Imageberatung: Business-Looks für Hundternehmer

Paul Hütehundmischling

Franziska vom Lieblingsrudel und Pedi von HundeNerd haben sich einen Beitrag zu Business-Looks für Hundternehmer gewünscht. Die Frage entstand auf Facebook im Zusammenhang mit meinem Interview im Hundternehmer-Blog. Heute also ein Beitrag für Hundehalter oder Menschen, die im Hundeumfeld arbeiten.

Jeans + T-Shirt = Beratungsresistenz?

Pedi schrieb, dass sie der Beitrag veranlasst hat, über ihre “(hust) Fashion” nachzudenken und dass der Jeans/T-Shirt-Look wahrscheinlich Zeichen von Beratungsresistenz sei. Franziska bekannte sich ebenso zur Beratungsresistenz, gab allerdings zu, dass wenn sie jemanden hätte, der sie einkleiden würde, sie neue Looks auf jeden Fall ausprobieren würde. Die Herausforderung habe ich natürlich gerne auf Wunschliste 2018 genommen und mache mich hier an die Erfüllung.

Was ist ein Business-Look?

Ein Business-Look ist das äußere Erscheinungsbild, das Du in Deinem Arbeitsumfeld abgibst. Dazu gehören Kleidung samt Schuhen und Accessoires, Frisur und Make-up. Auch wenn die meisten Menschen zuerst bei Business-Outfits an klassische Bürooutfits à la Hosenanzug oder Kostüm denken, ist das weit von der Realität in vielen Jobs entfernt. Business heißt nicht Büro und Büro heißt nicht Hosenanzugpflicht.

Welches Image möchtest Du haben?

Wenn jemand im Hundeumfeld arbeitet – mit Hunden, ihrer Ernährung oder Zubehör zum Beispiel, möchte er sicher einen anderen Eindruck vermitteln als jemand, der einer kaufmännischen Dienstleistung nachgeht. Dennoch ist ein Hundternehmer ein Unternehmer, der am Ende Kunden haben und Gewinn erzielen möchte. Dazu gehört neben Leidenschaft für die Sache ein Erscheinungsbild, das zum gewünschten Image passt. Im Marketingstudium hat mein Dozent Dozenten Andreas Zehnder dazu gesagt:

“Das IMAGE entsteht aus der Ganzheit aller richtigen und/oder falschen Vorstellungen über Dich:

  • Du bist, was Du bist.
  • Du tust, was Du bist.
  • Du zeigst, was Du bist.
  • Du sprichst, was Du bist.”

Ein Ergänzung von mir: Du trägst, was Du bist.

Wofür stehst Du?

Überlege Dir genau, was zu Dir passt. Dazu gehören nicht nur Farben, die zu Deinem Farbtyp oder Image passen, und der Stil der Kleidung, sondern zum Beispiel auch Marken. Passen eher Marken zu Dir, die auf Nachhaltigkeit bei Materialien und Produktion achten? Oder ist eine besonders moderne Ausstrahlung wichtig oder Designermarken passen zu Dir? Überlasse das nicht dem Zufall. Ich mag es zum Beispiel, wenn Marken möglichst nicht zu erkennen sind. Das geht nicht immer, aber in jedem Fall hält mich eine zu laute Markenkennzeichnung vom Kauf ab.

Die Qualität Deiner Kleidung kann Rückschlüsse auf Dein Produkt zulassen, wenn Du eins verkaufst. Wenn Deine Kleidung lose Fäden hat, würde ich keine von Dir gefertigte Leine kaufen, weil ich Bedenken hätte, dass die dann auch bald lose Fäden bekommt. Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Ich kann mein Urteil aber nur auf Basis der Informationen fällen, die mir vorliegen. Und dann verbindet mein Gehirn lose Fäden und schließt vom einen Fakt auf die andere Vermutung. Achte also bitte auf Qualtitätsmerkmale guter Kleidung.

Mein Business-Look für Hundternehmer

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Armor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Ich habe eine Weile überlegt, welches Outfit ich für Dich wähle. Bekanntermaßen habe ich kein Problem damit, selbst Jeans + Ringelshirt zu tragen. Ich finde das keinesfalls per se lieblos kombiniert. Dabei achte ich allerdings darauf, dass die Jeans gut sitzt und das Ringelshirt in bester Qualität ist – siehe Beitrag RADIKAL MINIMAL #6 T-Shirt und Grundausstattung #2 T-Shirts. Darüber, dass beides sauber ist und die Schuhe geputzt sind, brauchen wir nicht zu reden, oder?

Ines Meyrose #ootd 20160228 mit Ringelshirt von Armor Lux, Lederjacke von Lindgroen, Jeans von Please und Camper-Boots

Am Ende habe ich entschieden, dass die rote Lederjacke bei dem Look der entscheidende Faktor ist. Die drei Outfits um die Lederjacke herum sind klassischer, sportlicher oder romantischer durch das Oberteil darunter und die Accessoires. Die Lederjacke im Bikerstil ist zeitlos im Schnitt. Die Farbe verstärkt eine selbstbewusste Ausstrahlung. Und die braucht ein Hundternehmer! Nimm eine satte Farbe, die Dir gut steht. Vom Homeoffice über die Hunderunde bis zum Kundentermin im Hundeumfeld bist Du damit gut angezogen. Fazit:

Trage ein Statement-Teil und lenke damit vom Jeans + T-Shirt Look ab

Ines Meyrose #ootd mit Wollstola Soraya von Eva Schreiber in der Farbe fango

Keine Angst vor roter Kleidung

Hunde sehen Farben anders als Menschen, unser Rot erscheint Ihnen Gelb. Deine Hunde werden keine Angst vor Dir bekommen, wenn Du in der krassen Farbe Rot vor Ihnen auftauchst. Im Beitrag Hundeblick: Wie sehen Hunde die Welt? erfährst Du mehr darüber.

Erste-Hilfe-Tipps

  • Fusselrollen mit Klebefolie entfernen Hundehaare von Kleidung am effizientesten. Nicht umweltfreundlich, funktioniert aber. Oder hast Du einen besseren Tipp für mich?
  • Hütehunde Paul und Amy auf der Rücksitzbank im Skoda CitigoWenn Du Dein Auto ab und an mal mit dem Staubsauger in Berührung kommen lässt. hast Du eine Chance auf einen halbwegs hundehaarfreien Fahrer- und Beifahrersitz (wenn der Hund da sonst auch nicht sitzt) und kommst sauber beim Kunden an. Mein Zausel – hier mit seiner Freundin Amy – fährt auf der Rückbank mit. Eine Matte hält Haare und Staub halbwegs auf der hinteren Bank.
  • Mit einem nassen Wischlappen kannst Du Flecken von Kleidung viel besser entfernen als mit Papiertüchern. Ein weiterer Vorteil an der Lederjacke ist, dass sie unempfindlich ist und nicht schmuddelig wird, sondern Patina bekommt. Bis zu einem gewissen Grad …

Was ist Dein Hundternehmerlook? Was empfiehlst Du den Beiden?

10 Gedanken zu „Imageberatung: Business-Looks für Hundternehmer

  1. Da kann ich leider nicht viel zu sagen. Als dass ich Dir den Hundternehmer “abnehme”. Jemand der viel im Hunden unterwegs ist und sich auch draußen aufhält braucht in diesem Umfeld weder Hosenanzug noch Pumps.
    Obwohl ich das auch nicht tue, gehe ich eher so wie Du hier zeigst ins Büro. Und damit ist man bei uns definitiv richtig angezogen.
    LG Sunny

    • Wenn Du auch im Büro als Führungsperson gut und passend angezogen bist, bestätigt das meinen Eindruck, dass es “seriös” genug ist.

  2. Ich bin zwar kein Hundternehmer, aber finde es trotzdem sehr spannend und alle drei Outfits sind für mich einfach top! Auf die Lederjacke bin ich zugegebenermaßen etwas neidisch ;) Ich finde sie richtig klasse und auch der Rest drumherum ist einfach stimmig.
    Übrigens, Bürsten mit Gumminoppen, Gummihaaren (wie nennt man die), sind perfekt um Haare heraus zu bekommen. Wahlweise auch einen Gummihandschuh. Bei Eddies Haaren hilft es gut. So eine Bürste habe ich auch im Büro mittlerweile. Denn leider ist Eddie mittlerweile auch auf meinem Bürostuhl. Und das finde ich eklig ;)
    LG Andrea

    • Für die Lederjacke gibt es schon ein paar Anwärter, falls ich sie nicht mehr haben möchte :) . Gibt es auf Sylt … und ist für eine Lederjacke nicht mal teuer.

      So eine Gumminoppenbürste habe ich mal von Hunter gekauft. Danke für die Erinnerung, die kann ich mal wieder ins Auto legen.

      Eddie geht mit Dir ins Büro? Wie kommt das? Er war doch sonst den ganzen Tag alleine zu Hause. Hält er nicht mehr so gut durch oder geht es jetzt durch die neue Kollegin? Schön, dass das möglich ist!

  3. Ich bin zwar kein Unternehmer, nehme aber oft meinen Hund mit ins Büro. Meine Kleidung unterscheidet sich dann nur in einem Detail von Tagen ohne Hund: die Schuhe! Da ich im Laufe eines Arbeitstages 2x mit meinem Schlawiener raus gehe und wir reichlich Grün in Firmennähe haben, sind Anzugschuhe nicht so gut geeignet. Entweder ist es matschig oder staubig. Da braucht es etwas robusteres Schuhwerk, das trotdem kompatibel zum Rest ist.
    Solange man keine Kollegen mit starker Hundephobie hat, kann ich gut erzogene(!) Hunde im Arbeitsumfeld nur empfehlen. Sie entspannen das ganze Team gerade auch an hetischen Tagen. Selbst bei direktem Kundenkontakt habe ich das schon (als Kunde) positiv erlebt.

    • Ich könnte gestehen, dass ich früher von Bürohunden gar nicht begeistert war … aber die waren meistens auch nicht wohlerzogen und haben meine Klamotten angestupst … wobei ich mal einen lieben Collie als Bürohund hatte. Da war der Besitzer immer eifersüchtig, dass der mich mochte. Inzwischen denke ich, dass es schön wäre, mehr Bürohunde zuzulassen- für die Entspannung der Menschen. Und gegen Phobien kann man man ja noch eher etwas machen als gegen Allergien.

  4. Ich muss sagen, ich hab deinen Beitrag jetzt schon ein paar mal gelesen und finde die Tipps super. Wie ich ja bei mir auch schon geschrieben habe, liebe ich die Schuhe und mit der Lederjacke hast du ja sowas von meinen Stil getroffen. Wie schön, dass als Hundternehmer solche Outfits auch mal etwas legerer rüber kommen dürfen. Ich bin sehr inspiriert! Wirklich super Tipps, besonders die gegen Hundehaare. :)

    Wenn ich das nächste Mal in Hamburg bin, sollten wir mal einen Shopping-Trip gemeinsam machen. Ich glaube, du könntest eine gute Beraterin sein… ;-)

    Danke für deinen Beitrag, auch im Namen von Pedi. ♥

    • Hey, das freut mich sehr, dass dir meine Anregungen gefallen und zu Dir passen! Du kannst mich jederzeit als Personal Shopper für eine Tour in Hamburg buchen, wenn Du Lust darauf hast.

  5. Über Hundternehmer (hübsches Wortspiel!) habe ich mir zwar noch nie Gedanken gemacht, aber Du hast – wie fast immer – ganz sicher Recht mit dem, was Du schreibst. ;)

    Deine rote Lederjacke erscheint mir zudem perfekt als passende Klamotte dafür – Du weißt, ich liebe sie … – habe aber leider keine mehr in passender Größe in dem tollen Farbton gesehen.

    LG
    Gunda

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