dies & das #43

Werbung ohne Auftrag mit Namensnennungen und Verlinkungen

Jeans mit Saum-Vlies zum Aufbügeln ohne Naht gekürzt

Update zum Jeanskürzen mit Bügel-Vlies

Leider haben die Säume an den beiden Jeans, die ich mit Saum-Vlies nahtlos gekürzt habe, nicht gehalten. Nach wenigen Wäschen löst sich das Vlies stückweise auf und der Saum hält nicht mehr. Dafür bleiben krümelige Vliesbestände zurück. Ich glaube noch nicht mal, dass es am Gewicht des Jeansstoffs liegt, sondern dass das Vlies einfach keine regelmäßigen Wäschen mag.

Die eine Jeans habe ich bei der Schneiderin dann doch umnähen lassen, die andere fixiere ich selbst mit ein paar Stichen an der Seite, denn die scharf umgebügelte Kante unten hält weiterhin.

Ich, nicht wir

Auf der Webseite TextSkizzen habe ich einen lesenswerten Beitrag für die Selbstdarstellung als Einzelunternehmer (Werbung) gefunden. Als ich mich 2005 als Einzelunternehmerin mit Image&impression selbständig gemacht habe, habe ich die Webseitentexte in der Wir-Form geschrieben. Das habe ich relativ kurzer Zeit in die Ich-Form umgeschrieben, weil gerade bei einer so persönlichen Dienstleistung wie meiner es wichtig ist, dass ich als Person diejenige bin, die gebucht wird. Daher stimme ich dem Beitrag aus Erfahrung zu.

Maßnahme gegen unerlaubte Bildnutzung von meinem Blog via Pinterest

Im Beitrag Maßnahme gegen unerlaubte Bildnutzung von meinem Blog habe ich Anfang April 2019 geschrieben, dass dubiose Onlineshops Bilder aus meinem Blog verwendet haben und ich erfolgreich unterbunden habe, dass meine Bilder über Hotlinks auf anderen Webseiten eingebunden werden.

Leider scheinen meine Bilder für diese unredlichen Betreiber so attraktiv zu sein, dass sie sich jetzt nach einer Ruhepause einer anderen Methode bedienen: Sie binden meine Bilder auf den dubiosen Onlineshops ein, indem sie sie von Pinterest nehmen.

Deshalb habe ich meine Pinterest-Pinnwände, die Bilder von mir oder von Produkten enthalten, bis auf weiteres auf Geheim gestellt, so dass sie nicht mehr öffentlich sichtbar sind.

Darf man fragen: Wo liegen Deine Wurzeln?

Auf Zeit Online habe ich zwei interessante Artikel zu der Frage gelesen

In der Vergangenheit habe ich die Frage aus Interesse und Neugierde bei Kunden ab und an gestellt. Nach der Lektüre habe ich entschieden, die Frage nicht mehr zu stellen.

Wie hältst Du es damit?

29 Gedanken zu „dies & das #43

  1. Hallo Ines,
    erst letztens habe ich jemanden gefragt, ob er mich mit zum Parkplatz nehmen könnte, wo mein Auto geparkt war. Sein Auto stand auf einem näher gelegenen Parkplatz.
    So, wir sind ins Gespräch gekommen und ich habe ihn dann interessehalber nach seiner Herkunft gefragt. Das Problem ist nur, dass ich nie weiß, wie ich die Frage formulieren soll. Das überlass ich dann jedes Mal der Situation. Ich frage es, weil und wenn es mich interessiert. Es kommt natürlich auch auf die Situation und die Person an.
    Genauso frage ich ja auch jemanden, der mich z.B. nach dem Weg fragt und einen englischen Akzent hat, wo er herkommt. Wieso sollte ich einen Unterschied machen?
    Tschüssing,
    Claudia

    • Ja da hast Du recht. Bei einem weißen Menschen, der deutsch mit englischem Akzent spricht, hätte ich auch keine Scheu zu fragen. Da rechne ich nicht mit Kriegsdramen und schlimmer Flucht als Antwort oder in den Gedanken desjenigen. Das ist für mich der Unterschied. Die Grenze zwischen positiven Interesse und belangloser Neugierde ist manchmal schmal.

    • Ich kann absolut verstehen, wenn jemand wegen traumatischer Erlebnisse nicht auf seine Herkunft angesprochen werden möchte. Ich wäre dann der Letzte, der weiterbohren würde.
      Aber wenn ich nicht frage, weiß ich es nicht. Vielleicht hatte der- oder diejenige auch keine schlimmen Erfahrungen und ist stolz über seine Heimat zu erzählen. Aber wenn ich nicht aus ehrlichem Interesse frage, weiß ich es nicht. Daher werde ich weiter fragen, wenn es mich interessiert. Auf die Gefahr hin, dass der andere das nicht möchte und mir eine entsprechende Antwort gibt.

  2. Die Frage nach den Wurzeln ist zutiefst menschlich und in der Gesellschaft verankert. Ich werde weiterhin,wenn es mir wichtig ist, um eine persönliche Beziehung aufzubauen, diese Frage stellen. Denn wie oft höre ich sie auch, weil man an meinem Akzent hört, dass ich kein “originaler” Einwohner bin. Ich weiß,vom Aussehen her ist es was anderes als bei Sprache, aber wieso eigentlich? Damit erhöht man dieses Andersaussehen ja noch. Mach ich nicht. Ist mir schnuppe.
    Alles, was fremd wirkt, muss ich mit Abstand betrachten und dann Informationen sammeln, auf jeder Ebene. Und Sprache gehört für mich zur wichtigsten, also frage ich, alles, was mir hilft, Klarheit zu erhalten. Ob jemand schon immer hier wohnt, oder nur zum Studium hier ist oder ein Flüchtling ist, alles ist für sich interessant. Ich frage allerdings nie mit missmutigem oder misstrauischen Gesicht oder Ton. Vielleicht hab ich daher auch noch nie eine komische Reaktion darauf erhalten?… “Politisch korrekt” hat m.E. im täglichen Miteinander der Menschen nichts verloren, dort braucht es Höflichkeit, Freundlichkeit, liebevolle Zuwendung, Verlässlichkeit, Zuhören und echtes Interesse, nebst persönlicher, ehrlicher Reflexion. Daran haben alle mehr Bedarf als an korrekter stillschweigender Einordnung.
    Sorry, das war etwas lang heute…:-)

    • Die Sache mit der political correctness, das wollte ich auch noch schreiben. Aber da ich sowieso immer soviel “P.S.” habe, habe ich es mit verkniffen.
      Vor lauter political correctness nicht mehr wissen, wie das zwischenmenschliche Verhalten sein soll, nee. Zuerst mal sein Gehirn scannen und nachdenken, kann ich das jetzt fragen oder nicht, nein, das bin ich nicht und so mag ich auch nicht sein. Ich achte schon darauf, mein Gegenüber nicht zu verletzen.

    • Ich freue mich über Deinen ausführlichen und vorallem persönlichen Kommentar. Danke dafür!

      Wenn es darum geht, eine persönliche Beziehung aufzubauen, finde ich die Frage auch nach wie vor wichtig. Der kulturelle Hintergrund und die Lebenserfahrung, die mit Migration einhergeht, ist prägend und mich interessiert dann natürlich, was alles diesen Menschen ausmacht und wie er so wurde, wie er ist. Wenn ich aber einen Kunden im Seminar mit dunkler Haut und für mich unausprechlichem Namen habe, den ich nach dem Tag vermutlich nie wieder sehen werde und die Information für die Beratung nicht relevant ist, werde ich nicht mehr fragen. Bisher habe ich manchmal auch einfach nur interessiert gefragt, wo der Name herkommt. Die Frage fand ich immer noch relativ neutral.

      Misstrauisch frage ich auch nie und bisher hat auch keiner abweisend reagiert. Vielleicht haben da aber auch nur deren Schutzmechanismen gegriffen und die haben die Frage innerlich zuckend oder Augenrollend halt einfach zum xten mal beantwortet.

      Da Du nun ausdrücklich zum Fragen aufforderst und gegen Schweigen plädierst, frage ich dann doch: Was für einen Akzent hat Deine Sprache? Ich weiß gerne ein bisschen über meine Leser, denn sie wissen so viel von mir!

    • Etwas spät, aber hier noch die Antwort: Sächsisch! Zählt bei manchen hier im Norden ja schon fast als Fremdsprache. :-D

    • Im Norden ist Sächsisch in jedem Fall eine Fremdsprache – genauso wie Schwäbisch, Hessisch oder Bayerisch … :) .

  3. Moin Ines!
    Wieso fragst Du nicht mehr? Bist Du nicht mehr neugierig? Ja, ich habe beide Artikel gelesen und werde trotzdem immer weiter fragen, wenn es mich interessiert. Bei vielen Menschen ist es mir egal, aber oft ergeben sich schöne Gespräche. Meine Uber-Fahrerin letztens war aus Ekaterinburg und total happy, als sie hörte, dass ich schon mal dort war und es mir sehr gefallen hat. Ich könnte ja auch darüber jammern, dass ich 30 Jahre nach dem Mauerfall noch immer gefragt werde, ob ich aus dem Osten oder Westen komme. Wir waren ja soooo arm und unterdrückt und hatten nüscht, nur Broiler, Eier, Äpfel und Sauerkraut. *ggg*
    Wenn einer nicht antworten mag, soll er mir das sagen – ich kann damit umgehen.
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Dich fragt jemand, ob Du aus dem Westen oder Osten Deutschlands bist? In Deutschland oder um Ausland? Ich werde manchmal gefragt, ob ich echte Hamburgerin bin. Meine Aussprache ist für einige schwer einzuordnen. Klinge ich für Dich Hamburgisch ?

      Warum ich nicht mehr fragen möchte? Ich bin immer noch neugierig! Aber ich möchte meine Neugierde nicht mit einer Frage stillen, die denjenigen verletzen kann.

    • Man kann manche Menschen mit Fragen verletzen, bei denen man im Leben nicht auf die Idee käme, dass diese Frage überhaupt von jemandem verletzend aufgefasst werden könnte!

      Ich bin da grundsätzlich ganz bei Anita und Claudia – was nicht heißt, dass ich Menschen grundsätzlich mit meiner Neugier überfalle.

      Mag ein Mensch bestimmte Fragen als distanzlos empfinden, ist ein anderer vielleicht sogar enttäuscht, dass sie ihm nicht gestellt werden.

      Ich zum Beispiel BEVORZUGE ja sogar klare und direkte Fragen (Interesse?) und Aussagen und hege eine leichte Aversion gegen “besorgtes Herumgeeiere”, welches ich oft nicht verstehe und was sich deswegen unangenehm anfühlt.
      Jeder Jeck ist halt anders.

      Liebe Grüße
      Gunda

    • Herumgeeiere kann ich auch nicht leiden. Entweder fragen oder sagen, was ist, oder die Klappe halten.

  4. Warum sollte man einen Menschen nicht nach seiner Herkunft fragen? Ich denke, wie überall, der Ton macht die Musik. Wenn man ein bisschen sensibel ist, versteht es auch keiner falsch. Ins Fettnäpfchen treten kann man immer.

    Dass der Vliessaum nicht hält, ist ärgerlich. Ist wahrscheinlich ähnlich wie Bügelbilder. Die nähe ich immer zusätzlich an, weil sie sich nach einer Zeit am Rand lösen.

    Liebe Grüße Sabine

    • Ja, ins Fettnäpfchen kann man immer treten. Mein Eindruck nach dem Lesen der verlinkten Beiträge ist, dass ich Menschen, deren Namen oder Aussehen mir fremd erscheint, alleine schon mit der Frage ausgrenzen kann. Das möchte ich nicht.

  5. Ich verwende immer das Pyrm Pulver für den Saum von gekürzten Hosen. Der hält eigentich richtig gut.
    Ich denke es kommt immer darauf an wie man frägt. Aber Interesse am Gegenüber zu zeigen finde ich grundsätzlich nicht verkehrt.
    Liebe Grüße Tina

    • Dass das Zeigen von Interesse grundsätzlich positiv ist, finde ich auch. Nur wenn es als unangebracht, distanzlose Neugierde empfunden wird, ist es doof. Mich hat in dem zweiten Beitrag so berührt, dass mit der Frage immer auch an schlimme Erlebnisse in der Heimat und deren Verlust erinnert werden kann. Das habe ich bis dahin nicht dabei in Betracht gezogen.

  6. Ich wurde 100.000 Mal gefragt und es hat mich nie gestört. Ich sehe kein Problem damit, aber respektiere natürlich, wenn jemand ein Problem hat! Aber manchmal ist es eben doch so, dass der Ton die Musik macht, manche fragen sarkastisch statt neugierig. Das muss nicht sein!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Wie ist die Frage denn für Dich (von Tonfall und Mimik abgesehen) für Dich am angenehmsten? Wo kommst Du her? Wo liegen Deine (familiären?) Wurzeln? Oder …?

    • Eine Frage wird immer von einer anderen Frage begleitet – Woher kommst du und in welchem Staat bist du geboren?
      Dann….Wann bist du hierher gekommen und warum?
      Und..Und..Und…

  7. Liebe Ines, da hast du wieder ein paar sehr interessante Themen aufgeworfen; ich habe es schon total traurig gefunden, dass deine Fotos vom Blog einfach unerlaubt verwendet wurden, aber total schlimm finde ich, dass deine Fotos nun auch noch über Pinterest abgezogen werden. Ich kann so ein Vorgehen einfach nicht verstehen und solche Gemeinheiten ärgern mich total. Der Freund ein Bekannter ist geborener Österreicher, bei dessen Aussehen die Wurzeln seiner italienischen Großeltern voll zum Tragen kommen. Er wird auch immer mal nach seiner Herkunft gefragt, hat aber damit überhaupt kein Problem, sondern sieht das einfach als Interesse an seiner Person.
    Hab einen ganz wunderbaren Abend und alles Liebe

    • Danke für die Geschichte Deines Freundes.

      Mich nervt der Bildklau ziemlich. Diese Woche kamen x Bilder dazu. So langsam nehme ich das persönlich. Zum Kreischen ist das.

  8. Ich muss das nicht bei jedem wissen, aber wenn es sich im Gespräch ergibt, frage ich schon mal. Vor allem, wenn ich versuche einen Akzent zuzuordnen.
    Wo ein Mensch tatsächlich geboren wurde ist mir nicht wichtig. Wichtiger finde ich eigentlich, wie er sozialisiert wurde.
    In der Regel sind Menschen sogar stolz, wenn man erkennt, wo sie herkommen. Wenn man dann noch lobende Worte über die Gegend oder das Land verliert, freuen sie sich in aller Regel sehr. Ich habe da noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Vermutlich kommt es auch drauf an, was man für einen Draht zu diesen Menschen hat. Ob die Chemie passt, entscheidet sich in aller Regel in Sekunden. Und da ich immer offen und ehrlich bin, hat da wohl auch keiner Scheu “frei” zu sprechen.
    BG Sunny

    • Auf meine Frage hat bisher auch nie jemand reserviert reagiert. Vielleicht sollte ich meine Neugierde doch beibehalten?

  9. Nicht das Fragen nach den Wurzeln finde ich problematisch, sondern das eigene Umgehen mit der erhaltenen Antwort. Je nach Herkunft der Befragten muss man da schon auf einiges gefasst sein und sich gegebenenfalls einfühlen können. Sonst kann die Frage meiner Meinung nach nutzlos sein, bzw. eher verletzend.
    Aber wenn das gelingt, kann ein sehr guter Kontakt entstehen, der für beide Teile weiterführend ist.
    Übrigens ist Deine Leserin Astrid K. vom Blog Le monde de Kitchi derzeit auch bei “Zeit online” zu sehen als Portrait von Lisa Kötter in der Reihe Maria 2.0., was ja auch eine sehr spannende Aktion von Frauen ist. Gültig für mich auch jenseits von Kirche.
    Einen schönen Freitag wünscht Dir herzlich
    Sieglinde

    • Ja, mit der Antwort muss man umgehen können, das stimmt. Das gilt nicht nur für diese Frage. Du willst nicht wissen, was ich schon für Antworten auf die Einstiegsfrage “Was ist der Anlass für die Beratung?” bei Farb- und Stilberatungen bekommen habe und anfangs sprachlos war.

  10. Schade, dass das Vlies am Ende nicht funktioniert hat. Das wäre auch was für mich gewesen, denn die Notwendigkeit, Jeans zu kürzen, ist bei mir desöfteren gegeben. Ein schönes Wochenende für Dich!
    Liebe Grüße von Rena

    • Bei einer Leinenhose im Jahr zuvor hat das ganz gut geklappt, deshalb war ich fälschlicherweise guter Hoffnung …

  11. :-) Liebe Ines,
    wenn es sich im Gespräch ergibt, frage ich. Warum auch nicht? Es muss ja keiner antworten. Und ich werde auch regelmäßig gefragt wo ich herkomme. Ich finde das nicht beleidigend oder kränkend. Ich denke das hängt von der Situation und dem Ton ab.
    So ein Bügelvlies habe ich vor langer Zeit auch mal gehabt – hält nicht von hier bis Mittag.
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

    • Hören die Wiener, dass Du keine Österreicherin bist oder auf Amerikareisen? Wobei Du in den USA als Amerikanerin durchgehst ohne deutschen Akzent, oder?

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