Asymmetrie als Stilelement

Meyrose #ootd 20140908 mit asymmetrischem OPullunder von Mona Design

Asymmetrie liebt oder hasst man. Für den einen ist es das Salz in der Suppe und für den anderen schiefes Zeug. Ich gehöre zu den Liebhabern. Man muss ja nicht mehr wie in den 1980ern auf einer Seite einen langen Ohrring und auf anderen Seite einen kurzen tragen … obwohl … Scherz beiseite. Ehrlich gesagt, mochte ich nicht nur das an dem Jahrzehnt ;) .

Die Anregung für die Gedanken zu diesem Thema habe ich aus dem Buch Mein schönstes Ich (Rezensionsexemplar) von Veronika Wimmer, das ich Euch kürzlich vorgestellt habe. Die Autorin schreibt im Kapitel zu Proportionen im Abschnitt Zaubern mit Streckung auf Seite 168:

“Finden Sie heraus, ob das Spiel mit Asymmetrie vorteilhaft für Sie ist. Bei manchen Menschen ist diese Art von Spannung das A und O jeden attraktiven Stylings.”

Bisher habe ich Asymmetrie in der Kleidung eher dem extravaganten Stil zugeschrieben. Frei nach dem Motto: Hauptsache anders an andere und gerne damit auffallen. Bei Schmuck und Frisur war mir schon klar, dass damit runde Formen gut ausglichen werden. Aber auch in der Kleidung darf dieses Stilelement gerne bei Menschen mit Fläche auch bei anderen Stiltypen vorkommen. Eine asymmetrische Linienführung kann auch von Rüschen und Volants begleitet werden und feminin-romantisch wirken. In entsprechendem Material, z.B. grobem Leinen, passt es auch zum natürlichen Typ.

Durch asymmetrische Linien wird das Auge gelenkt und Spannung geschaffen. Das kann vom schrägen Pony, einer einseitig angesteckten Brosche, einem schräg aufgesetzten Hut über zur Seite hin gebundene Tücher bis zu schräg laufenden Säumen gehen.

Meyrose #ootd 20140727 mit Pullover von TE HamburgPersönlich fühle ich mich zu einer Art symmetrischen Asymmetrie hingezogen, z.B. zu Kleidern und Blusen, die einen Saum haben, der an den Seiten länger ist als in der Mitte wie der Pullover von TE auf dem Foto rechts oder hinten länger sind. Grund für diese Vorliebe liegt darin, dass so meine breite Hüfte kaschiert und der Blick auf schlanke Beine gelenkt wird, runde Formen geteilt werden und meine verschiedenen Gesichtshälften nicht so auffallen.* Auf dem Foto oben seht Ihr einen Pullunder von Mona Design mit asymmetrischem Saum, bei dem die gerade Linie aber durch den weichen Walkstoff, die runde Tasche und die Punkte darauf schon wieder abgerundet wird. Dass der aufträgt, ist mir völlig klar, den liebe ich aus Gemütlichkeitsgründen.

In diesem Beitrag seht Ihr mich 2011 mit schräger Frisur: Neue Frisur. Auch jetzt sind meine Haare auf beiden Seiten nicht ganz gleich geschnitten und ich trage keinen oder einen Seitenscheitel.

Wie ist Euer Verhältnis zu Asymmetrie in der Kleidung, Frisuren und Accessoires?

  1. * Jeder Mensch hat verschiedene Gesichtshälften, aber meine sind mehr als durchschnittlich schief und vor allem an der Mittellinie nach oben bzw. unten verschoben und die Nase sitzt schief. Auf Fotos hier achte ich natürlich darauf, das nicht in den Fokus zu rücken. Aber glaubt mir, es ist es so. Fragt meine Friseurin oder Optiker … []

29 Gedanken zu „Asymmetrie als Stilelement

  1. Guten Morgen Ines,

    in meiner Jugend hatte ich einen sogenannten Popper-Schnitt. Also eine Seite extrem kurz und die andere Seite lang. Und auch aktuell ist Asymmetrie bei meiner Frisur ein Thema. Also ich gehöre zu der Gruppe, die es mag. :)
    LG Cla

    • @Cla
      Deine asymmetrische Frisur mag ich gerne bei Dir leiden. Da hast Du oder Dein Friseur schon in jungen Jahren es richtige gewählt und back to the roots ist hier eine gute Wahl. Zu Deiner schmalen, zarten Gesichtsform passt das einfach.
      LG Ines

  2. Liebe Ines, Du siehst “richtig süß” aus, das passt absolut zu Dir! Ich könnte so etwas nicht tragen, ich könnte “dieses Schiefe” nicht ertragen, ich bin ein “kleiner Monk”, bei anderen stört es mich überhaupt nicht, nur schiefe Säume bei mir, damit hätte ich ein echtes Problem, vielleicht lerne ich es noch; mittlerweile halte ich es sogar aus, wenn ein Bild in der Wohnung schief hängt, meine erwachsenen Kinder wundern sich darüber,
    alles Liebe Gabriele

  3. Asymmetrisch geschnittene Kleidung , für mich eher nicht . Bei Dir und anderen mag ich das wirklich leiden . Das Oberteil steht Dir auch super gut.

    Bei den Frisuren hatte ich das in den 80ern sogar sehr lange . Aber das ist jetzt auch schon Ewig her . Ne bei mir ist alles gerade :))

    Was bei Dir die Asymmetrie ist , ist bei mir knall rot

    LG Heidi

  4. Liebe Ines,
    das mit den einseitigen großen Ohrklunkern kommt gerade wieder. Mal gucken, was die Schatztruhen bei mir dazu noch hergeben :)
    Ich empfinde Dein Stilelement auch als guten Hingucker und man sieht auf den Fotos, dass es genau Dein Element ist, in dem Du Dich sehr wohl fühlst.
    LG
    Bärbel

    • @Üffi
      Freut mich, dass zu sehen ist, dass ich damit wohl fühle.
      Zu Deinen Klunkern: Zeigen! Zeigen! Zeigen! :-)
      LG nach Berlin
      Ines

  5. Liebe Ines,
    das gehört in die Kategorie: ich selber würde es nicht tragen, aber ich mag es an anderen, zum Beispiel an dir. Ich habe eher ein Bedürfnis nach klaren Linien. Ich nehme deinen türkisen Pullover nicht so wahr, dass er aufträgt. Er ist im Gegenteil (neben deiner genialen Jeansjacke) ein Teil, was ich besonders gerne an dir sehe, auch weil die Farbe so klasse ist.
    Viele liebe und ganz asymmetrische Grüße von Bianca

    • @Bianca
      Vielleicht ist bei Dir eher Muster mit klaren Linien besser, dass asymmetrische Elemente hat – wenn Du mal Lust auf Muster außer Pro haben solle St.
      Mit unvorteilhaft meinte ich nicht den türkisen Pullover, den finde ich auch eher schmeichelhaft, sondern den beigen Pullunder ganz oben im Artikel. Ist der nicht zu sehen bei Dir?
      Sonnige Grüße sendet Dir
      Ines

    • Doch, natürlich, entschuldige bitte. Ich hatte diesen Satz wohl einfach auf den schönen Pullover bezogen, weil er direkt neben dem Bild steht. Beim erneuten Lesen stelle ich aber fest, dass du dich sehr deutlich ausdrückst und den Pullunder damit meinst. Ich hatte mich auch gewundert;-)
      Liebe Grüße! Bianca

  6. Liebe Ines, um ehrlich zu sein habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ich Asymmetrie mag oder nicht. Von meinem bunten Lieblingsdesigner habe ich ein Kleid mit asymmetrischem Saum, aber das war nur ein Nebeneffekt, gekauft habe ich das Stück wegen des Stoffdesigns. Ich glaube, eine links-rechts-Asymmetrie spricht mich für mich persönlich nicht soo sehr an (auch frisurtechnisch nicht, weil meine Haare ohnehin langsam wachsen und ich – falls es nicht gut aussieht – nicht ewig warten will, bis sie wieder gleichlang sind), aber worauf ich derzeit anspringe sind Säume, die hinten länger sind als vorne. (Meine Tochter liebt diesen Stil übrigens auch. Und sie hätte mir auch immer sehr gut mit einem asymmetrischen Haarschnitt gefallen, aber das hat sie nur ein einziges Mal gewagt.) Dein TE-Pullover sieht einfach toll an dir aus, allein schon wegen der Farbe und weil er so lässig wirkt!
    Ganz herzliche rostrosige Weekendgrüße von der Traude :o)
    ♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥☂✿☼☂✿☼♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥

    • @Traude
      Du überraschst mich, hätte gedacht, dass Du Asymmetrie in der Kleidung auch magst. Hinten längere Säume mag ich auch. Ist von der Seite aus gesehen ja auch eine Art Asymmetrie.
      Ein tolles Wochenende wünscht Dir
      Ines

  7. Das steht Dir super. Ob ich es an mir mag, hängt vom Einzelteil ab. Vermutlich mag ich vorn kürzer und hinten über den Po aus den selben Gründen wie Du. LG

  8. Oh, ich liebe assymetrische Oberteile. Auch zipfelige, nur nichts gerades.
    Irgendwie glaub ich, daß das von meinem dicken Bauch ablenkt !?

  9. Liebe Ines,

    ich gehöre auch zu den Liebhabern das Asymmetrie, wenn sie gekonnt und bewusst eingesetzt wird. Zwei wunderschöne Beispiele zeigst du uns ja mal wieder!! Ich mag das türkis wirklich richtig gern an dir!!

    Liebe Grüße,
    Viktoria

  10. Liebe Ines,
    an Dir mag ich das Asymetrische, vor allem der schräge Pullunder passt wunderbar zu Dir. An mir mag ich es nicht. Ich kann icht mal erklären warum. Ich habe einen asymetrischen Rock mit passendem Oberteil, den trage ich kaum. Einmal hab ich mich zu einer asymetrischen Frisur überreden lassen, das Ergebnis war, dass ich 14 Tage später ganz kurze Haare hatte, weil ich mir damit gar nicht gefiel. Ab und zu lass ich den Pony etwas länger wachsen und schräg schneiden, das ist ok.
    Wahrscheinlich kommt es aber auch auf den Stil und das Material an. Aus Leinen, wie Du schreibst und in Form eines Kleides könnte ich mir etwas Asymetrisches vorstellen.
    Lieben Gruß
    Sabine

    • @Sabine
      Schräger Pony ist ja auch ein bisschen asymmetrisch. Muss ja nicht immer gleich das volle Programm sein. Mein Frisurenexperiment endete auch mit ganz kurz – allerdings weil der Friseur die mühsam gewachsene Seite total verhunzt hat … da musste ich dann selbst nachbessern … und mir einen neuen Laden suchen …
      Liebe Grüße
      Ines

  11. Auf jeden Fall sind es Hingucker. Hatte mit 18 so ein klasse lila Fetzen und mir selber das eine oder andere Stück genäht. Rock vorne kurz und hinten lang oder wellenförmig. Es soll ja etwas Individuelles für jeden sein.

    LG und ein schönes Wochenende wünscht Jaris

  12. Hi Ines,

    also – der Trend zum einseitigen Ohrring kehrt wohl gerade wieder. Jedenfalls habe ich jetzt schon mehrfach darüber gelesen. Ich selbst mags zwar eigentlich (ohrringmäßig) eher symmetrisch, ABER so kann ich vielleicht mal wieder meinen “Singleohrring” tragen, dessen Partner ich vor mehreren Jahren leider verloren habe (ich trauere ihm heute noch hinterher) :-) Wenn jemand was sagt, kann ich entgegen “ABER das ist jetzt wieder modern!”
    Bei Kleidung habe ich auch nichts gegen Asymmetrie, es kann recht lässig aussehen und ein Kleidungsstück interessanter machen, finde ich.

    Lg, Annemarie

  13. Liebe Ines,
    ich war schon immer ein Fan von Asymmetrie, nicht gerade bei Röcken, aber bei Oberteilen, die über die Hüfte gehen (und das nicht nur wegen des Hüftspecks). Jedenfalls stehen dir solche Teile sehr gut. Wir beide haben ja eine ähnlich schräge Frisur.
    LG Sabine

    • @Sabine
      Wir sind gleich groß. Trotz unterschiedlicher Figuren und Gewicht glaube ich auch, dass wir manchmal ähnliche Probleme bei der Passform der Kleidung haben. Den Pullover von TE kann ich mir bei Dir auch gut vorstellen.
      LG Ines

  14. Ich finde Asymetrie klasse!! Bin neulich über so einen tollen Karo-Woll-Rock getolpert der Zwecks Wickeltechnik-Schnitt ganz toll asymetrisch aussah. Wollte ich unbedingt haben und war ganz heiss drauf weil er eben anders war und nicht langweilig waagrecht geschnitten.. und was war…. ausverkauft in meiner Größe.. grrrr :(

  15. Also ich mag Asymetrie schon, vor allem bei Kleidung so wie hier liebe Ines. Aber alles andere darf ruhig in den 80ern bleiben, finde ich:) Sonnige Grüße aus FFM sendet dir Sabina @Oceanblue Style

Kommentare sind geschlossen.