Buchreview: Typisch!

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Typisch!: 155 unverblümte Antworten auf Vorurteile (Affiliate Link)

Sätze meiner Kindheit

  • Darüber spricht man nicht.
  • Das fragt man nicht.
  • Das tut man nicht.

Kennst Du solche Sätze auch. Bei einigen Dingen wirst Du es trotzdem machen, bei anderen nicht. In Typisch! findest Du 155 straighte Antworten auf genau solche Frage, die sich im Normallfall kaum einer zu fragen traut, zum Beispiel

  • Findet ein Pflegefall sich schön? (Seite 54)
  • Nach welchen Regeln lebt ein Banker ohne Moral? (Seite 150)
  • Hat eine Domina eine Spülmaschine oder einen Putzsklaven? (Seite 39)
  • Wie geht ein Bestatter mit den Leichen im Keller um? (Seite 64)
  • Was denkt eine Muslima über Feminismus? (Seite 82)

Frag ein Klischee

Das Buch basiert auf der Rubrik Frag ein Klischee aus dem Video-Blog von HYPERBOLE-TV. Ich kannte das vor dem Lesen des Buchs nicht und habe mir hinterher ein paar Videos angesehen. Da ich lieber lese als Videos anzuschauen, hatte ich viel Spaß an dem kurzweiligen Buch. Die Videos wirken durch die Stimmen emotionaler. Dafür kommt beim Lesen meine Phantasie besser in Schwung.

Im Vorwort (Seite 7) steht, das die Idee der politischen Korrektheit dafür gedacht sei, Menschen für Sprache zu sensibilisieren, was aber eher dazu geführt habe, echte Diskussionen zu erschweren. Die Angst vor Missverständnissen hindere uns daran, uns bewegende Fragen zu stellen. Genauso empfinde ich das auch oft.

Die Grenze zwischen ich bin interessiert und ich bin taktlos ist fließend. Das führt im Alltag dazu, dass wir uns zu wenig mit Themen auseinander setzen, die aus meiner Sicht durchaus diskutiert gehören, um sich eine fundierte Meinung bilden zu können.

Ich bin für mehr Fragen und weniger Annahmen. Was denkst Du darüber?

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Kein & Aber (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

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19 Gedanken zu „Buchreview: Typisch!

  1. Eine sehr interessanter Buchvorstellung! Ich werde mir dieses Buch mit Sicherheit kaufen! Danke für deinen Beitrag!
    Liebe Grüße
    Alnis

  2. bin ganz deiner meinung!
    lieber fehler machen bei der formulierung und draus lernen als nicht gefragt zu haben!
    oder “wer nicht fragt bleibt dumm” :-) – kennst´e noch?
    xxxxxx

  3. Ich hab auch das Motto: Wer nicht fragt bleibt dumm. Ich frage was ich wissen möchte. Einen Unterhaltungsaspekt könnte ich mir durchaus vorstellen :)
    liebe Grüße Tina

  4. Ich muss mir selbst eine Grenze setzen wie weit ich mit meine Frage gehen kann! Einfach so…oder nicht einfach??? Es kommt auf die Situation an!
    LG Claudia

  5. Wie immer, erst Hirn einschalten. Dann fragen. Wobei ins Persönliche gehende Fragen immer schwierig sind. Aber in aller Regel merkt man schon, wenn die Frage gegenüber zu weit geht. Kommt immer drauf an, wie wichtig mir die Antwort ist. LG Sunny

  6. Das ist ein interessantes Thema. Manchmal traut man sich einfach nicht, Fragen zu stellen, vor allem, wenn man sich schon mal den Mund verbrannt hat ;

    Liebe Grüße Sabine

    • dabei fällt mir ein – auch der gefragte sollte kinderstube haben – sprich: wenn ihn die frage ärgert nicht gleich aus dem korsett springen…..

    • Das stimmt. Man kann auch einfach ganz höflich eine Antwort verweigern. Frei nach dem Motto: Fragen ist erlaubt, das Ablehnen einer Antwort ebenso. In dem Punkt kann ich mich selbst an die Nase fassen: Einige Fragen emfinde ich persönlich schon als Beleidigung und springe aus besagtem Korsett. Das passiert aber nur IRL – keine Angst hier also :) .

  7. Klingt auf jeden Fall kurzweilig. Taktvoll sein ist manchmal gar nicht so einfach und kann regional sehr unterschiedlich aufgefasst werden. Um er vorwegzunehmen, der Südwesten Deutschlands ist deutlich empfindlicher als das Rheinland oder der Norden. Was dort völlig in Ordnung und durchaus taktvoll ist, überschreitet im Süden schon Grenzen.
    Ich versuche inzwischen, mich in mein Gegenüber hineinzuversetzen und abzuschätzen, wie viel ich fragen kann. Klappt nicht immer aber meistens.
    LG Andrea

    • Oh ja, die Regionen sind da sehr unterschiedlich. Als direkte Norddeutsche habe ich mit Süddeutschen da auch oft Reibungspunkte.

  8. Fragen halte ich für generell gut, denn wie schon gesagt wer nicht fragt bleibt dumm, oder Fragen kosten nichts. Manchmal bekommen Menschen nur Fragen in den falschen Hals.
    LG Petra

    • Die Sache mit dem “falschen Hals” kommt immer wieder vor. Gut, wenn man es merkt und die Richtung korrigieren kann.

  9. Das hört sich doch gut an. Vielleicht meine nächste Urlaubslektüre ?

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