Körpersprache Hunde #1 die Rute

Paul auf Sylt am Strand in Wenningstedt

Die neue Blogserie Körpersprache Hund starte ich mit der Rute. Der Schwanz eines Haushundes wird Rute genannt. Dieses Körperteil habe ich für den Start ausgewählt, weil die Stellung so eindeutig zu sehen ist. Ich finde es leichter zu sehen, ob eine Rute nach oben oder unten zeigt als die Mimik eines Hundes zu erkennen.

Aus der Praxis für die Praxis

… sagte meine Marketingdozent regelmäßig. Bei der Serie ist mir wichtig klarzustellen, dass diese Beitragsreihe aus Sicht einer Ersthundehalterin geschrieben ist, die weder eine fachkundige Ausbildung noch jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hat. Es handelt sich um subjektive Beobachtungen und Erfahrungen aus der fast vierjährigen Praxis im Leben mit dem kastrierten Hütehundmischling Paul. Die Bedeutungen der Körpersprache können bei anderen Rassen, unkastrierten Hunden oder anderen Hütehunden völlig anders sein.

Schau genau hin und suche Referenzbilder

Wenn Du sehen willst, was ein Hund gerade kommuniziert, schau Dir einzelne Körperteile an und vergleich sie mit seiner Körpersprache in anderen Situationen. So bekommst Du ein Gefühl für das Individuum. Auf jedem der folgenden Bilder sind außer den von mir beschriebenen Stimmungen mit den Stellungen der Rute unzählige andere Signale zu sehen

  • Macht sich der Hund groß oder klein?
  • Ist der Fell glatt oder aufgeplustet?
  • Wie ist der Kopf geneigt?
  • Wie ist die Stellung der Ohren?
  • Was sagt die Mimik der Augen und im Lefzenbereich?
  • Wenn er sich bewegen würde, wäre auch noch wichtig, ob er das langsam, stakselig oder schnell tut.

Das alles lasse ich erstmal außer Acht, weil ich die Bilder fokussiert betrachten möchte. Alleine nur über die Stellung von Pauls Rute kann ich Dir schon sagen, ob er mit hoher Wahrscheinlichkeit gehorchen wird, abhauen möchte oder meinen Beistand sucht. Für diesen Beitrag habe ich Fotos von ähnlichen Stimmungen in verschiedenen Situationen gemacht.

Schau Dir an, wohin die Rute zeigt und wie sie in Bezug auf den Rücken steht. Ist sie die gerade Verlängerung des Rückens, wie sehr oder an welcher Stelle kringelt er sie ein?

Entspanntes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Gehen

Entspanntes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Gehen

Entspanntes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Gehen

Entspanntes Gehen

Interessiertes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: interessiert auf etwas am Wegesrand zugehend

Interessiert auf etwas am Wegesrand zugehend

Entspanntes Schnüffeln

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Schnüffeln

Entspanntes Schnüffeln

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Schnuppern

Entspanntes Schnuppern

Enttäuschung – das Leckerli kam zu spät

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Unsicher fragend, ob es vielleicht doch noch ein Leckerli gibt

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: unsicher und aufmerksam zugleich – fragend, ob doch noch eine Belohnung erfolgt

Unsicher und aufmerksam zugleich – fragend, ob doch noch eine Belohnung erfolgt

Ängstlich wegen Knallerei vor Silvester

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: ängstlich, die Rute ist komplett zwischen den Hinterläufen eingeklemmt wegen Böllerei vor Silvester

Ängstlich mit zwischen den Hinterläufen eingeklemmter Rute

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund – guck hier auch mal auf die Köpfe

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Fragen an Dich

  1. Kannst Du meine Interpretationen zur Aussage der Rutenstellungen auf den Bildern nachvollziehen?
  2. Wenn nicht: Was siehst Du auf den Bildern?
  3. Möchtest Du weitere Beiträge zur Körpersprache von Hunden am Beispiel von Paul lesen oder nicht?
  4. Wenn ja: Was interessiert Dich dabei als nächstes?
  5. Hast Du einen Verbesserungsvorschlag für die Beitragsreihe? Welchen?

Danke für Deine Unterstützung mit Feedback für das Gestalten der Blogserie!

19 Gedanken zu „Körpersprache Hunde #1 die Rute

  1. 1. auf jeden Fall
    2. das, was du beschreibst
    3. auf jeden Fall
    4. die Öhrchen
    5. da fällt mir nix ein außer dass du die Möglichkeit zum interaktiven Fellknuddeln anbietest.

    • Interaktives Fellknuddeln wird schwierig – aber beim Rest schaue ich, was sich machen lässt :) .

    • …und die Fotos sind einfach traumhaft. Da möchte man gern bisschen Hund sein. Ja, das stimmt, die Bildunterschriften passen super und du könntest sie in einem Hundeverhaltensbuch verwenden. Am süßesten finde ich das Paul-Foto im vorherigen Beitrag, auf dem man die Zunge bisschen sehen kann. So, ätsch, ihr mit eurem Gerede, schreibt ihr mal nur. Ihr habt zwar das größere Gehirn und könnt sprechen, dafür darf ich einfach Hund sein. :-)

  2. Das ist ein super interessanter Beitrag!
    Da wir in der Familie immer Hunde hatten, kann ich die Fellnasen mittlerweile recht gut “lesen”, könnte aber wohl nicht erklären, woran ich bestimmte Empfindungen oder Eindrücke festmache. Genau so geht es mir bei meinem Pferd – für mich ist total klar, wann er schlechte Laune hat, wann er gekratzt werden will, wenn ihm etwas wehtut oder wenn er motiviert und aufmerksam ist. Wenn man mich fragt: “Wie kommst du darauf?” kann ich es allerdings nicht benennen.
    Dementsprechend finde ich den ersten Teil deiner Reihe sehr informativ und lehrreich. Die Bilder sind super, und die Bildunterschriften passen super dazu.
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

    • Emotionen zu benennen ist ja schon bei Menschen oft schwer. Dem virtuellen Eindruck nach, den ich von Dir habe, glaube ich Dir sofort, dass Du Deine Tiere wortlos verstehst. Ich hatte zwar zwar immer mal wieder mit Hunden zu tun, aber die ersten 43 Jahre meines Lebens eindeutig Typ Katzenmensch. Dann hat sich das geändert. Danke für Dein Feedback zu den Bildern.

  3. Ich würde mir wünschen, mancher Mensch würde beim Erstkontakt sein Licht nicht unter den Scheffel stellen und sich selbstbewußt und doch achtsam präsentieren. Wie Paul das tut.
    In keiner der gezeigten Situationen habe ich jetzt eine Gefahr für mich, bzw. für Paul “entdeckt”. Klar. Bei dem Genalle fürchtet er sich. Aber sonst wirkt er sehr sicher auf mich. Er passt Du Dir.
    BG Sunny

    • Da bin ich völlig Deiner Meinung. Ich glaube, dass “sein Licht unter den Scheffel stellen” ist ein sehr deutsches Verhalten und bei Frauen noch mehr als bei Männern vertreten.

      Ja, vom schüchternen Paul, der er zu beginn war, ist nicht mehr viel übrig. Ich war früher aber auch schüchtern – wir passen in vielerlei Hinsicht zusammen :) .

  4. Liebe Ines,
    tolle Bilder und eine sehr gute nachvollziehbare Beschreibung; ich war auch immer ein “Katzenmensch” und nun seit 4 Jahren auch ein “Hundemensch”; mittlerweile verstehe ich meistens wortlos was Sando körpersprachlich mitteilt, es ist wirklich faszinierend, alleine seine Blicke; er ist auch ein sehr kluger Kerl; lustig wird es wenn sich die Katze und der Hund miteinander unterhalten, da erkennt man Sandos Verwirrung manchmal deutlich, sie sprechen halt doch verschiedene Sprachen;
    mich interessiert alles zum Thema Hundesprache, bitte mehr davon,
    vielen Dank
    liebe Grüße Gabriele

    • Du hast Sando auch erst vier Jahre? Das war mir gar nicht klar Er hat so eine ruhige, prachtvolle Ausstrahlung. Ich bin mir ganz sicher, dass ich ihn live mögen würde. Aber Schäferhunde mag ich – im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die Angst vor ihnen haben – eh, schon immer.

  5. Hallo Meyrose,

    ich habe vor mir einen Hund anzuschaffen :-)

    Wärst du so lieb und könntest mir ein paar Tipps geben, worauf ich alles achten sollte und worauf ich mich mit einem Hund schon mal einstellen sollte?

    Vielen Dank für deine kostbare Zeit! :-)

  6. Doch, die Bilder bringen die Stimmung deines Hundes schon recht gut rüber. Er ist ja auch sehr “wolfsähnlich”, also nicht allzu sehr verändert, wenn ich das mal so sagen darf :-))

    Wir haben einen Welsh-Terrier – die meisten Terrier tragen ja die Rute i.d.R. immer oben. Das macht es schwerer, sie zu lesen, vor allem für Menschen, die sich mit Hunden nicht auskennen. Teilweise sogar für andere Hunde, die sich dadurch regelrecht provoziert fühlen.

    Ich kenne die Launen unseres Hundes nach 20 Jahren mit dieser Rasse natürlich sehr gut.

    Danke für die Beiträge zum Thema Hund. Ich lese sie gerne.

    LG

    • Das darfst Du sagen :) . Wir sehen regelmäßig Wölfe im Wildpark und finden jedes Mal wieder, dass Paul denen schon ziemlich ähnlich sieht. Lustigerweise reagiert er gar nicht auf die Wölfe auf der anderen Seite des Zauns. Er ignoriert die total. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Hunde sich verändert haben.

      Terrier mag Paul, er wäre also von Deinem vermutlich nicht irritiert.

  7. Liebe Ines, diesen Beitrag finde ich außerordentlich spannend und ich finde es wunderbar, dass Du Deinen Hund nicht nur sehr genau beobachtest, sondern Dich ganz offensichtlich auch sehr gut in ihn hineinfühlen kannst. Wir haben keinen Hund, aber Katzen, und ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass man an der Körperhaltung von Tieren einiges ablesen kann. Auch wenn ich selber nie einen Hund besessen habe, macht das, was Du zu den Bildern jeweils schreibst, absolut Sinn. Vielen Dank fürs Teilen und sehr gerne mehr solche Beiträge.
    Ein wunderbares, neues Jahr für Dich.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    • Ein ebenso schönes Jahr wünsche ich Dir! Freut mich, dass die Beiträge auch für Dich als Katzenhalterin interessant sind.

  8. Liebe Ines,
    Das sind wunderbare Fotos und wirklich treffende Beschreibungen und ich freue mich schon auf mehr Beiträge.
    Du weißt ja, wie oft ich bei gemeinsamen Spaziergängen mit Amy verzweifele, wenn wir auf andere Hunde treffen. Warum brummelt sie schon viele Meter im Voraus, warum mag sie anscheinend kleinere Rassen lieber, warum warum warum …. Für mich in manchen Situationen ein großes Mysterium. Ich habe schon viele Verhaltensbücher ( speziell Hütehunde) gelesen, aber wer mag schon behaupten, dadurch seinen Hund komplett verstehen zu können. Dein erster Beitrag hier über Pauls Rutenstellung hat mich nun dazu gebracht , mal wieder verstärkt auch bei Amy darauf zu achten. Vielleicht kommt ja der ein oder andere Aha-Moment.

    • Amy ist meinem Eindruck nach schon viel entspannter mit anderen Hunden geworden. Alle wird sie nie mögen … vielleicht ist es auch hilfreich, das Verhalten der anderen Hund dabei mal genauer anzusehen. Vielleicht sind die auch nicht immer so freundlich, wie es den Anschein hat.

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