Etikette: Lippenstift auf Stoffservietten?

Serviette mit Lippenstiftspuren

Stell dir vor, Du gehst in ein Restaurant oder zu einer privaten Einladung und ahnst oder weißt, dass Dich dort Stoffservietten erwarten. Hast Du Skrupel, Lippenstift mit intensiver Farbe zu verwenden, der auf der Serviette deutliche Spuren hinterlassen wird, oder nicht?

Etikettefrage

Dass die Serviette am besten so verwendet wird, dass die Mundspuren innen liegen und auf dem Schoß oder Tisch nicht sichtbar sind an der Serviette, ist klar. Das ist nicht die Frage. Es ist auch nicht die Frage, ob Papierservietten besser sind als Stoffservietten oder umgekehrt, denn als Gast hast Du selten die Wahl.

Mich bewegt dabei eher der Gedanke, ob es in Ordnung ist, ein Gebrauchstextil quasi vorsätzlich zu beschmutzen. Eine Profi-Wäscherei bekommt die meisten Flecken wieder raus, ein Privathaushalt unter Umständen nicht. Die Frage lautet

Findest Du es O.K., deutliche Lippenstiftspuren auf Stoffservietten zu hinterlassen?

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Natürlich freue ich mich neben dem Voting über Kommentare und Diskussionen dazu, besonders wenn die Antwortmöglichkeiten nicht passen.

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Leser_innen-Interview #9: Stilberater Holger Röhr

Leser_inneninterview by meyrose IconLieber Herr Röhr,

wir kennen uns daher, dass ich in dem von Ihnen bis vor kurzem geführten Jacques‘ Wein-Depot Kunde bin. Bei meinem letzten Einkauf dort haben Sie sich als stiller Leser meines Blogs zu erkennen gegeben. Dabei kam im Gespräch zu Tage, dass wir künftig beruflich in ähnlichem Bereich arbeiten. Sie gehen nach 14 Jahren im Weinhandel jetzt als Stilberater einen neuen großen Lebensschritt an.

Was bieten Sie im Rahmen Ihrer Stilberatung an?

Im Moment widme ich mich den drei großen Themen: Umgangsformen, Kleidungskultur und Tischkultur. Diese biete ich als Seminarreihe in Firmen und bei den Kunden zu Hause an. Natürlich kommt auch das Thema Wein nicht zu kurz.

Langfristig kann ich mir noch weitere Themenfelder vorstellen. Zum Beispiel die Beratung des Bräutigams. Selbstverständlich darf er der Braut keine Konkurrenz machen, aber seine Kleidung muss natürlich zum Brautkleid – welches er vorher nicht sehen darf – passen. In Planung sind außerdem Tischkultur-Schulungen in Restaurants, Schulungen für Vorstellungsgespräche, Firmenbekleidung und einiges mehr.

Was verstehen Sie unter gutem Stil?

Bei den Umgangsformen ist guter Stil, wenn man auf sein Gegenüber eingeht und seine Mitmenschen mit Verstand und Augenmaß behandelt.

Im Bereich Kleidung ist guter Stil immer ein typgerechter Stil. Guter Stil hängt nicht von der Art der Bekleidung ab, manchmal ist Jeans und T-Shirt sogar besser als teure Designermode. Es gibt Menschen die haben einen guten Stil, ohne dass sie auffallen. Ich muss allerdings die Bekleidungsregeln kennen, um sie anpassen oder auch bewusst brechen zu können.

Natürlich zeigt sich der gute Stil auch bei der Tischkultur. Dort sind die klassischen Standards immer noch gültig. Beim Essen gelten zum Großteil noch die Regeln, die bereits vor Jahrzehnten richtig waren.

Was unterscheidet für Sie Knigge, Etikette und Stil?

Adolph Freiherr von Knigge hat ein ganz tolles Buch geschrieben. „Über den Umgang von Menschen“ ist auch heute noch, nach über 200 Jahren, lesenswert. Ich bin zurückhaltend, das Wort Knigge synonym mit guten Manieren zu benutzen, weil es in seinem Buch ausschließlich um die Beziehung der Menschen untereinander geht. Aber losgelöst vom Ursprung ist Knigge heutzutage für jeden ein verständliches Schlagwort.

Etikette ist ein etwas veralteter Begriff für Umgangsformen, die bei Hofe kultiviert wurden. Sie wurde festgelegt und jeder hatte sich danach zu richten. Gute Umgangsformen müssen jedoch zeitgemäß sein. Die Ansprüche ändern sich; was sich hingegen nicht ändert ist, dass man seinen Mitmenschen respektvoll gegenüber treten sollte.

Stilvolles Verhalten legt jemand an den Tag, der die Umgangsformen beherrscht. In dem umgangssprachlichen das hat Stil schwingt doch immer Bewunderung mit.

Auf Ihrer Webseite www.guterstil.com habe ich keine Hinweise zu Profilen in sozialen Netzwerken gesehen. Sind Sie dort nicht zu finden? Aus meiner Erfahrung spielen neben der eigenen Webseite Aktivitäten in den Socials eine bedeutende Rolle bei der Kundenakquise. Wie stehen Sie dazu und wie möchten Sie von Ihren Kunden gefunden werden?

Im Bereich der neuen Medien bin ich immer etwas zögerlich. Solange ich es nicht als Vorteil sehe, benutze ich es nicht. Aber ich gebe Ihnen Recht, dass das Thema heutzutage extrem wichtig ist. Alles kommt Schritt für Schritt. So bin ich seit wenigen Wochen bei XING und freue mich über erste Kontakte. Danach kommt weiteres. Im Moment finden mich die Kunden auch noch nicht, im Moment finde ich die Kunden. Ganz old-fashioned schreibe ich Briefe.

Seit ich Sie das erste Mal gesehen habe, fällt mir Ihre Kleidung äußere Erscheinung positiv auf. Daher war ich auch gar nicht überrascht, als ich von Ihrem neuen Betätigungsfeld gehört habe. Woher kommt Ihre Vorliebe für klassische Kleidung und wie hat sich Ihr eigener Kleidungsstil entwickelt?

Mein Vater trug immer maßgeschneiderte Anzüge und rahmengenähte Schuhe. Doch als Jugendlicher möchte man seinen Eltern keinesfalls nacheifern. So habe ich in den Achtzigern manch peinliche Mode getragen. Leider gibt es sogar Fotos davon … Meine Ausbildung absolvierte ich in einem klassischen Grand Hotel und begann zu begreifen, welche Wirkung Kleidung haben kann und welche Unterschiede es auch in der klassischen Kleidungskultur gibt. Da habe ich das Interesse meines Vaters für Stil verstanden und meinen eigenen Stil entwickelt. Meine Vorbilder sind die klassisch britischen Bekleidungen, der Ostküstenstil der USA, aber auch der klassische Hanseat.

Was ist Ihr konkretes Lieblingsteil im Schrank, auf das Sie am wenigsten verzichten möchten und warum?

Meine Sakkos aus Harris Tweed. Mit ihnen fühle ich mich immer richtig angezogen, egal ob zu Jeans und Rollkragenpullover oder mit weißem Hemd, Krawattenschal und Weste. Darüber hinaus liebe ich edle Schuhe. Sie sollen nicht nur gut am Fuß sitzen, sie sollen auch gut aussehen. Ein hochwertiger Schuh ist in der Herrenbekleidung das wichtigste. Meine Lieblingsschuhe sind zweifarbig-braune Brogues aus Glatt- und Wildleder.

Wenn Sie fremde Menschen auf der Straße sehen, was begeistert Sie optisch und worüber schütteln Sie den Kopf?

Es begeistert mich, wenn ich sehe, dass die Person ihr Outfit bewusst ausgesucht hat. Es muss mir nicht unbedingt gefallen, aber es muss zum Menschen und zur Situation passen. Den Kopf schüttele ich wenn die Kleidung unpassend und stilfrei ist. Ganz furchtbar finde ich Menschen, die in kurzen Hosen und Badelatschen durch die Stadt laufen. Das passt ins Schwimmbad, aber nicht auf den Jungfernstieg. Fast ein wenig bemitleidenswert find ich Fashion Victims.

Warum lesen Sie meinen Blog?

Erstens, weil ich Sie mag und schätze! Da ich Sie als Mensch kenne und nicht nur als Bloggerin, weiß ich, dass das, was Sie schreiben, ehrlich und authentisch ist. Zweitens, weil ich mir gern weibliche Blogs anschaue, da das Thema naturgemäß bei mir ein bisschen kürzer kommt. Und drittens finde ich die Themenvielfalt gut.

Welchen Satz möchten Sie den Leser_innen mit auf dem Weg geben?

„Guter Stil ist Rücksichtnahme.“

Ein hübsches Kleidungsstück ist wertlos, wenn der Mensch darin egoistisch und unsympathisch ist. Antrainierte Höflichkeiten ersetzen keine guten Umgangsformen.

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg als Stilberater!

Hast Du weitere Fragen an Holger Röhr? Dann stelle sie bitte hier im Kommentarfeld. Ein Foto von Herrn Röhr findest Du auf seiner Webseite. Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.

Trinkgeld beim Friseur?

Muenzen

Trinkgeldfragen sind für mich in Restaurants sonnenklar: Ich gebe etwa 10 % der Gesamtrechnungssumme in bar. Nur wenn ich total unzufrieden bin, gibt es gar nichts für den Service. Das kommt selten vor.

Wer bekommt beim Friseur das Trinkgeld und wie viel?

Friseure bekommen Trinkgeld von mir, allerdings keine 10 %. Früher habe ich 2 DM, dann 2 Euro und dann 2-3 Euro ins Sparschwein an der Kasse gesteckt. Das gebe ich pauschal, unabhängig vom Preis. Allerdings gibt es auch die Benimmregel, dass Inhaber kein Trinkgeld bekommen, sondern nur Angestellte.

Wenn die Inhaberin schneidet oder färbt und der Azubi wäscht, bekommt der Azubi das Trinkgeld. Schneidet eine Angestellte die Haare und der Azubi wäscht sie, bekommen beide anteilige Trinkgelder.

Ich werde oft von Inhabern bedient und es erscheint mir unhöflich, im Friseurgewerbe dort kein Trinkgeld zu geben. Anderseits sind mir 10 % Trinkgeld beim Friseur zu viel, denn ich gehe alle 5 Wochen dahin und bezahle 41,50 Euro. Wie hältst Du das?

Abstimmung: Trinkgeld beim Friseur ...

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MfG

Kein auch nur halbwegs freundlicher Mensch würde auf die Idee kommen, einen Brief mit MfG zu beenden. Das erinnert mich so schön an der Lied der Fantastischen Vier …* Bei E-Mails, SMS, WhatsApp sieht das ganze Thema anders aus. Die Abkürzungsgesellschaft geht bis hin zum kompletten Weglassen der Grußformeln.

Und was ist mit Blogs?Fragezeichen

Bei Blogkommentaren fällt mir seit langer Zeit auf, dass Grußformeln so verschieden verwendet werden, wie in keinem anderen Medium. Von gar keinem Gruß über VG, LG, GLG, Allerbeste Grüße bis hin zu herzallerliebsten Grüßen und Küssen ist das alles vertreten.

Jede Leser_in und jede Blogger_in hat da ihren eigenen Stil. Bei mir habe ich bisher so gehandhabt, dass ich meistens in dem Stil antworte oder schreibe, der auch vom Kommunikationspartner verwendet wird.

Unter Beobachtung

Niemals hätte ich allerdings gedacht, das Ihr so feine Beoachter seit, die wirklich jede Nuance sehen. Ich wurde schon zweimal angemailt, ob alles OK ist und ob ich irgendwie geknickt oder sauer wäre, weil ich so knapp auf Kommentare geantwortet hätte. In den Fällen habe ich einfach mal die Grußformel weggelassen bzw. selbst mal nur LG anstatt Liebe Grüße geschrieben. Versteht mich bitte richtig: Sprecht mich bitte an, wenn Ihr denkt, dass irgendetwas sei oder Euch merkwürdig vorkommt. das ist völlig OK. In den Fällen war ich nur so geplättet, weil ich so überrascht war, wie fein mein Verhalten wahrgenommen wird. Damit hatte ich nicht gerechnet. Neue Erkenntnisperle …

Die Auflösung meines geänderten Verhaltens lag in den Fällen ganz einfach daran, dass ich im Urlaub war ohne WLAN mit Datenknappheit und um Schnelligkeit im Netz bemüht. Auch ansonsten bin ich einfach mal in Eile, möchte aber trotzdem gerne mal etwas Schnelles schreiben.

Je länger ich etwas kommentiere, umso länger fällt auch die Grußformel aus. Wenn da aber mal nichts von mir kommt, heißt das einfach: nichts. Es ist nichts. Es ist alles gut 🙂 . Wenn Ihr von mir also hier Antworten auf Kommentare bekommt oder Kommentare von mir woanders seht und dort keine oder eine knappe Grußformel steht, will ich damit nichts ausdrücken. Bei kurzem Austausch ist das für mich eher wie ein Gespräch, wo man auch nicht nach jeden Dialogteil over sagt.

In diesem Sinne: Herzliche Grüße an Euch <3 .

  1. * Das höre ich beim Tippen gerade auf You Tube 🙂 . []

Pocket Quiz Knigge


Moses 103813 Pocket Quiz Knigge

Spielend lernen und Spaß dabei haben – das ist das Ziel in den Seminaren, die ich zum Thema Auftreten gebe. Die Kleidung ist das eine, die Kleinigkeiten im Umgang miteinander das andere. Dabei geht es weniger darum, formvollendet der Queen die Hand küssen zu können (oder auch nicht 😉 ), sondern vielmehr um alltägliche Üblichkeiten. Fragen wie Wohin mit dem benutzen Besteck, wenn ich nochmal zum Buffet möchte? oder Wohin mit der Serviette, wenn ich den Tisch verlasse? sind für viele Menschen nicht so selbstverständlich klar wie für andere. Im Geschäftsleben haben sich in den letzten Jahrzehnten Üblichkeiten auch geändert, z.B. was das Anbieten eines Du, Öffnen von Türen oder Bezahlen von Rechnungen angeht. Die Frage Woher kommt das Wort Etikette? ist auch ganz spannend.

Dieses Quiz ist nett gemacht. Die 150 Fragen sind zum Teil aktiv zu beantworten, zu vielen gibt es Lösungsoptionen. Auf der Kartenrückseite steht die Lösung bzw. die Begründung dafür. Ein bisschen unschön ist, dass immer drei voneinander unabhängige Fragen auf einer Karte stehen. Wenn man das wirklich als Quiz mit Sieger und Verlierer spielen möchte, muss man entweder eine Strichliste für die Antworten führen oder sich darauf einigen, wann jemand eine Karte erhält. Wir haben uns hausintern darauf geeinigt, dass mindestens zwei von drei Fragen auf der Karte korrekt beantwortet sein müssen, um die Karte zu bekommen. Am Ende werden dann die erhaltenen Karten gegeneinander aufgerechnet. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Fragende die Frage auswählt und in einer Runde nur eine Frage pro Karte verwendet wird. Das ist aber kompliziert, wenn man alle abarbeiten möchte.

Dieses Quiz werde ich in Seminaren einsetzen, um einen Einstieg in das Thema zu finden oder auch um kleine Zeitfenster zu überbrücken. Hausintern hat es zumindest schon für Lacher gesorgt und mit Lachen lernt es sich am besten, oder?

Wieviel Wert legt Ihr auf Umgangsformen? Was ist Euch dabei wichtig?

Weitere empfehlenswerte Bücher bzw. Quizkarten zu diesem Thema findet Ihr in meinem Amazon-Widget:

Von Ladys, Dos & Don’ts

Ines Meyrose in den 1970ern als BlumenkindIch bin keine Lady. Nicht nach den im Volksmund gebräuchlichen Definitionen. Weder Kleidung noch verbaler Ausdruck sind ladylike. Ganz ehrlich? Das strebe ich auch so etwas von gar nicht an! Oder bin ich vielleicht doch eine? Den Lady-Blog kenne und lese ich gerne, seit mich die Betreiberinnen zu ihrer Tücher-Blogparade eingeladen haben. Die Sichtweisen der Bloggerinnen decken sich erstaunlich oft mit meinen, auch wenn ich mich anders kleide. Außerdem ist ein Blick über den eigenen Geschmack hinaus immer gut. Ohne betont damenhaftes Verhalten an den Tag zu legen, achte ich auf grundlegende Umgangsformen und eine äußere Erscheinung, die jederzeit jedem zumutbar ist.

Bin ich also eine Teilzeit-Lady?

Die fünf goldenen Stil-Regeln von Oma Marie, die ihre Enkelin Sophie im Lady-Blog vorgestellt hat, gehören zu denen, die ich auch vertrete. Über diesen Artikel habe ich die zehn Lady-Regeln von Daniela im Blog entdeckt, mit denen ich mich mit ihrer Zustimmung befassen werde. Danielas Regeln findet Ihr in fett neben der Nummer, ihre Ausführungen dazu im Lady-Blog-Beitrag Die zehn Lady-Regeln. In meinem heutigen Artikel findet ihr jeweils meinen Standpunkt dazu und warum ich finde, dass auch nicht ausgelobte Ladys sich gerne so verhalten dürfen.

Interpretation der zehn Lady-Regeln

  1. Eine Lady zeigt Respekt gegenüber jedem Menschen
    Da halte ich mich an die Goldene Regel frei nach Konfuzius „Was Du nicht willst, was man Dir tu‘, das füg auch keinem andere zu.“ Man muss es ja nicht übertreiben und Kants kategorischen Imperativ wörtlich nehmen: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Wenn man es an guten und den meisten Tagen schafft, daran zu denken, ist schon viel gewonnen, oder? Das Klatsch, Tratsch und Hänselei damit ihre Grenzen haben, ist dann auch klar.
  2. Eine Lady ist immer stilvoll gekleidet
    Stilvoll im Sinn von passt zur Person, ist wertig verarbeitet und aus den besten Materialien, die man sich leisten kann, wirkt immer attraktiv.
  3. Eine Lady ist immer dem Anlass entsprechend gekleidet
    Da Anlässe im Leben einer jeden Frau unterschiedlich sind, lässt sich auch kein jede Frau braucht fünf Blusen/ein kleines Schwarzes/einen Bleistiftrock daraus ableiten. Nicht blöd durch Kleidung aufzufallen, trägt in den meisten Fällen allerdings auch zum eigenen Wohlbefinden bei. Wer will das nicht?
  4. Eine Lady trägt in der Regel nur Echtschmuck
    Weniger ist mehr, lieber ein Teil wieder an der Garderobe vor dem Verlassen des Hauses abzulegen und auf wertigen Schmuck zu setzen erleichtert eine stilvolle Erscheinung. Ob es nun Echtschmuck oder Modeschmuck ist, finde ich weniger entscheidend als das Kriterium von Material und Verarbeitung. Ein einziger Acetatarmreif kann wertiger wirken als Echtgoldschmuck vom Kaffeeröster. Gibt es ein Schmuckstück das jeder Frau steht? Perlenohrringstecker fallen mir dabei sofort ein. Nicht umsonst trage ich die ständig, obwohl ich mich nicht klassisch kleide.
  5. Eine Lady trägt ein dezentes Make-up
    Weniger ist mehr gilt auch hier. Mit Make-up ungeschminkt auszusehen, einfach nur etwas gleichmäßiger und nuancierter als ohne, ist ein erstrebenswertes Ziel. Zum Typ passende Farben helfen dabei ungemein.
  6. Eine Lady ist stets rundum gepflegt
    Fingernägel mit essie too too hot 63Schuhe putzen, Fingernägel feilen, Haare nachfärben (wenn man gefärbte Haare möchte), regelmäßiger Haarschnitt, makelloser Nagellack sind das A und O einer attraktiven Erscheinung. Seit ich Instagram kenne, weiß ich warum mich einige Leser für die sehr sauber lackierten Fingernägel loben. Für mich sind die selbstverständlich, für andere leider nicht. Damit ich mich selbst an Regel 1 halte, führe ich das nicht weiter aus … 😉 Kurz gefasst: Ein gut verpacktes Kilo in der Figur zu viel ist viel weniger übel als angekatschter oder verpinselter Nagellack oder herausgewachsene Haare.
  7. Eine Lady achtet auch auf Dinge, die andere nicht sofort sehen
    FussverbandWie oft sind meine Füße schon beim Schwimmen und in der Sauna im Winter bestaunt worden, weil sie außerhalb der Sandalensaison lackiert waren. Das mache ich für mich und andere Menschen, die den Anblick gepflegter Füße schätzen. Wenn schon ohne Lack, dann bitte aber immer absolut zarter Haut. Punkte wie Fußpflege, Körperenthaarung an gewünschten Stellen und heile Unterwäsche beachte ich einfach für mich selbst. Da sind wir wieder bei Punkt 1 – Respekt auch mir selbst gegenüber zeigt sich darin. Viele Menschen vergessen auch, dass sie von einem Partner auch im Winter gesehen werden … Als Tochter einer Krankenschwester wurde mir der Satz „Du weißt nie genau vorher, wer Dich wo zu sehen bekommt, wenn Du das Haus verlässt.“ früh eingetrichtert. Daran denke ich übrigens auch, wenn ich zum Sport gehe, denn gerade von dort kann man leider schnell direkt im Krankenhaus landen … Vielleicht sind meine Farbzusammenstellungen der Sportkleidung etwas wild, weil Funktion dort dominiert. Ihr könnt aber sicher sein, dass meine Socken heil sind und die Unterwäsche vorzeigbar ist.
  8. Eine Lady steht zu ihrer Weiblichkeit
    Die Grenze zwischen feminin betont und nuttig ist ziemlich klar. Wenn ein Rock ohne Strumpfhose indiskutabel wäre, ist er es auch mit. Wenn Ihr überlegt, ob der Ausschnitt zu tief oder der Rock zu kurz ist, dann ist er es.
  9. Eine Lady bewahrt stets Haltung
    Sportliche Bewegung macht einfach eine bessere Körperhaltung. Ein Mensch mit aufrechter Haltung, selbstbewusstem Gang und gewisser Köperspannung wirkt immer attraktiver als ein Schluck Wasser in der Kurve. Auch das kaschiert optisch übrigens gerne ein paar Kilo (eine echte, disziplinierte Lady hat natürlich nicht zu viel auf den Rippen – ich aber schon 😉 ).
  10. Eine Lady kennt die Regeln der Etikette
    Tischregeln wie Besteck und Gläser von außen nach innen verwenden hat wohl jeder schon mal gehört. Sich auch zu Hause beim Essen gerade hinzusetzen macht allerdings nicht jeder. Lohnt sich aber. Und wieder sind wir bei Punkt 1 – Respekt mir selbst gegenüber. Ich versuche mich auch alleine zu Hause im Wesentlichen so zu benehmen, dass mich schamfrei jemand sehen könnte. Also esse ich zwar vielleicht mal vor dem Fernseher, aber ordentlich.

Die meisten Punkte gelten übrigens ebenso für Gentlemen … Man braucht das Ganze ja nicht als feste Regeln und Gesetz zu nehmen. Wenn man sich aber einzelne Punkte mal genauer anschaut, folgt meines Erachtens nach die Erkenntnis, dass bei der Einhaltung dieser Regeln die Welt einfach ein bisschen schöner wird. Und wer will das nicht?

Wie steht Ihr zu dem Thema?

Dresscodes entschlüsseln

Mann im Frack zum Dresscode White TieZur Weihnachtszeit kommt immer mal wieder die Frage auf: Was ziehe ich an? Wer Glück hat, findet auf einer Einladung einen Hinweis zum Dresscode, z.B. Casual, Smart Casual, Come as your are, Cocktail – oder für große Anlässe Black Tie oder White Tie. Dazu kommen auch immer wieder neue Begriffe, z.B. Creative Casual.

Mein Tipp: Wenn es einen Dresscode gibt, haltet Euch dran. Der Gastgeber hat sich etwas dabei gedacht und es zeigt Respekt ihr oder ihm gegenüber, sich nach den Wünschen zu richten. Wer sich grob nicht daran hält, kommt entweder nicht rein, fällt dumm auf oder stiehlt dem Gastgeber die Schau. Alles nicht gut.

Also: Einfach mal anpassen!

Zur Entschlüsselung der Looks habe ich heute eine neue Unterseite Dresscodes auf meiner image&impression-Firmenwebseite in der Rubrik Tipps & Tricks eingerichtet, in der ich auf die Begriffe näher eingehe.* Ich habe mich dagegen entschieden, es als Blogartikel zu veröffentlichen, weil es mir dann zu schnell im Beitragsnirwana des Blog versenkt würde.

Wie geht Ihr mit Dresscodes um?

  1. * Auf die Idee zu diesem Beitrag hat mich meine Freundin M. gebracht, die immer wieder gute Ideen hat. Der verdanke ich auch meinen Foodblog Leckerei bei Kay … []
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