Selbst gestrickt – selbst getragen!

Werbung ohne Entgelt

Leichtgewicht aus Gotlandschaf-Lammwolle Foto: Rotlilie Strickmanufaktur

Leichtgewicht aus Gotlandschaf-Lammwolle – Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Gastbeitrag von Susanne Nagel

Seit gefühlt 10 Jahren schwappt eine Welle der DIY-Blogs und Ratgebern quer durch alle Medien. Weil Stricknadeln zu mir gehören, wie Bücher und schöne Klamotten und quasi immer griffbereit liegen, nahm ich den Trend gerne auf. Ich brauchte dringend Ablenkung, mein Job ging mir auf die Nerven, eine wirkliche Alternative war nicht möglich, also besann ich mich auf mein zyklisch gepflegtes Hobby.

Immerhin reichte mein Enthusiasmus diese Mal bis zum Marktstand mit zwei gleichgesinnten Damen. Unter dem Namen rotlilie-Strickmanufaktur (Werbung) stehen wir auf dem Karl-August-Platz in Charlottenburg, einem der ältesten Märkte in Berlin. Mein Beitrag dafür beschränkt sich aus vielerlei Gründen zwar nur auf Accessoires, aber der Spaß an der Sache ist die Motivation und ich muss davon auch nicht leben!

Was macht das Selberstricken aus?

Die Läden sind voller Jacken, Pullover, Kleider aus Wolle, quer durch alle Preisklassen … Sparsamkeit ist es eher nicht. Qualitätswolle ist teuer geworden, Handelsrabatte gibt es nur bei Abnahme großer Mengen. Rechnet man die Arbeitszeit dazu, steht unterm Strich eine stattliche Summe. Nur ein bestimmtes Publikum schätzt Unikate und ist bereit, den Preis dafür zu bezahlen. Wir spüren das auf dem Markt.

Nachhaltigkeit hin oder her, die Herstellung von Wolle ist, wie die gesamte Textilproduktion, nicht gänzlich frei von Kompromissen an die Natur und Umwelt. Liegt was im Trend, wird der Rohstoffmarkt auch irgendwie ausgebeutet, denn so viele Ziegen, die ihr Unterfell für edles Kaschmir hergeben, existieren nun auch nicht auf der Welt! Man muss die Dinge immer von zwei Seiten aus betrachten.

Auf der Nadel: Alpaca und Schurwolle mit Maulbeerseide - Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Auf der Nadel: Alpaca und Schurwolle mit Maulbeerseide – Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Es ist die Leidenschaft, aus schönem Material etwas herzustellen. Der Trend hat den Wollmarkt quasi revolutioniert – noch nie wurden so viele verschiedene Wollqualitäten angeboten. Ein Fest für die Sinne, wenn das Garn durch die Finger läuft und im Kopf ein Muster entsteht. Dank strickender und nähender Vorfahren in der Familie, lege ich großen Wert auf gute Qualität. Somit ist die Versuchung groß, Wolle anzuhäufen. Eine süße Qual, sich zu beschränken …

Die Massenware in den Geschäften erschlägt und ermüdet mich gleichermaßen. Modisch bin ich gern individuell unterwegs und selbst gestrickt ist immer Unikat!

Der Weg ist das Ziel: auf dem Sofa, mit Stöpsel im Ohr für das Hörbuch oder die neueste Serie auf der Mattscheibe, da erdulde ich sogar Fußballlärm – der Gatte muss ja auch die klappernden Nadeln ertragen. Abschalten und kreativ sein – das ist meine Art von Meditation. Wunderbarerweise kommt manchmal auch etwas dabei heraus, was sich vorzeigen lässt …

Mein Lieblingsteil ist ein Mix aus Seide und Mohair - Ito Garn aus Japan - Foto: privat

Mein Lieblingsteil ist ein Mix aus Seide und Mohair – Ito Garn aus Japan – Foto: privat

Meine Prämissen sind

  • Selbstgestricktes darf auch so aussehen, ich will keine Maschinenware kopieren. Ich verstricke nur mittelstarke bis dicke Wolle. Feinstrick kaufe ich besser.
  • Je natürlicher die Wolle, umso mehr Spaß macht es, deshalb greife ich auch oft zu Schafwolle. Sie liegt beim Stricken gut in der Hand, lässt sich gut verarbeiten, wärmt und ist mit Sicherheit nachhaltig, weil sehr lange haltbar.
  • Ich dränge niemandem was auf, meine Angehörigen werden nicht ungefragt von mir bestrickt. Außer die Enkel, die können sich nicht wehren.
Für Elise - Lettlopi, reine isländische Schafwolle - Foto: Rotlilie Strickmanufaktur

Für Elise – Lettlopi, reine isländische Schafwolle – Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Am liebsten arbeite ich nach meinen oder vorgegebenen Entwürfen, ohne dass mir jemand dazwischen funkt. Deshalb stricke ich nicht unbedingt nach Auftrag. Es wird immer anders als in der Vorstellung des Auftraggebers und führt manchmal zu Enttäuschungen. Der Überraschungseffekt fertiger Produkte birgt keine Erklärungsnöte. Aber ich mache auch Ausnahmen, gerade ist ein Pullover für meine Schwägerin in Arbeit.

Ungern gehörte Gegenargumente

Strick trägt auf – ach was! Mut zur Form kann ich da nur sagen! Die richtigen Maße und das richtige Material sorgen für einen perfekten Figurschmeichler!

Starkes Bündnis - Lettlopi, isländische Schafwolle und Nordatlantik - Foto: privat

Starkes Bündnis – Lettlopi, isländische Schafwolle und Nordatlantik – Foto: privat

Wolle kann man nicht einfach so waschen – gilt nicht, die modernen Waschmaschinen haben alle ein Wollwaschprogramm, da kann man überhaupt nichts falsch machen. Ein Waschbecken mit lauwarmem Wasser plus ein Spritzer Shampoo tut es auch. Außerdem muss man reine Wolle nicht immer gleich nach dem Tragen waschen – feuchte Nachtluft bringt jedes Strickstück wieder in die ursprüngliche Form und reicht völlig aus.

Mein Islandkleid wasche ich sehr selten. Wolle kratzt – stimmt nicht immer, aber man trägt sie auch selten auf nackter Haut, sie wärmt enorm und ist robust. Wolle bietet bestes Klima für die Haut, nicht umsonst haben  immer mehr Hersteller Wollprodukte für den Outdoorsport im Programm. Die Wolle für die dicke Jacke hat mir wunderbar weiche Hände hinterlassen, weil sie noch viel Wollfett enthält. Den Geruch muss man mögen – eine Prise Landluft ist garantiert.

Wärmende Hülle aus reiner Schafwolle mit Ärmeln aus Alpaka - Foto: Rotlilie Strickmanufaktur

Wärmende Hülle aus reiner Schafwolle mit Ärmeln aus Alpaka – Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Warum ich für diesen Post Ines’ Blog okkupiere?

Mode, Stil, Image, Wohlfühlprogramme – hier bin ich richtig und Ihr auch, deshalb meine Fragen an die geschätzte Leserschaft von Ines

  1. Tragt ihr selbstgestrickte Pullover, Strickjacken, Kleider?
  2. Wenn ja, was schätzt Ihr an diesen Kleidungsstücken besonders?
  3. Wenn nicht, warum nicht?
  4. Welche Art Stricksachen mögt Ihr am liebsten?

Wer einen Kommentar hinterlässt kommt in den Lostopf für eine kleine selbstgestrickte Überraschung. Weihnachten steht vor der Tür, sie eignet sich auch zum Verschenken.

Teilnahmebedingungen für die Verlosung der Überraschung

  • Hinterlasse zwischen dem 13. November 2017 bis zum 26. November 2017 um 23:59 Uhr deutscher Zeit einen Kommentar bei diesem Beitrag, in dem Du mindestens eine der vier Fragen aus dem Beitrag beantwortest. Jeder, der einen solchen Kommentar schreibt, wird bei der Auswahl mit einem Los berücksichtigt. Der Gewinner wird durch Susanne Nagel gezogen.
  • Bitte gib beim Kommentieren eine gültige E-Mailadresse an, die ich an Susanne Nagel für die Gewinnbenachrichtigung weiterleiten darf.
  • Die Gewinner_in wird aus allen Teilnehmern innerhalb von 2 Tagen nach Ablauf der Teilnahmefrist per E-Mail benachrichtigt.
  • Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und eine Empfängeradresse in Deutschland oder Österreich hat.
  • Der Ausgang der Blogaktion ist unabhängig von Erwerb von Produkten und Dienstleistungen.
  • Teilnehmer_innen erklären sich damit einverstanden, dass ihr Kommentar-Name im Fall des Gewinns auf der Webseite www.meyrose.de veröffentlicht wird.
  • Susanne Nagel braucht innerhalb von einer Woche nach der Gewinnbenachrichtigung von der Gewinner_in per E-Mail eine Antwort als Bestätigung, dass sie den Gewinn annimmt mit Vorname, Name und Lieferanschrift.
  • Ansonsten gelten meine üblichen Datenschutzbestimmungen.
  • Keine Barauszahlung / kein Umtausch / kein anderes Produkt möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Danke für den Platz auf Deinen Seiten liebe Ines!

Danke an Susanne für diesen Gastartikel und die Fotos!

32 Gedanken zu „Selbst gestrickt – selbst getragen!

  1. Schön hast Du Deine Woll-Liebe beschrieben liebe Susanne!
    Euren feinen Marktstand in Berlin habe ich auch schon besucht und bin immer ganz begeistert von Deinen Strickideen etwas abseits vom Main-Stream. Bei da sempre haben wir ja auch immer eine kleine Auswahl davon…
    Selbst habe ich schon seit Jahren nichts mehr gestrickt. Noch nicht mal jetzt als Oma. Es ist einfach nicht meins. Aber ich trage gern z.B. ein selbstgestricktes Stirnband von rotlilie oder eine Mütze…. <3
    Herzliche Grüße schickt Dir Sieglinde

    • Liebe Sieglinde, danke für dein feines Lob!
      Stricken ist eine Passion, man verfällt ihr oder nicht. Aussuchen kann man sich das irgendwie nicht. Das gilt ja für etliche Hobbies.
      Ich brauche es als Ausgleich für meinen unkreativen Job. Im nächsten Leben mache ich was Praktisches, das steht schon mal fest!

      Herzliche Grüße
      Susanne

  2. Auch wenn ich natürlich nicht bei der Verlosung in meinem Blog teilnehmen kann, beantworte ich Dir gerne Deine Fragen, liebe Susanne:

    @1 Derzeit nicht, weil sie keiner für mich strickt. Ich würde sie tragen, wenn ich schöne hätte.

    @2 An den Sachen, die mir früher meine Mutter gestrickt hat, habe ich besonders die Qualität der Wolle geschätzt. Es war immer nur feinste, weichste Wolle, die ich mir aussuchen durfte.

    @3 Siehe 1, da ich nicht stricken kann und keinen Spaß am Stricken habe. Ich kann nur rechte und linke Maschen, ich bin sogar zu blöd, die Maschen für einen Schal selbst aufzunehmen. Wenn das jemand für mich macht und mir die erste Abkettelmasche zeigt, kann ich Schals stricken. Das habe ich auch schon. Aber zu mehr hat es nie gereicht. Ich habe andere Talente.

    @4 Ich mag am liebsten dicke Pullover oder Strickjacken bei Stricksacken aus Wolle, die weich ist nichtriecht. Mit Islandwolle oder fettiger Schafswolle bräuchte man mir nicht kommen. Gekauft trage ich am liebsten Feinstrick aus Kaschmir. Socken trage ich auch gerne gestrickte. Für Socken habe ich jemanden, der mich bestrickt und das ist schön.

    Meine Mutter hat aus dem gleichen Grund wie Du nicht für Fremde gestrickt: Die Zeit, die darin steckt, sieht keiner, und es wird nie exakt so, wie derjenige es im Kopf hatte. Das war oft bei den Sachen für mich schon schwierig genug. Ebenso hat sie nur mittlere bis dicke Wolle verstrickt, um nicht ewig an den Sachen zu sitzen.

    Deinen Lieblingspullover finde ich wunderschön. Er sieht so zart aus und die Farbe steht Dir fantastisch. Mohair ist mir persönlich zu kribbelig, weil ich die Sachen wirklich auf der Haut trage.

    Warum das Wollwaschthema so viele von Wolle abhält, werde ich in diesem Leben nicht mehr verstehen. Ich lasse im Winter alle 2 Wochen eine Maschine mit meinem Kaschmirpullovern laufen (weil ich sie auf der Haut trage, nehmen sie unter dem Armen Geruch an) und die sind schneller wieder trocken und fluffig anziehbereit als jedes Baumwollshirt.

    Auf die schmierige Prise Landluft verzichte ich dankend. Ich hatte von hessnatur mal was aus Yakwolle bestellt. Puh, nie wieder …

    Wenn ich etwas bei Euch am Markstand sähe, was mir gefiele, würde ich es kaufen. Es dürfte ein bisschen teurer als Fabrikware im Laden sein wegen der Handarbeit, vielleicht 30%. Da liegt dann die Krux beim Einkaufspreis der Wolle und ich mir gut vorstellen, dass es schwer ist, das lohnend anzubieten.

    Bin gespannt, was Deine Überraschung ist und wer sie gewinnt!

  3. Liebe Ines, danke für den ausführlichen Kommentar!
    . “ich habe andere Talente” – das sagt alles!
    . es riecht – das verliert sich mit dem Tragen und mit der Wäsche, aber leider nicht ganz, das muss ich eingestehen. ! Die Urwolle, die ich derzeit verstricke kommt aus kleinen Schafzuchten und ist so natürlich, wie es nur geht. Aber du hast recht, man mag es oder nicht. Die Islandwolle ist sehr veredelt, aber sie kratzt, wie Shetlandwolle auch.
    . Kaschmir verarbeite ich wirklich nur dann, wenn ich weiß, ich werde es los oder für mich und die Meinen. Es bezahlt mir selten jemand 50 € für eine Mütze auf dem Markt – das Klientel, das Kaschmirmützen kauft, geht in die Läden und legt dort das Doppelte oder mehr hin. Da bin ich keine Konkurrenz. Aber ich arbeite natürlich auch sehr gern mit feinen Qualitäten.
    Die Überraschung wird neutral und keiner muss Angst haben, dass er sich damit verkleidet 🙂

    Liebe Grüße
    Susanne

  4. Liebe Susanne,
    ich habe früher sehr viel und gerne gestrickt, für mich, die Kinder und den Mann; dazu komme ich jetzt leider nicht mehr, ich trage daher jetzt auch keine handgestrickten Sachen mehr. Ich bin sehr empfindlich und trage am liebsten Kaschmir; Wolle juckt mich und Mohair geht gar nicht, da könnte ich glatt aus der Haut fahre, so schlimm ist das, ich bekomme Juckreiz und rote Flecken und könnte mich ständig kratzen. Den typischen “Schafwollgeruch” mag ich persönlich nicht. Aber ich finde Stricken ist ein wunderschönes und entspannendes Hobby.
    Liebe Grüße Gabriele

    • Liebe Gabriele,
      kann ich alles nachvollziehen, du bis nicht allein mit diesen Aversionen! Allerdings gibt es eine Reihe an Alternativen: Seide, Merino, Bambus, Baumwolle uvm…. Diese Garne verbinden alle positiven Trageeigenschaften mit entsprechender Nachhaltigkeit, wenn man sie bei fair produzierenden Firmen bezieht. Wo ein Markt, dort auch die Möglichkeiten.
      Die Schafwolle ist eine Etappe, das wird wieder vergehen :). Die abgebildete Lammwolle würde ich sogar Babies empfehlen, die riecht nach nix und ist kuschelweich.
      Danke für deinen Kommentar,
      Susanne

  5. Liebe Susanne, in den 1980er Jahren haben alle Mitglieder unserer Tennisrunde wie die Wilden gestrickt und wir hatten eher eine Sehnenscheidenentzündung vom Stricken als einen Tennisarm vom Tennisspielen… Meistens habe ich Baumwolle verstrickt, oder Effektgarn, das verschiedene Farben in sich vereinte. Oder Bändchengarn, oder Angorawolle. Jetzt fällt mir alles wieder ein! Wir hatten ein Strickmuster, da fing man am Hals an und arbeitete sich bis zum Bündchen runter. Zugegeben, die Teile waren eher “oversized”, halt 80er Jahre! Und sie wurden auch mit der Zeit eher noch voluminöser!
    Heute stricke ich gar nicht mehr, würde aber einen formschönen und besonderen Pullover schon kaufen! Strickjacken und Kleider mag ich nicht so, irgendwie ist mir das zu viel (beim Kleid) und Jäckchen mag ich nicht so.
    Ich trage jetzt am liebsten dünne, feine Strickpullis (gekaufte). Das Büro ist gut geheizt und dicke Stricksachen brauche ich nicht.

    Viele Grüße, Susa

    • Ja, liebe Susa, das nennt sich Raglan von oben und ist heute noch eine beliebte Strickart, die ich gern anwende!
      Und die verstrickten 80er sind mir noch gut im Gedächtnis, aus dieser Zeit ist mir noch ein “typischer Isländer” übrig geblieben, darin versinke ich heute, mag mich aber nicht von ihm trennen! Eine Art Erinnerungsstück…

      Danke für deinen Kommentar und Gruß Susanne

  6. ha – mein thema 😀
    mein 2. vorname ist wohl schaf – ausser an hundstagen trage ich fast nur wolle. manchmal kratzt sie – aber das ist ja das schöne. ich hab wollwäsche, schlafe im winterhalbjahr in ausrangierten wollpullovern (mag kühle luft aber nicht frieren), einen wollenen morgenrock, meine “outdoor”-klamotten sind aus wolle statt poly, meine alltagsklamotten sowieso – gestrickt, gewebt, gehäkelt – und sogar ausgehkleider gibts in feiner wolle.
    würde mir nie eine poly-sofadecke antun – und sogar die katze bevorzugt wollene unterlagen zum schlafen 😀
    wollsachen sind supernachhaltig – nicht nur weil sie lange halten – man muss weniger heizen und die sachen nur sehr selten waschen. und wenn man sie doch mal loswerden muss, kann man sie kompostieren, den motten zum frass vorwerfen oder ohne giftiges abgas verbrennen……
    deine gezeigten stricksachen sind zauberhaft – liebe susanne!!!
    xxxx

    • Ganz herzlichen Dank für deinen schönen Kommentar! Ich hatte ja große Hoffnung gesetzt auf deinen fachkundigen Beitrag wohl wissend, dass du nachhaltig unterwegs bist 😂. Ich unterschreibe alle deine Punkte, bis auf eunen, im Bett nur Wollsocken, oben muss Baumwolle sein!
      Du wanderst somit auch in den Lostopf.
      Herzliche Grüße Susanne

  7. Liebe Susanne,
    wie schön, Dich und Deine Kreationen hier zu sehen. Ich konnte als Kind und Teenie keine Stricksachen mehr tragen. Meine Mutter hatte eine Strickmaschine (Strickfee) und hat mich und meinem Bruder jahrelang von Kopf bis Fuß bestrickt. Da brauchte ich eine Pause. Seit ca. 20 Jahren habe ich mein Trauma überwunden. Allerdings trage ich nie Selbstgestricktes, weil ich nicht stricken kann. Bin aber immer froh, wenn jemand ein individuelles Teil für mich strickt. Das schätze ich besonders an den Stricksachen: es sind handgemachte Einzelstücke. Am liebsten mag ich zur Zeit meine Wollmütze und meine Stulpen. Der Winter kommt immer zu früh 😉
    Liebe Grüße nach Berlin!
    Bärbel

    • Vielen Dank Bärbel! Ja die Strickfee hat immer den Esstisch im Wohnzimmer blockiert 😁, ich hab mich in den späten 80ern noch an ihr versucht, bin aber glanzlos gescheitert. Ich tu’s lieber mir den Händen.
      Bis vor 10 Jahren hatte ich auch eine lange Strickpause, erst dieser Trend hat die Lust wieder geweckt.
      Gruß in den Norden und auf die Losliste gesetzt.
      Susanne

  8. Hallo Susanne, ein toller Gastbeitrag, danke.

    Ich stricke selber auch, aber nicht ständig und auch nur in den Wintermonaten. Momentan bin ich dabei, ein rosa Plüsch-Mützchen aus Angora-Wolle. Früher habe ich auch Pullover gestrickt und natürlich auch selbst getragen.

    Ich mag die Liebe, die in den selbstgestrickten Sachen steckt und die eigenen Ideen.

    Viele klappernde Nadelgrüße,
    Moppi

  9. Das hast du nett geschrieben Moppi! Ja, es ist die Liebe zum Hobby, die mich durch manche Unlust trägt, auch wenn mal was nicht so klappen will, wie es sollte.
    Ich höre sie klappern, deine Nadeln, wir wohnen dicht beieinander 😁.
    Ab in den Lostopf mit dir und einen schönen Abend.
    Gruß Susanne

  10. Hallo Susanne,
    ein toller Gastbeitag, vielen Dank! Deine gestrickten Werke sehen super aus, besonders der petrolfarbene Pullover ist ein Knaller. Wunderschön!
    Ich stricke leidenschaftlich gern, eigentlich jeden Abend zur Entspannung. Das ist für mich wie Yoga. Ich stricke am liebsten Tücher, Pullover und Cardigans. Socken reizen mich nicht. Nach einem verliere ich immer die Lust.
    Ich verstricke nur Wolle, Polytierchen mag ich überhaupt nicht. Da ist mir die Zeit zu schade, die ich in ein Teil investiere.
    Von meinen selbst gestrickten Sachen trage ich täglich die Tücher. Pullis im Winter gerne, denn auf meiner Arbeit ist es eher kühl.
    Ich liebe am Stricken, dass ich mir genau die Sachen machen kann, die ich mir vorstelle. Ich liebe es auch, mich auf Ravelry inspirieren zu lassen, mit den Farben zu spielen und meine eigenen Ideen umzusetzen.

    • Liebe Tina, ja, stricken ist wie Yoga für die Seele! Dabei entspanne ich bestens und verarbeite so manchen Gedankensalat. Früher war meine Großmutter für die Socken zuständig, die letzten Paare von ihr sind 9 Jahre alt und verschleißen langsam, ich werde wohl das Erbe antreten müssen. Hab schon damit angefangen :).
      Und bei Ravelry verlaufe ich mich ständig, bin aber zu geizig, mir die Anleitungen zu kaufen. Es reicht mir als Ideengeber.
      Danke, du bist im Lostopf!
      Gruß Susanne

  11. Hallo, danke für Deinen ausführlichen Bericht hier bei Ines.
    Tragt ihr selbstgestrickte Pullover, Strickjacken, Kleider?
    Ja. Jein. Früher viel selbstgestricktes von meiner Oma. Dann habe ich selbst viel gestrickt und das natürlich auch getragen. Socken, Handysocken, Stulpen, mal ne Mütze, nen Schal. Aber wenn selbst gestrickt, dann von mir. Weil es dann eben so wird, wie ich das möchte. Und die Zeit will ich nicht bezahlen. Gute Handarbeit ist teuer.
    Wenn ja, was schätzt Ihr an diesen Kleidungsstücken besonders?
    Wie gesagt, ich kenn die Länge und den Schnitt an mich anpassen.
    Wenn nicht, warum nicht?
    Welche Art Stricksachen mögt Ihr am liebsten?
    Strickröcke und Hosen mag ich nicht. Also zumindest an mir. Sind nicht mit meiner Hüfte kompatibel. Aber ich trage auch keine Stretchröcke oder Jerseyhosen.
    LG Sunny

    • Liebe Sunny,
      ich hab grad ein Déja-vu: gestrickte Schlaghosen mit Zopfmuster an den Seiten – neverever! In den 70ern nicht und jetzt auch nicht. Nein, meine Strickfavoriten beziehen sich auf die Füße und die Oberkörperbekleidung. Alles andere fällt bei mir durch. Dankeschön für deine Antwort!
      Gruß Susanne

  12. Hallo liebe Susanne,

    boa, dein Lieblingspullover wäre ja so ganz und gar meins :-).
    Ich kann nicht! stricken, ich habs immer mal weder versucht, seit einem Jahr liegt eine halb angefangene Socke rum … vielleicht wenn man gleichzeitig lesen + stricken könnte.
    Vor vielen Jahren hatte ich eine liebe Nachbarin, die leidenschaftlich gestrickt hat. Einen Pulli habe ich noch heute. Die Mütter von Freundinnen, die mir meine heiss geliebten Socken stricken, werden leider auch rar :-(.

    Also zu Deinen Fragen:
    Ich liebe alles an Pullover + Strickjacken und natürlich Socken!
    Aber ich habe Wolle schon immer geliebt und auch nie als kratzig empfunden. Tragen tu ich momentan mangels Masse nur die Socken, es gibt dünne, für’s Büro und dicke für die Hunde-Lauf-Boots. Beide Sorten werden so lange getragen, bis es warm genug ist für ohne Socken.
    Als Kind hatte ich mal einen gestrickten “Glockenrock” aber ansonsten würde ich Röcke, Hosen oder Kleider eher nicht in Strick tragen. Wobei, Kleider trage ich eh so gut wie gar nicht ;-).
    LG petra

  13. Liebe Petra,
    der Pullover ist nicht umsonst ein Lieblingsstück! Die 3 ineinander verwobenen Farben und Garne haben mich fasziniert, dank größerer Nadeln war er ziemlich fix fertig und lebt nun schon ein paar Jahre mit mir. Lesen und Stricken – dem habe ich jetzt abgeholfen mit einem Abo für Audible (Werbung ohne Entgelt), da passt dann beides perfekt zusammen.
    Danke für deinen Bericht,
    Gruß Susanne

  14. Hallo,
    Ich liebe gestrickte Kleidung. Ich spinne selber und mag die Beschäftigung mit diesem wunderschönen Material.
    Damit kann ich nach einem stressigen Tag so richtig abschalten und schaffe Unikate für mich und meine Lieben.
    LG Gretje

    • Hallo Gretje,
      Sorry dass ich dich glatt übersehen und noch nicht geantwortet habe!
      Meine Großmutter und meine Mutter haben beide noch am Spinnrad gesessen. Die eine, weil es ach dem Krieg nötig war, die andere am Spaß. Ich stelle mir das sehr gemütlich vor, aber ich schaffe das zeitlich nicht. Ein schönes Hobby,
      Danke für deinen Kommentar!
      LG Susanne

  15. Hallo Susanne,
    habe früher sehr viel gestrickt, von Zopfpulli über Patentpulli und Trachtenwesten. Übriggeblieben ist das Sockenstricken. Wie schon vorher bemerkt, es ist Balsam für die Seele.
    Liebe Grüße Gerda

    • Du sagst es Gerda, stricken ist Balsam für die Seele.
      Vielen Dank für deinen Kommentar,
      Gruß Susanne

  16. Liebe Susanne, liebe Ines,
    ein feiner Beitrag, schön gestrickt sozusagen – und der “Mix aus Seide und Mohair”-Lieblingspulllover ist zum Verlieben schön! Ich besitze auch ein paar echtwollige Teile, allerdings dürfen sie mich NIRGENDWO kratzen, also auch nicht an den Handgelenken oder wo auch immer man bei einem Pullover dann eben nichts darunter hat. Schweres Wollstrumpfhosen-Wollwesten-Kindheitstrauma! Deshalb habe ich mir aus Island letztendlich dann keinen der schönen Pullover mitgenommen. Sie kratzten und juckten mich schon auf den Handflächen; ich könnte diese Wolle also auch vermutlich nicht verstricken. Den dicken Pullover aus Irland trug ich schon, der kratzte mich interessanterweise nicht, aber ist dermaßen warm, dass ich ihn mittlerweile meinem Sitz-Pouf “angezogen” habe ;-)). Ich finde kaum Gelegenheit, ihn hier zu tragen, und fürs Island-Reisegepäck war er mit zu voluminös. Mein Lieblingsstrickstück ist ein leichter, superweicher, völlig kratz- und juckfreier Strickmantel aus Bio-Merionowolle in meinen “Energiefarben” rot und grün. Der hat mich auch in Island perfekt gewärmt und ich bekam dort Einwohner-Komplimente dafür ;-)) Das gute Stück kannst du dir hier ansehen, wenn du magst: http://rostrose.blogspot.co.at/2016/10/kalte-herbsttage-und-buntes-laubrascheln.html Und dann trage ich noch sehr gern meine beiden sehr weichen Pullover aus je 50% Kaschmir und 50% Seide (sie sind im selben Post drin.)
    Liebste Grüße euch BEIDEN,
    Traude

    • Liebe Traude, du bist ja nicht allein mit deinen Aversionen und es kristallisiert sich hier in den Kommentaren raus, was ich bereits vermutet habe.
      Schaf ist nicht gleich Schaf, ich kann nur vermuten, dass in Irland andere Rassen gezüchtet werden und darum die Wolle andere Eigenschaften hat. Die isländische Wolle ist weniger verzwirnt, so dass die Härchen aufgestellt sind, das bewirkt den “Pieckseffekt”. Trotzdem ist meine Erfahrung – je länger man sie trägt, um so weniger kratzt sie. Bei Wärme wird sie nämlich spürbar weicher und schmiegt sich der Haut an. Aber, da will ich nicht missionieren, jeder macht seine eigene Erfahrungen…
      Der Strickmantel ist wunderschön, steht bei mir auch noch auf der Wunschliste, denn so was strickt man sich nicht allein!
      Ab in den Lostopf mit dir – die Überraschung kratzt garantiert nicht!!!
      Gruß Susanne

  17. Ich habe hier seit 4 Jahren einen angefangenen Pullover liegen und er strickt sich einfach nicht von selbst.
    Stricken ist ein schönes Hobby. Ich habe früher sehr viel gestrickt, als die Kinder noch klein gewesen sind. Aber irgendwann bin ich ganz davon abgekommen.
    Ein sehr schöner Gastbeitrag! Aber ich springe mal nicht in den Lostopf.
    Liebe Grüße Sabienes

    • Liebe Sabiene,
      nein, die Sachen stricken sich leider nicht von selbst :), da hast du recht! Vielleicht kommt ja die Lust erneut. Ich hatte auch viele Jahre eine Strickpause.
      Danke und Gruß Susanne

  18. Liebe Susanne,
    wenn ich Deine schönen Stricksachen in diesen wunderbaren Farben sehe, bekomme ich fast Lust wieder mit dem Stricken anzufangen. Ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefällt. Ich finde sie alle so einzigartig und so schön.
    Ich schreibe “fast”, weil meine Strickwaren bei weitem nicht diese Qualität erreichten. Ich bin eine schlampige Handarbeiterin und war mit dem, was ich produziert habe selten zufrieden.
    Am liebsten mag ich weite Pullis und Strickjacken und ich finde, dass die selbstgestrickten die gekauften bei weitem übertreffen. Stören würde mich nur, dass sie sehr warm sind. An dünner Wolle gestrickt mit dünnen Nadeln hab ich mich nie versucht.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Nur Mut Sabine! Ich bin beileibe keine perfekte Strickerin, ich kenne bessere… Aber darum geht’s mir auch nicht, es gelingt auch lange nicht alles. Oft ist der Weg das Ziel! Der Spaß an der Sache und das Spiel mit dem Material macht mich einfach glücklich.
      Vielen Dank für dein großes Lob!
      Du stehst auf der Losliste,
      LG Susanne

  19. Liebe Susanne,
    ich teile deine Leidenschaft fürs Stricken. Vor dem Fernsehapparat gibt es nichts anderes. Da ich Wolle auf der Haut gar nicht vertrage (an keiner Stelle), habe ich mich auf Jacken, Westen und Mäntel eingeschränkt. Da habe ich auch längere Zeit Arbeit.
    Im Sommer gibt es schon leichte Pullis und Tops aus Baumwolle und Leinen. Kunstfaser versuche ich zu vermeiden …
    Auftragsarbeiten vermeide ich. Die machen keinen Spaß und dauern bis zur Fertigstellung eine gefühlte Ewigkeit. Nur mein Herzallerliebster darf sich immer wieder etwas wünschen ☺
    Liebe Grüße Doris

    • Liebe Doris, da bin ich ja nicht allein mit meinem Strickegoismus! Es gibt gute Gründe Aufträge abzulehnen, hin und wieder sag ich zu, aber nur innerhalb der Sippe, da trägt niemand was nach.
      Auch wenn du selbst strickt kommst du ins Löstopfchen!

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