Wie alles begann …

Meyrose_Ines_1988_Filmstreifen

… ein TAG von zeroutine. Denise hat einige Bloggerinnen nach Ihren Schminkanfängen gefragt. Ich habe ganz arglos zu einem „Hast Du Lust auf einen TAG?“ zugesagt, ohne zu fragen, worum es geht. Nun gut – kommen wir nun also zu den Peinlichkeiten meines Lebens …

Das ist gar nicht so einfach, weil der Schminkanfang schon eine Weile her ist … anderseits erinnere ich mich noch ganz gut daran – Jugendsünden vergisst halt leider doch keiner. Fotos gibt es leider nicht viele, auf denen ich geschminkt bin. Für Frisuren wäre die Auswahl größer (aber nicht schöner) gewesen.

Meine Make-up-Karriere

1980

Der erste Lidschatten. Meine Ma hat ihn eigentlich zum Verschenken gekauft – sich das dann aber anders überlegt (Zielperson hat sich als nicht so nett erwiesen). So konnte ich dann den ersten Drogerie-Lidschatten mein eigen nennen – das Geschenk „Lidschatten in Lila“ ging an mich. Mit 9 Jahren durfte ich ihn allerdings nicht in der Schule tragen.

1983

Wimperntusche noch verboten, Rizinusöl auf den Wimpern erlaubt – also mit alter, gesäuberter Wimpernbürste aufgetragen und verschönt gefühlt. Wird heute auch wieder empfohlen zur Stärkung der Wimpern. Früher Naturkosmetiktrend?

1984

Meine erstes Lidschattentrio mit Dunkelblau, Türkisblau und Rosa wurde mir von der Familie aus dem Frankreichurlaub mitgebracht. Die Marke weiß ich nicht mehr, nur dass es ein kostbares Produkt war. Das Trio hat mich lange begleitet und ich habe sämtliche 1980er-Sünden damit geschminkt (inklusive meinem damaligen Freund, der mich vermutlich umbringen würde, wenn ich die Fotos hier posten würde). Schwarzer Kajal kam noch hinzu. Der Pulli auf dem linken Bild in Mint ist farblich auch wieder in – ich sage nur Softeisfarben. Da denke ich gleich an Waldmeistersofteis. Lecker!

 

 

 

 

 

 

 

1985/86

Erstes Lipgloss mit Rollerball: Durchsichtig mit Apfelgeschmack. War irgendeine günstige Trendmarke, an der meine Freundin und ich nicht vorbei kamen. Gab es auch in Minze. Ist auf den 80er-Jahre-Bildern zu sehen.

1986

Erster Lippenstift von Astor in Rosa mit viel Schimmer, danach gleich der zweite in Perlmutt-Weiß.

1986

Abtanzball und Bronze-Tanzprüfung mit Lidschatten in Anthrazit zur silbergrauen Seidenbluse. Kam mir sehr erwachsen damit vor. Den gleichen Look gibt es 2000 auf dem Foto zu sehen. Früh gewusst, was passt – oder unkreativ?

1987

Meine erste komplette Make-up-Palette mit Lidschatten in Apricot, Braun, Oliv und Puder sowie bräunlichem Rouge. Es war eine teure Palette von Douglas, die ich zum Geburtstag bekommen habe. Leider hielt sich meine Freude in Grenzen, weil mir die Farben zu langweilig waren. Im Nachhinein schade – weil sie komplett gepasst haben. Aber ich habe sie auch verwendet. Entsorgt wurde sie erst 2000, als mir die Außenhülle zerbrochen ist.

1988

Wimperntusche in Neonpink (vermutlich von Astor). Meine Freundin hatte sie in Knallgrün. Auch dieser Trend ist heute wieder da …

1995

Lippenstifte in Braun und Tiefrot von Linique (so hieß Clinique damals noch). Um die Ecke vom Hamburger Jungfernstieg zu arbeiten war einfach sehr teuer. So entdeckte ich die schönen Nobelmarken der Parfümerie Hamburger Hof. Seit der Zeit bin ich Dauer-Lippenstiftträgerin. Frust- und Luxuskäufe sind bei mir bis heute Lippenstifte & Co.

1996

L'Oreal_Super_LinerStandardlook Lidstrich unten und oben in braun mit dem federartigen Applikator von L‘Oreal und dazu nur schwarze Volumen-Wimperntusche. Den Super Liner gibt es immer noch im Handel und er findet – neu gekauft – bei kräftigen AMUs manchmal Verwendung.

1998

Jil_Sander_Chanel_Kajal

Eyeliner Pencil in Silber von Jil Sander – mein erstes Designerprodukt. Den habe ich bis heute und die Miene ist noch wie neu. Nur die Spitze am anderen Ende mit dem Schaumstoffteil zum Verwischen hat sich unter der Hülle aufgelöst. Auf dem Foto trage ihn 2000 mit Lidschatten in Anthrazit kombiniert auf einer Hochzeitsfeier.

Der Precision Eye Definer von Chanel in der Farbe Blue Royal kam bis heute eher selten zum Einsatz. Das Blau ist mir doch zu leuchtend im Gesicht. Da ich es aber als Farbe schön finde, habe ich mich noch nicht davon getrennt.

Der Swatch ist auf meinem Handrücken. Lustiger Jil_Sander_Chanel_Kajal_Swatchweise ist genau dieser Kajalstift von Chanel in der aktuellen Zeitschrift ELLE August 2012 auf Seite 192 als Trendteil abgebildet. Die Farbe heißt da Nr. 4 und sieht absolut genau so aus wie meiner, sogar die Applikatorspitze zum Verwischen am Ende sieht gleich aus. Der Schaumstoff bei Chanel ist übrigens haltbarer als der von Jil Sander – er ist noch heil. Aus hygienischen Gründen sollte ich beide entsorgen, auch wenn sie noch gut riechen und aussehen – fällt mir ausnahmsweise schwer.

1999 – 2004

Meyrose_Ines_2003Schminken nur für Kundentermine im Büro, Vorstellungsgespräche und Dates. Ansonsten keine Lust darauf.

Standardlook: Dunkelbrauner Lippenstift (in der GLOSSYBOX Juli 2012 (PR-Muster) gerade auch wieder bekommen – noch ein neuer Revival-Trend?)

Das Foto ist von unserer Hauseinweihungsparty 2003 – Grundierung hätte ich wohl verwenden sollen … und die Augenbrauen zupfen.

2004

Eine Freundin hat mir MAC empfohlen. Ich dachte, auch mal wieder wenigstens einen Lidschatten haben zu müssen. Der weiche Roséton war schön. Leider ist das Puder verschmiert, weil es auf Dauer nicht mit dem Finger – meiner damals bevorzugten Technik – aufgetragen werden wollte. Danach bin ich auf einen roten Lippenstift von MAC reingefallen, den ich nur 2 x benutzt habe. Rot auf dem Lippen ist einfach nichts für mich. Redfriday oder Mutiger Montag vielleicht mal mitmachen, wenn er noch gut ist?

2005

Fortbildung zum Color- and Fashion-Artist (auf Deutsch: Farb- und Stilberaterin). Da wurde mir klar, dass ein paar farbige Lidschatten her müssen und ich AMUs üben muss, damit ich bei Kunden adäquat wahrgenommen werde.

2005

Gründung meiner Firma image&impression –  seit dem selbständige Imageberaterin. Kundinnen fragen vermehrt auch nach Make-up-Beratung und Produkttipps. Da mir klar war, dass einige Aufträge an die Bedingung geknüpft sind, auch das Thema Make-up abzudecken, habe ich mich 2006 als Visagistin in Einzelunterricht fortbilden lassen. Über eine Kollegin bin ich schnell auf die Produkte von Backstage und Pinsel von Ulrike Schütze gekommen. Die Sachen spielen in der Liga von MAC – nur mit normalem Preis. Damit arbeite ich bis heute sehr gerne und verwende vieles selbst.

2011

Mein Blog wird mehr und mehr gelesen und ich habe Kooperationspartner, die mir netterweise Produkte zum Testen zur Verfügung stellen. Durch die ganzen Testprodukte bin ich inzwischen ziemlich beliebt bei Patenkind, Schwester, Freundinnen … – kann ja nicht alles selbst verbrauchen. Es macht mir überraschend viel Spaß, die Sachen zu Testen und mit ungewöhnlichen Farben zu experimentieren.

Wie habt Ihr angefangen, Euch mit Make-up-zu beschäftigen?
Wer Lust hat mit zu machen, fühle sich bitte getaggt!

5 Gedanken zu „Wie alles begann …

  1. Hallo! Auf English – sorry!

    I’ve just nominated you for the Very Inspiring Blogger Award.
    http://sherbetandsparkles.wordpress.com/2012/07/28/inspiring-blogger-award/
    It comes with some rules though…
    – Display the award logo on your blog.
    – Link back to the person who nominated you.
    – State 7 things about yourself.
    – Nominate 15 other bloggers for this award and link to them.
    – Notify those bloggers of the nomination and the award’s requirements

  2. Diesen Artikel hatte ich auch noch nie gesehen – wie klug von Dir, ihn heute zu verlinken. Hat Spass gemacht, die alten Fotos zu sehen und zu lesen, wie Deine Schminkentwicklung war. LIEBE GRÜSSE Bärbel

    • 2012 kannten wir uns noch nicht – weder virtuell noch persönlich. Ich freue mich auch, wenn ein alter Beitrag so dann nochmal gelesen wird, denn damals hatte ich noch nicht so viele Leser wie heute.

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