Stilberatung: Welche Schuhe nicht für Ü50?

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Barfuß im Sand - Fußabdruck

Die Überschrift ist ein Suchbegriff, der auf diesen Blog geführt hat. Weil meine Antwort auf diese Frage länger ausfällt, bekommt sie einen eigenen Beitrag. Eine Leserin hatte sich 2017 einen Beitrag zu Sandalen für Frauen Ü50 gewünscht, der die Frage teilweise beantwortet. Leider habe ich nie eine Reaktion von der Leserin darauf gesehen, obwohl ich ihr den Link gemailt habe, aber das ist ein anderes Thema. Das ist übrigens einer der alten Beiträge, der nicht mehr vollständig illustriert ist, weil die Bilder aus den kürzlich entfernten Affiliate Links nicht mehr eingebunden sind. Für sowas waren die durchaus brauchbar.

Du bist dafür zu alt!

Es gibt Menschen, die sofort Kreischkrämpfe bekommen, wenn ihnen jemand sagt, das etwas ab einem gewissen Alter nicht mehr geht. Unter meinen Leserinnen weiß ich genau, wer jetzt gerade mit den Augen rollt oder Schnappatmung hat: Klick weg, lies einfach einen anderen Beitrag oder komm in ein paar Tagen wieder vorbei, wenn es Dir damit so geht. Ebenso weiß ich aber, dass es Leserinnen gibt, die sich mit dieser Fragestellung beschäftigen. Für die ist dieser Beitrag. Viel Spaß beim Lesen!

Was der eine mit Ü50 noch trägt, fand der andere ab 30 schon zu jugendlich für sich. Ich sage nur kurze, weite Kleider – die sind auch so ein Fall … oder Shorts. Der eine sieht darin mit 60 noch klasse aus, fühlt sich wohl und es gibt keinen Grund, das zu hinterfragen. Der andere findet es einfach irgendwann nicht mehr adäquat für sich.

Kurze, weite Kleider finde ich für mich zum Beispiel zu jugendlich. Die passen nicht mehr zu mir, meiner Lebenseinstellung, meinen Kleidungsstil. In Bermudas gefallen mir die Innenseiten meiner Knie nicht mehr, da brauchen wir über Shorts im Sommer gar nicht erst zu reden. Das ist ein persönliches Fettpolsterthema und hat nichts mit dem Alter zu tun. Auch das sind Kernpunkte dabei: Passt es zu meinem Alter UND passt es zu dem, was ich von meinem Körper zeigen möchte?

Von hinten Lyzeum – von vorne Museum will in Wahrheit auch keiner sein, oder?

Wie sagte eine Kundin in meinem Alter mit körperlich jugendlicher Ausstrahlung, die ich seit 2009 kenne, im letzten Jahr über ihre neuen Haarschnitt: “Ich wollte, dass die Frisur zum Gesicht passt, wenn ich mich umdrehe.” Schön formuliert, oder? Positive Überraschungen hat man ja gerne, aber wenn Menschen zucken wie alt man beim Umdrehen von vorne aussieht, bringt das keinen guten Gesprächsstart. Der erste Eindruck und so …

Über die Veränderung der Füße und der dazu passenden Schuhe, denn genau das ist ja eigentlich erstmal das Wichtigste, dass der Schuh zum Fuß passt!, habe ich umfassend in dem Sandalenbeitrag geschrieben. Was die Schuhmodelle angeht, denke ich, dass es welche gibt, die eine erwachsene Frau verkleidet wirken lassen. Vielleicht trug jemand mit Ü50 die in 2019 angesagten Chunky Sneaker, aber ich habe noch keine Frau Ü50 in Sneakern mit Rollen oder blinkenden LEDs gesehen. Jede mir bekannte Frau hat irgendeine Grenze – auch bei junger Mode. Da kann das Ich-lasse-mir-nichts-vorschreiben-Gezeter noch so laut sein.

Mit Ü50 kenne ich mich persönlich offiziell noch gar nicht aus, aber ich bin im 50. Lebensjahr – 2021 steht die 50 an. Mal davon abgesehen, dass ich Augen im Kopf und Fantasie habe, nehme ich mir auch eine persönliche Meinung dazu heraus. Bei Antworten, die nicht mit Schwarz oder Weiß, Ja oder Nein zu beantworten sind, helfen Fragestellungen. Ich werde hier also einen Teufel tun und von konkreten Schuhen abraten. Wenn ich unsicher bin, ob ein Schuh (oder anderes Kleidungsstück) zu jung für mich ist, kreise ich das Thema mit zirkulären Fragen ein. Die Frage, welche Schuhe ab 50 nicht mehr passen, kannst Du Dir damit selbst beantworten. Funktioniert im Übrigen auch schon mit 20, 30 oder 40 …

Fragen an die unsichere Frau Ü-irgendwas

  • Wie fühlt sich die Vorstellung an, das zu tragen?
  • Wenn es vom dem Look ein Foto gäbe, was würdest Du in 20 Jahren beim Betrachten des Bildes über Deine Schuhwahl denken?
  • Was würden Deine Kinder sagen, wenn sie Dich darin sähen? Wären sie stolz auf Deinen guten Geschmack oder würden sie lieber drei Schritte hinter Dir gehen?
  • Würde Deine Mutter die Schuhe anziehen? Anders oder wie bei Dir kombiniert?
  • Warum denkst Du, dass die Schuhe zu jung für Dich sein könnten?
  • Was würde Dir entgehen, wenn Du diese Schuhe nicht trägst?
  • Was gewinnst Du, wenn Du diese Schuhe trägst?
  • Was macht für Dich einen Ü50-Look aus und warum denkst Du, passen einige Schuhe nicht zu Frauen Ü50?
  • Hast Du dieses Schuhmodell bereits in früheren Jahrzehnten getragen? Was hat sich seitdem an Deinem Stil und Deiner Lebenseinstellung verändert? Passt es wieder zu Dir oder hat es seine Zeit gehabt, die passé ist?

Die Zeiten ändern sich

Bei mir ist zum Beispiel die Zeit für Chucks, die ich den 1970ern trug, und Espadrilles aus den 1990ern vorbei. Was ich dabei jedoch auch zu beachten finde, ist der Zeitgeist. In den 1950ern galten andere Regeln als heute. Im Jahr 2020 sind feste Dresscodes auf zum Rückzug. Das gibt mehr Raum für Individualität, ohne dass jemand komisch angesehen wird oder sich rechtfertigen soll. Menschen mit 50 leben heute in Nordeuropa durchschnittlich freier als im letzten Jahrhundert.

Außerdem sind die Grenzen zwischen den Generationen nicht mehr so deutlich, schon alleine dadurch, dass einige mit Anfang 20 Kinder bekommen und andere mit über 40. Im Winter hatte ich eine Freundesrunde am Esstisch mit unter anderem Frauen von Jahrgang 1967 bis 1972, bei der die Kinder der Gäste im Alter von einem Erstklässler bis hin zur ausgebildeten Fachkraft Mitte 20 mit jahrelanger Berufserfahrung verteilt waren. Dass jemand sich anders bewegt, kleidet, denkt und fühlt, wenn er einem Sechsjährigen hinterherläuft, als wenn die Kinder aus dem Haus sind, spielt auch eine Rolle bei der Beantwortung der Fragen. Deine Schuhe passen bitte in Dein Leben.

Welche Schuhe trägst Du mit über 50 nicht mehr?


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34 Gedanken zu „Stilberatung: Welche Schuhe nicht für Ü50?

  1. Hallo Ines,
    ich glaube, meine kürzeste Antwort auf einen Beitrag von dir:

    Ich trage mit Ü50 keine Schuhe mehr, in denen ich mich quälen muss. Punkt.
    Wenn eine Verkäuferin im Schuhgeschäft zu mir sagt, ” die dehnen sich noch mit der Zeit”, dann denke ich mir nur im stillen “und bis dahin, willst du dich quälen ?” und stelle die Schuhe wieder ins Regal.

    Liebe Grüße
    Claudia

    • PS.
      Außerdem finde ich es schade, wenn man extra auf Wunsch einen Blogbeitrag erstellt, keine Reaktion mehr kommt. Genauso schade finde ich es, wenn man z. B. etwas schenkt und keine Reaktion kommt, ein Danke reicht ja schon. Aber das sind wirklich andere Themen.

      Kühle Grüße, wenn ich denn welche hätte, ;-)
      Claudia

    • Wenn mir jemand im Schuhladen erzählt, dass das beim Eintragen alles besser wird, laufe ich so schnell wie Du. Die Schuhe werden noch weich beim Tragen. Wann? Nachdem meine Füße kaputt sind?

      PS: Geht mir auch so. In dem Fall habe ich mich echt geärgert, weil in dem Sandalenbeitrag ein Tag Arbeit steckt. Ich hätte den Beitrag von alleine nie geschrieben und habe mir viel Mühe gegeben, passende Modelle bei Amazon finden und die Bilder einzubauen, um dem Beitrag zu illustrieren. Selbst wenn einem der Beitrag nicht gefällt, darf man sich bitte für die Mühe bedanken. Aber egal – die Zeit ist abgeschrieben und der Beitrag ist gut fürs Suchmaschinenmarketing. Er wird oft in Suchmaschinen angezeigt und angeklickt – so habe ich auch etwas davon. Dieser Beitrag hier wird einer von denen, die für VG Wort wahrscheinlich genug Klicks bekommen, damit ich von denen Tantiemen bekomme. Es zahlt sich also am Ende vielleicht sogar noch monetär aus. Also höre ich jetzt auf, mich zu ärgern!

  2. Nun bin ich ja 20 Jahre älter als Du und kann sozusagen schon etwas zurückblicken. Meine Schuhe haben sich nicht wesentlich geändert seit 50.
    Keine hohen Treter, die habe ich aber eh noch nie so recht vertragen. Aber auch keine Sneakers aus dem Sportbereich, denn echten Sport habe ich seither nicht gemacht und ich verbinde das immer damit. Ja sogar mit dem Begriff “Turnschuhe” und Joschka Fischer seligen Zeitens bei der Vereidigung im Parlament :-). Schuhe konnten eben auch ein Politikum sein.
    Also nehme ich u.a. Ecco-Schuhe und in weiß trage ich die schon immer. Da musste ich manchmal lange suchen, denn weiß war nicht immer Trend.
    Bequeme Schuhe sind ein Traum. Nicht immer erweisen sie sich als solche, wenn ich sie dann anhabe. Gern kaufe ich daher die gleichen Schuhe später ein zweites Mal, wenn ich gute Erfahrungen damit gemacht habe. Aber leider werden oft bei den gleichen Modellen Einsparungen gemacht (bezüglich Lederanteil, Schnürsenkel-Länge etc), so dass sich die gleichen dann doch als anders herausstellen. Das finde ich schade.
    Deine Fragen hingegen finde ich sehr hilfreich nicht nur beim Schuhkauf!
    Herzlich grüßt Sieglinde

    • „… keine Sneakers aus dem Sportbereich, denn echten Sport habe ich seither nicht gemacht …“

      Das ist für mich so ein Satz, der genau für das steht, was ich meine. Wenn ich keinen Sport mache, laufe ich auch nicht in Sportkleidung durch die Gegend. Da passt dann die Optik nicht zur Lebenseinstellung.
      Die Modellvariationen kenne ich , da hilft es nur, den Schuh sehr schnell direkt ein zweites Mal zu kaufen.

  3. Liebe Ines, du greifst immer wieder interessante Punkte auf – so auch heute, ein Thema, über das ich mir bisher keine Gedanken gemacht habe und das mich ehrlich gesagt auch beim Schuhkauf noch nie beeinflusst hat. Für mich müssen Schuhe passen, also angenehm zu tragen zu sein und auch mit der Kleidung harmonieren. So gab es Zeiten, in denen ich eigentlich fast ausschließlich Absatzschuhe getragen habe, nach meinem Knöchelbruch durften es längere Zeit nur flache Schuhe sein und zurzeit gerne ein Mischung aus Allem, je nach Anlass – aber eigentlich habe ich beim Schuhkauf das Alterthema nie im Hinterkopf. Deine Fragen finde ich auf jeden Fall interessant und ich denke, diese passen auch für die Kleidung und andere Bereiche. Es tut mir Leid für dich, dass sich diese Leserin nach deiner Antwort nicht mehr dazu geäußert hat – zumindest ein kurzes Danke wäre das Mindeste gewesen. Aber so sind wir dennoch zu diesem interessaten Beitrag gekommen.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe

    • Wie schön, dass Du nach dem Knöchelbruch wieder Schuhe mit Absatz tragen kannst, denn manchmal ist das einfach schöner fürs Auftreten oder die Optik. Ich trage auch meistens flache Schuhe, aber 4 cm Absatz gehen ganz gut und selbst darauf steht man schon anders als auf ganz flachen Schuhen.

      Perfektes Reframing: Der Leserin verdanke ich damit nicht nur eine Artikelidee, sondern zwei und Google wird auch diesen Beitrag lieben, denn es stellen sich diese Fragen viele Frauen. Ich bin zu Dank verpflichtet!

      Ich wünsche Dir einen ebenso schönen Tag und hoffe, dass Du die Sonne genießen kannst.

  4. Tatsächlich trage ich keine Chucks mehr, die ich bis vor fünf, sechs Jahren getragen habe. Aber ich mag es, wenn ich halt meine Einlagen in meine Sneaker tragen kann ;)

    • Warum trägst Du keine Chucks mehr? Weil sie wieder aus der Mode und damit aus dem Sinn sind oder hat das was mit Deinem Alter oder verändertem Kleidungsstil zu tun? Turnschuhfrau wirst Du immer bleiben, oder?

  5. Liebe Ines, danke für den Beitrag. Schuhe sind für mich vor allem eins : Bewegungshilfe. Deshalb müssen sie zu mir und zu meiner restlichen Kleidung passen. Das noch besser herauszufinden, wirst Du mir sicher im September helfen. Liebe Grüße Greta

    • “Bewegungshilfe”

      Das hast . Das hast Du schön gesagt. Das Thema gehen wir im September gerne ausführlich an, letztes Mal haben wir es aus zeitlichen Gründen ja nur gestreift. Der Vorteil einer zweiten Runde. Ich freue mich darauf!

  6. Guten Morgen Ines,
    für mich persönlich würde ich eher weniger das Alter in den Vordergrund stellen. Ich richte mich eher nach meinem persönlichen Geschmack. Der hat sich allerdings, inzwischen bin ich ja auch 50, in den letzten Jahren geändert. Die Röcke sind heute meist länger, die Schuhe bisweilen andere, als ich sie vor 20 oder 30 Jahren getragen habe. Eben, weil manches, was du auch in deinem Post erwähnst, einfach nicht mehr zu mir und meiner Lebenseinstellung passt.
    Bei Haaren bin ich auch für individuelle Lösungen. Ich habe eine gute Bekannte mit ganz langen blonden Haaren. Die ist Mitte 50 und sie fühlt sich genau so wohl, wie sie ist. Ich würde meine Haare auch nicht abschneiden (und mein Mann ist ebenso entsetzt wie meine Töchter, wenn ich mal eine schöne andere Frisur sehe und laut über die Veränderung nachdenke). Aber ich kann mir vorstellen, dass es in 10 Jahren hier Veränderungen geben wird. Das hängt vom Gesamteindruck ab und wie ich mich dabei fühle.
    Jetzt werde ich den Post mit den Sandalen lesen.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Andrea

    • Nur aufgrund des Alters würde ich Deine Haare unter keinen Umständen abschneiden. Gründe dafür können eher sein, dass sich die Haarstruktur oder –menge so verändert, dass sie einem in der Länge einem nicht mehr so gut gefallen oder man seinen Stil verändern möchte oder die Gesichtsform sich ändert durch das Alter oder Gewichtsveränderungen. Das sind Dinge, die mit dem Alter zu tun haben können, aber die Zeiten, in denen Frauen ab 40 kurze Haare tragen „müssen“ oder einen strengen Dutt sind zum Glück schon sehr lange vorbei. Bei Dir kann ich mir auch gut schulterlange Haare vorstellen, wenn Du keine Lust mehr auf die aktuelle Frisur hast.

      Ich wünsche Dir ein ebenso schönes Wochenende!

  7. Liebe Ines,
    für mich bitte keine Kunstledersandalen oder -schuhe mehr, keine mit Sohlen in Kunststoffoptik (Ausnahme sind Flip-Flops). Keine Pumps mit dünnem Absatz und spitzer Kappe. Überhaupt keine dünnen Absätze. Lieber weniger Schuhe kaufen, dafür mit besserer Qualität. Hier wohnen Schuhe, die sind schon vor 10 Jahren eingezogen… die Ältesten werden bald volljährig (Mary-Jane, Blockabsatz, braun, Vollleder).
    Trotz Hitze brauche ich jetzt einen Espresso. Komm doch mit!
    Liebe Grüße Susa

    • Kunstledersandalen sind aus der Hölle, oder?

      „Lieber weniger Schuhe kaufen, dafür mit besserer Qualität.“

      Das trifft genau das, wie ich auch auswähle. Lediglich bei Sohlen/Absätzen in Kunststoffoptik mache ich manchmal Ausnahmen, wenn ich keine passenden Schuhe in gewünschter Farbe und Stil finde mit Ledersohle oder Leder- oder Holzabsatz. Selbst wenn man bereits ist, mehr auszugeben, ist nicht immer zu finden, was man sucht. Aber dann achte ich dennoch darauf, dass es nicht von Weitem auf den ersten Blick zu erkennen ist.

      Meine ältesten Schuhe sind Pumps mit einem Absatz von 8 cm – dunkelbraun, zeitlos aus 2006. Die hatte ich ewig nicht an, aber sie passen und sind heil, deshalb bleiben sie noch.

      Danke für den virtuellen gemeinsamen Espresso!

  8. Highheels und alles, was meine Füße für unbequem halten. Ich tue meinen Füßen das einfach nicht mehr an.

    Natürlich hat das auch was mit dem Alter zu tun. Aber nicht nur. Vorschriften und Modediktate mag ich ansonsten nicht. Jeder soll das tragen, worin er sich wohlfühlt. Bei mir ist es aber ähnlich wie bei Dir. Ich mag mit fast 60 keine Miniröcke und kurzen Shorts mehr tragen.

    Liebe Grüße Sabine

    • So geht mir das auch: Ich tue meinen Füßen das einfach nicht mehr an. Ich trage keine Schuhe, in denen mir die Füße nach einem Stadtbummel abfallen oder explodieren wollen und keine, auf denen ich nur stehen und nicht gehen kann. Deshalb habe ich im letzten Jahr auch meine letzten hohen Sandalen aussortiert. Ich wollte sie einfach nicht mehr tragen, auch wenn sie hübsch waren.

  9. Mir geht es ähnlich, alles was drückt oder sich unangenehm anfühlt, wird bei Schuhen nicht mehr gekauft. Hohe Pumps gehen auch nicht mehr, da jammern meine Knie. Ich möchte – im übertragenen Sinn – wie auf Wolken gehen können. Die Optik sollte bei mir auch stimmen. Ich gebe dir vollkommen recht, Füße werden empfindlicher. Bei mir werden die Füße zudem auch noch größer. Ich war bei Schuhgröße 38 und bin jetzt bei 40. Liebe Grüße, Caro

    • „…wie auf Wolken gehen können.“

      Das ist ein schönes Bestreben, das ich sofort unterzeichne. Größer sind meine Füße bisher nicht geworden, aber breiter und flacher, Da wäre mir länger fast lieber, weil größere Schuhe breiter sind – aber das kann man sich ja nicht aussuchen und aus seinen Schuhen herauswachsen will ab 16 auch keiner mehr …

  10. danke für den hinweis – ich bin direkt zum kommentarfeld gegangen, als du KLICK WEG geschrieben hast. ich bin sehr schlecht im “mich über andere wundern” weil es mir total egal ist, wie jemand rumläuft und ich selber ein schrillie bin.

  11. Keine Ahnung…. ich trage einfach schon immer die Schuhe die mir gut passen. Und das sind einfach Schuhe zum binden/fixieren. Das dürfen gerne Turnschuhe seín. Aber auch Halbschuhe, Schnürstiefeletten.
    Ich werde immer eine Jeans und Turnschuh Frau bleiben. Das hat für mich nichts mit dem Alter zu tun. Ich kann auch mal anders, aber meist will ich nicht.
    Was ich persönlich oft eigentümlich finde sind so “Porno-Plateau-Stilettos”. An jungen Frauen, weils so nach Gewerbe ausschaut. Und an 60 jährigen wirkt es irgendwie auch nicht mehr passend.
    BG Sunny

    • Oh ja, das sieht eindeutig nach Gewerbe aus – genau wir Overknees für mich. An jungen Frauen nuttig, an alten deplatziert. Wobei es ja im Gewerbe ja auch alte Frauen gibt …

  12. Liebe Ines, ich trage keine unbequemen Schuhe mehr, nur weil sie schön sind. Comfort ist mir am wichtigsten. Ich habe jetzt aber keine Schuhe im Kopf, welche mir an Frauen über 50 nicht gefallen würden. Ich sag ja immer tragt was ihr mögt. 😄
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    • Gemütlich müssen meine Schuhe auch sein, sonst trage ich sie eh nicht – Ausnahme Pflichtschuhe und sind dann immerhin im Rahmen dessen möglichst gemütlich.

  13. Meine Zeit mit High Heels ist defnitiv vorbei, aber nicht, weil ich denke, dass ein +60, wie ich, sie nicht tragen kann, sondern weil ich Probleme habe und keine hohen Schuhe mehr tragen sollte. Ansonsten trage ich alle Arten von Schuhen, Sandalen, die bequem sind und zu mir und meinem Stil passen. Ich muss mir gefallen, und mich wohlfühlen. Was andere in meinem Alter tragen, ist mir wirklich egal!
    Liebe Grüße noch einen schönen “hot” Sonntag,
    Claudia

    • Wie ist das in Brasilien, dem Land der Schönheitsoperationen und Mini-Bikinis? Ändert sich der Schuhstil der Damen dort im Lauf der Jahre oder bleibt das jugendlicher als oft in Deutschland?

    • Ich bin mir nicht sicher, weil ich nie daran interessiert war, es zu wissen, aber ich denke, dort ist es genauso wie hier – vor allem Komfort!
      LG

  14. Ich trage (wie du) keine Chucks mehr und in Ballerinas gefallen mir meine Füße nicht.
    Ich bin der Meinung, dass man sich nicht verrückt machen lassen darf. Die Hauptsache ist immer, dass man in den Schuh reinpasst und gut drin laufen kann. Das fallen bei mir auch schon wieder einige Stile durchs Raster.
    Was meine Kinder davon halten oder gar meine Mutter … geschenkt.
    LG
    Sabiene

    • In Ballerinas gefallen mir meine Füße und mein Gang nicht, deshalb trage ich sie nicht mehr.

  15. Oha – schwiiiieriges Thema, da fühle ich mich sehr angesprochen.
    Ich habe extrem empfindliche Füße und kann überhaupt nicht mehr gut auf Absätzen oder ohne Strümpfe (=Blasen) laufen. Außerdem brauche ich ein wenig Halt, damit ich nicht umknicke – diese Kombination machen Slingpumps/Sandalen mit schlanken Absätzen für mich unmöglich. Ich suche noch nach einem Modell mit ca. 3 / 3,5 cm Blockabsatz – das würde noch einmal eine Chance bekommen.
    Die Sandalen, die mir etwas mehr halt bieten sind meist in der Form so altbacken, dass ich sie zwar besitze, aber kaum trage. Ballerinas habe ich in mehreren Farben, aber im Sommer sind sie sehr warm und ohne Strümpfe für mich schwierig. Irgendwann sind bei mir Chucks als wenig eleganter Kompromiss eingezogen, darin kann ich Sneakersocken verstecken (auch so ein Thema….) – ich trage sie gerne zu sportlichen Shirtkleidern, Leinenkleidern oder mal zum Jeansrock und habe für mich beschlossen, dass das auch mit Ü50 noch geht. Zum schicken Etuikleid geht das natürlich gar nicht, da quetsche ich mich dann in Pumps oder mein einziges Paar halboffene Peeptoes in einem Nudeton (passt fast immer) und fühle mich den ganzen Abend mehr oder weniger unwohl. Im Herbst/Winter wird es wieder leichter, weil das Blasenproblem durch Strümpfe gelöst wird. Schuhe bleiben aber insgesamt ein Dauerthema.

    • Ich verstehe Dein Dilemma absolut. Hast Du nach den Sandalen mit Blockabsatz mal bei Paul Green geschaut? Da habe ich meine im letzten Jahr gefunden und die tragen sich sehr gut. Schuhtechnisch freue ich mich inzwischen auch eher auf den Herbst als den Frühling …

  16. Hallo Ines,
    Danke für die Beiträge. Schade, dass du kein feedback bekommen hattest. Ich finfds klasse, wie du immer wieder Themen deiner Leserinnen aufgreifst und dir die Mühe machst, mit einen tollen Blogbeitrag zu antworten. Da gehört ja auch immer viel Arbeit dazu.
    Ich als Ü50 trage immer noch gerne Absatz, aber nur sehr bequeme Schuhe oder offene Sandalen, da ich seit einem Zehenbruch besonders drauf achren muß. Meist tuts aber bei mir ein flacher oder halbhoher, qualitativ hochwertiger Schuh. Tatsächlich finde ich, dass die Körperhaltung mit ein wenig Absatz sofort besser wird.
    Ich kenne ein Fotografin, die sogar bei Portraitfotos den Kundinnen empfiehlt, hohe Schuhe anzuziehen, da man mehr Spannung in der Haltung hat und sich das auch auf den Fotos zeigt. Das fand ich einen sehr interessanten Aspekt.
    So oder so liebe ich zuhause im Garten meine bequemen Crocs und geh gern barfuß. Und für Ballerinas fühl ich mich noch nicht zu alt. Muß ja nicht mit Schleifchen sein.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Lieben Gruß, Angie

    • Freut mich besonders, dass Dir als Kollegin der Sandalenbeitrag gefällt. Ich finde auch, dass man mit etwas Absatz aufrechter steht und das sieht und hört man. Gute Idee von der Fotografin, auch bei Portraits darauf zu achten, denn die Haltung ist dabei zu sehen. Für mich reicht bei der Haltung manchmal schon der Unterschied zwischen flachem Halbschuh, aber mit fester Sohle und separatem Absatz, im Vergleich zu Sneakern oder ganz flachen Sandalen. Deshalb gebe ich Seminare oder Vorträge nicht in flachen Schuhen mit durchgehender Sohle. Anfangs brauchte ich hohe Absätze für die Ausstrahlung, heute reicht ein Halbschuh – aber fest muss er sein.

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