Lesetipp: Vier Töchter – vier Tage – eine Familiengeschichte

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Aber Töchter sind wir für immer
von Christiane Wünsche

Da hat es doch letzte Woche im Urlaub an der See tatsächlich zwei Tage geschüttet und ich hatte nichts mehr zum Lesen. Ein Unding, oder? Beides! Da ich gerne auf Lesetipps anderer Blogger zurückgreife, habe ich mir die Leseprobe dieses Buchs geschnappt, auf das mich Sabiene mit ihrer Leseliste zur Frankfurter Buchmesse 2019 aufmerksam gemacht hat. Später habe ich auch noch bei Bine vom Blog was eigenes eine Rezension gesehen.

Vier Töchter

  1. Johanna, 56, Staatsanwältin, zielstrebig und erfolgreich
  2. Heike, 53, Erzieherin, empathischer Gesellschaftsmensch
  3. Hermine, gestorben mit 21, übersinnlich denkend und fühlend, Lieblingskind der Mutter
  4. Britta, 28, Reiseleiterin, im positiven Sinn verwöhnte Nachzüglerin, Sonnenscheinmensch, verheiratet mit dem 20 Jahre älteren Marcel, der Hermines bester Freund war

Ein Familientreffen

Anlass für das Familientreffen im Elternhaus ist der anstehende 80. Geburtstag von Vater Hans, Architekt, verheiratet mit Mutter Christa, 79, Schneiderin. Das Elternpaar kennt sich seit seiner Kindheit, weil Christas Familie bei Hans’ Eltern zwangseinquartiert wurde, nachdem sie aus Schlesien vertrieben wurde.

Vier Tage

Die Töchter reisen alleine ohne ihre Partner und Kinder am Donnerstag an, Sonntag wird der 80. im kleinen Rahmen zu Hause gefeiert. Das Buch spielt der Reihenfolge nach an diesen vier Tagen. Zwischendrin gibt es von jeder der sechs Hauptpersonen Rückblenden auf deren Leben mit wegweisenden Erlebnissen und Verwebungen innerhalb und außerhalb der Familie.

Der Rückblick auf das Leben der bereits früh verstorbenen Hermine wird über deren Tagebuch geschildert, das Marcel geerbt hat und anlässlich des Geburtstags über Britta an Hans verschenken lassen möchte. Marcel hat Britta ausdrücklich erlaubt, es vor der Weitergabe zu lesen.

Es kommen Familiengeheimnisse ans Tageslicht und langjährige Missverständnisse lösen sich auf. Die Perspektiven der einzelnen Erzähler sind so geschrieben, dass ich mich in alle sechs hineinversetzen konnte. Wie meistens bei solchen Geschichten ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Gut gefällt mir, dass am Ende alle losen Enden zusammengeführt werden. Es blieben für mich keine Fragen offen.

Klare Leseempfehlung für Töchtergeschichtengerneleserinnen!

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22 Gedanken zu „Lesetipp: Vier Töchter – vier Tage – eine Familiengeschichte

  1. Hallo Ines,
    zwei Tage Dauerregen und nix zum Lesen dabei, gut, dass es e-books gibt.

    Vier Tage Familienfeier ungefiltert, da rollen sich bei mir die Fußnägel so was von nach oben.
    Danke für die Leseempfehlung. Momentan bin ich von Familiengeschichten etwas abgekommen, es wird in meiner Leseliste gespeichert.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Bücher kaufen vom Sofa aus kommt mir gerade im Urlaub gelegen. Das war vor einigen Jahren auch der Anstoß, einen E-Book-Reader haben zu wollen. Ich hatte Büche rmit in den Urlaub genommen und dort noch einige gekauft. Der Koffer war so schwer, dass ich dachte: Da kommt bitte eine leichtere Lösung her.

  2. Liebe Ines, kein Lesestoff und Lesewetter – das geht wirklich nicht. Ich kann dir das so richtig nachfühlen und sammle daher immer gerne Lesestoff an. Bei deiner Buchvorstellung habe ich gleich mal grinsen müssen. Das Buch habe ich auch bei Sabienes entdeckt und bin derzeit mittendrin. Deiner positiven Bewertung kann ich bisher eindeutig zustimmen – auf jeden Fall ein Buch total nach meinem Geschmack.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe

  3. Liebe Ines,
    danke für den Buchtipp, den ich mir schon notiert habe. “Brüder sind nicht mit Geld zu bezahlen und Schwestern schenkt der liebe Gott”, ich bin so froh als “Nesthaken” tolle große Geschwister zu haben…

    Was waren das früher Dramen im Urlaub in Dänemark, wenn wegen “Wetter” zu viel weggelesen wurde und die letzten Seiten sanktioniert wurden. So nach dem Motto, noch 6 Tage Ferien, noch 150 Seiten Lesestoff, also gut einzuteilen. Zur Not wurde untereinander getauscht (meine Altersklasse fehlte leider)! Deutsche Bücher gab es glaube ich nicht auf unserer kleinen Nordseeinsel zu kaufen. Aber, jetzt fällt es mir ein, eine kleine Leihbücherei mit deutschen und englischen Büchern für die Urlauber. Da wurden die Bücher dann gerne noch auf dem Heimweg zur Fähre in den Briefkasten der Leibücherei geworfen – zusammen mit einem kleinen Fläschchen Kölnisch Wasser – weil sie bis zur letzten Sekunde noch ausgelesen wurden!
    Danke für die Erinnerung!
    Herzliche Grüße, Susa

    • Den Spruch zu den Brüdern und Schwestern kannte ich noch nicht. Als Erstgeborene habe ich darauf eine etwas andere Sichtweise …

      Ich weiß genau, was Du mit der Ferienlektüre meinst. Mir ging die Lektüre schon zweimal beim Segeln in Dänemark aus. Damals konnte ich noch den ganzen Tag beim Segeln lesen, ohne dass mir schwummrig wurde. Da hat man ein Buch schnell in einem Tag durch.

      An der See gibt es seit einiger Zeit auch einen Bücherkasten für Tauschbücher. Man soll eigentlich eins nehmen und eins geben, aber da liegt meistens nur uraltes Zeug drin, genau wie in der dafür umfunktionierten Telefonzelle der Bücherhalle in meinem Wohnort. Die alten Schinken will kein Mensch mehr lesen und die vorherigen Besitzer dürften meiner Ansicht nach gerne mal begreifen, dass man auch Bücher ins Altpapier geben darf und dass es angebracht wäre, nicht ihren Papiermüll dort zu deponieren. Aber das ist ein anderes Thema … Ich nehme mir jedenfalls raus, neue Bücher dort abzulegen, ohne mir ein anderes mitzunehmen. Wenn ich nach ein paar Tagen nachsehe, ob es noch da ist, war es bisher – im Urlaub und zu Hause – immer weg. Ich mülle also diese Tauschkästen nicht voll, obwohl ich nur gebe und nichts nehme.

    • Oh offene Bücherschränke, da könnte ich auch immer ausflippen. Alte verschimmelte Hanni und Nanni Bücher, Atkins Diät von 1974, alte Konsaliks und Sekundärliteratur zum Deutschunterricht. Die haben echt nichts verstanden die Leute. Ich packe oft den ganzen Papiermüll einfach raus und ab in die nächste Mülltonne.
      Meine Bücher – ich lege auch nur ab und nehme nichts – sind neuwertig und nur maximal einmal gelesen… und sofort weg, wenn ich kurz darauf nochmal nachschaue!
      Ja, man kommt nicht in die Hölle, wenn man verschmutzte, nicht mehr relevante und unansehnliche Bücher in die Papiertonne kloppt.
      Grüße Susa

    • Ja, das fand ich auch schön. Bei abgeschlossenen Büchern, die nicht in einen weiteren Band übergehen sollen, mag ich keine losen Enden. Ich mag Klarheit, auch wenn mir das Ende das vielleicht an sich nicht zusagt.

  4. Das klingt sehr interessant und wie immer werde ich mir deinen Tipp merken. Ich denke nämlich, dass mir das Buch gefallen wird. Es klingt auf jeden Fall spannend.
    Ich hole mir übrigens nie Leseproben. Sollte ich vielleicht mal machen, wobei ich bei gekauften Büchern selten daneben greife. Das passiert eher in der Bibliothek, was dann nicht weiter schlimm ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Schon beim Lesen habe ich gedacht, dass das Buch Dir gefallen wird und war schon gespannt, ob es bei Dir im Blog irgendwann auftaucht. Wobei wir beide bei unserem unbändigen Lesekonsum ja gar nicht alles verbloggen, was wir so lesen. Es wird Dir gefallen!

      Wenn ich selbst Bücher kaufe, sind es meistens E-Books und dann nehme ich, außer bei einem neuen Band einer geliebten Serie, immer erstmal eine Leseprobe. Da merke ich beim Lesen schnell, ob ich nach den 5 % Lust aufs Weiterlesen habe oder ob ich nicht mal bis dahin gekommen bin. Da man inzwischen nach dem Kauf direkt an der Stelle weiterlesen kann, an der die Leseprobe endete, hat das für mich nur Vorteile. Wenn man die Leseprobe über einen Affiliate Link von Amazon bestellt und das Buch dann später darüber kauft, wird es meines Wissens nach auch dennoch dem Umsatz des Affiliate Linke zu geschrieben. Es entstehen also niemandem Nachteile dadurch.

  5. Das klingt auf alle Fälle wirklich mal nach was gänzlich anderem. Und ja. Das glaube ich wohl, dass nicht immer alles so ist, wie es auf dem ersten Blick scheint. Bist Du Dir sicher mit den Altersangaben der Töchter. Die finde ich reichlich schräg.
    BG Sunny

    • Ich denke, dass die Altersangaben stimmen. Hermine ist einige Jahre nach Heike zur Welt gekommen und wäre heute etwa 50 oder Ende 40. Britta ein wirklich extremer Nachzügler, sie war nicht geplant. Sie ist im gleichen Alter wie der erste Sohn von Johanna.

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