Neuer Jeanstrend: nahtloser Saum

Jeans mit Saum-Vlies zum Aufbügeln ohne Naht gekürzt

Hose kürzen ohne Nähen

Hiermit erkläre ich den nahtlosen Saum zum aktuellen Jeanstrend. Warum? Weil ich es kann. Na gut – weil ich nicht nähen kann … Meine Lederhose habe ich mit flüssigem Fixierkleber umgeklebt. Das hält seit zwei Jahren perfekt. Zwei Jeans habe ich vor ein paar Wochen mit einem Saum-Vlies zum Aufbügeln um 3 cm gekürzt, um das Geld für die Änderungsschneiderin zu sparen. Es ging schnell und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.

Achtung: Dünnere oder empfindliche Stoffe würde ich so nicht kürzen, weil ich Bedenken habe, dass das Vlies zu sehen ist oder der Stoff vom Bügeln blank wird. Die überlasse ich weiterhin dem Profi.

Vokuhila

Gerade bei Jeans ändern sich die Ansichten, was schön oder nicht, ständig. Anfang der 2000er Jahre wurde die Möglichkeit entdeckt, den Originalsaum beim Kürzen wieder anzunähen, um Waschungseffekte beizubehalten. In den letzten Jahren wurden auf einmal ausgefranste Säume in, dann wurden sie vorne kürzer abgeschnitten als hinten und die Jeans dabei immer kürzer. Habe ich alles ausgelassen; ich trug weiter sauber genähte Originalsäume. Warum? Weil das längere Beine zaubert und ich das mag. Kein Saum am Ende streckt allerdings noch mehr, weil keine optische Unterbrechung da ist.

Mein Luxusproblem

Mein persönliches Dilemma ist, dass ich eigentlich eine 31er Hosenlänge brauche, die es nur selten gibt. 30er sind 1 cm zu kurz, was bei vielen Wäschen gerne mehr wird. 32er waren bisher nur so wenig zu lang, dass ich sie gut tragen konnte. Leider bin ich aber geschrumpft  – so viel zu Ü40 Blogger Themen … – und habe keine 80er Innenbeinlänge mehr, sondern sie beträgt nur noch 79 cm.

Weil alles, was einlaufen soll, es garantiert nicht tut, und diese Jeans vom Hersteller mit 1 cm mehr als angegeben ausgeliefert wurden, musste ich sie kürzen, um sie mit flachen Schuhen tragen zu können, ohne den Boden mit dem Saum zu putzen. Dauerhaft kremple ich Hosen nicht gerne um, weil das bei mir immer schief und einen Hauch zu kurz wird. Außerdem verkürzt es mich optisch, was ich ebenso vermeide.

Was machst Du mit Jeans, die zu lang sind?

31 Gedanken zu „Neuer Jeanstrend: nahtloser Saum

  1. Hallo Ines,
    zu dem Thema könnte ich eine Doktorarbeit schreiben, so nerven mich unpassende Längen.
    Mittlerweile kaufe ich nur noch Jeans, bei denen die Länge passt. Wenn ich zwischen 2 Größenlängen bin, kaufe ich die kürzere. Außer bei nicht vorgewaschenen Jeans, die können tatsächlich noch etwas einlaufen.
    Ansonsten habe ich meine Jeans zur Änderungsschneiderin gebracht, weil ich einen richtigen Jeanssaum möchte.
    Aber dadurch, dass die Länge ja auf eine größere Person zugeschnitten ist, fing die Unterschenkelweite unterhalb des Knies an, was mir nicht gefällt. Außer bei Röhrenjeans, da sieht man es nicht so.
    Wenn ausgefranster Jeanssaum, dann nur ohne Strümpfe in den Schuhen, sonst mag ich das nicht.
    Wo war ich jetzt? Also bei mir nur noch Jeans, die in der Länge passen und auch sonst natürlich, sonst lass ich es bleiben, weil sie im Schrank versauern würde.
    Viele Grüße,
    Claudia

    • Ja, der Schnitt des Beins kann beim Kürzen übel verloren gehen unten oder am Knie nicht so sitzen, wie er gemeint ist. Das ist bei Ärmeln genauso, wenn die zu langen Ärmel dann die Ellenbogenpatches am Unteramarm haben. Ärmel kann man manchmal von der Schulter her kürzen – Hosen leider nicht vom Schritt aus …

  2. Hab auch so ne Jeans mit ausgefransten Nähten, sieht nicht wirklich gut aus, ist aber modern.:-D Länge ist nicht mein Problem, hab passgenau 32, aber Weite ist schwierig. Stretch Jeans kann ich 1 Größe kleiner kaufen, manchmal leiern die dann auch noch am Oberschenkel oder am ganzen Bein aus, ggrrhh. Eine normale Jeans mit festem Stoff, mit Knöpfen, leicht ausgestellt, in der richtigen Länge und Taschen an der richtigen Stelle, das wär mein Traum. Gibt’s gerade gar nicht in den Läden.:-/ Also versuche ich mich eben an so Knöchel Jeans mit Fransenenden…. Und warte auf die nächste Modewelle.

    • Über Hosenin Größen, die nicht den realen entsprechen, habe ich mich neulich hier auch in einem Beitrag aufgeregt. Mich nervt das. Bei Jeans ist das echt extrem verbreitet.

  3. Guten Morgen Ines, da es schwierig ist eine passende Jeans zu finden bringe ich die Hose zur Schneiderin und lasse sie kürzen. Da ich meine Jeans wirklich auftrage ist es für mich eine gute Investition. Viele liebe Grüße Beate

    • Habe ich bisher auch immer gemacht. Grundsätzlich halte ich das auch für die beste Option, gerade bei teuren Hosen.

  4. Ich habe das große Glück, dass ich eigentlich immer in eine 34er Länge passe und mir deshalb über meine Jeanssäume nie Gedanken machen musste :) Ich bin nämlich was Nähen angeht ebenfalls recht unbegabt… und ob ich immer die Lust hätte, meine Hosen zum Schneider zu bringen? Vermutlich nicht *lach*
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

  5. Haha – sehr lustige Frage! Was mache ich mit Jeans die zu lang sind? Ich kaufe gleich ein Back-Up, weil das wie ein Sechser im Lotto ist. Bisher habe ich eine im Schrank, die etwas zu lang ist – die nehme ich für die Ereignisse auf hohen Hacken.

    • Haha … ich habe meinen Mann gefragt, was Du wohl kommentiert haben könntest. Seine Vermutung war: “Zu lange Jeans? Was ist das?”

  6. Ich habe eine Leidenschaft für gekrempelte Säume oder aber für knöchellange Jeans. Eine mit ganz normaler Länge habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr getragen.
    Was für mich überhaupt nicht geht, selbst- oder vom Schneider gekürzte Jeans. Frag mich nicht warum, aber ich halte solche Säume für spießig.
    Der stabile, durch die industriellen Waschungen bedingte Saum sind doch auch das Markenzeichen einer Jeans und sie ist ein lässiges Kleidungsstück, sie sollte auch robust daher kommen – also gern auch gekrempelt oder ausgefranst (ich überlasse letzteres aber den jüngeren Frauen, ich muss nicht alles mitmachen). Wenn ich “ordentlich” und klassisch gekleidet sein möchte, greife ich zur Chino oder Stoffhose – aber auch diese sind bei mir vor Krempelaktionen nicht unbedingt sicher. Das muss man aber wirklich mögen! Hier darf jeder Schneider ran, wenn es denn sein muss, es fällt ja nicht auf, dass die Beine gekürzt sind.
    Ich glaube nicht, dass Krempelsäume von max. 2 cm bei der Optik tatsächlich so sehr ins Gewicht fallen.

    • Mach mal ein Foto von Dir mit einem Krempelbein und einem normalen im selben Outfit. Dann siehst Du den Unterschied.

      Die Please!, die wir beide hatten, mochte ich auch ganz gerne mal gekrempelt. Ansonsten bin ich wohl einfach zu ordentlich dafür.

  7. Ach ja Jeans und Jeanslänge. Ich habe eine 30er Länge und je nach Jeans sind selbst die noch zu lang. Meist schlage ich sie einmal um. Reicht meistens aus. Ich bin in der Beziehung recht faul. Glaube, ich habe einmal eine Jeans zum kürzen gebracht, mit Originalsaum. Sonst nie.
    Liebe Grüße Andrea

  8. Liebe Ines, bisher hatte ich noch keine Probleme bezüglich der Hosenlänge bei Jeans, Bund und Länge passen eigentlich immer perfekt zusammen. Aber wer weiß, was noch alles kommt – deinen Tipp mit dem nahtlosen Saum finde ich jedenfalls super, den könnte ich mir auch gut vorstellen: einfach umschlagen und ankleben, fertig.
    Hab noch einen schönen Tag und alles Liebe

  9. Danke für die Infos über Jeans-Trends! Mein Mann liebt Camel Active Woodstock Jeans. Die Tipps, wie man nahtlos kürzt, werde ich mir merken!

  10. Manchmal schlage ich Hosen einfach nach innen um. Bei Sinny Jeans geht das. Ansonsten kaufe ich die Hosen nicht, weil ich sie nicht trage. Ich habe eine ältere Jeans, die ich als 30er Länge trotzdem nur mit Absatz tragen kann. Heute würde ich auf den Kauf verzichten. Umgenähte Jeans mag ich nicht. Einmal habe ich eine Schneiderin die saumerhaltende Variante machen lassen. Da war das überflüssige Stück einfach innen dran. Das hat mich genervt und ich habe die Hose irgendwann fast ungetragen weggeworfen. Schade drum.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Ungetragen entsorgt ist übel. Das habe ich bisher nur mit einem bodenlangen schwarzen Plisseerock Ende der 1990er geschafft.

  11. Das Dielmma kenne ich, da ich die gleiche Innenbeinlänge habe. Mir passen meistens 32er Längen, bei sehr schmal geschnittenen Beinen geht auch eine 30er. Im Zweifelsfall bringe ich sie zum Schneider. Obwohl ich selbst nähen kann. Der Profi macht es einfach besser.

    Den Bügelvlies muss ich mal ausprobieren. Ich würde zusätzlich vernähen. Das kriege ich mit der Maschine selbst hin.

    Liebe Grüße Sabine

    • Ich dachte auch erst, das besser wäre, die Kante innen noch extra zu befestigen. Bisher hält es aber so.

  12. :-) Liebe Ines,
    das ist eine gute Frage.
    Grundsätzlich kaufe ich Kurz-Größen, das hilft enorm – Du kennst Die Thematik. Aber oft sind auch sie einen Hauch zu lang.
    Meistens lasse ich sie so wie sie sind. Bei Regen kremple ich hinten eine Saumlänge um, weil ich nicht mag, wenn es mir nass und kalt an der Wade hochzieht.
    Mir gefällt die “umgebügelt”-Idee. Werde ich mal ausprobieren.
    Schönen Freitag und liebe Grüße
    Claudia .-)

    • Daa Blöde ist bei mir halt, dass mir die Kurzgrößen letztendlich bei Hosen dann doch immer zu kurz werden – bei Kleidern, Jacken und Blazern sind sie perfekt. “Unsere” Jeans ist im Lauf der Zeit vom passender Kurzgröße um mehrere Zentimeter geschrumpft und deshalb im Sozialkaufhaus gelandet. Das war schade.

  13. Ich besitze genau 3 Jeans. Sie unterscheiden sich lediglich in der Farbe und sind sonst gleich. Sie sind auf Länge Knöchel und so perfekt.
    Auch früher habe ich nicht kürzen müssen, da die 32 Länge perfekt ist.

    Liebe Grüße
    Doreen

    • Das ist konsequent minimalsitisch. So passen Deine Jeansschuhe zu allen Jeans. Bei mir hängt das von Längen und Weiten ab, was mich etwas stört.

  14. Du wirst lachen, ich habe Hosen (aber nicht meine) auch schon auf diese Weise gekürzt. Allerdings ist die “Aufbügelware” nicht so haltbar wie eine echte Naht. Ich persönlich bevorzuge einen normalen Jeanssaum. Wobei Kürzen steht bei mir eher nicht auf dem Zettel. Lach.
    LG Sunny

    • Das beruhigt mich, das die nähbegabte Schneiderinnentochter auch mal zu so einem Hilfsmittel greift.

      Ich bin gespannt, wie lange es hält.

  15. Mich wundert es, dass ein Bügelvlies so stark ist, um einen festen Jeansstoff zu halten. Aber die Methode ist sehr gut. Ich verwende Vlies manchmal, wenn sich mein Mann eine Triangel in ein Hemd gerissen hat oder der Stoff um die Knöpfe ausreißt. (Ich weiß nicht, wie man Mann das immer schafft). Und ich kann dich beruhigen: An den Hemden sieht man den Vlies nicht durch. (Natürlich sieht man den Riss ein bisschen und sowas funktioniert auch nur bei karierten Hemden)
    Aber bevor ich meine Jeans umkremple, würde ich sie lieber fein säuberlich umnähen. Sowas kann man vielleicht als Kind tragen. Ausgefranste Jeans mag ich auch überhaupt nicht.
    Aber sowas kann mir gar nicht passieren. Hosen sind mir immer eher zu kurz.
    LG Sabienes

    • Die beiden Jeans, die ich damit gekürzt haben, haben einen eher dünnen Jeansstoff – eher so sommerjeansartig – mit hohem Elasthananteil. Jeans aus 100 % dicker Baumwolle würde das vermutlich nicht halten.

      Funfact: Ich reiße mir die Knöpfe so an Schlafanzügen im Hemdenlook ab – und nicht wobei Du jetzt denkst ;). Einfach so im Schlaf … Irgendwann haben die Oberteile nur noch einen Knopf in der Mitte und die restlichen Knöpfe sind samt Nähgarn und kleinem Stofffetzen rausgerissen und lost in space. Keine Ahnung, welche Kobolde das nachts machen – oder tagsüber bei Deinem Mann. Fazit: Ich verstehe ihn :) .

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