Buchreview: Was man trägt

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Die Männermontage sind eine Artikelreihe in diesem Blog, die 2012 einige Wochen lang jeden Montag mit Büchern für oder über Männer und deren Kleidungsstil lief. Wenn mir spannende Bücher zum Thema Mode oder Auftreten für Männer in die Hände kommen, dürfen die sich in loser Reihe sich als Nachzügler hinzugesellen. Den Hinweis auf das Buch von Florian S. Küblbeck habe ich im Lady-Blog gesehen.

(Affiliate Link auf dem Cover)
Was Mann trägt: Gut angezogen in zwölf Schritten (Affiliate Link)
von Florian S. Küblbeck mit Illustrationen von Theresa Hardege

Zwölf Schritte sind in diesem Fall zwölf konkrete Kleidungsstücke, mit denen Mann in (fast) jeder Lebenslage gut angezogen ist. Das sind genau die zwölf Stücke, bei denen die Modemathematik immer aufgeht, wenn die richtigen Teile ausgewählt werden. Das sind genau die Sachen, die Mann trägt, bis sie auseinanderfallen und deren Kosten pro Tragen damit immer geringer werden, der Tragevergnügen bei maximaler Qualität aber bleibt.

Die Basisgarderobe des Herren

Das Buch ist kein Mode- oder Typberatungsbuch. Der Autor betrachtet die Kleidungsstücke modeunabhängig, was eben gerade echte Klassiker ausmacht, und gibt Tipps, wie sie zeitlos getragen werden und dabei trotzdem aktuell wirken. Der Autor vermittelt Grundlagenwissen in Form eines Leitfadens, an dem sich die Leser unabhängig von schnellen Trends orientieren und ihre persönlichen Vorlieben einbringen können. Je nach beruflichem und privatem Umfeld wird der eine Leser von einem Teil diverse Duplikate anschaffen und der nächste sicher etwas weglassen. Zu entscheiden, was davon gebraucht wird und was nicht, ist einfach, denn die Anwendungsbereiche werden ganz klar beschrieben.

Um im Geschäft das passende Stück zu finden, bekommt der Leser Einblick in übliche Schnitte der betrachteten Kleidungsstücke, Passform, charakteristische Details, Materialien, Qualitätsunterschiede und Kombinationstipps. Da die meisten Menschen am Ende doch ein begrenztes Budget haben, sind auch wertvolle Tipps dabei, an welcher Ecke gespart werden kann und an welcher besser nicht.

Einfach gut angezogen

Was heißt das eigentlich? Zum Beispiel, dass Menschen, die als gut gekleidet von anderen wahrgenommen werden, ein Gespür für die Kombination von Kleidung haben und die Anlässe, zu denen sie passt. Dieses Gespür ist nicht angeboren, sondern lernbar. Nur wem das von Geburt an vorgelebt wird, der hat es sicher leichter, ein Auge dafür zu bekommen, als jemand, der sich erst im Erwachsenenalter mit seiner Kleidung näher befasst.

Ist der Kaschmirpullover die Tomate der Garderobe?

Florian S. Küblbeck schreibt auf Seite 8/9 so treffend: “… ist die Kleidung nicht anders als Essen: Wer gut kochen kann, kennt die Qualitäten der verschiedenen Zutaten und weiß, mit welchen Techniken er sie zubereiten und wann er bestimmte Gerichte servieren kann. Auf dieser Grundlage ist dann alles möglich – vom köstlichen Alltagsessen bis zur kulinarischen Extravaganz für die besonderen Gelegenheiten.” (S. 8/9)

Diesen Vergleich finde ich absolut gelungen. Den Ansatz mit Kleidung so zu spielen und zu experimentieren, wie sonst mit Zutaten in der Küche, trage ich gerne weiter in die Welt. Auf an den Herd … ähm … Kleiderschrank mit Euch, Männer!

Fazit

EUR 12,95 sind in dieses Taschenbuch gut investiert für alle Männer, die gerne lange etwas von ihrer Kleidung haben und einen unaufgeregten Stil mit wenigen, stilsicheren Elementen pflegen möchten. Weitere empfehlenswerte Bücher für Männer zu diesem Thema findet Ihr in meinem Amazon-Affiliate Link-Widget:

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Beck (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

8 Gedanken zu „Buchreview: Was man trägt

  1. Öhm mein Mann und Bekleidung . Das ist ein Thema für sich . Ich verrate mal so viel . Er wird NIEMALS begeisterter Shopper werden *gg
    Ich kenne übrigens nur einen Mann der gerne Kleidung einkaufen geht und das ist mein Bruder . Und ich fürchte dieses Buch , egal wie gut es geschrieben ist kommt bei den Männern die ich kenne genau so gut an wie ein Blumenstrauß
    Schade eigentlich ;)

    LG Heidi

    • Schöner Vergleich ;) . Die Männer, die ich kenne, die sich etwas aus Bekleidung machen, erfreuen sich auch an Blumen. Schöngeist bleibt Schöngeist ;) . Und wie es dann oft mit solchen Büchern ist: Die interessierten Leser wissen schon das meiste (aber Feinschliff schleift auch) und die, die es aus meiner Sicht bräuchten, interessieren sie nicht dafür …
      LG Ines

    • Ich glaub , ich hab mich ein bisschen ungenau ausgedrückt . Mein Mann würde jetzt nicht jedem Trend hinterher laufen oder sich zu grellen Farben und Mustern hin reißen lassen . Aber er hat seinen Stil , der wirklich gut zu ihm passt . Groß , Sportlich da kann er fast alles anziehen . Er ist auch sehr bedacht das er immer angemessen und gut (Typ gerecht )anzogen ist . Aber er geht halt nicht gerne Shoppen . Er findet es genau wie ich grausig , sich in Umkleidekabinen mit schlechtem Licht und zu wenig Platz um zu ziehen , Gelangweiltes Personal an zu treffen und dann noch der ganze Stress mit an der Kasse stehen , Parkplatz suche usw.
      Da müsste auch einfach mehr in den Läden getan werden . Schon alleine die engen Gänge , machen das Einkaufen eher zum Stress als zum Vergnügen . Von daher kann ich ihn schon sehr gut verstehen . Und vermutlich kommt daher auch meine Vorliebe zu kleinen Boutiquen wo die Chefin noch Zeit zum Reden und Kaffee anbieten hat ;)

    • Oh sorry, da habe ich Dich wirklich falsch verstanden. Es ist ein großer Unterschied, ob man Wert auf Kleidung legt oder gerne Shoppen geht!

  2. Liebe Ines,
    ich nehme diesen Tipp sehr gerne an, zumal mein Mann bald Geburtstag hat und sich für Stil und Kleidung (in begrenztem Maße) durchaus interessiert. Als ich den Nachnamen des Autors las, durchzuckte mich kurz ein Schreck, ich dachte zuerst an einen ziemlich wenig erfreulichen Auswurf der deutschen Trash-Fernsehlandschaft…;-)
    Mein Mann geht übrigens auch ganz gerne shoppen und hat da eine erstaunliche Ausdauer. Eine Farb- und Stilanalyse hat er auch schon gemacht, auch wenn ich hier unter uns feststellen darf, dass dies nicht immer offensichtlich ist;-) Eine Schwalbe macht eben noch keinen Sommer.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag, liebe Ines!
    Bianca

    • Das denkt bei dem Namen wohl jeder ;) Ging mir auch so :) .
      Wenn Dein Mann Interesse an einer einfach (im besten Sinne) zusammengestellten Grundgarderobe hat und somit einfach unkompliziert gut und angemessen gekleidet aussehen möchte, kann das genau die Grundlage dafür sein. Im Zweifelsfall kannst Du es ja lesen und ihm näher bringen … damit dann doch irgendwann Sommer wird …
      Einen ebenso schönen Tag für Dich!
      Ines (die bitte Daumengedrückt braucht, dass ihr Autoreifen heute bitte nachhaltig repariert wird, denn der war gestern morgen leider platt …)

  3. Ach, was les ich da: “Männermontage” und denke, da werden Männer montiert … An Wochentage war bei dem Aufmacher für mich gar nicht zu denken, peinlich, peinlich.
    Aber ein bisschen trifft es ja dann doch das Thema und Männer montieren sich modisch….
    Mir gefällt die Buchbeschreibung und so wird es unterm Tannenbaum liegen dieses Jahr, Danke für den Tipp.
    Zwar ist mein Mann immer gut gekleidet, da er jedoch gerade nicht gern shoppen geht, muss der Einkauf etwas vorbereitet sein. Und so könnte das Buch durchaus hilfreich sein.
    Eine schöne Woche mit völlig harmlosen Wochentagen wünscht Dir Sieglinde ;-).

    • Du bist nicht die erste, die das Wort anders interpretiert ausspricht, Deine Erklärung ist aber die beste ;) .
      Freut mich, Dir eine Anregung damit gegeben zu haben.
      Ebenso harmlose Wochentage wünscht Dir
      Ines

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