Buchreview: Der Styleguide

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(Affiliate Link auf dem Cover)
Der Styleguide: Akzente setzen - besser aussehen - Illustrationen von Ruben Toledo (Affiliate Link)
Autorin: Nina Garcia

… und wieder mal ein Stylingbuch …

Ihr kennt von Nina Garcia vielleicht bereits die Bücher

Aktuell erschienen ist der Styleguide, in dem die Autorin Tipps gibt, wie man mit Akzentuierungen besser aussehen kann. Für September 2015 ist bereits Der perfekte Look für Umwerfendes Aussehen bei jeder Gelegenheit angekündigt.

Nach meiner Begeisterung für den perfekten Kleiderschrank und der Oberflächlichkeit des perfekten Stils war ich absolut gespannt auf den Styleguide. Nina Garcia hat alleine schon deshalb einen Stein bei mir im Brett, weil sie das Wort Modemathematik geprägt hat, eines meiner Lieblingswörter!

Das Buch ist wertig aufgemacht und die Illustrationen von Ruben Toledo sind einfach klasse. Die Autorin arbeitet wieder mit vielen Zitaten, die allesamt treffend und unterhaltsam sind. Es gibt Inspirationsideen und Tipps, wie man aus Kinofilmen, von Musikern und fremden Kulturen Stile adaptieren kann. Promi-Kurzinterviews mit deren persönlichen Tipps sind lesenswert.

“Stil heißt zu wissen, wer man in der Welt sein will” (Seite 19)

Ihr merkt, dass ich trotz des positiven Eindrucks etwas um den heißen Brei herumschreibe? Das liegt daran, dass auf dem Klappentext für meine Begriffe etwas zu viel versprochen wird, z.B. das Nina Garcia mit ihrem ultimativen Styleguide jeder Frau die Möglichkeit eröffne, das eigene modische Ich zu finden, und zeige, wie man Geschmack entwickelt. Zu diesen beiden Aspekten fehlen mir Anleitungen, wie die Leserin die Ideen der Autorin auf sich selbst übertragen kann. Damit hat das Buch aus meiner Sicht die gleiche Schwäche wie Der perfekte Stil.

Das Kapitel, wie man mit Vorbildern experimentiert, finde ich hingegen gelungen und dort gibt es genau diese Tipps zur Übertragung auf das eigene Ich. Vielleicht liegen meine hohen Erwartungen auch einfach daran, dass ich den von Superlativen geprägten amerikanischen Schreibstil zu wortwörtlich nehme. Außerdem werden für mein Empfinden an zu vielen Stellen Accessoires empfohlen, die sich die allermeisten Leserinnen nie im Leben leisten werden, z.B. eine Birkin-Bag. Das steht im Widerspruch zu den häufigen Erwähnungen, dass Stil eben nichts mit Geld zu tun hat, sondern mit Geschmack.

Konkrete Tipps, wie z.B. Kleidung von einer Schneiderin angepasst werden kann, um zum eigenen Stil zu passen, sind hingehen wieder klasse. Die Warnung davor, sich zum Fashion Victim zu machen, unterschreibe ich gerne.

Fazit

Für Einsteiger in das Thema bestimmt lesenswert, weil viele Inspirationsquellen angesprochen werden und die Zitate zum Nachdenken anregen. Für Frauen, die eher am Feinschliff ihres äußeren Auftretens arbeiten wollen, vermutlich eher nicht zielführend – aber trotzdem schön zu lesen und vor allem anzusehen.

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Das Buch ist beim Mosaik Verlag (Werbung) direkt bestellbar, es wurde mir von der Verlagsgruppe Random House (Werbung) als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

13 Gedanken zu „Buchreview: Der Styleguide

  1. Klingt nach einer kurzweiligen Lektüre. Ich habe reingeguckt ins Buch und finde die Illustrationen auch sehr gelungen und reizvoll.
    Könnte sein, dass es auf meine Geburtstagswunschliste kommt….
    Danke fürs Vorstellen und sehr herzliche Grüße von Sieglinde.

  2. Klingt auf jeden Fall interessant und lesenswert. Und die Aufmachung ist ja mal etwas fürs Auge :)

    Happy Mittwoch ,liebste Grüße!

  3. Ich finde das ja immer total interessant was Du über den Buchinhalt von Mode und Stil-Büchern schreibst . Sicherlich gibt es noch so einiges was ich einfach mal ausprobieren könnte , aber wie so oft , steckt Frau in ihrer gewohnten Bahn fest . Daher überlege ich schon ob so ein Buch für mich hilfreich wär .
    Wo ich jetzt so meine Schwierigkeit hätte … Bin ich Einsteiger oder eher Fortgeschritten ??

    LG heidi

  4. so, jetzt bin ich glatt nochmal deinem linkwink gefolgt und habe mir die modemathematik angesehen. und schon bin ich begeistert! eine birkin kostet heute 7300 euro und man wartet ca. 2 jahre, ehe man eine neue bekommt, dann muss man sie jeden tag für 10 euro “abtragen”. so lange hält sie gut durch bei der qualität – zur not gibt man sie danach beim hersteller zum putzen. das finde ich machbar, wenn man es unbedingt will und für sich wichtig findet. fahrrad statt auto oder öffis, leitungswasser statt evian oder selters, frische luft statt zigaretten oder süßigkeiten, pellkartroffeln + quark statt steakhouse oder festmahl, äpfel statt himbeeren oder mango und schon hat man eine im schrank. aber recht hast du, stil kann man sich damit nicht kaufen, nur große taschenfreude :)
    liebe grüße
    bärbel ☼
    (die sich jetzt gleich noch einen anderen taschenwunsch schönrechnet)

    • Ja ne ist klar … :)) *gg
      LG Heidi ( die sich grad sehr amüsiert und sich unbedingt eine Taschenspardose zu legen muss )

    • Du hast es exakt verstanden!

      Und ich habe ganz bewusst “die sich die allermeisten Leserinnen nie im Leben leisten werden” geschrieben und nicht “nicht leisten können”. Denn bezahlen könnten viel mehr Menschen, als sie glauben, so eine Tasche, wenn sie weniger Billigramsch kaufen würden, der am Ende pro Tragen viel teuerer ist. Oder ein feines Tuch anstatt x billige Fetzen, die fast ungetragen im Schrank liegen. Eins hast Du in Deiner Rechnung als Option noch vergessen: Den Gebrauchtwert der Birkin. Wenn Du sie gut erhalten nach ein paar Jahren wieder verscherbelst, sinken im Nachhinein die Kosten pro Tragen noch mehr! Aber viele Menschen verstehen das nicht (und damit meine ich nicht die, die bewusst lieber viel kaufen und gerne viele einfache Dinge haben).

      Liebe Grüße von Ines, die schon mehr als einmal Pellkartoffeln für Accessoires und Klamotten gegessen hat und Hamburger Leitungswasser gerne trinkt

    • Nach dem ich den Beitrag mit der Modemathematik das erste mal bei Dir gelesen habe , hab ich auch mal genauer geschaut . Was ich so habe und wo für ich mehr Geld als der Durchschnitt ausgebe . Und ich hab mich was das angeht im laufe der Jahre echt gewandelt . Überlege ich Heute doch viel eher als früher ob und was ich mir kaufe . Ob ich es in der nächsten Saison auch noch mag .
      Ich denke da sind meine Pensa 8900 von Think ein ganz gutes Beispiel . Die gehen nach ein paar Jahren eher zum Schuster , als in die Tonne . Tragzeit mindestens 10 Tage im Monat , ca. 8 Jahre … den Rest kann man sich selbst ausrechnen *gg
      Finde die Modemathematik wirklich überlegenswert .
      Danke dafür
      LG heidi

    • ja, ich habe es auch gleich beim lesen richtig verstanden mit dem “leisten werden” – dein beispiel mit den tüchern ist auch super. tücher gibt es überall: beim schweden, beim kaffeeröster, im lottoladen im souvenirshop und viele greifen überall zu, weil lustig, bunt, günstig und angesagt. wenn die modemathematik ins spiel kommt, wird mal leicht nachdenklich und as ist auch gut so! liebe grüße, bärbel ☼

  5. Ich tick da ja ein wenig anders. Es gibt sicherlich auch Frauen, die sehen in einem Kartoffelsack fantastisch aus, weil sie ihn gut präsentieren können. Da reicht schon ein schicker Gürtel. Die Accessoires müssen gar nicht so teuer sein. Ich würde mich tierisch ärgern, wenn beispielsweise eine teure Tasche auf dem Weg zur Arbeit in der Satteltasche meines Fahrrades zerknittert oder nass wird. Bin da eher “rustikal”.

    LG Sabine – Bling Bling Over 50

    • Rustikal bin ich auch, deshalb kaufe ich für solche Anlässe gerne Sachen, bei denen Tragespuren als Patina durchgehen.

  6. Liebe Ines, ich habe die anderen beiden Bücher und finde sie einfach herzallerliebst anzuschauen und zu besitzen. Stil hängt nicht wirklich mit dem
    Einkommen zusammen da gebe ich Dir und allen hier recht.
    Hm aber wenn es wieder so schön illustriert wird…. müsste ich es mir noch zulegen :)
    Liebe Grüße Tina

    • Wenn Dir die anderen beiden Bücher BEIDE gefallen haben, hast Du ganz gewiss auch an diesem Freude.

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