Pullover – die Qual der Wahl in Form und Material

Gastbeitrag von Susanne Nagel formerly known as Rotlilie

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover im Zopfmuster - V-Ausschnitt rosa – Copyright Foto Nagel

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Die zyklische Nachfrage von Ines, welche Modefragen dringend geklärt werden müssten, hatte zur Folge, dass ich mich anbot, meine Gedanken zum Thema Pullover aufzuschreiben. Bei gefühlten 45 Grad waren die Sommerwochen keine gute Ausgangsbasis für Wolliges. Nun ist der Herbst da und ich scanne meinen Kleiderschrank und halte Ausschau nach Exemplaren, um in blumigen Worten meinen Lieblingspullover vorzustellen und stelle fest, dass ich ein echtes Problem damit habe, weil ich keinen finde, der meinen Ansprüchen gerecht wird.

Ich könnte mich den Alternativen zuwenden: Shirts oder Blusen plus Strickjacke. Das tue ich auch, aber irgendwie hat frau gelernt, dass ein Pullover zur Grundausstattung gehört. Er wärmt, man kann sich einkuscheln, er ist ein leicht handhabbares Kleidungsstück und passt zu fast allen Gelegenheiten. Dem möchte ich auch gern folgen. Um Euch ein Stilbild von mir zu vermitteln, hat Ines mich gebeten, die Tabelle auszufüllen, die Ihr von ihrem Stilprofil kennt.

Stilprofil Susanne Nagel August 2019

Alter Best Agerin
Farbtyp Wintertyp mit gelegentlich sommerlicher Anmutung
Augenfarbe Braun
Hauttyp Hell, im Sommer dunkel, kühler leicht gelber Unterton
Haarfarbe Braun, die Farbe kommt meiner natürlichen sehr nahe
Gesichtsform Oval
Figurtyp X
Körperlänge 1,68 m
Oberkörper Kurz
Beine Lang
Taille Vorhanden
Oberweite 85 D /80 E je nach Marke
Oberteile 40
Hosen 40, wenn sie groß ausfallen 38, 30 Inch, 32er Länge
Schuhe 40, bevorzugt mittelhohe Blockabätze
Kleidungsstil High Class Leger Chic mit Twist – irgendwas muss immer bisschen schräg sein!
Muster Uni bevorzugt, wenn Muster dann graphisch
Kontraste Gerne hell-dunkel, kühl, Blau, Grün, Beerentöne
Accessoires Immer: Ohrringe – Ringe oder Perlen oder Bügel, es darf auch etwas Kitsch und großflächig sein, neuerdings immer Uhr, manchmal Armbänder
Brille Arbeitsplatzbrille – muss gerade erneuert werden, ich nehme, was da kommt, eher mit Rand, dunkel bzw. kräftige Farben
Fokus Oberkörper strecken, Dekolleté betonen
Kaschieren Kurze Taille, hoher Rippenbogen
Betonen Beine, Fesseln

Warum mir ein Pullover so viel Kopfzerbrechen bereitet

  • Strickwaren sind in der Regel aus leicht flauschigem Material, das den Körper oft fülliger erscheinen lässt.
  • Ich habe einen größeren Busen. Dafür sind runde Ausschnitte ungeeignet, zu flächig, der Oberkörper wird zu stark betont.
  • Weite Schnitte ebenso, alles, was durch den Busen vom Körper absteht, macht mich dicker, als ich eigentlich bin. Kaschieren funktioniert so nicht.
  • Spitze und tief zulaufende Ausschnitte passen gut, aber im Umfang darf das Teil auch nicht zu weit sein, gleiches Problem wie oben.
  • Meine kurze Taille in Kombination mit einem hohen Rippenbogen sind leider zwei Ausschlusskriterien für eng anliegende Pullover, die zwar meiner X-Silhouette schmeicheln würden, aber aufgrund des leicht vorstehenden Oberbauches nicht gut funktionieren.
  • Rückenteil länger als Vorderteil – wie seit einigen Jahren angesagt: wegen Punkt 2 und 3 nicht tragbar, die Länge wird problematisch, sobald die Hüften bedeckt sind.
  • Enge Bündchen, sowohl an den Ärmeln als auch an der Taille bzw. Hüfte, stauchen sämtliche Proportionen und sind eigentlich nur für sehr schmale Frauen geeignet.
  • Trompetenärmel – hui, das wird schwierig, überhaupt, dieses ganze Statement-Gedöns!
  • Richtig dicke Garne gehen nur selten gut, siehe unten.
  • Pullover über Blusen – finde ich persönlich sehr schön, ich bin ein Fan von Layering-Looks. Blusen bremsen aber den Fall des Pullovers und ständig muss man alles neu in Form bringen, außerdem tragen sie auch auf.
  • Oversized mit gewollt überlangen Ärmeln oder besonders weiten Schnitten macht keine gute Figur.
  • Die gerade angesagte Kombination aus langem Rock mit weiterem Pulli aus mitteldickem Garn in Knallfarbe (möglichst am Arm noch gerafft) sieht bei mir – mit Verlaub – geschossen aus. Never!
  • Helle Farben, großflächige Muster, Statements, Glitzer, Glamour und Effektgarne funktionieren bei mir maximal im Ton-in-Ton Effekt.

Alternativen zu Pullovern

Als ich der Frage nachging, wurde mir auch klar, warum ich so gern Kleider trage und immer wieder kaufe. Mit dem richtigen Schnitt und aus schönen Stoffen passen sie mir ohne Kompromisse. Ich fühle mich in Kleidern immer gut angezogen und überhaupt nicht overdressed.

Ich bin auch ein Kleid-über-Hose-Fan, knielange Shiftkleider ersetzen mir so manchen Pullover. Und ich mag lange verschlusslose Strickjacken über Shirt, Bluse und Kleid. Einziges Manko: Viele Mäntel sind für diese Variante leider zu kurz oder die Jacken zu lang, je nach Perspektive.

Geht doch! Details zur Kompromissfindung

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover V-Ausschnitt rot – Copyright Foto Nagel

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Ich trage Pullover, aber sie gehören definitiv nicht zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Mit einigen Kompromissen komme ich über die Runden, durchaus auch als Varianten der oben genannten Ausschlusskriterien, denn Ausnahmen bestätigen wie überall meine Regeln:

  • Eher dunkle oder gedeckte Farben
  • Keine Muster außer bei den selbstgestrickten Modellen, wo das Muster quasi als Träger gilt, ansonsten höchstens Ringel oder farbige Bündchen als Abschlüsse
  • Dicke Wollpullover funktionieren nur mit schmalen Hosen und unter Weglassung aller anderen optischen Hingucker, wie Schmuck, Schals oder aufwendiger Schuhgestaltung. Der Fokus muss primär auf dem Pullover liegen.
  • Kastige Schnitte dürfen maximal auf der Hüfte aufliegen und nicht zu weit ausfallen.
  • Schmaler langer Schnitt ist etwas körperfern optimal, ohne aber eine A-Linie zu betonen, geeignet hierfür sind auch Schlitze an den Seiten.
  • Spitze Ausschnitte, die dem Dekolleté schmeicheln, trage ich manchmal über einem Top im Material- oder Farbkontrast.
  • Obwohl ich immer dachte, dass mir Rollkragenpullover ganz gut stehen, haben mir die Fotos das Gegenteil bewiesen und ich werde zukünftig auf diese Modelle verzichten.
  • Gegen klassische V-Ausschnittpullover aus Merino oder Kaschmir kann selbst ich Pullovermuffel nichts einwenden.
  • Über diverse Materialen könnte ich einen halben Meter Text schreiben, nur so viel hier: Ich wähle möglichst pure Naturfasern oder mit geringen Anteilen an Kunstfasern oder Elasthan, sie geben z. B. Baumwollpullovern mehr Halt. Mehr davon bringt mich zum Schwitzen bzw. fühlt sich auf der Haut nicht gut an. Als Kind war ich sehr wollempfindlich. Glücklicherweise hat sich das gelegt, die Garne sind heutzutage wesentlich besser veredelt.
  • Jede moderne Waschmaschine hat ein Wollprogramm, mit dem man selbst empfindliches Kaschmir waschen kann. Ich würde sie in den meisten Fällen der Handwäsche vorziehen.
Susanne Nagel – Outfit mit Rollkragenpullover – Copyright Foto Nagel

So nicht, Passform und Stil fallen bei mir durch!
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Hier seht ihr Beispiele aus meiner Kollektion, nicht hochaktuell, der letzte Pulloverkauf liegt eine Weile zurück. Ich stricke selbst, allerdings nur mit Wolle ab Nadelstärke 5,5 – beim Fachpersonal Worsted bis Bulky genannt. Das ist mindestens mitteldicke Wolle. Feinstrickpullis kaufe ich, da muss ich keiner professionellen Maschine nacheifern. Ich habe mich in diesem Jahr von diversen Modellen inspirieren lassen. Hier meine Lieblingsstücke, die mir flott von der Hand gingen:

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

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Die Materialien sind durchweg aus Naturfasern wie Merinowolle, Alpaka, Baumwollmischung und Kid Mohair.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

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Mein Wärmehaushalt hat sich mit den Jahren geändert und ich kann somit an kühlen Tagen Wolle am Körper ertragen, obwohl die Arme nicht bedeckt sind. Shirts oder eine Bluse darunter machen sie herbst- und wintertauglich.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

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Den Text hab ich ein paar Wochen abhängen lassen, immer mal wieder gelesen und festgestellt, dass ich das Thema jetzt gerade nicht mehr ganz so kritisch sehe. Ich bin in der aktuellen Saison noch nicht auf dem Laufenden, entdecke aber den Pullover als ein Statement-Teil in diesem Herbst in fast allen Schaufenstern und bin ziemlich sicher, dass sich da auch für mich einer finden wird.

Farblich wird es schwierig. Die angesagten Gelb-Grün-Ocker-Braun-Töne stehen mir überhaupt nicht, Schwarz habe ich seit einiger Zeit abgewählt und mit Dunkelblau bin ich ziemlich gut versorgt. Ein schönes Kaschmirstück hätte ich gern. Finde ich nix, kommt halt wieder was auf die Nadeln!

Liebe Leserinnen, wie geht es Euch mit Pullovern? Nach welchen Kriterien kauft Ihr Pullover und was ist Euch das Wichtigste dabei? Welche Kompromisse macht Ihr?

Herzlichen Dank Ines, dass ich mein Gejammer hier so ausführlich ausbreiten durfte!

25 Gedanken zu „Pullover – die Qual der Wahl in Form und Material

  1. Ich danke DIR für den Gastbeitrag und freue mich, dass Du Lust hattest, das Thema ausführlich und persönlich darzustellen! In Deinen Beweggründen und optischen Aspekten von Pullovern stimme ich Dir völlig zu. Mit einer Ausnahme in der Praxis: Ich trage weiterhin Rollkragenpullover, auch wenn sie bei mir wie bei Dir optisch nicht ideal sind. Nichts wärmt mich so angenehm und gleichzeitig unkompliziert wie ein Rolli, da kommt kein Tuch gegen an, das kommt höchstens noch darüber! Allerdings trage ich sie nur privat und im Homeoffice, denn auf Fotos sehe ich immer wieder wie Du bei dem im Beitrag, dass sie eben optisch nicht so glücklich am Oberkörper mit dem großen Busen sind.

    Du schreibst so schön pragmatisch: „Gegen klassische V-Ausschnittpullover aus Merino oder Kaschmir kann selbst ich Pullovermuffel nichts einwenden.“ Eben weil ich das auch so sehe, gibt es außer Rollkragenpullovern in meinem Schrank fast nur diese Pullover neben Ponchos. Wobei es in den letzten Jahren kaum schöne V-Ausschnitte zu finden gibt, weshalb ich mich mit runden Ausschnitten wieder angefreundet habe. Ende Rundhalsausschnitte sind bei einem großen Busen meistens genauso unvorteilhaft wie Rollkragenpullover. Da ich dazu meistens ein Tuch trage, sieht man den Ausschnitt aber nicht und dann ist die Form eh egal.

    Mal davon abgesehen dass ich kein Mohair mehr auf der Haut ertrage, das kitzelt mich zu Tode, mache ich beim Material genauso wenige Kompromisse wie Du. Der Schal aus der weichen Wolle, den Du mir vor zwei Jahren gestrickt und geschenkt hast, ist schön wie am ersten Tag, dabei trage ich ihn im Herbst und Winter zu ganz vielen Hunderunden, weil er dafür genauso perfekt ist, wie Du ihn erdacht hast. Da hat sich die Mühe mit dem Stricken doch gleich noch viel mehr gelohnt, wenn das Ergebnis lange Freude macht, als wenn das Material nicht haltbar oder nicht schön wäre.

     Fazit: Wem klassische Pullover zu langweilig sind, pfeift entweder auf die Silhouette oder kann mit allen anderen Kleidungsstücken und Accessoires eine anderen Stilpunkt setzen!

    • Liebe Ines,
      ich werde sogar den hier abgebildeten Rolli nicht aus dem Schrank verbannen! Für die Freizeit ist er gut genug und mit Blazer oder Jeansjacke drüber auch fürs Büro geeignet.
      Das Thema Poncho ist noch mal eine andere Nummer, ich gefalle mir damit uüberhaupt nicht, erinnere mich aber daran, dass sie dir gut stehen.
      Selbst wir kritischen fashionistas erheben keine Ansprüche auf eine Modepolizei – erlaubt ist, was gefällt und da sind die Grenzen ja zum Glück fließend.
      Es hat jedenfalls Spaß gemacht, über das Thema zu fachsimpeln.
      Herzliche Grüße Susanne

  2. Guten Morgen,

    Pullover sind für mich auch ein schwieriges Thema und wenn ich einen passenden finde schlage ich zu. Dieses Jahr finde ich es mit der Farbe schwierig, da ich ein Wintertyp bin. Bei den Materialien achte ich auch auf Naturfasern und ich freue mich über die pullover in meinem Bestand.

    Ich bin froh das es mir nicht alleine so geht und der Beitrag ist sehr interessant und informativ.

    Ein schönes Wochenende

    Beate

    • Hallo Beate, dann kannst du mich ja gut verstehen!
      Die Farben sind auch nicht meine in dieser Saison, aber es gibt immer noch genug NIschenmarken, die den Hype der Herbstfarben nicht machen, da sollte sich was finden für uns Wintertypen.

      Fröhliches Suchen und FInden wünsche ich!

      Grüsse Susanne

  3. Interessiert las ich Deinen Beitrag, liebe Susanne! Nachdem ich aber der ‘hitzige Typ’ bin, sprich: bis es mich einmal friert, sind schon sämtliche Leute um mich herum schockgefrostet, spielt das Thema ‘Pullover’ bei mir keine Rolle. Ich ziehe Blusen und ein passendes Top darunter, bzw. dünne lange Shirts mit Westen darüber mit passenden Tücher/Schals von da-sempre an und bin da auch sehr gut ausgestattet. Falllllllls es doch einmal sibirische Kälte haben sollte und ich bin unterwegs, dann habe ich genug Jacken, die ich dann unter meinen ‘Outdoor-Jacken’ anziehen und – wieder in einem Raum – mich wieder entblättern kann (also Zwiebellook!). Doch ja, e i n e n Pullover habe ich, vor ca. 25 Jahren gekauft *gg*, ein wunderschönes kräftiges Rot! In Phasen, wo er mir allerdings immer wieder einmal passt, fehlt mir dann die Gelegenheit! (Aber ich weiß immerhin, wo er liegt! *fg*)
    Noch ein schönes WE!

    • Hallo Ute,
      ich kenne eine Menge hitzige Frauen :) Du bist nicht allein damit, siehe unten, Tina gehört auch zum selben Club!
      Das spart natülich eine Menge Überlegungen zum Thema.
      Erfreu dich an schönen Shirts und Jacken, die dir weiterhelfen, zum Glück gibt es ja heutzutage mehr als nur Wolle und Co. zum Überwerfen!

      Viele Grüsse Susanne

    • Hallo Shadowlight,
      …was ich mir bei deienr Figur kaum vorstellen kann – aber die Außenwahrnehmung kollidiert oft mit der inneren und dass der Wohlfühlmechanismus so seine eigenen Gesteze schreibt ist uns ja allen gut bekannt!
      Viel Spaß bei der Wah
      Gruß Susanne l

  4. Liebe Susanne, frag nicht wie schwierig ich es finde einen Pulli zu kaufen. Aber ein bis zwei Lieblingspullis habe ich, die kann ich aber nur tragen wenn es richtig kalt ist. Mir ist zur Zeit immer sehr warm. Hitzewellen lassen grüßen. Langarmshirts mag ich deshalb lieber.
    Liebe Grüße tina

    • Hallo TIna,
      ich schreibe, siehe oben bei Ute :)….
      Wobei ich ja finde, dass du ein toller Strickjacken-Kleidertyp bist. Es gibt ja zum Glück den Feinstrick, der nicht unbedingt aus Wollmaterial sein muss.
      Ich denke, du weisst schon sehr genau, was zu dir passt!
      Danke fürs Lesen und Kommentieren,
      herzlich, Susanne

  5. Herzlichen Dank für den sehr informativen Beitrag, liebe Susanne. Auf dem zweiten Foto siehst Du richtig klasse aus. Da hat es mit einem schönen Pullover doch geklappt. Pullover trage ich sehr gerne und das ist auch ein Kleidungsstück, bei dem die Auswahl für mich relativ leicht fällt. Hauptsache, der Pullover ist figurumspielend geschnitten und nicht zu lang. Rolli oder zarter Rundhalsausschnitt, damit komme ich gut klar. Am liebsten trage ich Kashmir-Pullis. Nur mit den Farben bin ich mir manchmal etwas unsicher. In der Zwischenzeit habe ich viele Pullover in beige, creme oder camel. Aber auch orange ist darunter. LG Caro

    • Caro, der Kommentar für dich ist verrutscht und steht hier drunter, hast du sicher bemerkt….
      LG S

  6. Liebe Caro,, dann beneide ich dich vorbehaltlos um das Glück, Spaß am Pullover zu haben. Ich lerne ja durch meinen Beitrag, dass man das Thema nun auch nicht bierernst nehmen muss. Die Kollektionen sind voller farbenfroher Teile, ich glaube, ich werde da schon ein neues Lieblingsstück finden.
    Danke, dir für das Lob, der rote Kaschmirpullover kommt oft zum Einsatz.
    Herzliche Grüße
    Susanne

  7. Hallo,
    einen Pulliovertext zu lesen an so einem schönen sonnigen Tag, puhh.
    Und das, wo ich gar kein Pulloverfan bin.
    Der rote Pulli gefällt mir am besten an dir, keine Frage. Der blaue , da hast du recht, der passt nicht zu dir, zu eng und zu rollkragig, würde ich sagen. Auch den fliederfarbenen Pulli finde ich bisschen unvorteilhaft, vielleicht wegen der Zöpfe?
    Eindeutiger Favorit, der rote in Form und Farbe.
    Pullover trage ich wirklich wenig. Weil mir meist gar nicht mehr zu kalt ist, brauche ich die auch nicht mehr, obwohl ich früher eine Riesenfrostbeule war. Pullunder mag ich.
    Was kannst du toll stricken! Am schönsten finde ich den grünlichen, ganz fein , die Farbe, Muster und Schnitt.
    Meine Pulloverstrickzeit ist lange vorbei. Irgendwie sind die mir alle zu groß geraten. Ich hatte mir mal einen mit Raglanärmeln gestrickt und einen Pullunder mit Zopfmuster. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo die hingekommen sind.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      meine Farbspektrum geht Richtung kräftige Töne, aber ich bin nicht dogmatisch und lasse auch mal Helles zu, auch wenn es nicht ganz so vorteilhaft aussieht. Manchmal gefallen mir einfach die Farbem, wie in diesem Fall und obwohl ich der musterlose Typ bin, ist das für mich auch kein Gesetz. Zudem war der Preis für 4 fädiges Kaschmir einfach zu günstig!
      Das ist ja noch mal ein ganz anderes Thema, abr wir deutschen Frauen neigen ja eher dazu, die Figurprobleme zu kaschieren. Aus Italien oder zb den Niederlanden kenne ich zB, dass kräftige Frauen da durchaus richtig Figur zeigen, und dazu gehören dann auch mal figurnahe Schnitte, bei denen sich unser Empfinden sträubt. Ich gebe diesem Figur-zeigen-Impuls ab und an spontan nach und denke an kein Röllchen, was da irgendwo erscheint. :) Passen muss es natürlich schon, figurnah ist nicht gleich zu klein.
      Ich schweife ab….
      Stricken ist eine Leidenschaft von mir, manchmal ist der Prozeß wichtiger, als das Resultat!

      Herzliche Grüße
      Susanne

  8. Ich liebe Pullover, am besten weit und kuschelig. Denn ich friere wie ein Schneider. Ich kann deine Gedanken bei der Auswahl sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich selbst andere Kriterien ansetze. Was bei mir gar nicht geht, sind Rollkragen und ganz schlimm sind die enganliegenden. Ich sehe sie an mir nicht so gerne und außerdem kratzen sie. Alle.
    Danke für deinen schönen Beitrag!
    Sabiene

    • Hallo Sabienes,
      genau das wollte ich hören, um mein Empfinden nicht überzubewerten: Jede Frau hat wohl ein eigenes Haß- und Lieblingskleidungsstück und geht entsprechend damit um.
      Zum Glück bin ich unempfindlicher geworden, ich schätze die klimatischen Vorzüge von Naturmaterialien sehr.
      Herzliche Grüße
      Susanne

  9. Also ich finde Du kannst die Pullis alle tragen. Ich mag die seit ein paar Jahren nicht mehr so gerne. Keine Ahnung, wenn ich sie im Büro ablegen will, geht das leichter mit einer Strickjacke.
    Witzig finde ich, dass Du
    Oberweite 85 D /80 E je nach Marke
    Oberteile 40
    trägst.
    Meine BHs sind 80C/85B und wenn ein Oberteil keinen Stretch hat brauche ich 46, sonst 44.
    Und ich bin schlappe 15 cm größer als Du. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie manches Oberteil bei mir vorne hängt und hinten spannt. Diese “Größen” 6 36-46 sollen “alles” abdecken. Zwischen 1,48 und 1,88m. Zwischen 15 und 85.
    Zzzzz.
    BG Sunny

    • Sunny, über Größen zu fachsimpeln, habe ich aufgegeben! Neulich habe ich nach gefühlt 15 Jahren wieder eine Hose in 42 gekauft, im Sommer eine in 38. Soviel dazu!
      Da sind wir mit Strickjacken besser bedient, kann ich sehr gut nachvollziehen und die werden auch primär in meinem Focus bleiben.
      Nicht verzagen!
      Herzliche Grüße
      Susanne

  10. :-) Ich bin ein großer Fan von dünnen bis mittleren Cashmere-Pullis im Winter.
    Ich trage – trotz großer Oberweite – Rundausschnitte. Darunter ziehe ich T-Shirts in kontrastierenden Farben an. Wenn’s kühl ist, dann dazu ein schönes Tuch oder einen dünnen Schal. Kürzlich habe ich mir einen V-Ausschnitt Pulli gekauft. Auf den bin ich sehr gespannt… ;-)
    Ansonsten trage ich sehr viel Strickjacken, immer auch in knalligen Farben – Pink, Rotviolett, Lila, Grün. Früher hatte ich passende kurzärmelige Pullis dazu. D.h. es waren etwas fetzigere Twin-Sets. Aber da ich nach wie vor meinen privaten Frühling pflege, wichen die Pullis den T-Shirts unter den Jacken.
    Blusen mag ich nicht unterziehen. Da fühle ich mich immer wie die tanzende Mettwurst. ;-)
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

    • HappyFace, bleib dabei, die runden Ausschnitte stehen dir hervorragend, inklusive der fröhlichen Farben!
      Persönliche Empfindungen sind für mich ein weiteres Ausschluß- bzw. Wohlfühlkriterium. Dagegen kann keine Richtlinie etwas ausrichten. Gefällt mir was, transportiere ich doch ein ganz anders Selbstbewußtsein, als würde ich etwas tragen, was mir die Stilberaterin empfiehlt, mir aber nicht ganz behagt, aus welchen Gründen auch immer.
      Tanzende Mettwurst – hihi, das Gefühl kennen ich!

      Herzliche Grüße
      Susanne

  11. Sehr schöner Gastbeitrag, vielen Dank Susanne!
    Deine Bilder erinnern mich daran, dass der Winter bald kommt und ich kann endlich wieder Rollkragenpullover tragen. Ich liebe Rollkragenpullover und habe ein paar im Schrank in den unterschiedlichsten Farben. Sonst, ich brauche keinen sehr dicken Pullover, da ich nicht leicht friere.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Dankeschön für dein Feedback Claudia!
      Ich habe mir in den letzten Tagen überlegt, das ich mal nach einem Rolli in kurzer Kastenform gucken werde. Die sind in der Regel etwas dicker aber damit könnte ich das figurnahe Problem lösen. Eigentlich mag ich es ja auch sehr gern warm am Hals.
      Viel Freude mit dem Rollkragen in der neuen Saison ☝️
      Gruß Susanne

  12. Liebe Susanne, nun habe ich Deinen tollen Gastbeitrag erst heute entdecken können. Mein PC hatte mich seit einigen Tagen im Stich gelassen und der Schreck war groß, aber zum Glück sind praktisch alle Daten wieder da. Und der Shop war eh nicht betroffen. Seit heute bin ich wieder online…
    Super hast Du beschrieben was der Pullover kann und nicht kann. Mir gehts auch so, dass ich immer noch sehr hitzig bin und Strickjacken bevorzuge. Obwohl ich Pullover immer schon mochte. Jedoch gibts zu wenig mit V-Ausschnitten, das ist immer mein Jammer.
    Der rote jedenfalls steht Dir supergut. Eben auch V-Ausschnitt.
    Deine eigenen Stricksachen habe ich immer bewundert und mich dran gefreut. Auch wenn Du nun weniger Zeit dafür hast, wenn’s Dich mal wieder packt, dann kommt was Tolles dabei raus.
    Schön, dass ich Dich hier mal wieder getroffen habe!
    Herzliche Grüße von Sieglinde

    • Liebe Sieglinde,

      ich hatte mich schon ein klein wenig gewundert, dass du hier fehlst. Schön, von dir zu lesen…

      Das Thema Hitze hat mich zum Glück nicht so stark betroffen, aber natürlich kenne ich dieses Gefühl. Da braucht frau tatsächlich keine zusätzlichen Impulse. Es gibt ja wunderbare Alternativen. Wie schon geschrieben, sehe ich das inzwischen auch entspannter.

      Mir flattern jeden Tag neue Kataloge ins Haus mit durchaus annehmbaren Pullovern. Ich mache mich demnächst auf den Weg, um real zu prüfen, was mir davon steht …

      Auf den Nadeln habe ich eine Jacke und einen Pullover, ja die Lust zum Stricken ist mir noch nicht abhanden gekommen :-) .

      Herzliche Grüße
      Susanne

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