Vom Hausschuh zum Trendschuh

Werbung mit Stil

Hausschuhe Birkenstock Boston

Was heißt es, gut gekleidet zu sein?

Gut gekleidet zu sein, ist keine Frage des Alters. Das ist gar nicht so einfach, in Worte zu fassen. Für mich gehört dazu, dass

  • die Kleidergröße passend gewählt ist.
  • die Art der Kleidung sowohl im Stil zur Person als auch zum Anlass passt. In die Oper gehört für mich andere Kleidung als ins Büro. Ein kurzer Rock kann an einer 50jährigen klasse aussehen – immer wieder bei Bärbel von Ü 50 und Gunda von Hauptsache warme Füße! zu sehen – und an der nächsten schon im Alter von 20 fragwürdig.
  • Farben im Outfit zueinander und zur Trägerin passen.
  • Muster, wenn vorhanden, in Größe oder Art aufeinander abgestimmt sind.
  • der Gesamtlook zeitgemäß ist – es sei denn, es gehört zum Typ der Trägerin, einen bestimmten Retrostil zu haben, z.B. Miss Kittenheel oder Beate von Bahnwärterhäuschen.

Was bedeutet zeitgemäß?

Der Geschmack der Menschen ändert sich mit der Mode. Die wenigsten Menschen tragen etwas, nur weil es modern ist. Aber viele mögen moderne Dinge leiden. Manchmal nicht im ersten Jahr. Wie oft haben wir uns schon sagen hören, ich trage nie wieder Keilabsätze, Karottenhosen – als Chino klingen sie auf einmal super, Röhrenjeans – Slimfit mögen jedoch viele gerne. Oder man würde niemals in der Öffentlichkeit Birkenstocks tragen. Und auf einmal tragen sogar Hipster Birkenstocks in der Stadt.

Vom Hausschuh zum Trendschuh

Im Juni 2011 habe ich gefragt, ob Zehensteg-Modell Gizeh von Birkenstock in Euren Augen eine Hauslatsche oder Sandale ist. Es lag schnell der Hausschuh vorn. Das immer noch offene Voting findet Ihr hier: Abstimmung Sandale oder Hauslatsche? Inzwischen liegt die Sandale meilenweit vorne. Die Entwicklung, dass Birkenstock Sandalen früher altmodisch waren und letzten Sommer von jung bis alt an den Füßen in bunten Farben fröhlich durch den Sommer spaziert wurden, hat wohl niemand vorausgesehen. Ich bin mir sicher, dass sie auch 2016 viel gesichtet werden.

Meyrose #ootd 20140704Zehensocken DIY by Schwiegermutter für die Gizeh von Birkenstock als HausschuheBirkenstock Zehensteg-Sandale Modell Gizeh in der Farbe Habana

Das Auge gewöhnt sich an Mode

Ist das ein Fall von guckt sich schön? Oder ein Fall von endlich ist bequem modern und eine Freude für die Füße? Egal. Für mich zählt, dass ich in Birkenstocksandalen in der Freizeit draußen unterwegs sein kann und drinnen als Hausschuhe tragen kann, ohne schief angesehen zu werden. Denn aus dem Alter, dass mir das Freude macht, bin ich mit 44 raus, auch ohne zwangsläufig angepasst sein zu wollen. Ich bin seit Jahren bekennende Birkenstock-Hausschuhträgerin, siehe Modell Boston (PR-Muster) oben für den Winter oder Gizeh in braun oder grün für den Sommer, siehe Outfit in weiß-grün. Ich trage sie im Winter sogar drinnen mit Zehensocken, die meine Schwiegermutter dafür strickt. Das ist ein Beispiel für einen Schuh, der von generationenübergreifend funktioniert.

Von Schlupfhosen zu Jeggings

Ines Meyrose #ootd 20151206 mit Cashmere-Merino-Cape von Wool OversEin anderes Kleidungsstück, an dem sich die Geister scheiden, sind Schlupfhosen. Ich trage sie gerne mit einem längeren Oberteil, wie auf dem Foto rechts zu sehen ist. Wer Wert auf bequeme Hosen legt, findet hier (Werbung) Optionen.

Bereits in den 1990ern habe ich solche Hosen entgegen der Mode getragen und mache das auch heute gerne. Ich freue mich immer, wenn ich schöne Modelle finde.

Was ist für Euch ein Kleidungsstück, das altersunabhängig funktioniert?

Für diesen Beitrag mit den Verlinkungen wurde ich beauftragt und habe eine Vergütung erhalten. Damit ist der Beitrag eine Anzeige. Trotzdem gibt der Beitrag – wie immer – meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

26 Gedanken zu „Vom Hausschuh zum Trendschuh

  1. bei mir waren die birkenstocks erst hausschlapfen, dann gartenschuhe und dann kam heidi klum mit ihrer kollektion und ich wollte eigentlich welche haben, aber passte dann, wegen der preise. als gizeh in den modestrecken auftauchte, griff ich zu und beobachte jetzt jeden sommer eine wundersame sandalenvermehrung in meinem schuhregal :)
    für mich funktionieren JEANS altersunabhängig. mein neffe – 4 – trägt sie, genau wie der familienälteste (76) und alle dazwischen auch.
    danke für die freundliche erwähnung und liebe grüße!
    bärbel ☼

    • Deine blauen Gizehs in Lack mit Rot dabei finde ich total schön, um die habe ich Dich schon 2015 beneidet! Zum entspannten Marinelook sind die klasse.

  2. Die Gizeh hab ich immer sehr gern und Birkenstock in vielen Varianten begleiten mich seit Jahren. Jetzt werd ich wenigstens nimmer als Öko betitelt ;)
    Bei Schlupfhosen bin ich auch pro. Aber ich mag es nicht, wenn alles eng und enger und kurz dazu ist. Das sieht meistens für mein Auge nicht so schön aus. Aber wer weiß vielleicht gewöhne ich mich ja da noch dran.
    Liebe Grüße Ela

  3. ich finde birkenstocks immer noch hässlich. und ich glaube auch dass fussbetten faule füsse machen und somit eher kontraproduktiv bei beschwerden sind – aber wer will schon fussgymnastik machen wenn er sich einbilden kann durch bestimmte schlappen seine orthopädischen probleme zu lösen……
    gott bin ich wieder streng! :-)
    einen rock im dirndlschnitt aus edler baumwolle mit einem zeitlosen muster in subtilen farben geht vom schulmädchen bis zur grossmutter – von der hippiejule über die mittelalte angestellte bis zur gesetzten matrone…. und noch mehr – kommt halt auf die dazu getragenen oberteile, überzieher und accessories an. dürren mogelt er kurven, allzukurvige umhüllt er dezent und ohne kneifen :-)
    IMO.
    danke für den link! grüsse!!! xxxxx

    • Fußbetten machen im gewissen Rahmen bestimmt faule Füße, deshalb gehe ich im Frühjahr, Sommer und Herbst z.B. mit Barfußschuhen walken. Das Zehenstegmodell von Birkenstock ist gut bei Halux Valgus, weil der großerste Zeh nach außen gedrückt wird und dem übermäßigeneuen Ballen – wenn vorhanden – so entgegenwirkt. Die anderen Modelle sind einfach gemütlich. Hübsch finde ich nur das Leder und die Farben – die Form ist wirklich sehr “eigen” :) .

  4. Ich trage Arizona schon seit gefühlten hundert Jahren als Hausschuhe und in den letzten Sommern durften sie auch schonmal auf die Straße :-) Mit den Gizeh, so nett ich sie finde, komme ich allerdings genauso wenig klar wie mit allen Zehentrennern. Ich kann diese Dinger einfach nicht tragen. Meine Zehen bleiben ungetrennt :-)
    Liebe Grüße
    Fran

  5. :-) Zuhause laufe ich barfuss. Aber Birkenstocks stehen hier auch – die ziehe ich für ein paar Minuten an, wenn mir die Füße weh tun oder ich nach draussen gehe. Für mich sind das Freizeitschuhe. Allerdings habe ich mir schon mal den Zeh gebrochen, da waren die Birkenstocks für mich der Himmel auf Erden!
    Schönen Abend und herzliche Grüße :-)

    • Freizeitschuhe sind für mich auch – egal ob drinnen oder draußen. Ein gebrochener Zeh ist übel, das kenne ich ich … (einmaml Treppe und einmal Türkante …) da wirken solche Großraumschuhe oder zehenfreie Modelle Wunder an Wohltaten.

  6. Für mich bleiben Birkenstocks Hausschuhe. Die trage ich schon seit den 80ern. Es muss auch nicht das Original sein. Die von Aldi sind auch nicht schlecht. Als Zehentrenner mag ich sie überhaupt nicht.

    Schlupfhosen trage ich gern, genau wie du mit langen Oberteilen.

    LG Sabine

    • Auf Teppich fand ich die von Aldi auch O.K. Auf unseren weißen Fließen machen die leider schwarze Streifen – deshalb kommen mir die nicht mehr ins Haus. Keine Ahnung, was da an der Sohlenzusammensetzung so ist, dass der Abrieb entsteht.

  7. Zehentrenner mag ich gar nicht . Ich hab 1 paar Flip Flops nach langer suche gekauft . Die einigermaßen erträglich am Fuß sind . Und nein Fußbetten machen keine faulen Füße . Sie halten auch bei mehr als 16 Stunden auf den Beinen die Füße fit . Mehr als 25 Jahre in den Dingern ,meinerseits können das bestätigen ;) Und ja sie sind nicht schön …aber hässlich sind viele ungepflegte Füße in den Dingern , wenn sie als stylisch im Sommer auf der Straße getragen werden . Selbst trage ich sie nur zum arbeiten und zu Hause . Damit halte ich locker mein Tagespensum durch . Die sind von dem Wohlfühl-Gefühl mindestens genauso gut wie Jogging- und Wanderschuhe .
    LG Heidi

    • Dass Du darauf im Laden gerne stehst, kann ich gut verstehen. Am Ende ist für die Füße glaube ich auch gut, wenn sie vor allem immer mal wieder andere Dinge spüren und zu bewältigen haben. Mal hoch, mal flach, mal platt – und dann auch gerne mal mit Arbeit für die Füße.

  8. Ich hatte noch nie welche und frage mich bis heute, wie die so populär werden konnten. Aber ich hatte schon welche an, ja.Meine Freundin hat nämlich welche als Gartenschuhe, da bin ich ab und an auch mal reingeschlüpft. Sehr bequem, muss ich zugeben. Kaufen würde ich mir aber selbst keine, einfach nicht mein Ding optisch.

    Lieben Gruß
    Bianca

    • So geht es mir mit Crocs, die würde ich nicht mal im Garten tragen – weder optisch und noch vom Gefühl am Fuß in irgendeiner Weise angenehm.

  9. Hallo Ines,
    erstmal ganz lieben Dank für die Erwähnung (ich hätt’ nur so gern mein Ausrufezeichen hinter “Füße” … ;) ) und Verlinkung sowie das Kompliment, dass mir die kurzen Röcke auch in meinem hohen Alter noch stehen. :)
    Hatte übrigens letztens mal einen Midi-Rock an – der stand mir ÜBERHAUPT NICHT! War schon seltsam und widerspricht allem, was meine Mutter mir jemals “beigebracht” hat, aber bei Ansicht deren alter Dias musste ich eh feststellen, dass deren Modegeschmack über die Jahre extrem unterentwickelt gewesen sein muss. ;)

    Interessant Deine Aussage über die Gizeh-Birkis und den Hallux! Vielleicht sollte ich sie doch mal ausprobieren, aber bisher war jeder Zehentrenner für mich nur der pure Graus. Ich mag das Gefühl von “irgendwas zwischen den Zehen” eigentlich überhaupt nicht, aber an meinem rechten Fuß entsteht seit einiger Zeit eine Hallux-artige Veränderung … – mal gucken.

    Ansonsten liebe ich Birkis – meist drinnen, aber wenn sie hübsch genug sind, auch draußen. Hatte diesbezüglich noch nie eine “extreme” Meinung.

    Liebe Grüße
    Gunda

    • Klar bekommst Du ein Ausrufezeichen! Soll ja keiner sagen können – mit oder ohne warmen Füßen und Kalorien – ich wäre geizig damit!!! :)

      Man soll ja nicht schlecht über Tote reden, deshalb sage ich jetzt mal lieber nichts weiter zum Modegeschmack Deiner Mutter … die ich ja auch gar nicht kenne … jedoch finde ich es immer noch eine Unterlassungssünde, dass sie Dir nicht nähergebracht hat, dass es kratzfreie Wolle gibt, die wirklich wärmt (wie Du neulich ja geschrieben hast). Aber wie heißt es so schön: Macht ja keiner absichtlich (nicht). Also gut, dass Du das mit dem Midi-Rock selbst gesehen hast und jetzt wärmende Pullover im Schrank hast.

      Die Gizehs sind Dir zwischen den Zehen vermutlich zu hart, wenn Du sie gleich als erstes barfuß anziehst. Wenn Du Deine Zehenzwischenhaut (oder wie auch immer die früheren Flossen heißen) allerdings zu Hause mit Zehensocken langsam gewöhnst und die Schuhe als Hausschuhe einläufst, sind sie irgendwann sehr gemütlich. Allerdings mache ich trotzdem keine langen Wanderungen da drinnen. Ab etwa 1 km sind sie mir dann auch zu hart in der Sohle – vielleicht kennt man sie auch deshalb als Hausschuhe und Arbeitsschuhe im Stehen.

  10. Der Gang in Birkenstock Latschis ist vielleicht bequem, aber nicht unbedingt graziös. Für mich sind und bleiben das “Zuhause-Schuhe”. Ich finde auch “Outdoor-Trecking-Sandalen” eine Beleidigung für meine Augen, wenn sie nicht beim Trecking, sondern im Supermarkt getragen werden. Aber viele viele Frauen tragen solche Modelle, also scheiden sich hier die Geister. Ich
    mag auch bequeme Schuhe, aber so ganz “orthopädisch” müssen sie bei mir nicht aussehen :-)
    LG Eva

    • Das stimmt! Graziös geht anderes – das vereint allerdings Ballerinas und Birkenstocks auch über alle Generationen hinweg, wenn nicht gerade eine Ballerina darin steckt :) .

  11. Liebe Ines, ich trage eigentlich keine Birkenstockschuhe mehr. Jahrelang war es Berufskleidung und meine Füße fühlen sich nicht menr wohl drin. Sie sind sehr hart in der Sohle.
    Ich kann verstehen dass man sie gern als Haus und Freizeitschuh trägt, oder im Garten. So richtig schön finde ich sie in der Stadt zum Bummeln, essen gehen ober ähnlichem nicht. Ich denke auch wir werden sie noch länger sehen ;)
    Liebe Grüße Tina

  12. Hmmm. Ich trage die schon ewig als Hausschlappen. Und zur Not auch mal zum Einkauf oder an den See, in den Biergarten. Das sind Sommerschuhe auf die ich ggf. nicht aufpasse. Es sind wirklich Gebrauchsschuhe die ich bei großer Hitze auch auf die Straße anziehe. Ob die jetzt grade modisch sind oder ein No Go… Who cares…. ;)
    LG Sunny

    • Oh ja, das Fellmodell ist schön und mit Gold habe ich auch schon mal geliebäugelt. Wie sieht das Fell nach ein paar Monaten Verwendung aus?

  13. Witzig, das habe ich nämlich damals auch schon so gemacht, als junge Mutter, d.h. noch etwas eher, denn mein Ältester wurde Anfang der 80er geboren. Damals nähte ich sogar meine eigene Leggings. Ich wollte eine etwas schmalere anschmiegsame Hose, die es so zu der Zeit nicht zu kaufen gab. Sie sollte außerdem warm sein (für den Winter) und so fand ich einen passenden leicht haarigen Stoff, ich weiß gar nicht mehr, wie man solchen Stoff nennt. Schade, daß ich davon kein Bild habe, aber damals hat man einfach noch nicht so oft und all und jedes fotografiert. ;-)
    Den Versand kenne ich durch meine Mutter. Für ältere Menschen ist Bequemlichkeit – neben dem guten Aussehen – sehr wichtig.

    In die Oper würde ich auch nie in Jeans gehen, wie manche das tun. Es macht doch Spaß, wenn man sich einmal etwas “aufbrezeln” kann. :-) Nach dem zeitgemäßen Look richte ich mich persönlich auch nicht. Vieles finde ich zwar sicherlich praktisch, wie die von mir oft besungenen Outdoorpullover. Aber auch wenn die nicht mehr modern wären, würde ich sie dennoch tragen. Das ist ganz einfach Zweckmäßigkeit. Ich mag aber genauso auch manche modernen Dinge gern.

    Birkies hatte ich auch mal, aber in denen laufe ich nicht ganz so gut. Sind mir oft auch zu breit. Meine waren aber ganz cool mit Glittersteinchen – die damals Heidi designt hat.

    Zehensandalen trage ich gar nicht. Das wäre für mich nur was am Strand – da ich sehr viel laufe und mir das einfach zu unbequem ist oder scheuert. Außerdem käme das für mich nur mit top-lackierten Nägeln in Frage. Und die habe ich auch nicht immer. Sonst ist es mir aber zu langweilig “da unten” ;-) :-) So hat jeder so seine kleinen Marotten. Zehensocken mag ich gar nicht *graus* Darin würden sich meine Füße bzw. Zehen eingesperrt fühlen. Als leichte relativ offene Sommerschuhe mag ich sehr gern die mit den größeren Löchern. Es gab mal sog. Looping-Shoes, die hatten hinten einen Reißverschlus und waren ähnlich wie die von Arche, nur viel chicer. Leider habe ich die seitdem nie mehr gesehen. So schade! Sowas wie das hier – nur eben chicer … da fallen dann unlackierte und nicht frisch pedikürte Zehen dann auch nicht so auf und luftig ists trotzdem.

    http://shop.strato.de/epages/15054986.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15054986/Products/stt0801datna

    Für mich wären die von Dir gezeigten Birkies eher Hausschuhe oder für den Garten. Unterwegs trage ich sowas kaum, auch, da ich ja immer Autofahre und da gehen Clogs gar nicht!

    Immer wieder spannend hier bei Dir, liebe Iris! Auch wenn ich keine Modebloggerin bin, lese ich hier doch sehr gerne mit und habe schon manches gelernt (auch da ich mich mit Mode, ihren Begrifflichkeiten etc. nie soooo sehr beschäftigt habe).

    Liebe Grüße auch an dieser Stelle
    Sara

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