Zu Gast bei der Notaufnahmeschwester

Krankenhaus Patienenarmband

Kennst Du den Blog der Notaufnahmeschwester? Zwischen schallendem Lachen und Tränen der Rührung ist alles dabei, wenn ich ihre Beiträge lese. Heute findest Du bei der Notaufnahmeschwester einen Gastbeitrag von mir:

Aus dem Wartezimmer der Notaufnahme

Was hast Du für Erfahrungen mit Notaufnahmen im Krankenhaus?

P.S. Danke an alle, die mich begöscht und mit mir gelitten haben.
P.P.S. Danke an Bärbel für die Idee, die Erlebnisse live zur Ablenkung aufzuschreiben.
P.P.P.S. Inzwischen bin ich wieder wohlbehalten zu Hause und arbeitsfähig.

20 Gedanken zu „Zu Gast bei der Notaufnahmeschwester

  1. Das Kind absolviert gerade Praktika in der Notaufnahme und als Rett-San… Aus den Geschichten könnte ich ganze Bücher machen ;-) Highlight war die Story von dem Achtjährigen, der von der besorgten Mutter vorbeigebracht wurde, weil ihm im Unterricht ein Bleistift an den Kopf geworfen wurde…. Und nein, der Bleistift steckte nicht im Auge *grins*
    Liebe Grüße
    Fran

    • Das mit den Geschichten und den Büchern glaube ich sofort. Ich liege gerade noch unterm Tisch vor Lachen wegen Deines letzten Satzes. Mal ehrlich: Der Mutter sollte man den Bleistiftdurchdie Hand stecken, dann hätte sie einen fundierten Grund, sich in die Notaufnahme zu begeben. Vielleicht sollte nicht nur der 1. Hilfe Kurs für den Führerschein Pflicht sein, sondern Alltagsmedizin und Einschätzung von Verletzungen Thema in der Schule sein.

  2. Habe diesbezüglich bereits Erfahrungen gesammelt. Musste glücklicherweise nicht stationär aufgenommen werden. Ich finde, das Personal leistet Pionierarbeit.

    Schön geschildert.

    Liebe Grüße Sabine

    • Du hattest ja auch aktuell gerade das “Vergnügen” … heute ist schon wieder Schnee und Niesel draußen. Sei bitte bloß vorichtig mit dem Fahrrad morgen auf dem Weg zur Arbeit!

    • Danke Dir! Ist doch gut, dass Du drüben kommentiert hast. Da steht ja auch der eigentliche Beitrag und es ist doch immer schön, Kommentare von neuen Besuchern zu bekommen. Und in Deinem Fall sogar von einer neuen Leserin dort!

  3. Die Notaufnahme ist der Teil im Krankenhaus, denn ich ganz schrecklich finde. Wenn man mich dort sieht, ist Holland in Not. Und trotzdem bin ich mir aus einmal von der diensthabenen Krankenschwester angepampt worden. Freundliche, geduldige Fragen? Fehlanzeige. Ehrer ein Gefühl von: “Warum kommst du nach hier, du störst!” Mein absolutes Highlight nach einem Telefonat mit meiner Ärztin, die mir abends nach Eingang von Laborwerten sagte, ich müsse sofort ins Krankenhaus: Die Frage der Schwester, ob das wirklich sein müsse. Außerdem habe ich zu warten, schließlich wären andere vor mir dran und so dringend könne es wohl nicht sein. Als ich 1,5 Stunden später als Notfall liegend ins OP geschoben wurde, weil die Zeit drängte, wurde gerade eine andere Frau mit den gleichen Worten angepampt. Eine Entschuldigung bei mir hat die Dame leider vergessen. Aber vielleicht sollte ich Dankbar sein, dass sie mein Bett geschoben hat.
    Ich darf übrigens über das Personal meckern, war ich doch lange genug selbst Krankenschwester und habe mir nie, aber auch wirklich nie herausgenommen, jemanden zu fragen, weshalb er denn nicht zu einem anderen Zeitpunkt zu uns gekommen ist. Und mit langer Voranmeldung kamen die meisten dort auch nicht :)
    Ich hoffe, dass du wieder vollständig genesen bist.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Dein Geschichte klingt gruselig und ich kann mir das gut vorstellen. Schwarze Schafe gibt es überall. Ich bin als Tochter einer Pflaster-werden-in-einem-Rutsch-abgezogen-Krankschwester mit den Mantras “Stelle Dich nicht so an” und “Reiß Dich zusammen” aufgewachsen. In meiner Familie war im ganzen Leben noch keiner ohne verdammt guten Grund in der Notaufnahme oder überhaupt nur beim Arzt.

      Danke für Deine gute Wünsche!

  4. Liebe Ines,
    ich wünsch Dir gute Besserung!
    Ich war nur einmal in der Notaufnahme und hatte Glück, dass sie an diesem Abend nicht so voll war und niemend gräßliche Wunden zur Schau stellte – so was hatte ich mir nämlich vorgestellt. Stationär im Krankenhaus war ich zweimal und hab jedesmal 5 Kilo abgenommen (in 4 Tagen), das sagt wohl alles :-).
    Du hast Dir Deinen Humor bewahrt und eine unterhaltsame Geschichte draus gemacht! Klasse!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Danke Dir!

      1992 habe ich mich im Krankenhaus vom Pizzadienst und den Lieferungen meiner Mutter ernährt, sonst wäre ich in den zwei Wochen verhungert. 2017 war das Essen genauso scheußlich. Es ist unglaublich, was für miserables Essen es überhaupt geben kann. Nicht nur, dass nicht die Auswahl ankam, nein – verkocht bis dorthinaus und das Gemüse in versalzener (ich esse sehr salzig, wenn ich sage, dass das versalzen war, dann war das versalzen) Mehlschwitzensoße. 50er-Jahre-Küche! Keine Ahnung ob das Essen in dem Krankenhaus für Privatpatienten besser wäre, in anderen Krankenhäusern ist es das. Von sowas hier bräuchte ich nicht mal zu träumen als Kassenpatient: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1589387387784090&set=pb.100001385315838.-2207520000.1512918767.&type=3&theater .

  5. 2-3 mal im Jahr lande ich leider in der Notaufnahme. Eigentlich sind alle immer freundlich, aber es gibt leider auch schwarze Schafe, die dann den ganzen Ruf der Notaufnahme schädigen.

    Aber es passieren auch mal witzige Dinge wie der junge Sanitäter von RTW, der sich nicht so richtig über den Bootssteg und auf das Boot getraut hat, er fühlte sich gleich seekrank. ;-)

    Viele Grüße,
    Moppi

    • Das ist eine lustige Geschichte mit dem seekranken Sani. Doof genug, dass es so wacklig um Deine Gesundheit beschert ist. Da können diese kleinen Momente dann wenigstens ein bisschen zur Erheiterung beitragen.

  6. Ja, so geht’s zu in der Notaufnahme. Dass das Personal gestresst ist, wundert mich nicht. Daher ist man dankbar für jedes freundliche Wort oder jede Erklärung.
    In London im Chelsea and Westminster Hospital war im riesigen Wartesaal die ganze Welt versammelt und mir war sooo schlecht. Der Taxifahrer, der mich einlieferte, hat befürchtet, dass er noch einiges putzen müsste…. aber war nicht so, er war von mir dann ganz begeistert : Brave woman, war sein Kommentar. Und ich war von dem Krankenhaus begeistert. Ein multinationales Team hat meinen Arm kompetent, fröhlich und kreativ in Gips gebracht. Kostenlos.
    Aber natürlich weiß ich, dass ich da Glück hatte, denn das englische Gesundheitssystem hat durchaus große Tücken und Lücken. Und dass ich “nur” eine gute Stunde mit gebrochenem Ellbogen warten musste, war nicht abzusehen. Ich dachte, es dauert länger…
    Gut, dass Du wieder zuhause bist und die Schwestern geknackt hast mit Stilberatung. Die sind sicher einfach froh, wenn es mal ein interessantes Gesprächsfeld gibt, von dem sie auch was haben. Da macht auch die Arbeit viel mehr Laune.
    Jetzt geh ich nochmals zur Schwester und kommentiere da noch was Kurzes, damit sie auch was davon hat.
    Tolle Idee, so ein Gastkommentar bei solch einem interessanten Blog.
    Schönen 2. Advent noch – ganz ohne Unfall und Schmerzen – nur mit Freude, das wünscht Dir herzlich
    Sieglinde

    • Danke für deine guten Wünsche. Kostenlos? Wow! Das kann im Ausland auch alles ganz anderes aussehen … Schöne Geschichte mit dem Taxifahrer. Es lebe die Beherrschung!

  7. Ein klasse Beitrag von Dir. Ich bin auch immer überrascht, dass die Leute sich nicht merken und selbst zusammenfügen, was die Ärzte ihnen sagen.
    Ich hoffe es geht Dir bald besser. LG Sunny

    • Danke. Ich finde allerdings, dass Ärzte auch nicht immer davon ausgehen können, dass man zwischen ihren Zeilen lesen kann und möchte. Ein bisschen klarer dürften sich einige mir bekannte dann auch gerne ausdrücken.

  8. Liebe Ines,
    habe nachgelesen, sehr gut beschrieben; ich bin Krankenschwester und habe in “jungen Jahren” auf der Chirurgie Ambulanz gearbeitet, mit den Kindern war ich in Notfällen immer in der Ambulanz im Kinderkrankenhaus, selber leider auch schon auf der Notaufnahme im Unfallkrankenhaus, kenne alle Seiten, als Angehörige ist es besonders schlimm. Als Patient ist man zum Warten abkommandiert und dankbar, wenn geholfen wird, auf weitere Erfahrungen diesbezüglich kann ich sehr gerne verzichten; ich hoffe es geht Dir wieder gut??
    alles Liebe Gabriele

    • Geht so – ich habe keine Schmerzen, aber die Ärtze finden die Ursache nicht. Das nervt.

      Dass so eine Aufenthalt im Krankenhaus als Angehöriger besonders schlimm ist, kann ich mir gut vorstellen bei schlimmen Sachen. Man kann einfach nichts tun, außer zu warten. Man ist einfach schlichtweg so hilflos.

  9. Meine Erfahrungen aus Berlin sind lang und weilig und erschreckend (wenn neben Dir ein “Tuberkulosevdacht” sitzt) im Sommer in Bad Segeberg war ich die einzige. So mag ich das. Samstag war ich wieder in einer Notaufnahme: um mich nach dem Ausweg aus dem Hamburger UKE zu erkundigen. Unbeleuchtete Wege, kaum Schilder – ich war das erste Mal dort und total ohne Orientierung. Mir wurde ein Plan in die Hand gedrückt und ich fand den richtigen Ausgang und mein Auto!

    Und jetzt gehe ich mal bei der Schwester gucken, was Du so aufgeschrieben hast. Schön, wenn meine Tipps etwas bringen ;-)
    Danke für die Verlinkung zu mir und liebe Grüße
    Bärbel

    • Was die anderen alles Ansteckendes um einen herum haben, darf man gar nicht überdenken. In meinem 2er-Zimmer hing im Bad ein Krankenhausnachthemd an dem zu meiner Kehrseite gehörenden Haken. Der Bettnachbarin gehörte es nicht. Aber sie sagte mir dann: “Das ist von ihrer Vorgängerin. Schaffen sie das mal weg. Die war sehr krank!” So viel zum Thema Reinigung nach Bettenwechsel im Krankenhaus dort …

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