Annette Schwindt* hat zur Blogparade für Einzelkämpfer aufgerufen: „Wie machen Sie das? Betreiben Sie in Facebook und/oder in Google+ ein Profil UND eine Seite oder nur ein Profil? Warum? Und wenn beides: Trennen Sie die Inhalte und wenn ja wie?“
Diese Frage stelle ich mir fast jede Woche wieder und komme regelmäßig zu anderen Ergebnissen. Aktuell sieht es bei mir so, dass ich auf Facebook ein Profil mit meinem Namen Ines Meyrose und eine Seite für meine Firma image&impression e.K. betreibe. Ich bin Einzelunternehmerin und habe keine Angestellten. Daher hängt alles, was ich unter image&impression mache sehr dicht dran an meiner Person. Da ich ganz persönlich Facebook nicht mag, verwende ich es im Wesentlichen, um auf Blogbeiträge hinzuweisen, was mir sehr viele Besucher bringt. Das mache ich über meine Profilseite, weil der Blog auch unter meinem Namen läuft. Die Seite der Firma ist sehr vernachlässigt – das geht schon mit dem Design los, das mich zur Verzweiflung bringt, wenn ich etwas anpassen möchte. Auf Facebook funktioniert bei nie etwas so, wie ich es mir vorstelle.
Ich bin seit 2005 selbstständig und am Anfang war mir wichtig, dass die Selbstständigkeit nach außen hin über die Firma (und deren Namen) sichtbar ist, um dem mehr Seriosität zu geben. Heute ist mir das nicht mehr so wichtig, weil ich selbstbewusst genug in Bezug auf meine beruflichen Kompetenzen bin. Es sind so viele Sachen dazu gekommen, die ich mache, dass es schwer ist, alles zu trennen. Ich bin Imageberaterin, Mediatorin, schreibe diesen Fashion- und einen Foodblog, bin Fachbuchautorin und schreibe auch mal Artikel für Zeitschriften. Daher baut sich die Außendarstellung immer mehr um meine Person auf.
Deshalb nutze ich auch auf Google+ mein namentliches Profil für Geschäftliches und die Seite der Firma ist ebenso vernachlässigt wie die auf Facebook. Ich habe sie nur der Vollständigkeit halber eingerichtet.
Twitter vereint das alles für mich am besten. Da läuft es unter meinem Namen, aber im Hintergrunddesign sind meine geschäftlichen Aktivitäten aufgeführt. Twitter ist der einzige Social Media Kanal, in dem ich – außer in meinen Blogs – gerne auch mal Privates Persönliches preisgebe. Das mag u.a. auch daran liegen, dass Twitter mir Spaß macht.
Resümee
Social Media ist für mich in erster Linie Arbeit – egal wie das Profil oder Seite heißt. Die Frage, die ich für mich dann irgendwann vielleicht einmal beantwortet bekommen werde ist, ob ich die Firmenseiten in den Netzwerken lösche, wenn ich sie eh nicht mit Leben fülle.
Was meint Ihr dazu?
- * Ich habe Euch neulich ihr Google+ Buch vorgestellt [↩]
