Equal Pay Day 2019

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2019 ist der Equal Pay Day schon wieder erst am 18. März. Es wird nicht besser!!! Mindestens einmal im Jahr MUSS ich mich darüber aufregen, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Ich weiß, dass das viele Gründe hat und Männer keinesfalls alleine Schuld daran sind. Oft sind die Berufswahl und mangelndes Selbstbewusstsein von Frauen Schuld an der Misere. Wenn es aber um gleiche Arbeit für verschiedenes Gehalt geht, hört mein Verständnis sofort auf.

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Dazu kommt, dass wenn Väter mehr Teilzeit arbeiten würden, Frauen auch mit Kindern mehr arbeiten könnten, ohne die Kinder mehr fremdbetreuen zu lassen. Wenn beide Elternteile auf 30 Stunden reduzieren und damit zwei Nachmittags frei machen, bleibt nur noch ein fremd oder anderes innerhalb der Familie zu betreuender Nachmittag über. Warum machen das so wenige Familien? Frauen hätten dann mehr eigenes Geld.

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Warum bleiben so viele Frauen alle Nachmittage zu Hause bis die Kinder im Teenageralter sind und die Männer arbeiten Vollzeit? Ich weiß von keiner Frau, dass ihr die finanziellen Abzüge, die ihr in der Karriereentwicklung und Altersvorsorge dadurch entstehen, wirklich direkt vom Partner ausgeglichen werden, so dass ihr bei einer Trennung keine Nachteile entstehen würden.

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Die Altersvorsorge ist aber ein anderes Thema und als Nicht-Mutter habe ich eh leicht reden. Ich kenne leider nur sehr wenige Männer, die überhaupt ernsthaft Elternzeit genommen haben. Um auf das Grundproblem, dass Frauen bis zum 18. März 2019 umsonst arbeiten, trage ich am 18. März alles an Rot, was mein Kleiderschrank zu bieten hat und Paul bekommt die rote Leine um!

Mach mit!

16 Gedanken zu „Equal Pay Day 2019

  1. Was mich immer aufregt ist – und auch in deinem Text, ist die Aussage – dass Frauen durch die Berufswahl selbst Schuld sind. Das ist totaler Humbug. Da regt man sich über ein Symptom auf, das eigentliche Thema ist ja warum werden Berufe die mehr Frauen interessieren/ihnen mehr liegen/… schlechter bezahlt? Das ist m.E. die eigentliche Frage.

    • Ja, Du hast Recht. Die Berufswahl ist dss eine. Warum trauen sich viele Frauen nur eine Ausbildung als Krankenschwester zu und kein Studium zur Ärztin?. Dass typische Frauenberufe, ohne die die Gesellschaft aufgeschmissen wäre, schlecht bezahlt sind, kann aber noch viel weniger angehen. Warum bekommen Grundschullehrer weniger Geld als Gymnasiallehrer? In der Grundschule arbeiten viel mehr Frauen. Warum bekommen Erzieherinnen keine Ausbildungsvergütung? Ich habe mich vor Jahren bei diesem Thema hier im Blog schon mal wahnsinnig darüber aufgeregt, dass in Hamburg in einem Förderprogramm für Männer in Erziehungsberufen einen hohe Ausbildungsvergütung (der Name war anders, aber es lief darauf hinaus) gezahlt wurde als Anreiz. Die Frauen im selben Jahrgang gingen weiter leer aus. Stell Dir vor, der Azubi neben Dir bekommt 1000 Euro im Monat und Du nichts, nur weil Du eine Frau bist! Einige Schulen erheben hingegen sogar noch Schulgeld.

      Danke für Deinen Kommentar und den wichtigen Hinweis dazu!

    • Ich glaube nicht, dass sich Frauen heute kein Medizinstudium zutrauen und lieber Krankenschwester werden. Heute ist das zum Glück anders.

      Damals, vor vielen Monden ;-), als ich Abitur gemacht hatte und studieren wollte, waren die Worte meines Vaters:
      “Wenn ich gewusst hätte, dass du mal studieren möchtest, dann hättest du nach der zehnten abgehen müssen.”
      Ich hätte gern studiert, habe aber damals nicht den Mut und Mumm gehabt, mich gegen meine Eltern aufzulehnen und habe dann eine ungeliebte kaufmännische Ausbildung machen müssen.

    • Unglaublich. Lass mich raten – Dein Vater hat nicht studiert? (Und wenn doch, wäre es noch schlimmer).

      Bei mir war es umgekehrt. Meine Mutter (Krankenschwester) wollte unbedingt, dass ich wie mein Vater (Elektroingenieur) studiere. Es war so, dass ich das lange nicht wollte, weil mir frühe finanzielle Unabhängigkeit wichtiger war und ich mir ein Studium als solches überhaupt nicht vorstellen konnte. Ich hatte nach 14 Jahren auf dem Weg zum Abitur – die 8. Klasse gab es 2 x – so gestrichen die Nase voll von allem, was Schule, Lehrpersonal und Lernen heißt, dass ich dafür 14 Jahre Abstand brauchte, um das mit Freude angehen zu können.

  2. Ja, das ist eine weitreichende Problematik. Wo fängt es an, wieso ist es so, wieso gibt es “Frauenberufe”, die per se schlechter bezahlt sind? Wieso werden z.B. Pflegekräfte, die soviel leisten, auch emotional, soviel schlechter bezahlt als…?

    Schade ist es und frustrierend. Wobei ich finde, es kommt nicht nur aufs Gehalt an. Arbeite ich irgendwo und das Arbeitsklima und alles andere stimmt, ist es mir lieber, ich bekomme weniger Gehalt als wenn ich reichlich verdiene und jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit fahre.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Das Perverse ist, dass Gehälter im Durchschnitt sogar sinken, wenn Frauen in typische Männerberufe einsteigen.

    • Mann und Frau nebeneinander arbeitend, gleiche Tätigkeit, Frau wesentlich weniger Gehalt. Da ist die Unlust vorprogrammiert.
      Ich merke, wie mein Blutdruck in Wallung kommt.

  3. Danke, dass Du Rot trägst und auch Rot siehst, bei diesem Thema.
    Wesentliches hast Du und Deine Kommentatorinnen auch schon angesprochen.
    -Berufe, die mit Menschen arbeiten – und daher oft von Frauen ausgeübt werden -, müssten viel besser bezahlt werden, ist eines davon. Sie sind eben keine Fortsetzung der privaten heimischen, gemütlichen Atmosphäre, die Frauen so gut können, sondern harte Berufe.
    -Feminisierung von Arbeit macht Berufe wertloser ist ein weiterer Faktor:
    z.B. Vom ehemals angesehenen Grundschullehrer gings bergab zur braven Grundschullehrerin… sind ja nur noch Frauen in den Schulen….ist ja eigentlich nur die Fortführung des Frauen-Berufs-Raums Kindergarten…. Richtig beginnt alles erst beim Übertritt ins Gymnasium…
    Bald wird es auch bei den Ärzten soweit sein, studieren doch inzwischen wesentlich mehr Frauen Medizin. Wie hieß es kürzlich in einer Zeitung: Die Medizin wird weiblich. Und dann wird gleich nach der Politik gerufen, damit der Beruf für Männer nicht unattraktiv wird dadurch.
    Ach, das Thema ist sehr vielfältig.
    LG Sieglinde

    • Ja genau der Lehrerberuf ist einer der, der durch den Eintritt von Frauen abgewertet wurde. Früher war Lehrer ein angesehener, elitärer Beruf. Durch den Einstieg von Lehrerinnen sank das Ansehen.

      Oh, die armen Ärzte … nun denn, es fehlt mir an Mitleid für die, die sich für Halbgötter in Weiß halten und keine Göttinnen neben sich dulden …

    • Oh, ich kann dazu aus Eigenerfahrung nur sagen, rote Haare und rote Kleidung sind eine tolle Kombination! Und zum Frauenbezahlungsthema – so lange Frauen sich nicht geschlossen wie Suffragetten zur Wehr setzen / streiken / durch Arbeitsverweigerung zeigen, was der Welt ohne sie entgehen würde, wird sich nichts verändern.
      Liebe Grüße und Krauler für Paule
      Traude

  4. Dieses Thema beschäftigt mich sehr und es bringt mich sofort zurück zum Thema 8. März. Du hast es sehr gut geschildert an deinen Post! Ich hab 2 Studien in Brasilien abgeschlossen.Nach den zwei Staatsexamina habe ich dann eine Anstellung als Anwalt und danach als Staatsanwalt bekommen. In beiden Berufen habe ich immer dasselbe verdient wie meine Kollegen. Eine andere Sache hätte ich nicht akzeptiert.Es ist sehr traurig, dass dieses Problem heute noch besteht und immer noch Anlass zur Diskussion gibt – 2019!!! Absurd!
    Übrigens, Paul’s rote Leine ist echt passend zu deinem tollen Outfit.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Im öffentlichen Dienst ist es in Deutschland meines Wissen auch erheblich einfacher, die gleiche Bezahlung auf der gleichen Stelle zu bekommen. Alleine schon, weil die Stellen offiziell mit Gehaltseinstufung ausgeschrieben werden. Wobei es dabei dann auch wieder Verhandlungsspielraum gibt.

      Im Herbst hatte ich die rote Lederjacke und die roten Schuhe an. Paul hatte die rote Leine um. Da sagt die Frau hinterm Schalter n der Post doch glatt: Das ist aber ein Zufall, dass die Hundeleine zu Ihrem Outfit passt. Hallo? Zufall?!? Ich habe für Paul eine Leine in rot, braun, blau …

  5. Also ich gehe morgen auf jeden Fall mit einer roten Tasche los!
    Liebe Ines, Du kennst mich – ich feiere den 09.11.1989 als meinen 2. Geburtstag. Ich bin also keine, die der DDR nachjammert. In meinem Leben gab es damals eine Wende um 180 Grad! Plötzlich war ich frei und die ganze Welt lag vor mir und ich kann reisen, wohin ich will.
    Trotzdem möchte ich erzählen, dass es in diesem untergegangenen Land für die Frauen an vielen Stellen ein paar Vorteile gab: in der Lehre bekamen alle Lehrlinge das gleiche Lehrlingsentgelt. Es gab keine Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Das Stipendium an der Uni war auch gleich. Und als ich danach meinen ersten Arbeitsplatz hatte, war ich Fachgebietsleiter für Puten- und Broilerproduktion in einem “Kombinat” und am Schreibtisch gegenüber hockte mein Kollege als Fachgebietsleiter für Enten und Gänse. Unser Gehalt war gleich und auch kein Geheimnis. Nun ist alles anders, aber die Vorteile meines neuen Lebens überwiegen eindeutig!
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Ich stimme Dir vollständig zu. Es war mit Sicherheit in der DDR in Vergleich zur BRD keinesfalls nur alles schlecht, sondern einiges um Längen besser. Die Gleichheit der Bezahlung, das Schulsystem und in Teilen gewiss auch die Kinderbetreuung (also das Angebot, nicht die sozialistische Prägung dabei). Ich wünschte, die Politiker der alten BRD könnten zugeben, dass sie damals versäumt haben, auf Gutes zu prüfen und nicht stattdessen alles überzustülpen. Und die schöner Ostseeküste hat Meck-Pom auch!

      Rote Grüße mit rotem Rolli, rotem Uhrenarmband und roter Hundeleine – mein roter Daunenmantel hat mich leider diese Woche verlassen und für die Lederjacke ist es noch zu kalt!

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