Modemathematik

Modemathematik

Da ich ganz verliebt bin in das Wort, weil es die optimale Verbindung von lebensfroher Mode mit sachlichem Kalkül verbindet, gönne ich ihm noch mal einen kleinen eigenen Beitrag. Den Begriff habe ich erstmals in Nina Garcias Buch Der perfekte Kleiderschrank gelesen – er steht dort auf Seite 91: “Der Preis ist bedeutungslos, er lässt sich immer durch die Regel der Modemathematik rechtfertigen: Kosten geteilt durch die Male, die das Teil getragen wird, ergibt unschätzbar wertvoll.”

Genau mein Reden! Nur dass ich bis dahin kein so schönes Wort dafür hatte, sondern es Kosten-Pro-Mal-Tragen genannt habe. Letztendlich kommt es genau darauf an. Ein Billigteil, das ich nur einmal trage, ist so teuer als ein scheinbar teures Teil, das ich ganz oft trage. Genau diese Rechnung stelle ich bei jedem Stück auf, bevor ich kaufe. Natürlich lässt sich die Tragehäufigkeit nicht exakt vorhersagen. Aus Erfahrung liege ich jedoch ganz gut mit meinen Schätzungen. Am besten sind natürlich günstige Sachen, die oft und über einen langen Zeitraum immer wieder getragen werden. Das sind dann die wahren Schnäppchen.

In diesem Sommer habe ich mich bereits von einigen Sachen getrennt, weil sie aufgetragen waren: 2 Tuniken, 1 Hose, 1 Bluse und 1 Tunika wird noch folgenden. Bis auf eine Bluse – die ein Notkauf war, weil ich mich auf dem Weg zum Kunden mit Tomatensoße bekleckert habe – wurden alle Sachen 2,5 Jahre regelmäßig getragen.

Die Rechnung geht auf!

10 Gedanken zu „Modemathematik

  1. Das ist wirklich eine schöne. Es Beschreibung ! Es passt bei mir bei Jacken und Schuhen

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  6. …mit taschen funktioniert das auch ganz prima. danke ines, dass du heute einen link hierher gesetzt hast! liebe grüsse bärbel

    • @Bärbel
      Ja, Taschen rechnen sich so auch wunderbar (schön), wennman sie oft und/oder über einen langen Zeitraum verwendet 🙂

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