BlogLiebe #1 Bloggen an sich – Artikelsammlung

Werbung durch Namensnennungen und Verlinkung ohne Auftrag

Header Blog meyrose - fashion, beauty & me

Seit August 2009 ist dieser Blog online und wird seit 2010 mit der freien Software WordPress auf eigener Domain veröffentlicht. Mein Webhoster ist goneo (Werbung), über den die WordPress-Installationen laufen. Dieser Blog ist gewerblich, denn ich schreibe ihn als Unternehmensblog von image&impression. Das ändert allerdings nichts daran, dass es einen hohen Anteil an persönlichen Beiträgen gibt. Es begann damit, dass ich die Domain gekauft habe und mit Leben füllen wollte.

Im Lauf der Jahre habe ich einige Artikel zum Bloggen an sich geschrieben. Angeregt durch die Kommentare bei einem aktuellen Beitrag dazu, habe ich entschieden, diese Artikel in diesem Beitrag zu sammeln. So finden interessierte Neu-Blogger und Neu-Leser auf einen Blick alle Beiträge zu dem Thema von mir.

Blogbeiträge über das Bloggen

Im Lauf des Jahres 2019 kommen bestimmt noch einige hinzu, weil ich vorhabe, weitere Beiträge zur Mitmach-Schreib-Aktion BlogLiebe bei Bine vom Blog was eigenes zu veröffentlichen. Dieses hier ist mein Nachtrag zur BlogLiebe #1, wie alles begann.

Was möchtest Du von mir übers Bloggen wissen?

13 Gedanken zu „BlogLiebe #1 Bloggen an sich – Artikelsammlung

  1. Ich finde das alles ziemlich interessant. Gut, über die technischen Details habe ich hinweg gelesen, weil das für mich keine Bedeutung hat. Aber sehr interessant fand ich deinen Post über Influencer. Ich hätte z. B. nicht gedacht, dass so viele Kooperationsanfragen kommen.
    Das sind auch die Sachen, die mich interessieren, weil ich neugierig bin.
    Wieviel Zeitaufwand braucht man für einen Post, wie viele Kooperationsanfragen kommen so pro Woche und am allermeisten – wie bei fast allen anderen Dingen auch – interessiert mich, wieso man sich zum Bloggen entscheidet? Setzt man sich hin und sagt, ab heute wird gebloggt oder ist das eine Entscheidung, die sich so langsam abzeichnet?
    Vielleicht hast du mit deiner Frage übers Bloggen auch eher technische Fragen gemeint und meine sind zu persönlich. So oder so, ich mag deinen Blog gern und die Kommentare von den Lesern auch.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Beide Fragen sind gemeint – technische und persönliche.

      Zum Thema Influencer und der Menge der Kooperationsanfragen: Anfragen und erfolgreiche Kooperationen sind in der Papierablage ein schmaler Ordner pro Jahr im Regal. Die größte Beleidung, die mir vor einigen Jahren als Blogger entgegengebracht wurde, kam von einer anderen Bloggerin, als wir uns über das Thema Kooperationen unterhalten haben. Sie sagte:

      „Ich dachte, Du nimmst alle Kooperationsanfragen an.“

      Ich war bestürzt, dass meine Auswahl an Kooperationspartnern offenbar sehr beliebig wirkte. Dabei hatte die Bloggerin offenbar keine Vorstellung davon, was für Mist-Anfragen ich alles ablehne.

      Eine kleine Auswahl der beiden schlimmsten Arten von Anfragen

      “Wir sind ein kleines Start-up und haben alles ins Produkt, die Webseite und uns investiert. Für Werbung haben wir jetzt leider kein Geld mehr. Machst Du die bitte umsonst für uns?” (Wenn ich sage umsonst, heißt das gegen ein billiges Produktmuster und einen umfassenden Artikel, am liebsten ohne Werbekennzeichung und mit einer Art von Verlinkungen, die Google abstraft.)

      “Wir bezahlen Dir Deinen Aufwand gerne. Bist Du mit 30 Euro einverstanden?” (Ich habe die Arbeit, stelle die Plattform zur Verfügung, muss das versteuern und Krankenversicherung prozentual auf das Einkommen bezahlen und habe dann noch keine Rücklage für Krankheit oder gar Rente).

      Da ist der Herr, der mir am Wochenende freundlich schrieb, ob ich nicht seinen „lustigen“ Ratgeber für Intimfrisuren bei Männern mit einem Link zu einer kommerziellen Seite für Haarentfernungen veröffentlichen möchte, schon fast lieber. Er hat es immerhin geschafft, mich mit dem richtigen Namen anzusprechen. Das schaffen nämlich viele Firmen bei Massenanfragen nicht einmal.

      Wie viele Anfragen es pro Woche sind, weiß ich gar nicht. Durchschnittlich mindestens eine denke ich.

      Zum Zeitaufwand

      Das ist sehr unterschiedlich. Viele Fotos = viel Zeit. Viel Text = meistens viel Zeit. Im Schnitt würde ich sagen, brauche ich 2 Stunden für einen Blogartikel. Idee im Kopf entstehen lassen, schreiben, ggf. neue Fotos machen (lassen) und bearbeiten, Korrektur lesen, ein paar Tage später nochmal drüber gucken (und sich fragen, wie man die Tippfehler beim Korrekturlesen trotz Rechtschreibkorrekturprogramm übersehen konnte). Artikel mit vielen Bildern brauchen bestimmt 4 Stunden. An ganz ausführlichen, wie der Bloggeraktion mit Oliv oder Orange oder was wie dem Kleid in mehreren Looks sitze ich einen ganzen Tag. Die Koordination der Blogger, das Fahren zur Location, Auswahl aus unendlich vielen Bildern, viel Text. An einem Ohne Worte sitze ich aber meistens kaum 5 Minuten. Diesen Kommentar zu schreiben dauert am Ende vermutlich 30 Minuten.

      Außer dem reinen Zeitaufwand für Beiträge kommt dann auch noch die technische Pflege des Blogs hinzu. Sicherungen machen, Updates einspielen, defekte Links prüfen und ersetzen … und ab und an mal ein technischer Ausfall, der einen Tage an Arbeit kosten kann …

      Warum Bloggen

      Da ist die Motivation ganz unterschiedlich. Für mich war es einfach der Weg, die Domain mit Leben zu füllen und eine Idee, mein Geschäft noch von einer anderen Seite zu pushen. Außerdem verdiene ich inzwischen wirklich Geld mit dem Blog über bezahlte Beiträge und Bannerwerbung. Die Affiliate Links von Amazon bringen kaum etwas ein (unter 100 zu versteuernde Euro im Jahr, die mir umsatzsteuerlich zeitliche Mühe machen, weil Amazon in Luxemburg sitzt, um mal eine Zahl zu nennen).

      Die Affiliate Links verwende ich in erster Linie, weil ich damit Buchcover sichtbar machen kann in den Beiträgen, ohne fremde Grafiken vom Verlag direkt bei mir auf den Server zu laden und einzubinden. Beim Kaufen-Bildchen sieht der Leser dann auch den Preis, das finde ich gut. Wenn jemand darüber etwas bestellt (ist übrigens egal was, Hauptsache in dem Klickvorgang), freue ich mich. Viel wichtiger sind für mich aber Kommentare auch bei bezahlten Beiträgen, damit Auftraggeber sehen, wie die Artikel ankommen. Und natürlich auch, dass die beworbene Webseite angeklickt wird, weil der Auftraggeber dann sieht, dass es für meine Leser interessant war.

      Die Motivation ist bei mir also inhaltlicher und monetärer Art. Die meisten Blogger, die ich kenne, wurden vom Blogleser zum Blogger. Man interessiert sich immer mehr dafür und will das dann auch. Wie Motoradfahren erst als Beifahrer und dann will man selbst fahren. Damit stellt man dann allerdings fest, dass das gar nicht so einfach ist, wie es als Zuschauer aussah …

      Bei mir war es eine „von jetzt auf gleich“-Entscheidung zu Bloggen. Bei den meisten anderen mir bekannten eher ein reifender Entscheidungsprozess.

      Es freut mich, dass Dir mein Blog gefällt und freut mich besonders, dass Du Dir die Mühe der regelmäßigen Kommentare machst. Kommentare sind des Bloggers Lohn – unabhängig von Kooperationen, weil man darüber viel erfährt, was Leser interessiert und in welche Beiträge man gerne mehr Zeit investieren kann und was eher nicht so gut ankommt.

      Ich gehöre nicht zu denen, die nur für sich bloggen. Dann würde ich das nicht online stellen. Ich möchte gelesen werden und versuche dabei die ideale Mischung zu treffen aus dem, worüber ich schreiben mag und dem, was meine Zielgruppe lesen mag.

    • Vielen Dank für deine sehr ausführlichen und ehrlichen Antworten.
      Du hast mir wirklich die Arbeit und den Zeitaufwand hinter dem Bloggen näher gebracht. Ich dachte zwar schon, dass es aufwändig ist, einen Beitrag zu schreiben. Aber in dieser Größenordnung hätte ich das nicht erwartet.
      Und vor allem, wieviel Arbeit in dem Ganzen “Drumherum” steckt, dass man als nichtbloggender Leser gar nicht wahrnimmt.
      Danke auch für die Zeit, die du für diesen Kommentar aufgewendet hast.
      Da bin ich froh, dass ich auf der bequemeren Leserseite bleiben kann und erfreue mich an deinen Beiträgen.
      Ich wünsche dir einen schönen Abend,
      Claudia :-)

    • Den Zeitaufwand unterschätzen alle Leser. Wenn sie dann selbst zum Blogger werden, sind sie auf einmal völlig entsetzt :) . Mir ist durchaus lieb, wenn es nach weniger Zeitaufwand aussieht, solange es damit mehr Leichtigkeit hat. Nur lieblos zeitsparend möge es bitte nie wirken. Wenn dem so sei, möchte ich das wissen.

    • Was mir später noch eingefallen ist zum Zeitaufwand: Es dauert auch schnell mal Minuten einen längeren Text für Suchmaschinen zu optimieren. Ich schreie den Text so, wie ich denke. Dann lasse ich ihn von einem Tool auswerten zu dem Suchbegriff, unter dem er gefunden werden soll. Dann bekomme ich von dem Tool Tipps, was ich noch hervorheben könnte, damit der Artikel unter dem Suchbegriff besser gefunden wird, zum Beispiel das Wort in Zwischenüberschriften einbauen oder in der Überschrift mehr an den Anfang setzen. Oder auch es mal zu löschen, wenn es zu oft im Text vorkommt. Das sind Sachen, die macht man nicht, wenn einem die Leserzahl egal ist. Wenn man aber möglichst viele Leser mit dem Thema erreichen möchte und auch gerne neue, die die Beiträge nicht eh lesen, ist das sinnvoll. Es ist dann besser für die Auffindbarkeit, einen Artikel zu optimieren, als einen kleinen neuen ohne Zielgruppe zu Schreiben.

      Das mache ich nicht mit jedem Beitrag, aber auf jeden Fall mit allen, die mit meinem Job direkt zu tun haben.

    • Nee, Ines, lieblos zeitsparend so wirkt das ganz und gar nicht auf mich. Kein Post, den ich bis jetzt von dir gelesen habe.Im Gegenteil, ich denke immer, wie gut strukturiert und ordentlich du bist..Etwas, was mir bei leider nicht so ausgeprägt ist *seufz*. Runtergerissen wirkt das nie auf mich
      Wie beim Schwimmen. Wenn man’s kann, sieht es leicht und gleitend aus. Aber bis es mal soweit ist… oder wie dein Beispiel mit dem Motorradfahren.
      Schöne Grüße :-)

  2. Liebe Ines, das freut mich total, dass du dieses Thema sofort aufgegriffen hast und uns hier eine wunderbare Zusammenfassung deiner Beiträge zum Bloggen lieferst. Da werde ich mich jetzt dann gleich mal durchlesen – du hast nämlich eine so wunderbare Art, diese Themen verständlich darzustellen. Für mich darf es dabei gerne auch hin und wieder etwas technisch zugehen wie etwas unlängst den Hinweis bezüglich Schlagwörter und Kategorien.
    Hab einen wunderbaren Abend und alles Liebe

    • Vielen Dank für dein Angebot!! Ich habe da wirklich gleich mal eine technische Frage: wie sicherst du deinen Blog? Machst du das auch mit einem Plugin oder verwendest du zusätzlich noch etwas Anderes?
      Hab einen schönen Abend und alles Liebe

    • Wichtige Frage! Ich mache Backups manuell und zwar auf drei Wegen:

      Nach jeder Veröffentlichung

      Kopieren des veröffentlichen Textes samt Bildern und einfügen in eine Worddatei. Dabei mache ich aber nicht für jeden Beitrag eine Datei, sondern füge die Beträge übereinander in eine große Datei ein. Wenn sie mir zu groß wird, mache ich eine neue. Die Datei trägt im Namen den Veröffentlichungszeitraum der gesammelten Beiträge.
      Vorteil: So kann mir also maximal ein Beitrag verloren gehen.
      Nachteile:
      1) Die Beiträge sind so nur manuell einzeln wieder herstellbar.
      2) Die Kommentare werden so nicht mit gesichert. Könnte man auch mit kopieren, ist mir aber zu mühsam. Und ich mache das meistens, wenn noch nicht alle Kommentare zum Beitrag gekommen sind.

      Wöchentlich mit Erinnerung in meinem Kalender

      In WordPress via Werkzeuge => Datei exportieren => alle Inhalte => Exportdatei herunterladen => auf dem PC speichern (und daran denken, vom PC auch regelmäßig Komplettsicherungen zu machen auf USB-Festplatten oder eine sichere Cloud und externe Festplatten nicht am selben Ort zu lagern wie den PC wegen Einbruchs- oder Brandverlustgefahr).
      Vorteil: Alle Artikel und Kommentare sind gesichert und können über ein Import-Plugin in einen leeren Blog eingespielt werden.
      Vorteil: Geht schnell.
      Nachteile:
      1) Die Bilder sind zwar in der Mediathek mit gesichert, werden aber beim Datei-Import Großteils nicht mit importiert, das heißt die Beiträge haben keine Bilder mehr. Das ist mir schon mal nach einem großen Datenverlust passiert. Da hatte ein Plugin den Blog so zerhauen, dass die letzte saubere Komplettsicherung (via FTP, kommt im nächsten Absatz dran) so alt war, dass ich lieber diesen Weg genommen habe. Also durfte ich alle Beiträge überarbeiten und die Bilder wieder einfügen … das war eine SCH…arbeit.
      2) Die Konfiguration der Plugins (ich weiß gar nicht mehr, ob sie überhaupt noch drin waren) ist im Eimer. Das musst Du alles neu einstellen.

      Vor großen Änderungen und wenn viele neue Beiträge online sind (alle 1-2 Monate) und IMMER vor einem WordPress-Versions-Update

      Komplettsicherung via FTP-Server. Dazu logge ich mich via Filezilla (ein freies Programm, es gibt auch andere) auf den FTP-Server meines Hosters ein und kopiere den kompletten Blog auf meine PC-Festplatte. Das geht so einfach, wie Du innerhalb des PCs auch ganze Ordner kopieren und woanders speichern kannst.
      Vorteil: Du hast wirklich ALLES gesichert und kannst es 1:1 wieder online stellen.
      Nachteil: Es dauert bei einem großen Blog auch bei schneller Internetleitung recht lange.

      Wie sicherst Du Deinen Blog?

    • Wow – vielen lieben Dank für diese prompte und ausführliche Antwort und danke natürlich auch, dass du so im Detail auf meine Frage eingegangen bist. Das hilft mir ganz wunderbar!!! Beim ersten Punkt arbeiten wir ähnlich – einen einzelnen Blogbeitrag sichere ich zurzeit auch nach dem Erstellen in Word. Dafür mache ich aber immer ein eigenes Dokument, das Veröffentlichungsdatum zusätzlich in den Namen zu nehmen ist eine gute Anregung. Da habe ich dann gleich auch eine zeitliche Sortierung, ohne das Dokument zu öffnen. Wöchentlich sichere ich mit dem Plugin „Updraft“, dort habe ich einen Zeitpunkt für die Sicherung definiert und muss mich nicht weiter darum kümmern. Die Sicherungsdatei wird dann in einer Cloud abgelegt. Jetzt habe ich aber immer wieder gelesen, wie wichtig auch eine manuelle Sicherung via FTP ist und das nur da wirklich alles gesichert wird und dann wieder herstellbar ist. Bisher hatte ich noch keine wirklichen Probleme mit meinem Blog, nur einmal ist mir schon der Schweiß etwas ausgebrochen als nach einem Update plötzlich nur mehr ein weißer Schirm zu sehen war. Da hat sich aber glücklicherweise dann herausgestellt, dass die Seite im Wartungsmodus hängengeblieben ist und dann wieder ganz normal ohne irgendwelchen Verlusten funktioniert hat.
      Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe

  3. Das ist wirklich eine sehr gute Idee die Artikel nochmals nach oben zu holen, da ist sicher auch für alte Hasen noch was neues dabei. BG Sunny

Kommentare sind geschlossen.