Adieu Affiliate Links

Werbung mit Namensnennungen ohne Auftrag

Muenzen

Warum Affiliate Links?

Affiliate Links sind Links, die zu einem Onlineshop führen, bei dem der Betreiber der Website, der den Leser auf den Onlineshop führt, eine Provision erhält. Die Provision kann zum Beispiel für den Besuch an sich vereinbart werden oder anteilig auf Einkäufe, die der Leser in dem Onlineshop im Zuge des Vorgangs tätigt. Ich habe mich in den Bloganfängen dafür entschieden, am Amazon-Partnerprogramm teilzunehmen

  • weil ich darüber Umsatz erzielen wollte und
  • weil ich über die generierten Links Buchcover und Produkte in meinem Blog sichtbar machen konnte, ohne die Bilddatei auf meinem Blog zu speichern.

Affiliate und Datenschutz

Im Beitrag Geld verdienen mit Bloggen habe ich im April 2020 ausführlich die Vor- und Nachteile von Affiliateprogrammen erläutert. Nun hat sich seit dem die Rechtsprechung zum Thema Datenschutz meines Wissens nach – dieses stellt keine Rechtsberatung dar! – dahingehend geändert, dass der User, wenn er auf einen Affiliate Link klickt, vor dem Klick informiert werden muss, dass seine Daten übertragen werden. Die Kennzeichnung des Links als Affiliate Links reicht ebenso nicht aus wie der Hinweis in der Datenschutzerklärung dazu. Eine Zustimmung zur Datenübertragung bei dem Link darzustellen, ist mir allerdings technisch nicht möglich.

Ende der Zusammenarbeit mit Amazon

Da ich mit dem Partnerprogramm von Amazon nur geringen Umsatz erzielt habe, bin ich nicht bereit, dafür in eine technische Lösung Geld zu investieren. Deshalb habe ich meine Teilnahme am Amazon Partnerprogramm am 24. Juli 2020 gekündigt und in den folgenden Tagen alle Affiliate Links aus dem Blog entfernt. Das betraf 300 Beiträge und hat mich sieben Stunden Arbeit gekostet – Info an alle, die denken, man könne man eben so nebenbei Bloggen und das würde kaum Zeit kosten … solche kleinen Überraschungen treffen einen als Blogger gerne ab und an mal …

Ich habe leider kein Foto für Dich …

Buchcover kannst Du künftig nur noch bei Rezensionsexemplaren sehen, wenn mir dafür die Fotogenehmigung des Verlags vorliegt. Bei allen selbst gekauften Büchern oder denen, bei denen der Verlag eigene Fotos des Buchs untersagt, werden die Beiträge in reiner Textform erscheinen. Es gibt zwar Verlage, die Coverbilder für Veröffentlichungen zur Verfügung stellen, aber das ist bei jedem Verlag an andere rechtliche Bedingungen gebunden. Daher vermeide ich es, diesen Service zu nutzen, um Fallstricke zu vermeiden, und verwende sicherheitshalber meine oder keine Bilder.

Danke an alle, die mir in den letzten 10 Jahren Umsatz damit beschert haben!


Der Beitrag gefällt Dir? Dann freue ich mich über ein Trinkgeld in meiner virtuellen Kaffeekasse via PayPal => Ines’ Kaffeekasse – alternativ findest Du meine Bankverbindung hier. Herzlichen Dank!


27 Gedanken zu „Adieu Affiliate Links

  1. Liebe Ines, da ich selbst keine Affiliate Links verwendet habe, habe ich mich mit diesem Thema bisher nicht wirklich auseinandergesetzt. Aber diese Regelungen beim Datenschutz sind für mich generell nicht immer ganz durchsichtig und vielleicht auch nicht immer praktisch realisierbar und zielführend. Datenschutz ist natürlich ein wichtiges Thema und die Menschen sollten dafür sensibilisiert werden – aber wenn ich mir das bei den Cookies anschaue, dann bringt das wohl nicht den gewünschten Effekt. Der Großteil der Anwender jammert über diesen Hinweis auf fast allen Webseiten und klickt die Meldung genervt nur mehr weg. Keiner macht sich wirklich Gedanken darüber und bei einer Nachfrage, was hier quittiert worden ist, können viele auch mit dem Begriff Cookies ohnehin nichts Konkretes anfangen und wollen dazu auch nichts Näheres wissen.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe

    • Da stimme ich Dir völlig zu: Der Normalo-User hat keine Ahnung, was ein Cookie in diesem Zusammengang ist. Und als Betreiber einer Website ist es auch nicht einfach, herauszufinden, welche Cookies zustimmungspflichtig sind oder nicht. Wie gut, dass bei meiner Site der Cookie-Checker bisher keine gefunden hat. Aber man weiß ja nie …

      Habe auch einen schönen Tag!

    • Ich hätte kein Problem, wenn man zum nutzen des Internets einen Führerschein bräuchte. Und vor allem würde ich dafür sorgen dass jeder immer einen “nackten”, “streng” konfigurierten Browser bekommt wenn das “automatische” Update gemacht wird. Wer seinen Browser auf seine Bedürfnisse anpasst, braucht die Cookie-Kästle nicht.
      Aber schön zu sehen, Du hast das selbe “gute” wie Ines im Einsatz.
      BG Sunny

  2. Guten Morgen Ines,

    es wird einfach immer schwieriger und macht keinen Spaß mehr.

    Man wird sich bei diesem Urteil mit Sicherheit etwas gedacht. Ich kann
    deine Entscheidung gut nachvollziehen.

    Viele liebe Grüße Beate

    • Ich verstehe sogar, was sich man sich bei Urteil gedacht hat, denn die meisten User wissen gar nicht, was ein Affiliate Link ist.

  3. Liebe Ines, Bloggen hatte mal sowas Unschuldiges – ich weiß, warum ich aufgehört habe! Mich mit all diesen Dingen zu befassen, war mir einfach zu aufwendig.
    Für euch professionelle Blogger sind die vielen Beschränkungen sicher lästig bzw. auch wohl z.T. undurchschaubar, obwohlm sie euch vermutlich auch schützen sollen. Ich blicke da überhaupt nicht durch und habe Hochachtung vor allen, die sich damit weiterhin auseinandersetzen.
    Sympathisch finde ich allerding die Abwendung von amazon – erklären muss ich das wohl nicht! Ich werde demnächts auch mein Kundenkonto bei Zalando löschen und mich dem Onlinehandel mit realen Geschäften zuwenden! Ich will die “Großmächte” nicht wieter unterstützen!

    Wer an Büchern interessiert ist, wird seinen Weg zu ihnen finden, auch wenn du sie nur textlich vorstellst! Einem HInweis auf eine Buchhandlung in deiner Nähe oder woanders wäre der jeweilige Inhaber sicher nciht abgeneigt!

    Mich würde so ganz allgemein ein Thema interessieren: wie stellt ihr euch das Bloggerleben in der Zukunft vor? Ist nicht bereits alles gesagt, gezeigt, diskutiert? Keine Ahnung, ob du oder deine MitstreiterInnen darauf antworten möchten, aber ich mache mir halt so manchmal meine Gedanken….

    Herzliche Grüße ind en Norden, Susanne

    • Letztlich ist das wir mit jedem Beruf, dem man ausübt . man hat sich an Regeln und Gesetze zu halten, sonst droht Ärger. Mir macht es an sich nichts aus, mich mich Gesetzeslagen und technischen Lösungen zu beschäftigen, das passt zu meiner analytischen Seite. Aber wenn man nur das Gefühl hat, sich selbst zu verwalten, dann stimmt was nicht – in Bezug auf das Amazon Partnerprogramm hat sich das für mich in diese Richtung gedreht.

      Dass viele Leser_innen die Abkehr von Amazon schätzen werden, war mir klar :). Ich bin Kundin bei Amazon und werde das aus vielen Gründen bleiben, dennoch achte ich darauf, keinesfalls nur dort zu bestellen. Leider finde ich die Buchhandlung in meinem Stadtteil so grottig, dass ich die nicht mal empfehlen mag. Ich bin jetzt mal ganz garstig: Ich fände es noch nicht mal schlimm, wenn die nicht mehr da wäre. Die ist in ein einem schlauchartigen Raum, der vermutlich schwer zu lüften ist => ich finde den Geruch dort furchtbar und mir wurde zum Beispiel schon mehrfach ein Folgeband zum Lesen oder Hören (zum Verschenken) empfohlen, ohne darauf hinzuweisen, dass es nicht Band 1 ist. Außerdem haben die Verkäuferinnen zu wenig der Bücher im Laden selbst gelesen.

      In Hamburg gibt es natürlich noch andere Buchhandlungen, die wunderbar sind und man dort online bestellen kann, Heymann und Stories zum Beispiel. Meine liebste ist die Badebuchhandlung auf Sylt, bei der man auch bestellen kann. Aber würdest Du Dir dort ein Kundenkonto einrichten und dort bestellen, wenn ich die Bücher zu deren Shops verlinken würde? Wo kaufst Du Deine Bücher? Ist es dann nicht einfacher, wenn Du selbst den Titel kopierst und in Deinem Lieblingsladen bestellst? Dann unterstützt jeder den Buchhändler seines Vertrauens.

      Keine Ahnung, wie sich andere Blogger ihr Leben in Zukunft vorstellen. Ich bin nicht andere. In der Serie Blogliebe habe ich 2019 darüber geschrieben, wie es mir mit dem Bloggen geht – passend du der Frage ist Beitrag #5 https://www.meyrose.de/2019/05/12/blogliebe-5/ . Ich habe auch heute keine Angst, dass mir die Themen ausgehen. Gerade in den letzten Tagen dachte ich, ich würde dieses Woche leer laufen und jetzt erscheinen in dieser Woche zwei Beiträge mehr als sonst, weil mir so viel in die Finger gefallen ist. Wenn alles gesagt, gezeigt und diskutiert wäre, gäbe es auch keine Frauenzeitschriften mehr, oder? Ich versuche, mich möglichst wenig zu wiederholen. Aber es kommen auch immer wieder neue Leser_innen dazu, für die alte Ideen neu sind, Die Serie mit der Kleiderschrankinventur ist langweilig, wenn das zum fünften Mal liest, aber interessant, wenn man es zum ersten Mal findet. Aber bestimmt ändern sich immer mal wieder die Schwerpunkte der Inhalte in meinem Blog. Die Frage gebe ich an Dich zurück:

      Was möchtest Du in Blogs in der Zukunft lesen? Was interessiert Dich?

    • Danke für deine sehr ausführliche Antwort!
      Buchläden: deine Abneigung zu dem Geschäft kann ich voll und ganz verstehen! Wer es nicht verdient hat, hat es nicht verdient, keine falschen Rücksichten! Bleib bei Sylt und den anderen Läden deines Vertrauens. Ich empfehle gern Thalia (da bestelle ich meine ebooks, ich hab einen tolino). In Berlin gibt es Dussmann, dort bestelle ich, wenn es im Laden nicht vorrätig ist, hole es aber selbst ab. Man kann sich dort Stunden tummeln, lesen, Musik hören, sich berieseln lassen, manchmal kaufe ich in der Buchhandlung, die auch unsere Bibliothek beliefert. Ansonsten – ich mag das gar nicht so LAUT schreiben – kaufe ich fast keine Bücher mehr, sondern fahre mit dem Fahrstuhl in den tiefen Keller und hole mir aus dem Fundus von 650.000 Bänden, was ich eben so lesen will! Ein privileg, was nicht jeder hat. Ich muss Bücher nicht sammeln, ich will sie nur lesen!
      Unterhaltungsliteratur wird gehört bei audible….

      Blogs lesen: Ich bin nicht das, was man einen klassischen Blog-Fan nennen würde, ich “passiere” die Themen! Außer deinen betrifft das nur noch 2, 3 andere Blogs in denen ich stöbere. Manchmal lese ich wochenlang gar keine.
      Aber ich finde natürlich gut, dass ich bei Bedarf darauf zurück greifen darf, wenn mich das Thema packt oder ich tatsächlich fundierte Kenntnisse brauche (wie zb neuerdings beim Nähen :)) Schön aber, dass dir noch genügend Material einfällt, um uns zu füttern und weiter neuigierg zu halten!
      Herzliche Grüße
      Susanne

    • Thalia ist ja oft verlauft worden und gehörte teilweise US-Investoren, was mich auch nicht gerade motiviert hat, dort mehr zu kaufen. Ich habe aber gerade recherchiert und herausgefunden, dass Thalia seit 2019 wieder ein Familienunternehmen ist. Die Frage ist, wer da außer Dir noch Kunde ist und an Verlinkungen dorthin interessiert wäre. Dir Links herauszusuchen macht Arbeit, die müssen gepflegt werden (Du glaubst nicht, wie viele Links nach einer Zeit nicht mehr dorthin führen, wohin man sie gesetzt hat), und es ist Werbung auf dem Blog ohne Auftrag, von der ich nichts habe. Leserservice wäre ein Grund, die Links dennoch zu setzen, nur das soll dann natürlich für mehr als einen Leser etwas Wert sein. Wäre das einen separaten Artikel mit Umfrage Wert?

    • Wäre das einen Artikel wert… es wäre einen Versuch wert, wenn dir daran gelegen ist, in diese Richtung mehr deiner Interessen zu teilen! Ich bin in dieser Hinsicht kein Maßstab, weil ich berufsmäßig jeden Tag mit Büchenr zu tun habe und mir die Informationsquellen aus erster Hand auf dem Tisch liegen.
      Selbst mir passiert es gelegentlich, dass ich nicht darüber nachdenke, dass ihr Blogger ja auch von was leben müsst und es daher nahe liegt, für Werbung Geld einzunehmen. Wie das im Einzelnene funktioniert bleibt mir ein Rätsel
      aber ihr werdet eure Quellen dafür haben…
      Thalia habe ich nur wegen des tolino genannt, weil die nächste Filialie hier um die Ecke ist und auch, weil es wieder ein Familienunternehmen ist, was mir durchs “Börsenblatt” eben auch bekannt war.
      Ich werde eben dieses mal aufmerksamer unter dem Aspekt – externe Werbung für LIteratur betrachten und dir berichten, falls ich etwas lese….
      S.

    • Ich schließe mich hier Ines an.
      Mir macht es auch nichts aus, mich mit neuen Gesetzeslagen und technischen Lösungen zu beschäftigen, das passt zu meiner analytischen Seite. Und ist im Prinzip sogar mein Beruf.

      Die Angebote von Amazon sind zwar z.T. wirklich grottig (Achtung: 8 Wochen Lieferzeit, weil aus Asien kommend. Das brauche ich nun wirklich nicht. Aber viele Bands sind über Amazon ohne Steuer und Zoll zu bekommen, das die Auswahl kann kein Plattenladen in der Form und vor allem nicht in dieser Zeit bieten. Mein Mann steht auf Hardware, wenn es um die Musik geht. Es geht ihm hier wohl um die Rechte an der Musik, die er auch ohne Internet hören können will und um den Erhalt der kleinen Plattenlabels. Oder Büromaterial. Da ist Amazon unschlagbar. Auch vom Preis.

      Zalando? Ein Geschenk. Allerdings kaufe ich da tatsächlich nur Schuhe. Bei meiner großen Schuhgröße und meiner schwierigen, zierlichen Fußform ist deren Auswahl Gold wert. Das kann ein kleiner Händler gar nicht leisten. Was hatte ich früher für ein Geschiss passende Schuhe zu finden. Jetzt ist es auch nicht leicht. Aber leichter.

      Ich schreibe einen Blog. Ein persönliches Tagebuch mit den Dingen die ich mag, die mich beschäftigen. Und es ist kein Tag wie der andere. Also ändern sich auch die Inhalte. Und es kommen ja auch immer andere Leser dazu. Kein Mensch liest einen Blog von vorn bis hinten durch.

      Viele suchen etwas bestimmtes im Netz und finden dann eine persönliche, im besten Fall nicht gekaufte Meinung dazu. Ich lese eigentlich nur persönliche Blogs. Da würde ich übrigens auch den von Ines dazu zählen.

      Susanne liest Bücher. Ich lese und schreibe eigentlich nur noch Blogs, denn für mehr fehlt mir neben dem “Rest” einfach die Zeit. Das kann sich auch wieder ändern.

      Aber bei Krimis ist es nicht anders als bei Frauenzeitschriften. Auch hier ist schon fast alles mal da gewesen.

      BG Sunny

    • Ich habe gerade einmal geschaut, was ich in den letzten sechs Monaten bei Amazon gekauft habe:
      E-Books, Haushaltsgeräte (Pfanne, die dort viel günstiger war als beim Hersteller, Metalleimer, die es im Baumarkt vor Ort schlichtweg so stabil nicht gab und die alten waren durchgerostet, Scheren), Bürokleinmaterial, DVDs für meine Schwiegermutter (dafür müsste ich 12 km fahren und vermutlich wären sie vor Ort gar nicht im Regal und ich habe sie direkt zu ihr liefern lassen), eine bestimmte Mütze als Ersatz für die mit Mottenlöchern für meinen Mann, die es weder vor Ort noch im Netz anderswo gab, ein Spiel mit Zusatzblöcken, von dem es die Zusatzblöcke vor Ort nicht gab, Putz- und Waschmittel, das es hier vor Ort nicht gibt, Hausschuhe über einen Marketplaceanbieter. Ich fasse zusammen: Die Sachen sind entweder bei Amazon erheblich günstiger als in Onlineshops der Hersteller oder sind vor Ort nicht zu bekommen oder nur mit erheblichen Fahrtwegen und Zeitaufwand.

      Mein Mann bestellt wie Deiner CDs dort, weil er sie selbst haben möchte und nicht auf den digitalen Dienst angewiesen sein möchte. Außerdem kauft er viele DVDs , weil die Streamingdienste seinen Geschmack nicht abdecken oder die frühen Folgen bei Serien oft nicht mehr im Sortiment sind. Fachbücher und auch welche auf Englisch wären hier vor Ort nur mit Nerv zu bekommen. Bei Amazon bekommt man wenigstens ohne Diskussionen eine steuerfähige Rechnung mit allen Angaben.

      Ergo: Ich/wir möchte(n) auf Bestellungen bei Amazon keinesfalls verzichten.

      Dass für Dich mit einer besonderen Schuhgröße/-passform Zalando perfekt ist, glaube ich sofort.

      Keiner liest Blogs komplett? Stimmt nicht :) . Ich habe zwei Blogs nach dem Entdecken rückwärts über Feedly komplett gelesen: “Misanthropin wider Willen” und die “Notaufnahmeschwester”. Lustig war dabei, dass im Feedreader alle Beiträge zu lesen waren, obwohl im Blog bei der ersten viele gelöscht waren (habe ich gesehen, als ich sie kommentieren wollte im Blog direkt). So viel zum Thema das Internet vergisst nichts

  4. Guten Morgen, möchte mich auch mal wieder melden. Das ist wirklich schade, dass alles so kompliziert wird, und ich verstehe es sehr gut, dass Du hier den Rückzug antrittst. Würde ich wohl auch tun. Und ja, es ist einem tatsächlich oft nicht klar, wenn man so mitliest, wieviel Arbeit und bürokratischer Aufwand dahinter steht, einen Blog zu betreiben. Ich mache diese Erfahrung gerade an anderer Stelle, als Elternbeirat an der Grundschule unserer Schule. Ich bekomme nicht mal mehr eine Klassenliste der Kinder der Klasse, aus datenschutzrechtlichen Gründen. Das macht die Arbeit als Elternbeirat fast unmöglich. Und in meinem Beruf (Architektin) ist es nicht anders, alles wird schwieriger, aufwändiger – es macht keinen Spaß mehr.
    LG

    • Wie schön, mal wieder zu Dir zu lesen. Wahnsinn – wie soll man als Elternbeirat arbeiten, wenn man nicht weiß, für wen? Schützender Umgang mit Daten und sinnvolle Haftung – immer. Aber wenn es die Arbeit verhindert, hört der Sinn echt auf.
      Ich weiß nicht, was Du als Architektin alles zu beachten hast, aber vermutlich darfst Du zum Beispiel noch nicht mal Gewerke koordinieren, ohne 10.000 Zustimmungen aller Beteiligten einzuholen. Ich habe letzte Woche in einem alten Bad ein neues Waschbecken einbauen lassen. Nachdem ich gesehen habe, wie lange der Klempner damit beschäftigt war, war ich froh, der Falle entgangen zu sein, das selbst zu versuchen. Krass ist der Disclaimer auf der Rechnung, wo steht, wofür (bei der alten Armatur etc.) alles nicht gehaftet wird und worauf alles hingewiesen wird – ein Klempner hat es auch nicht besser als Du oder ich in der Hinsicht …

    • Das muss man nicht verstehen, dass einem als Elternbeirat nicht die Liste der Schulkinder gegeben wird, oder?
      Auf der anderen Seite soll ich meine Daten bei jedem Cafébesuch oder Restaurantbesuch offenlegen, aber beim Beirat werden sie nicht rausgegeben. Wir dokumentieren uns noch um den Verstand. Vielleicht ist das auch der Sinn dahinter, genau wie das Kleingedruckte. Wer liest sich das schon durch und irgendwann stimmst du resigniert zu.

      Finde ich gut, Ines, dass du den Vertrag gekündigt hast. Für ein paar Cent mehr sich wieder irgendwelche Bestimmungen aufhalsen, nee. Am meisten hast ja nicht du davon, sondern wer wohl? Wer hat die schönen Daten dann alle beisammen? Mittlerweile ist mir schon die Lust vergangen, auf manche Websites zu gehen, weil dann wieder die Datenschutzabfrage kommt. Hab ich keine Lust mehr zu. Gut, es wird noch genug andere geben, die nix gegen Cookie-Speicherung haben.
      Liebe Grüße
      Claudia

    • @Claudia
      Danke für Deinen Zuspruch zu der Entscheidung. Mit Cookies an sich habe ich gar kein Problem, mich nerven eher die Abfragen dazu.

    • Hallo Justme, vor vielen Jahren war ich auch des öfteren Elternklassensprecherin. Und selbst da war es schon üblich, dass die Klassenliste nicht rausgegeben wurde (es sei denn, man hätte sie irgendwie übers Kind bekommen).
      Wir haben, nachdem die Klassenelternsprecher gewählt waren, einen Zettel durchgehen lassen, da konnten die Eltern – wenn sie wollten – Telefon oder Mail eintragen. Wer nicht da war, war halt dann nicht auf der Liste. Letztlich hat sich aber doch immer alles herum gesprochen, was irgendwie wichtig war.
      BG Sunny

  5. :-) Liebe Ines,
    das ist ja ärgerlich. Ich habe diese Affiliate Geschichte nur 1 x gemacht und fand es viel zu mühsam. Ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust für HInz und Kunz Werbung zu schalten, damit ich vielleicht irgendwann einmal ein paar Cents verdiene. Ja, Kleinvieh macht auch Mist, aber das hätte sich bei mir nicht
    gelohnt, weil’s mich auch nicht so sehr interessiert hat.
    Ja, wer noch einmal behauptet, dass Bloggen “mal eben so” erledigt sei, hat keine Ahnung. Das hat auch die Lütte gemerkt, mit der ich in SPO den kleinen ‘Heart Girl” Blog aufgesetzt habe…
    Schöne Woche und liebe Grüße
    Claudia :-)

    • Bei einem allgemeinen großen Affiliate-Anbieter war ich auch mal registriert und habe einige Zeit Anzeigen geschaltet. Da kamen wortwörtlich ein paar Cent bei rüber und meine Blog sah aus wie eine Werbeplattform. Das Konto habe ich schnell wieder gelöscht, wie es eröffnet war.

      Hat die Lütte denn trotzdem noch Spaß dran?

  6. Deine Entscheidung kann ich gut nachvollziehen. Ich muss wohl mal meinen alten Blog aufräumen und von Affiliates befreien, sofern noch welche vorhanden sind. Hab ja schon ordentlich aufgeräumt.

    Mein neuer Blog bleibt auf jeden Fall frei von Partnerprogrammen oder anderen Werbebannern.

    Liebe Grüße Sabine

    • Alte Blogs können üble Abmahnfallen werden, denn so lange sie online sind, müssen sie alle Bestimmungen erfüllen. Vielleicht doch inzwischen einfach komplett auf den neuen Blog umleiten? Ich würde das an Deiner Stelle tun. Die Sicherungskopie kannst Du ja behalten, wenn Du ihn doch mal wieder online stellen möchtest.

    • Lt. Dr. Schwenkes letztem Podcast ist es sehr unwahrscheinlich wegen “ungenehmigter” Weitergabe von personenbezogenen Daten z.B. von einer Verbraucherzentrale abgemahnt zu werden. Diese können nämlich kein Grundrecht einklagen, das kann nur der betroffene Selbst. Verbraucherzentralen sind kritisch im Hinblick auf fehlende Werbungskennzeichnung.

      Die Cookies sind dann gar kein Problem, wenn man außer den technisch notwendigen einfach keine setzt. Dann muss man auch nichts bestätigen lassen.

      BG Sunny

  7. Liebe Ines!

    Ach Mensch – das wird alles immer komplizierter und immer abmahngefärdeter. Aus dem Grund habe ich bei meiner Shopseite im Grunde alles entfernt, was rechtliche Probleme mit sich bringen könnte, damit aber auch die Chance auf mehr Reichweite extrem eingedämmt.

    Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera :-/

    Ich wünsche Dir dennoch weiterhin ganz viel Erfolg, viel Reichweite und nette Kundinnen ♥

    • Ja so ist das – Pest oder Cholera – das muss man abwägen. Ich habe auch schon so viel entfernt oder gar nicht erst km Einsatz – und immer wieder wird etwas neues von irgendwelchen Gerichten für gesetzesbrechend befunden. Es ist selbst bei bester Absicht schwer, alles zu erkennen. Selbst Rechtsberater wissen nicht alles oder können nicht alles vorhersehen.

      Ich wünsche Dir ebenso nette Kunden, die auf Deinem seriösen Weg zu Dir finden!

  8. Da ich selbst keine Affiliate Links verwende, kann ich nicht viel zu dem Thema sagen!
    Ich finde es einfach seltsam, dass Blogger immer sagten, sie hätten sehr wenig pro Jahr damit verdient, und trotzdem machen sie es mit. Ich habe nie genau verstanden warum, aber ich muss auch nicht alles verstehen, jede Person hat ihre Gründe!
    Deine Entscheidung kann ich total nachvollziehen!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Bei mir war die Darstellung der Buchcover der Grund. Wenn dadurch Beiträge schöner illustriert sind, war es mir den Werbeanteil Wert. Jetzt ist das nicht mehr.

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