RADIKAL MINIMAL #3 Tuch/Schal

Werbung ohne Entgelt

Sorgenfri Sylt leichter Wollschal in naturweiß und blau im Mustermix

Wenn ich nur einen Schal oder Tuch im Sortiment haben dürfte, dann wäre es dieses Teil aus reiner Wolle von Sorgenfri, gekauft 2016 auf Sylt. Es hat bei mir den Namen Dreierlei, weil es drei Muster enthält. Warum rede ich von es? Weil unklar ist, was es ist. Ist es ein Schal? Ist es ein Tuch? Ich habe die Kategorie der Serie RADIKAL MINIMAL bewusst für beide Versionen in einen Beitrag gelegt, weil ich nicht ein Tuch und einen Schal auswählen wollte, sondern nur ein Teil aus dieser Accessoireschublade.

Definition Schal und Tuch?

Im Internet finde ich keine eindeutigen Definitionen von Schal und Tuch. Auf Wikipedia steht, dass ein Schal ein langes, schmales, rechteckiges Kleidungsstück ist, das um den Hals getragen oder über den Kopf gezogen wird. Der Begriff kommt demnach aus dem Persischen und Englischen. Wobei das Englische shawl bei LEO bereits als Umhänge- oder Kopftuch übersetzt wird. Und schon haben wir die Vermischung aus Schal und Tuch.

Wie differenzierst Du zwischen Tuch und Schal?

Sind es die Dicke und Wärmegrad oder ist es das Format? Ich schwanke. Für mich ist ein Schal im Längsformat, ein Tuch im Quadrat oder Trapez – abgesehen vom Dreieckstuch. Wobei es beim Trapez darauf ankommt, ob es eher in die Länge geht oder eher vom Quadrat kommt. Material, Dicke und Wärmegrad lasse ich dabei eher außer Acht. Machst Du in der Definition von Tuch und Schal einen Unterschied? Welchen?

Mustermix mit Ringelshirt von Armor Lux und Tuch von Scandic

5 Gründe für diesen Wollschal

  1. Das Material besteht aus 100% Wolle und ist leicht verarbeitet. Es fühlt sich gut an. Der Schal ist beim Tragen kaum zu spüren und wärmt angenehm. Wenn es kalt ist, wickle ich ihn dichter an den Hals. Wenn es wärmer ist, bekommt er mehr Hautabstand. So ist der Schal außer an heißen Sommertagen ganzjährig zu tragen.
  2. Das Muster passt zu mir in Größe, Form und Kontrast. Zu meinen Ringelshirts und der gelben Karobluse lässt es sich schön im Mustermix kombinieren. Der Farbkontrast ist eher gering und passt damit zu den gedeckten Farben, die ich als Herbstfarbtyp bevorzuge. An einem Sommerfarbtyp kann ich mir den Schal auch gut vorstellen wegen der kühlen blauen Anteile.
  3. Mit seinen 180 x 75 cm lässt er sich in vielen Variationen binden. Meistens trage ich ihn mit dem Schalknoten drunter & drüber. Dabei kommt der Mustermix zur Geltung.
  4. Die Farben Naturweiß und verwaschenes Blau passen zu den meisten meiner Kleidungsstücke. Das Naturweiß passt immer zu meinem Teint. Meistens trage ich Jeans oder etwas anderes, in dem Blau enthalten ist. Das nimmt das Blau aus dem Tuch schön auf. Er ist also nicht nur mit dem Muster, sondern auch den Farben ein Kombinationswunder.
  5. Ich bekomme besonders oft Komplimente für diesen Schal, wenn ich ihn trage. Das macht mir gute Laune.

Ines Meyrose #ootd 2Trendfarbe Gelb in der Karobluse

Die anderen Teile der Serie findest Du im Beitrag RADIKAL MINIMAL.

Welchen Schal oder Tuch würdest Du wählen, wenn Du nur einen haben dürftest?

30 Gedanken zu „RADIKAL MINIMAL #3 Tuch/Schal

  1. Guten Morgen Ines,
    nur einen Schal oder Tuch?
    Oh, das wäre schwierig! Ich liebe Schals und Tücher und differenziere sie ebenfalls durch das Format.
    Wenn ich nur einen Schal oder Tuch haben dürfte, dann wäre es mein jeansblauer Schal mit filigranen Blüten in Silber.
    Er passt zu meinen Augen und zu meinen Haaren und geht fast immer 😉

    • Wenn der Schal Deinen natürlichen so aufnimmt, bin ich davon überzeugt, dass er perfekt für Dich ist. Die Natur hat sich bei unseren Farben schließlich auch etwas gedacht!

    • Eine interessante Definition unanhängig von Material, Dicke und Format. Dein gewonnenes Dreieckstuch von invero ist also ein Schal. Bin sehr gepannt auf weitere Kommentare und Definitionen.

    • Hm, *lach* jetzt hast Du mich erwischt. 😉 So einfach ist es also doch nicht, denn zu dem Teil sage ich wirklich sage ich wirklich mal Schal, mal Tuch. ;-)) Strick-Tuch. *zwinker*

  2. Eine gute Wahl. Ich habe einen leichten gestrickten Schal aus Kaschmirwolle, den ich im Sommer und im Winter tragen kann. Für den würde ich mich entscheiden, wenn ich nur einen Schal oder ein Tuch behalten dürfte. Für die Definition Tuch/Schal gibt es wohl keine Norm.

    Liebe Grüße Sabine

  3. Liebe Ines,
    Dein Tuch/oder Schal erinnert ans Meer, an blauen Himmel, Muscheln, Sand und Gischt. Sehr schön ist er!
    Ein Schal ist für mich was rechteckiges, ein Tuch quadratisch. Beides trage ich selten, deshalb würde ich wohl zur Not mit einem Tuch auskommen. Ich würde dann eines aus leichter Wolle bevorzugen. Wenn es warm ist, trage ich eh nichts am Hals. Ab liebsten ein Tuch, dass ich auch als Strickjackenersatz im Sommer tragen kann.
    Liebe Grüße
    Sabine

  4. Toller Schal Ines, die Farben und Muster finde ich toll. Das Material auch 🙂
    Ich glaube ich mache das ähnlich wie Du über die Form. Ein Schal ist lang und schmal. Ein Tuch eher größer und quadratisch. Aber wenn ich länger drüber nachdenke bin ich verwirrt. Es hat auch was nach Materialdicke…. herrjeh… ich weiss nicht :))
    Ich würde zwei wählen, meinen puderrosa Acneschal für den Winter und mein ganz leichtes hauchdünnes Wolltuch von Smitten für den Sommer.
    Liebe Grüße Tina

  5. Liebe Ines,
    für mich wäre nur EIN Schal oder Tuch ebenfalls eine schwierige Entscheidung, weil ich gerade durch Tücher und Schals gerne Veränderungen bei Outfits herbeiführe. Ich verwende sie manchmal um den Hals, manchmal als Gürtel (bzw. große Tücher auch als “Überrock”), manchmal im Haar. Für mich ist die Grenze zwischen Schal und Tuch verwischt, ich sag mal so und mal so, nach Gefühl.
    Alles Liebe, Traude
    (diesmal ohne Link zu meinem Blog, wie du siehst 😉 – da ich nicht weiß, ob du mich darauf angesprochen hast, weil dich der Link stört… Beantwortet habe ich deine Frage unter deinem Kommentar, denn vielleicht interessieren sich auch andere dafür…)

  6. Ich komme mal mit meinen Definitionen um die Ecke:
    Erinnert sich noch jemand an Übergardinen? Die wurden auch Schals genannt (jedenfalls im Ost-Pommern). Die waren lang und weilig und schmal.
    Alles was bei mir lang und schmal ist und als wärmende Halsbekleidung dient, heißt Schal.

    Dann gibt es noch dünne Fähnchen, die aussehen wie ein Schal, aber eigentlich nur schmückendes Beiwerk sind.
    Mein Großvater trug sowas und Johannes Heesters – das heißt bei mit Operettenschal.

    Tücher sind annähernd quadratisch oder dreieckig. Material egal.

    Dann gibt es noch den Begriff STOLA – französisch ÉTOLE.

    Meine habe ich noch nie vorgestellt – das wird also dringend Zeit.

    Manchmal lese ich Schaltuch. Ich muss dann immer an Zwitter denken. Schaltücher gibt es bei mir nicht. Entweder sind es Schals oder Tücher. Wenn ich dieses Wort bei Google eingebe, erhalte ich über 400000 Ergebnisse. Die ersten 22 konnte ich nach meinen Definitionen eindeutig klassifizieren.

    • Schöne Herleitung mit den Gardinenschals. Die heißen bis heute in Hamburg auch so und der Möbelschwede hat sie im Programm unter dem Namen. Ein Schal ist also eindeutig längsdominiert.

  7. Uii… Tücher. Da geht es mir wie Bärbel. Da müsste ich lange, zu lange überlegen… nein. Bei Tüchern kann ich das nicht.
    Das hier gezeigte finde ich übrigens sehr, sehr schön.
    LG Sunny

  8. Also, ich hatte im Shop immer nur Schals und Dreiecktücher.
    Schals sind nämlich die mit einer langen und einer schmalen Seite – ob gewebt, gestrickt oder gehäkelt…
    Tücher führe ich seit letztem Jahr und das sind eher quadratische Teile, ob gewebt, gestrickt….
    Mein Lieblingsschal ist der mit dem Hauch von Kaschmir in der Farbe “sand” (nein, das ist kein Rentnerbeige!), den Du in “fango” hast von Eva Schreiber. Den kann ich zu allem tragen und der schaut sogar abends im Theater gut aus. Den würde ich nehmen, wenn ich nur einen haben dürfte.
    Aber zum Glück ist es nicht so! 😉
    Herzliche Grüße von der begeistert schal- und tüchertragenden Sieglinde.

    • Dein Lieblingsschal läuft doch unter Stola … das Wort hat Bärbel auch schon ins Spiel gebracht. Wo ist die Grenze zwischen Schal und Stola (auch als Schultertuch bezeichnet … und schon wieder ist das Tuch im Namen …)?

    • Stola ist für mich die etwas vornehmere Variante eines Schals und meistens auch breiter, da sie doch
      schulterbedeckend sein sollte.
      Aber ein Schal ist meiner Meinung nach nie quadratisch…
      LG Sieglinde

  9. Das ist wirklich ein wunderschönes Stück und seltsamerweise habe ich ganz ähnliche ih´n meiner Tuch-Truhe. Danke für Deinen schönen Beitrag, durch den man so ein Stück erst wieder richtig zu schätzen lernt!
    Alles Liebe, Nessy!

    • So seltsam ist das vielelicht gar nicht – ein schönes Tuch wird in der Art immer mehr als einer Frau gefallen 🙂 .

  10. Das ist wirklich ein sehr schöner Schal. Ansonsten bin ich damit irgendwie auf Kriegsfuß. Ich greife meistens zu einem, der passt und seinen Zweck erfüllt. Und klar, an der Nordsee geht ohne Schal gar nichts 🙂

    PS. Als Englischtrainerin kitzelt es mich natürlich wegen der Schal Sache in den Tippfingern, weil das Englische da mindestens zwei Wörter kennt. Was wir im Alltag tragen sind “scarves”. So, 5-Sekungen-Klugscheißen vorbei.

    LG Sabina

    • Wenn jemand weiß, wovon er redet, finde ich Klugscheißen völlig in Ordnung. Danke für das Wort. Stimmt, auf Instram verhashtagge ich meine Schals auch mit scarf. Wo ist denn der Unterschied bei den beiden Wörtern in der Bedeutung?

  11. Also da musste ich erstmal bisschen grübeln. Hat aber wirklich interessante Bezüge: shawl geht auf ein persisches Vorbild inkl. Nutzungsgewohnheiten zurück. Schultern und Kopfbedeckung meistens aus Wolle und viel grösser als ein scarf. Der wiederrum tendenziell aus Stoff ist und für den Hals gedacht ist. Geht zurück auf ein skand..Wort.

    Puh, habe fertig 🙂 LG

    • Shwal ist dann vielleicht eher das, was man auf Deutsch unter Stola verstehen würde? Mehr Funktion – scarf eher zur Zierde?

  12. Von der Art der Nutzung vermutlich. So wie ich es verstanden habe, ist ein shawl weniger filigran, wenn du an die spanische Version denkst. Kann aber auch so dreieckig sein.

    Denk mal an die lateinamerikanischen Andenvölker oder die Schotten mit ihren wollenen Umhängen. Ein shawl schützt. Ein scarf war gegen das Schwitzen in Rom bei Männern beliebt.

    Macht das Sinn?

  13. Ich habe einen dicken Winterschal. Die Farbe ist hell und freundlich, das Material warm und weich. Darauf würde meine Wahl fallen. Aber zum Glück muss ich nicht wählen und deshalb trage ich weiterhin verschiedene Schals.
    Liebe Grüße
    Andrea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.