Manchmal trägt man Sachen nicht genug, weil die Anlässe fehlen, Kombinationen nicht so einfach sind oder der Stil nicht mehr ganz passt. So ein Fall ist in meinem Kleiderschrank eine Jeans von Lands’ End aus dem Jahr 2010 in Capri-Länge, die jedoch bei mir eher 3/4-Länge hat. Mit dem schmalen Bein, mittelhohem Schnitt und dunklem Indigoblau ohne Waschung mag ich sie gerne leiden – die Länge aber mochte ich nicht mehr.
Generell trage ich gerne schmale Caprihosen, die gerade eben das Knie bedecken, also italienische Rocklänge haben. Mit Tuniken oder längeren Pullovern kombiniert fühle ich sehr wohl damit und meine im Verhältnis schlanken Waden
werden betont. Deshalb habe nach meiner Kleiderschrankinventur zum Frühling die Hose bei meiner Änderungsschneiderin für EUR 6,- kürzen lassen. Eine lohnende Investition, denn ich hatte die Hose am Wochenende gleich an beiden Tagen wieder an: Samstag zu Hause mit der kuscheligen Ajourstrumpfhose sowie dem burgunderroten Hoodie und Sonntag zu einem Ausflug an die Ostsee mit einem mittelbraunen Kaschmirrolli, blickdichter dunkelbrauner Nylonstrumpfhose und meinen geliebten derben Stiefeln. Mit der langen Daunenjacke war es warm genug.



