Buchreview: Schlank im Kleiderschrank

(Affiliate Link auf dem Cover)
Schlank im Kleiderschrank: Die Dinge-Diät für Ihre Klamotten (Affiliate Link)
von Inge Dinge

Die Kleiderschrank-Diät lebt aus der Erfahrung von Inge Dinge und Ihren Freundinnen Karla, Moni, Petra und Vera. Jeder ist anders, kein Rezept passt für alle – und am Ende sind alle glücklich. Happy End. Ein Märchen? Nein. Muss man was dafür tun? Ja.

4 Schritte zum schlanken Schrank

  1. Selbsterkenntnis
  2. Reduktion
  3. Organisation
  4. Gleichgewicht halten.

Das kann, wer will. Wer nicht will, muss nicht wollen. Wer aber das Bedürfnis nach weniger ist mehr hat, wird mit dem Weg klar kommen. Einmal ausmisten reicht nicht, sonst kommt das Kleider-Jo-Jo. Gebraucht wird eine Kleiderumstellung. Ihr seht: Von der Vorratskammer zum Kleiderschrank ist nur ein kurzer Weg … Die Frage ist, warum sich das Zeug angesammelt hat, damit ein erneuter Berg vermieden werden kann.

Ziel: Schlanke Garderobe um Wohlstandsspeck reduziert

Bei der Zielerreichung helfen die konkreten Beispiele aus den sehr verschiedenen Lebenssituationen der Protagonistinnen. Etwas provokant, aber absolut passend, ist das Zitat von Seite 40 “Also ist alles, was in einen Kleiderschrank gehört, prinzipiell erst mal potenziell Müll, es sei denn, es kann seine Nützlichkeit beweisen und Sie können
glaubhaft argumentieren, warum es nicht in den Müll gehört. Und so
geht das Stufe für Stufe weiter.” Wenn man die Dinge in der Sichtweise betrachtet, fällt das Aussortieren leichter, als aus dem Guten die Maden zu ziehen.

Nudeln mit Soße

Petra zieht einen treffenden Vergleich (Seite 50ff) zwischen Kleidung und Pasta: Man brauche 70% Nudeln (langweilige Accessoires) + 30 % Soße (Accessoires) auf dem Teller (Körper), damit es gut sei. Ein bisschen Bling-Bling sei die Premium-Soße für besondere Nudelsorten. Leider kaufen wir Premium-Soßen viel lieber als Basics, alleine weil sie schon viel eher ins Auge fallen.

Mutiger_Montag_www.meyrose.de_250_PixelZustimmen kann ich der Autorin zu “Wenn man sich in den richtigen Klamotten sieht, merkt man das” (Seite 54). Und deshalb sind nur 15 Lieblingsstücke erlaubt. Ansonsten gibt es aber keine Vorschriften zu den Zahlen. Wenn man unsicher ist, wird ein Funktionstest angeordnet, bei dem die Sachen wirklich in der Öffentlichkeit getragen werden müssen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Das erinnert an meine Aktion Mutiger Montag. Danach sind auch einige meiner mutigen Teile aus dem Schrank geflogen …

Fallstricke meiden

Eigene Kauffallen zu erkennen, hilft bei dem Erhalt des schlanken Schranks. Wenn ich oft in der Mittagspause unnötig shoppen gehe, kann ich mich fragen, was das mit meinem Job zu tun hat, und ggf. einen anderen Weg einschlagen. Was auch immer Eure Fehlkauffallen sind – Bikinis auf Ibiza? Wer weiß …

Gelebter Minimalismus

Der eine mag es üppiger, der andere reduzierter. Ein Zuviel von allem tut sicher keinem auf Dauer gut. Wie auch bei Pia Mesters Buch Minimalismus im Kleiderschrank (PR-Muster) liegt der Dinge-Diät für Klamotten der minimalistische Ansatz zu Grunde. Im Vergleich zum Buch von Pia Mester erscheint mir dieses hier deutlich strukturiert, auch wenn die vier Schritte zu Grunde liegen und es Abbildungen zu Sortierprozessen gibt. Es ist also eher das Buch für die Freigeister unter Euch, die doch lieber nur einfach keinen weiteren Schrank anbauen möchten.

Fazit

Kurzweilige Lektüre mit konstruktiven Anregungen und charmantem Blick auf die Tücken der weiblichen Schränke.

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Das Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Es ist über die üblichen Quellen zu bestellen. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

26 Gedanken zu „Buchreview: Schlank im Kleiderschrank

  1. so ist das aber nicht gewollt vom system! schliesslich wird der ganze laden doch zusammengehalten von kopflos für kleiderschrank, haus und die lieben shoppenden frauen! ;-)
    ich weis nicht ob´s auch in dem buch steht aber ich möchte hinzufügen dass die QUALITÄT sehr wichtig ist wenn man seinen klamottenkonsum einschränken möchte. wenn material, passform und design GANZ GENAU stimmen dann trägt man die sachen auch, egal ob ” basic” oder statement bling! leider ist qualität nur noch schwer zu bekommen, selbst sogenannte “markenware” unterscheidet sich oft nur im preis vom angebot im “kik”….
    und es ist wohl furchtbar schwer dem ständig von allen medien suggerierten “haben wollen/müssen” zu widerstehen. da hilft nur selbtserkenntniss wie du schon andeutetest – mittagpause und so.
    schönen tag! xxxx

    • Da sprichst Du einen Punkt an, der mich auch unglaublich zur Weißglut bringt, siehe auch dieser Artikel hier:
      https://www.meyrose.de/2013/12/21/selbst-schuld-oder-pfusch/
      Das Shirt war dananch übrigens nochmal zum Nachhähen bei der Schneiderin … die war auch schockiert über so eine Produktion (und das zu dem Preis), es haben sich dann nämlich noch einige Nähe sichtbar halb aufgelöst.
      Es ist wirklich unmöglich, am Preis Qualität festzumachen. Billig kann unter einem gewissen Preis vermutlich nicht gut sein, wenn die Produktionsbedingunen auch nur halbwegs OK sein sollen. Hochpreisig ist aber leider oft genauso müllig gemacht. Ich sehe da sehr genau hin. Thema des Buchs ist das übrigens nicht. Ein Aspekt, den die Autorin gerne aufnehmen dürfte.
      Dir auch einen schönen Tag!

    • hab mir die bilder des shirts angesehen – definitiv pfusch (hab über 20 jahre in bekleidungsbranche gearbeitet) da nützt auch handwäsche nix……
      xxxx

  2. Danke, für die tolle Rezension! Ich kannte das Buch nicht, finde den Ansatz aber total interessant. Ich muss zwar gestehen, dass ich viel einkaufe bzw. durch Kooperationen bekomme. Aber ich mache das dennoch immer sehr bewusst: 1. Ich habe mir ein striktes monatliches Budget für Shopping/Beauty gesetzt. 2. Wenn ich mir etwas zulege, überlege ich mir immer mindestens 3 bis 5 völlig unterschiedliche Looks damit. Wenn ich das neue Teil gut mit meinen bestehenden Dingen kombinieren kann und es zu meinem Stil passt, darf es einziehen. – Ganz liebe Grüße aus Wien,

    Katja

    http://www.collectedbykatja.com

    • Gerade durch die Kooperationen habe ich eine zeitlang auch vieles bekommen, was mir dann manchmalim Schrank schon zu viel war. Auch deshalb habe ich das etwas reduziert und sehe auch dort noch genauer hin, was ich wirklich haben möchte. Wenn ich das dann nicht bekomme, sage ich lieber nein.
      Liebe Grüße nach Wien
      Ines

  3. Mein Kleiderschrank wurde zusammen mit meinem neuen Gewicht einmal komplett entrümpelt und hat sich danach erstaunlicherweise ein wenig selbst organisiert. Es kamen immer mehr Ordnungshelfer dazu und ein System. Kaum ein Teil ist dort mehr unauffindbar. Die Probleme sind bei mir ins Bad verlegt.
    Manchmal gehe ich allerdings in die Stadt mit dem Vorsatz mir etwas zu gönnen. Und dann finde ich meist nix ;)
    Liebe Grüße
    Ela

    • Entrümpelt und selbstorganisierend klingt gut. Dass mit dem “ich suche etwas Bestimmtes oder möchte einfach etwas und finde dann nix” kennt wohl leider jeder :) .
      Liebe Grüße
      Ines

  4. Ich will keinen schlanken Schrank! Wieso muss der Schlankheitswahn auch noch in meinem Ankleidezimmer einziehen? Wer hat das Recht darüber zu entscheiden, ob schlank besser ist? Vielleicht würde mir das Buch sogar gefallen, vielleicht wäre ich auch von der Schreibe amüsiert und ich bekäme Tipps für eine bessere Ordnung oder erführe, was ich noch dringend an Basics “brauche”. Aber ich verweigere mich auch 2015 weiterhin Ratgebern, die mir Vorschriften machen wollen. Und dann noch eine Anzahl vorschreiben? Echt? So weit geht das? Jemand will mir sagen, dass ich nicht zwölfundsiebzig Tücher brauche? Und INGE DINGE ist ein Pseudo oder? Sie macht auch noch Geld mit anderen Dingen: z.B. Internet- und Computer-Diät und von unnötigem Kram sollen wir uns trennen. Nö, abgelehnt . Ich kaufe sehr bewusst und ausgewählt und finde nichts unnötig, wofür ich mein Geld ausgebe. Bei unpassenden Geschenken kann ich allerdings sehr rigoros sein und bin froh über meinen Kamin. Liebe Grüße, Bärbel ☼

    • Bewunderswert finde ich, dass Du meine Rezensionen zu dieser Art von Büchern immer noch liest und kommentierst, was mich sehr freut.
      Die Autorin heisst laut ihrer Webseite Dinge mit Mädchennamen und daraus sei das Wortspiel mit der Dinge-Diät entstanden.
      Genau, es gibt noch diverse andere Bücher von Ihr zum Thema Trennen von Dingen, weniger Einkaufen etc.
      Wie Du zu sagen “Ich kaufe sehr bewusst und ausgewählt und finde nichts unnötig, wofür ich mein Geld ausgebe.” finde ich absolut perfekt. Das ist ebenso mein Ansinnen (auch wenn wir zum Thema Schrankinhaltsmengen so weit auseinander liegen).
      Liebe Grüße von Ines,
      die sich auch manchmal einen Kamin wünscht ;) und bis dahin guten Kontakt mit der Rundablage pflegt

    • Aber natürlich lese ich Deine Rezensionen, einfach weil ich Deinen Blog so gerne lese und mir dann die Amazon Bewertungen sparen kann. Und der Kommentar kam heute morgen gleich vom Herzen in die Tasten ;) Liebe Grüße Bärbel

  5. Nö, ich will keinen minimalistischen Kleiderschrank. Mir reicht es völlig aus, ab und zu auszumisten. Meine Kaufwut hält sich eigentlich in Grenzen. Mein Kleiderschrank ist nicht prall gefüllt und übersichtlich. Ich mag auch nicht immer die gleichen Klamotten anziehen. Manchmal finde ich es ganz schön, wenn ich ein Teil nach einigen Monaten wieder “ausgrabe”. Das ist, als wenn ich ein neues Teil entdecke.
    LG Sabine

  6. Liebe Ines,
    die Kommentare Deiner Leserinnen sind sehr erfrischend! Ich habe mich ertappt beim Lesen zuerst gleich zu denken, “was für ein überflüssiger Luxus” ich habe mehr Kleidung uva auch, als ich benötige! Andererseits freue ich mich sehr über meine schöne Kleidung (entrümple regelmäßig), ich konnte mir viele Jahre nur wenig leisten, nähte fast alles selber für mich und die Kinder, mein Mann war Alleinverdiener, nun sind die Kinder aus dem Haus, ich arbeitete wieder ganztägig im Büro, verdiene mein eigenes Geld und kann meine “schöne” Kleidung ins Büro anziehen! Ich kaufe bewusst ein, achte auf Qualität und vor allem auch auf die “Waschbarkeit” der Artikel. Ich schätze meinen Kleiderschrank, meine Schuhkästen und meine Schmuckstücke und schaue sie mehr immer wieder sehr gerne an (vielleicht ein bisschen, wie schoppen im eigenen Schlafzimmer).
    In ein paar Jahren gehe ich in Pension, dann benötige ich “weniger” und dafür mehr praktischere Kleidung (Garten, Hund, Zerghasen, Katze, Outdoor usw). Ich habe von der Modeflüsterin schon sehr viel dazugelernt!!!
    liebe Grüße aus Salzburg Gabriele

    • Die Waschbarkeit ist mir auch absolut wichtig. Die Reinigunsgwege und -kosten gehen schnell ins unsermessliche …
      Ihr habt ja einen ganzen Zoo. Schön :) .
      Liebe Grüße aus Hamburg!

  7. Liebe Ines,
    ich bin eine “Lust-und-Laune-Kleidungsträgerin”. Eine gewisse Phase hindurch mochte ich bunt überhaupt nicht, da trug ich am liebsten schwarz und taupe und weiß. Und wäre ich auch eine “Ausmisterin”, hätte ich wohl alles, worüber ich mich heute richtig-richtig freue, weggegeben. Inzwischen stehe ich auf gewagte Mixe (was ich u.a. auch deiner Aktion Buntes und Zickimickis Mixit zu verdanken habe, denn da hab ich erst entdeckt, dass mir manche Farbkombination gut passt). Aber irgendwann – soweit kenne ich mich – kommt wieder die dezentere Phase (oder vielleicht kommt auch nur eine dezente Woche) – darum trenne ich mich lieber nur von Klamotten, aus denen ich definitiv rausgewachsen bin. Also bleibt mein Kleiderschrank halt “prall” – und hat somit Gemeinsamkeiten mit seiner Besitzerin ;o)
    Ganz liebe Rostrosengrüße
    von der Traude

  8. Doch finde die Idee die das Buch vermittelt schon interessant ,auch weil ich mir manchmal doch weniger wünschen würde. Aber eben nur manchmal :)
    Die meiste Zeit liebe ich die große Auswahl ,und empfinde das “aus dem Vollen” schöpfen zu können als kleinen Luxus jeden Morgen :)

    Liebe Grüße <3

  9. Hi Ines,

    ich würde gerne alle meine Klamotten behalten und hätte dafür gerne mehr Kleiderschrank! (und Platz dafür!). Mit dem Ausmisten habe ich nach wie vor meine Probleme – trotz meinem Ausmistberaterscript http://www.whattowear.de/wegwerfenoderbehalten.html. Was ich glaube ich wirklich bräuchte, wäre nicht Selbsterkenntnis, sondern die Möglichkeit, in die Zukunft zu sehen. Um solche Fragen zu klären wie “wo passe ich WIRKLICH nie mehr rein?” und “wird dieses unmoderne Teil nächstes Jahr wieder modern, so dass ich doch wieder Lust haben werde es zu tragen – und mich nicht ärgern, dass ich es entsorgt habe…”. Das ist mir nämlich schon oft passiert.

    Davon abgesehe verstehe ich den Unterschied zwischen “langweiligen Accessoires” und “Accessoires” nicht. Aber ich glaube, Accessoires, die ich langweilig finde, die kauf ich auch erst gar nicht…vielleicht liegts daran. Ich besitze demzufolge also ausschließlich Soße – und keine Nudeln. Na ja, zuviel Kohlehydrate sind eh nix ;-)

    Lg, Annemarie

    • Mach doch mit einem Schubs Brühe Suppe aus der Soße ☺.
      Langweilige Sachen würdet Du bestimmt nicht kaufen. Vielleicht bist Du einfach der Low Carb Typ?
      Auf Deinen Ausmistberater weise ich gerne demnächst in einem Artikel mal hin. Danke für den Link.
      Liebe Grüße
      Ines

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