Lesetipp: Der Sommer unseres Lebens

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Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe

Unsere glücklichen Tage
von Julia Holbe

Draußen sind über 25 Grad und das ist ideales Wetter, um sich in einen nicht enden wollenden Sommer an der französischen Atlantikküste, an der ich noch nie war, zu träumen, den die vier Freundinnen Lenica, Marie, Fanny und Elsa verbringen.

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe - Seite 1

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe – Seite 1

Der Roman beginnt damit, dass Elsa – aus deren Ich-Perspektive er geschrieben ist, sich nach vielen Jahren mit Marie in Luxemburg trifft, nachdem sie ihr zufällig über den Weg gelaufen ist. Das Ende des damaligen Sommers der jungen Studentinnen ist nämlich auch das Ende Ihrer Freundschaft. Oder nicht? Etwa 30 Jahre später (geschätzt von mir, ich erinnere mich nicht, ob es irgendwo in dem Buch steht) unternehmen die Frauen heute eine Reise in die Vergangenheit, bei der Sean, ein Freund von Lenica, erneut eine zentrale Rolle spielt.

Das Buch hat 320 Seiten und dennoch habe ich eine Woche daran gelesen. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise lese ich bei Belletristik durchschnittlich eine Seite in einer Minute und ich hatte Zeit zum Lesen. Bei diesem Buch habe ich mindestens doppelt so viel Zeit pro Seite gebraucht. Woran lag das? Die Geschichte hat mich in ihrer Intensität und den genauen Beschreibungen der Momente gefangen genommen. Obwohl die meisten Sätze kurz und einfach zu verstehen sind, habe ich diverse Absätze mehrfach gelesen, weil sie entweder so schön waren oder ich sicher sein wollte, alles erfasst zu haben. Der folgende Absatz ist ein Beispiel dafür

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe - Seite 265

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe – Seite 265

Es geht in der Geschichte um Freiheit, Vertrauen, Liebe, Leidenschaft, Verlust und Freundschaft. Was wäre gewesen, wenn/wenn nicht … und was können die Beteiligten heute aus der Situation machen, damit es ihnen möglichst gut damit geht? Der Roman ist einerseits sommerlich-leicht und anderseits haut er mit voller Gefühlswucht zu, ohne auch nur einen Moment kitschig zu sein.

Mehr möchte ich nicht verraten, um Dir die Spannung zu erhalten, falls Du das Buch lesen möchtest. Danke an den Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar. Von mir bekommt der Roman vier Sterne. Warum keine fünf? Ich hätte es mir etwas komprimierter gewünscht, aber dennoch empfehle ich es gerne.

Welcher war der Sommer Deines Lebens und was hat ihn dazu gemacht?


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20 Gedanken zu „Lesetipp: Der Sommer unseres Lebens

  1. Hallo Ines,
    danke für die Buchempfehlung und die Fotos mit den Textpassagen. Ohne die hätte ich das Buch vielleicht nicht weiter beachtet. So kommt es auf meine Leseliste.

    Der Sommer meines Lebens? Ich bin offen, vielleicht kommt er noch?
    Ich hatte viele schöne Sommer, das kann ich nicht anders sagen. Die Sommer meiner Kindheit und Jugend ware alle unbeschwert, und es war enorm zu wissen, 6 Wochen “Freiheit” lagen vor einem. Obwohl ich auch gern in die Schule gegangen bin.

    Aber der Sommer, der mir am stärksten in Erinnerung bleibt, ist – auch wenn es klischeehaft ist – der Abitursommer. Die schriftlichen Arbeiten wurden damals noch bis Mitte Mai geschrieben. Dann kam das mündliche Fach im Juni – und bis dahin —> nichts. Sommer im Freibad ohne Ende. Du bist hin; einen, den man kannte, hat man immer getroffen und es war einfach nur schön, unaufgeregt, unangestrengt und schön. Nach dem mündlichen Abi war es noch besser, denn dann musste man noch nicht mal mehr für irgendwas lernen.

    Es gab danach noch schöne Sommer, die aber dann nicht mehr so lang und so frei waren.
    Die franz. Atlantikküste bzw. Bretagne kann ich dir sehr empfehlen. ;-)

    Liebe Grüße
    Claudia

    • Weder mein Mann noch ich sprechen Französisch, dafür war Ehefrau Nummer 2 zuständig. Deshalb werden wir wohl nie nach Frankreich reisen. In Celle hier in der Nähe – O.K., kein Vergleich mit dem Meer, war ich immer noch nicht – aktuell stehen also nach wie vor eher Ausflüge und ggf. Urlaub in der Gegend an. Wobei man inzwischen wohl auch mit Englisch in Frankreich weiter als drei Meter kommt, oder?

      Der Abisommer ist glaube ich für viele DER Klischeesommer gewesen. Bei mir war das gar nicht so. Die schriftlichen Prüfungen waren Anfang Februar, die mündlichen Anfang Juni und vorher hatten wir jeweils zwei Wochen zum Lernen frei. Das vierte Semester fand regulärer Unterricht statt, der voll in die Noten einfloss. Als ich Anfang Juni fertig war, habe ich sofort einen Aushilfsjob begonnen in der Postabteilung einer Druckerei. DIN A4 auf DIN lang falten (das hat man 1991 noch von Hand gemacht) kann ich bis heute im Schlaf … Dann hatte ich vier Wochen frei, in denen ich in meine erste Wohnung gezogen bin (1 Zimmer, 30 qm, bis heute großartige Lage), die ein Bekannter mir illegal untervermietet hat, weil ich schon seit zwei Jahren erfolglos eine Wohnung gesucht habe, bin viel auf dem Segelflugplatz gewesen (was bei Dir das Schwimmbad war) und am 1. August habe ich die Ausbildung begonnen. Es war super, alleine zu wohnen, und die Ausbildung hat Spaß gemacht (bis auf die Berufsschule, die war nicht zu ertragen), aber der Sommer meines Lebens war der nicht. Er war der Start in mein erwachsenes Leben, was durchaus gut daran war.

      Das Problem bei dem Abisommer war, dass ich vorher einfach schon seit Jahren (eigentlich seit dem ersten Tag in der 5. Klasse) so ungern zur Schule gegangen bin, dass ich mich über das Ende nicht mehr freuen konnte. Das Feiern habe ich anderen überlassen.

    • Also ich glaube auch, dass man heute mit Englisch in Frankreich parat kommen kann. Die letzte Frankreichreise ist allerdings sehr lange her. Meine Französischkenntnisse sind auch wirklich nicht überragend, aber wir sind damit klar gekommen und konnten uns verständigen. Wir hatten immer Ferienhäuser gemietet und man hat gemerkt, dass die Vermieter froh waren, dass man es versucht hat.

      Die erste “eigene” Wohnung im Abisommer ist aber auch nicht zu verachten .
      Ich bin sicher eine der wenigen, die gern in die Schule gegangen ist. Da ernte ich heute noch komische Blicke, wenn ich das sage. Klar gab es Fächer und Lehrer, auf die ich hätte verzichten können. Aber ansonsten, ich würde gleich heute wieder gehen.

      Die Beschreibung deines1988er Sommer liest sich wunderbar. Das sind die Sommer, die man nicht vergisst.

      Liebe Grüße
      Claudia

    • 1988 war der Sommer meines (bisherigen) Lebens. In der Schule sowohl in Chemie als auch Latein an der Fünf erfolgreich vorbeigeschrammt, im September auf einer anderen Schule gut gestartet in der 11. Klasse (krass, wie gut da meine Noten auf einmal waren ohne Mehraufwand – was ein Wechsel eines Bundeslandes so bewirken kann – aber grundsätzlich Lust auf Schule hatte ich dennoch nicht mehr).

      Der Sommer war bestimmt vom Segelfliegen und meinen Jugendlieben. Ich war 17, habe im Spätsommer Freund 1 gegen Freund 2 ersetzt, der bis heute der beste Freund ist, hatte entspannten Spaß und das Wetter war ein Traum. Endlich durfte ich mit 17 den Pilotenschein machen (für Segelflugzeuge darf man das ab 17, mit Motor wie beim Auto erst ab 18) und habe meinen ersten Flug über 50 km erfolgreich absolviert. Das war in den zwei Jahren davor mein Ziel und das zu erreichen, war die Erfüllung meiner Träume.

      Ich bin bis heute glücklich darüber, so einen wunderbaren Sommer erlebt zu haben.

  2. Liebe Ines, danke für die Empfehlung. Mich hast Du auch neugierig gemacht. Ich suche immer nach den „richtigen“ Büchern. Es ist so schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Liebe Grüße Greta

    • Gern geschehen! Aus diesen Bergen an Neuerscheinungen (und vorher veröffentlichten) Bücher die Perlen zu fischen, ist ein bisschen Glück.

  3. Liebe Ines, auf diese Beschreibung von dir war ich schon ganz besonders gespannt, seit ich dieses Buch bei dir gesehen habe. Ich hatte mir nämlich damals schon die Leseprobe für dieses Buch heruntergeladen und wollte mit der endgültigen Kaufentscheidung auf deine Rezension warten, denn deine Buchempfehlungen passen meist ganz wunderbar für mich. Tadaa und das ist sie jetzt – der Sommer scheint jetzt bei uns so langsam zu kommen und was passt denn da besser als ein Buch über einen Sommer. Jetzt noch zu deiner Frage: sag Sommer und Sonne und ich beginne zu strahlen – also der Sommer ist meine Jahreszeit und ich habe schon so viele tolle Sonnentage erlebt, dass es für mich nicht den EINEN besonderen Sommer gibt.
    Hab einen ganz wunderbaren Tag und alles Liebe

    • Ich denke, dass Dir das Buch gefällt. Lies trotzdem bitte vor dem Kauf sicherheitshalber in die Leseprobe rein, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Bei der Leseprobe merkst Du schnell, ob Dir der Schreibstil der Autorin liegt oder nicht.

  4. Ich macht solche Gesichichten mit Gefühl. Bin ja selbst nicht die große “Leseratte”, aber wenn mich ein Buch fesselt, MUSS ich es so schnell wie möglich zu Ende lesen.

    Liebe Grüße Sabine

    • Das Gefühl, ein Buch sofort zu Ende lesen zu müssen, kenne ich auch. Das war bei dem hier nicht so. Klar wollte ich wissen, wie es endet, aber es war nicht so ein Marathonlesen, wie ich das sonst kennen. Eher langsam und bedächtig.

  5. Liebe Ines,
    danke für den Buchtipp, der mich sehr anspricht. 320 Seiten… ich hätte gerne mehr. Das ist so ein Ding bei mir, ich liebe dicke Bücher – wenn ich denn in die Geschichte eintauchen kann. Aber ich glaube, ich gebe den 320 Seiten eine Chance!
    Sommer meines Lebens? Nach der Schule und vor Beginn meiner Ausbildung… FREIHEIT! Ja, und natürlich immer der jetzige Sommer… jetzt ist die gute Zeit.
    Sonnige Grüße,
    Susa

    • Die 320 Seiten fühlen sich wie 600 an :) . 600 schöne Seiten.

      “Jetzt ist die gute Zeit.” ist die richtige Einstellung. Dem stimme ich insofern zu, als das ich keinen einzigen Tag jünger sein möchte, als ich bin. Und dass ich versuche, mir jeden Tag so schön es geht zu machen. Heute gönne ich mir zwei Kugeln Eis! Ich bin so einfach zufrieden zu machen ;). Früher hieß hieß es Buch und Katze auf dem Schoß – heute Hunderunde und ein Eis dazu.

  6. Liebe Ines,
    für mich war jeder Kindheitssommer an der italienischen Riviera wunderbar, schon damals liebte ich das Meer, den Strand und vor allem die Sonne. Ansonsten war der letzte Sommer mit unserer ersten Fernreise in die Dominikanische Republik mein absoluter Traumsommer. Wunderschöne Natur mit Unmengen von sattgrünen Palmen, türkisblauem Meer und (für meinen Mann und mich jedenfalls :-D) Wohlfühltemperaturen von meist um die 30°C.
    LG
    Petra

    • Wie schön, dass Ihr die Dominikanische Republik letztes Jahr genossen hast! An der Riviera war ich noch nie, in Italien war ich in den Bergen im Aosta-Tal, in Südtirol und Rom. Wenn Du Sonne und Wärme liebst, klingt beides großartig.

      Als Kinder haben wir die Sommer in einer Hüttenanlage eines Schwimmvereins, später im eigen Garten und auf Sylt verbracht. Mein Vater war ehrenamtlicher Rettungsschwimmer und der Verein stellt bis heute zwischen Oster- und Herbstferien immer vier Rettungsschwimmer für das 5-Städte-Heim in Hörnum im Süden der Insel zur Verfügung, bei denen die Familie kostengünstig mitreisen kann. Zwei Stunden am Tag arbeiten und dann frei und kaum was bezahlen – so machte Familienurlaub auf Sylt Spaß. Gewohnt haben wir da auch im Heim, das ist wie in einer einfachen Jugendherberge mit Familienzimmern. Als Kinder haben wir es geliebt, dass andere Familien mit Kindern da waren.

      Mir ist heute bei 31 Grad mal wieder der Kreislauf zusammengebrochen. Ab 30 Grad versuche ich einfach nur noch zu überleben.

  7. Ich mag Sommer, die warm sind, aber nicht heiß. Urlaub verbringe ich deshalb am liebsten an der Ostsee, Darss, Rügen oder andere Orte. Der letzte Sommer war für mich viel zu heiss und ich froh, dass es in diesem Jahr nicht so ist. Ich lese aber gern über exotische Orte. Liebe Grüße Greta

  8. Ich hatte schon viele tolle Sommer in meinem Leben. 1985, 1989, 1992, 1994 …. 2008. Und bestimmt noch ein paar mehr. Aber die Jahreszahlen zeigen deutlich, dass in der zeit der freien und unbeschwerten Jugend die Sommer am einprägsamsten waren.
    Wobei mein Leben gefühlt nur aus Sommern besteht. BG Sunny

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