Zeitenwende (Jahrhundert-Trilogie Band 3)

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Zeitenwende (Jahrhundert-Trilogie, Band 3) (Affiliate Link)
von Carmen Korn

Im Mai habe ich Dir begeistert das Buch Töchter einer neuen Zeit (Jahrhundert-Trilogie 1) und Band 2 Zeiten des Aufbruchs vorgestellt. Mehr zu den Personen und zur Handlung findest Du im verlinkten Blogbeitrag. Der gerade erst Ende September erschienene Band 3 knüpft fast direkt an Band 2 an und beginnt um März 1970. Die vier Hauptfrauen der Roman-Trilogie sind um 1900 geboren und inzwischen im Großmutteralter angekommen. So kommt es, dass in Band 3 drei Generationen große Rollen spielen und sogar noch eine vierte hinzu kommt.

Nicht umsonst findet sich zu Beginn des Buchs eine Übersicht mit den handelnden Personen. Das führt dazu, dass mir das Lesen des Buchs irgendwann mühsam wurde. Bei jedem Szenenwechsel habe ich erstmal überlegt, in welcher Generation ich jetzt gerade bin und in welchem Punkt des Freundesfamiliennetzwerks die Personen stehen. Kennst Du das Geisterhaus von Isabel Allende? Daran erinnert es mich gerade beim Schreiben, was die Menge der beteiligten Generationen angeht.

Achtung – Spoiler !!!

So fesselnd und wunderbar ich Band 1 und 2 fand, so deprimierend fand ich Band 3. Altern, die Zeit der RAF und die Wiedervereinigung dominieren die Themen. Vielleicht haben das Buch und ich uns auf dem falschen Fuß erwischt? Keine Ahnung, gefreut hatte ich mich sehr darauf und Zeit zum Lesen hatte ich auch. Ich habe fast das ganze Buch als deprimierend empfunden, obwohl neue Lieben entstanden sind, Kreatives gewachsen ist und fröhliche Kinder geboren wurden.

Das Hauptproblem war für mich, dass irgendwann klar war, worauf die Handlung hinausläuft. Wenn die Frauen um 1900 geboren sind und das Buch in der Silvesternacht zur 2000er Jahrtausendwende endet, kannst Du Dir denken, was mit denen und ihren Männern passiert.

Die Handlung hat mich bis auf wenige Szenen nicht gefesselt. Obwohl die dritte Generation meinem Alter nahe ist, habe ich keinen Bezug dazu gefunden. Das kann Dir beim Lesen anders gehen. Die Schauplätze in Hamburg samt den Lokalen kenne ich fast alle von innen – daran lag es nicht.

Normalerweise veröffentliche ich keine unaufgeforderten negativen Rezensionen von selbstgekauften Büchern. In diesem Fall mache ich das, weil ich Band 1 und 2 von Herzen empfohlen habe. Dass mir Band 3 so gar nicht gefiel, finde ich selbst schade. Dennoch würde ich es wieder lesen wollen zum Abschluss der Trilogie, nur um das Ende zu kennen.

Hast Du das Buch gelesen? Wie gefällt es Dir? Habe ich es falsch gelesen oder empfindest Du wie ich?

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15 Gedanken zu „Zeitenwende (Jahrhundert-Trilogie Band 3)

  1. Danke für die Buchvorstellung – ich freue mich immer über Rezensionen, egal in welcher Form. Das Buch selbst kenne ich nicht und die Beschreibung hält mich auch eher von einem Kauf ab – schon alleine wenn eine Übersicht für die handelnden Personen erforderlich ist. Ich liebe es normalerweise einige Hauptcharaktere im Laufe des Buches kennenzulernen und mit ihnen mitzuleben; besonders toll finde ich es daher im Normalfall, wenn es Fortsetzungen gibt, sodass man das Schicksal der Protagonisten weiter verfolgen kann. Danke für deine ehrliche Meinung.
    Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

    • Man lernt die Charaktere schon kennen und es baut alles aufeinander auf. Mir sind es am Ende nur zu viele und die Identifikation mit einzelnen Personen verschwandt und war mit anderen nie da.

  2. Ich habe den ersten sehr gehypten Band – Töchter einer neuen Zeit – begeistert angefangen und war sehr enttäuscht, das Buch liegt angelesen bei mir. Alle Charaktere sind sehr oberflächlich beschrieben, die Handlungen absehbar. Irgendwie geht es nicht richtig in die Tiefe. Kam mir vor wie eine Vorabendserie. Wohne zwar nicht in Hamburg, liebe diese Stadt aber. Vielleicht macht das Buch mehr Spaß, wenn man die beschriebenen Locations kennt. Über Seite 100 bin ich – leider – nicht gekommen.

    • Der Lokalkolorit hat sicher dazu beigetragen, dass mir Band 1 so gut gefallen hat. Ich kenne da fast jede Ecke. Bei Band 2 fand ich so gut, dass endlich mal die späten 40er und ganzen 50er Thema waren. Das ist noch nicht so abgenudelt wie die 30 Jahre vorher.

  3. Ich habe Band eins gelesen, nein verschlungen! Ein wunderbares Buch. Vieles hat mich an Erzählungen meiner Großmutter erinnert. Den zweiten Band fand ich dagegen schon ein wenig langweilig und hab deswegen den dritten erst gar nicht angefangen. Stattdessen las ich von Prange “Unsere wunderbaren Jahre”. Das hat mir gut gefallen.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Danke für Deinen Lesetipp. Einen Wälzer kann ich gut gebrauchen, bin bald ein paar Abende Strohwitwe. Leseprobe ist schon bestellt.

    • Bisher ist mir das nicht so passiert und ich habe schon viele Trilogien gelesen. Manchmal finde ich schwierig, wenn lange Zeit zwischen den Bänden beim Lesen liegt, aber selbst da bin ich immer wieder reingekommen. Hier ist die Zeit sogar kurz für mich dazwischen gewesen, weshalb mich das umso mehr irritiert hat.

  4. Oh je, Bücher, die am Anfang eine Personenübersicht benötigen, sind für mich auch so eine Sache. Wobei ich sagen muss, dass ich (vor allem bei Fantasyromanen) auch schon häufig das Problem hatte, das diese Übersicht fehlte, ich sie aber nach zwanzig Seiten schon gebraucht hätte… so viele ähnlich klingende Namen, Orte und Völker gibt es da.
    Schade, dass der dritte Teil der Reihe dich nicht überzeugen konnte – ich werde jetzt auf jeden Fall die Rezension zu Teil eins nachholen, an sich klingen die Bücher nämlich sehr interessant!
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

    • Band 1 und 2 finde ich nach wie vor lesenswert. Bei historischen Romanen mit Fortsetzungen finde ich diese Ahnentafeln ganz nett. Fantasy lese ich gar nicht – zu wenig Phantasie dafür :) .

  5. Dankeschön für Deine kritische Rezension, liebe Ines. Ich habe mich entschieden, den dritten Band nicht zu kaufen, sondern in der Bibliothek auszuleihen. Bin allerdings auf Platz 17… Bei Band 1 brauchte ich etwa 100 Seiten, um mich in die Geschichte reinzulesen. Davor hatte ich “Gestorben wird immer gelesen” und war davon sehr fasziniert, dass es mir schwer fiel, mich auf die neue Geschichte und den Schreibstil einzulassen. Nach den ersten 100 Seiten konnte ich das Buch kaum weglegen und auch Band fand ich klasse, hatte aber schon das Gefühl, dass es einige entbehrliche Längen gab. Schade, dass Band 3 aus Deiner Sicht nicht an die Erfolge von Band 1 und 2 anknüpfen kann. Aber das ist auch wirklich schwer. LG Caro

    • Gestorben wird immer hat mich auch noch mehr gefesselt. Unterm Strich fand ich es auch positiver. Wie lange wartet man auf 17 Plätze?

    • Ich denke, dass ich gut acht Wochen warten muss. Aber das finde ich o.k., habe noch genügend Lektüre bis dahin.

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