Das Kleiderschrank-Projekt: Outfits aus dem wahren Leben

Werbung für den perfekten Kleiderschrank

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In dem Buch Das Kleiderschrank-Projekt (Werbung) von Anuschka Rees, das ich als Rezensionsexemplar bekommen habe, befindet sich auf Seite 39f die Anregung, zwei Wochen lang Outfits mit Fotos zu dokumentieren. Das habe ich im März an 14 Tagen gemacht. Ich habe zwar einen guten Überblick über meine Sachen und weiß, was ich mehr und was weniger trage und meistens auch warum, aber die Fotostrecke interessierte mich trotzdem. Alle Outfits habe ich zudem in einer Exceltabelle erfasst, die Du hier als PDF sehen kannst: Outfits Ines Meyrose März 2017. Du kannst das PDF in der Ansicht vergrößern.

Fotos sagen die Wahrheit

Bilder lügen nicht. Du guckst Dich auf Fotos anders an als im Spiegel. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich kann es mir nur so erklären, dass es daran liegt, dass Du Dich im Spiegel spiegelverkehrt siehst und auf den Fotos so, wie Dich andere Menschen sehen.

Gesamtoutfits, die noch so durchdacht komponiert sind, bestehen manchmal vor dem Spiegel und fallen beim Betrachten von Fotos mit Pauken und Trompeten durch. Das kennen alle Fashionblogger. Auf den Bildern ist sofort sichtbar, was das Problem ist: Längen, Farben oder Weiten.

Die Spiegelselfies veröffentliche ich hier nicht, weil sie zu unscharf sind und nur für meine interne Auswertung bestimmt sind. Die Outfits oder Kompositionsteile, die zu relavanten Erkenntnissen geführt haben, habe ich auf Wunsch einiger Leserinnen Ostern noch mal fix nacheinander angezogen und exemplarisch fotografieren lassen. Da das Osterwetter Schauer und Hagel bereit hielt, hat mein Liebster alles gegeben und sich in den Regen gestellt, um mich unterm Schirm zu fotografieren. Das war mein Ostergeschenk.

Paul im April 2017

Wer sich bei der blauen Bluse weiter unten – das ist die aus dem Beitrag über Orange + Blau – über zusätzliche Tupfer wundert: Das sind Regentropfen zwischen der Aprilwettersonne. Völlig verwirrt war Paul irgendwann vom ganzen Umgeziehe und nicht Spazieren gehen trotz Anziehens und geöffneter Tür.

Mein Stil

Zu meinen Kleidungsstil findest Du Details im Stilprofil, wenn Du mich vorher noch nicht kanntest. Wichtig ist mir in Bezug auf die Figur, mit Kleidung den Blick des Betrachters zum Gesicht zu lenken. Im Hüftbereich möchte ich schmaler wirken und insgesamt möglichst lang. Die Betrachtung meiner Bilder hat zu folgenden Erkenntnissen geführt:

Textile Accessoires

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse s.Oliver - gelb und blau kombiniert, Schal Fraas

Bei Tüchern und Schals sieht es am besten aus, wenn die Grundfarbe des Tuchs sich in der Grundfarbe des Oberteils wiederholt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Helle Tücher zu dunklen Oberteilen funktionieren auch, weil sie den Blick zum Gesicht lenken.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Dunkle Tücher auf hellen Oberteilen sind keine gute Idee, auch wenn sie farblich zur Hose oder dem Oberteil passen, weil es zu gedrungen wirkt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Die dunkle Farbe drückt optisch von oben drauf.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Wenn beide Farben im Oberteil sind, ist die hellere Farbe ebenso schöner als Tuch dazu. Das ganze Oberteil wirkt damit lebendiger.

Farbabstimmung von Schuhen und Hose

Farbkontraste zwischen Schuhen und Hose sind bei mir keine gute Idee, weil es die Beine zu kurz macht. Ausgleichen kann Du das, in dem Du dann Oberteil und Unterteil beides hell wählst. Das kannst Du an diesem Outfit aus dem Archiv sehen:

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood, Boots Camper

Foto: Bärbel Ribbeck

Jetzt kommt das positive Beispiel mit Schuhen in ähnlicher Farbe dazu. Dann funktioniert auch ein kontrastreiches Oberteil damit:

Ines Meyrose #ootd 20170408 Tigerlook - gelb kombinieren - vor Graffiti von www.brozilla.org - Sweater Braintree, Lederhose Oakwood, Sneaker New Balance, Schal s.Oliver

Ton-in-Ton

Dass mir Outfits am besten stehen, die Ton-in-Ton gehalten sind, ist auf dem Foto mit der blauen Bluse deutlich zu sehen. Sie lenken weder von meinem Gesicht ab, noch betonen sie einzelne Körperpartien besonders.

Repräsentativ für mein Leben

Die 14 Tage sind aus meinem normalen Berufs- und Privatleben gegriffen. Ich trage die meisten meiner Kleidungsstücke für fast alle Anlässe. Nur so komme ich mit wenig Kleidungsstücken aus. Ich mag das, weil ich meine Lieblingssachen dadurch oft anziehen kann.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Kaschmirrollkragenpullover AC AppelrathCüppe, Wollstalo Eva schreiber

Nicht repäsentativ für den Rest des Jahres ist, dass die 14 Tage aus der kurzen Übergangszeit zwischen Winter und Frühling waren. Deshalb sind noch Blusen und Rollkragenpullover zeitgleich im Einsatz. Hätte ich die Liste im Winter erstellt, hätte da sehr oft Rollkragenpullover + Tuch aus Wolle + Jeans + Boots gestanden. Das blaue Rollkragenoutfit war mein Lieblinslook im Winter 2016/17. Ich mag die schmale Silhouette.

Die Jeans von s.Oliver ist neu. Endlich habe ich wieder eine Jeans mit geradem Bein in 32er-Länge, die ich zu Boots mit Absätzen tragen kann. Die Jeans von C&A ist dafür zu kurz, sie ist für flache Absätze ideal. So kommt es, dass ich nach Monaten der Abstinenz ständig die La Martina Stiefel getragen habe, die eingestaubt in der Ecke standen, bevor die Jeans zu mir kam. Das letzte Mal hatte ich sie letzten Sommer zu einer weiten Leinenhose an. Getragen habe ich in den 14 Tagen übrigens 42 Teile. Das sind ca. 23 % des Kleiderschrankinhalts.

Selbsterkenntnis aus dem Kleiderschrank-Projekt

Die Erkenntnisse aus den zwei Wochen sind nicht neu, justieren jedoch den Blick auf mich selbst. Es ist erheblich einfacher, als Stilberaterin diese Aspekte bei Kunden zu sehen, weil der Blick nicht von Emotionen geführt wird, als bei sich selbst. Deshalb hat sich die Mühe für mich gelohnt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind, dunkle Schals auf hellen Oberteilen zu meiden, auch wenn mir die Farben an sich stehen und zu hellen Hosen helle Schuhe zu tragen.

Eine der Fragen im Buch auf Seite 39 ist, welche drei Adjektive meinen derzeitigen Stil auf den Bildern am besten beschreiben. Mir fällt dazu spontan ein: casual, locker, fröhlich.

Stylingberatung bei image&impression

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungDu bist unsicher, wie Du Deine Outfits auswertest? Du möchtest sicherer bei Farben und Kombinationen werden? Dann buche mich für eine Stylingberatung (Werbung).

Wie zufrieden bist Du mit Deinen Outfits auf Fotos auf einer Skala von 1-10?

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Stilberatung: Sandalen für Frauen Ü50

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Ines Meyrose #ootd 20160723

Leserin Sabine hat bei der Wunschliste für 2017 einen Beitrag erbeten über „Sandalen für Frauen über 50 – einfache, gute Sandalen aus Leder, die auch an über 50jährigen gepflegten Füßen gut aussehen“. Jetzt ist die Jahreszeit gekommen, in der ich Lust bekomme, mich mit Sommersachen zu beschäftigen. Lehne Dich zurück, träume Dich in zarte Sonnenstrahlen und lies entspannt den lang gewordenen Beitrag.

Sandalen Ü50

Die erste Frage ist für mich, was der Unterschied ist zwischen Sandalen für Frauen über 50 und unter 50. Füße haben nach 50 Jahren einfach schon mehr erlebt als jüngere, was meistens Spuren hinterlässt. Außerdem nimmt die Bereitschaft, sich mit eleganten Schuhen zu quälen bei den meisten Frauen mit steigendem Alter ab. Form follows function siegt, aber schön aussehen sollen die Sandalen trotzdem!

Die Frage ist für mich, welche Modelle zeitgemäß zum eigenen Alter sind und zum Stil der Trägerin und Anlass passen. Die mir bekannten Frauen über 50 legen keinen großen Wert mehr darauf, täglich auf superhohen Absätzen durch die Gegend zu wandeln. Ich würde netto 8 cm bei Sandaletten nicht überschreiten, Plateau kommt ggf. dazu. Wer Lust auf mehr Höhe hat, kann das natürlich tragen, wird dann hier nur keine Beispiele finden.

Füße werden mit höherer Lebenszeit oft empfindlicher und neigen eher dazu, im Lauf des Tages anzuschwellen. Wer das Problem hat, braucht unbedingt Sandalen, die auf keinen Fall einschneidende Riemen haben. Das sieht sonst spätestens ab nachmittags aus wie eine Presswurst. Ich rate dann eher zu flachen Absätzen, weil die Füße darin weniger leiden. Ein Tipp zum Sandalenkauf an kalten Tagen oder mit Winterfüßen: Ziehe normale Baumwollsocken zur Anprobe an. Wenn die nicht reinpassen, sind die Sandalen bei Wärme barfuß zu eng.

Wer einen Hallux valgus hat, braucht Modelle, die den Ballen gut umschließen, um Schmerzen zu verringern und damit er nicht unschön herausguckt zwischen Riemen. Das Problem habe ich schon erblich bedingt seit ich 12 bin. Dafür braucht man keine 50 zu werden.

Bei der Qualität würde ich mit steigendem Alter noch weniger Abstriche machen als in jungen Jahren. So wie Sabine bei der Leserfrage schreibt, dass sie Sandalen aus Leder möchte, halte ich das auch. Das Futter darf nur im Ausnahmefall aus Synthetik sein. Ich schaue dabei genau hin. Garbor hat zum Beispiel ein spezielles Material für Futter und Innensohle aus Synthetik, das weich ist, nicht drückt oder reibt und haltbar ist. Glattes Fake-Leder kann schnell schlimme Blasen machen, Stoff ebenso.

Vorne Spitz oder rund? Schmaler oder breiter Absatz?

Spitze Schuhe verlängern optisch Bein und Fuß, runde oder eckige Modelle verkürzen. Weit ausgeschnittene Schuhe verlängern, ein hohes Blatt verkürzt. Der Absatz sieht am schönsten aus, wenn er in der Stärke zum Bein passt, weil er die optische Verlängerung des Beins ist. Je kräftiger Füße und Waden sind, umso stabilere Absätze passen dazu, z.B. breite Blockabsätze und Keilabsätze. Je schmaler Fuß und Waden sind, umso dünner und schmaler kann der Absatz dazu sein. Wenn Du von dieser Regel deutlich abweichst, sehen entweder Deine Beine aus wie auf einem Golfball-Pin oder die Füße comicartig wie Betonklötze an dünnen Beinen.

Sandale vs. Sandalette

Eine Sandale ist flach, eine Sandalette als spezielle Form der Sandale hat einen höheren Absatz. Beide sind luftig für den Fuß. Für mich gehört bei Sandalen dazu, dass die Zehen frei sind und große Teile des Fußes zu sehen sind. Der Übergang zu Peeptoes, bei denen in jedem Fall Zehen zu sehen sind, aber die ansonsten geschlossen sein können, Mules mit offener Ferse und geschlossener Kappe oder Slingpumps ist teilweise fließend.

Praxisbeispiele

Bei den Beitragsbildern findest Du gleich einen Querschnitt verschiedener Stile und Modelle, die Betracht kommen können. Einige Bilder in diesem Beitrag sind über das Amazon-Affiliate-Partnerprogramm eingebunden. Mit einem Klick auf die gekennzeichneten Bilder kommst Du auf die Amazon-Webseite. Wenn Du dabei etwas kaufst, erhalte ich eine Werbekostenerstattung. Diese Beispiele im Artikel funktionieren nur so lange, wie die Modelle im Shop verfügbar sind. Da es für mich der einfachste Weg ist, aktuelle Bilder einzubinden, ohne fremde Bilder auf den Blog zu laden, habe ich mich dafür entschieden. Meine eigenen Sandalen im Beitrag sind alle selbst gekauft.

Sandalentrends 2017

Wie an den Beispielen via Amazon zu sehen ist, spielt Metallic bei Sandalen eine große Rolle im Sommer 2017. Sohlen sind leicht, hell und oft etwas dicker. Es gibt viel Plateau, flache Modelle und Blockabsätze in der aktuellen Sandalenmode.

Silberne Sandaletten

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Diese silbernen Sandaletten finde ich schön zu Abendkleidern und im Sommer zu Jeans, Röcken und Kleidern. Ein zeitloser Klassiker, der viele Jahre tragbar ist mit moderater Absatzhöhe für eine Sandalette. Durch den Fesselriemen hält der Schuh gut am Fuß. Weil er aber nicht um den ganzen Knöchel geht sondern nach vorne ausläuft, verkürzt er das Bein optisch nicht.

Flache Sandalen

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Dieses Modell mit mehr optischem Gewicht finde ich gut zu Jeans, Shorts und langen Kleidern an großen Frauen oder kräftigen Füßen. Modern wirkt es durch die helle dicke Sohle.

Zehenstegsandalen

Flippies von Lazamani

Flippies sind für mich reine Freizeitschuhe. Wer mit über 50 gepflegte Füße hat, an denen nichts zu verstecken ist, kann Zehenstegsandalen super tragen. Die auf dem Foto sind meine von Lazamani. Mit der Blume passen sie zu Frauen, die es romantisch-verspielt mögen. Leider sind sie nur für kurze Wege gut, weil der Riemen an der Innenseite sonst eine Blase macht. Ich ziehe sie nur an, wenn ich Sommer draußen faul herumsitze. Dagegen kann die Fußcreme von Avon helfen – habe ich noch nicht ausprobiert damit. Wie die Schuhe vor ein paar Jahren zu mir gekommen sind, kannst Du im Beitrag Flippies mit Geschichte lesen. Mehr Klischee geht nicht!

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Ansonsten freue ich mich, dass Birkenstock es geschafft hat, die Sommerschuhe mit Korkfußbett straßentauglich zu machen. Eine Mode, die sicherlich nicht jedem gefällt – aber vielen Füßen!

Römersandalen

Römersandalen Antichi Romani

Diese einfachen Römersandalen mit Ledersohle habe ich 2012 bei Krupka in Hamburg gekauft. Es gibt dort jedes Jahr leichte, flache Ledersandalen, die auch an breiten Füßen funktionieren. Aktuell kosten die Modelle aus Vollleder etwa 70 Euro. Ein fairer Preis für langlebige Sandalen. Inzwischen haben meine Patina, sehen aber immer noch gut aus. Das Modell ist absolut zeitlos.

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Diese Sandale ist mit der dickeren Sohle rustikaler und für mich damit eher ein Hosenschuh.

Sandalette zum Rock

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Diese Sandalette finde ich mit dem kräftigen Absatz und zarten Riemen schön zum Rock.

Sandalen für breite Füße, kräftige Füße und individuelle Einlagen

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Das Modell Zena in der Farbe Cafe von Vabeene in H-Weite ist mein neuer Sommerschuh mit kleinem Absatz. Er wird als Sandale verkauft, für mich sind es Slingpumps. Da ich bei Pumps an elegantere Modelle denke, passt das Wort Sandale für mich trotzdem. Wie die Schuhe auch immer korrekt heißen mögen – sie sind hoffentlich so gemütlich, wie sie aussehen.

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Die Innensohle ist herausnehmbar und Du kannst orthopädische Einlagen stattdessen darin tragen. Sie sind an der Kappe hoch genug, damit die Zehen Platz haben, auch wenn die Füße leicht anschwellen im Lauf des Tages. Dass der Verschluss mit Klettband ist, ist ein Kompromiss für mich. Ich meide Klett bei Taschen und Kleidung, weil meine Tücher immer Schaden daran nehmen. An den Füßen werde ich es wohl hoffentlich schaffen, die Tücher davon fern zu halten.

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle EinlagenDer Ballen ist so eingepackt, dass er nicht zu sehen ist. Durch den spitz zulaufenden Ausschnitt wirkt der Schuh weniger plump als er mit einem runden Ausschnitt wirken würde. Mit diesen Schuhen werde ich meine Füße im Sommer 2017 langsam wieder an Absätze gewöhnen. 2018 darf es dann vielleicht wieder eleganter werden, wenn meine Füße wieder im Training sind.

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Was möchtest Du noch zu Sandalen an erwachsenen Frauen wissen?

Buchreview: Das Kleiderschrank-Projekt

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Das Kleiderschrank-Projekt: Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum (Affiliate-Link) von Anuschka Rees*

Sieht es bei Dir so aus?

Kleiderschrankinhalt_Ines_Meyrose_fuer_graphitti-blog.de

Dein Kleiderschrank ist voll, aber jeden Morgen die Frage: Was ziehe ich an? Das ist Dir ein Gräuel? Dann stimmt etwas nicht mit Deinem Sortiment. Entweder passt es nicht zueinander oder nicht zu Dir. Oder Du kaufst ständig neue Sachen einfach um des Haben Willens und ziehst die Sachen nur selten an? Fast Fashion ist Dein Motto, aber es gefällt Dir nicht mehr? Damit bist Du Kernzielgruppe des Buchs Das Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees. Mehr über die Autorin Anuschka Rees findest Du übrigens in ihrem Blog.

Das Kleiderschrank-Projekt: Reduktion für Einsteiger

Im Kleiderschrank-Projekt werden einfache Strategien und Übungen gezeigt, um Deinen eigenen Stil zu entwickeln und Kleidung bewusster zu kaufen. Die Empfehlungen sind unabhängig von Trends, Figur-, Stil-, Farbtypen. Alle, die allergisch auf Schemata und Schubladendenken reagieren, werden den Anregungen gegenüber offen sein. Letztendlich geht es darum, auf Deine Intuition zu hören und zu schauen und selbst zu entscheiden, in was Du Dich am besten fühlst und leiden magst.

Inhaltlich behandelt die Buch die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Entdeckung des eigenen Stils, die Zusammenstellung einer zu Dir passenden Garderobe und die Kunst des Einkaufens mit Hinweisen zu Qualität und Sitz der Kleidung.

Dokumentation des echten Lebens

Bei der Bestandsaufnahme empfiehlt Anuschka Rees, zwei Wochen lang eine Fotodokumentation der getragenen Outfits zu machen mit den Hinweis zum Anlass, z.B. Kundentermin, Treffen mit einer Freundin oder Sofatag. Wenn Du diese Übung in zwei Wochen machst, die Deinem durchschnittlichen Wochenablauf entsprechen, siehst Du schnell, welche Sachen Du oft trägt und welche im Schrank bleiben. Damit sind wir wieder bei meiner Grafik oben mit den Lieblingsklamotten …

Auf Seite 39f im Buch findest Du einen Fragebogen zur Bestandsaufnahme, den Du bei Betrachtung der Fotos auswerten kannst. Die Fragen dazu finde ich klug formuliert und durchdacht. Die Leser_innen kommen mit wenigen Gedanken dazu, den Kern des eigenen Stils und der Bedürfnisse zu reflektieren.

Praxisbeispiel

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat bereits 2016 einige aufschlussreiche Beiträge mit der Überschrift What I wore mit Fotodokumentation veröffentlicht, in denen sie ihre Bürooutfits von Montag bis Freitag mit Fotos dokumentiert und kommentiert hat. Spaßeshalber mache ich das für mich auch gerade ausgelöst durch das Lesen des Buchs. Die Spiegelselfies werden hier nicht veröffentlicht. Ich überprüfe damit nur, ob meine Selbsteinschätzung stimmt. Die Liste der getragenen Sachen und Anlässe dazu mit Auswertung würde ich bei Interesse hier im Blog zeigen. Bitte kommentiere das bei diesem Beitrag, wenn Du es gerne lesen würdest.

Auch wenn ich ziemlich genau weiß, warum ich welche Sachen aus meinen Schrank oft trage und welche seltener, ist es interessant, das auf Fotos gesammelt zu sehen. Bei anderen Menschen – sprich meinen Kunden und Bloggerinnen, die ich lese – ist das auch für mich als Imageberaterin immer einfach als bei mir selbst. Mit ein wenig Betriebsblindheit ist jeder geschlagen. Deshalb also auch für mich der kleine Test.

Outfit-Formel

Der zweite Punkt, der mich neben den Fragen zur Bestandsaufnahme dazu bringt, das Buch gerne zu empfehlen, sind Praxisbeispiele zur Outfit-Formel. Die Outfit-Formel ist bei Anuschka Rees das, was bei mir Einheitslook heißt oder auch Uniform genannt wird. Die Kunst ist dabei, Kombinationen zu wählen, die zu Deinem Stil perfekt passen und in denen Du Dich wohlfühlst. Bei mir sind das zum Beispiel

  • Frühling: Gerade geschnittene dunkle Jeans, langärmelige weiße Bluse, Boots
  • Sommer: Bikerjeans von Please!, Ringelshirt mit minimal 3/4-Arm, Sneaker
  • Herbst/Winter: Jeans, Kaschmirrollkragenpullover, Stiefeletten oder Stiefel

Im Buch findest Du ab Seite 152 einen Outfit-Plan für zwei Wochen, der auf zwei Outfit-Formeln basiert. Es ist immer wieder spannend, mit wie wenig Teilen gefühlt unendlich verschiedene Looks funktionieren. Wir brauchen alle viel weniger als wir denken.

Fazit

Leser dieses Blogs und Menschen, die sich schon länger mit ihrer Kleidung und Ihrem Konsumverhalten in Form von Kleiderschrankinventuren, Bewertungen der Käufe im Rückblick und Fehlkäufe beschäftigen, werden wenig Neuigkeiten im Kleiderschrank-Projekt finden. Aber gerade wer am Feinschliff arbeiten möchte, wird mit dem Fragebogen zur Bestandsaufnahme noch Denkanstöße bekommen. Einsteiger in das Thema finden mit Sicherheit diverse praktikable Anregungen.

Danke an den DuMont (Werbung) Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Weil es in dem Buch um kontrolliertes und reduziertes Konsumverhalten geht, verlinke ich es bei Traude Rostroses Aktion A New Life.

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  1. * Aus dem Englischen von Rasha Khayat – Originaltitel The curated closet. A simple system for discovering your pesonal style and building your dream wardrobe bei Ten Speed Press, Berkeley. []

Leser_innen-Interview #9: Stilberater Holger Röhr

Leser_inneninterview by meyrose IconLieber Herr Röhr,

wir kennen uns daher, dass ich in dem von Ihnen bis vor kurzem geführten Jacques‘ Wein-Depot Kunde bin. Bei meinem letzten Einkauf dort haben Sie sich als stiller Leser meines Blogs zu erkennen gegeben. Dabei kam im Gespräch zu Tage, dass wir künftig beruflich in ähnlichem Bereich arbeiten. Sie gehen nach 14 Jahren im Weinhandel jetzt als Stilberater einen neuen großen Lebensschritt an.

Was bieten Sie im Rahmen Ihrer Stilberatung an?

Im Moment widme ich mich den drei großen Themen: Umgangsformen, Kleidungskultur und Tischkultur. Diese biete ich als Seminarreihe in Firmen und bei den Kunden zu Hause an. Natürlich kommt auch das Thema Wein nicht zu kurz.

Langfristig kann ich mir noch weitere Themenfelder vorstellen. Zum Beispiel die Beratung des Bräutigams. Selbstverständlich darf er der Braut keine Konkurrenz machen, aber seine Kleidung muss natürlich zum Brautkleid – welches er vorher nicht sehen darf – passen. In Planung sind außerdem Tischkultur-Schulungen in Restaurants, Schulungen für Vorstellungsgespräche, Firmenbekleidung und einiges mehr.

Was verstehen Sie unter gutem Stil?

Bei den Umgangsformen ist guter Stil, wenn man auf sein Gegenüber eingeht und seine Mitmenschen mit Verstand und Augenmaß behandelt.

Im Bereich Kleidung ist guter Stil immer ein typgerechter Stil. Guter Stil hängt nicht von der Art der Bekleidung ab, manchmal ist Jeans und T-Shirt sogar besser als teure Designermode. Es gibt Menschen die haben einen guten Stil, ohne dass sie auffallen. Ich muss allerdings die Bekleidungsregeln kennen, um sie anpassen oder auch bewusst brechen zu können.

Natürlich zeigt sich der gute Stil auch bei der Tischkultur. Dort sind die klassischen Standards immer noch gültig. Beim Essen gelten zum Großteil noch die Regeln, die bereits vor Jahrzehnten richtig waren.

Was unterscheidet für Sie Knigge, Etikette und Stil?

Adolph Freiherr von Knigge hat ein ganz tolles Buch geschrieben. „Über den Umgang von Menschen“ ist auch heute noch, nach über 200 Jahren, lesenswert. Ich bin zurückhaltend, das Wort Knigge synonym mit guten Manieren zu benutzen, weil es in seinem Buch ausschließlich um die Beziehung der Menschen untereinander geht. Aber losgelöst vom Ursprung ist Knigge heutzutage für jeden ein verständliches Schlagwort.

Etikette ist ein etwas veralteter Begriff für Umgangsformen, die bei Hofe kultiviert wurden. Sie wurde festgelegt und jeder hatte sich danach zu richten. Gute Umgangsformen müssen jedoch zeitgemäß sein. Die Ansprüche ändern sich; was sich hingegen nicht ändert ist, dass man seinen Mitmenschen respektvoll gegenüber treten sollte.

Stilvolles Verhalten legt jemand an den Tag, der die Umgangsformen beherrscht. In dem umgangssprachlichen das hat Stil schwingt doch immer Bewunderung mit.

Auf Ihrer Webseite www.guterstil.com habe ich keine Hinweise zu Profilen in sozialen Netzwerken gesehen. Sind Sie dort nicht zu finden? Aus meiner Erfahrung spielen neben der eigenen Webseite Aktivitäten in den Socials eine bedeutende Rolle bei der Kundenakquise. Wie stehen Sie dazu und wie möchten Sie von Ihren Kunden gefunden werden?

Im Bereich der neuen Medien bin ich immer etwas zögerlich. Solange ich es nicht als Vorteil sehe, benutze ich es nicht. Aber ich gebe Ihnen Recht, dass das Thema heutzutage extrem wichtig ist. Alles kommt Schritt für Schritt. So bin ich seit wenigen Wochen bei XING und freue mich über erste Kontakte. Danach kommt weiteres. Im Moment finden mich die Kunden auch noch nicht, im Moment finde ich die Kunden. Ganz old-fashioned schreibe ich Briefe.

Seit ich Sie das erste Mal gesehen habe, fällt mir Ihre Kleidung äußere Erscheinung positiv auf. Daher war ich auch gar nicht überrascht, als ich von Ihrem neuen Betätigungsfeld gehört habe. Woher kommt Ihre Vorliebe für klassische Kleidung und wie hat sich Ihr eigener Kleidungsstil entwickelt?

Mein Vater trug immer maßgeschneiderte Anzüge und rahmengenähte Schuhe. Doch als Jugendlicher möchte man seinen Eltern keinesfalls nacheifern. So habe ich in den Achtzigern manch peinliche Mode getragen. Leider gibt es sogar Fotos davon … Meine Ausbildung absolvierte ich in einem klassischen Grand Hotel und begann zu begreifen, welche Wirkung Kleidung haben kann und welche Unterschiede es auch in der klassischen Kleidungskultur gibt. Da habe ich das Interesse meines Vaters für Stil verstanden und meinen eigenen Stil entwickelt. Meine Vorbilder sind die klassisch britischen Bekleidungen, der Ostküstenstil der USA, aber auch der klassische Hanseat.

Was ist Ihr konkretes Lieblingsteil im Schrank, auf das Sie am wenigsten verzichten möchten und warum?

Meine Sakkos aus Harris Tweed. Mit ihnen fühle ich mich immer richtig angezogen, egal ob zu Jeans und Rollkragenpullover oder mit weißem Hemd, Krawattenschal und Weste. Darüber hinaus liebe ich edle Schuhe. Sie sollen nicht nur gut am Fuß sitzen, sie sollen auch gut aussehen. Ein hochwertiger Schuh ist in der Herrenbekleidung das wichtigste. Meine Lieblingsschuhe sind zweifarbig-braune Brogues aus Glatt- und Wildleder.

Wenn Sie fremde Menschen auf der Straße sehen, was begeistert Sie optisch und worüber schütteln Sie den Kopf?

Es begeistert mich, wenn ich sehe, dass die Person ihr Outfit bewusst ausgesucht hat. Es muss mir nicht unbedingt gefallen, aber es muss zum Menschen und zur Situation passen. Den Kopf schüttele ich wenn die Kleidung unpassend und stilfrei ist. Ganz furchtbar finde ich Menschen, die in kurzen Hosen und Badelatschen durch die Stadt laufen. Das passt ins Schwimmbad, aber nicht auf den Jungfernstieg. Fast ein wenig bemitleidenswert find ich Fashion Victims.

Warum lesen Sie meinen Blog?

Erstens, weil ich Sie mag und schätze! Da ich Sie als Mensch kenne und nicht nur als Bloggerin, weiß ich, dass das, was Sie schreiben, ehrlich und authentisch ist. Zweitens, weil ich mir gern weibliche Blogs anschaue, da das Thema naturgemäß bei mir ein bisschen kürzer kommt. Und drittens finde ich die Themenvielfalt gut.

Welchen Satz möchten Sie den Leser_innen mit auf dem Weg geben?

„Guter Stil ist Rücksichtnahme.“

Ein hübsches Kleidungsstück ist wertlos, wenn der Mensch darin egoistisch und unsympathisch ist. Antrainierte Höflichkeiten ersetzen keine guten Umgangsformen.

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg als Stilberater!

Hast Du weitere Fragen an Holger Röhr? Dann stelle sie bitte hier im Kommentarfeld. Ein Foto von Herrn Röhr findest Du auf seiner Webseite. Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.

Geht doch! #3 Plissee

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood

Foto: Bärbel Ribbeck

In der Reihe Geht doch! stelle ich Dir Kleidungsstücke und Accessoires vor, die Risiken und Nebenwirkungen haben können. Es ist wie bei Medizin: Die richtige Dosis macht das Gift. Oder hilft! Nach dem Start der Serie mit der #1 Beanie habe ich bei den bereits vorher veröffentlichten Beiträgen #2 helle Lederhose im Jogpantstlye und #4 Rollkragenpullover die # ergänzt, weil sie so gut zum Thema passen.

Plissee, oh weh?

Warum nehme ich Plisseestoff in die Serie auf? Er hat seine Tücken, denn er kann übel auftragen. Außerdem ist er in der Textur nicht so ganz einfach zu kombinieren. Wenn Du ein paar Aspekte beachtest, kannst Du besondere Outfits damit gestalten. Ein Hingucker ist Plissee immer!

So geht Plissee!

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood

Foto: Bärbel Ribbeck

Mein Lands‘ End Ponté-Shirt mit Plissee-Rückseite ist in der Farbe Frisch Sahne, Größe M (40/42) Petite. Ich habe es zusammen mit dem roten Kleid gekauft. Und nein, ich habe bei Frisch kein e vergessen. Der Elfenbeinweißton passt ideal zu Herbstfarbtypen.

Weil es in der Kurzgröße zu meinem kurzen Oberkörper passt, endet es vor meiner breitesten Stelle an der Hüfte, die ich als A-Figurtyp habe. In Normallänge wäre unvorteilhaft, weil es genau an der breitesten Stelle enden würde. Ich liebe Kurzgrößen bei Oberteilen. Der Plisseeeinsatz vorne macht zwar eine breite horizontale Linie, jedoch wird sie durch die Längsrichtung der Plisseefalten wieder aufgehoben.

Bei dem Shirt mag ich den Bewegungsspielraum am Rücken. Das ist gut bei Arbeiten am Flipchart, z.B. in Seminaren, und in Kundenterminen. Die 3/4-Ärmel sorgen für freie Hände zum Arbeiten und für genug Wärme am Arm.

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood, Boots Camper

Foto: Bärbel Ribbeck

Kombiniert habe ich dazu die legere Lederhose im Jogpantstyle und Boots von Camper. Die matten und derben Stoffe bilden den Kontrast zum feinen Plissee. Ein heller Winterlook, der Lust auf Frühling macht.

Der weiche Ponté-Jersey ist feminin, elastisch, pflegeleicht – so mag ich das. Bestimmt wünschen sich einige Leser_innen eine Taillenbetonung bei dem Shirt. Wäre es kurviger geschnitten, hätte ich auch nichts dagegen. Durch den weichen Fall hinten stört es mich aber auch nicht, dass es seitlich und vorne weit fällt. Gerade im Job muss nicht jeder meine Kurven sehen. Deshalb schätze ich bei dem Shirt auch den hohen Ausschnitt. Ich kann mich in dem Teil bewegen, ohne Angst zu haben, zu viele Einblicke zu gewähren. Das gibt Sicherheit und Sicherheit gibt Ausstrahlung.

Einen schönen Plisseerock findest Du bei LoveT im Artikel schlanke Linie mit Plissee. Danke an Bärbel für die Fotos mit Blick auf Hamburg!

Wie stehst Du zu Plissee?

Strickmantelwoche

Ines Meyrose #ootd mit Strickmantel von Scandic, Stretchhose Lands' End, Stiefel Krupka, Dreeickstuch Zwillingsherz und Umhängetasche von ruitertassen

Herzlich willkommen zur Strickmantelwoche!

Was ziehst Du an, wenn Du es im Winter so richtig schön kuschelig haben möchtest? Einen Strickmantel! Den kannst Du draußen unter einem Mantel tragen oder im Zwiebellook über einem Pullover oder Kleid. Oder drinnen zum Reinkuscheln das ganze Jahr über. Oder im Sommer abends beim Grillen, wenn es irgendwann kühl wird. In Hamburg wird es an 364 Tagen im Jahr irgendwann kühl abends …

1 Kleidungsstück – 7 Outfits mit Strickmänteln

Leserin Petra hat bei der Wunschliste 2017 geschrieben, dass sie gerne „vorgegebene Kleidungsstücke typgerecht von verschiedenen Bloggerinnen kombiniert“ sehen möchte. Diesen Wunsch erfülle ich gerne zusammen mit Bloggerinnen aus meinem Netzwerk. Den Start gibt es heute hier. Ab morgen findest Du jeden Tag bei einer anderen Bloggerin ein Outfit rund um einen Strickmantel. Mit dabei sind

  • Gunda am Montag 9. Januar 2017
  • Bärbel am Dienstag 10. Januar 217
  • Ela am Mittwoch 11. Januar 2017
  • Sunny am Donnerstag 12. Januar 2017
  • Andrea am Freitag 13. Januar 2017
  • Chrissie am Samstag 14. Januar 2017

Mengenlehre für Modebloggerinnen

Ich habe absichtlich Bloggerinnen zu der Aktion eingeladen, die figürlich und im Kleidungsstil unterschiedlich sind. Trotzdem haben sie Schnittmengen. Bärbel und Sunny sind lang mit Beinen bis zum Mond, Chrissie ist klein, Andrea und ich sind auch nicht gerade hoch gewachsen. Chrissie ist zierlich, Andrea sportlich-schlank, Gunda hat superschlanke Beine und Ela hat die schönsten naturbraunen Haare von allen. Gunda und Sunny sind kühle Wintertypen, Andrea und ich warme Farbtypen. Chrissie trägt vermutlich alle Farben, ebenso wie Bärbel – die nur Grün nicht an ihren Körper lässt.

Gunda und ich haben kurze Haare, alle anderen von Bob bis lang. Was sagt uns, dass keine echte Blondine dabei ist? Gleich und gleich gesellt sich gern? Blondinen dürfen trotzdem gerne hier lesen. Von Sylter Strandhafer bei Bärbel über gefärbtes Rotblond bei Andrea bis zu dunklem Braun bei Gunda ist der Rest der Farben abgedeckt. Sunny und ich stehen zu unseren grauen Haaren und tragen Pfeffer und Salz. Sie mehr Pfeffer, ich mehr Salz.

Alle haben Spaß an Mode. Bärbel, Gunda, Sunny und Andrea nutzen viel Kleiderschrankplatz. Bei Chrissie vermute ich das ebenso. Elas 3-Türer liegt im Normalbereich. Ich bin die einzige Minimalistin in der Runde. Das Alter geht von 30+ bis 50+.

Was fallen Dir noch für Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf?

Ines Meyrose #ootd mit Strickmantel von Scandic, Stretchhose Lands' End, Stiefel Krupka, Dreeickstuch Zwillingsherz

Kommen wir zu meinem Strickmantel. Mein Mann hat ihn mir 2010 auf Sylt geschenkt und ich habe ihn getragen, als ich meine einen Tag alte Nichte das erste Mal im Arm halten durfte. Yeah, sie hat nicht drauf gespuckt 🙂 , gutes Kind! Er ist voller positiver Erinnerungen und begleitet mich wortwörtlich durch dick und dünn.

Er ist in XL und hat mir mit Größe 44 beim Kaufen 2010 gepasst. Später bei Größe 48+ ab 2012 war er kein Wickelmantel mehr, sondern wurde vorne geknotet oder offen getragen. Ging auch. Jetzt bei Größe M (40/42) ist er in den Schultern etwas breit und vor allen unter dem Arm zu weit. Bei einem so legeren Mantel stört mich das nicht. So kann ich ganz viel darunter anziehen und mir ist schön warm.

Ines Meyrose #ootd mit Strickmantel von Scandic, Stretchhose Lands' End, Stiefel Krupka, Dreeickstuch Zwillingsherz

Auf den Bildern mit der Rückenansicht und von der Seite kannst Du sehen, dass es ein echter Wickelmantel ist. Die helleren Wollbänder sind an den Vorderteilen befestigt und werden um den Körper gewickelt.

Ines Meyrose #ootd mit Strickmantel von Scandic, Stretchhose Lands' End, Stiefel Krupka, Dreeickstuch Zwillingsherz

Unter dem Strickmantel trage ich den ältesten Pullover aus meinem Fundus. Er ist von einer Karstadt-Eigenmarke aus Kaschmir und flauschig wie neu trotz unzähligem Tragen und Waschen. Nur unter den Armen ist er verfilzt von meinem Deo, aber das sieht man beim Tragen nicht. Da er mich ebenso durch alle Größen begleitet hat, ist er genauso zu groß zu wie der Mantel. Von dieser Haptik kann ich mich auf keinen Fall trennen, nur weil er zu weit ist.

Ines Meyrose #ootd mit Strickmantel von Scandic, Stretchhose Lands' End, Stiefel Krupka, Dreeickstuch Zwillingsherz

Outfit mit braunem Strickmantel – High Class Leger Chic

  • Strickmantel aus Wolle Scandic (2010)
  • Dreieckstuch Zwillingsherz (2016)
  • Kurzarmrollkragenpullover Yorn (2006)
  • Stretchhose Lands‘ End (2015)
  • Stiefel Krupka (2015)
  • Umhänge-/Schultertasche ruitertassen (2011)
  • Wollmantel Persona by Marina Rinaldi (2013) – auf Wunsch von Moppi mit auf den Bildern als Kombination zu sehen

Typberatung für eine Herbsttypfrau, die länger und schlanker wirken möchte

Petra hat bei ihrem Wunsch das Wort typgerecht verwendet. Für mich passt diese Kombination in der Schlichtheit der Farben und Stoffe zu meinem Stilprofil High Class Leger Chic. Die warmen Farben in Gesichtsnähe passen zum Herbstfarbtyp, die Brauntöne eh und auch das Cremeweiß mit dem hellen Braunton im Tuch. Das Dunkelblau der Hose ist weit genug weg vom Gesicht, beim Mantel bildet das Tuch eine farbliche Brücke.

Das Tuch lenkt den Blick zum Gesicht durch sein Volumen und die helle Farbe. Die insgesamt dunklen Farben wirken fast als eine durchgehende Farbe und strecken, weil keine horizontale Unterbrechung vorliegt. Die schmal herab hängenden Enden des Dreieckstuch strecken ebenso wie die herunterhängenden Bindebänder, weil das Auge die vertikale Linie verlängert und die Fläche in der Breite geteilt und damit verkleinert wird. Die A-Linie des Strickmantels betont die Taille und lenkt von den Hüften ab.

Sowohl Strickmantel als auch Stiefel hören an schmalen Stellen des Beins auf. Der Rollkragenpullover, der ansonsten bei einem großen Busen flächig wirkt, wird mit dem V-Ausschnitt des Wickeleffekts gemäßigt. Zu flachen Schuhen trage ich eine schmale Hose zu dem Strickmantel, weil das länger wirkt. Wenn die Hose weiter ist, funktionieren bei mir nur Schuhe mit Absatz dazu.

Die derbe Handtasche aus dem dicken Leder passt für mich gut dazu, weil die Kreppsohle der Schuhe ebenso rustikal ist wie die Strickart des Mantels. Er ist komplett auf links gestrickt und hat damit eine rau anmutende Oberfläche. Die Ärmel habe ich übrigens etwa 10 cm kürzen lassen. Er hätte sonst auch einer langen Frau gepasst.

2010 habe ich bevorzugt ein Longsleeve in petrol, eine gerade braune Stretchhose und Stiefel mit hohem Blockabsatz mit einem hellen Tuch dazu getragen. Danach war er im Dauereinsatz zu dunkelblauer schmaler Jeans, dunkelblauem Longsleeve und braunem kurzem Walkwollkleid mit Halbschuhen. In den letzten Jahren habe ich ihn wenig getragen, aber er darf gerne noch bleiben. Die Winter waren einfach nicht so kalt, dass mir nach so viel Wolle um mich herum war.

Ich fände einen Kurzarmrolli in frischerer Farbe oder einfach mit mehr Kontrast zu dem Mantel schöner, besitze aber nur zwei dunkelbraune. Da Ringelshirts mir darunter nicht gefallen und ich nicht gerne Blusen unter Strickmänteln und Strickjacken trage, habe ich gerade nichts anderes zu bieten. Das Blau der Hose findet sich in dem Wollmantel wieder.

Was definiert einen Strickmantel?

Als ich die Teilnehmerinnen zusammengetrommelt habe, kam die Frage auf, was denn als Strickmantel zähle und was ihn von der Strickjacke oder neudeutsch Cardigan abgrenze. Eine offizielle Definition habe ich nicht gefunden. Für mich ist ein Strickmantel länger als eine Jacke, wie schon die Wortteile Jacke und Mantel es beinhalten. Ein Strickmantel geht für mich mindestens in Richtung Knie, nach unten sind keine Grenzen.

Außerdem ist ein Strickmantel für mich aus festerem Material als eine Strickjacke, wenn er die Regel der Länge erfüllt hat. Er kann im Herbst und Frühling draußen als leichter Mantel getragen werden, aber im Winter passt noch ein richtiger Mantel darüber. Das grenzt ihn zum Mantel ab. Ein Mantel für draußen bildet die äußerste große Schicht der Kleidung am Körper. Ein Strickmantel kann das, muss es aber nicht. Er kann sich auch unterordnen.

Das Wort Strick beinhaltet, dass er gestrickt und nicht gewebt ist. Ich hatte bis vor kurzem noch einen roten Strickmantel von Glasmacher. Den habe ich meiner Schwiegermutter vermacht, weil er ihr besser passt.

Da konnte ich nicht dran vorbei gehen

Zwillingsherz Dreieickstuch mit Kaschmir

Das Dreieckstuch von Zwillingsherz habe ich mir im Herbst an der Ostsee gekauft. Ich liebe es heiß und innig. Es kuschelweich und winterwarm. Es besteht aus 40% Wolle, 30% Viskose, 20% Polyamid; 10% Kaschmir. Die erste Wäsche kalt in der Maschine im Wollprogramm hat es perfekt überstanden. Ich verlinke es bei Um Kopf und Kragen. Den Strickmantel verlinke ich bei Sabine Gimm im Outfit des Monats Januar.

Für alle, die den Strickmantel nicht mögen, gibt es Paule-Bilder

Paul am Set

Der Hund durfte nicht nur geduldig warten während der Fotozeit. Er musste auch noch neben köstlichen Keksen posieren. Es hat ihn durchaus Mühe gekostet, sie nicht direkt zu probieren. Das erklärt seinen traurigen Blick. Die Kekse haben wir gewonnen bei Hundeflüsterer24.de im Adventskalender. Einer wurde dann natürlich doch schon mal probiert 🙂 .

Paul am Set

Wie ist Dein Verhältnis zu Strickmänteln?

dies & das #16

 Mit Werbung in eigener Sache

Treppenaufgang im inneren Bereich der Elbphilharmonie am 4. Dezember 2011, Copyright Foto: Ines Meyrose - Vielen Dank an die Elbphilharmonie für die Erlaubnis, die Fotos hier im Blog zu veröffentlichen. Kopieren, Herunterladen, Verbreiten, Vervielfältigen etc. dieser Fotos ist ausdrücklich von mir untersagt!

Die Elphi ist fertig

Kaum zu glauben, es ist vollbracht! 2011 habe ich die beeindruckende Baustelle der Elbphilharmonie besichtigt und darüber gebloggt. Das ist so lange her, dass die Bilder sogar noch aus der Zeit eines anderen Bloglayouts mit schmalerer Form sind. Ich hätte nicht für ihren Bau gestimmt, aber jetzt sie da und ich mag die Elphi!

Gutschein für ein Fotoshooting

Goldlichtstudios Logo

Seit 2015 habe ich mit den Goldlichtstudios eine Kooperation für image&impression. Wenn Du bis zum 31. Dezember 2016 eine Beratung bei mir buchst, bekommst Du einen Gutschein von den Goldlichtstudios (Werbung) in Hamburg über ein Fotoshooting, den ich bei der Beratung überreiche.

Details und Konditionen findest Du unter Aktion 2016: Gutschein für ein Fotoshooting (Werbung). Zum 31.12.2016 lasse ich die Kooperation auslaufen. Also überlege es Dir fix, wenn Du eine Beratung buchen möchtest. Wenn Du beides noch vor Weihnachten machst, kannst Du vielleicht zu Weihnachten ein schönes Foto an die Familie verschenken?

Kundenstimme zur Stilberatung im Oktober 2016

„Liebe Ines, ganz lieben Dank noch einmal für die wirklich hervorragende Beratung gestern. Es hat nicht nur viel Spaß gemacht, ich habe wirklich das Gefühl, dass es etwas geändert hat. Es fühlt sich an wie ein Neustart, ich bin ganz gespannt wie es weitergeht.“ Stephanie H.

Klingt gut, oder? Über so eine Kundenstimme (Werbung) freue ich mich immer wieder.

In der Presse und im Netz

Ansonsten durfte ich als Expertin mal wieder kluge Worte verteilen. Es geht um Textilpflege im Pflegeratgeber für Dirndl, Lederhose & Co des Alpenwelt Magazins. Ein Interview für den dpa Themendienst führte zum Beitrag über Stricktrends im Winter, den Du unter anderem bei N24 lesen kannst.

Welches Mützengesicht hast Du?

Ines Meyrose Portrait Schwarzweiß 201611

Dazu habe ich einen ausführlichen Beitrag bei bonprix im Blog gefunden: Welche Mütze steht mir? Dort findest Du Tipps von Experten für Kopfbedeckungen passend zu Deiner Gesichtsform. Meine schöne Kaschmirmütze habe ich mir abschnacken lassen. Die neue leichte Mütze ist gerade im Zulauf, denn im Winter gilt: Ohne Mütze ohne mich.

Gewinnerglück

White Lotus Akupressurmatte

Gewinnerin der gesponserten Akurpressurmatte und Kissen von White Lotus sind Antje und Andrea. Ich war überrascht, wie viele Leserinnen daran Interesse hatten. Die Volkskrankheit Rücken ist wohl noch mehr verbreitet als geahnt.

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Bei Happyface313 habe ich das limitierte Terracottapuder Pause d’Été von Guerlain gewonnen. Gerade weil ich mattes Kompaktpuder verwende, finde ich ein bisschen Glimmer auf den Wangen schön. Sonst sehe ich schnell ein bisschen arg farblos aus. Dieses Terracottapuder hat einen besondern feinen Schimmer und ich liebe seinen Duft. Die Holzdose der Sonderedition mit dem magnetischen Punkteverschluss ist zusätzlich besonders schön. Danke, liebe Claudia!

Dieses dies & das wurde etwas länger … bei Sunny findest Du seit letzter Woche die Reihe Mixtape als Gedankensammlung. Auch ein schöner Titel für Vermischtes, oder?

Ich wünsche Dir eine schöne Restwoche!

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