Lesetipp: Finde Deine Wurzeln, um zu sehen, wer Du sein möchtest

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Belmonte
von Antonia Riepp

Das Buch wurde mir vom Piper Verlag (Werbung) unaufgefordert als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Eigentlich schätze ich es nicht, wenn mir Pressemuster ohne vorherige Absprache zugesendet werden, siehe Seite Presse/PR. In diesem Fall hat der Verlag allerdings Glück, dass ich das Buch dennoch vorstelle, denn es gefällt mir, ich hätte es auch selbst gekauft und dann verbloggt. Also gibt es keinen Grund, es nur aus Prinzip nicht vorzustellen.

Wer sich jetzt fragt, warum ich mich nicht grundsätzlich über kostenfreie Zusendungen freue, hat keine Vorstellung davon, was einem als Blogger alles zum Bewerben angeboten wird. Ich ziehe es vor, die Wahl zu haben und besprechen zu können, was für Erwartungen der Absender mit der Zusendung verknüpft, bevor ich die Ware in die Händen halte und ggf. nicht weiß, wohin damit. Aber nun zu dem Buch, über das ich mich gefreut habe …

Belmonte ist eine deutsch-italienische Familiensaga. Die Hauptrollen spielen Simona (heute) und Franca (ab 1944). Simona ist bei ihrer italienischen Oma Franca im Allgäu aufgewachsen. Zu ihrer Mutter Marina hat sie ein schwieriges Verhältnis, der Vater wird ihr verschwiegen. Das macht es alles nicht einfacher, sich auf die Beziehung mit ihrem Freund Sebastian einzulassen, weil ihr Teile ihrer Wurzeln fehlen. Als Landschaftsgärtnerin kommen ihr folgende Gedanken (Seite 58) vor Augen:

“Man kann doch keine Gene weitergeben, die man gar nicht kennt. Das kann doch nicht machen, oder? Ich kreuze doch auch keine zwei Tomatensorten, wenn ich über die eine Sorte nichts weiß.”

Ein schönes Bild, oder? Man muss nicht immer alles wissen, aber die Vergangenheit gehört zur Zukunft und niemand ist ein unbeschriebenes Blatt. Zu wissen, wer man ist, gibt Sicherheit, die Simona fehlt.

Franca ist in Italien aufgewachsen und nach der Schule in den 1960ern ausgewandert. Als sie überraschend stirbt, erbt Simona ein Haus in den italienischen Marken in der Heimat Francas, von dem sie bis dahin nichts geahnt hat. Sie fährt spontan hin und begibt sich damit auf eine Reise, die nicht nur die eigene Vergangenheit in neuem Licht erscheinen lässt, sondern die ihrer ganzen Familie. Sebastian ist nicht begeistert davon, dass Simona dort alleine abtaucht und am Ende steht natürlich die Frage, wie oder ob es mit den beiden weiter geht.

Fazit

Ein schöner Roman für die Sommerferien mit Familie, Kitsch und ein bisschen Drama.


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Lesetipp: Abschied vom Familienhaus am Meer

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Zwei Wochen im Juni - Roman von Anne Müller

Zwei Wochen im Juni
von Anne Müller

Ein Vorteil an den Corona-Beschränkungen ist, dass ich gerade viel zum Lesen komme. Dieses Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe ist für mich ein 5-Sterne-Buch. Im Umschlagtext steht

“Anne Müllers Roman erzählt von der Magie und dem Trost der Erinnerung und der Kraft, die daraus erwachsen kann, wenn sich der Vergangenheit mutig stellt. Diese zwei Wochen im Juni verändern Adas und auch Tonis Leben.”

Die Schwestern Ada und Toni finden sich nach dem Tod der Mutter, der Vater lebt schon lange nicht mehr, in ihrem Elternhaus in der Nähe von Kappeln an der Ostsee ein, um Erinnerungsstücke zu sichern und das Haus für den Entrümpler und den geplanten Verkauf vorzubereiten. Zwei Wochen bei schönstem Wetter im Juni haben sie dafür Zeit, in denen die Schwestern ihre Sicht auf Erlebnisse in der Familie überprüfen, Muster erkennen, unbeschwerte Glücksmomente am und auf dem Meer genießen und am Ende den Mut finden, ihren eigenen Lebensweg zu justieren.

Der Roman hat nur 240 Seiten, er ist in einem Rutsch zu lesen. Mir haben der norddeutsche Schreibstil und die Beschreibungen der Gegend gefallen. Jeder, der schon mal den Lebensraum eines Verstorbenen ausgeräumt hat, kennt die Gefühle, die dabei entstehen können. Es ist wahnsinnig anstrengend, aber auch schön. Man denkt dabei an gemeinsame Erlebnisse, Eigenarten der Person, findet Überraschungen und überlegt, was man an materiellen Dingen behalten möchte. Der Autorin ist es gelungen, den Prozess kitschfrei aus Adas Perspektive zu beschreiben. Ich war an einigen Stellen gerührt, habe den Roman aber in keinem Moment als traurig empfunden.

Ist das ein Buch für Dich?


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Sommerschmonzette zum Lesen

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Die Lilienbraut von Teresa Simon

Die Lilienbraut
von Teresa Simon

“Köln in den Vierzigerjahren. Die junge Nellie Voss hat gerade eine Stelle bei 4711 angetreten. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Ab und zu vergisst sie darüber sogar, dass ein schrecklicher Krieg tobt. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf …

Köln in der Gegenwart: Nach ihrer schmerzhaften Trennung eröffnet Liv einen kleinen Laden für Seifen und Düfte im Stadtviertel Ehrenfeld. Eines Tages begegnet sie auf der Straße zufällig einer geheimnisvollen weißhaarigen Dame, die bei ihrem Anblick regelrecht erschüttert ist und sie beschimpft. Wer ist sie, und was verbindet sie mit Liv?”

Achtung Spoiler!

Soweit der Klappentext … Erbeten habe ich das Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe, weil mir der Vorgänger der Autorin, Die Fliedertochter (Rezensionsexemplar), gefallen hat. Leider hat mir Die Lilienbraut nicht so sehr zugesagt. Wie schon bei Die Fliedertochter haben sich die letzten 100 Seiten gezogen. Ich habe das Buch zwar zügig gelesen und war gespannt auf das Ende, aber dennoch war es von Anfang an nicht nur extrem vorhersehbar, sondern zudem im Stil einer SAT.1-Schmonzette komponiert. Man nehme

für heute

  • eine alleinerziehende Mutter Liv, die von ihrem gut aussehenden Verlobten, dem Vater des Kindes, verlassen wurde.
  • am neuen Wohnort einen rätselhaften Schönling, der Liv auf wundersame Weise immer wieder über den Weg läuft.
  • einen Multi-Kulti-Stadtteil (ich kenne Köln-Ehrenfeld nicht, er wird im Buch so beschrieben) á la Hamburg-Ottensen.
  • ein Kindergartenkind mit Blinddarmdurchbruch für den dramatischen Anteil.

für die 1940er

  • eine verbotene Liebe im Krieg mit einem Priester.
  • ein Tagebuch, dem die verzweifelte junge Nellie ihr Herz ausschüttet.
  • Frauen, die sich in den 1940ern zurechtfinden müssen und ihre Männer verlieren.

als Verbindung

  • ein besonders Talent, das Nellie und Liv durchs Leben begleitet.

Warum stelle ich das Buch dennoch vor? Es ist in der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste Stand 28. Mai 2020 auf Platz 21, damit werden viele potenzielle Leserinnen zu dem Roman greifen. Ich tue mich immer damit schwer, Bücher vorzustellen, die mir nicht vollständig gut gefallen haben, weil von Autor und Verlag immer Geld und Liebe darin steckt und ein Eindruck immer subjektiv ist. Außerdem ist mir meine Zeit ansonsten zu schade, sie dann nach der Lesezeit auch noch in einen Blogbeitrag zu investieren. Da ich aber Die Fliedertochter empfohlen habe, nehme ich mir jetzt heraus, mich bei Der Lilienbraut kritisch zu äußern und das Buch nur eingeschränkt zu empfehlen.

In Sternen gesprochen

Bisher habe ich im Blog bei Buchvorstellungen keine Bewertung in einer Art Sternesystem vorgenommen. Wenn ich die Rezension im Bloggerportal der Verlagsgruppe und bei Amazon eintrage, mache ich das aber. Bei mir bedeuten die Sterne subjektiv

  • Ein Stern = unlesbar
  • Zwei Sterne = Lesen hat mir keine Freude gemacht
  • Drei Sterne = kann man Lesen, muss man aber nicht
  • Vier Sterne = gutes Buch, wenig Mankos
  • Fünf Sterne = 100 % lesenswert für mich und meine Zielgruppe

Damit Du einordnen kannst, wie meine kritischen Anmerkungen bei diesem Buch zu verstehen sind, schreibe ich dazu, dass es drei von fünf Sternen in den Bewertungsportalen bekommt.

Fazit

Wer Lust hat auf einen leichten Sommerroman, von Strand rede ich 2020 lieber nicht,  kann sich von der Geschichte unterhalten lassen. Ist ja nicht so, dass SAT.1-Schmonzetten keiner gucken würde – oder die der anderer Sender, SAT.1 ist nur als Synonym für leichte TV-Unterhaltung zu verstehen. Liebe, Drama und ein Happy End – kann man auch mal haben.

Hast Du Lust, den Roman zu lesen?


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Lesetipp: Vier Frauen in Madrid

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Alles, was geschieht, hat seinen Grund von Arantza Portabales

Alles, was geschieht, hat seinen Grund
von Arantza Portabales

Freundschaften sind kein Zufall. Oder doch? Die Hauptfiguren des spanischen Episodenromans verbindet, dass ihr Leben an einem Wendepunkt angelangt ist

  • Marina, Anwältin, steht vor den Trümmern ihrer Ehe, die ihr Mann nicht mehr möchte.
  • Carmela, verwitwete Rentnerin, hat unheilbaren Krebs und möchte sich von ihrem erwachsenen Sohn verabschieden, der im Ausland lebt.
  • Sara, von Beruf Tochter, hat Panik vor der geplanten Eheschließung und begibt sich nach einem Selbstmordversuch in Psychotherapie.
  • Viviana, Prostituierte, sucht den Weg in ein neues Leben und versucht nach dem Tod ihres Vaters ihre belastete Kindheit und Jugend zu verarbeiten.

Das Besondere an dem Roman ist, dass alle Episoden als Sprachnachrichten auf Anrufbeantwortern hinterlassen werden. Marina spricht mit der Mailbox ihres Mannes, Carmela mit dem heimischen AB ihres Sohnes, Sara textet ihren Therapeuten zu, der ihr per E-Mail antwortet, und Viviana spricht auf den AB des verstorbenen Vaters. Der Leser hat immer nur die eine Perspektive und erhält keine Antworten.

Ein anderer Aspekt ist der, dass sich einige Personen des Romans im Lauf des Lebens über den Weg laufen und teilweise sogar Freundschaften daraus entstanden sind oder jetzt entstehen. Dabei ist es schön, mehr über die verschiedenen Sichtweisen zu erfahren.

Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom btb Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt wurde, hat mir gefallen. Trotz der schwierigen Lebensphasen der Figuren hat es schöne Momente. Die Geschichten der vier Frauen haben mich berührt.

Was liest Du gerade?


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Lesetipp: Die Wahrheit glaubt einem keiner

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Mordkap
von Rainer Doh

… war mein Gedanke beim Ende Buchs. Wenn die Protagonisten erzählen, was passiert ist, hält das keiner für möglich. Hast Du die Erfahrung auch schon gemacht, dass es einfacher ist, die Wahrheit zu sagen, wenn man etwas verschleiern möchte, als zu lügen, wenn die Wahrheit absurd genug ist?

Worum geht es in dem Krimi, der auf der Midnatsol, einem Kreuzfahrtschiff der norwegischen Hurtigruten, spielt? Offenbar hat ein deutscher Schiffsgast Selbstmord begangen. Weil wegen der extremen Schnee- und Sturmwetterlage die Kripo aus Tromsø nicht nach Skjervøy, dem nächsten Halt der Midnatsol, durchkommt, übernimmt Arne Jakobson, ein gewöhnlicher junger Polizist aus Skjervøy, die Ermittlung und geht an Bord, damit der Fahrplan eingehalten werden kann.

Als allerdings ein weiterer Passagier scheinbar Selbstmord begeht und um sein Leben kämpft, ist Arne klar, dass mit dem Todesfall des Deutschen vermutlich auch etwas nicht stimmt und er nimmt die Ermittlungen wieder auf.  Dabei kommen der amerikanische, russische und deutsche Geheimdienst ins Spiel.

Es lohnt sich, einen Blick auf die Landkarte zu werfen, um zu sehen, wo die Hurtigruten verkehren und wie weit die Orte auseinander liegen, um eine Vorstellung der Dimensionen zu bekommen. Das Buch hat zwar nur 256 Seiten, ist in der Printausgabe aber so klein geschrieben, dass sie mir eher wie 400 vorkamen. Wer Probleme mit kleiner Schrift hat, liest es besser als E-Book.

Der Krimi liest sich locker weg, hat schöne Wendungen und Details. Wie sagte die Freundin, von der ich das Buch ausgeliehen habe: “Kaum hat man sich an die ganzen Namen gewöhnt, ist es auch schon vorbei.”

Würdest Du auf einem Schiff der Hurtigruten mitfahren?


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Lesetipp: Das verlorene Kind

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Die verlorene Frau von Emily Gunnis

Die verlorene Frau
von Emily Gunnis

Der englische Originaltitel lautet THE LOST CHILD, deshalb habe ich den Beitrag mit Das verlorene Kind betitelt. Es geht zwar auch um eine verschwundene Frau, aber in erster Linie um ein verschwundenes Kind. Oder zwei? Welches Kind ist im Originaltitel gemeint? Zu 100 % sicher bin ich mir nicht, wer gemeint ist – weder beim Kind noch bei der Frau.

Der Roman, der mir als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt wurde, spielt in drei Ebenen: 1945, 1960 und 2014. Hauptpersonen sind die Frauen Harriet, ihre Tochter Rebecca, deren Töchter Iris und Jessica und Jessicas Neugeborenes Elisabeth. Die Kapitel sind jeweils mit der Person und dem Jahr überschrieben, aus deren Sicht die Geschichte in dem Moment spielt.

1960 sterben die Eltern von Rebecca unter unklaren Umständen, deren sie Zeuge ist. 2014 verschwindet Jessica kurz nach der Geburt ihrer Tochter mit ihr aus dem Krankenhaus. Ihre Halbschwester Iris, Journalistin, versucht herauszufinden, was auf dem Lebensweg von Rebecca passiert und zu dem Verhalten von Jessie geführt haben kann. Da das Baby aufgrund einer Erkrankung schnell gefunden werden muss, rennt Iris die Zeit davon. Dass ihre Mutter nicht mit der Wahrheit über ihre Lebensgeschichte herausrücken möchte, macht es nicht gerade einfacher.

Wie schon beim Debütroman der Autorin Das Haus der Verlassenen (Rezensionsexemplar), in dem es um ein Heim für ledige Mütter geht, ist das Thema kein Leichtes. Es ist kein fröhliches Buch, aber ein ebenso fesselndes wie das erste. Wenn Du dramatische Familienrätsel magst, empfehle ich es Dir. Wenn Dir gerade eher nach Leichtigkeit und Fröhlichkeit zu Mute ist, wird es Dir vermutlich nicht gefallen.

Hast Du Lust, das Buch zu lesen?


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Lesetipp: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde

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Neuschnee - Thriller von Lucy Foley

Neuschnee
von Lucy Foley

… oder mit anderen Worten (Zitat der Schlusssatzes von Seite 428)

“Vielleicht ist es Zeit für neue Freunde.”

Neun Freunde, die sich im Wesentlichen aus ihrer Studienzeit in Oxford kennen, fahren über Silvester in eine abgelegen Berghütte der nobelsten Art in den schottischen Highlands. Es sind vier Paare, eins davon mit einem Baby, und eine Singlefrau. Sie feiern und trinken, kochen und jagen – aber dann beginnt das Ganze aus dem Ruder zu laufen, weil ein Geheimnis nach dem anderen ans Licht kommt.

Nach der aus dem Ruder gelaufenen Silvesterfeier wird einer der Freunde tot im Schnee gefunden. Weil inzwischen das ganze Areal eingeschneit ist, sind die Freunde von der Außenwelt abgeschnitten. Dass in der Gegend ein Serienmörder unterwegs sein soll, macht die Lage nicht gerade entspannter.

Der Thriller, den ich mich mir von einer Freundin ausgeborgt habe, hat mich vom ersten Moment gefesselt. Ich habe ihn über Ostern in zwei Tagen durchgelesen. Ich lese nur selten Thriller, weil sie mir meistens zu spannend sind. Dieser Thriller ist zwar spannend, aber ich würde ihn dennoch nur Krimi nennen. Er hat viele spannende Momente, aber das sind eher Überraschungen, als das mir der Atem beim Lesen stehengeblieben wäre. Ein Pageturner ist es zweifelsfrei.

Das Besondere an dem Buch ist die Erzählweise. Die Handlung springt zwischen dem 30. Dezember (Anreise) und 2. Januar (Auflösung) hin und her. Die Kapitel sind aus der Perspektive von drei Frauen aus der Freundesclique, dem Wildhüter des Areals und einer Angestellten der Lodge geschrieben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich registriert habe, dass die Männer der Runde nicht für sich selbst sprechen und dass nicht alle Frauen zu Wort kommen.

Das Buch beginnt mit dem Fund der Leiche, der anzusehen ist, dass sie aller Wahrscheinlichkeit ermordet wurde. Bis Seite 194 kennt man nicht mal das Geschlecht der Leiche. Ich habe mich beim Lesen also lange Zeit nicht nur gefragt, wer der Täter, sondern auch, wer das Opfer ist. Interessanter Aufbau!

Welchen Lesetipp hast Du heute für mich? Ich brauche Nachschub!


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