Über Ines

Imageberaterin aus Hamburg

Pullover – die Qual der Wahl in Form und Material

Gastbeitrag von Susanne Nagel formerly known as Rotlilie

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover im Zopfmuster - V-Ausschnitt rosa – Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Die zyklische Nachfrage von Ines, welche Modefragen dringend geklärt werden müssten, hatte zur Folge, dass ich mich anbot, meine Gedanken zum Thema Pullover aufzuschreiben. Bei gefühlten 45 Grad waren die Sommerwochen keine gute Ausgangsbasis für Wolliges. Nun ist der Herbst da und ich scanne meinen Kleiderschrank und halte Ausschau nach Exemplaren, um in blumigen Worten meinen Lieblingspullover vorzustellen und stelle fest, dass ich ein echtes Problem damit habe, weil ich keinen finde, der meinen Ansprüchen gerecht wird.

Ich könnte mich den Alternativen zuwenden: Shirts oder Blusen plus Strickjacke. Das tue ich auch, aber irgendwie hat frau gelernt, dass ein Pullover zur Grundausstattung gehört. Er wärmt, man kann sich einkuscheln, er ist ein leicht handhabbares Kleidungsstück und passt zu fast allen Gelegenheiten. Dem möchte ich auch gern folgen. Um Euch ein Stilbild von mir zu vermitteln, hat Ines mich gebeten, die Tabelle auszufüllen, die Ihr von ihrem Stilprofil kennt.

Stilprofil Susanne Nagel August 2019

Alter Best Agerin
Farbtyp Wintertyp mit gelegentlich sommerlicher Anmutung
Augenfarbe Braun
Hauttyp Hell, im Sommer dunkel, kühler leicht gelber Unterton
Haarfarbe Braun, die Farbe kommt meiner natürlichen sehr nahe
Gesichtsform Oval
Figurtyp X
Körperlänge 1,68 m
Oberkörper Kurz
Beine Lang
Taille Vorhanden
Oberweite 85 D /80 E je nach Marke
Oberteile 40
Hosen 40, wenn sie groß ausfallen 38, 30 Inch, 32er Länge
Schuhe 40, bevorzugt mittelhohe Blockabätze
Kleidungsstil High Class Leger Chic mit Twist – irgendwas muss immer bisschen schräg sein!
Muster Uni bevorzugt, wenn Muster dann graphisch
Kontraste Gerne hell-dunkel, kühl, Blau, Grün, Beerentöne
Accessoires Immer: Ohrringe – Ringe oder Perlen oder Bügel, es darf auch etwas Kitsch und großflächig sein, neuerdings immer Uhr, manchmal Armbänder
Brille Arbeitsplatzbrille – muss gerade erneuert werden, ich nehme, was da kommt, eher mit Rand, dunkel bzw. kräftige Farben
Fokus Oberkörper strecken, Dekolleté betonen
Kaschieren Kurze Taille, hoher Rippenbogen
Betonen Beine, Fesseln

Warum mir ein Pullover so viel Kopfzerbrechen bereitet

  • Strickwaren sind in der Regel aus leicht flauschigem Material, das den Körper oft fülliger erscheinen lässt.
  • Ich habe einen größeren Busen. Dafür sind runde Ausschnitte ungeeignet, zu flächig, der Oberkörper wird zu stark betont.
  • Weite Schnitte ebenso, alles, was durch den Busen vom Körper absteht, macht mich dicker, als ich eigentlich bin. Kaschieren funktioniert so nicht.
  • Spitze und tief zulaufende Ausschnitte passen gut, aber im Umfang darf das Teil auch nicht zu weit sein, gleiches Problem wie oben.
  • Meine kurze Taille in Kombination mit einem hohen Rippenbogen sind leider zwei Ausschlusskriterien für eng anliegende Pullover, die zwar meiner X-Silhouette schmeicheln würden, aber aufgrund des leicht vorstehenden Oberbauches nicht gut funktionieren.
  • Rückenteil länger als Vorderteil – wie seit einigen Jahren angesagt: wegen Punkt 2 und 3 nicht tragbar, die Länge wird problematisch, sobald die Hüften bedeckt sind.
  • Enge Bündchen, sowohl an den Ärmeln als auch an der Taille bzw. Hüfte, stauchen sämtliche Proportionen und sind eigentlich nur für sehr schmale Frauen geeignet.
  • Trompetenärmel – hui, das wird schwierig, überhaupt, dieses ganze Statement-Gedöns!
  • Richtig dicke Garne gehen nur selten gut, siehe unten.
  • Pullover über Blusen – finde ich persönlich sehr schön, ich bin ein Fan von Layering-Looks. Blusen bremsen aber den Fall des Pullovers und ständig muss man alles neu in Form bringen, außerdem tragen sie auch auf.
  • Oversized mit gewollt überlangen Ärmeln oder besonders weiten Schnitten macht keine gute Figur.
  • Die gerade angesagte Kombination aus langem Rock mit weiterem Pulli aus mitteldickem Garn in Knallfarbe (möglichst am Arm noch gerafft) sieht bei mir – mit Verlaub – geschossen aus. Never!
  • Helle Farben, großflächige Muster, Statements, Glitzer, Glamour und Effektgarne funktionieren bei mir maximal im Ton-in-Ton Effekt.

Alternativen zu Pullovern

Als ich der Frage nachging, wurde mir auch klar, warum ich so gern Kleider trage und immer wieder kaufe. Mit dem richtigen Schnitt und aus schönen Stoffen passen sie mir ohne Kompromisse. Ich fühle mich in Kleidern immer gut angezogen und überhaupt nicht overdressed.

Ich bin auch ein Kleid-über-Hose-Fan, knielange Shiftkleider ersetzen mir so manchen Pullover. Und ich mag lange verschlusslose Strickjacken über Shirt, Bluse und Kleid. Einziges Manko: Viele Mäntel sind für diese Variante leider zu kurz oder die Jacken zu lang, je nach Perspektive.

Geht doch! Details zur Kompromissfindung

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover V-Ausschnitt rot – Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Ich trage Pullover, aber sie gehören definitiv nicht zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Mit einigen Kompromissen komme ich über die Runden, durchaus auch als Varianten der oben genannten Ausschlusskriterien, denn Ausnahmen bestätigen wie überall meine Regeln:

  • Eher dunkle oder gedeckte Farben
  • Keine Muster außer bei den selbstgestrickten Modellen, wo das Muster quasi als Träger gilt, ansonsten höchstens Ringel oder farbige Bündchen als Abschlüsse
  • Dicke Wollpullover funktionieren nur mit schmalen Hosen und unter Weglassung aller anderen optischen Hingucker, wie Schmuck, Schals oder aufwendiger Schuhgestaltung. Der Fokus muss primär auf dem Pullover liegen.
  • Kastige Schnitte dürfen maximal auf der Hüfte aufliegen und nicht zu weit ausfallen.
  • Schmaler langer Schnitt ist etwas körperfern optimal, ohne aber eine A-Linie zu betonen, geeignet hierfür sind auch Schlitze an den Seiten.
  • Spitze Ausschnitte, die dem Dekolleté schmeicheln, trage ich manchmal über einem Top im Material- oder Farbkontrast.
  • Obwohl ich immer dachte, dass mir Rollkragenpullover ganz gut stehen, haben mir die Fotos das Gegenteil bewiesen und ich werde zukünftig auf diese Modelle verzichten.
  • Gegen klassische V-Ausschnittpullover aus Merino oder Kaschmir kann selbst ich Pullovermuffel nichts einwenden.
  • Über diverse Materialen könnte ich einen halben Meter Text schreiben, nur so viel hier: Ich wähle möglichst pure Naturfasern oder mit geringen Anteilen an Kunstfasern oder Elasthan, sie geben z. B. Baumwollpullovern mehr Halt. Mehr davon bringt mich zum Schwitzen bzw. fühlt sich auf der Haut nicht gut an. Als Kind war ich sehr wollempfindlich. Glücklicherweise hat sich das gelegt, die Garne sind heutzutage wesentlich besser veredelt.
  • Jede moderne Waschmaschine hat ein Wollprogramm, mit dem man selbst empfindliches Kaschmir waschen kann. Ich würde sie in den meisten Fällen der Handwäsche vorziehen.
Susanne Nagel – Outfit mit Rollkragenpullover – Copyright Foto Nagel

So nicht, Passform und Stil fallen bei mir durch!
Copyright Foto Nagel

Hier seht ihr Beispiele aus meiner Kollektion, nicht hochaktuell, der letzte Pulloverkauf liegt eine Weile zurück. Ich stricke selbst, allerdings nur mit Wolle ab Nadelstärke 5,5 – beim Fachpersonal Worsted bis Bulky genannt. Das ist mindestens mitteldicke Wolle. Feinstrickpullis kaufe ich, da muss ich keiner professionellen Maschine nacheifern. Ich habe mich in diesem Jahr von diversen Modellen inspirieren lassen. Hier meine Lieblingsstücke, die mir flott von der Hand gingen:

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Die Materialien sind durchweg aus Naturfasern wie Merinowolle, Alpaka, Baumwollmischung und Kid Mohair.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Mein Wärmehaushalt hat sich mit den Jahren geändert und ich kann somit an kühlen Tagen Wolle am Körper ertragen, obwohl die Arme nicht bedeckt sind. Shirts oder eine Bluse darunter machen sie herbst- und wintertauglich.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Den Text hab ich ein paar Wochen abhängen lassen, immer mal wieder gelesen und festgestellt, dass ich das Thema jetzt gerade nicht mehr ganz so kritisch sehe. Ich bin in der aktuellen Saison noch nicht auf dem Laufenden, entdecke aber den Pullover als ein Statement-Teil in diesem Herbst in fast allen Schaufenstern und bin ziemlich sicher, dass sich da auch für mich einer finden wird.

Farblich wird es schwierig. Die angesagten Gelb-Grün-Ocker-Braun-Töne stehen mir überhaupt nicht, Schwarz habe ich seit einiger Zeit abgewählt und mit Dunkelblau bin ich ziemlich gut versorgt. Ein schönes Kaschmirstück hätte ich gern. Finde ich nix, kommt halt wieder was auf die Nadeln!

Liebe Leserinnen, wie geht es Euch mit Pullovern? Nach welchen Kriterien kauft Ihr Pullover und was ist Euch das Wichtigste dabei? Welche Kompromisse macht Ihr?

Herzlichen Dank Ines, dass ich mein Gejammer hier so ausführlich ausbreiten durfte!

Anzeige – Nischendüfte bei Douglas und mein Duftgeheimnis

Annick Goutal - Eau D'Hadrien - Eau de Toilette - Nischenduft für Damen

Habe ich im März in den Kommentaren zu Caros Gastbeitrag Düfte, die mich begleiten noch bei meiner Parfümgeschichte geschrieben, dass ich meinen aktuellen Duft nicht verrate, weil ich ihn möglichst exklusiv verwenden möchte, werde ich heute schwach und lüfte das Geheimnis.

Wie ich zu meinem Nischenduft kam

Nach einigen parfümfreien Jahren bekam ich Ende 2018 wieder Lust auf einen Duft. Nun ist es jedoch so, dass mir die meisten Düfte zu extrem sind. Zu süß, zu herb, zu warm, zu holzig, zu … whatever … einfach too much. Dazu kommt, dass die meisten Düfte sich auf meiner Haut deutlich anders entwickeln als sie im Flakon oder frisch aufgesprüht riechen. Mainstreamdüfte kommen nicht in Frage, weil ich nicht wie beliebig viele Menschen riechen möchte, auch wenn die Entwicklung am Körper für Individualität sorgt. Die Zeiten sind für mich vorbei.

Ein mehrstündiger Tragetest ist Pflicht. Dabei merke ich dann auch, ob ich einen Duft auf der Haut überhaupt vertrage, denn allergische Reaktionen habe ich meistens direkt mit im Programm, die auch beim Aufsprühen nur auf die Kleidung dennoch auf der darunter liegenden Haut passieren können. Du siehst: Ich bin ein schwieriger Fall in Bezug auf Düfte!

Im Winterurlaub an der See hatte ich dann das Glück, auf eine Verkäuferin zu treffen, die mir genau zugehört und meine olfaktorischen Bedürfnisse sofort erkannt hat. Ihr erster Griff wurde es am Ende: Eau D’Hadrien von Annick Goutal (Werbung) als Eau de Toilette.

Annick Goutal - Eau D'Hadrien - Eau de Toilette - Nischenduft für Damen

Eau D’Hadrien aus dem Jahr 1981 ist ein leichter zitrusfrischer Duft, der im Abgang einen Hauch pfeffrig riecht. Ich vertrage ihn sogar direkt auf der Haut. Das Retrodesign des Flakons finde ich passend zu dem eleganten, zeitlosen Duft. Solche exklusiven, besonderen Düfte gibt es nicht nur in kleinen Parfümerien, sondern auch bei Douglas findest Du Nischendüfte (Werbung) wie meinen.

Ich schnupperte noch an weiteren Düften der Serie von Annick Goutal und an der Duftreihe eines anderen Herstellers, den ich vergessen habe, der auch mit recht puren Duftnoten arbeitet, aber mir war schnell klar: Eau D’Hadrien ist es. Ich habe es mir aufsprühen lassen und wusste schon nach einer Stunde, dass ich es haben möchte.

Mein Mann mochte es auch und so hatte er direkt noch ein spontanes zusätzliches Weihnachtsgeschenk für mich. Wie Du an dem aktuellen Foto des Flakons siehst, verwende ich es sparsam und nicht täglich. Aber wenn ich es auftrage, ist es mir immer eine Freude.

Mit einem Duft durchs Jahr oder Lust auf einen Herbstduft?

Als Minimalistin habe ich nur diesen einen Duft, er mich durch das ganze Jahr begleitet. Zitrusfrische kann ich immer um mich haben. Der klare Duft tut mir gut und erfrischt mich, wenn ich ihn auftrage. Weil weder Parfüm noch Eau de Toilette ewig im Duft stabil bleiben, verwende ich lieber einen Flakon bis zum Ende und schaue dann, ob ich einen neuen Duft oder diesen nachkaufen möchte.

Annick Goutal - Eau D'Hadrien - Eau de Toilette - Nischenduft für Damen

Allerdings weiß ich, dass die meisten Frauen es bevorzugen, mehr Auswahl im Bad zu haben als ich und gerne verschiedene Düfte im Wechsel tragen. Dabei kommen dann auch saisonale Vorlieben zum Tragen, wonach in der dunklen Jahreszeit gerne zu wärmeren, intensiveren Düften gegriffen wird als im Sommer. Du hast Lust auf einen neuen Herbstduft? Schöne Herbstdüfte gibt es hier bei Douglas (Werbung)

Welchen Duft hattest Du bei mir vermutet? Was ist Dein liebster Herbstduft?

Pullover im Herbst – zwischen Ringelshirt und Rollkragen

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul
Passende Pullover zu finden, ist eine Herausforderung für eine eher kleine Frau wie mich mit kurzen Oberkörper, großem Busen und breiten Hüften. Die Taille des Pullovers sitzt schnell zu tief, an den Hüften wird zu eng und/oder zu lang und die Ärmel sind auch gerne mal zu lang.

Weil bei den Gedanken an die Kleiderschrankinventur und einem Blick auf Thermometer klar war, dass ich zwischen langarmigen Ringelshirts und winterlichen Kaschmirrollkragenpullovern kaum etwas im Schrank habe für die berühmte Übergangszeit, habe ich mich auf die Suche nach einem Pullover gemacht, der aus leichter Wolle und wärmend als auch luftig ist. Außerdem sollte er figurnah geschnitten sein und dennoch etwa fallen.

Stilberatung: Kaufkriterien für diesen herbstlichen Pullover

  • Farbe: Dunkles Petrolblau. Passt zu mir als Herbstfarbtyp und zu allen Hosen und den meisten Tüchern in meinem Schrank. Beim Outfit auf den Fotos trage ein riesiges Seidentuch in Brauntönen, das ich von allen meinen Tüchern am wenigsten verwende. Hat jemand Interesse daran? Hat schon jemand – siehe Kommentare.
  • Material: 100 % Bio-Merinowolle. Passt.
  • Schnitt: Passt.
  • Ausschnitt – hier nicht zu sehen – leicht erweiterter Rundhals, nicht so wichtig, weil in der Jahreszeit sowieso fast immer ein Tuch den Ausschnitt verdeckt.
  • Länge: Passt.
  • Ärmellänge: Zu lang, aber das Bündchen lässt sich problemlos einmal nach außen umschlagen.
  • Preis: Mit einem Rabattgutschein 80 Euro. Passt.

Die Sache mit der Größe

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ich habe eine sogenannte A-Figur, das heißt meine Schultern sind schmaler als meine Hüften. Ein bisschen X ist dabei, weil die Differenz nicht so unendlich groß ist und der Busen die Hüften etwas ausgleicht. Das würde aber bedeuten, dass ich unten eine größere Größe als oben bräuchte, oder? Ist aber nicht so. Der Pullover ist in Größe 42, in 40 war er deutlich zu klein. Die Jeans ist in Größe 38. Da verstehe einer die Modehersteller.

Ankündigung Gastbeitrag

Am kommenden Sonnabend verrät Dir Leserin Susanne Nagel, früher als Rotlilie unterwegs, hier in einem Gastbeitrag, was ihr bei Pullovern wichtig ist, welche Tücken sie haben und wie sie das Dilemma für sich löst. Susanne freut sich ebenso wie ich über Deine Gedanken, wenn Du ihren Beitrag liest, und den Dialog.

Grüße vom Kraule-Paule

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir!

Was ich heute gelernt habe – September 2019

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Art Journal Kalenderblatt September

Der September beginnt mit einem Nachtrag zum 31. August 2019: SUP ist nicht mein Sport. Neu definiert: SitUpBoard, dann macht es Spaß, aber dann kann ich auch ein Paddelboot nehmen. Das ist komfortabler. Stehen auf einem Board finde ich überbewertet. Nun zum September:

  1. Neues Wort gelernt: Greenfluencerin
  2. Bald ist eine Ewigkeit zu lang.
  3. Die Farbbezeichnung Paynesgrau. Dunkles, kühles, bläuliches Grau. Hübscher Grauton.
  4. Die Bezeichnung Fugen-S. Wobei ich nie weiß, wo es hingehört und wo nicht.
  5. Jemand hat über Paul gesagt, dass er petzig wäre. Süß, oder? Vom Zausel zum Bär … würde ihm gefallen!
  6. Immer wieder überrascht es mich, wie unterschiedlich Geschwister sein können. Und nein, ich meine hier nicht meine Familie.
  7. Einen Picknickrucksack voll mit Plastikgeschirr braucht niemand. Also ich jedenfalls nicht. Und auch keinen Picknickkorb. Ich mache kein Picknick. Aber ich habe eine Verwendung für den Picknickrucksack gefunden, den ich vor vielen Jahren kostenfrei als Werbegeschenk bekommen habe, wenn ich das unnütze Plastikgelump daraus entfernt habe: Er wird mein neues Transportgerät für meine ganzen Schminksachen für Make-up-Beratungen. Die vorherigen beiden professionellen Visagistenkoffer sind beide nachteilig: Der zum Rollen ist zu groß und schwer, so dass ich ihn weder bei uns noch bei Kunden zum/vom Haus die Treppen tragen kann. Der mit Tragegurt ist für meine Schulter oder Arm zu schwer zum Tragen, wobei der Inhalt das eigentliche Gewicht hat, nicht der Koffer. Alle guten Dinge sind drei? Dann ist die Rucksackversion jetzt hoffentlich ein Volltreffer. Dafür verzichte ich dann gerne auf das Ziehharmonikasystem in den Koffern und verpacke die Sachen Rubrikweise in Dosen bzw. Kosmetiktaschen.
  8. Bad Harzburg ist kleiner als erwartet und hat ein süßes Wildgehege.
  9. Was eine Pfalz ist.
  10. Der einzige Sinn des Lebens besteht darin, schöne Momente zu sammeln. Eine 24jährige kann das seit zwei Tagen nicht mehr, wie ich heute erfahren habe. Anna, ich hoffe, Du hattest viele schöne Momente im Leben! Und eins weiß ich: Du hast Dir das Leben zumindest in den letzten Jahren nicht mit übermäßig viel Arbeit und zu wenig Schokolade verdorben. Gut so!
  11. Eckige Waschbecken sind unpraktisch.
  12. Lieblings-Make-up kürzlich in anderer Farbe gekauft. Das für mich neue N5 passt gerade deutlich besser, NC25 wurde zu gelb für mein Gesicht. Wobei ich mich immer noch frage, ob das an meiner Haut liegt oder ob der LED-Spiegel, der seit dem Frühjahr im Bad hängt, das lediglich offenbart hat.
  13. In Quedlinburg gibt es “Ein Cafe in 7 Häusern”.
  14. “Das Schmetterlingszimmer”, der neue England-Roman von Lucinda Riley, deren Bücher ich an sich gerne lese, ist mir zu kitschig und dreht für meinen Geschmack zu viele Schleifen. Da freue ich mich jetzt lieber auf den nächsten Roman über die sieben Schwestern von ihr, der bald erscheinen soll.
  15. Im nächsten Herbst möchte lieber wieder an die See anstatt in die Berge. Ich bin eine Meerjungfrau und kein Berggeist, auch wenn der Wanderurlaub im Harz schön war.
  16. “Die Schwestern vom Ku’damm Teil 2 – Wunderbare Zeiten” ist herausgekommen. Freue mich aufs Lesen! Nachtrag: Hat mir gefallen, auch wenn es nicht so inhaltsreich ist wie Band 1.
  17. In der Süderelbe leben Krebse. Heuckenlock ist nicht nur der Name eines Naturschutzgebietes, sondern ein Miniarm der Süderelbe.
  18. Einer Personengruppe bin ich offenbar deutlich mehr egal, als ich jemals für möglich gehalten habe. Die Erkenntnis bringt einen immensen Vorteil: Sie entlässt mich aus jeglichem Verpflichtungsgefühl diesen Menschen gegenüber. Das ist eine erleichternde Erkenntnis.
  19. Ich war erstmals im Ewigforst Sachsenwald. Dort kann man Urnen in einem alten Buchenwald bestatten lassen. Den Sachsenwald an sich kenne ich gut, aber in diesem Teil davon in Kröppelshagen-Fahrendorf war ich noch nie. Mal davon abgesehen, dass ich immer noch ins Meer möchte, ist das die ansonsten schönste Bestattungsform, die mir in Deutschland bekannt ist. Die einstündige Trauerrede fand komplett unter freiem Himmel statt an einem Ort am Rand des Ewigforstes, nicht am Grab dort. Es war kalt und trocken. Ich möchte allerdings nicht wissen, wie man sich dabei im Regen gefühlt hätte.
  20. Hörbuch “Heute hat die Welt Geburtstag” von Flake zu Ende gehört. Ein Hörbuch bei mir? Selten, weil ich für gewöhnlich umgehend dabei einschlafe und deshalb weder zu Hause noch unterwegs welche höre. Als Beifahrer im Auto blieb ich bei diesem Hörbuch sogar hellwach. Äußerst unterhaltsam, auch wenn ich absolut kein Fan von Rammstein bin. Ungerührt, selbstkritisch und lustig mit trockenem Humor. Flake hat es mit seiner Stimme und Worten geschafft, dass ich eine genaue Vorstellung der Szenen vor Augen hatte. Ich habe mir danach einige Livekonzert-Ausschnitte angeschaut, die meine Bilder bestätigt habe. Obwohl ich Rammstein weder sehen noch hören muss, hat mir das Hörbuch Spaß gemacht. Es ist übrigens ohne musikalische Untermalung.
  21. Der Jakobsweg verläuft durch deutlich mehr Länder in Europa, als mir bis heute bekannt war, und führt u.a. durch Harsefeld bei mir in der Nähe.
  22. Das KZ Neuengamme hatte eine Außenstelle am Falkenberg in den Harburger Bergen.
  23. Es war nicht geschickt, ein Restaurant am Tag nach einer dortigen Oktoberfestveranstaltung zu besuchen, weil in dem Laden der Montag ein echter Montag war.
  24. Heute habe ich mir zum letzten Mal von dem nicht zu mir passenden Sport die Kraft rauben und den Tag verderben lassen. Schluss damit! Ab nächster Woche gibt es eine zweite Runde Nordic Walking in der Woche, das muss reichen.
  25. Laufende Bären sehen lustig aus und sind schneller als erwartet.
  26. Mein Vertrauen in die Medizin ist erheblich gesunken. Betrifft nicht meine Gesundheit, macht es aber nicht besser.
  27. Morgens: Wie ich mit dunklen Augenringen aussehe. Ich wusste gar nicht, dass ich welche bekommen kann. Bis heute war ich der Ansicht, dass dieser Kelch an mir vorüber zieht. Abends: Man kann 5 mm unter der Faltenreihe ums Auge eine weitere Faltenreihe bekommen.
  28. So langsam reicht es mir für diesen Monat mit Tod und Teufel. Noch ein Todesfall. Wann kommt die Hochzeit und wer heiratet?
  29. Das Lavendel-Entspannungsöl von Weleda, ein Tipp von Leserin Claudia, gefällt mir. Endlich habe ich einen Tester gefunden in der Drogerie, so dass ich es vor dem Kauf auf Duft, Konsistenz und Verträglichkeit testen konnte. Gerade bei Naturkosmetik ist ein Test auf der Haut bei mir als Allergikerin unerlässlich.
  30. Wenn das so weiter regnet, braucht der Zausel einen zweiten Regenmantel.

Was hast Du im September gelernt?

Suchbegriffe, die auf diesen Blog geführt haben #16

Werbung ohne Auftrag durch Orts- und Namensnennungen

Skipiste im Skigebiet Reiherberg in den Harburger Bergen in Hamburg

Harburger Berge mit Hund

Kann man machen, es gibt viele schöne Spazierwege im Wald. Es ist allerdings ein Naturschutzgebiet, so dass Hunde an kurzer Leine zu führen sind. Außerdem gibt es gerade an Wochenenden und Feiertagen Unmengen an Mountainbikern, die teilweise in irrem Tempo Wege und Hänge herabrasen, ohne dabei zu beachten, dass sich Hunde an Leinen und Spaziergänger sich um die Ecke befinden können. Es ist wie mit allem Miteinander: Es gibt gute und schlechte Beispiele. Mich hält beides davon ab, regelmäßig dort mit dem Hund zu gehen, obwohl ich in der Nähe wohne.

Unterschiedlich hohe Augenbrauen

Augenbrauenformbestimmung von Ines Meyrose

Dazu gibt es unter Visagisten den Spruch:

“Augenbrauen sind Geschwister, keine Zwillinge.”

Ich dachte bisher, es sei ein Zitat von Bennie Durer, kann das aber nicht verifizieren. Wer auch immer das zuerst gesagt hat, er hat Recht. Kein Mensch hat exakt gleiche Gesichtshälften, deshalb sind auch Augenbrauen in Schwung und Höhe nie gleich. Da Symmetrie Studien nach vom durchschnittlichen Betrachter jedoch als angenehm empfunden wird, würde ich bei unterschiedlich hohen Augenbrauen ggf. mit Zupfen, in jedem Fall aber mit Nachzeichnen, nachhelfen und versuchen, den Schiefstand etwas auszugleichen.

Kann man den Ehering seiner verstorbenen Mutter tragen?

Statementring mit Mondsteinen, Saphiren und einer Perle gearbeitet aus Eheringen in Weißgold für die Witwe – Goldschmied Neugebauer

Ja, aber ich würde ihn umarbeiten lassen. Ein Ehering ist ein Ehering und ich finde, der gehört in Originalform nur zum Ehepartner. Da bin ich konventionell. Die Beitragsreihe Ideen für den Ehering Verstorbener gehört zu der beliebtesten hier im Blog. Jede Woche kommen Leser über Suchbegriffe wie Witwenring oder Ehering nach dem Tod umarbeiten lassen her. In den Artikeln sind schöne Ideen gesammelt, wie hinterbliebene Ehepartner oder Familienmitglieder Eheringe umarbeiten lassen und Freude daran haben können. Der Ring auf diesem Foto besteht aus den Eheringen meiner Eltern.

Passen Sandalen zu langer Damenhose?

Na klar. Wenn man klein ist, finde ich Sandaletten mit etwas Absatz allerdings schöner als flache Sandalen, wenn die Hose ein eher weites Bein hat. Wenn die Hose schmal geschnitten ist, funktionieren auch flache Sandalen gut an jeder Beinlänge. Der Sommer mit Sandalenzeit ist zwar vorüber, aber die Frage finde ich dennoch erwähnenswert.

Pullover über den Schultern tragen

Ines Meyrose mit Syltkringel auf Sylt

Die Frage ist, was die Frage dahinter ist. Der Syltkringel ist besonders in Hamburg und an Nord-/Ostsee beliebt. Man hat einen Pulli in Reserve dabei, warme Schultern und Nacken – warum nicht? Ich trage den Look selten, weil ich Tücher bevorzuge. Den Pulli packe ich lieber in die Tasche. Außerdem sind Schultern und Nacken auf einmal schrecklich kalt, wenn man den Pulli abnimmt und anzieht, weil denen die doppelte Schicht dann fehlt.

Mäntel, die ein Leben lang halten

Ines Meyrose – Ü40 Fashionbloggerin – Outfit 20181031 mit Wollmantel von persona und gekrempelten Lammfellstiefeln im Harburger Binnenhafen

In der heutigen Zeit gibt es die wohl nicht mehr. Das Material kann meiner Ansicht nach dafür nur Wolle sein wegen der Langlebigkeit, aber man wird einen Mantel nie ein Leben lang leiden und gerne tragen mögen. Selbst Klassiker wie der Kamelhaarmantel oder ein Trenchcoat werden modisch in Form und Länge immer wieder verändert.

Das ist wie mit der Nivea-Dose: Man denkt, sie sähe seit 40 Jahren gleich aus, tut sie aber nicht. Gestaltung und Logo werden immer wieder angepasst, damit es zeitgemäß wirkt. So ist es auch mit Klassikern in der Mode. Deshalb denke ich, dass es den Mantel fürs Leben nicht mehr gibt.

Wenn man einen Mantel zehn Jahre trägt, ist das sicherlich lang. Selbst fünf Jahre finde ich schon eine gute Tragedauer. Je öfter man Mäntel trägt, umso mehr nutzen sie ab wie alles andere auch. Wenn ich meine Mäntel fünf Jahre getragen habe, ist für mich die Modemathematik bisher immer aufgegangen.

Muss man eine Lederjacke schließen können?

Ines Meyrose #ootd 20160228 mit Ringelshirt von Armor Lux, Lederjacke von Lindgroen, Jeans von Please und Camper-Boots

Mindestens knapp möchte ich sie schließen können, weil die Jacke ansonsten auch offen getragen einfach zu eng ist oder die die Vorderteile zu den Seiten hin abstehen. Das gleiche gilt für Blazer. Auch wenn man Blazer und Lederjacken häufig offen trägt, sitzen sie im Ganzen nicht, wenn sie gar nicht zu schließen sind. Wenigstens in der Mitte, mit Luftholen und gutem Willen sollten Jacken zu schließen sein, damit sie angezogen so gut aussehen wie auf dem Bügel.

Für mich stellt sich die Frage nicht mehr, weil ich meine beiden Lederjacken verschenkt habe. Es gibt Menschen, die das ganze Jahr über in Lederjacken leben könnten, meiner Mutter war so einer. Und dann gibt es Menschen, für die nie das passende Wetter für Lederjacken ist. Zu kalt, zu warm, zu nass – irgendwas ist immer. So ein Mensch bin ich. Wenn ich jemals wieder auf die Idee kommen sollte, mir eine Lederjacke zu kaufen, halte man mich bitte davon ab, auch wenn sie noch gut aussieht und sich fantastisch anfühlt.

Wie siehst Du das mit der Passform von Lederjacken?

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