Niemand findet sich perfekt

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – weiße Tunikabluse, Batiktuch orange – Ü40 Bloggerin - Portrait

Kennst Du jemanden, der sich vorbehaltlos innen und außen schön findet? Ich nicht. Und das finde ich völlig O.K. Ich muss nicht alles an mir lieben und toll finden. Aber es ist hilfreich, sich selbst wertschätzend zu betrachten und gut mit sich umzugehen.

Bloggerin Sabine Gimm hat den Beitrag Ich schäme mich nicht für meinen Körper veröffentlicht. Warum auch? Das braucht niemand zu tun, für Bodyshaming gibt es keinen Grund. Was aber jeder tun kann, ist den von der Natur geschenkten Körper zu pflegen. Kleidung als zweite Hülle über der Haut stärkt. Wie die aussieht, können wir in den meisten Fällen selbst bestimmen, ebenso Accessoires und Make-up.

Kleidung spielt bei unserem Auftreten eine bedeutende Rolle, weil sie meistens die größte Fläche am Körper ist. Auf Entfernung ist die Kleidung neben der Körperhaltung das erste, was wir von anderen Menschen sehen, bevor wir die Gestik, Mimik und ggf. Stimme wahrnehmen. Am Ende hören wir vielleicht sogar zu, wenn jemand etwas sagt. Bis dahin haben wir uns aber längst eine Meinung über die Person gebildet. Mit Deinem Kleidungsstil kannst Du ausdrücken, wer Du bist, bevor Du sprichst.

Warum urteilen Menschen über andere aufgrund von Äußerlichkeiten? Wir folgen einem alten evolutionärem Muster aus der Steinzeit, in der wir als Jäger und Sammler unterwegs waren. Damals und heute wir müssen blitzschnell entscheiden, ob jemand freundlich oder feindlich gesinnt ist, um unser Überleben zu sichern. Weglaufen, verteidigen oder entspannt zurücklehnen – das sind die Optionen, bevor wir uns leisten können, jemanden näher kennenlernen zu wollen. Sicher auftreten kann ich dabei nur, wenn ich mich sicher fühle. Dazu kommt, dass wir lieber Menschen zuhören, die wir gerne ansehen. Du möchtest gesehen und gehört werden? Dann kleide Dich entsprechend.

Mein Job als Imageberaterin ist es, Menschen zu genau dieser Sicherheit in äußeren Dingen zu verhelfen, damit die innere Sicherheit sich entwickeln kann oder gestärkt wird. Unsere äußere Hülle können wir so gestalten, wie wir wollen. Wenn ich in einem Satz sage, was ich beruflich mache, lautet der: Ich verkaufe Selbstbewusstsein. Und deshalb liebe ich meinen Job.

Was tust Du, um Dich gut zu fühlen?

32 Gedanken zu „Niemand findet sich perfekt

  1. :-) Liebe Ines,
    ich trage keine Kleidung mehr, in der ich mich unwohl fühle.
    Früher hab ich mich oft in etwas hinein gezwängt, das irgendwann gezwackt hat oder wo ich angefangen hab hier und da herum zu zubbeln, weil ich glaubte es sähe schön an mir aus.
    Die Zeiten sind vorbei. Ich habe akzeptiert, dass ich gewisse Kleidungsstücke niemals tragen werde, weil sie mir schlicht und ergreifend einfach zu unbequem sind. Dinge, die einengen, mag ich beispielsweise gar nicht mehr.
    Das hat etwas von Befreiung. Das gibt Selbstsicherheit. Mir zumindest.
    Hab einen schönen Tag und liebe Grüße
    Claudia :-)

    • Genau das habe ich früher auch gemacht, weil ich dachte, dass das von mir erwartet würde. Deshalb trage ich heute zum Beispiel keine Hosenanzüge mehr. Sollte es je wieder einer zu mir schaffen, dann mit flexiblem Stoff.

      Den Gedanken der Befreiung unterzeichne ich sofort. So ist es!

      Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag!

      P.S. Kennt Dein Besuch die blühende Heide? Ist vielleicht einen Ausflug wert. Ist selten genug, dass man vor Ort ist, wenn sie in voller Blüte steht.

  2. Das hast Du schön gesagt Ines. Ich finde auch dass man Kleidung tragen sollte in der man sich wohl fühlt und die man hübsch findet. Das strahlt man auch aus. Ich habe immer das Gefühl, dass ich mich anders bewege und gebe wenn ich, für mich in meinen Augen, etwas anhabe was ich sehr hübsch finde an mir.
    Ich nehme mir immer vor Menschen nicht nach dem Äußeren zu beurteilen aber es ist wie ein Instinkt. Ich urteile auch nach Geruch….
    Liebe Grüße Tina

    • Natürlich bewegst Du Dich je nach Kleidung und Wohlfühlgefühl anders. In einer Jogginghose hat man eine andere Haltung als in einem Sommerkleid, in Absatzschuhen oder welchen mit fester Sohle steht man anders als in Sommerschlappen. Deshalb halte ich zum Beispiel Seminare oder Vorträge niemals in Sneakern, selbst wenn das zum Look passen würde. Ich stehe zu schluffig darin und nehme mir Ausstrahlung damit weg. Es müssen keine hohen Absätze sein, aber eben mindestens feste Sohlen und ein ganz kleiner Absatz, da reichen schon 2 cm.

      Es ist nicht wie ein Instinkt, sondern es ist genau das: ein Instinkt. Dein Überlebensinstinkt. Genau das ist die steinzeitliche Prägung dahinter – es geht um die Einschätzung, ob Lebensgefahr lauert oder nicht.

      Der Geruch ist auch ein interessanter Aspekt. Krankheit kann sich auch in Geruch ausdrücken und somit Gefahr anzeigen. Gerüche werden ungefiltert im Limbischen Teil des Großhirns verarbeitet, bevor der Verstand eingeschaltet wird. Jemanden nicht riechen zu können, wird mit Selbstschutz zu tun haben. Gerüche sind bei mir ein ganz sensibles Thema. Da fallen viele bei mir durch.

  3. Lieben Ines,

    die Formulierung „Ich verkaufe Selbstbewusstsein“ gefällt mir sehr gut.

    Es muss für mich Kleidung sein, in der ich mich wohl fühle, wie z. B. Schuhe in denen ich laufen kann.

    Eine interessante Feststellung habe ich aber Ü 50 gemacht. Ich habe Jahrzehnte kaum Kleider und Röcke getragen, weil ich kräftige Waden habe. Über Modeblogs und einer professionellen Beratung, bei der z. B. die Rocklänge und die Wirkung auf die Beine zur Sprache kamen habe ich mich getraut und seitdem trage ich mit Begeisterung Röcke und Kleider und fühle wohl.

    Viele Leute haben den Kopf geschüttelt, das ich zu einer professionellen Typ-, Farb- und Stylingberatung gegangen bin und Geld dafür ausgegeben habe. Für mich war es das wert und ich hätte auch gerne mehr bezahlt.

    Ich habe meinen Stil gefunden, Mut mal was anderes auszuprobieren, und Fehlkäufe sind selten. Ich fühle mich wohl in meiner Haut.

    Viele liebe Grüße

    Beate

    • Ich kenne sooo viele Frauen, die sich mit kräftigen Waden nicht trauen, diese zu zeigen. Und ich habe schon ebensooo vielen Frauen gezeigt, wie sie das problemlos tun können. Das Geheimnis ist immer, Sachen an schmalen Stellen aufhören zu lassen, wenn man etwas schlanker wirken lassen möchte. Also über unter der breiten Stelle an der Wade. Deshalb sehen ¾-Hosen und Midiröcke an kaum einer Frau gut aus, weil die genau an der breiten Stelle der Wade aufhören.

      Es freut mich sehr, dass Du positive Erfahrung mit einer Beratung gemacht hast. Ja, es kostet viel Geld, aber es lohnt sich. Fehlkäufe sind teurer! Und es ist nicht so, dass die Beraterin bei den scheinbar hohen Preisen reich davon wird, weil sie viel mehr Zeit in die Arbeit investiert, als in dem Moment mit 2-5 Stunden Beratung fakturiert wird, um das ganze Paket überhaupt anbieten zu können.

      Ich wünsche Dir weiterhin dieses Wohlfühlgefühl!

  4. Hallo Ines,
    das ist ein feiner Satz “Ich verkaufe Selbstbewusstsein”.
    Was ich tue, um mich gut zu fühlen?
    Auch wenn es dem einen oder anderen die Erwähung vielleicht zu viel ist:
    schwimmen. Wenn ich mehr als 3 Tage nicht im Wasser war, werde ich knatschig.
    Außerdem bequeme Schuhe. Erst letztens, als ich mir Schuhe angeguckt habe, habe ich gemerkt, dass sich der erste Gedanke, den ich sonst bei Schuhen hatte, geändert hat.
    Früher: Das sind schöne Schuhe, die gefallen mir. Heute: Das sind bequeme Schuhe, die gefallen mir.
    Außerdem möchte ich immer mit einem Mindestmaß an Make-Up und ordentlicher Kleidung das Haus verlassen. Genauso wenig wie es mir Spaß macht, andere Leute anzusehen, die ungepflegt aussehen, so soll es anderen nicht mit mir ergehen.
    Und immer für die Launenhebung ein Duft.
    Viele Grüße
    Claudia

    • “Genauso wenig wie es mir Spaß macht, andere Leute anzusehen, die ungepflegt aussehen, so soll es anderen nicht mit mir ergehen.”

      Ein schöner Satz. Den unterschreibe ich sofort. Und den zu den Schuhen auch. Klar sollen sie auch schön sein, aber ohne den Faktor Bequemlichkeit haben sie verloren.

      Zum Schwimmen: Das hat für mich etwas mit Körpergefühl zu tun und dass ein gutes Körpergefühl förderlich fürs Selbstbewusstsein ist, geht mir auch so, auch wenn es bei mir gerade aus anderen Quellen (Sprache ist schön – das Wort erinnert auch schon wieder ans Wasser …) kommt.

  5. Genau DAS. Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich muss nicht perfekt aussehen, aber ich habe gern ein gepflegtes Äußeres. Und Kleidung, die zu mir und meiner Figur passt. Ob ich nun dünn bin oder dick oder sonst irgendwie unförmig spielt dabei keine Rolle.

    Und ich kann jedem, der sich unsicher ist, nur zu einer Typ und Stilfindung raten, so wie Du es machst.

    Danke für die Erwähnung.

    Liebe Grüße Sabine

    • Danke für Deine Bestätigung, dass eine Typberatung dabei helfen kann. Gerade Deine Beiträge zu diesem Themen wie heute – wie komme ich am besten mit mir selbst klar – lese ich bei Dir besonders gerne, weil ich Deine pragmatische Art schätze.

    • Du kleidest Dich doch auch wohlfühlend, oder? Du machst auf Fotos jedenfalls einen entspannten und zufriedenen Eindruck.

  6. Eigentlich ziemlich schlimm, dass so wenige total zufrieden mit sich sind. So auf den ersten Blick finde ich einige Menschen perfekt. Also rein äußerlich, denn irgendwas ist ja immer. Manchmal auch nur die Frequenz der Stimme, die meinen Gehörgang stresst.

    LG
    Bärbel

    • Oh weh – Stimme, da sagst Du was … die kann so schlimm sein wie Geruch …

      Genau – irgendwas ist immer. Und sei es nur der hohe Preis, der für das Aussehen bezahlt wird (durch Hungern, Verzicht, exzessiven Sport, Operationen, Beautyprodukte oder Klamottenkauf etc.). Ich kenne jedenfalls niemanden, mit dem ich komplett alles samt des ganzen Lebens tauschen möchte. Ist anderseits doch auch gut, oder? Eine gewisse Selbstunzufriedenheit kann uns anspornen und helfen, uns zu verbessern. Solange man keinem Optimierungswahn verfällt, finde ich das durchaus positiv.

  7. Liebe Ines, tatsächlich war genau das Thema “Bodyshaming” heute Gesprächsstoff in der Arbeit und es kam unter anderem die Meinung auf, dass gerade die jüngere Generation mit sich selbst viel kritischer ist, als die Generation, die derzeit über 40 Jahre alt ist. Ich danke, da ist auch etwas daran, denn ich kann mich nicht erinnern, dass man sich in meiner Jugend großartig Gedanken gemacht hat, ob man nun irgendeinem Ideal entspricht oder nicht. Persönlich bin ich sehr froh, dass ich vermutlich auch aus diesem Grund mich so annehmen kann wie ich bin.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    • Wie gut, dass Deine Jugend in der Hinsicht unbeschwerter war. Leider komme ich aus einer Familie, in der das “Idealgewicht” oder gerne weniger als erstrebenswert galt. Gewicht und Optik sind immer ein großes Thema gewesen. Optik ist jetzt Teil meines Berufs, aber zum Glück habe ich mich beim Gewicht davon frei gemacht.

  8. Doch, Menschen die sich für den Nabel der Welt halten oder sich fühlen, wie der liebe Gott. Menschen sind per se nicht perfekt. So sind sie nicht “erschaffen”. Aber wie Du möchte ich trotz meiner selbstgeliebten Unvollkommenheit mit niemand anderen tauschen, denn sie passt perfekt zu mir. Figur spielte bei uns zu Hause auch eher keine Rolle. Klar wurde auf gesunde Ernährung geachtet und “dickwerden” stand nicht auf dem Plan. Aber eher aus gesundheitlichen, denn aus optischen Gründen.
    Und wenn ich darüber nachdenke, wen wir als Teenager “gut” fanden, so war da alles dabei. Groß, klein, dick, dünn. Hauptsache cool und dabei sympathisch. Und auch wenn ich nicht der optischen Norm entsprach, gab es Leute die genau deshalb auf mich abfuhren, oder welche, die ich mir geschnappt habe bevor sie überhaupt wußten wie ihnen geschah. Ich hatte eigentlich immer eher das Problem, dass ich viel zu nett war und deshalb viele Freundlichkeit mit Zuneigung verwechselt haben. Es war schwer zu lernen, wie man Freundlichkeit transportiert ohne Strohfeuer zu entzünden. Es hat auch lange gedauert, zu verstehen wie die Mechanismen dahinter funktionieren. Ich würde behaupten ich könnte heute noch kräftig zündeln. Lach.
    Und, Du hast recht, ich kann aus 15 m Entfernung, in schumrigen Licht sagen, ob jemand in meinem Beuteschema landen könnte der da langläuft, oder nicht. Dabei habe ich weder das Gesicht wirklich gesehen, noch habe ich ihn gerochen oder ein Wort gewechsel. Grobmotorik reichte hier schon, um mich zu triggern. Ich würde sagen, zu 70% hiel die erste Optik, was sie versprach. Es ist super interessant, was sich im unterbewußtsein abspielt, und super leicht jemand “zu interessieren”.
    Vielleicht sollte ich mich auf diesem Gebiet selbständig machen. Lach. Nein. Das ist so intuitiv, dass ich das niemandem beibringen könnte, glaub ich. BG Sunny
    BG Sunny

    • Mir geht es wie Dir. Ich weiß sehr schnell, ob ich jemanden näher kennenlernen möchte oder nicht. Intuitiv? Ja. Ob ich da anderen beibringen könnte? Keine Ahnung. Vermutlich nicht. Leider gibt es auch Frauen, die sich mit sicherem Griff die falschen Partner aussuchen, die Ihnen nicht gut tun. Wäre schön, wenn man denen das beibringen könnte, ihre Fallen schneller zu erkennen.

  9. Was tu ich, um mich gut zu fühlen? In erster Linie bewege ich mich. Täglich und viel. Ohne Bewegung fühle ich mich unwohl. Stundenlang irgendwo untätig sitzen – das kann ich nicht. Und natürlich gehört Kleidung dazu. Da geht es mir wie Claudia. Ich mag nichts tragen, in dem ich mich eingeengt oder an Bewegung gehindert fühle. Da kannst du mich ebensogut einsperren…
    Ansonsten staune ich im Moment, was man in Sachen (manchmal vermeintlicher) Professionalität mit Kleidung erreichen kann. Es ist unglaublich, wie sich manche Menschen einfach nur durch ein Stück Stoff in die Irre führen lassen.
    Liebe Grüße
    Fran

    • Das Konzept der Hochstapler beruht auf Kleidung … ich sage nur: Catch Me If You Can – mein Lieblingsfilm zu dem Thema. Im wahren Leben ist es schon gruselig, wie weit man damit kommt. Es wie mit allem: Man kann es missbrauchen. Nachbarn sind so vor Jahren auf einen Mieter hereingefallen.

  10. Hallo Ines,
    um mich gut zu fühlen, brauche ich im Innen wie im Außen eine gewisse Balance. Diese erreiche ich am besten durch moderaten Sport, gesunde Ernährung, Selbstbewusstsein und natürlich auch durch Kleidung, Haare, Make up etc..
    Deine Formulierung “Ich verkaufe Selbstbewusstsein” trifft eindeutig auf Dich zu und nehme ich Dir eins zu eins ab.
    Diese Woche hatte ich eine eher unscheinbare, unsicher wirkende Kundin, die ein Outfit für eine Taufe suchte. Mit jedem farblich und schnitttechnisch für sie passenden Teil (sie war eher der Figurtyp Apfel) wurde sie sicherer und auch fröhlicher. Nachdem wir noch kurz die Themen Tasche, Schuhe, Make up und Haare erörtert hatten, verließ sie glücklich mit einer Tüte den Laden. Und ich – fühlte mich auch gut danach.

    Herzliche Grüße!

    • Dann geht es Dir in Deinem Job wie mir in meinem – der ja in diesem Teil der gleiche ist: Du verkaufst ebenso Selbstbewusstsein wie ich. Wir zeigen beide unseren Kundinnen ihre ganz eigene Schönheit auf und wie sie die sichtbar machen können. Glückliche Kundinnen färben auch meine Laune ab – klar!

      Ich wünsche Dir weiterhin und immer wieder solche schönen Momente im Job!

  11. “Wir zeigen beide unseren Kundinnen ihre ganz eigene Schönheit auf und wie sie die sichtbar machen können”, das unterschreibe ich sofort.
    Gute Beratung ist wirklich viel wert. Und glückliche Kundinnen sind eine große Freude. Beides erlebe ich täglich in meinem Shop und das hat einen großen Anteil daran, dass ich ihn auch nach 12 Jahren noch liebe. Und meine Kundinnen auch (wenn es auch etwas pathetisch klingt).
    Es macht mir viel Freude, etwas auszusuchen und für den Shop einzukaufen, bei dem ich glaube, es macht meine Kundinnen – und manchmal auch mich :-) – etwas schöner und selbstbewusster, egal in welchem Alter.
    Herzlich grüßt Sieglinde

    • Willkommen im “Team Schönheitsschenker”. Schönheit und Selbstbewusstsein sehe ich auch als altersunabhängig an. Was dem optischen Verfall zum Opfer fällt, wird durch Charisma ersetzt.

  12. Liebe Ines,
    bei mir ist Kleidung im Lauf der Jahre immer stärker zu einem “Ausdrucksmittel” geworden – auch, weil ich es mir mit Ü40, Ü50 eher leisten konnte, Kleidung zu kaufen, die meinen Vorstellungen oder meinem Temperament entspricht. Ich trage je nach Lust und Laune Weites und Beschwingtes, Körperbetonteres, Buntes oder nicht so Buntes, gerüschtes oder Schlichtes …….- nur eines muss immer zutreffen: Bequem! Früher habe ich zwar auch versucht, mich so zu kleiden, wie ich mich gerade fühle, aber mein Kleiderschrank war definitiv viel, viel leerer als jetzt und dem entsprechend hatte ich auch weniger Möglichkeiten, um meinen Farb- oder Stilgelüsten nachzugeben.
    Was mache ich noch, um mich gut zu fühlen? Rausgehen in die Natur, schreiben, die Katzen streicheln, reisen, dekorieren, mich bewegen, fotografieren, mit einem Menschen zusammensein, den ich mag, allein sein und die Ruhe genießen… zum Beispiel ;-))
    Zwei Sätze aus den Kommentaren habe ich kopiert:
    @ “Ich kenne jedenfalls niemanden, mit dem ich komplett alles samt des ganzen Lebens tauschen möchte.” – Ich auch nicht. Bei den meisten ist es in optischer Hinsicht höchstens eine Sache… zumeist die Beine, manchmal auch die glatte Haut. Und was das Leben betrifft: Früher hätte ich gerne mit Menschen getauscht, die vielleicht Tierfilmer in Südamerika oder Afrika sind oder Menschen, die mit Reiseberichten oder Malen oder Romaneschreiben Geld verdienen können. Seit ich nicht mehr ins Büro muss, ist das auch kein wirkliches Thema mehr ;-)
    @ “Gewicht und Optik sind immer ein großes Thema gewesen.” – Bei meiner Mutter auch. Wenn eine TV-Ansagerin in einem Stil gekleidet war, der meiner Mutter nicht gefiel oder eine Betonfrisur hatte o.ä. wurde beim gemeinsamen Fernsehen ziemlich abgelästert “Wie schaut denn DIE heute aus!?!” etc. Und da meine Mutter schlank war und ihre (verhasste) Schwiegermutter zumindest um die Mitte herum eher üppig, war schlank auch besser als rundlich. Zuweilen tat mir das ziemlich weh, weil ich gleichzeitig nicht im Unklaren darüber gelassen wurde, dass ich (vor allem optisch, aber nicht nur) einige Ähnlichkeiten mit dieser Schwimu hatte…
    Ich reagiere zwar auch auf optische Reize, versuche aber, nicht allzuviel Gewicht darauf zu legen und auch Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, die jetzt nicht gleich mal in mein “Beuteschema” fallen, wie das Sunny so lieb ausgedrückt hat. Manchmal wird man da sehr positiv überrascht.
    Dank dir sehr für deine wertschätzenden und aufbauenden Zeilen zu meinem Mammographiethema! <3
    Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende! Und bitte wieder Zauselkraulen!
    Alles Liebe, Traude

    • Katzen streicheln trägt bei mir auch ungemein zum Wohlfühlen bei. Das darf der Zausel nicht hören: Aber Katzen fühlen sich viel kuscheliger an als Hunde … auch wenn ich ihn natürlich auch gerne kraule und massiere. Dennoch lebe ich inzwischen viel lieber mit einem Hund zusammen als mit einer Katze (ich hatte die meiste Zeit meines Lebens Katzen).

      Mit dem Tauschen geht es mir wie Dir. Einzelne Sachen oder Eigenschaften hätte ich gerne von anderen. Zum Beispiel wäre ich gerne sportlich. Oder ich hätte gerne Deine Locken.

      Bleibe bitte weiter so ausdrucksstark in Deiner Kleidung! Und natürlich wünsche ich Dir ein ebenso schönes Wochenende! Ich gehe gleich auf Fototour mit einer befreundeten Hundehalterin und darf deren beiden Puschelhunde (Elos) fotografieren. Ich bin sehr gespannt, wie mir das gelingt. Ich habe darum gebeten, das mal tun zu dürfen, weil die Hunde so schön sind und wunderbar posieren, sie sind in Tricks geschult. Mal gucken, was der Zausel dazu sagt, wenn nicht er im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit steht. Ich habe schon eine Vorstellung davon – die Leine bleibt dran …

  13. Den von der Natur geschenkten Körper zu pflegen, ist auch mir sehr wichtig. In der Zwischenzeit mache ich da wenige Kompromisse. Wenn mir eine Creme gut tut, wird diese nachgekauft. Aber ich teste auch immer mal wieder etwas Neues. Und was ich mir Gutes tue, damit ich mich wohl fühle, fragst Du? Mir ab und an eine Einkaufsbegleitung mit Dir zu gönnen. Da habe ich die ganze Saison etwas von. Jeden Tag, wenn ich den Kleiderschrank öffne, freue mich an den schönen Sachen, die Du mir empfohlen hast. Übrigens taste ich mich gerade an V-Ausschnitte bei T-Shirts heran. Was sagst Du dazu? LG und ein schönes Wochenende. Caro

    • Hach wie schön, dass Dir die Arbeit mit mir so gut tut. Das freut mich und versüßt mir den Tag.

      Was ich zu dem V-Ausschnitt-Versuch sage? Finde ich gut, denn es ist gut, sich immer mal wieder zu hinterfragen. Da ich nicht der Meinung bin, dass man Deinen Hals nicht sehen darf, finde ich das grundsätzlich gut. Allerdings würde ich genau hinsehen:
      – Zur Deiner Gesichtsform ist er gut, denn er streckt das Gesicht, ebenso den Hals
      – Er streckt auch den Oberkörper. Willst Du das? Im Zweifelsfall Shirt und Hose in gleicher Farbe wählen, denn dann streckt der Dich insgesamt.
      – Er macht schmalere Schulter. Das willst Du nicht. Also nimm welche, die nicht zu tief sind.

      Grundsätzlich habe ich ja schon mehr als einmal versucht, Dir ein bisschen mehr Dekolleté „anzudrehen“, von daher finde ich gut, dass Du Dich dafür öffnest. Ein etwas größerer runder Ausschnitt könnte aber vielleicht besser sein als ein V. Im Zweifelsfall immer an Dir fotografieren und auf dem Bild betrachten. Dann siehst Du leichter, ob es Dir gefällt oder nicht. Und im weiteren Zweifelsfall: Mir das Foto schicken :).
      Ich wünsche Dir ein ebenso schönes Wochenende!

    • Das ist mir gar nicht so recht aufgefallen, dass Du mir ein wenig mehr Dekolleté “anzudrehen” versucht hast. Da bin ich ab sofort absolut offen und bei unserer nächsten Shopping-Tour werde ich darauf achten :). Shirts mit V-Ausschnitten versuche ich zunächst in monochrome Outfits zu integrieren. Gemerkt habe ich auch, dass es ein angenehmeres Bild ergibt, wenn der V-Ausschnitt nicht spitz, sondern rund ausläuft. LG Caro

  14. Ich akzeptiere und fühle mich dann perfekt, wenn ich Kleidung trage, die mir das Gefühl gibt, dass sie wie für mich gemacht ist. Woran mache ich das fest? Der Schnitt, die Qualität des Materials und die Farben, die ich leiden mag und die mir deshalb gut stehen. Oft ist es Instinkt, manchmal auch ein geübtes Auge und meist natürlich mein Interesse für das besondere Detail.
    Ich denke, Frauen, die sich intensiv mit Mode beschäftigen, interessehalber oder beruflich, haben mit der selbstbewussten Präsentation ihres nicht vollkommenen Körpers weniger Probleme.
    LG Susanne

    • Das geübte Auge schult den Instinkt würde ich sagen. Mit dem geübten Auge ist der Ausschuss im Laden schnell auszusortieren und wenn man dann nur den kleinen Rest betrachtet, darf dort der Instinkt zuschlagen. Menschen, die mit mir Bummeln gehen, sind immer wieder überrascht, wie schnell ich 99% der Sachen im Laden aussortiere und sofort sehe, dass die nicht in Frage kommen.

      Ich stimme Dir zu, dass Menschen, die wissen, wie man sich gut „einpacken“ kann, sich leichter selbstbewusst präsentieren können.

  15. Das geht mir ähnlich mit Einkaufsbegkeiterinnnen. Sie verstehen oft gar nicht warum ich so schnell durch ein Geschäft marschiere und in Windeseile scanne, ob es sich lohnt, länger zu verweilen.
    Ich hatte im Urlaub ein nettes Erlebnis, eine Verkäuferin begrüßte mich mit den Worten : ich wusste, dass Sie in meinen Laden kommen. 😀 Sie hat instinktiv erkannt, dass ich genau ihre Zielgruppe war!
    Leider musste ich sie enttäuschen, denn ich wollte mich wirklich nur umschauen und nichts kaufen, weil a wenig Zeit hatte und b mir vorgenommen hatte, keine Kleidung einfach nur so zum Spaß zu kaufen. I h brauchte Funktionskleidubg und damit war ich bereits eingedeckt.
    LG Susanne

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