10 Tipps, wie Du Fehlkäufe vermeidest

Käufe in 2016 von Ines Meyrose

Bei der Rückschau Gute Käufe – schlechte Käufe 2016 hat Claudia sich im Kommentar einen Beitrag gewünscht, wie Fehlkäufe bei Kleidung zu vermeiden sind. Das Thema habe ich gerne mit auf die Wunschliste genommen und erfülle ihn heute. Der Frühling steht vor der Tür, letzte Winterschnäppchen können gejagt werden und die neue Mode guckt Dich schon verlockend an? Schau genau hin, ob es sich als guter Kauf erweisen kann oder Potenzial hat, in der Fehlkaufecke Deines Kleiderschranks zu landen.

Checkliste für weniger Fehlkäufe

  1. Hat das Teil eine Farbe, die Du magst? Steht Dir die Farbe? Passt die Farbe zu den anderen Sachen in Deinem Sortiment?
  2. Magst Du das Material auf der Haut tragen? Kannst Du es waschen? Wenn nicht, bist Du zu Reinigungswegen und -kosten bereit? Wie lange wird das Material schön bleiben? Fühlt es sich gut an? Mach die Augen zu beim Fühlen, dann lenkt die Optik nicht ab.
  3. Probiere das Teil in jeden Fall nach dem Check von Farbe und Material an. Entspricht die Passform Deiner Vorstellung? Wenn etwas zu lang oder weit ist, prüfe Änderungsmöglichkeiten. Zu kurz oder eng lässt sich meistens schwer ändern. In jedem Fall lass entweder den Hausschneider kommen im Kaufhaus oder gehe mit dem Teil umgehend zur Änderungsschneiderei Deines Vertrauens. Prüfe vor dem Kauf, ob Du das Teil ungeändert zurückbringen kannst und wie die Umtauschbedingungen dabei sind. Von keiner Umtauschmöglichkeit bis zur Rücknahme gegen Warengutschein und Bargeldrückzahlung gibt es geschäftsabhängige Variationen und Fristen. Wenn Du die Änderungskosten kennst, kannst Du entscheiden, ob das Teil Dir die Zusatzkosten wert ist. Wenn es Dir die Zusatzkosten nicht wert ist, kaufe es nicht oder gib es zurück. Ungeändert sähe es nicht schön genug aus und könnte zum Fehlkauf werden. Du hast passende Kleidung verdient!
  4. Hast Du schon etwas Ähnliches im Schrank, was Du nach dem Neukauf weniger tragen würdest? Dann müsstest Du beide Teile über einen längeren Zeitraum tragen, damit die Modemathematik aufgeht. Vielleicht ändert sich aber Dein Geschmack oder Deine Figur? Ein T-Shirt mehr bekommst Du vielleicht trotzdem aufgetragen, aber für ein Ausgehoutfit fehlen Dir vermutlich die Anlässe. Dann lass es lieber im Laden.
  5. Du hast so ein Teil noch nie gehabt und es ist mal ganz was anderes? Frage Dich genau, warum Du so etwas noch nie hattest. Ich hatte noch nie eine Bluse in Pink. Und das ist gut so. Das sollte auch so bleiben. Manchmal hat es einfach Gründe, dass Du etwas noch nie hattest und es schlichtweg nicht zu Dir passt. Manchmal ist es aber auch einfach ein neuer Akzent oder eine Stiländerung, die zu Deinem Lebensmoment passt. Dann frage Dich genau, zu welchen Anlässen Du es tragen wirst und kaufe nur etwas, dass Du kombinieren kannst. Zur Not kaufe ein Komplettoutfit, dass Du immer genau der Gesamtkombination trägst. Wenn Du keine Kombinationsteile hast, wird es garantiert ein Schrankmonster.
  6. Du hast bereits x-fach ähnliche Teile im Schrank? Brauchst Du wirklich die achte Jeans von der gleichen Marke in ähnlichem Schnitt, auch wenn die gut bei Dir sitzt? Die Woche hat nur sieben Tage … Kein Mensch braucht 30 weiße T-Shirts. Selbst, wenn Du jeden Tag ein weißes T-Shirt trägst, kannst Du sie waschen. Du wirst immer nur die tragen, die oben auf dem Stapel liegen oder in Greifnähe auf der Stange hängen. Enttarne Deine Kleidungsstücke, die Du in der Art oder Farbe bereits mehrfach im Schrank hast und vermeide, Nachschub zu kaufen. Trage erstmal Deinen Bestand auf.
  7. Kaufe keine Sachen, für die Dir die Anlässe fehlen. Wenn doch, schaffe den Anlass dafür. Wenn ich mir außer der Reihe ein Abendkleid kaufe, ordere ich noch in derselben Woche Opernkarten.
  8. Im Frühling haben wir alle Sehnsucht nach Helligkeit. Da lauern zu leuchtende Farben, die nur Winter- und Frühlingsfarbtypen wirklich gut tragen können, als Fehlkaufpotenzial. Greenery als Pantone Farbe des Jahre 2017 macht es nicht einfacher, dem zu entgehen. Wenn es unbedingt etwas Knalliges entgegen Deinem Farbtyp sein möge, nimm es nur als Farbtupfer, z.B. als Musterelement. So wirst Du demnächst sogar bei mir ein minibisschen Pink sehen. Das Gegenstück mit Fehlkaufpotenzial sind zu gedeckte Farben in der kalten Jahreszeit, die Frühlings- und Winterfarbtypen unscheinbar aussehen lassen.
  9. Lass Dich nicht zu sehr von der Mode verführen. Kleide Dich zeitgemäß oder in Deinem ganz eigenen Stil, sei aber kein Fashion Victim. Es gibt Sachen, die gucken sich schön. Ja, sogar ich habe mich an Sneaker gewöhnt. Nicht umsonst gibt es hier im Blog die Serie Geht doch! Da konntest Du gerade sehen, wie der moderne Stoff Plissee zutragen ist, ohne aufzutragen, oder eine Jogpant auch bei breiten Hüften funktionieren kann. Frage Dich gerade bei Sachen, die offenbar modern oder trendy sind, ob sie wirklich zu Dir passen. Es gibt Sachen, die an einigen Farb– und Figurtypen nicht gut funktionieren. Ich würde als eher kleine Frau mit breiten Hüften in einem mittellangen Hosenrock – neudeutsch Culotte – niemals so eine schöne Silhoutte haben, wie in einer langen, schmalen Hose oder einem taillierten Kleid. Klar könnte ich mich bewusst dafür entscheiden. Vermutlich würde ich aber nicht so richtig glücklich damit werden. Frage Dich vor dem Kauf, ob Dir die Silhoutte wirklich gefällt.
  10. Die größte Gefahr lauert bei reduzierten Sachen. Kaufe nur Dinge, bei denen Du bereit gewesen wärst, den vollen Preis zu bezahlen, wenn es im Budget gelegen hätte. Der Gedanke bei einer Hose für 10 Euro kann ich nicht viel verkehrt machen ist falsch. Die 10-Euro-Hose kann sich als super erweisen. Wenn sie aber in Farbe, Stoff, Schnitt, Qualität oder Stil nicht zu Dir passt, wird sie ein Fehlkauf. Die Kosten pro Tragen, das Aufgehen der Modemathematik, sind am Ende das Entscheidende bei den finanziellen Gedanken. Eine einmal getragene Hose für 10 Euro kostet pro Tragen 10 Euro. Fünfzigmal getragene Schuhe für 100 Euro kosten nur 2 Euro pro Tragen.
    ModemathematikSo können scheinbar hochpreisige Dinge de facto günstig sein. Wie sagt der Volksmund so schön: Ich kann es mir nicht leisten, billig zu kaufen. Und wenn die Modemathematik nicht aufgeht, dann bitte wenigstens der Spaßfaktor. Ein Artikeltipp zur Ergänzung aus meinen Archiv: Was ist ein Schnäppchen?

= 10 Tipps für Lieblingsteile!

42 Gedanken zu „10 Tipps, wie Du Fehlkäufe vermeidest

  1. Guten Morgen Ines,
    das ist eine perfekte Checkliste um Fehlkäufe zu vermeiden und beschreibt nebenbei noch ziemlich gut das Fehlverhalten vieler Schnäppchenjäger, dem man als Verkäuferin oft nur mit viel diplomatischem Geschick gegensteuern kann, damit die Kundin auch wirklich zufrieden den Laden verlässt und gerne wieder kommt.
    Ein Erlebnis der ganz besonderen Art hatte ich diesbezüglich mal an einem verkaufsoffenen Sonntag, an dem eine Kundin ein um 70% reduziertes Schnäppchen, dass sie für 20€ gekauft hatte, gegen das Bargeld wieder zurückbringen wollte, obwohl man sie vorher freundlich darauf hingewiesen hatte, dass das Teil nicht mehr umgetauscht bzw. zurückgebracht werden kann.
    Klugerweise fragte die Kundin telefonisch an und da man als serviceorientiertes Unternehmen ja immer im Sinne des Kunden handeln soll, erklärte man sich bereit das Teil zurückzunehmen und auszubezahlen Allerdings brachte die Dame daraufhin eine ganz andere Art der Modemathematik ins Spiel: sie wollte zusätzlich zu den 20€ auch noch ihre Fahrt/Taxikosten, die sich auf etwa 23€ belaufen hätten, erstattet haben.
    Das Telefonat wurde daraufhin freundlich aber bestimmt beendet und nein, es war kein Anruf a la “Verstehen Sie Spaß” oder so.

    • Nein! Menschen gibt es. Ich frage mich manchmal auch wie einige Leute auf so dreiste Ideen kommen. Da bleibt einem doch als Verkäuferin die Luft weg oder? 😉

    • Ich schüttel seit heute morgen den Kopf über diese Kundin und bin immer noch überrascht, wie man so dreist sein kann.

      Dazu kann ich ein positives Beispiel anführen, wie ich einmal eine sehr großzügige Erstattung erhalten habe: Eine Jeans von 7 habe ich bei Herrenausstatter Braun in Hamburg (Traditionsgeschäft, oberste Liga) im vollen Preis gekauft und nach fünf Monaten war der dunkelblaue Stoff durch am Oberschenkel. Ich hatte die Hose im Laden kürzen lassen und die Kosten dafür standen in der Gesamtsumme mit auf dem Kaufbeleg. Ich habe sofort den vollen Betrag samt Kürzungskosten ohne Diskussion erstattet bekommen (nicht mit “müssen wir erst einschicken” oder so). Und immerhin hatte ich die Jeans fünf Monate getragen. Mit einem Abschlag dafür wäre ich sogar einverstanden gewesen. Eine Ersatzlieferung war nicht möglich, weil der Stoff (vermutlich aus gutem Grund) nicht mehr im Sortiment war. Sowas darf Deine Kundin gar nicht lesen … das bringt die nur auf noch mehr dumme Ideen …

      Eine ganz andere Frage: Wie gehst Du als Verkäuferin mit der Diskrepanz um zwischen “das alte Zeug muss raus” und “das steht eigentlich keinem/taugt nichts”. Die Aufgabe, den letzten Rest vom Sale loszuwerden, stelle ich mir schwer vor. Es hat ja wirklich meistens Gründe, warum das noch im Laden ist. Und was passiert mit den Sachen, die gar nicht zu verkaufen sind? Antworte gerne per Mail, wenn Du das nicht öffentlich beantworten darfst oder möchtest.

    • Dein positives Beispiel liest sich sehr gut und jeder Einzelhändler freut sich über so ein tolles Feedback 🙂

      Zu deinen Fragen:
      Meine Verkaufserfahrung hat mich gelehrt, dass es für fast jeden Topf(=Kleidungsstück) einen Deckel(=Kundin) gibt und dass selbst Teile, von denen man meint sie seien unverkäuflich oft ein “Zuhause” finden, einfach weil die Geschmäcker verschieden sind.
      Ich versuche trotzdem ehrlich zu bleiben, wenn man mich um meine ganz persönliche Meinung zu einem Teil fragt. Im Zweifelsfall biete ich ein anderes Schnäppchen an, von dem ich denke, dass es besser zur Kundin passen könnte.
      Die absoluten Rest-Teile des Sales gehen allerdings oft wirklich über den Gedanken “bei einer Hose für 10 Euro kann ich nicht viel verkehrt machen” über die Ladentheke und damit wären wir wieder bei deinem Blog und deiner Nr.10 wie man Fehlkäufe vermeidet 😉

  2. bin begeistert wie wunderbar du all diese kriterien zusammengetragen hast!
    ich kaufe (wenn!) zwar genau so – aber ich hätte es niemals in worte giessen können weil es eher instinktiv passiert bei mir.
    ob es denen hilft, die “shopping” zum füllen anderer lücken, als die im kleiderschrank, benutzen, bleibt abzuwarten….. 😉
    xxxxx
    p.s.: für morgen steckt ein zufällig ergänzender post in meiner pipeline – vintage shopping……..

    • Wer nur zur Unterhaltung oder Ablenkung shoppen geht, kauft eh so viel, dass es “egal” ist. Aber wer im halbwegs normalen Rahmen nur ein bisschen zu viel shoppen geht aus Freude daran oder an Mode oder was auch immer, der kauft vielleicht ein bisschen mehr Sachen , die wirklich Freude machen können.
      Für Vintage-Shopping gilt ja letztendlich das gleiche, bis auf die Mode bei Punkt 9 – aber sogar die Silhouette von Punkt 9 passt. Auch bei gebrauchten oder älteren Sachen kann ich mich zumüllen mit Dingen, die ich nicht trage oder nicht zu mir passen. Manchmal ist die Verführung da vielleicht noch größer, wenn wir über einfaches 2. Hand reden, weil die Sachen so wenig Geld kosten.

      Bin gespannt auf Deinen Beitrag morgen früh!

  3. Du hast völlig Recht, grade teure Lieblingsteile sind jeden Cent wert. Ich hatte auch mal Lust auf einen anderen Schnitt und eine Jogpant probiert. Entsprechend kombiniert geht das. Auch die Culotte. Aber… Es sind nicht meine Lieblingsteile. LG Sunny

    • Genau wie Du sagt: Es sind nicht Deine Lieblingsteile. Die werden entweder nicht so oft getragen wie Lieblingsteile oder fühlen sich dabei nie so gut an am Körper. Ist beides nicht ideal. Aber mal etwas auszuprobieren macht ja auch Spaß.

  4. Liebe Ines,
    wunderbar zusammengefasst! Ich werde mir das ausdrucken und an meine Geldkarte heften 🙂
    Wie recht du hast, ich habe das inzwischen auch gelernt.

    LG Susanne

    • Danke für das Feedback. Da wir über das Thema schon länger kommunizieren, freut es mich umso mehr, dass sich etwas nachhaltig (auch wenn das gerade ein Modewort ist) bewegt. Weiter so!

  5. Ja, da stimmt jedes Wort Ines. Tolle Aufstellung, Du hast an jede Falle gedacht. Ich glaube ich habe es jetzt auch langsam kapiert. Der Umgang mit Dir und manch anderen ausgewählten Bloggern tut mir da sehr gut 😉
    Kurz für mich denke ich immer an Vivienne: kauf wenig – wähle gut! wenn ich mal wieder schwach werden könnte.
    Liebe Grüße Tina

    • Oh, ich bin guter Umgang – das würde meine Oma freuen 🙂 . “Kauf wenig, wähle gut” klingt perfekt. Eigentlich reichen diese vier Wörter. Warum brauche ich zehn Punkte und 1012 Wörter dafür? Vielleicht bin doch nicht so minimalistisch wie ich mir gerne einbilde :).

    • Hihi, ja, ich finde auch, dass Du guter Umgang bist! 🙂

      Ich war übrigens immer eher der nicht so gute Umgang – früher zumindest. Wie es jetzt beurteilt würde, weiß ich nicht wirklich, im Hinblick auf’s Shoppen stimmt es aber wohl noch, obwohl ich da auch schon “besser” geworden bin. 😉

      Liebste Grüße
      Gunda

    • Na, dann gebe ich mir mal Mühe, weiter guter Umgang zu bleiben. Wobei das an sich ja langweilig ist, oder?

  6. Erst einmal vielen Dank, dass du mein Wunsch erfüllt hast!
    Ich bin sehr beeindruckt! Du hast wirklich an jedes noch so kleines Detail gedacht, so dass keine Frage mehr offen bleibt!
    Normalerweise kaufe ich bewußt ein, was natürlich nicht ausschließt, dass mir auch mal ein Fehlkauf unterläuft. Letzteres passiert meistens wenn ich beim Kauf nicht probieren kann. 🙁 Deinen Artikel werde ich jetzt noch einmal bewußt lesen und mir die “Vermeidungsmerkmale” verinnerlichen.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Dann hast Du Deine Falle doch jetzt eigentlich schon enttarnt: Kaufe nichts, was Du nicht anprobieren kannst oder nach der Anprobe zu Hause einfach wieder gegen Geld zurück zurückbringen kannst. Freut mich, dass der Artikel Dir gefällt.

  7. Vielen Dank für die ausführliche Checkliste. Ich arbeite schon länger mit der Liste ‘gute Käufe – schlechte Käufe , und hatte letztes Jahr zwei Fehlkäufe , weil ich mich von netten Menschen zum Kauf überreden lies. Gefahr erkannt, das soll mir nicht noch einmal passieren. Heute bin ich auf einen Fehlkauf aus 2014 gestoßen. Ich habe eine Winterjacke die man laut Etikett weder waschen noch reinigen lassen kann .Der Kragen ist verschmutzt und jetzt ärgere ich mich , das ich nicht auf das Etikett geschaut habe. Da muss ich dieses Jahr dann doch noch besser aufpassen. Gruß! Sibylle

    • Damit ist Deine Quote auf einem superguten Weg, finde ich.

      Weder reinigen noch waschen? Eine Einwegjacke sozusagen. Die würde ich auch nicht wieder kaufen … Aus was für Material ist sie? Bevor Du sie schmuddelig entsorgt, kannst Du es ja trotzdem mal mit waschen oder reinigen versuchen. Ich drücke die Daumen!

    • Reinigen geht eigentlich immer. Vielleicht kann die Schneiderin den Kragen vielleicht auch beziehen?
      VG Sunny

  8. Deine Tipps sind wieder klasse liebe Ines. Meine letzten Einkäufe habe ich nicht bereut. Ich lasse mir (meistens) auch nichts aufschwatzen. Da bekommt die Verkäuferin schon mal eine passende Antwort 🙂

    Liebe Grüße Sabine

  9. da freue ich mich ja jetzt schon auf dein pink! und etwas aktuelles zum thema habe ich auch noch: gestern sah ich in den insta-stories eine ganz weisse jacke aus baumwolle im stil der preussischen soldaten – also mega angesagt und die dame hat auch verraten, in welchem laden ich die finde. also los, denn ich hatte gleich mehrere anlässe vor augen, zu denen die perfekt passen würde. material, passform, preis, alles super. und vor weiss habe ich auch keine angst – ABER die jacke war nicht waschbar, also wurde sie nicht gekauft

    • apropo – weiss jemand warum reithosen weiss sind?
      früher, 18.jh., waren die im gegensatz zu den üblichen seidenkniehosen der adligen aus weissem! leinen – weil das konnte man wieder fleckenlos sauber schrubben&bleichen ohne rücksicht auf farbe etc….. das hat sich dann in der idee der uniform, die um diese zeit entstand, niedergeschlagen. deshalb auch weisse hemden (leinen, später BW – nie seide!) – die waren ja die “leibwäsche”. die spitze wurde – wenn – nur angeheftet und vor dem waschen entfernt & seperat behandelt.
      🙂

  10. Liebe Ines,
    Danke für Deine ausführliche Tipps! Ich habe gestern eine Strickjacke/Poncho entsorgt, sie hing bereits ein Jahr im Kasten, sie war nicht billig, wurde nur einmal getragen, die Qualität passte nicht, die Jacke lud sich elektrisch auf, wirklich unangenehm, habe beim Kauf nicht auf das Etikett geschaut, die Modemathematik ging hier auf keinen Fall auf. Sich darüber zu ärgern hilft nicht, werde noch zukünftig besser auf die Etiketten achten, dieser Fehler soll nicht noch einmal passieren. Die Jacke wird wenigstens “wiederverwertet” dh im Caritasshop verkauft.
    Liebe Grüße Gabriele

    • Gut, dass Du Dich jetzt nicht mehr darüber zu ärgern brauchst. Ehrlich gesagt hätte ich sie in den Müll getan, denn jemand anders ärgert sich ja über das elektrische genauso und hat sie dann erstmal als Schrankmonster zu Hause. Aber Hauptsache ist erstmal, dass Du sie nicht mehr anzugucken brauchst.

  11. Ja, das hast Du mal wieder wunderbar zusammengefasst und ich habe mich bei manchem Punkt “erwischt” gefühlt.
    Nun werde ich es mir ausdrucken und ab und an zu Gemüte führen bis ich meine wunden Punkte auswendig kann und die Warnlampe angeht im Laden.
    Schönste Grüße von Sieglinde

    • Es freut mich zu lesen, wenn ein Beitrag solche Wirkung erzielt. Danke für Dein “Geständnis”.

      Meine Falle lange Punkt 8: Ich habe im ausgehenden Winter zu knallige Farben gekauft in meiner Frühlingssehnsucht bevorzugt helles Maigrün oder Orange. Beides zu leuchtend für mich, auch wenn die Farben warm sind. Hat ein bisschen gedauert, bis ich das erkannt habe.

  12. Da spricht Du auch einen wunden Punkt (Nr. 6) bei mir an. Ich habe acht weiße Blusen/Hemdblusen. Die sind zwar ganz verschieden und ich möchte keine missen, aber Du hast ganz recht, die muss ich erst einmal auftragen, bevor neue Blusen bei mir einziehen dürfen. Ansonsten überlege ich im Geschäft ziemlich lange, ob ich ein Kleidungsstück kaufe (außer cremeweiße Blusen). Meist lasse ich mir das dann zurück hängen und gehe eine Runde. Wenn ich es einige Stunden immer noch haben möchte, kaufe ich. So versuche ich meine “Kleiderschrank-Amnesie” auszutricksen. Trotzdem hatte ich im letzten Jahr zwei heftige Fehlkäufe – ein Kleid und eine Jeans. Die Jeans machte zunächst einen prima Eindruck, aber nach dem ersten Waschen leierte die immer schneller und heftiger aus. Deshalb habe ich sie dann umgehend verschenkt. LG

    • Cremeweiße passende Blusen MUSS ich auch kaufen – das darf auch eine mehr sein 🙂 . Die Jeans hätte ich reklamiert, wenn Du sie nach Herstellervorschrift gewaschen hast.

  13. Wenn ich einkaufe, beachte ich die meisten der aufgeführten Punkte. Fehlkäufe habe ich ganz selten. Und wenn ich Dinge für Anlässe kaufe, die selten auftreten, sind diese Kleidungsstücke meist nicht so teuer und/ oder zeitlos. Mein Abendkleid beispielsweise stammt von meiner standesamtlichen Hochzeit. Das trage ich selten aber immer mal wieder.
    LG Andrea

  14. Sehr schöne Tipps! Es lohnt sich die “durchzuspielen” bevor man zur Kasse geht und bezahlt. Mir gefällt auch die Idee, gleich einen gesamten Look zu kaufen. Ich hatte das im Herbst 2x gemacht und bin nach wie vor sehr glücklich mit den Sachen. 🙂

    Liebe Grüße <3

  15. 2. Versuch …
    Sehr guter Artikel! Ich glaube, so ganz kann man Fehlkäufe nicht vermeiden, aber mit deiner Auflistung wird es wohl leichter fallen.
    Ich beurteile die Teile ganz ähnlich, wie du und nehme auch noch mein Bauchgefühl mit dazu.
    LG
    Sabienes

    • Das Bauchgefühl ist ganz wichtig! Wenn das nicht stimmt, werden alle 10 Punkte nicht zum Glückskauf führen.

  16. Danke für die Tipps. Besonders bei Punkt Nr. 8 musste ich zustimmend nicken und auch ein wenig grinsen. So einen Farb-Fehlkauf habe ich auch im Schrank. Aber das wird mir in diesem Jahr mit der Farbe Grennery auf gar keinen Fall passieren. Die finde ich überhaupt nicht schön und ich denke mal, dass sie auch nur Wenigen wirklich gut steht.

    Den Tipp mit der Änderung beachte ich ganz automatisch. 😉 😉 😉

    Lieben Gruß
    Sabine

    • Du glaubst nicht, wie viele kleine Frauen nichts ändern lassen … und so viel besser in gekürzten Sachen aussehen würden …

  17. Hallo Ines,
    vielen Dank für deine tollen Tipps. Leider passiert es mir doch ab und zu noch, dass ich eine Fehlkauf tätige. Meistens dann, wenn ich für einen bestimmten (einmaligen) Anlass ein “außergewöhnliches” Kleidungsstück gekauft habe. Das hängt dann ein, zwei Jahre im Schrank, dann bin ich aber rigaros und sortiere es aus…
    Herzliche Grüße
    Birgit
    von fortyfiftyhappy

    • Das “außergewöhnliche” hat schon einen Grund, dass Du das ansonsten nicht trägst. Wenn so ein Kauf für eine Anlass O.K. für Dich ist – why not. Aber wenn es Dich nervt, kaufe lieber nichts mehr so Ungewöhnliches.

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