Gelesen: Finde Deinen Stil

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Finde deinen Stil - Farbe, Stil und Styling für Einsteiger (Affiliate Link)
von Imageberaterin Anneli Eick

Immer diese Vorschläge von Amazon: Wer das gekauft hat, hat sich auch dafür interessiert … und schon wieder habe ich ein neues Buch gekauft … Schließlich interessieren mich Bücher zum Thema Typberatung aus eigenen Sicht als Beraterin und Sicht meiner Leser_innen und Kund_innen. Dieses Buch hat als Zielgruppe Frauen, die eher Einsteiger ins Thema sind.

Anneli Eick schreibt selbst in der Einleitung, dass es viele Bücher zu diesem Thema gibt und die Inhalte für Leserinnen oft schwer zu umsetzen sind. Kleidung ist optisch und haptisch – somit schwer in Buchstaben zu verpacken. Außerdem kann kein Buch alle Leserinnen ansprechen und alle Fragestellungen zum Thema aufgreifen. Da stimme ich meiner Berufskollegin zu: Die Bücher sind entweder zu speziell oder zu allgemein. Das ist auch der Grund, warum mein eigener Buchentwurf zu diesem Thema noch bei weitem nicht präsentabel ist. Umso gespannter war ich zu lesen, wie die Autorin das Problem lösen wird.

Es gibt in meinem Blog auch wieder mal Kommentare, dass man solche Beratung nicht bräuchte oder solche Bücher nicht lesen würde. Da kann ich nur sagen: Super! Herzlichen Glückwunsch! Wer von Haus aus ein Gespür für Äußeres mitbekommen hat und sich Techniken, z.B. zum Schminken, im Elternhaus oder bei Freundinnen abgucken konnte, hat es gut. Es gibt aber auch Frauen, die das nicht gelernt habe. So kommt es, dass mich 40jährige für Make-up-Beratungen buchen und sich kaum trauen zu gestehen, dass sie nicht wissen, wie man Lidschatten aufträgt oder Mascara. Das sind dann auch die Kundinnen, die mich wegen meines recht natürlichen Looks bei Make up auswählen. Doch zurück zum Buch: Genau für solche Einsteiger, die sich dem Thema vorsichtig nähern wollen, ist es geeignet, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Das Buch aus dem Stiebner Verlag gibt einen Einblick in Farbtypen und Stiltypen. Problemzonen werden nicht näher behandelt. Die Stiltypen sind meiner Meinung nach etwas merkwürdig definiert, damit meine ich z.B. den Fokus auf der Körperlänge. Bei Ausschnittempfehlungen wird die Gesichtsform nahezu außer Acht gelassen. Bei den Stiltypen sind fast nur grazile Frauen beschrieben, aber nicht jeder mit etwas mehr hat eine Rubens-Figur und ist über 1,70 m. Das Buch ersetzt keine persönliche Beratung, weil das Problem – wie immer dabei und auch bei Online-Tests – die eigene Einschätzung und Interpretation ist.

Zur Kleiderschrankinventur gibt die Autorin hilfreiche Tipps, z.B. eigene Sachen zu fotografieren und Collagen damit zu basteln. Das wird schön anschaulich beschrieben und ist eine nette Anregung. In Internet machen das einige gerne mit Polyvore. Mit den eigenen Kleidungsstücken und Accessoires ist das jedoch unter Umständen viel hilfreicher.

Es gibt viele Stylingtipps für Accessoires, die ich sehr gelungen finde. Am besten gefällt mir an dem Buch, dass es so reich bebildert ist. Zu jedem Stiltyp gibt es viele Fotos von z.B. passenden Tops, Shirts, Pullovern, Strickjacken, Blusen, Hosen, Westen, Röcken, Kleidern, Blazern, Schuhen und Accessoires. Da die Fotos alle von ALBA MODA sind, gehen sie eher in eine etwas damenhaftere Richtung. Trotzdem sind die unterschiedlichen Stilrichtungen deutlich zu erkennen. Fotos haben den Vorteil, aktuelle Mode zeigen zu können. Der Nachteil liegt darin, dass das Buch in einigen Jahren optisch überholt wirken wird – was bei dem zeitlos erfassten Thema nicht nötig wäre.

Fazit

  • Für Einsteiger, die kein konkretes Beratungsergebnis wünschen: lesenswert.
  • Für Frauen, die schon mal typberaten wurden und eine Auffrischung wünschen: vielleicht lesenswert. Kann mal wieder neue Inspirationen geben – aber auch verwirren mit den diversen Stiltypmischungen, die vorgestellt werden.
  • Für Berater_innen: Nichts Neues. Aber das ist auch nicht der Anspruch des Buchs.

Deutliche, klare Aussagen machen das Buch leicht lesbar, einige Leserinnen werden sich an vielen soll und müssen stören. Wenn man das überliest und für sich lockerer interpretiert, macht das Lesen Spaß. Die Leidenschaft der Autorin für das Thema wird nicht nur in vielen Ausrufungszeichen deutlich.

Was ist Eure Erwartung an solche Bücher?

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18 Gedanken zu „Gelesen: Finde Deinen Stil

  1. Liebe Ines, sehr interessant, dass Du dieses Thema hier aufgreifst. Du scheust den Vergleich mit einer Berufskollegin nicht. Das finde ich toll und auch beeindruckend. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum manche Menschen Euren Beruf infrage stellen. Man muss doch nur ein Outfit nehmen und es zwei verschiedenen Frauen-Typen anziehen – dann weiß man schon, WARUM Ihr gebraucht werdet. Und auch wenn man ein Faible für die ganzen Sachen, wie Styling und Make-up hat, ist eine andere Sicht immer hilfreich und befruchtend. Einen schönen Tag wünsche ich Dir, ganz lieber Gruß Conny

    • @Conny
      Ich vermute, dass mein Beruf bei einigen Menschen einen weniger guten Ruf hat, weil es leider einige schwarze Schafe unter den Beraterinnen gibt. Das ist zwar in vielen Berufen so, aber dieser hat es mit dem Ruf vermutlich extra-schwer, weil es Menschen gibt, die ihn für überflüssig halten (“Das weiß ich alles sowieso”) oder oberflächlich (“Geistige Schönheit ist wichtiger”). Dabei ist es genau, wie Du schreibst: Kleidung wirkt und zwar an jedem anders. Und der eine Mensch hat gerne etwas Unterstützung dabei und andere eben nicht. Und denen, die in welcher Form auch immer Beratung wünschen, stehe ich gerne zur Seite.
      Einen ebenso schönen Tag wünscht Dir
      Ines

  2. Toller Beitrag . Ich finde euren Beruf klasse . Und bin sehr froh das es ihn gibt . Was jetzt meinen Stil angeht … der hat sicher entwickeln müssen ,über die letzten Jahre .
    Aber bei der Farbe , vor allem beim Make up … war das schon super hilfreich einen Kurs zu besuchen . Auch wenn ich jetzt keine großen Veränderungen machen musste . Aber ich finde es enorm , wie man mit Kleinigkeiten seine Optik positiv beeinflussen kann . Ich würde so etwas immer wieder machen .

    LG Heidi

    • @Heidi
      Freut mich, dass DU so positive Erfahrung mit einer Beratung gemacht hast. Manchmal ist Bestätigung auch einfach nur genau das, was man braucht, um Sicherheit zu bekommen.
      LG
      Ines

  3. Liebe Ines, Du schreibst immer so ehrlich und frisch über Bücher, da bekommt man gleich die reine Leselust und ich kann für mich immer sofort entscheiden, ob ich es brauche oder nicht. In diesem Fall bräuchte ich vorher besser erstmal (D)eine Beratung!

    • @Bärbel
      Danke. Freut mich, dass Dir meine Rezensionen gefallen und Du sie in Deine Maßstäbe oder Ansichten einordnen kannst.

  4. Es gibt so viele Bücher zu diesem Thema. Ich habe selbst einige gelesen und muss ganz ehrlich gestehen: Je mehr ich darüber lese, umso mehr verwirren mich die unterschiedlichen Tipps.
    LG Sabine

  5. Da geht es mir wie Sabine. Mich verwirren solche Bücher auch eher. Ich fange dann an manchen Sachen (die ich bis dahin gut fand) zu zweifeln und bin dann total konfus.
    Ich kenne aber auch einige Frauen, die sich (so wie ihr schon geschrieben habt) noch NIE in ihrem Leben geschminkt haben und eher burschikos und leger, praktisch, bequem gekleidet sind. Sie würden gerne mehr aus sich machen, wissen aber nicht.. wie und wo fange ich an? Da wäre ich gottfroh, wenn es jemand gäbe, der mich beraten könnte! Gibt doch für jeden (Entschuldigung!) Pups Berater, warum also nicht für Typberatung?!

    Ich bin nun schon 48 und denke selbst, dass ich meinen Stil schon längst gefunden habe. Wenn ich mir die Fotos anschaue als ich noch um die 20 war dann stelle ich fest, dass sich bei mir echt nicht viel geändert hat. Doch ich will heute noch SO gerne Neues aufgreifen, Inspirationen die ich auf all den tollen Blogs sehe auch mal mutig auspropieren und meinen bisher gefundenen Stil noch perfektionieren.

    Liebe Grüße
    Dana :)

    • @Dana
      Dein Stil, so wie er in Deinem Blog zu sehen ist, spricht mich sehr an. Die Outfits sehen in sich sich immer sehr stimmig kombiniert aus. Das mag ich sehr.
      Weitere Inspirationen wünscht Dir
      Ines

  6. Hallo Iris,
    obwohl ich glaube, meinen Stil gefunden zu haben, finde ich es immer wieder spannend, zu schauen, wie andere sich stylen. Oder herauszufinden, wie ich etwas anders oder besser machen kann. Stil ist für mich etwas, das nicht statisch ist, sondern sich entwicklet. Vor allem durch Einflüsse von außen.
    Die Zeitschrift Br*g*tte hatte in den 60ern eine Serie “Wie mache ich das Beste aus meinem Typ” – mit Vorher-Nachher-Bildern. Ich hab das verschlungen und schau auch heute noch gerne in Zeitschriften und im TV solche Umstyling-Aktionen an.
    Beim nächsten Besuch im Buchladen, schau ich mal, ob ich es finde.
    Lieben Gruss von Sabine

    • @Sabine
      Der Entwicklung des eigenen Stils kann ich nur zustimmen. Auch wenn man seine Richtung hat, gibt es immer wieder Inspirationen, die ihn verändern und weiter entwickeln. Bei solchen Vorher-Nachher-Aktionen machen oft Kleinigkeiten ganz viel aus.
      Liebe Grüße
      Ines

  7. Hallo zusammen,
    mal eine Frage am Rande: Warum schreibt Sabine “Br*g*tte”? Darf man manche Namen/Marken o. ä. im Internet nicht so schreiben wie sie geschrieben werden?
    Unwissende Grüße
    Gunda

    • @Gunda
      Das habe ich mich auch gefragt. Vielleicht will sie nicht, dass Ihr Kommentar in Suchmaschinen unter dem Namen gefunden wird.
      Ebenso unwissende Grüße sendet Dir
      Ines

    • Okay … – aber Markennamen, Geschäfte o. ä. ganz normal in Blogs zu erwähnen, ist doch generell erlaubt, oder?

    • @Gunda
      Ich bin keine Rechtsanwältin, daher kann ich Dir das leider nicht verbindlich sagen. Aber mir ist nicht bekannt, dass es verboten ist.

      Du siehst in meinem Blog ja auch, dass ich ständig Markennamen erwähne und auch Zeitschriftennamen ausschreibe, z.B. “in der aktuellen Zeitschrift Brigitte habe ich gesehen” oder so ähnlich. Was schon wichtiger dabei sein kann, ist auf korrekte Schreibweise zu achten und nichts zu schreiben, was irgendwie unsachlich-diskreditierlich ist. Ich versuche mich daran zu halten, im Internet nur zu schreiben, was ich jemandem ins Gesicht sagen würde, er es gerne lesen könnte und, wenn es sehr subjektiv ist, es als meine persönliche Meinung zu kennzeichnen. Wenn ich Negatives schreibe, versuche ich es möglichst sachlich zu belegen, z.B. mit Fotos. Zum Thema Social Media & Recht lese ich übrigens gerade ein sehr spannendes Buch, das ich demnächst hier vorstelle und Dir nur empfehlen kann, es auch zu lesen:
      http://www.amazon.de/Social-Media-Marketing-Thomas-Schwenke/dp/3955615901/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1396878716&sr=8-9&keywords=social+media+recht

  8. Liebe Ines,

    ich kann Dir vollkommen zustimmen. Ich als XXL Frau konnte mich in dem Buch überhaupt nicht wiederfinden. Ich sehe es auch nicht so, dass man die Stiltypen nach der Figur festlegen kann.

    Viele Grüße
    Lee

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