Buchreview: Stern Fotografie 72 Mario Sorrenti

Mario Sorrenti Stern Fotografie 72 Buchreview: Stern Fotografie 72 Mario Sorrenti

"Stern Spezial Fotografie. Ehemals: ""Portfolio""": Stern Portfolio No. 72 Mario Sorrenti Buchreview: Stern Fotografie 72 Mario Sorrenti

In der Reihe Stern Fotografie ist das neue Fotobuch mit Bildern des Fotografen Mario Sorrenti erschienen. In diesem Band 72 steht der in Neapel geborene und in New York ansässige Fotograf Mario Sorrenti im Mittelpunkt. Mario Sorrenti wurde durch Ausstellungen in London, New York und Paris bekannt und fotografierte unter anderem für Calvin Klein, Lancôme, Paco Rabanne und Benetton. Bekannt wurde er durch Bilder, die er von seiner damaligen Freundin Kate Moss machte. Man kann sicherlich geteilter Meinung über Lebensstil und Figur von Kate Moss sein. Ich kenne jedoch keinen, der sich dem Charme der einzigartigen Fotos entziehen kann, die Mario Sorrenti von ihr für die Calvin Klein-Kampagne in den 1990ern gemacht hat.

Der Fotoband zeigt beindruckende Bilder bekannter Persönlichkeiten voller Sinnlichkeit, bei denen der Betrachter das Gefühl hat, die fotografierte Person quasi berühren zu können.

Fazit

Für Fans von berührender (Akt-) Fotografie und inszenierten Bildern eine schöne kleine Flucht aus dem Alltag beim Betrachten des Fotobuchs. Für die gebundene Ausgabe ist EUR 18,- aus meiner Sicht ein absolut angemessener Preis.*
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Bilder in diesem Beitrag:© stern Fotografie 72 Mario Sorrenti, Kate Moss, 2010, distributed by teNeues, www.teneues.com

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei teNeues zu bestellen. Es wurde mir vom teNeues Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

  1. * Im Abo sind die Bücher aus der Reihe für EUR 15,- zu bekommen. Es erscheinen aktuell 4 Bücher pro Jahr. []

Buchreview: Männer mit Stil

 Buchreview: Männer mit Stil Buchreview: Männer mit Stil
Männer mit Stil: Ikonen der Herrenmode Buchreview: Männer mit Stil von Josh Sims

Männer mit Stil ist der erste Titel der Midas Collection – ein Buch für Liebhaber moderner Bekleidungshistorie mit Interesse an Details. Die vorgestellten Bekleidungsstücke für Männer beschränken sich nicht auf den klassischen Stil, sondern beziehen auch sportlich-militärisch angelehnte Stile mit ein. Die weitreichende geschichtliche Einordnung der Stücke und deren Entwicklung bis heute zeigt auf, wie Kleidung mit lang anhaltendem Wert entsteht und ihre Fans findet. Was den Erfinder der Bootsschuhe auf die Idee mit dem rutschfesten Sohlen hat kommen lassen oder ob Levi’s eigentlich selbst weiß, warum deren 501 so heißt – das alles unter anderem erfahren Leser in dem Buch, das fast den Namen Bildband verdient.

Fazit

Ein interessantes Buch für Männer und Frauen, die sich mit stilvoller Bekleidung für Herren beschäftigen und die Geschichten dahinter erfahren möchten.

Persönliches

Ich weiß jetzt auch, dass mein alter Parka aus den 1960ern M-51 heißt. Ich trage ihn schon über 15 Jahre nicht mehr – aber er ist eines der ganz wenigen Kleidungsstücke, die ich aufbewahre, obwohl ich sie nicht mehr anziehe. Er trägt so viel familiäre und persönliche Geschichte in sich, dass ich mir nicht vorstellen kann, mich jemals vom ihm zu trennen.

… ein Nachzügler in der Reihe

Maennermontage www.meyrose.de  Buchreview: Männer mit Stil

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Midas zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Powerpoint auf Speed

Ein Gastbeitrag von Uwe.

 Powerpoint auf Speed Powerpoint auf Speed
Das PREZI-Buch für spannende Präsentationen Powerpoint auf Speed
von Harald Sontowski und Frieder Krauß

Review: Das Prezi-Buch für spannende Präsentationen

Da ich beruflich andauernd etwas präsentiere, war ich sehr dankbar, dass Ines mich auf das Prezi-Buch angesprochen hat. Bislang kannte ich dafür nur Powerpoint und ich versuche es zu Gunsten von Flip Charts und anderen analogen Medien zu vermeiden. Also war ich sehr gespannt auf Prezi, dass ich bisher nur als Zuschauer erlebt habe. Die erste Erkenntnis: Es spricht sich amerikanisch aus, also „Präsi“. Die zweite Erkenntnis: In dem Buch geht es um weit mehr als nur die Software selbst. Und das ist auch notwendig, da Prezi eine andere, story-basierte Herangehensweise unbedingt erforderlich macht. Sicherlich ist es für jede Form einer Präsentation sinnvoll, eine Geschichte mit Höhepunkten, Übergängen und einem roten Faden zu haben. Das Arbeiten mit Prezi macht jedoch eine Prozess- oder Mind-Map-Struktur aus meiner Sicht unerlässlich.

Die beiden Autoren weisen gleich zu Beginn darauf hin, dass die Umgewöhnung von Powerpoint zu Prezi nicht unbedingt leicht ist, doch ignoriere ich das als erfahrener Berater natürlich. Ich verschaffe mir einen kostenlosen Account und lege gleich mal mit dem Buch in der Hand los. Als erstes fällt mir auf, dass sich die Bedienung bereits verändert hat*. Das Hauptmenü ist mit nur noch drei Oberpunkten erneut übersichtlicher geworden und das einzigartige „Zebra“-Werkzeug ist einer eher geläufigeren Darstellung gewichen. Beides erschließt sich allerdings schnell, sobald man die Suche nach dem Zebra aufgegeben hat. Los geht’s! Doch schnell geraten meine ersten Versuche ins Stocken. Das Kapitel 3 liefert mir jedoch sofort die Antworten auf meine Fragen, sodass ich schnell wieder in Gang komme. Hier zeichnet es sich aus, dass die Autoren eine praxisgerechte, kleinschrittige Struktur für ihr Buch gewählt haben, sodass sich viele der Antworten nur auf jeweils einer übersichtlichen Seite befinden. Und so steht nach kurzer Zeit mein erster Prototyp einer Prezi-Präsentation:

Prezi Screenshot Powerpoint auf Speed

Ob einem  Prezi nun gefällt, hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Man kann es einfach nur als flexible Animationsoberfläche für importierte Powerpoint-Folien verwenden oder für eine hoch flexible, interaktive Darstellung von strukturieren Informationen mit allen Möglichkeiten ausreizen. Gerade letzteres macht Prezi besonders spannend und überwältigend viele dieser Aspekte werden in den Kapiteln 4 – 6 vorgestellt. Nicht unterschätzen sollte man jedoch den Aufwand für Konzeption und Visualisierung, damit sich auch wirklich der gewünschte „Wow-Effekt“ bei den Zuschauern einstellt und nicht einfach nur aufgesetzte Animationseffekte um ihrer selbst entstehen.

Doch kommen wir zurück zum Buch: Die Kapitel 2, 8 und 9 haben nicht direkt mit Prezi zu tun und doch behandeln die Autoren dort entscheidende Themen für den Wert von Prezi. Es geht darin um das notwendige Umdenken in der Herangehensweise an eine Präsentation, das Entwickeln der Story und das Präsentieren selbst. Wer sich noch nie damit befasst hat, findet hier einen ersten Einstieg. Ich persönlich hätte mir hierbei etwas mehr Tiefe gewünscht und ich vermute, dass die Autoren mit ihrer Erfahrung dies auch hätten leisten können. Andererseits hätte dies den Rahmen eines Prezi-Buchs vermutlich doch überschritten.

Fazit

Ein wertvolles Buch über eine innovative Software für Prezi-Einsteiger und Fortgeschrittene. Aufgrund der laufenden Weiterentwicklung von Prezi lassen sich in einem Buch gewisse Unstimmigkeiten kaum vermeiden und störten mich nur ganz zu Beginn. Auch über Prezi hinaus liefern die Autoren wertvolle Ideen, wie sich Präsentationen ansprechender und kraftvoller gestalten lassen. Wer sich bislang kaum mit solchen Themen befasst hat, wird hier zahlreiche Anregungen mitnehmen.
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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei O’REILLY zu bestellen. Es wurde vom Verlag O’REILLY als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt die ehrliche, freie und subjektive Meinung des Autors wieder.

  1. * Dazu gibt schon ein Update http://www.oreilly.de/catalog/prezibuchger/update.pdf – siehe auch Kommentar des Verlags zum Beitrag. []

Buchreview: Das Google+ Buch

 Buchreview: Das Google+ Buch Buchreview: Das Google+ Buch
Das Google+ Buch Buchreview: Das Google+ Buch
von Annette Schwindt

Nach dem Twitter-Buch gibt es jetzt bei O’Reilly jetzt auch das Google+ Buch. Annette Schwindt stellt in dem anschaulichen Buch den aktuellen Stand 2012 von Google+ vor. Das Buch ist für Einsteiger geeignet, weil wirklich jeder Schritt erklärt wird. Vom Anlegen des Profils über Privatsphäre, Kreise, Beiträge, Hangouts, Chats, Fotos, Videos und geschäftliche Nutzung wird alles vorgestellt und mit Screenshots illustriert. Um alles zu verstehen, ist es jedoch hilfreich, sich ein wenig in der Kontostruktur von Google auszukennen.

Da ich meinen Account bei Google+ schon seit den ersten Starttagen von Google+ in Deutschland habe, ist bei mir eher Feintuning angesagt. Umso überraschter war ich beim Lesen, wie viele Funktionen es inzwischen gibt und welche Stellen in meinem Profil an verdeckter Stelle alle noch zu bearbeiten sind. Das sind mehr Baustellen als ich dachte …

Googleplusbuch Buchreview: Das Google+ Buch

Die Klebezettel werde ich abarbeiten und dann ist alles wieder aktuell. Bis zur nächsten Änderung von Google+ … Um da nichts verpassen, gibt die Autorin Updates auf Ihrer Google+Seite: http://spr.li/gplus und in ihrem Blog auf Schwindt PR.

Seid Ihr auf Google+ vertreten?

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Buchreview: BOGNER MOMENTS 1932-2012

Bogner Cover Buchreview: BOGNER MOMENTS 1932 2012 Bogner Moments 1932-2012: The Bogner Book Buchreview: BOGNER MOMENTS 1932 2012

Das legendäre Modeunternehmen Bogner feiert 80-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass veröffentlichte Bogner in Kooperation mit teNeues den umfassenden Bildband Bogner Moments 1932-2012. In 379 Bildern werden Ausnahmesportler in Aktion gezeigt. Zur jeweiligen Dekade wird die Bogner-Mode der Zeit präsentiert.

Bogner Skiszene 200x300 Buchreview: BOGNER MOMENTS 1932 2012Mit seinen Erfolgen als Skifahrer, Regisseur und Kameramann – unter anderem Produzent der rasanten Ski-Action-Szenen in vier James-Bond-Filmen – gibt Willy Bogner jun. zusammen mit seiner ausdrucksvollen Frau Sônia der Marke Bogner seit vielen Jahren ein Gesicht. Und nicht umsonst heißen Skihosen im amerikanischen Slang Bogners.

Skifahrer, Sportverrückte und Modefans werden begeistert von dem Bildband sein. Er strahlt Leidenschaft und Innovation aus. Kurze Texte auf Deutsch und Englisch ergänzen die eindrucksvollen Fotos. Die ehemalige Skifahrerin in mir hätte am liebsten gleich Urlaub im Schnee gebucht.

Bogner Skioutfit 70er 300x202 Buchreview: BOGNER MOMENTS 1932 2012Die Bilder der Mode aus den 1970ern sehen teilweise genauso aus, wie in meinem Familienalbum. Mein Vater musste damals unbedingt einen Bogner-Skianzug haben, was neben Hausbau und zwei kleinen Kindern zu etwas Finanz-Zoff mit meiner Mutter führte … sah aber immerhin gut aus. Die Bilder aus den 1960ern erinnern mich an Fotos der Skianfänge meiner Mutter in der typischen Keilhose.

Bogner Skioutfit 50er 220x300 Buchreview: BOGNER MOMENTS 1932 2012Selbst habe ich nie ein Kleidungsstück von Bogner besessen, weil es schlichtweg meinen finanziellen Rahmen sprengt. Allerdings gefallen mir viele Sachen durchaus auch aus aktuellen Kollektionen sehr gut. Die günstigere Linie Fire + Ice hat Damen- und Herrensachen, die bezahlbarer sind. Davon hat mein Liebster einen schönen Pulli.

Eins vereinen für mich alle Entwürfe von Bogner: Sie sind sichtbar durchdacht bis ins Detail. Der Anspruch von Sônia Bogner spiegelt sich wieder in ihren Worten auf Seite 118:

“Erst wenn die Kleider dem Körper gehorchen, entsteht eine Körpersprache, eine natürliche Sinnlichkeit, die schön anzuschauen ist.”

Fazit

Ein gelungener Bildband in sehr hochwertiger Aufmachung, der bestimmt auch als Weihnachtsgeschenk bei Fans gut ankommt. Mir hat das Lesen und Ansehen der Bilder Freude gemacht. Das riesige, schwere Buch macht sich imposant im Regal mit seinen 27 x 3 x 36 cm. Mal sehen, wo ich einen Platz mit ausreichender Höhe dafür finde. Der silbrig-metallische Leineneinband sieht auch ohne Schutzhülle sehr nobel aus.

Leider ist der Preis mit EUR 79,90 auch für einen hochwertigen Bildband ziemlich hoch. Ob der Preis an der vermutlich kleinen Auflage oder den hohen Produktionskosten für die perfekte Aufmachung liegt, vermag ich nicht zusagen. Ob ein Bildband Euch diesen Preis wert ist oder nicht, könnt Ihr nur selbst entscheiden.

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Bilder in diesem Beitrag: © Bogner Moments 1932 – 2012, published by teNeues, www.teneues.com

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Buchreview: Fotografie für Journalisten

 Buchreview: Fotografie für Journalisten Buchreview: Fotografie für Journalisten
Fotografie für Journalisten: Mit Tipps für Blogger und Onlinejournalisten. Randvoll mit Praxisbeispielen. Technik, Gestaltung, Verwertung u.v.m Buchreview: Fotografie für Journalisten
von Kay-Christian Heine

Zielgruppe sind laut Kay-Christian Heine Journalisten, die neben dem Schreiben auch “lernen möchten, ihre Texte mit eigenen guten Fotos zu ergänzen”. Für Blogger und Onlinejournalisten ist sind die Informationen über Aufbereitung und Veröffentlichung von Fotos im Internet gedacht.

Mich hat das Buch interessiert, weil ich regelmäßig Fotos in meinem Blogs veröffentliche und auch für Artikel von mir in Zeitschriften gelegentlich Fotos zur Verfügung stelle. Nun bin ich weder Journalistin (nur Gerne-Schreiberin, Co-Fachbuchautorin und Bloggerin) noch Fotografie-Anfängerin (Spiegelreflexkamera und Dunkelkammer im Keller seit Grundschultagen). Gespannt war ich auf die Besonderheiten & Tipps zur Fotografie in diesem Bereich.

Fotografie für Journalisten ist einfach und verständlich geschrieben und beginnt wirklich bei den Anfängen. Es wird z.B. erklärt, was Blenden und Belichtungszeiten sind und wie Fotos entstehen. Bei weiteren Fachbegriffen kann ich nicht beurteilen, ob Einsteiger abgehängt werden oder sie verstehen.

Heine gibt wertvolle Tipps für den Bildaufbau, die über die Drittelregel hinaus gehen. Beispielbilder zeigen positive und negative Bildgestaltungen in Komposition und Farben. Auch zur Motivwahl gibt es konkrete Beispiele, die detailliert ausgewertet werden.
Heine: “Die Fotos macht der Mensch, nicht die Kamera”. Ja – entscheidend ist, sich mit der Fotografie zu beschäftigen – teure Ausrüstung hilft nicht, wenn Ihr sie nicht bedienen könnt.

Das Kapitel zur Bildbearbeitung finde ich eher schwierig. Das Thema Bildbearbeitung ist mein eigener Schwachpunkt und die Lektüre hat mich auch nicht weiter gebracht. Seine Beispielfotos illustrieren zwar die Veränderungen durch die Bearbeitung – nur die technische Umsetzung im Grafikprogramm ist für mich der komplizierte Teil. Zur Bildbearbeitung schließe ich mich dem Autor in einem Punkt ganz klar an:

Wer gleich beim Abdrücken ein gutes Foto macht, spart sich die Bearbeitung.

Informativ ist das Kapitel zu rechtlichen Fragen wie Nutzungsrechten. Besonders wertvoll sind aus meiner Sicht dabei auch Hinweise auf Links zu Musterverträgen.

Fotografie fuer Journalisten 155x300 Buchreview: Fotografie für JournalistenIn einem Punkt ist der Autor etwas illusorisch: Er empfiehlt mehrfach ausdrücklich, eine Vertrauensbeziehung zu der zu fotografieren Person aufzubauen und dafür mindestens eine Stunde einzuplanen, bevor der Auslöser betätigt wird. Das ist leider aus meiner Praxiserfahrung völlig unrealistisch. Ich wünsche mir das auch anders – leider fehlt es aber einfach an der Zeit.

Ich bin selbst schon mehrfach im journalistischen Kontext von Profis fotografiert worden und habe mich dabei überrumpelt gefühlt. Aber leider ist für Fotografen und Interviewpersonen meisten einfach Zeit = Geld und beides knapp.

Fazit

Das Buch bietet viele kleine Tipps, die in der Praxis wertvoll sind – bei mir wieder mal an den Klebezetteln zu erkennen. Leider werden viele Aspekte nur kurz angerissen – was bei der geringen Seitenanzahl auch kaum anders möglich ist. Wer sich nach dem Lesen tiefer mit dem Thema Fotografieren beschäftigen möchte, wird weitere Bücher brauchen. Oder noch viel besser: Einen Praxiskurs belegen.

Fachbücher sind wegen geringer Auflage hochpreisiger als Belletristik – EUR 24,90 finde ich für 196 Seiten hier allerdings etwas viel. Mit EUR 5,00 weniger würde ich den Preis dem Inhalt gegenüber für angemessener halten.

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Buchreview: Das Twitter-Buch

Nachtrag: Vorstellung der 3. Auflage: #TwitterBuch im Mai 2013
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 Buchreview: Das Twitter Buch Buchreview: Das Twitter Buch
Das Twitter-Buch Buchreview: Das Twitter Buch
von Tim O’Reilly und Sarah Milstein
mit Volker Bombien, Corina Pahrmann & Nathalie Pelz

1996

Auf einer großen Präsentation für Journalisten höre ich zum ersten Mal vom WWW. Meine Gedanken dazu: Boah ist das kompliziert und überflüssig – das braucht die Welt nicht. Ich habe den Chefredakteur der Logistik-Fachzeitschrift, für die ich Assistentin war, erfolgreich davon überzeugt, dass wir darüber definitiv nichts schreiben brauchen. Nun gut – heute gehöre ich zu denen, die ohne WWW sich das Leben nicht mehr denken können und Aufträge hätte ich vermutlich auch keine. Also: Diesen Fehler will ich nicht wieder machen!

2006

Twitter-Gründung

2009

Ich erfahre zum ersten Mal von der Existenz Twitters durch einen Artikel im Harvard Business Manager. Gespräch mit meinem Liebsten – der den ganzen Tag von Nerds und Geeks umgeben ist – dazu:
Ich: Weißt Du was Twitter ist?
Er: Ja.
Ich: Brauche ich das? Soll ich einen Account einrichten, um einen coolen Nutzernamen zu ergattern, auch wenn ich es vielleicht nicht sofort nutzen will?
Er: Das braucht die Welt nicht. Ich sehe da keinen Anwendungsfall für Dich, weder jetzt noch irgendwann.

Kurze Zeit später – ein Bekannter hat seinen coolen Twitter-Nutzernamen im XING-Profil eingetragen:
Ich: tw hat einen Twitter-Account. Brauche ich das wirklich nicht?
Er: Definitiv nicht.

2011

Ich habe meine Meinung geändert und einen Twitter-Account eingerichtet. Vorerst allerdings nur, um dabei zu sein, falls jemand auf Twitter etwas von mir möchte. Ein Passiv-Konto sozusagen. Mein Wunschname war weg und ich sauer auf den Liebsten für seinen Rat sowie auf mich, dass ich danach gehandelt habe.

2012

Ich beginne Twitter reichlich zu nutzen, weil ich merke, dass ich damit Leser für meine beiden Blogs gewinne. Twitter ist für mich Marketinginstrument. Außerdem merke ich, dass mir twittern zunehmend Spaß macht.
Ich: Darf ich diese Kurzgeschichte im Blog schreiben?
Er: Ja, wenn Du dazu schreibst, dass ich Twitter immer noch für unnützen Datenmüll halte.
Ich: Für mich ist Twitter sogar eine Möglichkeit über Nachrichten informiert zu sein, die mich im Fernsehen oder Print nicht interessieren.

Und jetzt endlich zum Twitter-Buch

Twitter Buch Buchreview: Das Twitter Buch

Die Menge der Klebezettel sagt schon aus, dass ich mit dem Buch etwas anfangen kann. Die Autoren bringen das Thema kurz, knapp, gut verständlich & lesbar auf den Punkt. Schön finde ich in der 2. Auflage 2011 (die mir vorliegt), dass auch deutsche Bezüge enthalten sind. Meinem Kenntnisstand nach ist das Buch im Wesentlichen auch im August 2012 noch aktuell – im Social Web nicht selbstverständlich. Nur der Teil über Retweets sieht bei mir in der Praxis leicht anders aus. Für Einsteiger ist der Teil jedoch auch im Buch nicht irreführend – es ist nur einfacher geworden.

Alle wichtigen Gimmicks werden erklärt, positive und negative Beispieltweets illustrieren den Inhalt. Vor Fallen und ungewünschten negativen Folgen wird konkret gewarnt und aufgezeigt, wie man gerade als Anfänger Klippen umschifft. Ich wünsche mir, dass ich das Buch vor Einrichtung meines Accounts gelesen hätte – dann hätte ich z.B. einen kürzeren Namen gewählt.

Ich nutze Twitter seit einiger Zeit als interessierte Anwenderin und habe durch die Lektüre noch Features von Twitter entdeckt, von deren Existenz ich keine Ahnung hatte – die jedoch wertvoll für die berufliche Nutzung sind, z.B. die Möglichkeit von Umfragen.

Kleiner Kritikpunkt: Es gibt im Buch diverse Kapitelverweise. Leider ist den Seiten nur durch farbliche Kennzeichnung das aktuelle Kapitel zu entnehmen, so dass der Leser ins Inhaltsverzeichnis blättern muss, um zu sehen: Kommt das noch oder war ich da schon?

Fazit

Erst das Twitter-Buch lesen – dann Account einrichten – etwas beobachten – selbst twittern – Spaß haben!

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei O’REILLY zu bestellen.
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Das Buch wurde mir vom Verlag O’REILLY als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.