Lesetipp: Sauberes Putzen

Werbung – Rezensionsexemplar und Affiliate Links von Amazon und Markennennungen ohne Auftrag

(Affiliate Link auf dem Cover)

Simply Clean für ein gesundes Zuhause
Der Raum-für-Raum-Plan für ein natürliches Zuhause
von Becky Rapinchuk

Die Überschrift klingt für Dich doppelt gemoppelt? Macht Putzen nicht immer sauber? Optisch vielleicht schon. Chemisch nicht unbedingt, wenn man unter sauber auch schadstofffrei versteht. Die Autorin beschreibt ihren Weg vom Chef im Team Keimfrei zum Fan eines wirklich sauberen Zuhauses, das sich leicht und schnell putzen lässt.

Was ist eigentlich in Putzmitteln enthalten? Welche Stoffe sind für wen oder was gefährlich? Was ist sinnvoll einsetzbar? Was steckt hinter bio und natürlich? Wie liest man Etiketten auf Putzmitteln? Welche toxischen Stoffe sollte man meiden?

In dem Buch findest Du eine konkrete Anleitung, wie Du Deinen Haushalt Raum für Raum entgiften kannst. Es ist bei Putzmitteln nicht anders als bei einer Kleiderschrankanalyse: Alles raus aus den Schränken, Schrank säubern, nur wieder einräumen, was Du behalten möchtest, den Rest entsorgen und ggf. durch bessere Sachen ersetzen.

Die “Fünf-Minuten-Tricks mit großer Wirkung” (Seite 75 ff) sind vielleicht etwas simpel, denn unter anderem auf die Idee, im Haus die Schuhe auszuziehen, um Dreck zu vermeiden, kann man auch alleine kommen, oder? Ebenso, dem Hund die Pfoten abzuputzen, bevor er ins Haus darf. Aber es ist wohl wie mit Vielem: Was für den einen selbstverständlich ist, hat der andere noch nie gehört. Dass Weißweinessig Insekten abschrecken und vom Haus fernhalten kann (Seite 200) habe ich vorher zum Beispiel noch nie gehört.

Besonders gut gefällt mir beim Schreibstil der Autorin, dass sie die Fakten verständlich auf den Punkt bringt und im Anhang Quellen als Belege nennt. Die selbstgemachten Putzmittel entsprechen nicht immer dem, was ich verwenden möchte, aber sie zeigt in jedem Fall auf, wie einfach viele Produkte selbst hergestellt werden können. Alternativ zu DIY gibt es am Ende einige Markentipps. Über einen Punkt, den die Autorin auf Seite 70 anmerkt, hatte ich bisher nicht nachgedacht:

“Auch wenn Sie die Chemikalien in ihren versiegelten Behältern nicht riechen, erinnern Sie sich an den Geruch aus der Putzmittelabteilung in Ihrem Lebensmittelgeschäft? Die Toxine werden selbst dann noch freigesetzt, wenn die Flaschen und Kartons verschlossen sind.”

Aus dem Grund werde ich noch heute zwei Flaschen Schimmelvernichter zu den Sachen für den Recyclinghof stellen. Wir hatten im Keller vor Jahren ein Schimmelproblem und aus der Zeit sind die Produkte über. Beim Aufräumen habe ich sie stehenlassen, weil ich dachte, dass man sie vielleicht nochmal brauchen könnte und sie lagernd keinen Schaden anrichten. Ich möchte sie aber im Schimmelfall gar nicht mehr verwenden und wenn ich daran denke, wie die Flüssigkeit riecht, möchte ich sie auch gar nicht mehr im Haus haben. Dieses Beispiel ist perfekt dafür, dass es sich lohnt, das Buch zu lesen, auch wenn man vieles daraus bereits kennt, umsetzt oder bewusst anders handhabt.

Bei Geschirrspülmittel und Geschirrspülertabs verwende ich bewusst weiter konventionelles Putzmittel, weil von mir ausprobierte Öko-Handspülmittel nichts schaffen und mir bekannte Öko-Tabs mit Pauken und Trompeten bei Stiftung Warentest durchgefallen sind. Wer Gegenteilige positive Erfahrung hat, teile die bitte mit mir, damit ich meine Meinung überdenken kann. Sowas wie Trocknertücher oder Weichspüler verwende ich sowieso nicht, auch spezielle Fleckentferner gibt es bei mir nicht. Dafür nehme ich Gallseife.

Vor einigen Wochen war ich beim Aussortieren des Hauses im Keller angelangt. Das hat nicht nur zu einer aufgeräumten Werkbank geführt, sondern auch zu gesäuberten und ausgedünnten Putzmittelregalen. Es ist schon erstaunlich, was sich über die Jahre ansammelt inklusive Giften für den Garten, und nicht mehr verwendet wird.

Fazit

Es lohnt sich, das Buch zu lesen, wenn Du Dein Zuhause schadstofffreier gestalten möchtest.

Hat sich Dein Putzmittelkonsum in den letzten Jahren verändert? Wenn ja: wie?

(Affiliate Link)

Das Buch wurde mir vom Narayana Verlag (Werbung) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


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16 Gedanken zu „Lesetipp: Sauberes Putzen

  1. Danke für diesen Beitrag! Den müssen bitte ganz viele lesen und vielleicht sogar noch das Buch dazu, denn ich bin immer wieder erschrocken, wie groß das Regal mit den 1000 putzmitteln in der Drogerie immer ist. Irgendwer scheint das ganze frühlingsfrisch und antibakterielle Zeug da tatsächlich zu kaufen. Ich habe da irgendwie gar kein Faible für, habe nie mit sowas angefangen, sondern wie bei uns daheim nur Essig, neutralreiniger, Natronlauge, Zitrone zum Putzen verwendet, das reicht mir tatsächlich für alles im Haushalt!
    Ich mag keine Chemie, hab keine Raumdüfte usw. Habe aber auch keinen Garten und kein Auto, aber selbst dann bräuchte ich keins dieser zahllosen antistatik Sprays.
    Wenn mehr Leute aufhören, der Werbung zu glauben, und dieses Zeug nicht mehr kaufen, geht es uns allen besser! Von daher, gute Anregung!

    • Im Auto und Garten verwende ich schon lange die wenigste Chemie zum Putzen. Die Gartenmöbel sind aus unbehandeltem Hartholz und werden alle zwei Jahre mit einem Hochdruckreiniger mit Wasser gereinigt, ebenso das Pflaster. Wenn die Rosen Läuse haben, werden sie mit Spüli-Wasser bekämpft. Löwenzahn wird mit Essig der Garaus gemacht (ich würde den sogar leben lassen, aber mein Mann mag den nicht). Das Auto wird nur ab und an mal ausgesaugt und mit heißem Wasser mit einem Mikrofaserlappen gereinigt. Nur das Frostschutzmittel in der Scheibenwischanlage dürfte ungesund sein.

  2. Guten Morgen Ines,

    dein Blogbeitrag über das Buch liest sich sehr interessant. Nächste Woche bin ich wieder alleine zuhause und da will ich auch mal mit dem ausmisten anfangen.

    Viele liebe Grüße

    Beate

    • Viel Erfolg! Meine wichtigste Erkenntnis ist zum Ausmisten immer noch:

      Entscheide nicht, was raus soll aus dem Regal/Schrank, sondern mache es leer und entscheide, was wieder hinein darf.

  3. Ja, man hat viel zu viel im Schrank! Und das mit dem Entscheiden, was wieder rein darf, ist genial!!

    Das mit dem diffundierenden Geruch in den entsprechenden Abteilungen in Drogeriemärkten ist mir auch schon oft aufgefallen. Besonders, wenn dann nahebei Süßigkeiten oder Bio-Ware gestapelt sind…
    Das Buch klingt sehr interessant. Zum “Team Keimfrei” allerdings habe ich mich noch nie gezählt… ist ja auch für Kinder viel gesünder, wenn sie Keime verarbeiten und ihr Immunsystem stärken.
    Im Moment ist allerdings Hygiene ja ein großes Thema. Wer hätte gedacht, dass das gute alte Händewaschen mal wieder so gefragt sein würde?!
    Meist sind es die einfachen Dinge, die funktionieren…
    Herzlichen Gruß von Sieglinde

    • Dreck reinigt den Magen und Bauernhofkinder haben kaum Allergien. Nach dem Motto bin ich auch aufgewachsen. Das Immunsystem soll auch was zu tun haben, damit es nicht faul wird. Aber mindestens optisch sauber habe ich es schon gerne … der Hund ist eine solche Dreckschleuder, dass wir hier wohl täglich geimpft werden …

      Das Händewaschen ist ein schönes Beispiel dafür, dass die einfachen Mittel meistens ausreichend sind.

  4. Ja, mein Putzmittelkonsum hat in den letzten Jahren verändert. Früher habe ich für alles das „richtige“ Putz-Mittelchen! Was für eine Verschwendung!
    Gibt es so viele Hausmittel, die sich wunderbar zum Putzen eignen, wie Backpulver, Zahnpaste, Zitronensäure, Essig, Natron um nur ein paar zu nennen. Es gibt noch einige, die ich noch kaufe, aber viel weniger als zuvor.
    Danke für den Buch-Tipp!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Zahnpasta ist wirklich auch ein gutes Putzmittel. Was mich daran erinnert, dass ich meine Bernsteinkette polieren möchte, wofür Zahnpasta ebenso empfohlen wird. Die Frage ist nur: Aronal oder Elmex?

  5. Danke für die Vorstellung dieses Buches. Ich gebe zu, dass bei uns mein Mann putzt. Früher als ich noch selber putzte, hatte ich eine ordentliche Sammlung an Putzmitteln. Das hat sich mit der Zusammenlegung zu einer gemeinsamen Wohnung geändert. Es gibt nur noch wenige Putzmittel bei uns. Ich bestehe aber auf Fensterputzmittel und Scheuermilch. Mein Mann will unbedingt Allesreiniger und Edelstahlreiniger haben. Dann gibt es nur noch einen Putzstein für das Ceranfeld und fertig. LG Caro

    • Fenster putze ich mit einem Mikrofaserlappen und heißem Wasser. Manchmal noch mit Spiritus-Glasreiniger. Ich hatte bis vor kurzem einen furchtbar stinkenden blauen Glasreiniger, bei dem ich beim Fensterputzen festgestellt habe, dass er den Lack der Holzfenster anlöst. Krass, oder? Den habe ich umgehend entsorgt, denn den will ich dann auch an anderen Möbelstücken bzw. Spiegeln nicht mehr verwenden.

      Du hast echt Glück mit Deinem Mann. Er aber auch mit Dir!

  6. Sei ich die code-check-App verwende, kaufe ich nur noch umweltverträgliche Putzmittel. Außerdem kann man mit Natron, Essig und Zitronensäure vieles reinigen und heisses Wasser und Muskelkraft lösen auch so manchen Schmutz. Ich hab aber im Keller auch noch Reste, aus Vorzeiten. Die müssen weg, sobald der Wertstoffhof wieder auf macht. Danke fürs erinnern, Ines. Als Lesestoff ziehe ich einen Krimi vor, :-).
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Wie schön, mal wieder von Dir zu hören! Ich habe Deinen Blog gerade aus der Leseliste genommen, weil so lange nichts mehr kam. Hast Du das gespürt?

      Codecheck nutze ich auch, allerdings ist das Ergebnis auch nicht immer korrekt. Konkret: Ich nutze Reiniger von Frosch, die in der Regel nach meinen Kriterien gut bewertet sind. Beim Neutral Reiniger stehen in der App aber zwei sehr bedenkliche und zwei bedenkliche Stoffe. Das hat mich entsetzt. Daraufhin habe ich bei Frosch nachgefragt, warum sowas enthalten ist und die sehr bedenklichen Stoffe sind in aktuellen Produkten gar nicht mehr enthalten. Zu anderen Inhaltsstoffen wurde mir genau erläutert, warum die verwendet werden. Die Antwort kam trotz Corona-Zeiten innerhalb eines Tages. Das fand ich sehr gut. Gelernt habe ich daraus, dass wenn ich einer Marke grundsätzlich vertraue, ein genauerer Blick auch bei schlechter Bewertung eines Einzelprodukts helfen kann.

      Ja genau solche Kellerleichen meine ich … die hier jetzt auch nicht mehr stehen.

  7. Guten Morgen Ines,
    vielen Dank für diesen Buchtipp. Mit diesem Thema habe ich mich bisher viel zu wenig beschäftigt, was sich dank deiner Anregung jetzt ändern wird.
    Liebe Grüße
    Gabriele

    • Die App Codecheck, kennst Du die?, ist dabei ein guter Begleiter. Aber alles stimmt da auch nicht, weil nicht immer aktuelle Zusammensetzungen bewertet sind. Ein Blick auf die aktuellen INCI der Packungen schadet also nicht.

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