Gestorben wird immer

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Gestorben wird immer: Roman (Affiliate-Link)
von Alexandra Fröhlich

Als ich Bella Germania ausgelesen hatte, wurde mir Gestorben wird immer von Amazon empfohlen. Ein guter Tipp! Es ist ebenso eine Familiengeschichte über drei bzw. vier Generationen. Agnes führt als Grande Dame einen Steinmetzbetrieb in Hamburg. Ursprünglich kommt sie jedoch aus Königsberg, dem heutigen Kaliningrad. Im 2. Weltkrieg ist sie mit ihren Kindern nach Hamburg geflohen und hat sich dort zielstrebig ein neues Leben aufgebaut. Das ging nicht ganz ohne Opfer vonstatten …

Mit 91 beschließt Agnes, ein Familiengeheimnis zu lüften. Sie zwingt ihre Enkeltochter Birte, die komplette noch lebende – Großteils völlig zerstrittene – Familie zusammen in Hamburg an einen Tisch zu bringen. Die Geschichte springt in den Jahrzehnten und Generationen hin und her. Ich habe beim Lesen aber immer den Überblick behalten. Der Autorin ist es gelungen, dass ich fast alle Charaktere sympathisch finde. Das kommt bei solchen Roman selten vor.

Meine Wurzeln

Besonders berührt hat mich bei dem Roman, dass er Teile meiner eigenen Familiengeschichte erzählt. Mein 1981 verstorbener Vater Wolfgang, genannt Wölfi, ist der jüngste von 5 Geschwistern, wobei ein Bruder schon gestorben war bei seiner Geburt oder in den Jahren darauf – das weiß ich nicht genau. Für mich hatte er immer nur drei Geschwister, die alle noch leben, zu denen ich aber schon lange keinen Kontakt mehr habe.

Mein Vater ist 1944 in Gumbinnen bei Königsberg geboren. Sein Vater ist zu dem Zeitpunkt im 2. Weltkrieg in Russland verschollen und hat Wölfi niemals gesehen. Seine Mutter ist mit vier oder fünf Kindern nach Westdeutschland geflohen und in den 1950ern oder Anfang der 1960er nach Hamburg-Harburg gezogen. In der Wohnung, in der sie mit ihren – dort in jedem Fall nur noch vier Kindern – gelebt hat, hat später noch lange sein ältester Bruder mit seiner Frau und drei Kindern gelebt.

Lustigerweise hat es mich 2003 gar nicht weit weg dorthin verschlagen und ich fühle mich hier absolut abgekommen. Ein anderer Teil meiner Wurzeln ist die Hamburg Linie meiner Mutter, die nachweislich bis mindestens zum Dreßigjährigen Krieg aus Hamburg kommt. Der andere Teil ist die zugezogene Harburger Familie väterlicherseits. Weil meine Familie ebenfalls nicht an einem Tisch sitzt, kommt mir vieles in Gestorben wird immer bekannt vor. Ich bin froh, nicht alle zusammentrommeln zu müssen! Und ich weiß auch gar nicht, ob ich in einigen Punkten die volle Wahrheit wissen möchte …

So, jetzt weißt Du wieder ein bisschen mehr über mich. Dabei wollte ich doch eigentlich nur einen Lesetipp geben.

Woher stammen Deine Eltern und Großeltern? Wo leben sie heute?

Bella Germania

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Bella Germania: Roman (Affiliate-Link)
von Daniel Speck

Bei dies & das #33 habe ich um Lesetipps gebeten. Es sind einige Empfehlungen zusammengekommen, die ich noch nicht alle gelesen habe. Danke für die Tipps! Bella Germania wurde mir von bu an Herz gelegt. Ich habe es im letzten Urlaub auf Sylt genauso verschlungen wie bu beim Segeln.

Drei Generationen – Männer und Frauen – sind zwischen Italien und Deutschland von den 1950ern bis 2014 auf der Suche nach ihrer Identität. Die Fragen, ob Blut dicker ist als Wasser, ob Familie oder eigenes Glück über allem steht, der Liebe gefolgt werden darf und wie viele Lügen man braucht oder aushalten kann, um das Leben zusammen zu halten, versuchen die zentralen Figuren für sich zu beantworten und einen eigenen Weg fürs Leben damit zu finden.

Du hast Zeit und möchtest einen Roman verschlingen? Lies Bella Germania!

Buchreview: 33 Ideen, wie Du sofort sichtbarer wirst

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33 Ideen, wie du sofort sichtbarer wirst (Affiliate Link)
von Karin Wess

Klappern gehört zum Geschäft

Zeige Dich, damit der Erfolg Dich finden kann! Wenn Du eine Ware oder Dienstleistung verkaufen möchtest, ist Sichtbarkeit der Schlüssel zum Geschäft. Karin Wess zeigt in dem Buch 33 Ideen auf, wie Du sofort sichtbarer werden kannst.

Onlinemarketing für die eigene Person

Der Fokus bei den Ideen liegt auf sauberer Zielsetzung. Ein Ziel muss SMART sein – klar definiert, messbar, erreichbar und realistisch zu terminieren. Die meisten Ideen der Autorin beziehen sich auf Umsetzung im Onlinebereich. Eines meiner Medien dazu liest du jetzt in diesem Moment, andere Teile findest Du zum Beispiel im Pressespiegel 2017. Soziale Netzwerke spielen dabei natürlich eine bedeutende Rolle. Karin Wess schreibt dazu treffend auf Seite 37:

“Onlinemarketing nicht zu nutzen, ist, als ob du dich weigerst, das Licht einzuschalten, wenn es dunkel ist. Denn im Dunkeln bist Du auch nicht zu entdecken, ebenso wenig, wie wenn du dich on- und offline nicht zeigst.”

Letztlich geht es darum, ein Personal Branding zu schaffen, damit der Mensch als Marke erkannt wird. Zu dem Thema Human Branding habe ich 2016 bereits das Buch Profil mit Stil (Rezensionsexemplar) vorgestellt, in dem der Schwerpunkt darin liegt, die eigene Persönlichkeit zu erkennen und zu herauszufinden, wie sie mit Kleidung nach Außen gezeigt werden kann.

In dem hier vorgestellten Buch von Karin Wess geht nicht darum, die Inhalte Deiner Persönlichkeit zu erarbeiten, sondern Marketingkanäle für Dich zu finden. Es geht nicht um Körpersprache, persönliches Auftreten oder Kleidung, die viel mit Sichtbarkeit zu tun haben, sondern um die Vertriebswege für Deine Person.

Coaching für Entrepreneure

Bei den Formulierungen der Ideen gefällt mir besonders gut, dass sie im Coachingstil verfasst sind. Es gibt einen klaren Rahmen und Kontrollfragen zu den einzelnen Ideen. Auch Risiken und Nebenwirkungen werden bedacht, zum Beispiel was eine erhöhte Sichtbarkeit mit der Familie und dem Privatleben macht.

Fazit

Ein gutes Buch für Menschen, die entweder am Beginn einer personengebundenen Selbstständigkeit sind oder die nicht so öffentlich präsent sind, wie sie es gerne wären. Das Buch ist schnell zu lesen und selbst wenn nur eine gute Idee daraus positiv umgesetzt wird, hat sich die Lektüre aus meiner Sicht bereits gelohnt. Wer den Willen hat, seine Sichtbarkeit zu erhöhen, wird Anregungen finden. Und dann gilt: Bleib dran!

Bist Du so sichtbar, wie Du möchtest? Wie erreichst Du das?

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Buchreview: My Style – Fashiongeheimnisse einer Chefredakteurin

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© MY STYLE - Fashiongeheimnisse einer Chefredakteurin von Annette Weber - Illustrationen von IRMA - Jasmin Khezri, erschienen bei teNeues, € 19,90 - www.teneues.com

© MY STYLE – Fashiongeheimnisse einer Chefredakteurin von Annette Weber – Illustrationen von IRMA – Jasmin Khezri, erschienen bei teNeues, € 19,90 – www.teneues.com

… mal wieder ein Stylingbuch … braucht die Welt noch eins davon? Brauchen wäre zu viel gesagt. Nice to have trifft es besser. Es geht in dem Buch von Annette Weber um deren eigenen Stil, wie der Titel sagt. Sie ist ehemalige Chefredakteurin der Zeitschrift InStyle und aktuelle Chefredakteurin des Blogazines glam-o-meter.

Das Cover verspricht, dass sie beschreibt, wie man seinen eigenen Stil finden kann. Die Antworten finde ich in dem Buch nicht. Wie die Autorin zu ihrem Stil gekommen ist, ist allerdings durchaus nachvollziehbar. Wenn Du dann beim Lesen merkst, was Dir davon gefällt und was nicht, führt es vielleicht am Ende dann doch dazu, Deinen Stil verfeinern.

Die Illustrationen von Irma sind wie immer bezaubernd. Deren eigenes Buch Irmas Style Guide (Rezensionsexemplar) habe ich Dir 2012 vorgestellt.

Muss Kleidung teuer sein?

“Nur teuer reicht nicht. Aber ein bisschen teuer kann sich so wunderbar anfühlen” (Seite 7). Oh ja, das sind wahre Worte! Dazu hat Bloggerin LoveT. neulich einen interessanten Beitrag veröffentlicht: Günstig, billig, preiswert, bezahlbar – Outfits um die 50 Euro. Interessant ist nicht nur ihr Beitrag, sondern auch die Kommentare der Leserinnen. Mir sind Kaufpreis und Marke für die Optik unwichtig. Für mich zählen Haptik des Materials und der Schnitt. Beides ist meistens bei etwas teureren Sachen schöner. Aber wie Annette Weber eben auch sagt: Viel Geld zu bezahlen reicht nicht. Mein Kaschmirpullover fühlt sich trotzdem besser an als Polyester.

Altersgerechte Looks

Annette Weber hat in Ihrer Zeit bei der InStyle die Rubrik “Styling mit 20, 30, 40, 50 Jahren” eingeführt. Ich weiß, dass viele Frauen diese Art Einordnung hassen, weil sie es nicht leiden können, sich vorschreiben zu lassen, was sie in welchem Alter (womöglich noch oder nicht mehr) tragen dürfen. Ich liebte die Rubrik, weil unterschiedliche Gesamtlooks für eine Art Kleidungsstück gezeigt wurden.

Auch in diesem Buch gibt es ein Kapitel, das sich mit dem Thema befasst: Dress Your Age von 20-60. Die These, dass einige Kleidungsstücke nicht in jedem Alter gleich gut funktionieren, unterschreibe ich sofort. Ich habe mich zum Beispiel von Ende 30 bis 45 mit Perlenketten nicht mehr wohl gefühlt. Jetzt empfinde ich sie auf einmal wieder als passend und habe nicht mehr das Gefühl, dass sie mich gestrig aussehen lassen. Jeans ist nicht gleich Jeans und zwischen Trutsche-vom-Dorf und klassischem oder coolen Jeansstyling liegen Welten. Kaum ein Kleidungsstück ist an sich zu verteufeln.

Gut finde ich die 10 Quick-Tipps, die (fast) nichts kosten und Dich aber definitiv besser aussehen lassen sollen (Seite 140). Einer davon ist die kerzengerade Körperhaltung. Die Frage ist dann Ende nämlich weniger, was Du trägst, sondern wie Du es trägst. Mit Haltung! Ja, Du weißt das vielleicht. Aber so viele Menschen da draußen wissen das nicht. Und auch nicht, dass zu enge Kleidung uns keinen Gefallen tut und Bügeleisen Wunder wirken können.

Fazit

Wer Spaß daran hat, den Stil andere Frauen zu analysieren und daraus abzuleiten, was für einen selbst passt, wird in dem Buch Anregungen finden. Wer schon einige Bücher in der Art gelesen hat, wird vermutlich nichts Neues dabei lesen. Unterhaltsam fand ich die Lektüre allemal.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Verlag teNeues (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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Buchreview: Lieblingsbilder – DIY-Projekte mit Fotos

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Lieblingsbilder: DIY-Projekte mit Fotos - viele Tipps für Bildtransfer ((Affiliate Link)
von Ina Mielkau

Ist Dein Finger am Smartphone auch ständig am Fotoauslöser? Sowie ich etwas Schönes sehe, habe ich das Bedürfnis, ein Foto davon zu machen, um es nicht nur in meinem Gedanken zu bewahren. Die meisten Schnappschüsse aus dem Alltag lösche ich hinterher wieder. Die besten Bilder bewahre ich auf und warte auf Gelegenheiten, mich an ihnen zu erfreuen oder sie für etwas zu verwenden.

Ina Mielkau, gelernte Dekorateurin und freie Grafikerin, zeigt in ihrem aktuellen Buch Lieblingsbilder, was Du alles aus Deinen liebsten Fotos machen kannst. Fotos können nicht nur auf Papier verwendet werden. Es gibt Dekorations- und Bastelideen sowie Bildtransferoptionen, mit denen Du zum Beispiel Deine Fotos auf Stoff, Holz oder Beton transferieren kannst. Die Autorin bloggt auf Ynas Design Blog (Werbung). Schau mal rein!

Stoffdruck und Transparentbild

Ich habe die Transfermethode ausprobiert, um ein Laserdruckpapierfoto auf Stoff auszubringen (Seite 44). Den Stoff habe ich mit einer Zackenschere ausgeschnitten und hinterher mit doppelseitigem Fotoklebefilm auf eine Postkarte geklebt. Anstelle von Aceton habe ich Lavendelöl verwendet. Foto davon? Im Basteleifer vergessen. Probiere es selbst aus, wenn Du sehen möchtest, wie es aussehen kann!

Außerdem habe ich ein Windlicht (Seite 71) gebastelt, indem ich ein Foto – auch Laserdruck – auf durchsichtiges Paketklebeband transferiert habe. Dabei habe ich etwas Klebeband über das Papier stehen lassen, damit es hinterher am Glas besser klebt. Dabei habe ich an Fotos gedacht. Hier kommt die Bilderflut:

Fototransfer mit Klebeband für ein Windlicht - DIY

Fototransfer mit Klebeband für ein Windlicht - DIY

Fototransfer mit Klebeband für ein Windlicht - DIY

Fototransfer mit Klebeband für ein Windlicht - DIY

Fototransfer mit Klebeband für ein Windlicht - DIY

Fototransfer mit Klebeband für ein Windlicht - DIY

Fazit

Schönes Buch mit kreativen Ideen zur Verwendung von Fotos. Auch wenn ich einige Optionen bereits kannte und im Internet DIY-Ideen dazu zu finden sind, ist es eine gelungene Zusammenstellung. Gut gefällt mir, dass für die meisten Umsetzungen wenig Hilfsmittel erforderlich sind.

Einziger Kritikpunkt: Ich würde mir Markenangaben zu verwendeten Produkten wünschen, zum Beispiel welches Paketklebeband bei der Autorin besonders gut funktioniert oder welcher Orangenöl-Reiniger anstelle von Aceton für den Stoffdruck funktioniert. Meine Recherche dazu hat mich dahin geführt: Lavendeldruck und Transfer-Experimente.

Wenn Du Deine Bilder im Alltag als Dekoration einsetzen möchtest oder persönliche Objekte bzw. Geschenke daraus basteln möchtest, findest Du gewiss Anregungen in dem Buch.

Was machst Du mit Deinen Fotos?

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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Das Kleiderschrank-Projekt: Outfits aus dem wahren Leben

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In dem Buch Das Kleiderschrank-Projekt (Werbung) von Anuschka Rees, das ich als Rezensionsexemplar bekommen habe, befindet sich auf Seite 39f die Anregung, zwei Wochen lang Outfits mit Fotos zu dokumentieren. Das habe ich im März an 14 Tagen gemacht. Ich habe zwar einen guten Überblick über meine Sachen und weiß, was ich mehr und was weniger trage und meistens auch warum, aber die Fotostrecke interessierte mich trotzdem. Alle Outfits habe ich zudem in einer Exceltabelle erfasst, die Du hier als PDF sehen kannst: Outfits Ines Meyrose März 2017. Du kannst das PDF in der Ansicht vergrößern.

Fotos sagen die Wahrheit

Bilder lügen nicht. Du guckst Dich auf Fotos anders an als im Spiegel. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich kann es mir nur so erklären, dass es daran liegt, dass Du Dich im Spiegel spiegelverkehrt siehst und auf den Fotos so, wie Dich andere Menschen sehen.

Gesamtoutfits, die noch so durchdacht komponiert sind, bestehen manchmal vor dem Spiegel und fallen beim Betrachten von Fotos mit Pauken und Trompeten durch. Das kennen alle Fashionblogger. Auf den Bildern ist sofort sichtbar, was das Problem ist: Längen, Farben oder Weiten.

Die Spiegelselfies veröffentliche ich hier nicht, weil sie zu unscharf sind und nur für meine interne Auswertung bestimmt sind. Die Outfits oder Kompositionsteile, die zu relavanten Erkenntnissen geführt haben, habe ich auf Wunsch einiger Leserinnen Ostern noch mal fix nacheinander angezogen und exemplarisch fotografieren lassen. Da das Osterwetter Schauer und Hagel bereit hielt, hat mein Liebster alles gegeben und sich in den Regen gestellt, um mich unterm Schirm zu fotografieren. Das war mein Ostergeschenk.

Paul im April 2017

Wer sich bei der blauen Bluse weiter unten – das ist die aus dem Beitrag über Orange + Blau – über zusätzliche Tupfer wundert: Das sind Regentropfen zwischen der Aprilwettersonne. Völlig verwirrt war Paul irgendwann vom ganzen Umgeziehe und nicht Spazieren gehen trotz Anziehens und geöffneter Tür.

Mein Stil

Zu meinen Kleidungsstil findest Du Details im Stilprofil, wenn Du mich vorher noch nicht kanntest. Wichtig ist mir in Bezug auf die Figur, mit Kleidung den Blick des Betrachters zum Gesicht zu lenken. Im Hüftbereich möchte ich schmaler wirken und insgesamt möglichst lang. Die Betrachtung meiner Bilder hat zu folgenden Erkenntnissen geführt:

Textile Accessoires

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse s.Oliver - gelb und blau kombiniert, Schal Fraas

Bei Tüchern und Schals sieht es am besten aus, wenn die Grundfarbe des Tuchs sich in der Grundfarbe des Oberteils wiederholt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Helle Tücher zu dunklen Oberteilen funktionieren auch, weil sie den Blick zum Gesicht lenken.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans und Bluse und Schal s.Oliver - gelb und blau kombiniert

Dunkle Tücher auf hellen Oberteilen sind keine gute Idee, auch wenn sie farblich zur Hose oder dem Oberteil passen, weil es zu gedrungen wirkt.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Die dunkle Farbe drückt optisch von oben drauf.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Sweater Braintree Gelb mit blau kombiniert

Wenn beide Farben im Oberteil sind, ist die hellere Farbe ebenso schöner als Tuch dazu. Das ganze Oberteil wirkt damit lebendiger.

Farbabstimmung von Schuhen und Hose

Farbkontraste zwischen Schuhen und Hose sind bei mir keine gute Idee, weil es die Beine zu kurz macht. Ausgleichen kann Du das, in dem Du dann Oberteil und Unterteil beides hell wählst. Das kannst Du an diesem Outfit aus dem Archiv sehen:

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood, Boots Camper

Foto: Bärbel Ribbeck

Jetzt kommt das positive Beispiel mit Schuhen in ähnlicher Farbe dazu. Dann funktioniert auch ein kontrastreiches Oberteil damit:

Ines Meyrose #ootd 20170408 Tigerlook - gelb kombinieren - vor Graffiti von www.brozilla.org - Sweater Braintree, Lederhose Oakwood, Sneaker New Balance, Schal s.Oliver

Ton-in-Ton

Dass mir Outfits am besten stehen, die Ton-in-Ton gehalten sind, ist auf dem Foto mit der blauen Bluse deutlich zu sehen. Sie lenken weder von meinem Gesicht ab, noch betonen sie einzelne Körperpartien besonders.

Repräsentativ für mein Leben

Die 14 Tage sind aus meinem normalen Berufs- und Privatleben gegriffen. Ich trage die meisten meiner Kleidungsstücke für fast alle Anlässe. Nur so komme ich mit wenig Kleidungsstücken aus. Ich mag das, weil ich meine Lieblingssachen dadurch oft anziehen kann.

Ines Meyrose #ootd 20170416 Jeans s.Oliver, Kaschmirrollkragenpullover AC AppelrathCüppe, Wollstalo Eva schreiber

Nicht repäsentativ für den Rest des Jahres ist, dass die 14 Tage aus der kurzen Übergangszeit zwischen Winter und Frühling waren. Deshalb sind noch Blusen und Rollkragenpullover zeitgleich im Einsatz. Hätte ich die Liste im Winter erstellt, hätte da sehr oft Rollkragenpullover + Tuch aus Wolle + Jeans + Boots gestanden. Das blaue Rollkragenoutfit war mein Lieblinslook im Winter 2016/17. Ich mag die schmale Silhouette.

Die Jeans von s.Oliver ist neu. Endlich habe ich wieder eine Jeans mit geradem Bein in 32er-Länge, die ich zu Boots mit Absätzen tragen kann. Die Jeans von C&A ist dafür zu kurz, sie ist für flache Absätze ideal. So kommt es, dass ich nach Monaten der Abstinenz ständig die La Martina Stiefel getragen habe, die eingestaubt in der Ecke standen, bevor die Jeans zu mir kam. Das letzte Mal hatte ich sie letzten Sommer zu einer weiten Leinenhose an. Getragen habe ich in den 14 Tagen übrigens 42 Teile. Das sind ca. 23 % des Kleiderschrankinhalts.

Selbsterkenntnis aus dem Kleiderschrank-Projekt

Die Erkenntnisse aus den zwei Wochen sind nicht neu, justieren jedoch den Blick auf mich selbst. Es ist erheblich einfacher, als Stilberaterin diese Aspekte bei Kunden zu sehen, weil der Blick nicht von Emotionen geführt wird, als bei sich selbst. Deshalb hat sich die Mühe für mich gelohnt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind, dunkle Schals auf hellen Oberteilen zu meiden, auch wenn mir die Farben an sich stehen und zu hellen Hosen helle Schuhe zu tragen.

Eine der Fragen im Buch auf Seite 39 ist, welche drei Adjektive meinen derzeitigen Stil auf den Bildern am besten beschreiben. Mir fällt dazu spontan ein: casual, locker, fröhlich.

Stylingberatung bei image&impression

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungDu bist unsicher, wie Du Deine Outfits auswertest? Du möchtest sicherer bei Farben und Kombinationen werden? Dann buche mich für eine Stylingberatung (Werbung).

Wie zufrieden bist Du mit Deinen Outfits auf Fotos auf einer Skala von 1-10?

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Buchreview: Das Kleiderschrank-Projekt

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Das Kleiderschrank-Projekt: Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum (Affiliate-Link) von Anuschka Rees*

Sieht es bei Dir so aus?

Kleiderschrankinhalt_Ines_Meyrose_fuer_graphitti-blog.de

Dein Kleiderschrank ist voll, aber jeden Morgen die Frage: Was ziehe ich an? Das ist Dir ein Gräuel? Dann stimmt etwas nicht mit Deinem Sortiment. Entweder passt es nicht zueinander oder nicht zu Dir. Oder Du kaufst ständig neue Sachen einfach um des Haben Willens und ziehst die Sachen nur selten an? Fast Fashion ist Dein Motto, aber es gefällt Dir nicht mehr? Damit bist Du Kernzielgruppe des Buchs Das Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees. Mehr über die Autorin Anuschka Rees findest Du übrigens in ihrem Blog.

Das Kleiderschrank-Projekt: Reduktion für Einsteiger

Im Kleiderschrank-Projekt werden einfache Strategien und Übungen gezeigt, um Deinen eigenen Stil zu entwickeln und Kleidung bewusster zu kaufen. Die Empfehlungen sind unabhängig von Trends, Figur-, Stil-, Farbtypen. Alle, die allergisch auf Schemata und Schubladendenken reagieren, werden den Anregungen gegenüber offen sein. Letztendlich geht es darum, auf Deine Intuition zu hören und zu schauen und selbst zu entscheiden, in was Du Dich am besten fühlst und leiden magst.

Inhaltlich behandelt die Buch die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Entdeckung des eigenen Stils, die Zusammenstellung einer zu Dir passenden Garderobe und die Kunst des Einkaufens mit Hinweisen zu Qualität und Sitz der Kleidung.

Dokumentation des echten Lebens

Bei der Bestandsaufnahme empfiehlt Anuschka Rees, zwei Wochen lang eine Fotodokumentation der getragenen Outfits zu machen mit den Hinweis zum Anlass, z.B. Kundentermin, Treffen mit einer Freundin oder Sofatag. Wenn Du diese Übung in zwei Wochen machst, die Deinem durchschnittlichen Wochenablauf entsprechen, siehst Du schnell, welche Sachen Du oft trägt und welche im Schrank bleiben. Damit sind wir wieder bei meiner Grafik oben mit den Lieblingsklamotten …

Auf Seite 39f im Buch findest Du einen Fragebogen zur Bestandsaufnahme, den Du bei Betrachtung der Fotos auswerten kannst. Die Fragen dazu finde ich klug formuliert und durchdacht. Die Leser_innen kommen mit wenigen Gedanken dazu, den Kern des eigenen Stils und der Bedürfnisse zu reflektieren.

Praxisbeispiel

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat bereits 2016 einige aufschlussreiche Beiträge mit der Überschrift What I wore mit Fotodokumentation veröffentlicht, in denen sie ihre Bürooutfits von Montag bis Freitag mit Fotos dokumentiert und kommentiert hat. Spaßeshalber mache ich das für mich auch gerade ausgelöst durch das Lesen des Buchs. Die Spiegelselfies werden hier nicht veröffentlicht. Ich überprüfe damit nur, ob meine Selbsteinschätzung stimmt. Die Liste der getragenen Sachen und Anlässe dazu mit Auswertung würde ich bei Interesse hier im Blog zeigen. Bitte kommentiere das bei diesem Beitrag, wenn Du es gerne lesen würdest.

Auch wenn ich ziemlich genau weiß, warum ich welche Sachen aus meinen Schrank oft trage und welche seltener, ist es interessant, das auf Fotos gesammelt zu sehen. Bei anderen Menschen – sprich meinen Kunden und Bloggerinnen, die ich lese – ist das auch für mich als Imageberaterin immer einfach als bei mir selbst. Mit ein wenig Betriebsblindheit ist jeder geschlagen. Deshalb also auch für mich der kleine Test.

Outfit-Formel

Der zweite Punkt, der mich neben den Fragen zur Bestandsaufnahme dazu bringt, das Buch gerne zu empfehlen, sind Praxisbeispiele zur Outfit-Formel. Die Outfit-Formel ist bei Anuschka Rees das, was bei mir Einheitslook heißt oder auch Uniform genannt wird. Die Kunst ist dabei, Kombinationen zu wählen, die zu Deinem Stil perfekt passen und in denen Du Dich wohlfühlst. Bei mir sind das zum Beispiel

  • Frühling: Gerade geschnittene dunkle Jeans, langärmelige weiße Bluse, Boots
  • Sommer: Bikerjeans von Please!, Ringelshirt mit minimal 3/4-Arm, Sneaker
  • Herbst/Winter: Jeans, Kaschmirrollkragenpullover, Stiefeletten oder Stiefel

Im Buch findest Du ab Seite 152 einen Outfit-Plan für zwei Wochen, der auf zwei Outfit-Formeln basiert. Es ist immer wieder spannend, mit wie wenig Teilen gefühlt unendlich verschiedene Looks funktionieren. Wir brauchen alle viel weniger als wir denken.

Fazit

Leser dieses Blogs und Menschen, die sich schon länger mit ihrer Kleidung und Ihrem Konsumverhalten in Form von Kleiderschrankinventuren, Bewertungen der Käufe im Rückblick und Fehlkäufe beschäftigen, werden wenig Neuigkeiten im Kleiderschrank-Projekt finden. Aber gerade wer am Feinschliff arbeiten möchte, wird mit dem Fragebogen zur Bestandsaufnahme noch Denkanstöße bekommen. Einsteiger in das Thema finden mit Sicherheit diverse praktikable Anregungen.

Danke an den DuMont (Werbung) Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Weil es in dem Buch um kontrolliertes und reduziertes Konsumverhalten geht, verlinke ich es bei Traude Rostroses Aktion A New Life.

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  1. * Aus dem Englischen von Rasha Khayat – Originaltitel The curated closet. A simple system for discovering your pesonal style and building your dream wardrobe bei Ten Speed Press, Berkeley. []
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