Ja, ok, auch als einige Frauen …

Ich besitze Schuhe, die haben mich schon länger als einige Männer begleitet. Und andere haben mich über das Ende wirklich netter Affären hinweg getröstet. Schuhe können so viel mehr, als uns nur durchs Leben zu tragen! Sie machen ein Outfit vollkommen. Sie fühlen sich gut an beim Tragen. Sie lassen uns größer und gerader erscheinen. Ein Hoch auf die Erfindung des Schuhs! Aber mein Liebster braucht keine Angst zu haben – ich tausche ihn nicht gegen ein Paar Schuhe ein 🙂

Und um die Frage von Nicole zu beantworten: Ich weiß es nicht. Denn ich glaube, es gibt ihn nicht – den Schuh fürs Leben. Es gibt Schuhe für bestimmte Lebensphasen, aber nicht für ein ganzes Leben.

Wenn es einen Schuh fürs Leben gäbe, könnte das aus meiner Sicht nur ein klassisches Modell sein. Alles andere gefällt uns irgendwann nicht mehr, weil sich der Geschmack ändert. Auch Klassiker werden angepasst und immer wieder leicht verändert. Das ist wie mit Markenlogos, die scheinbar immer gleich aussehen, aber regelmäßig dezent modofiziert werden. Solche zeitlosen Klassiker sind für mich für Frauen flache Reiterstiefel in braun oder schwarz. Für Männer (und auch damentauglich) der gute alte Budapester. Beides mit mäßig runder Kappe vorne. Dafür lohnt es sich dann auch für hervorragende Qualtität richtig viel Geld auszugeben.

Tipp:
Kaufen Sie antizyklisch. Da Sie diese Modelle auch in der nächsten Saison noch tragen werden, gibt es oft echte Schnäppchen im Januar/Februar. Dann kommt die Sommermode in die Läden und Sie haben eine Chance, oft zum halben Preis an einen tollen, langlebigen Schuh zu kommen.

Ich wünsche Ihnen den richtigen Mann und den passenden Schuh dazu!

"Die Handtasche einer Frau ist ein mobiles Badezimmer. Die gehört eigentlich von innen gekachelt."

Welch weiser Satz von Kabarettist von Horst Schroth*. Horst Schroth kennt die Frauen halt!

Inwzischen haben wohl sogar Männer begriffen, dass Frauen all diese Utensilien in der Handtasche zum Überleben fast dringender brauchen als Essen und Trinken zusammen 🙂 Was ist ein Leben unterwegs ohne

  • Lippenstift in vielleicht sogar mehr als einer Farbe, alternativ Lipgloss
  • Nagelfeile, Schere (immer wieder gerne genommen das kleine Taschenmesser als Mini-Kombi – darf man nur vor Flügen leider nicht vergessen, aus der Handtasche zu  nehmen …)
  • Blasenpflaster, falls die neuen Schuhe dorch Druckstellen machen 🙁
  • Normales Pflaster für die Wunden des Alltags
  • Deotücher
  • Bei langen Haaren darf natürlich eine Haarbürste nicht fehlen! (Das Problem kenne ich zum Glück nicht.)

Da finde ich die Idee, das ganze hygienisch zu kacheln und reinigungsfreundlich zu halten, schon nicht sooo abwegig. Vielleicht denke ich das auch nur, weil ich heute gerade ein neues Gäste-Bad bekommen habe und alles super aussieht. Der Klempner/Fliesenleger hat das toll gemacht und ich freue mich sehr darüber!

Kleiner Tipps für alle, die den ganzen Krempel immer von einer Handtasche mit in die andere umschütten und dabei die Hälfte vergessen oder denen das ganze zu lose in der Tasche rumfliegt:

Füllen Sie den ganzen Kleinkram in eine kleine Kosmetiktasche. Die hält alles zusammen und besser sauber.

Noch toller: Die VIP-Bags von Tintamar! Das sind Taschen, die von Handtasche zu Handtasche immer weiter wandern und so wird nix in der anderen vergessen. Für obigen Kleinkram gibt es extra ein Reissverschlussfach und noch viele weitere Staufächer. Ein Superlösung! Habe ich zum letzten Geburtstag von meiner Freundin bekommen und möchte das Teil nicht mehr missen! Gibt es z.B. unter www.tintamar.ch. Ich habe die kleine VIP One. Für Liebhaber großer Taschen ist die VIP Two noch etwas besser. Die habe ich gerade erfolgreich verschenkt.

Falls ein Mann gerade daran zweifelt, dass man (frau) das wirklich alles a) überhaupt und b) unterwegs braucht:

Ja, Frauen brauchen das wirklich !!!!!

* zitiert von Moderatorin Katrin Huß in der MDR-Fernsehsendung CAFÉ TREND am 22. März 2010

"Stil ist die persönlichste Art, sich zu unterscheiden"

Vorgestern bin ich auf dem Weg zu einem Kunden in Winterhude an dem Geschäft von Bettina Nohe (www.bettinanohe.de) vorbeigefahren und habe auf ihrem Firmenschild diesen tollen Satz gelesen. Ich stand an der Ampel und mir ist das neue Schild an dem Haus aufgefallen. Lange Zeit war da kein Schild und jetzt dieser tolle Slogan in Bezug auf Einrichtungen.

Ich finde, dieses Statement passt nicht nur für Einrichtungen, sondern auch für Kleidung und Accessoires. Jeder Mensch unterscheidet sich mit seiner Persönlichkeit von anderen.  Selbst Menschen, die sich äußerlich ähneln, können innerlich sehr unterschiedlich sein und das im Auftreten und in der Kleidung zum Ausdruck bringen. Der persönliche Stil unterstreicht die Persönlichkeit und hebt sie hervor.

„Schlichtheit bedeutet, …

… mit minimalen Mitteln den maximalen Effekt zu erzielen.“

Diese klugen Worte von Dr. Koichi Kawana habe ich auch in dem Buch* über Präsentation gefunden.

Das ist eine aus meiner Sicht schöne Übertragung des Min-Max-Prinzips der Ökonomie auf Äußerlichkeiten. Konkret beziehe ich hier Schlichtheit auf die äußere Erscheinung einer Person. Und so setze ich dieses Prinzip gezielt in meinen Beratungen ein:

  • Im Kleiderschrank ist weniger mehr. Auf meiner Webseite www.imageandimpression.de finden Sie den Bezug zum Pareto-Prinzip, auch 80:20-Regel genannt. Kernaussage: Sie haben sowieso zuviel im Schrank. Was Sie nicht tragen, gehört da nicht rein. Lieber eine kleine Garderobe und die gerne tragen als viel Mist im Schrank und nicht wissen, wie kombinieren. Geben Sie Ihr Geld für Kleidung aus, die Sie tragen werden und kaufen lieber weniger als mehr.
  • Wer schon mal mit mir Einkaufen war, wird bestätigen, dass ich dazu rate, nur perfekte Sachen zu kaufen. Im Zweifelsfall lieber nicht kaufen, als eine neue oder weitere Schrankleiche nach Hause zu tragen. Auf Dauer spart das ungemein und so ist dann auch mal Budget für eigentlich vielleicht zu teure Sachen da.
  • Thema Make-up: Keine Frau braucht mehr Schminkutensilien, als in ein Kästchen passt. Für die meisten reicht: 1-2 helle Lidschatten und 1-2 dunkle, Wimperntusche, Puder, Rouge, 1-2 Lippenstifte oder Gloss. Dazu noch 2 Lidschattenpinsel, Puder-, Rouge- und ggf. Lippenpinsel und fertig ist das Sortiment! Lieber sicher im Umgang mit diesen reduzierten Sachen sein als wild zu experimentieren. Meine Erfahrung als Visagistin hat mich gelehrt, dass je mehr Artikel Frauen im Schminkkasten haben, sie sich um so weniger trauen, sich etwas überhaupt davon zu benutzen. Dann lieber mit wenigen Mitteln viel erzielen!

Streben Sie ein schlichtes, schönes Ergebnis an mit minimalen Mitteln. Dann sehen Sie gut aus!

*ZEN oder die Kunst der Präsentation von Garr Reynolds, darauf beziehe ich mich auch in dem Artikel vom 8. März 2010