Körpersprache Hunde – Blogserie

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Paul im Mai 2016 im Neugraber Moor

Einer der Leserinnenwünsche für 2019 ist, mehr Hundecontent hier im Blog zu lesen. Dazu beginne ich heute die Artikelreihe zum Thema Körpersprache bei Hunden. Die anderen Themen um Mode, Stilberatung, Beauty und sonstige Lebensthemen bleiben der Schwerpunkt im Blog, der vom Hundethema ergänzt wird.

Ohne Gewähr und Garantie

Als erstes ist mir wichtig klarzustellen, dass diese Beitragsreihe aus Sicht einer Ersthundehalterin geschrieben ist, die weder eine fachkundige Ausbildung noch jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hat. Was ich aber habe, ist ein Auge für Körpersprache und jahrzehntelange Erfahrung mit Katzen und anderen Tieren.

Als Zausel Paul – sein Instagram-Profil findest Du unter zausel_paul – bei uns einzog, war mir wichtig, ihn zu verstehen. Dazu habe ich mir bei einem Trainer Einzelstunden mit dem Hund gebucht. Das war eine gute Investition. Wie Paul zu uns kam, kannst Du im Beitrag Langeweile in Perfektion lesen.

Jeder Hund kommuniziert anders

Was ich schnell gelernt habe ist, dass jeder Hund seine Gefühlslage anders zeigt. Die äußeren Signale sind einerseits rasseabhängig – ein Windhund hat ganz andere Rutenstellungen als ein Hütehund – und anderseits vom Individuum abhängig. Sieht die Rute eingeklemmt aus, ist der Windhund vermutlich total entspannt, ein Hütehund ist wahrscheinlich unsicher oder ängstlich.

Auch Geräusche, die Hunde von sich geben, sind nicht immer klar zu deuten. Das ist schon bei ein und demselben Hund manchmal eine Herausforderung. Ein Beispiel: Wenn Paul bei Berührung brummt, ist zwischen Schmusebrummen oh weitermachen, ich bin im Stöhn-Genuss-Modus und Warnbrummen Finger weg oder sie könnten gleich weg sein für Fremde kaum ein Unterschied zu hören.

Wenn ich unsicher bin, ob Pauls Stimmung kippt, reicht mir neben dem Tonfall inzwischen ein Blick auf seine Lippen. Entspannt hängende Lefzen? Alles gut, weitermachen. Gerade harte Lippenlinie an der Seite? Lieber aufhören und ihm Raum für sich geben. Das mag bei anderen Hunden anders sein. Muss man alles erstmal lernen. Mehr dazu im Lauf des Jahres in einem Beitrag über seine Mimik.

Buchtipp Hundeverhalten: Mimik, Körpersprache und Verständigung

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Ich habe lange nach einem guten Buch gesucht, dass die Körpersprache der Hunde für mich entschlüsselt. Am ehesten ist das noch Barbara Handelman mit ihrem Buch über Hundeverhalten gelungen. Neben einer ausführlichen Einführung über Verhalten an sich gibt es ein Kapitel zur Anatomie des Hundes, was ich spannend finde. In den nächsten Abschnitten werden unglaublich viele Verhaltensweisen des Hundes in verschiedenen Situationen definiert, erklärt und mit illustrierenden Fotos verschiedener Rassen und Begegnungen begreifbar gemacht.

Herausfordernd fand ich, die verschiedenen Bilder zu ähnlichen Situationen im Detail zu erfassen und zu deuten. Mir wurde erst dabei klar, wie unterschiedlich die körperlichen Signale der verschiedenen Rassen sind. Fazit: Genau hingucken und auf Veränderungen achten. Bei Hunden – fremden Hunden und bei Paul – achte ich jetzt nicht nur auf die Körperhaltung an sich, sondern vielmehr darauf, wie sie sich in der Situation verändert. Was bei einem Hund eine entspannte Rute ist, ist beim anderen freudige Aufregung.

Natürlich gibt der Gesamteindruck die größte Information über seine Stimmung ab. Dennoch sind einzelne Körperteile und die Veränderungen in deren Haltung aussagekräftig. Bei der Wunschliste 2019 und dem Beitrag Restaurantbesuch mit Hund haben sich einige Leserinnen mehr Hundecontent für diesen Blog gewünscht. Das versuche ich mit dieser neuen Reihe Körpersprache Hund zu erfüllen. Weil die Ruten-Stellung so einfach zu erkennen ist, beginne ich mit ihr.

Ziel der Serie Körpersprache Hund

Paul ist nur ein konkretes Beispiel. Ich möchte mit der Serie den Blick des Betrachters auf Hunde schärfen. Hundehalter können mit einem genaueren Blick Begegnungen mit anderen Hunden und Menschen sicherer einschätzen. Vielleicht kann ich bei Nicht-Hundehaltern das Interesse für Hunde wecken.

Mittsommernachtstraum Paul

Wir wissen letztlich nicht, von welcher Rasse Paul wirklich abstammt. In seinem Tierschutzvertrag steht eventuell Tervuerenmix. Tervueren sind langhaarige Varietäten des belgischen Schäferhundes. Wenn Tervueren neben ihm zu sehen sind, sieht er aber doch ein bisschen anders aus, weil zum Beispiel seine Ohren nicht stehen.

Er hat die Proportionen eines Australian Shepherds, aber ein ganz anderes Fell. Sein Kopf und das Fell sieht aus wie bei Leonbergern, aber die sind dreimal schwer als er und viel größer. Es gibt Fotos im Netz vom Harzer Fuchs, denen er ähnelt. Einig sind wir uns hier im Haus, dass Paul ein Hütehundmischling ist. Diese Einschätzung ist durchaus von Relevanz, wenn es darum geht, sein Verhalten einzuschätzen. Außerdem ist er kastriert.

Blogserie Körpersprache von Hunden am Beispiel von Hütehundmischling Paul

  1. Die Rute
  2. Die Ohren

Wie erkennst Du bei Deinem und/oder fremden Hunden die Gesinnung? Worüber möchtest Du mehr bei der Körpersprache von Hunden wissen?

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4 Gedanken zu „Körpersprache Hunde – Blogserie

  1. Hallo Ines,
    gleich 2 Hundethemen am Morgen und viele Zauselbilder, das erfreut mein Herz! Wir haben ja keinen Hund, trotzdem mag ich Hunde sehr gern. Und freue mich jedesmal, wenn ein fremder Hund zu mir kommt und sich streicheln lässt. Was ich als Nicht-Hundehalter feststelle, ist, dass die Hunde heutzutage fast alle gut erzogen sind und auch wenn sie ohne Leine unterwegs sind, ihrem Herrchen oder Frauchen problemlos folgen. Das war in früheren Jahren nicht immer so. Das trägt sicher viel zum besseren Miteinander bei.
    Ich finde, die Ohren sind immer auch ein wichtiger “Erkenner” für die Hundesprache.

    • Mit der Erziehung von Hunden ist es zumindest in der Stadt vielleicht auch besser geworden, seit einige Bundesländer Leinenpflichten und Leinenbefreiungsmöglichkeiten eingeführt haben. Außerdem halten immer mehr Menschen – zumindest in Hamburg – einen Hund als “letztes Kind” und wollen schon deshalb einen gesellschaftsfähigen Hund haben. Früher gab es einfach mehr Hofhunde, Zwinger waren auf Privatgrundstücken auf dem Dorf normal und in der Stadt kamen Hunde meistens viel zu wenig raus. Wobei der Zausel sich auch gar nichts dagegen hätte, wenn er sich hier bei uns alleine ausführen dürfte, wie es in den 1980ern auf dem Dorf auch noch normal wäre. Er bräuchte dafür nicht mal eine Straße zu überqueren, um in sein Lieblingsgebiet zu kommen.

  2. Liebe Ines, das ist ein intessamtesuThema. Unser Jack Russel ist im Januar vor 2 Jahren gestorben. Wir haben seit ca. einem 3/4 Jahr öfter den Hund einer Freundin. Er hat mittlerweile einen zweite. Wohnsitz bei uns und er ist gerne bei uns. Es ist eine Jack Russel Hündin und trotz der gleichen Rasse sind die Hunde im Vergleich total unterschiedlich. Du beschreibst vieles sehr treffend. Ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes neues Jahr. Viele liebe Grüße Beate

    • Ein ebenso frohes neues Jahr wünsche ich Dir!

      Du lieferst hier ein gutes Beispiel dafür, dass Hunde gleicher Rassen ganz unterschiedliche Charaktere haben können. Ich kenne welche, die einfach nur fröhlich sind, und welche, die einfach nur überdreht sind. Wie schön, dass Ihr diesen Gasthund habt.

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