Was definiert curvy?

Ines Meyrose #ootd 20150830Navabi ruft zum Curvy Blog Award 2015 auf. Ich bin mit Nummer 14 nominiert. Dank einiger lieber Blogger-Kolleginnen und der Familie habe ich sogar schon über 40 Stimmen, in den letzten Jahren waren es immer nur ein ganz paar. Darüber freue ich mich natürlich. Trotzdem habe ich keine Chance auf den Gewinn, denn die Damen, die wirklich weit vorne sind, spielen in einer anderen Liga in Bezug auf Kurven, Stylings und Fotos. Da sind wirklich beeindruckende Frauen dabei! Ums Gewinnen geht es mir dabei aber auch gar nicht. Es geht mir primär darum, Teil einer Collage von Frauen zu sein, die nicht Mainstream sind. Frauen, die Ihre Einzigartigkeit kennen und zeigen.

Was ist curvy?

Eigentlich wollte ich auch gar nicht dazu bloggen, weil der Award am Ende natürlich eine günstige PR-Aktion mit hoher Präsenz in sozialen Netzwerken für den Onlineshop Navabi ist. Weil mir das Thema curvy aber gerade auf der Seele liegt, nehme ich den Award zum Anlass, das Thema hier aufzugreifen.

Vor einigen Jahren hießen große Größen oder Übergrößen auf einmal Plus Size in der Blogger- und Katalogwelt. Dann kam die Curvy zur Berliner Fashion Week und immer mehr Bloggerinnen mit Größen oberhalb von 42/44 nennen sich jetzt curvy. Wobei curvy genau genommen kurvig heißt und das mit Konfektionsgröße an sich nichts zu tun hat.

Ich war auch in Größe 36 mit 17 bereits kurvig und werde es den Rest meines Lebens bleiben. So stehe ich nun heute also da mit Kurven und Konfektionsgröße 42/44, was in Deutschland bereits Übergröße ist, und wurde gefragt, was ich bei dem Award denn zu suchen hätte, ich sei ja gar nicht curvy. Aber was ist denn curvy eigentlich? Geht es um die Silhouette? Oder um das Volumen? Oder …?

Bei der TK habe ich einen Waist-to-Hip-Ratio Rechner gefunden. Der sagt, ich sei mit 0,79 normal und verfüge über ein “über ein absolut ausgewogenes Fettverteilungsmuster”. Na dann … Nun frage ich Euch:

Was versteht Ihr unter curvy?

36 Gedanken zu „Was definiert curvy?

  1. Eigentlich müsste für mich Deine Frage heißen: wer definiert curvy oder Plus Size?
    Das ist ja inzwischen ein Wirtschaftsfaktor geworden – siehe Navabi – und so gibts immer mehr Nutznießer, die sich den Kuchen teilen. Aber warum muss es überhaupt so eine Einteilung bzw. Bezeichnung geben? Kleidergrößen sind demokratisch und teilen alle ein: von 32 bis 54. Und was es sonst noch an Sondernummern gibt.
    Eine schöne Woche wünsche ich Dir und meine Stimme hast Du!
    Lieben Gruß, Sieglinde

    • Danke für Deine Stimme!

      Tja, definieren die Kunden oder die Anbieter? Ich denke, die Anbieter. Und dass sie das bleiben ließen, würde ich gut finden. Zu den anderen Größen dazwischen finde ich z.B. klasse, dass Peter Hahn für viele Mäntel Zwischengrößen anbietet von üblichen Herstellern, die Kaufhäuser vor Ort nicht führen. Die werden extra nur für Peter Hahn gefertigt. Aber das hat ja nichts mit curvy zu tun. Ist aber auch wichtig.

  2. Guten Morgen! Erstmal, sehr süßes Foto gleich zu Anfang :)
    Ja, hätte dich als curvy beschrieben wenn jemand gefragt hätte. Aber Pamela Andersen und Catherine Zeta-Jones ebenfalls. Und viele mehr. Es hängt bei mir also wohl nicht mit der Konfektionsgröße zusammen. Sondern mit der Silhouette :)
    Interessante Frage, bin gespannt was noch für Antworten kommen.

    Liebe Grüße <3

  3. definitiv silhouette!
    also mindestens 20cm differenz zwischen hüft- und taillen- bzw. brust- und taillenumfang. eine üppige figur aber schmale knöchel und handgelenke….
    und ja – das ist ein ideal. und so sehen die wenigsten aus.
    deswegen setzt der handel “curvy” eben für alle grossen grössen ein – klingt halt schicker als “übergrösse”. BTW – 42/44 übergrösse? ich dachte das geht bei 50 los? aber war auch anfang der neunziger als ich das letzte mal nachgeguckt hab…. tss.
    ich geh mal zum ratio rechner rüber und werde anschliessend kolportieren was der zu meinem nicht vorhandenen hintern sagt ;-)
    xxxxx

  4. Auch für mich hat curvy mehr mit der Silhouette zu tun. Ich muss grade schmunzeln, weil ich vor kurzem durch einen anderen Blog auf diesen “Curvy Blog Award 2015” aufmerksam wurde und beim raschen Durchklicken genau bei deinem Foto hängenblieb, weil es so sich angenehm aus der überwiegend jugendlichen, deshalb aber keineswegs immer kurvigen Masse hob ;-)
    Wenn mein Waist-To-Hip Ratio bei einer Kleidergröße 44/46 auch normal zu sein scheint und 0,81 beträgt, würde ich dennoch wieder gerne auf deine Gr.42/44 kommen.
    Ich arbeite dran.
    Herzliche Grüße!

    • Jetzt wo Du es so sagst, fällt mir auch auf, dass die meisten Teilnehmerinnen deutlich jünger sind … Aber ein paar Ü50 sind auch dabei.

  5. Für mich gibt’s lustigerweise 2 Assoziationen beim Wort “curvy”:
    Einerseits sehe ich die “curvy” Bloggerwelt, welche aber nicht in Größe 42/44, sondern eher so um die Größe 50 unterwegs ist, und andererseits empfinde ich es wie LoveT.: Frauen wie Pamela Anderson o. ä. mit viel (meist gemachtem) Busen und Hintern sind halt auch dolle “kurvig”. Der eine Figurtyp hat mit dem anderen jedoch nicht allzu viel gemeinsam – 2 verschiedene “Curvys” eben. So empfinde ich das.
    LG
    Gunda

  6. Hallo Ines
    oje, ich dachte Curvy wäre eine Modefarbe :-)
    Ja, so hat jeder sein Steckenpferdchen …. die jungen Mädchen haben es heutzutage leichter und ich denke, die machen sich viel mehr Gedanken, ob das Styling stimmt, als wir früher. Für mich war früher wichtig,das ich “cool” aussehe ( Hosen mit Zebrastreifen), das ich mit meinen langen Beinen ( L36), diese noch mehr betone, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen. Meine Freundin war damals klein und kompakt und ich riesig und dünn. Beide mit Zebrahosen, ein Bild für die Götter. In den heutigen Zeiten passiert das wohl nicht mehr vielen jungen Mädels, obwohl was die Leggings angeht, na ja, die sollten mal Modeblogs lesen :-)

    Ich finde je älter man wird, um so stilsicherer wird “man” oder Frau, (mal mit Hilfe oder ohne) wenn einer Frau das Äussere wichtig ist, ansonsten hilft auch kein Blog oder Stilberater mehr weiter :-)

    Liebe Grüße
    Andrea

    • Ich denke nicht, dass junge Mädchen es leichter haben, aber sie haben mehr Möglichkeiten, an Mode und Informationen zu kommen. Mit Kurven haben sie es aber auch schwer. Da landet man schnell bei sehr Erwachsenen Kleidern.

    • Wie lustig..ich heiße auch Andrea und habe lange Beine und ..war..total dünn,dazu hatte ich auch noch eine kleine Freundin und wir teilten auch so manche ..Mode Sünde :-)
      Gebe dir total Recht …auch in etwas ..gesetzterem ..Alter kann man toll aussehen..wenn man denn will und sich die Mühe macht…und wir ..Andrea’s haben’s drauf..ganz klar. :-) :-)
      Liebe Grüße unbekannter Weise und einen schönen 1. Advent
      Andrea

  7. Guter Rechner *freu* alles normal bei mir. Hätte mich auch schwer geschockt, wenn ich eine Obstschublade gemusst hatte.

    Und CURVY ist für mich auch eine Frau mit weiblichen Kurven, unabhängig von der Kleidergröße. Da ich mich aber in der Bloggerwelt bewege, weiß ich wohl, dass es sehr viele übergewichtige modebewusste junge Damen gibt, die CURVY Fashion nach vorne bringen wollen und diesen Begriff inflationär verwenden.

    LG
    Bärbel ☼

  8. Für mich bist du absolut eine schöne curvy Lady. Bei mir selbst würde ich das total verneinen. Den mir fehlt Taille und ich bin eher so quadratisch. Da liest du es sicher schon raus. Wenn es wo schöne Kurven macht, dann ist das meine Definition.
    Liebe Grüße Ela

  9. Hi Ines!

    Ganz ehrlich? Ich glaube “curvy” ist einfach nur ein nettes (Mode-)wort für “Übergröße” (also – weniger nett ausgedrückt: korpulenter als das “Soll”!).

    Die ursprüngliche Interpretation des Wortes ist meiner Meinung nach jedoch eine andere: “curvy” sind für mich halt Frauen mit weiblichen “Kurven” (Brust, Po, evtl. Hüfte), also sowas wie Marilyn Monroe, Scarlett Johansen usw.. Also vielleicht nicht superdünn, jedoch keineswegs übergewichtig. Eine Barbara Schöneberger wäre z.B. nach der alten Definition “curvy” eine Beth Ditto (z.B.) NICHT. Letztere wäre einfach nur – sorry – dick (oder ein bisschen netter ausgedrückt: mollig). Will sagen: Um “curvy” zu sein, benötigte man früher so etwas wie eine sichtbare Taille.
    Aber die Bedeutung des Wortes hat sich wie gesagt heutzutage m.M.n. geändert, d.h. auch eine Beth Ditto würde heute wohl als “curvy” bezeichnet.

    Ab WANN man denn nun “curvy” oder “Plus Size” ist, tja, dazu gibt es verschiedenste Definitonen. Ich lese z.B. immer mal wieder im Internet, alles über Größe 38 sei “Plus Size” (z.B. kürzlich noch auf der Website der Grazia), Mango ist z.B. der Meinung, “Plus Size” ginge ab Größe 40 los, bei Asos z.B. benötigt man erst ab 46 Übergröße.

    Je nachdem, welchen Maßstab man also anlegt, wäre ich mit Größe 40/42 also ebenfalls “Plus Size” (oder “curvy”, wie auch immer man es nennen mag). Und ehrlich gesagt, es nervt mich, weil ich mich derzeit definitiv NICHT zu dick fühle. Aber einem durch diesen “Stempel” immer wieder signalisiert wird, man sei genau DAS. Ein gutes Beispiel ist z.B. auch Sunny. Auch sie dürfte mit ihrer Konfektionsgröße als “Plus Size” gelten und dabei sehe ich absolut nicht, wo sie z.B. (zu) dick sein sollte…

    Kürzlich meinte jemand bei uns im Forum, Frauen wie Sunny oder ich (und Du wohl auch – mit 42/44) seien “Inbetween”, also irgendwas zwischen dem “Soll” und “curvy” bzw. “Plus Size”. Vermutlich wie der Großteil der Bevölkerung in DE… aber (wie so oft) von den Medien oder Onlineshops nicht wahrgenommen…

    Lg, Annemarie

    • Das curvy bei Navabi bezieht sich eindeutig auf die Beth Dittos dieser Welt. Da zählen dann auch Kurven nach außen …

      Ja, die Randgrößen zu den Übergrößen werden Inbetweener genannt. Ich gehörte auch lange dazu. Mit Größe 44/46 (bei normaler Länge) bekommt man zwar noch Kleidung in Normalgröße, aber sie sitzt oft nicht, weil sie für Größe 38 entworfen wurde. Bei wirklicher Übergröße ist das meiste zu sackig und weit. Dort ist man dann Einsteigergröße 42, die eben nicht einer normalen 42 entspricht. Man liegt also zwischen den Welten.

    • Ganz genau so ist es … deshalb war ich fast froh, als ich mit 46/48 (Tendenz mehr) wirklich in die richtigen Übergrößen reinpasste.

  10. Ich glaube, jetzt bin ich ziemlich verwirrt. Curvy heißt eigentlich kurvig. Irgendwie wird der Begriff heute missbraucht oder falsch interpretiert. Die meisten Bloggerinnen, die sich als curvy bezeichnen, sind ziemlich übergewichtig.

    LG Sabine

  11. Für mich bedeutet curvy ebenfalls weibliche Kurven – also alles, was ich nicht habe *grumpf*. Und das, was meist auf Blogs mit dem Label “Curvy” zu sehen ist, ist schlicht und ergreifend wenig kurvig, sondern schnöde übergewichtig. Was ich manchmal schade finde, andererseits finde ich die Outfits teilweise unglaublich gelungen, weil es eben keine Zelte sind, sondern figurbetonte Kleidung, die man eben entweder mit scharfen Kurven tragen kann, oder überraschenderweise auch mit teils gravierendem Übergewicht.
    Liebe Grüße
    Fran

  12. Curvy? Heiß für mich kurvig. Das hat eher weniger was mit dem Gewicht oder der Kleidergröße zu tun. Bei uns sagt man auch gern “draxld”. Gedrechselt eben, mit sichtbaren Kurven.
    Ich habe einen Index von 0,76… was jetzt noch nichts heißt. Und trage auch 44. Gut. Ich bin auch nen Meter größer als andere. Trotzdem habe ich schon immer einen breiten, quadratischen Hintern. Früher hatte ich eine noch viel schlankere Taille, bei ähnlicher Hüftweite. Das ist definitiv kurvig. Zwischenzeitlich aber nicht mehr sooo knochig kurvig, wie vor 30 Jahren…
    Kinder lieben kurvige, vor allem weiche, weibliche Formen. Die kuscheln sich da gerne dran, wie die meisten Männer auch.
    Curvy ist für mich ein Synonym für weiblich, sinnlich. Es heißt für mich nicht kugelrund und auch nicht hager.
    Ich hab bei Dir nichts ungewöhnliches gesehen. Du bis eine Frau in den 40ern mit der Figur einer Frau in den 40ern.
    Ich würde auf meinen Blog niemals Plus Size oder Curvy oder Inbetweener schreiben. Jeder Mensch ist anders. Und Schubladen mag ich nicht.
    LG Sunny

    • Gedrechselt klingt schön für meine Ohren. Kinder lieben weiche, kuschelige Frauen, das kann ich bestätigen. Babys liegen gerne meinen Armen eingekuschelt. Bei mir hat sich auch noch kein Mann beschwert. Ich habe mich schön öfter gefragt, wann das bei Mädchen kippt, dass sie weich und kuschelig auf einmal dick und doof finden. Erste Anzeichen habe ich im Alter von 4 bei einem Kind gehört, als beim Balett auf einmal für einen völlig normalen Kinderbauch als dick gehänselt wurde. Woher die Kinder das haben, ist bei vielen Müttern klar …

      Mit Schubladen habe ich dabei kein Problem, wenn sie von der Bekleidungsindustrie bedient werden. Wenn ich so bekomme, was mir passt, lege ich mich auch gerne in eine Schublade.

  13. Ich teile Sabine Gimms Meinung. Curvy heiß kurvig, wird aber für übergewichtig schöngeredet/mißbräuchlich verwendet.

    Wollte dir meine Stimme geben, finde dich aber nicht auf navabi !
    LG

    • Danke für die gute Absicht. Du kannst die nominierten Blogger nach Namen, Startnummer (ich bin die 14) oder Anzahl der Stimmen sortieren lassen. Ich bin auf einem Ganzkörperbild mit Meer im Hintergrund zu sehen.

  14. :-) “Curvy” heisst ja eigentlich “kurvig” – das beutet für mich “tits and ass”, wie Val im Musical Chorus Line so schön sang. Das kann jemand mit wenigen, als auch mit vielen Kilos sein. Allerdings wird “curvy” aber inzwischen mehr zur Beschreibung von gewichtigen Personen benutzt, als von Frauen mit einem Mehr an Busen und Po.
    Ganz liebe Grüße :-)

  15. Curvy sind für mich Frauen, die rassige Kurven haben, richtige “Vollweiber”, wenn man den ausdruck überhaupt verwenden darf. Ich bin und war nie Curvy, egal, wie moppelig ich bin, ich bin dann einfach nur dick.
    Und bei Dir finde ich nicht, dass Du jenseits von Mainstream bist, im Gegenteil, Du bist figurlich absolut normal. So leid es mir tut, Du kriegst heute kein Foto von mir. ;-)

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • Eine frühere Freundin hat immer gesagt, ich erinnere sie an Christine Neubauer (als die noch nicht Werbung für WW gemacht hat …). Ist OK, dass ich kein Foto bekomme – mache ich halt ein Selfie ;) .

  16. Oh diese Schubladen! Aber wer´s braucht, scheinbar die Modeindustrie. Lassen wir Ihnen den Spass und uns unbeeindruckt davon.
    Ich hab auch gleich die Ratio befragt: 0, 77, alles fein.
    Und trotz Gewichtsverlust von den beruehmten 4 kg zu viel – curvy. Logisch bei BH Groesse 80E (naturally), was sonst -:)
    Silhoutte entscheidet, das sehe ich auch so.

    Beste Gruesse an dich ¨Inbetweenerin¨
    Alles richtig gemacht!
    rotlilie

    • Stimmt, Du bist ja auch eine Kurvenverwandte. Schön, dass Deine persönlichen Zuvielkilos weg sind, wenn es Dir damit besser geht (das ist ja das, was zählt).

  17. Hallo Ines,
    71 :)
    Curvy ist für mich einfach schön weiblich, unabhängig von Kleidergrößen, die für mich sowieso relativ sind und ja auch mal gerne angepasst werden, damit sich Kleidung besser verkaufen kann. Und Curvy hat für mich viel mit Ästhetik zu tun, die Kurven ins rechte Licht zu rücken, mit schöner Kleidung und einer Ausstrahlung, dass es genau so richtig ist, wie die Figur eben ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

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