Buchreview: Komposition – Die Kunst der Bildgestaltung

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Komposition: Die Kunst der Bildgestaltung - Eine Sehschule nicht nur für Fotografen (Affiliate Link)
von Albrecht Rissler

Mit heutigen technischen Mitteln kann fast jeder ein digitales Foto erstellen, das mindestens OK ist, wenn man ein paar Aspekte beachtet. Trotzdem gibt es große Unterschiede bei der Komposition von Bildern. Mein Ziel ist immer noch, ein möglichst gutes Bild bei dem Abdrücken des Auslösers zu erzielen, um hinterher damit möglichst wenig Arbeit zu haben. Außerdem habe ich deutlich mehr Freude an Fotografie als an nachträglicher Bildbearbeitung, die ich eher als Mittel zum Zwecke sehe.

Für Blogbilder ist es sinnvoll, die Dateigrößen zu reduzieren und ich beschneide die Bilder dabei teilweise. Weitere Bearbeitung kommt selten vor. Da muss mich schon etwas sehr stören, um wegretuschiert zu werden. Ab und an helle ich Portraits auf, aber das war es dann auch schon.

Gestaltungsregeln

Albrecht Rissler – Zeichner, Illustrator und Künstler – nimmt die Leser anhand 250 konkreter Schwarz-Weiß-Fotografien mit in Welt der Komposition. Er stellt anschaulich und mit nur wenigen Worten erklärt die wichtigsten Gestaltungsregeln vor. Es gilt auch dort wie so oft im Leben: Wer die Regeln kennt, darf sie brechen. Das ist in der Fotografie nicht anders als in der Mode oder Etikette. Thematisiert werden zum Beispiel

  • Bewusster Einsatz von Bildformaten und Linienführungen innerhalb des Formats
  • Einsatz von Diagonalen
  • Perspektiven
  • Sichtbare Vergitterung innerhalb des Bildes (für mich der spannendste Bereich)
  • Anschnitt und Ausschnitt
  • Kontraste
  • Licht und Schatten – in den gezeigten Graustufen besonders gut zu erkennen
  • Arbeit mit Schärfe und Unschärfe
  • Strukturen (mein Lieblingsfotothema)
  • Momentaufnahmen.

Vorteil Graustufe

Es werden keine Kameraeinstellungen, Belichtungshinweise o.ä. genannt. Das Buch bezieht sich auf die reine Komposition. Durch die Bebilderung in Schwarz-Weiß bzw. Graustufen lenkt keine Farbe ab und die Fotos können die bestmögliche grafische Wirkung zeigen.

Zu Momentaufnahmen zitiere ich Albrecht Rissler

“Geben Sie dem Zufall eine Chance. Drücken Sie einfach ab. Kümmern Sie sich nicht um die Einstellung an der Kamera … Schauen Sie die Aufnahmen in Ruhe am Computer an. Es könnte etwas Besonderes dabei sein.” (Seite 152). Bei mir sind bisher leider die Aufnahmen im Kameradisplay oft vielversprechender als das Ergebnis am Computer, aber daran lässt sich ja arbeiten.

Fazit

Lesenswert und ansehenswert für alle, die gerne Fotografieren, sich über Bildkomposition Gedanken machen und ihr Auge schulen möchten.

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im dpunkt.verlag (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir als Freiexemplar für ein Konzeptreview zur Verfügung gestellt. Da ich auch im dpunkt.verlag veröffentliche, werden vom Verlag manchmal Reviews von Konzepten anderer Autoren erbeten. Als Dankeschön dafür gibt es dann ein Freiexemplar.

9 Gedanken zu „Buchreview: Komposition – Die Kunst der Bildgestaltung

  1. das klingt ja wirklich schön und spannend und auch auf diesem gebiet habe ich noch viel zu lernen, weil bei mir alles zufall ist. wer möchte nicht noch besser werden? ich gucke auch sehr gerne schöne fotos. aber momentan geht es leider nicht. ich habe dieses schwarz/weiss problem und bin froh, wenn ich farbe sehen kann. ich wuppe es auf meine wunschliste, für später, wenn meine welt wieder bunt ist… liebe grüße, bärbel

  2. Schöne Review…. Rudi ist bei uns der Handbuchleser…. ;-) Ich werde ihn fragen ob er es kennt. Vielleicht kaufe ich es ihm ja. Und gucke dann selber mal rein… :-)
    LG Sunny

  3. Das klingt wieder sehr spannend, ich will mir mal tatsächlich so einen Stapel kluge Bücher über Fotografie zulegen.
    Da schreib ich dieses gern jetzt auf die Liste.
    Liebe Grüße Ela

  4. leider lesen die die es am nötigsten haben das buch nicht…..
    was muss ich manchmal kurz die augen schliessen – vom rein fachlichen standpunkt – bei manchen fotos auf blogs. nicht jeder ist ein naturtalent schon klar – aber ein bisschen ehrgeiz zum schönen/schrägen/sonstwie gestaltetem bild freut doch den betrachter sehr :-)
    xxxxx

    • “leider lesen die die es am nötigsten haben das buch nicht…” ist bei Mode nicht anderes als bei Fotografie oder ich weiß nicht was … aber ich gebe es nicht auf, lesenswerte Bücher vorzustellen. Vielleicht hat ja doch mal jemand außer mir Freude daran.

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