Wie finde ich die richtige Sportart?

Sportkleidung zum Nordic Walking im SommerErfolgreiche Sportversuche, die bis heute Bestand haben

  • Nordic Walking
  • Spazieren
  • Wandern

Erfolgreiche Sportversuche, die ihre Zeit hatten

  • Turnen
  • Ballett
  • Jazz-Gymnastik aka Aerobic
  • Tischtennis
  • Skilaufen
  • Schlittschuhlaufen und Inlineskating
  • Segelfliegen
  • Fahrradfahren
  • Jollensegeln
  • Schwimmen und Wassergymnastik

Erfolglose Versuche mit Sportarten, die nicht wiederholt werden

  • In Basketball in der 11. Klasse im Ballsportpflichthalbjahr habe ich nur 3 Punkte im Zeugnis bekommen obwohl ich mit den Fehlstunden im zulässigen Rahmen lag. Das ist eine 5 +, falls jemand das Punktesystem nicht kennt. Aus der Basketball-AG wurde ich in der 7. oder 8. Klasse herauskomplimentiert wegen Talentfreiheit.
  • Von den Leichtathletik-Bundesjugendspielen wurde ich in der Grundschule in der 3. Klasse befreit, weil ich in der 2. Klasse von den Mitschülern wegen meiner mangelhaften Leistungen traumatisierend gehänselt wurde. In der 7. oder 8. Klasse hätte ich meinen Ballwurf wiederholen dürfen, obwohl die drei zulässigen Versuche durch waren. Bei meiner besten Leistung dachte der Lehrer, dass mir der Ball aus der Hand gerutscht wäre.
  • Fassen wir zusammen: Alles mit Bällen ist raus. Jeder, der mir mal einen Ball zugeworfen hat, weiß warum. Volleyball ist zudem auch noch raus, weil meine Handgelenke das nicht mitmachen. Wenn ich auf mein Daumengelenk an eine bestimmte Stelle drücke, kann ich mit leichtem Druck den Daumen aus dem Gelenk drücken.
  • Yoga habe in verschiedenen Formen ausprobiert, Pilates ebenso. Gefällt mir beides nicht. Bei Yoga ist dann auch noch das Problem da, dass ich von Haus aus zu beweglich bin, das macht ausgiebiges Dehnen nicht gerade besser.
  • Beim Joggen verrecke ich nach wenigen Metern und meine Hüfte – leichte Dysplasie – jault.

Innerer Schweinehund – was ist das?

Wenn andere Menschen sagen, ihr innerer Schweinehund würde sie vom Sport abhalten, kann ich das nicht nachfühlen. Entweder will ich das, dann mache ich das, oder ich will das nicht, dann lasse ich das. Ganz einfach. Und wenn Sport im Kalender steht, dann mache ich den, wenn mich nichts wirklich Widriges davon abhält.

Nach dem Sport geht es mir so toll! Nicht.

Tja, auch an der Stelle kann ich den Glücksmoment nicht nachfühlen. Bevorzugt Leute mit besagtem Tier im Körper erzählen mir dann, wie großartig sie sich fühlen, wenn sie sich trotz des inneren Schweinehundes überwunden haben, zum Sport zu gehen. Leider bleibt mir dieser Endorphin-Kick, oder was auch immer das ist, verwehrt.

Ich fühle mich nach Sport, der Muskeln oder Kreislauf intensiv belastet einfach nur: scheiße. Mir ist zum Heulen zu Mute und ich schaffe nicht mal immer, die Tränen erst zu Hause fließen zu lassen. Mir ist kalt. Es kommt vor, dass ich danach weinend und frierend in der heißen Badewanne liege und mich einfach nur frage, was mit mir verkehrt ist.

Muss Sport Mord sein?

Komischerweise empfinde ich alles, was mich nicht so fertig macht, gar nicht so sehr als Sport. Alleine das Wort Sport scheint in meinem Kopf negativ verankert zu sein. Ist das der Denkfehler “wenn ich es kann, kann es jeder, und dann kann es nicht schwer sein”?

Die Unbeschwertheit dabei hat mich in der 2. Klasse im Schulsport verlassen, als ich erstmals als Versager in der Klasse stand, weil mich kein Mitschüler in seine siegreiche Völkerballmannschaft wählen wollte. Der Sportlehrer hatte leider für die nächsten drei Jahre nicht anderes drauf, als die Klasse Völkerball spielen zu lassen oder im Sommer kurz für die BJS trainieren zu lassen. Seinen Namen weiß ich heute noch. In Mathe war er ein ähnlich guter Lehrer, zum Glück bin ich in Mathe aber talentierter.

Ein anderer Lehrer ließ mich in der 5. Klasse beim Laufen durch Glinde zurück. Er war stocksauer, dass er zurücklaufen musste, um mich bei über 25 Grad – es gab danach Hitzefrei – auf der sonnigen Straße einzusammeln. Hätte er nicht die Umkleide nach mir abschließen müssen, bin ich mir nicht sicher, ob er noch nach mir geschaut hätte. Ein Wunder, dass er nicht einfach meine Sachen vor die Sporthallentür gestellt hat.

Den gleichen Lehrer hatte ich in der 8. Klasse in Mathe und er fand mich zu dämlich für Mathe. Wenn ich für eins mit meinem klar strukturiert denkenden Gehirn nicht zu blöd bin, ist es Mathe und der Umgang mit Zahlen. So viel dazu. Kleiner Exkurs meiner Traumata. Hatte ich schon mal erwähnt, dass Schule und ich nicht zusammen gepasst haben?

Zurück zum Sport: Nordic Walking gilt als Sport und macht mir Freude. Allerdings ist das wieder etwas, worüber lange Zeit gelacht wurde. Das mit den Stöckern? Ha, ha, wo sind denn Deine Skier? Lustig, lustig. Nicht. Auch das wird dazu beitragen, dass es für mich nicht so wirklich in der Sportecke verortet ist. Vielleicht gut so? Sonst hätte ich auch dabei Versagensangst? Na ja, wenigstens ist Nordic Walking inzwischen so etabliert, dass kaum noch blöde Sprüche kommen.

Warum tu ich mir das an?

Sein Ende letzten Jahres gehe ich zum Schlingentraining in einer Physiotherapiepraxis. Das Training in einer Gruppe mit max. 8 Personen wird von einem Physiotherapeuten angeleitet. Theoretisch macht mir das Spaß und ich spüre und sehe durchaus, dass mein Körper Muskeln aufbaut an Stellen, an denen vorher kaum welche waren.

Praktisch ist das für mich so dermaßen zu anstrengend, dass es mir in den meisten Fällen dabei hinterher schlecht geht und ich viel zu erschöpft bin => siehe oben bei Tränen und Badewanne. Theoretisch kann man das Training abgestuft intensiv durchführen. Praktisch neige ich dabei offenbar zur Überforderung. Mal sehen, ob ich das noch in den Griff bekomme. Einen Monat gebe ich mir noch dafür.

Das Problem ist, dass die ganzen Hundespaziergänge und Nordic Walks meinen Körper vor allem an den Beinen zu einseitig trainieren und mir dann die Knie schmerzen. Es fehlen die Gegenspielermuskeln. Durch das viele Sitzen PC tut es meinem Körper durchaus gut, den Rumpf zu trainieren. In den Armen finde ich ein bisschen mehr Kraft nett, um mein Arbeitsmaterial besser zum Kunden schleppen zu können.

Um Optik geht es mir dabei weniger. Ja, ich möchte nicht wieder zunehmen, aber das würde ich wohl auch nicht, wenn ich eine Walkingrunde in der Woche mehr einlegen würde. Ist das ganze Problem also mein Optimierungswahn? An welcher Stelle ist genug optimiert?

Was sind alternative Sportarten für mich?

Fahrradfahren und Schwimmen fallen aus, keine Lust mehr darauf. Alles auf Kufen auch, weil das Verletzungsrisiko als Selbständige ohne Krankengeldversicherung zu hoch ist. Ich will in kein Fitness-Studio, in keine große Gruppe und eine stinkende Turnhalle soll es auch nicht sein. Ein Heimtrainer kommt nicht in Frage und ich mag nicht schwitzen.

Segeln geht nur in der warmen Jahreszeit und passt zeitlich gerade nicht in mein Leben mit Hund am Stadtrand – ist also auch raus. Außerdem soll es ohne weiten Anfahrtsweg erreichbar sein. Vielleicht ein leichtes Workout mit einem Terraband? Hat da jemand Videotipps für Anleitungen, die sich zu Hause umsetzen lassen?

Fragen über Fragen

  • Was bleibt da noch als Ganzjahressport?
  • Hast Du einen Tipp für mich?
  • Was macht Du für Sport? Warum? Wie geht es Dir davor, währendessen und danach?

Danke fürs Zuhören und für konstruktive Ideen!

40 Gedanken zu „Wie finde ich die richtige Sportart?

  1. Oh Ines ich kann Dich so gut verstehen, ich sollte auch umbedingt Sport machen – aber nach meiner Arbeit (Pflege) bin ich zu nichts mehr fähig! Ich schaffe keine Termine einzuhalten weil mein Dienstplan sich ständig ändert usw. Fitnessstudios mag ich nicht, VHS-Kurse am Abend sind mir ein Greul weil ich ganz oft schon um 20.00 im Bett bin und viele Kurse erst um 19.30/20.00 anfangen – da bin ich echt raus! Turnen mit You Tube habe ich eine Weile gemacht unter anderem auch dieses hier: von Ingo Froböse Vielleicht ist das ja auch was für Dich! Nordic Walking habe ich auch eine zeitlang gemacht bis ich mehrfach doof angemacht wurde und ich nun Angst habe mich alleine auf den Weg zu machen! Laufpartner gibt es keine und einen Verein will/kann ich mich nicht anschließen! Dafür habe ich nun einen Crosstrainer daheim und wenn ich gut drauf bin wird er bewegt! Bin gespannt was die anderen so zu berichten haben. Liebe Grüße Patricia

    • Danke für Deinen Videotipp! Um die Uhrzeit abends gehe ich auch nicht mehr zum Sport. Das gehört bei mir auch noch zu den Bedingungen: Ende spätestens um 19 Uhr.

      Da wo ich jetzt hingehe, gibt es drei ähnliche Kurse an verschieden Tagen und Uhrzeiten (9, 16.30 und 17.30 Uhr). Da springen einige Schichtarbeiter hin und her. Sowas wäre für Dich an sich ja auch gut. Muss man aber erstmal finden. Und glücklich bin ich damit ja dennoch nicht …

      Mit der VHS habe ich durchgehend schlechte Erfahrungen von Sport- bis Malkursen. Schlechte Anleitung, meist die gleichen Leute seit Jahren in den Kursen, die es schon können, und miese Raumausstattung.
      Mal davon abgesehen, dass sie Dozenten unwürdig bezahlen. Das weiß ich, weil ich immer mal wieder Anfragen bekomme für Typberatungskurse, für die ich nicht mal mehr ein Angebot schreibe.

      Doof, dass Dir die Kommentare das Nordic Walking verdorben haben. Das kann ich gut verstehen. Man ist nicht immer so frei von der Meinung anderer, wie man gerne wäre, auch wenn der Verstand das weiß. Bei uns kommen zum Glück nur noch selten dumme Sprüche, weil hier in der Heide sehr viele damit unterwegs sind. Morgens sieht man nur Walker oder Leute mit Hund, kaum Spaziergänger. Aber alleine die Reaktion einiger Menschen, wenn ich erzähle, dass mein Mann und ich das zusammen machen. Dass ich so einen uncoolen Sport mache, mag wohl noch angehen? Aber ein Mann? Das passt nicht ins Bild. Dabei machen das seit 15 Jahren gemeinsam.

      Ich wünsche Dir von Herzen die passende Sportart!

    • Bei uns bieten die örtlichen Turnvereine auch verschiedene Kurse an, Aquarobic, Yoga usw. Und du musst dafür nicht unbedingt einem Verein beitreten, sondern nur diesen Kurs bezahlen. Der Vorteil – wie ich finde – ganz normale Menschen ohne Schickimicki-Gedöns , die einfach zusammen Sport machen möchten. Vielleicht findest du auch eine gleich gesinnte Walkinggruppe. Manchmal hängen an Wanderparkplätzen Aushänge, dass sich dann und dann eine Gruppe trifft. Mir begegnen auch manchmal solche, wennn ich spazieren gehe und die sehen alle recht nett aus.
      Allerdings müsste ich das auch direkt nach der Arbeit machen. Zuerst nach Hause, dann kann ich auch nicht mehr raus.
      Aber ein Crosstrainer ist auch eine gute Idee. Mein Schwager hat so ein Teil und benutzt es munter.
      Liebe Grüße

  2. Im Gegensatz zu Dir hilft es mir schon, den inneren Schweinehund zu überwinden und mich zur Bewegung zu zwingen. Sonst würde ich gar nichts machen, und das ist nicht gut.

    Der Sportunterricht war ähnlich traumatisch. Die BJS habe ich gefürchtet und gehasst. Wir durften bei der größten Hitze nichts trinken. Das war Anfang der 70er noch so.

    Walken geht auch ohne Stöcke mit leichten Gewichten. Ich finde das etwas rückenschonender, und die Arme werden gleichzeitig trainiert. Wie das mit Hund funktioniert müsstest Du vielleicht mal testen.

    Bei uns im Ort hat das neue Leistungszentrum vom THW eröffnet. Dort gibt es für die Öffentlichkeit auch ein Studio, welches Funktionales Training unter Anleitung anbietet. Das werde ich demnächst testen.

    EMS war auf Dauer nichts, weil ich über ein bestimmtes Strom-Level nicht hinaus kam und ich es als unangenehm empfand.

    Sport löst bei mir keine Glücksgefühle aus. Das ist wohl das größte Problem. Trotzdem bin ich hinterher froh, wenn ich was gemacht habe.

    Liebe Grüße Sabine

    • Das neue THW-Studio bei Dir im Ort klingt gut. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du dort etwas passendes findest.

      Bei Nordic Walking bleibe ich bei den Stöcken. Hmmm, aber vielleicht ist für die Zusatzrunde, wenn es die am Ende wird, die Idee mit den Gewichten dennoch gut, weil das mit Sicherheit anders trainiert als das Gehen mit den Stöcken. Den Hund hänge ich mir eh mit der Leine um den Körper. Ob ich Gewichte oder Stöcker in den Händen halte, ist dem egal.

      Wie zeigt sich das Frohsein hinterher denn bei Dir, wenn es keine Glücksgefühle sind? Mehr so wie ein Haken hinter der Steuererklärung?

  3. Hallo Ines,
    in deinem Beitrag habe ich mich in einigem wieder erkannt.
    Schulsport! Eine Urkunde der BJS hatte ich nie. Während andere eine Ehrenurkunde mit nach Hause nahmen, bekam ich nicht mal eine normale.

    Aber meine Sportlehrer/innen waren nicht so böse zu mir wie die deinen zu dir. Auch die Mitschülerinnen haben mich aus Mitleid mit in ihre Mannschaft genommen, so dass ich nicht immer als letzte da stand. Volleyball habe ich ganz gern gespielt, das hatte ich als Wahlfach in der Oberstufe, das andere war Gymnastik. Das sagt alles, oder?

    Allerdings war ich namensmäßig eingerahmt zwischen 2 Spitzenläuferinnen. Jedesmal, wenn es um paarweise 50 oder 100 m Lauf ging, war die andere schon längst im Ziel, während Klein Claudia Stunden später ankam. Übers Werfen brauchen wir auch nicht zu reden. Dass ich nicht Minusmeter geworfen habe, ist schon erstaunlich.

    So, mein Sport ist Schwimmen. Kann ich zu jeder Tages- oder Nachtzeit, in offenen Gewässern oder im Schwimmbad. Die Faktoren, die es mir verleiden, ist, wenn es zu voll ist, oder ich mich wieder durch nebeneinander her schwimmende erzählende Bojen schlängeln muss. Ich möchte ihnen zurufen: “Geht ins Café, wenn ihr euch unterhalten möchtet. ”

    Wenn ich keine Lust aufs Schwimmen oder Wasser habe, bin ich krank.

    Die einzige andere Sportart, die ich noch mache, ist spazieren oder moderat wandern. Dann bin ich in der Natur und habe gleichzeitig den Waldbadeneffekt, der ja erst einen Namen bekommen musste, damit die Leute wieder in den Wald gehen.

    Fitnessstudios mit laut rufenden Animateuren ist nix für mich.

    Liebe Grüße
    Claudia

    • Manchmal war ich aus Mitleid nur die Vorletzte … und ganz manchmal hat sich eine Lehrerin dazu herabgelassen, die beiden schlechtesten die Teams wählen zu lassen, damit sie nicht immer übrig bleiben. War auch gar nicht stigmatisierend. Ein Zufallsprinzip/Losverfahren wäre vielleicht die bessere Option gewesen. Aber nein, die Schule soll ja aufs Leben vorbereiten und im Job nimmt man auch nur die besten ins Team. Wie gut, dass man dabei nicht sportlich zu sein braucht …

      Oh wie gemein, dass Du zwischen den beiden Spitzenläuferinnen unterwegs sein musstest. Das macht die Schmäh nicht besser …

      Am Ende werde ich doch noch Waldbademeisterin :) . Wenn das die Welt jetzt so haben will, ist das vielleicht DER Trend für mich? Leider mag ich mich nichts Moos legen … zu viele Krabbelviecher. Ich weiß, ich bin schwierig …

    • Die Spitzenläuferinnen waren aber nette Schulkameraden, das hat es etwas weniger schmähhaft gemacht. ;-)

      Nee, Ines, du bist nicht schwierig. Du weißt, was du willst und was nicht. Das sind gute Eigenschaften. Die, die meinen, dass du schwierig oder unbequem bist, denen passt es nicht, dass DU nicht das willst, was SIE wollen. :) !!
      Übrigens, mir ist gestern ein Buch in die Hände gefallen von 2014. “Todschick” von Gisela Burckhardt. Edle Labels, billige Mode. Kennst du sicherlich schon. Es geht um die Katastrophen in den Textilfabriken in Bangladesh vor einigen Jahren. Ich kannte das Buch noch nicht. Allein deshalb würde ich gern selbst nähen können.
      Liebe Grüße

    • Das Buch kenne ich nicht, aber ich habe damals viele andere Publikationen dazu gelesen. Das blöde ist, dass es noch nicht mal unbedingt hilft, zum Beispiel Jeans “Made in Italy” oder wo auch immer in Europa zu kaufen, weil das manchmal auch heißen kann, dass nur der Knopf dort angenäht wurde. Das ist wie bei Autos. Made in Germany, aber es wurde bei einigen Anbietern nur der Rest hier zusammengeschraubt. Ich habe gerade einen Pullover gekauft, bei dem man über den QR-Code die Produktionskette hätte nachvollziehen können. Weil ich keine QR-Codes mag, habe ich das nicht getan (und weil ich das nicht überprüft habe, nenne ich die Marke nicht). Aber die Idee finde ich gut. Das gleiche gibt es ja auch schon für Daunen, um sicherzustellen, von wo sie kommen und wie sie gerupft wurden.

    • Auch ich mag keine QR-Codes. Ich mag auch keine Fitnesstracker. Ich will meinen Körper nicht ständig überwachen und optimieren.
      Ich mag meine alte analoge Armbanduhr.

  4. Liebe Ines, es tut mir echt leid, dass du im Schulsport so traumatisierende Erfahrungen machen musstest. Ich bin ein ähnlicher Jahrgang wie du und kann mich auch noch gut erinnern, dass Schulsport in den 70er und 80er Jahren nicht auf „wir vermitteln Spaß an Bewegung“ ausgerichtet war. Bundesjugendspiele waren jedes Jahr der Horror.
    Was mir persönlich mal beim Muskelaufbau geholfen hat war das Buch „Fit ohne Geräte“ von Marc Lauren. Das ist ein 15-20 min Programm für alle Muskelgruppen. Sehr effektiv (und super gegen Rückenschmerzen!). Ich hatte tagelang Muskelkater, aber das wurde schnell besser. Ich fand auch gut, dass ich es jederzeit in meinen Tag integrieren könnte. 20 min hat man ja immer und man braucht nichts als ne Matte an Geräten.
    Sehr empfehlenswert!
    Liebe Grüße
    Tina

    • Nichts als eine Matte an Geräten klingt gut. Habe gerade mal nach dem Buch geschaut, es gibt x Ausgaben, darunter auch eine für Frauen mit DVD. Könnte etwas für mich sein. Danke für den Tipp!

  5. Was soll ich sagen liebe Ines? Wir sind uns im vielen ähnlich ;) Ich war in der Schule schon keine Sportskanone, noch bin ich es jetzt. Überhaupt haben Schule und ich auch nicht sonderlich gut zusammen gepasst. Was mache ich derzeit an Sport? Mit den Hunden laufen… das war es. Jetzt beim warmen Wetter sind das auch noch nicht mal ausgedehnte Spaziergänge. Reiten war klasse, habe ich geliebt, liebe ich immer noch. Kostet nur einiges an Geld. Daran scheitert es jetzt nicht. Die eine Reitstunde pro Woche könnte ich mir leisten. Nur da wo wir geritten sind, war es uns zu viel Geld für nicht so gutes Pferdematerial. Woanders hingehen ist gar nicht so einfach. Außerdem fehlt es auch ein wenig an der Zeit. Wir machen momentan 3 x die Woche Hundeschule. Weil es uns Spaß macht, wir lernen und die Zwerge lernen und es denen gut tut. Kann auch mal sein, dass es nur 2 x in der Woche ist. Wing Tsun hat mir viel Spaß gemacht. Aber da hätte auch manches anders laufen können. Außerdem eine Fahrt knapp 30 km? Auf der Hinfahrt meistens im Berufsverkehr? Das nervte ebenso. Aber er war halt der Beste und deswegen zu ihm. Joggen? Hmpf. Durchaus schon ausprobiert, da kommt aber mein Schweinehund zum Vorschein, der bodenlos faul ist. Von daher brauch ich auch gar nicht mit Fitnessstudio anzufangen ;) Durchaus etwa machen sollte ich schon. Knieschmerzen, Nackenschmerzen… ja und vom Gewicht reden wir zur Zeit nicht. Wobei ich wenigstens da mir selbst einen Arschtritt verpasst habe und achte und Kalorien zähle. Vielleicht würde es schneller und besser gehen, wenn ich Sport machen würde ;) So zieht es sich.
    Schwimmen finde ich toll, wenn nur hinterher nicht das Umziehen wäre und man so klamm noch ist. Außerdem bin ich froh, wenn meine Neurodermitis sich etwas ruhiger verhält. Salzwasser gibt es hier leider nicht. Ab Ende Oktober kann ich aber nicht mehr jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren. Von daher kommt ein klitzekleines bißchen Bewegung hinzu ;)

    • Ja, wir sind uns wirklich in sehr vielem ähnlich. Wird Zeit, dass Du in den Norden ziehst!

      Mit den Hunden könntet Ihr von deren körperlichen Entwicklung er auch schon lange Wege gehen, oder? Macht vermutlich nur keinen Spaß, wenn die beiden Racker immer durcheinander flippen …

      30 km fahre ich auch ganz gewiss nicht zum Sport. Bei 10 wäre absolut Schluss und eigentlich soll es in meinem Stadtteil sein. Der ist so groß wie eine Kleinstadt, da muss es doch was geben!

      Kommt im Oktober Dein Büroumzug? Fährst Du dann deshalb wieder öffentlich?

    • Richtig. Im Oktober ist es dann soweit. Da kaum Parkplätze zur Verfügung stehen und es auch weiter ist mit dem Auto und Hauptverkehrsstraßen, da nervt es dann.
      Wir können schon gut gehen und schränken da nichts mehr ein. Wer so rumflippen kann wie Cooper, der kann auch laufen ;)

  6. Liebe Ines, da sprichst du bei mir einen wunden Punkt an und das schlechte Gewissen meldet sich gleich zu Wort. Obwohl ich nicht so schlimme Erinnerungen an den Turnunterricht in der Schule habe wie du, hat mich diese sportliche Betätigung nie wirklich reizen können und das ist auch bis heute so geblieben. Ja, mal ein kleiner Spaziergang oder eine kleine Wanderung, eine gemütliche Radfahrt entlang der Donau sind natürlich schön, aber das ist nichts, was bei mir regelmäßig gemacht wird. Ich habe mich zwar ein halbes Jahr mit dem Laufen gequält, aber es hat nie zu Begeisterung oder gar zu einem Flow geführt und ich konnte von einem Tag auf den anderen damit aufhören, ohne dass mir etwas gefehlt hätte. Einzig das Schwimmen genieße ich vor allem in der warmen Jahreszeit. Ich finde es ja toll, wie viele verschiedenen Arten du schon getestet und ausprobiert hast. Bei mir bleibt es meistens beim „Eigentlich sollte ich etwas Sport machen“, „Eigentlich wäre Bewegung für den Körper wichtig“ – daher habe ich auch keine wirkliche Empfehlung für dich. Aber ich denke, bei dir ist etwas tägliche Bewegung schon durch deinen Hund gegeben und das ist ja schon mal toll.
    Genieße ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

    • Dann war Laufen bestimmt auch nicht das Richtige für Dich. Bevor ich den Hund hatte, wurde ich über Jahre langsam immer dicker und dicker wegen zu wenig Bewegung im Alltag, obwohl ich auch damals zweimal pro Woche Sport gemacht habe. Mit dem Hund verschwanden die Kilos dann recht schnell. Du weißt aber auch nicht, was ich alles esse … ich esse zweimal am Tag große Portionen warm plus Nutellafrühstück. Da kommen dann auch Kalorien zusammen, die verbrannt werden wollen.

      Wenn Dir nicht fehlt, ist doch alles gut so! Wenn Dir doch etwas fehlt, wünsche ich Dir den passenden Sport!

      Ich wünsche Dir ein ebenso schönes Wochenende! Ich werde mutig sein und stelle mich auf ein SUP auf der Alster. So der Plan …

    • Wie machst Du das ohne Sport, so schlank zu sein? Gesunde Ernährung oder bewusst nicht zu viel essen?

  7. Hm. Wenn es dir nach dem Sport wirklich so mies geht, dann würde ich vermutlich mal zum Arzt dackeln und mich komplett durchchecken lassen. DAS kann ja nicht normal sein, oder? Selbst in Zeiten, als ich absolut gar keinen Sport gemacht habe, ging es mir nicht so, wenn ich mich aus Versehen mal bewegt habe ;-)
    Ansonsten: Heute früh nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück war ich eine halbe Stunde auf dem Laufband und eine halbe Stunde schwimmen. Nach dem Frühstück bin ich zwei Stunden lang am Strand unterwegs gewesen und gleich kommt noch eine einstündige Radtour… sorry, klingt in deinen Ohren vermutlich absolut durchgedreht, aber ist so. Und ich habe Spaß dran. Riesigen Spaß.
    Das war viele Jahre lang anders. Da hab ich mich tatsächlich nur bewegt, wenn es nicht anders ging. Nach dem Job sank ich auf dem Sofa zusammen und nahm Jahr für Jahr ein paar Kilo zu. Lustig war das nicht. Seit ungefähr zehn Jahren ist das anders. Nachdem ich damals nach rund einem Kilometer moderatem Gehen echt fertig mit der Welt war, war ich selbst geschockt und habe ich beschlossen, das zu ändern. Meine ersten Laufversuche waren sowas von peinlich. Eine Minuten Laufen, eine Minute Gehen. Und nach zwei Minuten brauchte ich ein Sauerstoffzelt. Drei Kilometer Radfahren? ich war kurz vor tot. Inzwischen: Siehe oben. Ich mache, was sich gerade anbietet und buche kein Hotel mehr ohne Fitnessraum…
    Am liebsten gehe ich oder laufe. Dann kommt schwimmen und radfahren. Geht alles ganzjährig. Und inzwischen bin ich absolut unglücklich, wenn ich einen Tag lang nix mache. Ob ich nach dem Job allerdings noch losziehen würde, weiß ich nicht. Deshalb beginnt jeder Tag bei mir mit Sport.
    Liebe Grüße
    Fran

    • Ich bin gesund im normalen Rahmen. Mein Körper reagiert einfach in dieser Form auf körperliche Überlastung. Das war vor 30 Jahren mit Untergewicht nicht anders als heute mit Normalgewicht.

      Durchgedreht? Ja, klingt für mich ein bisschen wie Hamster auf Speed im Laufrad. Aber wenn es Freude macht? Dann gönne ich es Dir von Herzen!

      Das ich den Sport ganzjährig machen kann, ist mir auch wichtig. Ich war schon nicht aus Zucker, bevor der Hund in den Haushalt kam, und gehe auch bei Mistwetter walken. Überhaupt mache ich alles an Bewegung lieber draußen an der frischen Luft als drinnen. Und auch lieber morgens als abends. Wenn ich das Wort Fitnessraum schon höre, sträuben sich mir die Nackenhaare. Dafür fehlt mir wohl ein Gen. Mein Vater war Leistungsschwimmer. Das Sportgen hat er wohl in der Urne mit in die Ostsee genommen.

    • Hamster auf Speed – das höre ich öfter mal von Menschen, die Sport nicht so mögen. Macht nix. Ich genieße es, im Urlaub viel Zeit zu haben, um mich richtig auszutoben :-)
      Liebe Grüße
      Fran

  8. Da sprichst Du ein für mich sehr sensibles Thema an, liebe Ines. Vor Sport habe ich mich in der Schule meistens gefürchtet. Ganz besonders schlimm war der Schwimmunterricht, da hatte ich ein traumatisches Erlebnis durch die Lehrerin. Ich konnte erst unbeschwert schwimmen als ich erwachsen war. Ich bin eine absolute Lusche im Sport. In der Zwischenzeit macht mir das weniger aus. Ich radle ganz gerne am Elberadweg entlang, jogge, mache Nordic Walking und nehme am Faszien-Training teil. Ich habe das große Glück, das unser Arbeitgeber verschiedene Sportmöglichkeiten anbietet. Natürlich zahlen wir die Kosten dafür selber und machen das in der Mittagspause oder nach Feierabend. Aber es geht gleich von Arbeit los. Da zählen kaum Ausreden. Außerdem ist der Lauftrainer ganz prima. Egal ob langsam oder schnell. Er geht auf jede/n Teilnehmer/in ein und gibt Tipps. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich seit sieben Jahre das Lauftraining absolviere, auch wenn die anderen Läufer gut 500 Meter vor mir laufen aufgrund ihrer Schnelligkeit. Er ist mal vorne bei den guten Läufern und mal am Ende bei mir. Für mich zählen da die kleinen Erfolge – überhaupt das Lauftraining durchzuhalten. Eine Sportart empfehlen, fällt mir schwer. In Hamburg habe ich an einigen Laufrunden Geräte stehen gesehen für das Krafttraining. Wäre das etwas für Dich oder vielleicht ein kleines Trampolin im Garten? Oder Tai Chi? Faszien-Training ist total schmerzhaft, soll aber die Beweglichkeit verbessern. LG Caro

    • Wie schön, dass das Angebot Deines Arbeitgebers so gut zu Dir passt. Fahrrad fahre ich nicht mehr, seit ich hier wohne. Berg rauffahren, Fahrrad die Treppen hochtragen, Fahrrad Treppen runter in den Keller tragen … oder: Rad klauen lassen …

      Irgendein Krafttraining brauche ich und das Problem ist wohl, dass mir gerade das im Herzen keine Freude macht …

      Mit diesem ganzen Asia Kram Thai Chi Qi Gong weiß nicht was noch, fange ich auch nichts an.

      Am Ende wird es wohl auf ein Heimvideo rauslaufen und mein Wohnzimmer.

  9. :-) Liebe Ines,
    ich bin von je her unsportlich und werde es wohl auch immer bleiben.
    Im Sommer schwimme ich gern im Meer oder in einem “sauberen” See.
    Ich gehe auch viele Strecken zu Fuß, um meinen Körper in Bewegung zu halten. Aber das war’s. Nicht jeder Mensch ist eine Sportskanone. Ich bin deswegen auch nicht traurig ;-)
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

    • Noch eine Gemeinsamkeit :) .

      Bei so vielen Sachen bin ich gelassen, wenn ich sie nicht kann. Aber beim Thema Sportskanone bekomme ich das Kopf nicht hingerückt. Ich werde keine mehr und werde wohl immer traurig deswegen bleiben.

  10. Ich kann dich keinen Rat geben, weil Sport für mich eher eine Verpflichtung als eine Befriedigung ist. Ich mache nur 30Min-Zirkeltraining 2-3 x Woche, aber mehr kann ich momentan nicht.
    Liebe Grüße,
    Claudia

  11. Schulsport habe ich in unangenehmer Erinnerung. Ich war Mittelmaß und habe es gehaßt, mich in der miefigen Halle zu bewegen. Draußen war auch ätzend, da ich in Leichtathletik so gut war, dass es bei den BJS nicht für eine Siegerurkunde reichte. Heute kaufe ich besser. Wahrscheinlich, weil ich es freiwillig mache. Trotzdem werde ich nie zur Topliga gehören. Muss ich aber auch nicht :)
    Intensiven Sport mache ich erst seit der letzten Schwangerschaft. Ein Gestationsdiabetes war mein Warnschuss. Mal mache ich gerne Sport, mal muss ich mich zwingen. Aber er tut mir immer gut. Dort kann ich mein Adrenalin abbauen und den Kopf frei bekommen. Üblicherweise gehe ich an den gleichen Tagen ins Studio. Die Regelmäßigkeit hilft sehr, konsequent durchzuhalten.
    Seine Sportart zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich mag Ausdauersport, deren auch Spinning. Aber nicht mit übermotivierten, laut schreibenden Trainern. Ich mag es dabei ruhiger, mit Trainern, die motivieren aber auf die Person eingehen. Jeder, wie er kann und mag. Inzwischen fahre ich oft ohne Trainer zu meinen Zeiten. Sämtliche Hüpfkurse finde ich zum Abgewöhnen. Ist nicht mein Ding.
    Ich bin gespannt, ob du noch etwas für dich findest. Walken und Wandern mag ich übrigens auch sehr gerne. Also warum einfach nicht dabei bleiben und vielleicht noch ein bisschen Kräftigungsgymnastik dazu (Rehasport oder ähnliches).
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Regelmäßigkeit brauche beim Sport auch. Vielleicht ist es wirklich am besten, wenn ich bei den Draußensportarten bleibe. Es soll hier in der Gegend ein Angebot geben, dass „Sport mit Hund“ heißt. Dabei müssen sowohl die Hunde im Wald Übungen machen (balancieren auf Baumstämmen ect.) als auch die Menschen. Wenn da für die Menschen kräftigende Anteile dabei sind, könnte das was für mich sein. Da warte ich gerade auf den Kontakt zu der Trainerin.

  12. Liebe Ines, mit Interesse habe ich Deinen Beitrag gelesen und es sind mir auf den Schlag viel zu viele Dinge eingefallen, die ich dazu sagen möchte, als dass es einen Kommentar hier bei Dir nicht sprengen würde.
    Ich hoffe Du hast Zeit, auf den geplanten Beitrag bei mir auf dem Blog zu warten.
    BG Sunny

    • Da ich mir noch diesen Monat Zeit gebe, mich weiterhin für oder gegen das Schlingentraining zu entscheiden, bin ich gespannt auf einen Beitrag von Dir. Wobei ich ja weiß, wie glücklich Du mit Deinem Programm bist, was mich für Dich freut.

    • Mein Programm ist auch nur ein Kompromiss. Warum willst Du Sport machen, glaubst Du Sport machen zu müssen? Es geht nicht um Beweglichkeit und vermutlich nicht um Koordination. Soll es ein Herz Kreislauf Training sein? Sport bebeutet nicht zwangsläufig sich verausgaben zu müssen, wenn man das nicht will. Das Schlimgentraining kannst Du ja im Aige behalten, wenns Dir gefällt. Tut es dss? BG Sunny

    • Es geht mir um den Muskelaufbau und -erhalt und ein verbessertes Gleichgewicht. Für Herz-Kreislauf reichen mir die Hundespaziergänge und das Nordic Walking aus.

      Ich gehe erstmal weiter zum Schlingentraining und schaue, dass ich die Übungen weniger intensiv mache, damit es mich nicht so überanstrengt. Gefallen? Ja, sonst hätte ich mich nach vier Probeterminen nicht dafür entschieden im letzten Herbst. 100 % überzeugt sein? Nein.

  13. Sport muß Spaß machen. Joggen z.B. macht mir keinen Spaß, wennb auch null Probleme, daher bleibt auch der Kick aus. Tanzen konnte ich immer stundenlang an einem Stück, da kann ich schweben – Endorphine pur … aber jetzt keinen langsamen Walzer – richtig Action!
    Aerobic nach J. Fonda hat vieles kaputt gemacht, bei mir auch für gelockerte Gelenke gesorgt. Es wurde falsch gelehrt!
    Aber Jazzdance fand ich wunderbar, aber es hatte dennoch seine Zeit Schulsport dagegen mochte ich nie, gleich welcher Art. Ballett liebte ich ebenfalls, da wäre ich heute auch noch dabei, wenn meine Zeit endlos wäre, aber man muß inzwischen Prioritäten setzen. Fitness-Studio liebe ich nicht gerade, besuche ich aber immer mal wieder wegen der Muskulatur/Rücken, die ich in anderer Form so nicht aufbauen kann.
    Rad fahre ich auch gern, allerdings nicht in meiner jetzigen Wohnumgebung – zu viele stark befahrene Autostraßen … zu laut …
    Nordic Walking mögen meine Handgelenke nicht, also die Stöcker halten … ich laufe lieber “solo” im schnellen Wanderschritt, der ohnehin der gesündeste ist. Die Arme bewege ich dabei dennoch, dann klappt da auch mit der Durchblutung wie beim N.W.
    Bälle waren auch nie was für mich und beim Tennis haben meine Handgelenke schon in der Jugend leider nicht mitgespielt ;-) sonst wäre aus mir eine zweite Steffi Graf geworden, was den Ehrgeiz betrifft. ;-)

    Ich glaube, das mit dem Schweinehund ist eine Ausrede. Manche sind zu bequem, andere nicht gesund, klar, dass man in letztem Falle besondere Mühe hat, anstrengende Termine einzuhalten. Das kenne ich auch noch aus gewissen Zeiten.

    Womit ich nun zum Ausgangspunkt zurückkomme, wenn man sich nach Sport schlecht fühlt, ist irgendwas schief gelaufen, denn das sollte nicht sein. Ich würde mich an Deiner Stelle mal von einem Sportmediziner oder -wissenschaftler beraten lassen! Das muß nichts mit Denkfehlern und negativer Vorbelastung zu tun haben! Die richtige Sportart wählen und sie richtig ausüben, dann fühlt man sich auch nicht schlecht oder – wenn man nicht gesund genug ist, es NOCH langsamer angehen lassen …

    Liebe Grüße
    Sara

    • Danke für Deine ausführlichen Kommentare. Du hast völlig Recht: langsamer angehen lassen lautet meine Devise. Diese Woche habe ich viel weniger intensiv mitgemacht und eine Übung ganz ausgelassen und es geht mir schon viel besser damit.

  14. Und wo ich gerade noch in die Kommentare hineingelesen habe …

    Draußen-Sport finde ich auch am schönsten. Es gibt schon Fitness-Studios, die einen Teil der Geräte ins Freie verlagert haben oder mit geöffnetem Dach. Aber dennoch kein Vergleich zum Klima im Wald o.ä. Und Regelmäßigkeit ist auch sehr wichtig, um sich gut zu fühlen, am besten feste Zeiten in seine Woche einplanen.

    Ansonsten kann man doch auch zuhause Hantelübungen ausführen. Das ist kein großer zeitlicher Aufwand. Aber ich kenne das auch, bevor ich zuhause zur Hantel greife, mache ich alles andere, weil ich zu viel sehe, was liegen geblieben ist … dazu der Garten … ergo muß ich immer irgendwo hin zum Sport. ;-) Selbst wenn es nur eine Viertelstunde oder 20 Min. pro Tag dahei bräuchte … vielleicht würde es mit Personaltrainer besser funktionieren. So teuer sind die gar nicht immer.

    Einen Crosstrainer schaffe ich mir gar nicht erst an, der würde die meiste Zeit zuhause doch nur ungenutzt herumstehen. Irgendwo hin müssen, bewegt die meisten Leute mehr, als ihre Heimgeräte und zusätzlich hat man den Ärger das teure platzraubende Ding. ;-)

    Ich gehe übrigens lieber abends, wenn das Fitness-Studio leer ist. Tagsüber sind die Geräte ja sehr belegt. Außerdem kann ich danach gut schlafen. Für Frühsport bin ich nicht der Typ, da bewundere ich Leute wie Fran, ich bin morgens erstmal “tot” *lach* und es dauert, bis ich in die Gänge komme. Wobei es auch schon andere Zeiten gab. Je nach Lebensalter und sonstigen Belastungen, denke ich mal, ändert sich das. Ich bin aber auch kein Sport-Aholic, denn das halte ich für genauso ungesund! Allerdings gibt es heute ja den Trend, sich etwas anzufuttern, anstatt sich im Sport oder sagen wir bei Bewegung auszutoben, wobei Letzteres gesünder und folgerichtiger wäre! Hat aus meiner Sicht mit latenten oder verdrängten Ängsten zu tun …

    Laut rufende Animateure, wie Claudia hier schreibt, kenne ich aus meinem Fitness-Studio nicht. Vielleicht in den Kursen, aber wenn man an Geräten selbständig trainiert, geht es ganz ruhig zu und selbstbestimmt. Da redet mir kein Trainer rein, es sei denn, ich spreche ihn selbst an, weil ich Fragen habe. Das kommt aber sehr selten vor.

    Trampolin ist übrigens genial! Insbesondere die in den Erdboden eingelassenen Geräte bringen es! Sind allerdings nicht billig! Die stehen bei uns hier überall auf Spielplätzen. Benutze ich immer, wenn ich da mal vorbeikomme mit Begeisterung!

    Last but not least – meine Großmutter und auch meine Mutter machten keinen Sport, wobei meine Mutter in der Jugend äußerst sportlich war. Sie konnte sogar Kopfstand, als ich schon auf der Welt war, Handstand, Radschlagen, Steppen und eine Brücke aus dem Stand! Aber die viele damals noch manuelle Hausarbeit hat ihr wohl die Lust genommen … trotzdem waren diese Menschen trainiert und muskulös, denn die Hausarbeit wurde nicht mit Maschinen sondern mit Muskelkraft erledigt. Das mache ich teilweise auch. Wir haben z.B. eine Wand-Handkaffeemühle (wobei wir keine Kaffeetrinker sind, also diese selten einmal betätigen), ich schlage Sahne per Hand und besitze keine Küchenmaschine, knete Teige etc. selber. Damit hat man schon einiges getan. Nur Wäsche will ich natürlich nicht mit der Hand waschen müssen. Aber genau das ist unser Problem. Wir machen sinnentleerten Sport, während sinnvolle Tätigkeiten auch und gerade zum Muskelaufbau beitragen! Und da gäbe es viele – einfach die vielen Maschinen abschaffen … ;-)

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

  15. Oh oh – das ist krass! Dass das Thema Sport bei Dir SO negativ besetzt ist, ahnte ich nicht. Nicht, mal, dass es überhaupt so sein könnte, wie es bei Dir der Fall ist. Da sind ja allerhand fürchterliche Erlebnisse im Laufe Deines Lebens zusammengekommen, eijeijei … :(

    Ich habe als Kind und Jugendliche (zwangsläufig – meine Eltern wollten das) viel Sport gemacht – manches länger, manches kürzer, manches schlecht, das meiste immerhin eher so mittelgut. Habe viele Sportarten angefangen und wieder aufgegeben, bin auch häufig nicht in Mannschaften gewählt und beim Völkerball schnell abgeworfen worden (was für eine Scheiß-frustrierende Sportart!) und war vor allem bei Langstreckenlauf in der Schule zusammen mit meinen übergewichtigsten Klassenkameraden (meine eigene Figur war nicht dick, aber auch nicht dünn) IMMER Letzte! – Ich HASSE Langstreckenlauf – alles über 100 Meter kann ich einfach nicht. – Kondition? Was soll das sein? :-/

    Beim Schwimmen in der 4. Klasse stieß mich die Lehrerin mit ihrem langen Stock immer vom Rand weg, wenn ich mich dort anklammern wollte, weil ich meinte, nicht mehr zu können. Da ich daraufhin verzweifelt und der Meinung war, nun möglicherweise ertrinken zu müssen, was DAS durchaus traumatisierend! Ansonsten eigentlich nichts, soweit ich mich erinnere. Dass es bei Dir sooooo viel war, tut mir noch nachträglich total leid für das Ines-Kind – so was ist echt scheiße! :°(

    Schade, dass sich auch das “Yes – ich habe mich bewegt, bin stolz darauf und mein Körper fühlt sich nun zwar leicht schmerzhaft, aber weil ich mit mir zufrieden bin, doch angenehm erschöpft an”-Gefühl bei Dir auch nicht einstellen will.

    Da Du offenbar so ganz anders empfindest, fallen mir jetzt leider auch keine Tipps für Dich ein. Ich wünsche mir jedoch für Dich, dass sich da noch etwas finden wird!

    Ich selbst bin inzwischen sehr froh mit meiner Fitness-Studio-Mitgliedschaft, die ich aber EIGENTLICH auch nie wollte! Ich mag nach wie vor die (zu vielen) Menschen dort nicht so um mich haben und den Geruch, den diese ausströmen, schon mal gar nicht, nehme das aber in Kauf, weil ich mich ja bewegen WILL und sich Nase und Empfindungen mit der Zeit tatsächlich einigermaßen an die Situation gewöhnen. – Ansonsten sind Zumba und Sh’Bam im Angebot und ich KANN auch Krafttraining an Geräten machen, wenn ich es denn möchte. Meistens möchte ich nicht (Schweinehund halt …), aber das ist ja mein persönliches Problem. Der Zweck heiligt die Mittel. Es geht mir einfach insgesamt besser, wenn ich hingehe und was tue, und das ist mir am Ende wichtiger als all meine Aversionen und “Macken”. :-P
    Was nicht heißt, dass ich dort nicht vielleicht wieder abhaue, wenn sich etwas Angenehmeres für mich findet …

    Ach so, wie es mir dabei geht:
    Vorher habe ich sehr oft keine Lust (dann wird es meist am besten!!), gehe aber aus Vernunftsgründen meist trotzdem (2x pro Woche möchte ich eigentlich schaffen).

    Währenddessen bleibe ich dabei, weil die anderen es ja auch tun (gehe maximal auf’s Klo, wenn mich was richtig nervt, komme dann aber zurück) – ich BRAUCHE aber unbedingt einen “Vorturner”, sonst mache ich nämlich gar nichts!
    Manchmal denke ich, ich muss und möchte zwischendrin aufhören, lasse es dann aber nur etwas langsamer angehen – irgendwann ist die Stunde ja auch mal rum …

    Danach geht’s mir – spätestens nach der Dusche – nahezu immer gut – siehe oben! Bin halt mit mir selbst zufrieden – das macht es aus und überwiegt. :)

    Kalt wird mir übrigens auch, weil der Kreislauf so runterfährt. Das ist nicht so schön, aber ganz viele Klamotten, dicke Decken, wärmende Fußsäcke o. ä. helfen dann einigermaßen.

    So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen?
    Meine Konzentration ist schon wieder im Eimer und der Kopf will auch schon wieder rumzicken (wie in letzter Zeit immer, wenn ich längere Texte am PC schreiben möchte) …

    Ganz liebe Grüße
    Gunda

    • Danke für Deine lieben Worte. Deine Schwimmlehrerin war ja auch aus der Hölle! Sowas gehört auch 40 oder 50 Jahre später noch verklagt.

      Ich freue mich für Dich, dass Du passenden Sport gefunden hast und dass er Dir unter dem Strich so gut tut!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.