7 Outfitsünden

Leichte Steppjacke von Camel Activ in dunkelblau mit Futter in oliv für Damen

7 Sachen, die mir viel zu oft auffallen, wenn ich in der Fußgängerzone stehe und Menschen vorbeigehen sehe

  1. Zu kurze Hosen
  2. Zu lange Ärmel
  3. Zu enger tiefe Hosenbund mit Muffin-Effekt
  4. Ausgebeulte Hosen
  5. Zu tiefer Ausschnitt
  6. Zu enger Schmuck
  7. Ungeputzte Schuhe

Das alles sehe ich an Menschen, bei denen ich mir sicher bin, dass ihnen ihr Äußeres nicht egal ist. Das ist am Gesamtbild schnell zu erkennen.

Warum sagt denen keiner, wie sie aussehen? Haben die keine Freunde?

66 Gedanken zu „7 Outfitsünden

  1. Guten Morgen Ines,
    die naheliegendsten Antworten, die mir darauf einfallen sind:
    – weil Kleidung für jeden einen anderen Stellenwert hat
    – weil nicht jeder die Wahrheit verträgt (und so mancher vielleicht auch andere Sorgen als gutsitzende Kleidung oder geputzte Schuhe hat)
    – weil Ratschläge auch Schläge sein können, besonders wenn sie unaufgefordert und nicht charmant verpackt erteilt werden

    Einen schönen Sonntag für dich

    • Schöne Argumente. Zum letzten Punkt sage ich immer: keine Beratung ohne Auftrag. Deshalb schweige ich meistens.

  2. Guten Morgen Ines, Uschi hat das perfekt gesagt.
    Über zu lange Ärmel und zu kurze Hosen muss ich jetzt grinsen, bei dem Trend grade. Wobei ich weiss was Du meinst. Aber ich finde das Aufgezählte alles nicht so schlimm, dass ich es jemanden sagen würde.:)
    Ich wünsche Dir einen schönen sonnigen Sonntag, liebe Grüße Tina

    • Das geht mir nicht um gewollt sichtbar überlange Ärmel, sondern um welche, die eigentlich nur bis zum Handgelenk gehören und der Träger deshalb reingesteckt aussieht. Und Hosen, die nur 1-2 cm zu kurz sind und deshalb nicht gut aussehen.

      Schlimm ist ja relativ – meinem Auge tut der Anblick weh.

  3. liebe ines – ich kann dich verstehen. denn ich “leide” auch “schwer” wenn ich mir die menschheit so ansehe – zumindest die auf deutschlands strassen und wegen.
    und das argument: “sie haben vll. andere sorgen” etc. kann ich nicht nachvollziehen – immer wenn ich auf reisen war, galt – je ärmer die menschen, umso adretter sind sie angezogen. ob das in rumänien, in ägypten oder in indien war…..
    es ist die geringe achtung, die der kleidung hierzulande entgegengebracht wird – weil sie viel zu billig zu haben ist – gerechnet auf das durchschnittliche einkommen. ausserdem dieses eveangelische-bildungsbürger-getue – “es ist nicht wichtig wie man aussieht/gut aussehende menschen sind dumm/etc.”
    luther is schuld (der geht mir eh grad mächtig auf den zeiger in dieser aktuellen allgegenwärtigkeit!)
    drücker von der leidensgenossin! xxxxx

    • “je ärmer die menschen, umso adretter sind sie angezogen” kenne ich von älteren Menschen. Meine Schwiegermutter hat eine kleine Rente und ist eine der best angezogensten Damen, die ich kenne.

      Dieses so zu tun, als ob es nicht wichtig wäre, geht mir auch auf den Zeiger. Jeder hat ein Image, ob er will oder nicht. Andere Menschen machen sich ein Bild von mir aus den Informationen, die ich Ihnen gebe – dazu gehört die Optik.

      Ich habe es nicht mit Kirche – was hat Luther damit zu tun? Kläre mich bitte auf!

    • das ist schwer mit ein paar dürren worten wenn du da keine “vorbildung” hast. meine schweizer freundin wüsste beim thema “protestantismus – freudlosigkeit & bigotterie” sofort was gemeint ist – bei denen hiess der “schuldige” zwingli. und ausserdem bin ich jetzt sicher der hälfte deiner leserschaft auf die zehen gelatscht….. auweia ;-)
      aber falls es dich interessiert – der protestantismus hat unsere gesellschaft viel mehr geprägt als man als aufgeklärter mensch wahrhaben möchte – und tut es immernoch. vll. findest du was zum lesen darüber, da kannst du dir ein eigenes bild machen. interessantes thema – ist immer im subtext präsent – nicht zuletzt dem unserer kleidung.
      schönen abend! xxxx

    • Meiner Leserschaft bin ich ja offenbar selbst auf die Zehen gelatscht mit dem Beitrag … und Du darfst hier auch gerne weiterhin das Kommentieren, was Du möchtest.

    • P.S. Hast Du eine konkreten Literaturtyp für mich für die Auswirkungen auf die Kleidung?

  4. Ich bin da ganz bei Uschi. Und ob die Menschen, die dir so unangenehm auffallen, keine Freunde haben? Vielleicht ist das so. Vielleicht ist das den Freunden aber einfach nicht wichtig.
    Vermutlich hat jeder Themen, die ihn bei anderen triggern. Ich habe die auch. Aber letztendlich sind das Themen, die UNS wichtig und anderen vielleicht herzlich egal sind. Also gilt der Satz, den ich meinen Töchtern gern predige: “Schau auf dich”.
    Liebe Grüße
    Fran

    • Klar ist jeder von etwas anderem getriggert. Ich kann meine Augen nicht ausschalten, Du vielleicht Deine Gerechtigkeitssinn nicht (der bei mir auch aktiv ist) oder was auch immer.

      “Schau auf Dich” ist ein schöner Satz. Kleide Dich so, dass es Dir nichts ausmacht, wenn sich jemand auf Grund Deiner Kleidung/Deines Verhaltens/… ein Urteil über Dich erlaubt, würde vielleicht auch passen.

    • Dass sich jemand ein Urteil über einen anderen Menschen aufgrund der Kleidung bildet – ja nun, kann man machen. Wenn er das bei mir tut, soll er das auch gern tun, wenn es ihn weiterbringt. Nur darf er nicht damit rechnen, dass ich sein Urteil respektiere.
      Dass ich ausgerechnet über eine so “oberflächliche” Sache wie Mode blogge, hat bei einigen Menschen in meinem privaten und beruflichen Umfeld für Irritation gesorgt. Denn das “gehört sich nicht”. Das gehört nach Ansicht vieler Menschen, mit denen ich zu tun habe, nämlich eher in den Bereich von Menschen, die nicht allzuviel im Kopf haben. Gleiches Vorurteil, nur von der anderen Seite.
      Wer mich aufgrund von modischer Kleidung oder kurzer Röcke für einen Deppen hält, hat sich eben genauso getäuscht wie jemand, der eine absolut brillante Kollegin, die vermutlich all die oben aufgeführten “Modesünden” bereits begangen hat, für einen Deppen hält ;-)

    • Sorry Fran, aber ich kann mich da nicht zurückhalten: Ines meint keineswegs, die Menschen, sondern sie nennt “7 Sachen”, die ihr unangenehm auffallen”
      Daraus zu schlussfolgern, dass man womöglich den Charakter dieser Person beurteilt, halte ich für grundfalsch. Mich triggern solche Aussagen sehr.

  5. Liebe Ines,
    meine Mutter sagte immer:

    “trag nie mehr als drei Farben” daran halte ich mich.

    Muffineffekt, nun, das kann man doch auch auf manchen Modebloggs sehen.
    Auch hier sage ich oft:

    “haben sie keine Freunde?”

    Es ist einfach Sache von Jedermann selbst, mir gefällt auch nicht, wenn Jemand sich in einem Look zeigt,
    Tenor einer Blogfreundin:

    “Ist Sie in der Röhre steckengeblieben”, weil sie so altbacken angezogen ist.

    Ich kann mir oft auch die Kommentare nicht erklären und nicht nur ich, aber es ist eben einfach auch die Frage des Gefallens.

    Ich sehe in den Geschäften viele Menschen, sehr edel und chic angezogen, aber was ich auf manchen Blogs sehe, sehe ich z.B. auf den Straßen und in den Geschäften nicht.
    Auch neulich bei einer Fernsehsendung war die Moderatorin sehr elegant angezogen, aber so wie ich es auf Blogs sehe, eher nicht und das war keine Alltagskleidung.

    Lieben Gruß Eva

    • “In der Röhre steckengeblieben” ist ein schöner Spruch. Des einen stilistisches Markenzeichen ist des anderen Zeichen aus der Vergangenheit. Dazu habe ich mal gelesen: Wenn man einer Frau am (Augen-) Make-up ansieht, wann sie sich zu schminken begonnen hat (und es offenbar nie geändert hat), sieht es meistens in der aktuellen Zeit nicht mehr passend aus. Da ist viel dran.

    • Das muss nicht stimmen. Ich schminke mein Augen-Make up seit meinem 14. Lebensjahr gleich.

      Aber ich weiß, was gemeint ist. Wie oft sehe ich Frauen in meinem Alter, die noch die typische 80er Jahre Frisur haben, oben lockig und den Nacken kurz. Die sind in ihrer Zeit stehen geblieben und fühlen sich damit eben sicher. Veränderungen sind auch nicht immer leicht für einige.

  6. ps:

    ich trage sehr gerne knöchellange Hosen.

    Demnächst zu sehen. Es ist Geschmackssache. :-)))))))

    Lieben Gruß Eva

    • ps. liebe ines,

      wenn du nichts dagegen hast, werde ich in meinem Outfitpost gelegentlich auf dieses Thema Bezug nehmen.

      LG Eva

    • Kannst Du gerne machen. Vielleicht magst Du mir einen Hinweis geben, wenn der Artikel online ist, bitte. Danke.

    • Zwischen bewusst knöchellang und einfach nur zu kurz für eine lange Hose liegen optische Welten – siehe meine Antwort an Tina.

  7. Liebe Ines,
    ich muss gestehen das ich das gar nicht sehe. Dabei sitze ich wahnsinnig gerne im Café einer Einkaufsstraße und beobachte. Aber mir fallen nur Menschen auf die top gestylt sind. In Wien im 1. Bezirk ist das gar nicht mal schlecht und in Italien eine absolute Inspiration :-)
    Wenn ich es bei Freunden sehe würde ich es allerdings schon merken :-) und ihnen dann auch sagen!
    LG Natascha

    • Sei dankbar, dass Du das nicht siehst. Mein Job ist, diese Dinge genau zu sehen, weil meine Kunden mich dafür bezahlen, diese Dinge zu sehen, zu benennen und Ihnen zu helfen, sich zu verschönern nach Ihre Vorstellungen. Leider kann ich den Blick in der Freizeit nicht ausschalten, nur meinen Mund. In diesem Fall habe ich ausnahmsweise mal meine Tippfinger nicht gefesselt.

      In Hamburg gibt es auch Viertel, in denen ich nur Menschen sehe, denen ich wegen der Optik hinterherpfeifen könnte bewundernd (das Innere der Menschen kenne ich ja nicht, ich weiß also nicht, ob ich das auch gut fände) und eine S-Bahn-Linie, in der es so viele Menschen gibt, die aus meiner Sicht so furchtbar gekleidet sind, dass ich gar nicht hinsehen mag. Bei diesen Mensch ist deutlich zu sehen, dass sie sich “Mühe” gegeben haben. Was mich da am meisten stört: Viele offenbare Billigteile übereinander anstatt drei hochwertige Sachen. Und Farben, die weder zur Person noch zueinander passen – und die oben genannten 7 Aspekte (um das “böse” Wort “Sünden” hier nicht nochmal zu verwenden …)

  8. Darüber ob etwas eine Outfitsünde ist oder nicht, kann man geteilter Meinung sein liebe Ines. Meine Tendenz geht da eher in Uschi’s Richtung. Was für mich eher überhaupt nicht geht, sind die derzeit so hippen Hosen mit weißem oder rotem Streifen an der äußeren Seitennaht. So sahen nämlich vor 30 – 35 Jahren die Jogginghosen von Adi… aus. Deshalb würde ich so eine Hose weder zum Einkaufen und erst recht nicht als Outfit im Job anziehen. Wenn andere Spaß daran haben, solche Hosen zu tragen, dann bitte schön. Was ich persönlich als chic und ästhetisch ansehe, müssen andere noch lange nicht so sehen. Für mich hat das mit Leben und Leben lassen zu tun. Schließlich möchte ich meine Outfits auch nicht danach ausrichten was andere für richtig und ästhetisch empfinden. Liebe Grüße Ursula

    • Sportjogginghosen im Alltag sind für mich auch absolute Modesünden. Es gibt so viel mehr als 7 davon …

      Du setzt doch Tücher, Hüte und Accessoires bewusst und gerne ein, oder?. Ist das wirklich nur für Dich? Ganz ehrlich? Damit meine ich nicht, dass Du es richtig fändest oder es tust, für andere Dinge zu tragen, die Du nicht ästhetisch findest. Aber dass das Du Dinge nur trägst, weil sie Dir gefallen und keinesfalls, um anderen zu gefallen, würde mich doch sehr überraschen. Wenn es so ist? Gut so. Dann bist Du der erste Mensch, den ich virtuell oder persönlich kenne, dem wirklich und völlig egal ist, was andere von ihm denken. Ich möchte auch in erster Lnie mir gefallen, aber Menschen, die mir wichtig sind, möchte ich auch einen angenehmen Anblick, was das auch immer im Detail sein mag, kann man ja verschiedener Meinung sein, bieten.

    • Ich trage ja Jogginghosen im Alltag für mein Leben gern. Und die Freudlosigkeit in Bezug auf Mode in D manchmal würde ich keineswegs auf den Protestantismus reduzieren. Ich weiß, was Beate meint. Aber dann müsste es auch in Belgien oder den Niederlanden so sein…oder in Skandinavien.

      Unterhaltsame Kunst unterliegt ja oft derselben Herablassung mit der Mode betrachtet wird. Nicht so sympathisch die Einstellung m.E.

      LG Sabina

    • Am Ende ist ja vieles eine Frage der Kombination -wie auch bei den Jogginghosen. Ich meine SPORT-Jogginghosen, die aussehen, wie von Sport gekommen im Alltag. Aber auch da kann ma ja geteilter Meinung sein.

      “Unterhaltsame Kunst unterliegt ja oft derselben Herablassung mit der Mode betrachtet wird.” Das ist so schade. Wie schaffen die Belgier, das alles so viel interessanter zu sehen?

    • Ob ich Hüte, Tücher und andere Accessoires nutze um (auch) anderen zu gefallen, darüber habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht nachgedacht. Das ich mich gerne von der einen oder anderen Bloggerkollegin Ü30 inspirieren lasse, kann ich ohne zu zögern mit ja beantworten. Bei bestimmten Anlässen ist es ebenfalls selbstverständlich für mich, Outfits in denen ich mich wohl fühle zu tragen und trotzdem bestimmten Kleidungsvorschriften zu entsprechen. Allerdings gibt es auch hier für mich persönlich absolute “no goes”. Dazu zählt zum Beispiel das sogenannte kleine Schwarze. Das habe ich nicht im Kleiderschrank und kann mir auch nicht vorstellen für einen bestimmten Anlass eines zu kaufen, weil es einfach so überhaupt nicht mir entspricht. In vielem ist es mir inzwischen tatsächlich ziemlich egal was andere von mir denken. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, überall im Jogginganzug aufzutauchen und mich zu benehmen wie die Axt im Wald ;). Trotzdem würde es sicherlich bei einer Image- und Stilberatung ethliche Punkte geben, an denen noch gefeilt werden könnte. Bestimmt begehe ich auch manchmal Outfitsünden. Dem Trend überall im Jogginganzug rumzulaufen bin ich glücklicherweise noch nie gefolgt. Auch wenn ich meinen Stil jetzt nicht unbedingt als übermäßig chic einordnen würde. Liebe Grüße Ursula

  9. Zu kurze Hosen
    Gehen bei mir gar nicht. Seit es welche gibt, die lang genug sind, weiß ich: das muss nicht sein.
    Zu lange Ärmel
    Kann passieren. Mir eher weniger. Wenn sie irgendwie “optisch geschickt” nach oben gekrempelt sind, ist das für mich ok. Also bei Shirts. Bei Jacken finde ich es auch nicht schön.
    Zu enger tiefe Hosenbund mit Muffin-Effekt
    Ohne Worte.
    ausgebeulte Hosen
    HInten? Am Knie? Nee. Muss ich auch nicht haben.
    zu tiefer Ausschnitt
    Geht gar nicht.
    zu enger Schmuck
    Noch nie gesehen.
    ungeputzte Schuhe
    Ja… kommt drauf an wo. In der Stadt. Nein. Auf Feldwegen. Ja.

    LG Sunny

    • Hosen: Am Knie. Und am Po …

      Danke für Deine Zustimmung.

      Zu enger Schmuck? Eheringe, die nicht mehr ohne Zange vom Finger gehen oder optisch ins Handgelenk eingewachsene Uhrenarmbänder meine ich damit zum Beispiel. Leider habe ich das konkret oft vor Augen. Der Muffin-Effekt bei Schmuck sozusagen … achte mal in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit darauf … Du wirst es sehen …

      P.S. Auf dem Feld, der Wanderung und im Wald dürfen Schuhe natürlich dreckig sein! Das sind ja quasi Arbeitsschuhe. Aber auch die darf man dann hinterher mal säubern und alle halbe Jahr mal gründlich putzen für meinen Geschmack. Pflege = Respekt vor dem Material = Respekt vor mir.

  10. Hallo Ines,
    jeder so, wie er glücklich ist. Unsere Welt hat andere Sorgen, als schlecht angezogenen Menschen.
    Wenn ich mit den Hund unterwegs bin, da sehe ich ab und an auch aus, wie aus dem Gully gekrochen. Fünf Tage Regenwetter, wozu gibt es Gassikleidung.
    Ich bewerte Menschen nicht nach Ihrer Kleidung, Viele Leute, die was anziehen, um nicht zu frieren und auf die Etikette verzichten, sind charakterlich meist besser, als eine, die modisch ganz top ist. Die Erfahrungen habe ich gesammelt. Mir würde nur auffallen, wenn ein Kind vernachlässigt angezogen ist und die Eltern darauf ansprechen, in meiner Tätigkeit als Erzieherin. Die Eltern können aussehen, wie sich wollen, das ist mir total egal.

    Viele Grüße
    Andrea

    • Ich hoffe, ich darf hier auch kommentieren, liebe Ines,
      wenn nicht, dann bin ich nicht böse, wenn du es löschst.

      Andrea hat schon recht, mit dem, was sie schreibt.
      Dazu nur:
      Ich hatte einen Personalchef, mit einem Gehalt Endstufe höherer Dienst, er hätte sich viel mehr leisten können, als elegante Kleidung. Nein, es war ihm nicht wichtig, er war sauber angezogen, hatte immer Birkenstock an und ja, intelligent, gerecht und ein sehr guter Chef. Belesen und ein Wissen im Kopf, er wußte und konnte fast alles.

      Dann hate ich wieder einen Chef, der war korrekt gekleidet, hatte nur Markenkleidung getragen und war menschlich ein A……..und Führungsqualitäten, 0000000!!

      Erfahrungen, mit Chefs habe ich viele aber ich kann sagen, die, die menschlich in Ordnung waren und sehr gute Führungsqualitäten hatten, achteten nicht so sehr auf ihre Kleidung.
      Meine Erfahrung,
      klar Kleider machen Leute wie Gottfried Keller schreibt.
      Man wird auch besser angesehen, wenn man gut gekleidet ist, das merke ich immer auch am einkaufen, ob ich nun mit dem Rad fahre, denn da fahre ich nur in Radkleidung oder aber mit dem Auto.
      Wobei meine Radkleidung sich durchaus sehen lassen kann. :-)))))

      Lieben Gruß Eva

    • Natürlich darfst Du hier kommentieren, hast Du doch gestern auch schon. Warum sollte ich das löschen? Das ist nicht mein Stil.

      Wenn die Türen auf sind, spielt die Kleidung keine Rolle mehr. Wenn sie aber noch zu sind, gehen sie in passender Kleidung leichter auf.

    • Natürlich liegt ein Unterschied in der Funktionalität der Kleidung, die uns schützen und gesund halten soll, und der optischen Wirkung. Die bewusste und unbewusste Wahrnehmung setzt sich immer aus einer Menge vom Komponenten zusammen, Je mehr man sich der unbewussten Aspekte bewusst ist, kann man diese natürlich auch bewusst ignorieren- so wie Du es auch sagst.

      Mit dem Beitrag geht es mir darum, den Menschen bestimmte Aspekte bewusst zu machen, die sie vielleicht nicht bemerken. Jede bewusste Entscheidung für oder gegen etwas wird für die Person dann auch die richtige sein. Und sei auch nur die Entscheidung, dass Kleidungsdetails gerade keine Rolle spielen, warum auch immer.

      Ich hätte die 7 Punkte auch anders formulieren können:

      1. 1/1-Hosen, die weit genug sind, um über den Schuh zu passen, sehen am besten passend zu den Proportionen aus, wenn die Fersenkappe des Schuhs bedeckt ist und sie über dem Boden schwebt.
      2. Lange Ärmel bei Oberteilen enden am besten an der Daumenwurzel. Wenn die Hand komplett herausschaut, hast Du Sie für die Gestik frei und strahlst mehr Selbstbewusstsein aus.
      3. Wenn Du darauf achtest, dass der Hosenbund an den Seiten glatt anliegt, hast Du eine schöne Silhouette.
      4. Hosen, die in Form sind, lassen Dich schlanker und straffer wirken.
      5. Die ideale Ausschnitttiefe hängt von Deiner Gesichtslänge ab. Bestimmung der idealen Tiefe des Ausschnitts
      6. Auch Schmuck passt bei Gewichtsschwankungen mal besser und mal weniger gut in der Weite. Schneiden Deine Ringe gerade etwas ein? Dann machen sie vielleicht besser mal eine Pause und Halstücher sind die besseren Hingucker. Oder Du schaffst Dir einfach Ringe in zwei Größen an, wenn Du auch Hosen in zwei Größen trägst.
      7. Menschen wollen Menschen einschätzen, um zu sehen, ob sie sicher vor ihnen sind. Dazu gehört der Blick einmal von oben (Gesicht) bis unten (Schuhe). Geputzte Schuhe tragen dazu bei, dass Du den Eindruck machst, Dir selbst Wertschätzung entgegen zu bringen.

      Manchmal möchte ich es aber auch nur einfach knackig auf den Punkt bringen.

  11. Liebe Ines, ich glaube auch, ich sehe das gar nicht so. Menschen, die stylisch oder toll angezogen sind (das ist aber eine persönliche Geschmackssache) fallen mir hingegen gleich auf, so hole ich mir schon mal die ein oder andere Inspiration (z.B. auf Blogs!). Habe heute gehört, dass der Hosen-Style für Männer in den kommenden Jahren weit, hohe Taille und (leicht!) “Hochwasser” sein soll. Für Geländewagen gibt es länger schon Dreck in Spraydosen, um die Autos schmutzig aussehen zu lassen… vielleicht gibts das inzwischen auch für Schuhe? na, wer weiß, vielleicht sind das alles trendige Menschen, und wir sind bloß diejenigen, die es nicht mitkriegen…? ;-) Liebe Grüße, Maren

    • Bei Männern hohe Taille und leichtes Hochwasser wird modern? Wie schön, dass nicht nur Frauen sich dann Jahre später auf Fotos fragen, was sie zu dem Outfit gebracht hat ;) .

      Dreck in Dosen? Hilfe! Aber auch nicht anders, als absichtlich zerstörte Hosen zu kaufen (was ich nicht tue). Alles findet seine Zielgruppe.

      Vielleicht hast Du recht, ich habe nur den Trend mit Muffin-Effekt in zu kurzer Hose versteckt in zu langen Armen verpasst. Ich gehe mal in die neuen InStyle gucken.

  12. Für mich müssen einfach nur die Proportionen stimmen – also bei mir.

    Leggings mit kurzem T-Shirt dazu oder Shorts mit weißen Socken und Sandalen finde ich viel schlimmer (am besten noch das Shirt in die Shorts gesteckt) – oder Crocs auf der Straße. Das grenzt dann schon am Gruselkabinett.

    Liebe Grüße Sabine

    • Durch die Sache mit den Ärmeln und Hosen in passender Länge stimmen da die Proportionen in der Regel. Das ist der Grund, warum ich das angeführt habe.

      Die “Shorts mit Sandalen und weißen Socken”-Nummer hatte ich auch erst auf der Liste. Ich wollte dann aber nicht alle Klischees bedienen, sondern die Sachen nehmen, die vielleicht wirklich nicht jedem so offensichtlich sind. Mir ging es mit dem Beitrag darum, den Blick für das Gesamtbild zu schärfen und nicht bestimmte Kleidungsstücke oder -stile zu stigmatisieren.

  13. Ups, die beiden Fragen am Ende finde ich – nicht nur, aber auch aus persönlichen Gründen – tatsächlich ein wenig … ähm … schwierig . :-/

    Im Übrigen hat vermutlich wirklich nicht jeder Mensch Freunde, die die von Dir angesprochenen Kleidungs-„Sünden“ überhaupt als solche erkennen oder aber, die Freunde nehmen ihre Leute halt einfach so wie sie sind und somit das Thema Kleidung nicht so wichtig. Letzteres ging mir jahrelang genauso.

    Außerdem gibt es ja auch eine Menge Leute, die (auch berechtigte) Kritik schlicht und ergreifend nicht hören wollen. Auch da kenne ich einige Exemplare.

    Chacun à son goût.

    Liebe Grüße
    Gunda

    • Von meinen Freunden erwarte ich auch, dass sie meine Freunde sind unabhängig von meiner Kleidung. Wenn sie aber finden, dass ich unwissentlich Sachen trage, die “nicht so glücklich gewählt sind”, erwarte ich von meinen Freunden aber auch, dass sie mir das sagen, wenn sie das wahrnehmen. Auf eine höfliche Weise in einer passenden Situation (nicht auf der Party sondern nach der Party, wenn das Outfit dafür nicht so toll war – damit ich mich auf der Party darin schlecht fühle, sondern es ggf. einfach beim nächsten Mal nicht wieder so anziehe).

      Wer Kritik da nicht hören will, braucht das ja auch nicht zu tun. Da würde ich dann z.B. nichts sagen. Da sind wir dann wieder bei einem meiner Lieblingssätze “keine Beratung ohne Auftrag”.

  14. Hallo Ines,
    ich bins nochmal.. habe meinen vorigen Kommentar von gestern nicht böse gemeint. Klar versuche ich mich gut anzuziehen und habe meinen Stil. Ich bin ja mehr die Beauty Tante, was Gesichts-und Körperpflege angeht, aber ich würde mit mein Bestreben nach gepflegten Gesicht und Körper, nicht auf andere schließen. Wenn ich eine 50 jährige ohne Make-up sehe und die sich nicht um Anti-Aging schert, dann ist es so. Trotzdem habe ich keine schlechten Gedanken oder möchte Ihr zeigen, wie sie besser aussehen kann. Wenn jemand auf mich zukommt und darum bittet, weil ich privat schon mal meine Kosmetik Kenntnisse an Freunde und Bekannte weitergebe und sie auch schminke, dann mache ich das gerne. Sonst aber, stehe ich jedem gelassen gegenüber . Klar, wenn jetzt jemand total ungepflegt ist, dann muss ich mich auch schon zusammen reißen, um meine Klappe zu halten.
    Warum die Aussage, haben die keine Freunde, die auf Mängel aufmerksam machen. Für Dich sind das Mängel, weil das Deine tägliche Arbeit ist, aber andere Leute sehen den Charakter oder den gemeinsamen Spaß und das ist wichtiger, als eine zu kurze Hose. Stell Dir mal vor, wir laufen alle perfect rum . Auch langweilig.
    VG Andrea

    • “Klar, wenn jetzt jemand total ungepflegt ist, dann muss ich mich auch schon zusammen reißen, um meine Klappe zu halten.” Genauso geht es mir mit Kleidung und so ist diese Liste für den Beitrag zusammengekommen.

      “aber andere Leute sehen den Charakter” Keine Sorge, den sehe ich auch, ganz so oberflächlich wie es hier gerade scheint bin ich nämlich nicht :) . Zu mir kommen jedoch viele Menschen, die nicht so wahrgenommen werden, wie sie wollen. Dann kann die Kleidung dann schon helfen, schneller nach eigenem Wunsch wahrgenommen zu werden.

      Es gibt so viele Sichten darauf. Es sind so viele Aspekte dabei … dass dieser Artikel auf solche Leseremotionen trifft überrascht mich jedenfalls. Triggert deutlich mehr an als von mir erwartet.

  15. Alle diese Outfitfallen sehe ich auch mal bei mir nachstehenden Menschen. Ich überlege aber lange , ob ich es ihnen auch sage.( zum Beispiel bei meiner Mutter ) Da ist viel Einfühlungsvermögen gefragt . ? Wenn ich nicht gefragt werde bin ich lieber still und gebe keinen Komentar ab.Liebe Grüße und einen schönen Feirtag für Alle!

    • Genau so etwas meine ich mit der Frage im Beitrag “Haben die keine Freunde (oder nimm Familie als Synoym)?” Exakt so habe ich den Beitrag gemeint.

      Du siehst es. Du weißt, dass es dem Menschen nicht egal ist. Und Du schweigst. Bevor man jemanden taktlos verletzt, ist Schweigen besser, klar. Aber zu überlegen, wie Du der Person das sagen kannst, so dass sie es annehmen kann, ist für mich die eigentliche Frage. Wenn Dir das gelingt, hast Du ihr in den meisten Fällen einen Gefallen getan. Wenn Deine Mutter/Freundin/liebe Kollegin irgendwann hört, dass Du seit Jahren ihre Hosen zu kurz findest (oder was auch immer) und sie durch anderes Feedback auch zu der Erkenntnis gekommen ist, wird sie sich wünschen, dass Du ihr das lange vorher gesagt hättest.

      Besteht Interesse dran, dass ich demnächst mal einen Artikel dazu schreibe “wie sage ich es …”?

    • “Besteht Interesse dran, dass ich demnächst mal einen Artikel dazu schreibe „wie sage ich es …“?”

      Nein. Entweder hat man so einen guten Kontakt und Draht zueinander, dann weiß man, wie und was man sagen kann oder eben nicht. Ich würde nie zu jemanden etwas sagen wie “Deine Hosen sind zu kurz.”, wenn ich nicht um meine Meinung gefragt werde.

      Also ich wäre da nicht erfreut drüber, egal, wie nett so eine Aussage verpackt ist. Auf dem Blog ist es etwas anderes, da möchte ich den Austausch und die Kritik, aber in meinem privaten Leben brauch ich keine ungefragten (Rat)Schläge.

  16. Wenn man bedenkt, dass Modeblogger, die sich bewusst der Öffentlichkeit zeigen, kritische Kommentare nicht veröffentlichen, dann kann ich mir auch gut und gerne vorstellen, dass auch Freunde sich nicht immer alles sagen (wollen) in Bezug auf Kleidung.

    Bei dem Satz “Haben die keine Freunde?” geht mir aber etwas die Hutschnur hoch. Es hat nun mal nicht jeder Freunde, grade in Berlin ist das sehr schlimm eigentlich.

    Es haben aber auch viele Menschen kein Geschick dazu. Die empfinden Farben z.B. ganz anders als wir. Ich selber ertrage an mir vieles nicht, was optisch nicht gut zusammen passt in meinen Augen, bei anderen finde ich nur störend, wenn sie ungepflegt sind.

    Einzig und allein die Aussage einiger, dass man, wenn man arm ist, sich keine schöne Kleidung kaufen kann, finde ich falsch. Manchmal trage ich Outfits, wo alles zusammen gerechnet (ohne Schuhe) unter 20€ kostet.

    Dass Dir als Stilberaterin viele sofort auffällt und Dir vieles missfällt, mag sein, aber ganz ehrlich? *lach* Wenn ich da an Deinen braunen Pullover denke, wo der Bund sowas von schlappert, da könnten andere auch denken, hat die keine Freunde? Verstehst Du, was ich damit sagen will? Ich find´s oberflächlich, Job hin oder her.

    Und ich als Damenmaßschneiderin sehe auch sofort, was gut und was schlecht und billig genäht wurde. Ich glaube, dass bringt jeder erlernte Beruf, den man mit Freude ausübt oder ausgeübt hat, mit sich.

    Liebe Grüße und schön, dass Du immer so spannende Themen auf Deinem Blog hast.

    Moppi

    • Meinst Du den Pullover? https://www.meyrose.de/2016/11/13/blogparade-schokolade-zum-anziehen/ Da habe ich die Bündchen sogar absichtlich aus ausgeleiert, weil ich es bei ihm besser finde :) . Klar verstehe ich, was Du damit sagen willst. Es gibt es immer Sachen, bei denne man geteilter Meinung sein kann. Grundansinnen meines Beitrages ist, die Leser zum genaueren Hingucken zu bewegen. Zu welcher Entscheidung man im Einzelfall kommt, bleibt dann ja jedem selbst überlassen.

      Geld macht es einfacher, sich gut zu kleiden (was gut nun auch wieder heißen mag), aber ist keinesfalls die Grundlage dazu. Da stimme ich Dir völlig zu und das habe ich hier im Blog auch schon oft geschrieben. Das ist keine Geldfrage. Mit weniger Geld dauert vielleicht die Suche länger und die Auswahl ist geringer. Aber ob die Hose zu lang oder zu kurz ist (für den Geschmack der Trägerin) liegt nicht am Preis.

      Warum nähst Du Dir als Damenschneiderin eigentlich Deine Sachen nicht selbst? Ich weiß, dass Stoffe und Material dafür teuer sind, aber dafür würden die Sachen dann ja genau passen. Gerade bei Deiner Größe wäre das bei Details doch sicher oft einfacher, oder? Gar keine Lust mehr dazu? Habe ich schon mal gefragt, oder? Ich weiß aber die Antwort nicht mehr, sorry.

    • Da spielen viele Gründe eine Rolle. Nicht nur Stoffe und Garne sind teuer und dann oft nicht von so guter Qualtität, wie der Preis vermuten lassen würde, sondern das Maßnehmen an sich. Ich kann mich selber nicht 100% genau vermessen und einem anderen traue ich das nicht so ohne weiteres zu. Normale Schnittmuster kann ich auch schlecht verwenden, da zwischen oben und unten so gut wie 2 Kleidergrößen Unterschied sind. Und es gibt noch viele andere Gründe, aber Spaß machen würde es mir mit Sicherheit. Aber neben dem Bloggen habe ich noch andere Hobbys, da würde ich das von der Zeit her auch gar nicht ohne weiteres schaffen.

  17. Hui – hier geht ja ordentlich was ab – kaum ist ein Beitrag nicht nur “Mainstream”, schlagen die Kommentare meterhohe Wellen. Hätte ich ja nicht gedacht, dass die einfache Aufzählung von ein paar Outfitsünden so polarisiert, zumal Ines ja eigentlich nur ihre persönliche Meinung vertritt. Und das ist ja ihr gutes Recht in ihrem Blog-Wohnzimmer. Ich stelle mir gerade folgende Situation vor: ich hole eine Freundin zur Party ab und sie hat sich irgendwie etwas “daneben” angezogen. Ich halte aber die Klappe, weil wir spät dran sind. Am Club treffen wir Freundin Nummer 3 und sie sagt gleich zu ihr: “Huch, was hast Du denn an?” und ich röhre: “Ja, mir ist das auch schon aufgefallen!” Dann ist doch meine Freundin zu recht sauer, weil ich es ihr nicht gleich gesagt habe!

    • Dass ich in meinem namenentlichen Blog offenbar meine Meinung als persönliche Meinung kennzeichnen muss, wundert mich auch …

  18. So, jetzt habe ich mich durch alle Kommentare der Kommentare gelesen und möchte Deine Frage:
    “Besteht Interesse dran, dass ich demnächst mal einen Artikel dazu schreibe „wie sage ich es …“?”
    mit Ja beantworten. Das ist doch wirklich ein interessanter Ansatz.
    Wenn man befreundet ist oder verwandt und dem anderen Menschen zugetan, dann ist es doch besonders wichtig, etwas gut mitzuteilen. Und bei Modeangelegenheiten sowieso.
    Du musst im Stilberatungs-Alltag sicher auch oft etwas eher diplomatisch an den Mann oder Frau bringen.
    Also, mich tät so ein Artikel interessieren.
    Herzlichst, Sieglinde

  19. Die Liste an sich ist schon richtig. Und manchmal wünscht man sich und anderen eine Spiegel, der einen auch mal von der Rückseite zeigt.
    Leider ist es nicht so einfach, sich vorteilhaft zu kleiden, wenn man nicht den Konfektionsgößen entspricht. Als kleiner Mensch mit “großer Größe” sind bei mir bei Oberteilen ständig die Ärmel zu lang und die Taille sitzt nicht. Man müsste die Kleidungsstücke komplett umarbeiten lassen, damit sie passen. Das lohnt sich oft nicht und ist auch bei Basisgarderobe für mich kaum erschwinglich. So läuft man dann eben mit unprofessionell gekürzten oder umgeschlagenen Kleidungsstücken herum. Natürlich ahnt man, dass das registriert wird und schämt sich entsprechend. Entweder tut man trotzig “das muss so” oder man sieht zu , dass man keine unliebsamen Begegnungen hat. Schön ist das alles nicht.
    Daher halte ich es nicht für günstig, jemand auf Dinge aufmerksam zu machen, die dieser vielleicht nicht ohne weiteres ändern kann oder will. Bei heraushängendem Futter oder Unterkleid bzw. in die Unterhose geklemmten Rock (kommt vor!) etc. ist das etwas anderes.
    Gruß Petra

    • Wenn man denkt, dass der derjenige nicht ändern kann oder will, halte ich auch nicht für angemessen, das zu sagen. Das wäre anmaßend.

      Zu “Das lohnt sich oft nicht und ist auch bei Basisgarderobe für mich kaum erschwinglich. ” denke ich, dass es sich durchaus lohnt. Bei sind alle Blazer- und Mantelärmel gekürzt und frühere Etuikleider wegen der Taille angehoben (kurzer Oberkörper, viel Busen, kleine Gesamtlänge – ich weiß am eigene Leib, was Du meinst). Sachen, die man komplett umarbeiten müsste, kaufe ich nicht. Man bekommt mit der Zeit einen Blick dafür, was geht. Ich lasse selbst Blazer von H&M für 40 Euro für 10 Euro ändern, die gehen dann zur günstigen Schneiderin, bei der auch mal eine Naht schief wird. Die teureren Blazer gehen zur besseren Schneiderin mit höheren Kosten. Ich kaufe dann lieber ein Teil weniger, hochwertiger und lasse das ändern und trage das dann öfter. Second Hand kann für hochwertige Sachen auch eine Alternative sein. Ich habe schon einen günstigen Second Hand Blazer für 30 Euro in der Schulterbreite und Ärmellänge ändern lassen und dann saß er wie angegossen.

      Ich habe in Seminaren oft Kunden, die ganz wenig Geld haben, wenn sie gerade in beruflicher Wiedereingliederung sind. Wenn ich da zeige, wie einfach man solche Kürzungen improvisieren kann, ohne dass es auffällt, und wie viel das ausmacht, sind die meistens positiv erstaunt. Jeans kann man ganz gut umbügeln nach innen und nur mit ein paar Stichen in der Seitennaht fixieren. Ärmel lassen sich oft ganz gut eine Saumbreite nach innen schlagen und dort auch fixieren bei Bedarf.

  20. Liebe Ines,
    Du erreichst mit Deinem Blog Leserinnen in einem sehr großen Umkreis, und Du wohnst nicht eben um die Ecke, wie wäre es mit einer online Stilberatung, “Ausweitung” Deines Angebotes??
    Ich könnte die Liste der “Sünden” noch erweitern, besonders wenn die Gäste im Sommer die Getreidegasse der Stadt Salzburg bevölkern,
    alles Liebe Gabriele

    • Die Idee einer Online-Stilberatung ist theoretisch gut. Ich biete Beratung per Skype an bei Interesse. Es gibt ein paar Startups, die Online-Stilberatung zu Dumpingpreisen anbieten. Damit kann und will ich preislich nicht konkurrieren (Hungerlohn). Eines dieser Unternehmen hat mich als Bloggerin sogar mal angesprochen, ob ich das nicht kostenfrei testen und vorstellen möchte … super Recherche von denen, oder? Zum Glück lebe ich in einer Großstadt und habe daher genug Kunden vor Ort und im Umland. Wenn es mich aus irgendeinem Grund mal in ländlichere Gegend verschlagen sollte, kann ich mir das alternativ zur persönlichen Beratung durchaus vorstellen. Bis dahin bleibe ich bei live und Skype.

      Oh, die Outfitsünden der Touristen in der Getreidegasse sind bestimmt “zauberhaft” …

  21. Wieder was Interessantes verpasst, aber es ist ja noch nicht zu spät zum Kommentieren!
    Dieses Thema war schon oft Gegenstand in dem Forum, in dem ich (und auch andere Posterinnen hier :) ) etliche Jahr aktiv unterwegs war.
    Da flogen dann immer die Fetzen. Es polarisiert und trotzdem finde ich gut, dass du es hier aufgreifst!
    Für mich eine typisch deutsche Angelegenheit – Kommentare zum Aussehen sind entweder arrogant oder unterste Schublade. Da gebe ich Beates historischen Hinweisen recht (und werde sie gern nachlesen) – da hat uns die Geschichte nicht gerade frei gemacht!
    Ich mag nicht, wenn man Bemerkungen zu unvorteilhafter Kleidung gleichsetzt mit Oberflächlichkeit bzw. mit WERTUNG der Persönlichkeit. Denn darum geht es nicht, es geht schlicht um die Tatsache, dass wir, die sich für Mode interessieren eine genauere Wahrnehmung diesbezüglich haben. Und da finde ich es überhaupt nicht schlimm, dass man dies auch mal konkret ausspricht. Sozusagen als Tipp für die Selbstreflexion – wie sieht das denn bei mir aus.
    Bei Menschen, die sich nicht für Mode interessieren, kommt das gar nicht an, es ist ihnen schnurz, was sie anhaben und was wir davon halten. Da spare ich mir auch meine Kommentare, aber ich gebe gern Rat, wenn man mich direkt fragt: geht das so?
    Es ist dein Beruf, da liegt es mehr als Nahe, dass du deine Augen im Alltag auf hast und beobachtest, was eigentlich nicht vorteilhaft ist (ich drücke mich sehr vorsichtig aus!)
    Sich gut zu kleiden (nicht nach der neuesten Mode!!!), ist für mich Selbstwertschätzung. Und ich entschuldige mich schon lange nicht mehr dafür, dass ich mich für Mode mehr als normal interessiere. Das Thema gehört zur Kultur- und Kunstgeschichte, wie die Mathematik zur Naturwissenschaft…
    Ja, ich bin für einen Artikel, schreib mal!
    Ich gehöre zu denen, die auch mal ungefragt kommentieren, z.B. vor der Garderobe im Geschäft oder, wenn frau den Faden hinten am Mantelschlitz nicht auftrennt und nicht aufs Fahrrad kommt…. Ich kenne aber meine Grenzen!
    Im Übrigen könnte ich die Liste noch ergänzen, das spare ich mir aber….

    LG Susanne

    • Hey, zum Kommentieren ist es nie zu spät!

      Wenn Du Lesetipps zu den historischen Beweisen der Haltung der Deutschen zur Mode und Oberflächlichkeit bzw. Wertung hast, gerne her damit hier als Kommentar für alle sichtbar, die es interessiert.

      „es geht schlicht um die Tatsache, dass wir, die sich für Mode interessieren eine genauere Wahrnehmung diesbezüglich haben. Und da finde ich es überhaupt nicht schlimm, dass man dies auch mal konkret ausspricht. Sozusagen als Tipp für die Selbstreflexion – wie sieht das denn bei mir aus.“ Ganz genau so habe ich den Beitrag gemeint. Wer mit seinem Äußeren nicht glücklich ist und nicht weiß, was daran zu ändern wäre, kann Anregungen finden. Es geht nicht um die Menschen, die es bewusst so tragen und nicht um die, die gerade nichts ändern können oder möchten.

      Danke für Deinen Kommentar, der viel besser in Wort fasst, was ich zum Thema Mode, Wertung und Wertschätzung denke, als ich es hätte formulieren könne. Ich unterschreibe Deine Worte ausnahmslos alle sofort.

      P.S. Meinst Du mit besagtem Forum das der reichweitenstarken deutschen Frauenzeitschrift mit B? Dazu möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich da nie Mitglied war und auch nicht vorhabe zu werden. Ich bekomme ab und an mal Klicks daher. Die Beiträge, die ich sehen kann, sprechen mich nicht an, damit etwas zu tun haben zu möchten. Auch wenn ich die Zeitschrift 20 Jahre gerne gelesen habe.

    • Danke Ines, da sind wir wohl auf einer Linie.
      Ja das meine ich. Ich würde es nicht pauschal aburteilen. Mir wurde dort schon sehr geholfen, ich habe nette Leute kennengelernt und Freundinnen gefunden. Ohne das würde ich hier wohl nicht schreiben. Sieglinde ist der Kitt :) mit der Zeit wiederholt es sich, aber ich treffe mich regelmäßig mit ein ganz tollen Runde von Frauen aus diesem Kreis. Ich kenne kein anderes Forum, in dem es so gesittet und auch gehaltvoll zugeht! Zickenkrieg ist überall, dem kann man sich aber ohne Probleme entziehen.
      Sorry für die Abschweifung, es passte gerade. LG

  22. Da ist ja eine interessante Diskussion entstanden, aus diesem Knackig-auf-den-Punkt-gebracht-Beitrag … ;-)
    Das anvisierte Thema “Wie sage ich es ….” dürfte mindestens ebenso spannend werden, weil jeder letztendlich doch ein bisschen anders “tickt”.
    Mich erinnert das gerade an einen Beitrag von Dir in dem du vor längerer Zeit mal erwähntest, dass du die Frage “Hast du abgenommen?” so gar nicht magst. Mir macht so eine Frage zum Beispiel nichts aus, dagegen bringt mich der Satz “Du hast ein fröhliches Lachen/Gesicht” auf die Palme oder noch schlimmer “Du hast schöne Augen” – ja, klar als Brillenträgerin… ;-) … ich denke mir dann immer, wenn einem sonst nichts zu meiner Person einfällt, na dann … danke aber auch! :-)

    • Dass man mit sieben Stichworten so viele Worte erzeugen kann, ist in der Tat interessant :) .

      Mal sehen, ob ich auf einen “Wie sage ich es ..” Beitrag demnächst mal Lust habe. Kann ich mir aber durchaus gut vorstellen. Braucht ein bisschen Zeit, den fundiert zu schreiben. Könnte in den Juni passen.

      Du meinst diesen Beitrag https://www.meyrose.de/2014/09/10/komplimente-die-keine-sind-1-hast-du-abgenommen/ ? Dazu stehe ich noch immer. In dem Wissen, dass das jeder anders empfindet. „Du hast schöne Augen“ stört Dich auch? Das würde ich gerne als #2 in die Serie aufnehmen in Kürze. Das geht mir nämlich auch so. Manchmal dauert es halt fast drei Jahre, bis #2 kommt … Dann würde mich natürlich unter dem Beitrag brennend Deine Sicht dazu interessierten. Lass mich und die Leser noch ein bisschen neugierig warten :) .

      „Du hast ein fröhliches Lachen/Gesicht“ bringt Dich auf die Palme? Mich nicht. Das höre ich gerne und sage ich auch zu anderen Menschen. Darf ich fragen, was Dich daran auf die Palme bringt? Vielleicht lässt mich das künftig bei anderen Fettnäppchen umgehen.

    • Der Satz „Du hast ein fröhliches Lachen/Gesicht.” bedeutet für mich so viel wie: “Macht doch nix, dass du nur durchschnittlich aussiehst,…
      bzw.:
      “An dir/deinem Aussehen ist zwar nicht wirklich was besonders erwähnenswert,…
      ….aber dafür hast du wenigstens ein fröhliches Lachen/Gesicht.”
      Und deshalb bringt er mich auf die Palme ;-)

  23. Was ist hier los???? Worum geht es hier eigentlich? Wegen ein paar Outfit Sünden? OMG, ich glaube ich könnte noch die Liste noch ergänzen, z.B. Socken mit Sandalen, Unterwäsche die durch helle Stoffe durchscheint, Sichtbare BH-Träger unter einem Spaghetti-Top..usw. kkkkkk
    “Der Vorteil an Outfitsünden ist, dass sie sich meist problemlos beheben lassen….” Wenn man sich bewusst ist, was man eigentlich trägt und wenn man etwas verändern möchte!
    Am Ende is alles geschmackssache, und sollte es auch bleiben! Das sollte man respektieren.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • “Der Vorteil an Outfitsünden ist, dass sie sich meist problemlos beheben lassen….”

      Das hast Du schön gesagt. Und wenn das beheben will, ist das selten eine Frage des Geldes.

  24. hihi, ein bisschen schmunzeln muss ich da schon – denn auch bei mir in der Fußgängerzone denke ich genau DAS ganz oft: haben die keine Freunde :D.
    Klar, leben und leben lassen, aber oft würden ein paar kleine Kniffe den anderen einfach gepflegter aussehen lassen…

    Ganz liebe Grüße aus der EDELFABRIK Chrissie

    • Wenn jemand wirklich keine Freunde hat und niemanden, der ihm helfen mag, wenn er denn möchte, hat derjenige durchaus mein Mitgefühl. Meine Frage am Artikelende ist daher weder als Vorwurf noch als Lustigmachen gemeint, wie es offenbar von einigen Leser_innen verstanden wird.

  25. Ich kann mir schon vorstellen, dass dir das als erfahrene Fachfrau schon von Weitem auffällt. Selbst als Laie frage ich mich manchmal, warum die Leute dieses oder jenes tragen und ob ihnen vielleicht sogar jemand dazu geraten hat.

    Na ja, vielleicht denken die das von mir auch… *grins*

    Lieben Gruß
    Sabine

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