Warum Dinge doch Brot fressen

Muenzen

Kennst Du den Spruch “Das frisst doch kein Brot”, wenn jemand Dinge behält, die er aktuell nicht braucht oder verwendet? Doch, Dinge fressen Brot. Letztlich steht der Spruch dafür, dass es kein Geld kostet, Dinge aufzubewahren und das ist nicht immer die Wahrheit.

Was Dich Aufbewahrung kostet

  • Du kaufst Schränke und Regale, vielleicht noch Kisten und Kartons, um die Sachen zu verstauen.
  • Die Schränke und Regale stehen in Räumen, die Du dafür gekauft oder gemietet hast. Ein Haus mit gleicher Wohnfläche ist ohne Keller billiger als eins mit. Bei einer Wohnung ist der Dachboden und/oder Keller eingepreist.
  • Selbst wenn der Raum und Schrank vorhanden sind, wollen sie gepflegt werden. Staubwischen auf den Dingen kostet Zeit und Putzzeug.

Minimalismus spart Geld

Wie komme ich darauf? Beim Schreiben des Artikels zur Grundausstattung mit Taschen habe ich festgestellt, dass meine Taschenschublade zu schwer beladen ist. Das führt bei diesem Schrank alle paar Jahre dazu, dass die Lager der Schublade erneuert werden müssen, was mühsam und teuer ist. In der Folge habe ich mich lieber von diversen Taschen und anderen Sachen aus der Schublade getrennt, die ich nicht mehr verwendet habe, als die Schublade wieder kaputt gehen zu lassen.

Warum soll ich Taschen aufbewahren, die ich nicht benutze, und Geld für die Reparatur des Schranks bezahlen, die nur anfällt, weil die unnützen Taschen darin liegen? Das meine ich damit, dass Dinge doch Brot fressen. Etwas anderes wäre es, wenn ich noch Freude an den Dingen hätte. Dann würde ich auch in deren Lagerung investieren.

Vor einigen Jahren, als ich noch mehr Kleidung besaß, stand ich vor der Frage, ob ich einen größeren Kleiderschrank kaufe, weil meine Sachen nicht mehr hinein passten. Ich habe das Geld lieber gespart, Dinge aufgetragen und weniger neue Sachen gekauft, so dass jetzt sogar Luft im Kleiderschrank ist. Spart Geld und schont die Umwelt.

Keller? Gerne! Voller Keller? Nein Danke!

Auf unseren Keller möchte ich dennoch nicht verzichten. Einen Platz für Weihnachts- und Osterdekoration außerhalb der Saison zu haben ist angenehm, ebenso für Aktenordner aus meinem Büro und Stühle, die wir nur für viel Besuch brauchen. Werkzeug braucht auch seinen Platz. Ein paar Küchenartikel, die nur selten verwendet werden, dürfen da liegen. Ein Schuhschrank für die Schuhe, die gerade nicht zur Saison passen, ist praktisch. Sportschuhe dürfen da auch gerne stehen.

Dennoch ist mir wichtig, auch im Keller nur so wenig wie möglich lagert, weshalb der Mülleimer und die Tüten fürs Sozialkaufhaus hier gerade gut gefüllt sind. Alle paar Jahre gehe ich auch im Keller Unterlagen durch und gucke, was davon weg kann. Mir gibt luftige Ordnung ein Gefühl von Leichtigkeit.

Bis Du im Team Sammler oder Entsorger?

35 Gedanken zu „Warum Dinge doch Brot fressen

  1. Den Spruch „Das frisst doch kein Brot“ kannte ich bisher nicht und du hast ihn gleich wunderbar widerlegt – für mich kommt hier auch noch ein viertes monetäres Argument dazu: Lebensqualität. Wenn die Räume mit Dingen überladen sind, wenn sich die Schachteln im Abstellraum stapeln, dann ist das auch irgendwie einengend und eine Reduktion führt für mich zu einem freien Lebensgefühl. Oftmals stößt man beim Durchsortieren dann doch auf Dinge, die gar nicht mehr in der Erinnerung waren und auf die man somit ohnehin nicht wieder zugegriffen hätte. Ich gehöre zwar eindeutig zur Team Sammler, aber mein Gatte ist vom Team Entsorger und so ergänzen wir uns hier ganz wunderbar, sodass wir die richtige Balance finden an Dingen, die wir wirklich aufhaben und welche wir schlussendlich entsorgen.
    Hab einen ganz wunderbaren Tag und alles Liebe

    • Vielleicht ist das ein Spruch aus Norddeutschland? Gibt es eine Pendant für den Spruch in Österreich?
      Hier ist es genau umgekehrt. Ich bin Super-Entsorger und mein Mann würde am liebsten sehr viel behalten. Im Keller befinden sich allen Ernstes auch nach meiner kürzlichen Entmüllungsaktion 4 Stapel mit je ca. 30 cm Höhe mit leeren CD-Hüllen und stauben dort ein. Grund: Günstige CD-Rohlinge werden inzwischen ohne Hülle verkauft und dann hat man Hüllen für die gebrannten CDs. Aber wie oft brennt man denn noch CDs?

      Dir auch einen wunderbaren Tag!

  2. Ich bin leider ein Sammler,.:-0 Kann mich schwer trennen, besonders sentimentale oder historische Dinge lasse ich schlecht los. Alles was Du geschrieben hast, weiß mein Verstand, doch mein automatisches Programm macht für mich ausmisten schwierig. Ich träume von einem leeren Keller . Wobei ,dort lagern überwiegend Kartons und die gehören meinem Mann. :-)

    • Am Ende ist die Frage, was Dir wichtiger ist: Die Befriedigung Deines inneren Eichhörnchens oder luftige Räume. Es gibt da kein Richtig oder Falsch meiner Ansicht nach. Es gibt nur ein Tut-mir-Gut, dann lasse ich so, oder Tut-mir-nicht-Gut, dann strebe ich Änderung an.

  3. Ich kann mich eigentlich gut trennen und die paar Sachen wo es mir schwer fällt dürfen einfach bleiben. Ich kenne den Spruch eher – kostet keine Miete. Ist aber vom Sinn her das selbe.
    Liebe Grüße Jacky

    • Kostet keine Miete bringt es noch besser auf den Punkt, denn es kostet eben doch Miete – für den Lagerraum, der irgendwo bezahlt wird. Der Keller, der Dachboden, der zusätzliche Wohnraum – das alles kostet Miete. Und selbst wenn es Eigentum ist, verursachen die Räume Unterhaltskosten. Wie sagt eine Freundin immer so schön: Alles raus, was keine Miete zahlt!

      Ich finde auch, dass man sich keinesfalls von Dingen trennen sollte, bei denen es einem schwer fällt. Es gibt bei mir auch viele Sachen, an denen ich aus sentimentalen Gründen hänge, die keinen anderen Nutzwert mehr haben. Doof ist nur, wenn sich das Behalten belastend anfühlt. Dann tut es am Ende gut, sich davon zu trennen. Das habe ich letzten Monat bei einigen Dingen aus dem Keller, die schon einige Male mit mir umgezogen sind und nicht genutzt wurden gemerkt. Frei nach dem Motto: Warum erst bis zum nächsten Umzug mit dem Entmüllen warten? Oder anders formuliert: Wenn Du Dinge beim nächsten Umzug nicht mitnehmen würdest, weil Du sie nicht mehr brauchst, dann können sie auch heute weg.

  4. Es sammelt sich tatsächlich schnell irgendwelches Zeugs an, das man eigentlich gar nicht braucht. Da merkt man spätestens dann, wenn eine Aufräum-Aktion ansteht. Bei uns wird regelmäßig ausgemistet. Ich kann mich gut von Sachen trennen, die ich nicht mehr benutze.

    Am weniger Kaufen arbeite ich noch.

    Liebe Grüße Sabine

    • Am weniger Kaufen arbeite ich auch immer noch. Ironischerweise setzt bei mir immer Lust auf neue schöne Sachen ein, wenn ich viel Luft in den Räumen geschaffen habe. Den Mechanismus habe ich noch nicht ganz durchschaut.

      Ich gehe auch regelmäßig durch die Räume und schaue, ob was weg kann. Überraschend ist immer wieder, was sich in der Schublade mit Medikamenten und Lebensmittelvorräten ansammelt, obwohl es wenig Raum einnimmt. Kaum schaut man mal wieder drauf, ist doch mal wieder etwas abgelaufen. Ich möchte gar nicht wissen, wie das in hortenden Haushalten aussieht, wenn man da auf die Daten schaut.

  5. Eher Entsorger ;) Klar gibt es auch Sachen, die ich einige Zeit habe (Klamotten, wo man gerade nicht hinein passt, aber die gebe ich nicht sofort weg). Klar, wenn sie zu klein sind und klar ist, dass ich auch mit Abnehmen da nicht mehr hinein passen werde, wird ausrangiert. Oder Sachen, die man einfach nicht mehr getragen hat. Aber ansonsten mag ich es aufgeräumt. Auch ebenso im Keller. Und wenn wir jetzt neben dem “Kleinkind” und dem “Baby” Zeit finden, werden wir auch im Keller mal wieder Platz machen. Man hortet viel zu viele Sachen.

    • Wenn man wie Du Gewichtsschwankungen hat und kennt, ist es in jedem Fall sinnvoll, auch gerade nicht passende Kleidung aufzubewahren. Ich finde dann nur wichtig dabei, dass man die gerade nicht passenden Sachen nicht sieht, wenn man sich ankleiden möchte. Das gaukelt eine scheinbare Auswahl vor, die man de facto nicht hat und führt schon morgens vor dem Schrank zu Frust, weil man die schönen Sachen sieht, da man aber gerade alle nicht anziehen kann.

      Ich habe in meinem Erwachsenenleben noch nie so lange an einem Ort gelebt, wie in unserem Haus. Die Auswirkungen sehe ich im Keller … oder besser: sah. Ein Umzug führt einfach zum Ausmüllen, wenn er gut vorbereitet ist. Da ich bitte nicht umziehen möchte, habe ich das gedanklich im Keller dennoch gemacht und das Ergebnis gefällt mir.

      Dass Ihr mit Euren beiden Rackern gerade keine Zeit und Muße habt, den Keller auszusortieren, glaube ich unbesehen. Kuschel sie bitte von mir!

  6. Ich bin weder Sammler noch Entsorger.
    Ich bin Mittelding.
    Dinge, die nix mehr sind, kann ich gut wegwerfen, an manchen anderen hänge ich. Auch wenn ich sie eine Zeitlang nicht gesehen habe, und sie mir wieder unter die Nase kommen, bin ich froh, dass ich sie noch habe.
    Ich bin weder minimalistisch noch opulent. Räume, in denen nur 2 Sessel, eine Couch und eine Lampe stehen, sind nix für mich genauso wenig wie Räume, in den unter jedem Teil ein selbstgehäkeltes Teil liegt und man vor lauter Nippes nicht atmen kann.
    Das mit den CD-Hüllen ist klasse. Ich kenne jemanden, die hat Plastiktüten gesammelt, weil man die ja auch mal wiederverwenden kann. Hat sie aber nie getan und so wurden es immer mehr.

    • Oh ja, ich weiß, was Du mit den Tüten meinst. Ich kenne jemanden, der weder Plastik- noch Papiertüten wegwirft. Plastiktüten werden hier im Zweifelsfall Müllbeutel und in Papiertüten wird Altpapier gesammelt und samt Tüte in den Container gekippt.

      Ein Tipp: Sozialkaufhäuser freuen sich über sauberes Verpackungsmaterial. Dann wird man alle Tüten los, für die man selbst keine Weiterverwendung hat.

    • Habe mich gerade lachen verlesen und “entsorgte Frau eines Sammlers” gelesen. Aber Dein Mann ist Ehemann Nr. 1, oder?

      Entsorgst Du heimlich gemeinsame Sachen oder aus etwas von ihm oder wird das alles ausdiskutiert? Hier wird diskutiert …

  7. Leider bin ich die Sammlerin, aber mein Mann ist vom Team Entsorger. Das ist zwar nicht immer einfach in der Diskussion, aber meistens führt es zu gewünschten Entsorgungsaktionen.
    Und wie der Name es schon sagt:
    Ent-Sorge… Also ein paar Sorgen weniger.
    Durch unsere Enkelkinder allerdings haben wir nun wieder jede Menge Spielsachen für alle Altersgruppen in der Wohnung. Das hätte ich nie gedacht, wie schnell sich da eine Menge ansammelt.
    Aber das macht uns Freude!
    Herzliche Grüße schickt Sieglinde

    • “Ent-Sorge” trifft es perfekt. Ich liebe Deinen Blick auf die Details unserer Sprache!

      Dass Enkelkinder viel Zeug ins Haus bringen, ist sonnenklar. Das gehört dazu!

  8. Also ich würde sagen ich bin auf dem Weg vom Sammler zum Entsorger! Es ist echt ein tolles Gefühl “leichter” zu werden und das beste dabei ist noch, wenn man anderen mit den Sachen eine Freude machen kann.
    Dann wünsche ich dir weiterhin viel Vergnügen beim Entrümpeln!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Danke, ich wünsche Dir auch viel Erfolg beim weiteren Entrümpeln! Ich finde auch, dass es sich danach leichter anfühlt, es gibt mehr Luft zum Atmen.

  9. Ich trenne mich leicht von unnützen Dingen. Das kann ich schon einige Jahre ganz gut und in den nächsten Wochen gibt es sicher mal wieder eine Aufräumaktion. Wie in jedem Frühjahr. Kleidung, die noch gut ist aber nicht mehr gefällt, gebe ich im Bekanntenkreis weiter. Meist freut sich noch jemand darüber. Und es gibt noch einige Dinge, die ich einfach nie trage. Die werden demnächst auch einen neuen Besitzer finden. Wie beispielsweise Uhren, Deich mal als PR Sample bekam. Dank Fitnesstracker liegen sie im Schrank. Zu schade drum, deshalb werde ich sie weiter geben.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Gute Idee, die Uhren weiterzugeben. Wenn man das zügig tut, freut sich eher noch jemand darüber, als wenn man zehn Jahre wartet und sie völlig aus der Mode sind.

  10. In Sachen Trennen bin ich Spezialist ;-) Und Entsorgen kann ich auch ziemlich gut. Ich habe Dachboden UND Keller und bin froh, wenn ich wenigstens ein los bin.
    Liebe Grüße
    Fran

    • Dein Kellerinhalt ruft ja eh regelmäßig bei Hochwasser nach Entsorgung, oder? Ich habe noch nie ohne Keller gelebt und stelle mir das wie Fluch und Segen zu gleich vor.

  11. Mein Mann ist der Minimalist (Entsorger) und ich bin die Sammlerin bei uns. Da gestaltete sich die Zusammenlegung der zwei komplett eingerichteten Haushalte doch sehr spannend. Aber es hatte den großen Vorteil, dass wir in unserer gemeinsamen Wohnung keine Probleme beim Unterbringen hatten. Da war vorher schon alles aussortiert, was unnötig war. Zudem gab es in der Verwandtschaft viele dankbare Abnehmer. Auch jetzt werde ich noch gefragt, ob wir nicht dieses oder jenes entsorgen könnten. Manchmal bin ich dann die “Bremse”. LG Caro

    • Wie gut, dass er nicht einfach zu Dir gezogen ist, sonst wäre Dir das Entsorgen bestimmt schwerer gefallen!

  12. Das passt ja zu unserem kleinen Gespräch auch Insta zum Thema Bücher. Die brauchen Platz und einen Staubwedel und überhaupt machen sie schon ne Menge wand aus gerade. Drum denk ich da werde ich ein wenig aussortieren und versuchen die ungelesenen auch weiter zu reduzieren. Lieber möchte ich im Regal ein paar Familienfotos aufstellen.
    Liebe Grüsse Ela

    • Ungelesene Bücher habe ich immer nur kurz. Ich kaufe keine auf Halde. Bis 2002 waren Bücher für mich ein Muss in einer Wohnung. Dann nahmen sie immer weniger Raum ein. Inzwischen habe ich nur noch viele Fachbücher und wenige andere. Aber wie immer: Jeder wie er mag!

  13. :-) Liebe Ines,
    ich stelle mit zunehmendem Alter fest, dass ich immer weniger kaufe. Ich entsorge auch immer mal wieder, aber es könnte noch mehr werden.
    Was leer ist, ist mein Keller – da steht nur Weihnachtsdeko. Sonst nichts. Wenn ich sehe, was manche Leute da so horten, dann bekomme ich regelrecht Beklemmungen.
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

    • Dass ich in den letzten Jahren weniger kaufe an allgemeinem Zeug, fällt mir auch auf. Zum einen hat man einfach fast alles, was man braucht, zum anderen ist der Wunsch nach Deko extrem gesunken. Es ist eher so, das defekte Dinge ersetzt werden. Wenn ich vollgestopfte Keller sehe, bekomme ich auch Beklemmungen.

  14. Tja … – Sammlerin. Mal mehr, mal weniger, aber ich arbeite dran. Kann ich allerdings nicht alleine und der Mann ist auch keine Hilfe, da er selbst zum Sammeln neigt. Ich allerdings habe jetzt ein paar Folgen von “Marie Kondo” auf Netflix geguckt und bin zumindest ein wenig inspiriert, so dass ich mich von ein paar Dingen getrennt habe. Noch nicht viel, aber ich bin stolz auf jedes einzelne. Unsere “Speisekammer” ist schon viel übersichtlicher geworden, wobei Du sicherlich noch immer einen Schlag bekämst, wenn Du hineingucktest. Und überhaupt – wie gesagt: Ich arbeite dran, aber es wird vermutlich eine never ending story mit immer wiederkehrenden kleinen Glücksgefühlen, wenn ich mal ein wenig Freiraum geschaffen habe. Ist doch auch gut. :)

    Liebe Grüße
    Gunda

    • Kleinvieh macht auch Mist – das gilt auch fürs Entmüllen. Lieber in kleinen Schritten als gar nicht. Ich nehme mir da auch immer nur Einzelbereiche vor. Den Speiseschrank und Gefrierschrank mal (fast) leer zu essen, kann auch ganz lustig sein. Beim TK mache ich das oft, in den 3 Speisefächern selten.

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