Lesetipp: Essen fürs Glück

Werbung – Rezensionsexemplar und Affiliate Links von Amazon

Happy Food: Warum Mangold vor Depressionen schützt und Walnüsse schlau machen - Wie Sie Ihre Psyche durch Ernährung heilen können von Niklas Ekstedt & Henrik Ennhart - Buch

Happy Food: Warum Mangold vor Depressionen schützt und Walnüsse schlau machen – Wie Sie Ihre Psyche durch Ernährung heilen können
von Niklas Ekstedt & Henrik Ennhart

Heute mal ein anderes Thema hier, dass auch in meinen Foodblog gepasst hätte. Beim Blick in selbigen stelle ich gerade fest, dass Schmorgurken hier auch bald mal wieder auf den Teller kommen können. Eine Empfehlung der Autoren bekommen sie wohl eher nicht – zu wenig Farbe auf dem Teller. Weil Ernährung mit unserem Lebensstil und unserem Aussehen zu tun hat, passt das Buch auch in diesen Blog. Erkennst Du das essbare grüne Zeug, in dem ich das Buch fotografiert habe?

Du bist, was Du isst

Sternekoch Niklas Ekstedt und Wissenschaftsjournalist Henrik Ennart haben sich durch aktuelle Studien gewühlt und aus den Erkenntnissen Ernährungsempfehlungen und einfache Rezepte abgeleitet, die für eine gesunde Darmflora sorgen sollen. Dabei wird ausführlich betrachtet, wie gute und schlechte Darmbakterien arbeiten und gefüttert werden können.

Die guten Bakterien sollen dafür sorgen, dass wir uns glücklich und fit fühlen. Die bösen Bakterien können schwerwiegenden negativen Einfluss auf die Psyche haben, zu Depressionen führen und andere psychische Krankheiten begünstigen.

Einseitige oder schlechte Ernährung kann dazu führen, dass wichtige gute Bakterien komplett aus unserem Darm verschwinden. In dem Buch wird natürlich darauf hingewiesen, dass Industriezucker eines der größten Ernährungsprobleme in der westlichen Welt ist. Wobei ich zum Beispiel nur wenige Menschen kenne, die überhaupt noch Softdrinks trinken, die in dem Buch dafür betont angeführt werden. Fertiggerichte gibt es meinem Umfeld auch nur wenig. TK-Pizza esse ich schon deshalb nicht mehr, weil ich umgehend Bauchkrämpfe und Durchfall davon bekomme. Schön, wenn der Körper so direkt nachvollziehbar zeigt, was er nicht mehr zugeführt bekommen möchte.

Was hat mich neugierig auf das Buch gemacht? Ich bin extrem krüsch, so nennt man wählerisch oder mäkelig beim Essen sein in Norddeutschland. Es gibt unzählige Lebensmittel, die ich so ekelig finde, dass sie mir nicht in den Mund kommen, geschweige denn durch den Hals – Bananen, Oliven, Thunfisch, jeglicher roher Fisch, jegliches Streichfett auf Brot, Mayonnaise in allen Variationen, Rindfleisch außer in gemischtem Hack nur so als Beispiel. Dann gibt es welche, die ich O.K. finde, aber nicht gerne mag. Die esse ich aus Vernunft, Rührei zum Beispiel. Und dann gibt es ganz wenige Sachen, die ich so richtig lecker finde. Von denen könnte ich mich durchgehend ernähren. Pasta Bolognese, Nuss-Nougat in allen Formen, Haselnusseis …

Ein Alptraum ist für mich, bei jemandem zu Hause eingeladen zu werden, der für mich kochen möchte, und vorher nicht zu wissen, was es gibt, oder die Frage “Gibt es was, was Du nicht isst?” so zu beantworten, dass ich nicht direkt wieder ausgeladen werde. Wer mich kennt, dreht den Spieß um und fragt bei einem konkreten Rezept, nach dem er kochen möchte, ob ich das mag. So halte ich das umgekehrt auch bei neuen Gästen, es sei denn sie wollen ein Überraschungsessen.

Es ist für beide Seiten unglücklich, wenn sich jemand Mühe mit dem Kochen gegeben hat und der Gast den Tränen nah verzweifelt hungrig vor dem Teller sitzt und weiß, wie unhöflich sein Verhalten ist, er aber nicht anders kann. Aus Höflichkeit habe ich schon einiges gegessen, aber es gibt Sachen, da hilft der beste Wille nicht. Dafür weiß ich im Gegenzug genau, welcher meiner Gäste zum Beispiel keinen Senf mag, keine rohen Äpfel oder Paprika verträgt, die Tomaten gerne ohne Kerne hat und welche Biersorte bevorzugt wird.

Das Problem bei einseitiger Ernährung ist, dass dem Körper auf Dauer Nährstoffe fehlen. Den Autoren nach bekommt das den Darmbakterien nicht gut, weil zu viele Bakteriensorten sich reduzieren oder sich auf nimmer Wiedersehen verabschieden. Ich habe also nach Anregungen gesucht, wie ich mit kleinen Veränderungen meine einseitige Ernährung etwas vielfältiger machen kann.

Konkrete Veränderungen in meiner Ernährung angeregt durch das Buch

  • Anstatt morgens 12 Mandeln zu meinem Vollkorn-Toast mit Nuss-Nougat-Creme (und nein, die bleibt!) zu essen, kommen Cashewkerne mit ins Programm. Walnüsse sollen auch besonders gesund sein, aber die kann ich leider aus Allergiegründen nur in Minimengen und am besten in warmem Essen zu mir nehmen. Da ich Cashews ebenso so halskratzfrei vertrage wie Mandeln und sie lecker finde, fällt mir die Veränderung leicht. In dem Zusammenhang habe ich den Begriff der resistenten Stärke (RS) gelernt. Das sind Ballaststoffe, die durch menschliche Verdauungsenzyme nicht abbaubar sind. Cashewkerne enthalten davon besonders viel und sollen einer gesunden Darmflora als Nährboden dienen (Seite 92). Paranüsse enthalten viel Selen und dürfen in kleiner Menge auch dazu.
  • Mangold wird vermehrt auf den Speiseplan kommen. Den gibt es bei uns meistens auf dem Markt frisch zu kaufen. Er enthält viele Faserstoffe und Pflanzenfarbstoffe. Allerdings mag ich Mangold nur so geht so gerne, er ist mir an sich zu bitter. Spinat mag ich lieber, Mangold soll aber gesünder sein. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne. Wenn nicht, gibt es halt wieder mehr Spinat. Mehr als jetzt jedenfalls.
  • Über den Sommer kommt Blumenkohl regelmäßig auf den Tisch. Der ist zwar hell, hat aber dennoch viele Vitamine, Mineralien, Polyphenole und Faserstoffe.
  • Currypulver verwende ich künftig
  • zusammen mit schwarzem Pfeffer.

Rezepte sind eher als Ideen zu verstehen

Curry-Blumenkohl mit Schweinefilet und gerösteten Mandeln

Das Rezept aus dem Buch für Curry-Blumenkohl aus dem Ofen mit gerösteten Mandeln (Seite 167) war nichts für mich. Der Blumenkohl wurde im Ofen einfach nicht gar. Da kommen wir zu einem Kritikpunkt an den Rezepten im Buch: Es fehlte die Angabe zur Garzeit und wenn nach 20 Minuten im Ofen so gar nichts an Garung passiert, frage ich mich, wie lange das noch hätte dauern sollen. Die Temperatur hatte ich bereits nach zehn Minuten erhöht, was auch nicht half.

Ich habe dann den Kohl vom Blech genommen und samt Fett und Gewürzen in reichlich Wasser gekocht, denn Blumenkohl dünsten klappt bei mir aus Erfahrung auch nicht. So wurde er gar und schmeckte auch. Das war aber weit von der Idee der Erfinder entfernt.

Außerdem steht im Rezept, dass es für 4 Portionen sein soll mit 1-2 ganzen Blumenkohlköpfen, Fett, Gewürzen und etwas Mandeln. Es geht daraus aber nicht hervor, ob es eine Beilage oder ein Hauptgericht sein soll. Für mich ist es eine Beilage, nur dann weiß ich nicht, ob es im Sinn der Autoren in Bezug auf die Ernährung ist.

Zudem wundert mich, dass Curry ohne den Zusatz von schwarzem Pfeffer im Rezept steht, weil die Autoren an anderer Stelle (Seite158) darauf hinweisen, dass Kurkuma – Bestandteil von Curry – am besten vom Körper aufgenommen wird, wenn es mit schwarzem Pfeffer zusammen gegessen wird. Das Piperin im schwarzen Pfeffer soll die Zerstörung von Curcumin im Darm verhindern.

Süßkartoffeln aus dem Ofen mit Mangold, Walnüssen, Knoblauch und Olivenöl

Bei dem Rezept für Süßkartoffeln mit Mangold, Knoblauch, Olivenöl und Walnüssen, was von der Menge eindeutig ein Hauptgericht war und an sich lecker, sind auf dem Foto des Essens im Buch Zutaten, die nicht im Rezept stehen. Ob das weiße Zeug, was über das Essen geraspelt ist, Parmesan, Sellerie oder ganz was anderes isst, erschließt sich mir nicht. Ebenso kann ich die großzügig im Essen verteilten ganzen Kräuterblätter nicht zuordnen. Von Melisse bis Pfefferminze kann das alles sein.

Es wäre aber vielleicht für die positive Wirkung des Gerichtes schön zu wissen, was es ist, da es eindeutig nach mehr als nur Deko aussieht. Mir fehlten zudem in jedem Fall Salz und andere Gewürze bei diesem Gericht. Gedünsteter Mangold schmeckt in erster Linie bitter und braucht noch etwas mehr aromatische Begleitung als Knoblauch und Olivenöl für meinen Geschmack.

Die meisten anderen Rezepte sprechen mich nicht an, weil sie mehrheitlich Zutaten enthalten, die ich nicht mag. Da die Autoren zwar zum Probieren – ja, ich habe das meiste davon irgendwann mal und manchmal auch mal wieder probiert – raten, aber nicht dazu, etwas zu essen, das man abstoßend findet, bleibe ich also bei den lediglich keinen Kurskorrekturen. Da können offenere Leser als ich sicherlich mehr Inspiration bekommen.

Am Rande

Lustig finde ich die Happy-Tipps am Buchende auf Seite 228. Einer lautet

“Legen Sie sich einen Hund zu – aber nur, wenn sie Hunde wirklich mögen.”

Ich glaube jeder Hundehalter war bei Anschaffung entsetzt, wie viel Dreck ein Hund ins Haus bringt. Dagegen sind nasse Katzen völlig harmlos. Frei nach dem Motto Dreck reinigt den Magen bringen Hunde aber auch Bakterien ins Haus, die unserer Gesundheit förderlich sind. Vom Einsatz von Desinfektionsmitteln im Alltag raten die Autoren vehement ab.

Fazit

Ein lesenswertes Buch für Menschen, die sich mit zeitgemäßer Ernährung und ihrer Verwertung im Körper beschäftigten möchten. Wegen der Kritikpunkte an den Rezepten gibt es eindeutig von mir Punktabzug. Da der Rest aber unabhängig davon interessant ist und man die Zutaten, deren positive Wirkung jeweils benannt und erklärt wird, in eigene Rezepte einbauen kann, finde ich die Lektüre dennoch empfehlenswert.

Es ist ansprechend aufgemacht, illustriert und bebildert, so dass es Spaß macht, darin zu Lesen. Da auch kleine Veränderungen, wie ich sie für mich aus dem Buch entwickelt habe, etwas bewirken können, freue ich mich, es gelesen zu haben. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Südwest Verlag (Werbung) zur Verfügung gestellt. Andrea vom Blog here I am macht Werbung für das gleiche Buch, bei ihr habe ich es entdeckt.

(Affiliate Link)

18 Gedanken zu „Lesetipp: Essen fürs Glück

  1. Hallo Ines,
    das Buch hört sich nicht schlecht an, aber ich würde es nicht auf meine Lesenwollen-Liste setzen.
    Lernenswert finde ich z. B. den Effekt, den Curry und Pfeffer zusammen haben, ist mir neu.

    Nüsse in Form von verschiedenen Studentenfuttermischungen stehen bei mir immer auf dem Plan und auf Nuss-Nougat-Creme könnte ich auch nie verzichten.

    Mangold erinnert mich an meinen Opa, der das Gemüse in seinem Garten angepflanzt hatte und immer mit den grünen Stangen nach Hause kam. Habe ich sehr gern gegessen, sogar als Kind. Als Kind mochte ich ja auch Spinat, heute auch noch. Mit Kartoffeln und Ei, dafür lasse ich vieles andere stehen.
    Der Satz mit den Hunden ist lustig. Bei Tierhaltung würde ich mich jetzt nicht davon abhalten lassen, wieviel Dreck ein Tier macht.
    Naja, ein Spruch meiner Kindheit war: Dreck macht Speck. Aber vielleicht war der Dreck damals ein anderer.
    Ist das Zitronenmelisse in deinem Foto?
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Die Studentenfuttermischungen könnte mein Mann auch den ganzen Tag essen. Das ein Grund dafür, dass wir sie nicht haben … ich mische lieber selbst, weil ich dabei auf Haselnüsse und Rosinen verzichte. Rosinen mag ich nur in Milchbrötchen, pur oder gar im Kuchen oder Eis kann man mich damit jagen.

      Als Kind habe ich Spinat gehasst, seit ich 21 bin mag ich ihn. Es gibt einiges, was ich als Kind gegessen habe (Butter auf Brot, Käse ohne Überbacken, Bananen, Rindfleisch), was ich heute widerlich finde. Dafür mochte ich als Kind keine Tomaten und besagten Spinat nicht.

      „Dreck macht Speck“ habe ich noch nie gehört. Ich kann schon verstehen, wenn jemand keinen Hund haben möchte, weil der so viel Dreck macht (und müffelt). Darüber habe ich eine ganze Weile nachgedacht, ob ich mir das wirklich ins Haus holen möchte. Kennst Du den Beitrag von damals dazu? Unter Langeweile in Perfektion habe ich darüber gebloggt, wie Paul zu uns kam.

      P.S. Auflösung siehe beim Kommentar von justme.

    • Jetzt habe ich deinen Beitrag gelesen, finde ich sehr interessant zu wissen, was deine Gründe waren. Aber ich galube, ich hatte den schon mal gelesen. Man vergisst.
      Das stimmt, durch Hunde kommt man ins Gespäch mit Leuten, an denen man sonst vorbeigegangen wäre. Und es ergibt sich oft eine gemeinsame Hunderunde.

      Wenn ich könnte, wie ich wollte hätte ich auch einen, sehr gern sogar. Am besten noch eine Katze dazu und wenn der Platz da wäre noch ein Pferd oder Esel. Okay, jetzt gehen echt die Pferde mit mir durch. Aber witzigerweise habe ich mich genau gestern mit jemandem darüber unterhalten. Das ist natürlich Träumerei.
      Aber ich überlege wirklich meinen nächsten Urlaub mal auf dem Bauernhof zu buchen. Nicht nur für Familien mit Kinder interessant, sondern sicher auch für ältere Semester, die gern allerlei Getier um sich haben mögen.

      Dreck macht Speck, das habe ich in meiner Kindheit so oft gehört und natürllich auch gesagt. Wenn mir z.B. ein Stück Schokolade hingefallen ist, musste ich es natürlich weg tun. Ich habe es mir aber schnell in den Mund gesteckt und gegessen. Und natürlich gesagt:Dreck macht Speck, soll heißen gegen ein bisschen Staub auf Schokolade ist nichts einzuwenden. Heute sieht’s wohl anders aus.

  2. Liebe Ines,
    diesem Buch nach, mache ich anscheinend intuitiv eine Menge richtig, ich liebe Mangold seit ich als 16-jährige vier Wochen in Holland war. Curry kombiniere ich mit schwarzem Pfeffer, ich esse gerne Obst, Gemüse und Nüsse, Fleisch und Fisch, Pasta sowieso, es gibt überhaupt wenig Sachen, die ich nicht mag.
    Lediglich bei tyraminreichen Lebensmitteln muss ich medikamentenbedingt aufpassen, na ja … irgendwas is ja immer ;-)
    Pferd, Katze, Hund und co. geben sich bei uns die Klinke in die Hand – wir haben eine tierliebe Tochter.
    Kochbücher kauft meistens mein Mann, ihn entspannt kochen – mich stresst kochen. Seit die Kinder aus dem Haus sind und mein Mann wochentags eh nicht mittags zuhause isst, gibt es nur noch gesunde Kleinigkeiten für mich (wie z.B. Süßkartoffel mit Quark oder Zucchini-Omelett) und abends kalte Küche.
    Am Wochenende kocht der Göttergatte.
    Bei deinem Foto tippe ich auf Zitronenmelisse. Letztens hatte meine Freundin frischen Erdbeerkuchen ohne Guss mit den grünen Blättchen verziert, dazu gab es Schlagsahne, mmmmmh!
    Beste Grüße!

    • Klasse, dass Deine Intuition so gut funktioniert. Ich habe beim Blick auf die Zutaten im Currypulver gerade gesehen, dass da – zumindest in dieser Mischung – auch schwarzer Pfeffer drin ist. Ob man den dennoch besser zusätzlich dazu gibt oder ob das ausreicht, frage ich mich gerade.

      Was tyraminreich bedeutet, habe ich erstmal gegoogelt. Wieder was für meinen Lernliste  . Da sind einige Sachen auf der Liste, auf die ich allergisch reagiere, andere wiederum vertrage ich gut. Hat wohl bei mir also nichts damit zu tun.

      Süßkartoffel esse ich gerne aus dem Ofen mit Mozzarella oder Feta. Mit Quark kann ich sie mir auch lecker vorstellen. Machst Du sie dann auch im Ofen oder kochst Du sie?

      P.S. Es ist Giersch – siehe meine Antwort an justme.

    • Giersch – herrje! hatte ich erst gestern beim Rasen mähen damit zu tun ;-)
      Die Süßkartoffel mache ich im Ofen.

  3. Guten Morgen ;-))
    interessantes Thema, habe auch gerade ein Buch zum Thema Ernährung gelesen, allerdings ging es um Ayurveda. Mir sind die Einschnitte in meine Ernährungsweise allerdings auch zu heftig, als dass ich das alles umsetzten könnte/möchte.

    Mangold hatte wir vergangenes Jahr auch im Garten und ich musste ebenfalls feststellen, dass mir Spinat lieber ist. Mit Fertiggerichten habe ich es auch nicht, wir kochen und backen viel, bzw. fast alles selbst.

    Ich vermute, das Grünzeug im Hintergrund des Buches ist Giersch, richtig? Häufig als Unkraut bezeichnet, man kann es aber tatsächlich essen. Ich gestehe, ich habe es auch noch nicht versucht – nicht mal im grünen Smoothie.

    LG

    • Über ayurvedische Ernährung habe ich 2005 einige Bücher gelesen. Das ist für mich auch nichts. Eins habe ich allerdings bis heute übernommen: Ich trinke morgens (und im Winter auch mal tagsüber) eine große Menge heißes Wasser anstatt Tee. Das bekommt mir viel besser und ich habe mich ganz schnell an den Geschmack gewöhnt. Da wir in Hamburg gutes Leitungswasser haben, schmeckt mir das.

      Richtig, Giersch ist der Volltreffer. Alle Entfernungsversuche in dem einen Beet sind fehlgeschlagen. Das Zeug habe ich vermutlich mal in einem Sack Rindenmulch eingeschleppt. Ein- bis zweimal im Jahr rupfe ich ihn ab, wenn er zu sehr in die Rosen hoch wuchtert, ansonsten versuche ich, ihn als grünen Bodendecker zu betrachten. Ich habe sogar schon mal damit gekocht – siehe https://www.leckerei-bei-kay.de/2013/05/10/kochen-mit-giersch-kartoffeln-mit-weiss-gruener-sosse/ . Die dunkelgrünen Blätter schmecken mir nicht. Man soll die blanchiert wie Spinat verwenden können, aber das ist nichts für mich. Die zarten Triebe schmecken wie Petersilie. Die sind durchaus genießbar.

  4. :-) Liebe Ines,
    ich habe richtig breit grinsen müssen, als ich las, dass Du krüsch bist. Ich auch!
    Als Kind musste ich immer essen, was auf den Tisch kam – vor allem, wenn ich irgendwo eingeladen war. Dann habe ich einfach die Luft angehalten, ‘runter geschluckt und schnell etwas hinterher getrunken. Das hat mich oft gerettet, selbst wenn es Leber gab (ekelhaft!).
    Später hat mir mein Onkel erklärt, ich soll etwas von einer Allergie erzählen – das funktioniert auch und wirkt nicht so unhöflich. Den Rat beherzige ich heute noch, wenn’s nicht anders geht.
    Genieß Deinen Ehrentag und liebe Grüße
    Claudia :-)

    • Hallo von Krüschi zu Krüschi :) . Ich musste nicht alles essen, aber alles probieren. Nach meiner Kleinkindzeit habe ich nur einmal aus Versehen Leber gegessen bei einer Schulfreundin mittags spontan zu Gast und auf Höflichkeit bedacht. Ich hielt es für miserables Rindersteak und habe es im Kartoffelpü auf der Gabel versteckt und wie Du im Ganzen geschluckt. Kurz vor dem Ende der Mahlzeit erfuhr ich, was ich esse, als Nachschlag angeboten wurde. Da fiel es mir noch schwerer, den Teller zu leeren. Ich kann nicht mal auf anderen Tellern sehen, wenn jemand Leber ist. Da gucke ich dann intentiv auf meinen Teller.

      Allergien vorzutäuschen ist eine gute Idee und heute gibt es so viele Menschen mit Unverträglichkeiten, so dass es sicher geglaubt wird. Bei Schnittchenreichungen (immer entweder mit Streichfett oder Remoulade … unessbar für mich) habe ich immer “keinen Hunger”. Lache also bitte nie laut über mich, wenn Du mich das irgendwo sagen hörst :D . Wenn ich es ahne, esse ich vorher. Wenn ich mit anderem Essen gerechnet hatte, leide ich hungrig vor mich hin …

      P.S. Danke! Habe ihn bei Sonne an der See verbracht :) .

  5. Mich fragt man besser nicht: Was ißt du nicht. Die Liste ist lang. Vor den meisten Fleischsorten ekelt es mich, dafür geht Gemüse fast immer. Ich wandele,Rezepte ganz gerne mal ab, wenn ich denke, dass noch etwas fehlt. Da bin ich stumpf ;) Und bei Mengenangaben bin ich flexibel. Meist nimmt meine Tochter den Rest dann mit zur Mittagsschule. Bei den meisten Ernährungsbüchern gefallen mir nur ein Teil der Rezepte, manches fällt alleine deshalb durch, weil ich Zutaten nicht mag. Deshalb ist mein Bestand an Rezeptbüchern inzwischen ganz ansehnlich.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Beruhigend, dass ich nicht die einzige Krüsche bin. Ich wandel Rezepte auch ab, wenn mir etwas fehlt oder schräg erscheint. Meine Kochbücher habe ich neulich drastisch reduziert, in dem ich nur die relevanten Rezepte rausgetrennt habe und im Sammelordner abgelegt habe. Das gab es einen kaum zu tragendenen Berg Altpapier und einen fast leeren Küchenschrank.

      Bei Fleisch ist es oft nicht nur der Geschmack, den ich nicht mag, ich mag das Faserige nicht. Kurgebratenes oder mürben Braten gehen also gar nicht. Und mit der meisten Wurst kann man mich jagen, nur Mettwurst mag ich manchmal. Dafür gehen Speck und Schinken …

  6. Oh, das ist ein Buch für mich, danke! Und bei Dir eingeladen zu sein, ist ganz sicher ein Vergnügen, nicht nur, weil Du vorher die richtige Frage stellst 😊
    Liebe Grüße von Rena

    • Ob es ein Vergnügen ist, weiß ich nicht – zumindest gebe ich mir Mühe und habe gerne Besuch. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung :) .

  7. Moin liebe Ines,

    magst Du Pflaumenmus? Meine Schwester stellt nämlich so eine Art Suchtmittel her: sie kocht Pflaumenmus und haut ganz viele Walnüsse mit dazu. Die sind dann gut durchgezogen, aber noch al dente und sooooo lecker. Und garantiert nicht mehr gerbsäurig auf der Zunge.

    Ist schon krass, wie krüsch Du bist. Ich esse gerade mal 4 Sachen nicht: weisse Bohnen Eintopf und Kohlrouladen (schon der Geruch bringt mich um), warme Gurken und kalten Griesbrei. Und Penne nur mit Bohnen und Gorgonzolasauce oder im Notfall. Meine Zunge mag die Haptik nicht.

    Mangold blanchiere ich übrigens nur kurz in Salzwasser mit einem Spritzer Zitrone – der kommt fast roh über die Nudeln. Löwenzahn und Giersch ebenso. Ich bin ja manchmal auch so ein “Vernunftstesser”. Eigentlich hätte ich morgens gerne 2 helle Brötchen: eins mit Leberwurst und eins mit Nutella (und bei beiden dick Süßrahm-Butter drunter) und dazu heisse Milch mit viel Honig. Stattdessen gibt es dänisches Saatenbrot, dünn Butter und Sprossen und der Honig ist auch gestrichen . Jaaaa, es schmeckt – und ist vernünftig. *pffffff*

    • Nee, Pflaumenmus mag ich gar nicht … nur Plaumenkompott auf Eis oder Zweschgenröster mit Topfenknödeln.

      Kohlrouladen, warme Gurken und kalten Griesbrei hingegen mag ich :) – dafür keinen kalten Milchreis.

    • P.P.S. Ich habe Mangold bisher immer nur kurz gedünstet. Blanchieren probiere ich aus, denn dabei können die Bitterstoffe im Wasser verschwinden. Vielleicht finde ich ihn dann leckerer.

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