Gummi ist in

Gummistiefel sind der Trend des Winters. Es laufen inzwischen nicht mehr nur Kinder mit lustig bebilderten Gummischuhen durch den Matsch, sondern auch trendige Erwachsene.

Letzte Woche war ich auf meiner Lieblingsinsel Sylt. Der schlichte Hunter war dort das eindeutig bevorzugte Gummistiefel-Model der Dame von heute. Trägt den nicht auch Prinz Charles? Den absoluten Knüller aber habe ich am Sonntag gesehen, als die Schickie-Lackies über die Insel ausgeschüttet wurden:

Gummistiefel mit Krokomuster

Gummistiefel mit Krokomuster

Sind die nicht der Hammer? So geht also Trend in Gummi!

Dolzer mehr Konfektion als Maß

Es soll ja Menschen geben, die nicht sooo gaaanz den Norm-Maßen der deutschen Kleidungsindustrie entsprechen. Dazu gehöre ich bekanntermaßen auch. Etwas klein – etwas rund – etwas vollbusig. Aber eigentlich – so dachte ich bisher – immer noch im Rahmen.

Mit dem Wissen um die Besonderheiten meiner Figur und den Schwierigkeiten, eine passenden Bluse zu finden, habe ich mich in diesem Sommer mal wieder an den Maßkonfektionär Dolzer in Hamburg gewendet. Eine Kundin von mir war so nett, mich als Neukunden-Werbende anzugeben, als sie selbst dort zum ersten Mal auf meine Empfehlung hin etwas bestellt hat. Daher hatte ich einen Warengutschein über EUR 25,- und bin mutig in den Laden. Aus dem Plan, eine Bluse zu bestellen, wurden am Ende drei. Die Stoffe waren schön und ich dachte, dann ist das Thema Blusenkauf erst mal wieder erledigt für mindestens ein Jahr.

Damit begann mein Unglück.

Als ich die Blusen Wochen später nach der Fertigung abholen wollte, passte keine davon. Es stellte sich nach einigem Theater heraus, dass das mir bei Bestellung empfohlene Modell für mich nicht geeignet sei und nicht passend zu machen sei. Das bessere Modell passt allerdings nach Aussage meiner Maßnehmerin bei der Bestellung nicht für meine Oberweite. Nun wurde ich neu vermessen (alles auf Kulanz, laut AGB wäre das gar nicht vorgesehen), plötzlich sollte mein Busen doch gerade noch so rein passen und alles gut werden. Zur Sicherheit wurde erst mal nur eine Bluse gefertigt. Welch Freude – die passt!

Dann wurden die anderen beiden nachgefertigt und kamen gestern per Post zu mir. Eine passt so gerade und die andere ist definitiv deutlich zu eng. Sind zwar in cm alle gleich groß, wenn ich die übereinander lege – aber der Stoff fällt offensichtlich sehr unterschiedlich. Komischerweise ist die dehnbarste am meisten zu eng. Man muss ja nicht alles verstehen.

Bisher habe ich Dolzer gerne empfohlen und war auch schon mit Kunden dort, weil viel Anpassung bei den Maßen und einige Individualität möglich sind. Dolzer ist nach Aussage des Filialleiters in Hamburg allerdings doch mehr auf Individualität in der Zusammenstellung von Stoffen, Farben und Details spezialisiert als auf die Anpassung der Konfektionsmodelle auf persönliche Maße. Dieser Maßkonfektionär ist also mehr Konfektion als Maß. Schade!

Was für Erfahrung haben Sie mit Maßkonfektion?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Eingeladen zum Vorstellungsgespräch? Tipps für für bezahlbare Kleidung!

Immer wieder werde ich gefragt, wo man günstig Kleidung für Vorstellungsgespräche bekommt. Viele Menschen tragen im Alltag informelle Kleidung und haben keinen Anzug im Schrank. Und wenn man der Devise folgt: Zum Vorstellungsgespräch mindestens eine Nummer besser gekleidet zu gehen, als im Berufsalltag erforderlich, ist ein z.B. Anzug für Herren (und auch Damen) oft sehr passend. Viele wollen oder können dafür nicht viel Geld ausgeben, weil sie die Kleidung vermutlich hinterher nicht wieder anziehen werden.

Hier finden Sie eine kleine unverbindliche Aufstellung, wo Sie in der Innenstadt Hamburgs fündig werden können

Für Herren in allen Größen

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Anzüge, Mäntel und Hemden mit kompetenter Beratung:
Policke Herrenkleidung GmbH
Böckmannstraße 1a und 2
20099 Hamburg
policke-herrenkleidung.de

Für Herren allgemein

Karstadt Mönkebergstraße
Peek & Cloppenburg (P&C),Mönkebergstraße (bestes Angebot für Krawatten)
Anson’s Mönkebergstraße
H&M
Galeria Kaufhof
C&A (günstige Anzüge + Kombinationen + Krawatten)

Für runde und große Herren

Hirmer GROSSE GRÖSSEN (alles von T-Shirts bis zum Anzug, eher hochwertig, dafür ist alles zu bekommen)
Mönckebergstr. 29-31
D – 20095 Hamburg
www.hirmer-grosse-groessen.de

Für Frauen allgemein

Karstadt, Mönkebergstraße
Peek & Cloppenburg (P&C), Mönkebergstraße
H&M, der im Alsterhaus hat eine gute Auswahl
Galeria Kaufhof
C&A
Orsay und Pimkie eher für zierliche Frauen
s. Oliver, Spitalerstraße
Bei den Kaufhäusern empfehle ich die größeren Standorte, weil die mehr Auswahl haben.

Für lange Frauen

EGÜ-Moden
Rosenstr. 9
20095 Hamburg
www.egue-shop.de
LONG FASHION
Rödingsmarkt 31-33
20459 Hamburg
http://longfashion.com/

Für runde Frauen

Ulla Popken
Speersort 4 – 6 / Ida-Ehre-Platz
20095 Hamburg
weiter Filialen in Hamburg finden Sie auf der Webseite www.ullapopken.de

H&M in der BiB-Abteilung

Die Marke „by s. Oliver“, gibt es z.B. bei Galeria Kaufhof, Karstadt und einigen s.Oliver-Filialen und online bei www.soliver.de

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Einkaufen und natürlich noch viel mehr bei Ihren Vorstellungsgesprächen! Auf dass Sie die Sachen nicht so schnell wieder brauchen, wenn es im Job nicht erforderlich ist!

Soft Skills für Softwareentwickler: Fragetechniken, Konfliktmanagement, Kommunikationstypen und -modelle

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Gerade habe ich erfahren, dass unser* neues Buch bereits vorbestellbar ist und voraussichtlich im November 2010 erscheinen wird. Es ist die 2. Auflage mit vielen Überarbeitungen und Erweiterung. Besonders freut mich, dass ich durch mehr Beiträge von “unter Mitarbeit” zur “Autorin” aufgestiegen bin :-)

Ist auch für Nicht-Softwareentwickler interessant. Die Beispiele sind zwar aus der Branche, die Inhalte aber branchenübergreifend gültig. Einfach mal lesen!

Und wenn Sie sich jetzt fragen, was das mit Mode & Stil oder Imageberatung zu tun hat: Als Kommunikationswirtin und Mediatorin bin ich auch als Kommunikationstrainerin und Moderatorin tätig. Mehr dazu auf meiner anderen Webseite www.konflikte-mediation.de.

* Autoren: Uwe Vigenschow, Björn Schneider und Ines Meyrose

Herbstschrank

Jetzt ist draußen eindeutig und wirklich Herbst! Nach erstem Autoscheibenkratzen in dieser Woche und fallenden Blättern im Garten führt an dieser Erkenntnis kein Weg mehr vorbei. Für mich bedeutet das: Kleiderschrank auf- und umräumen.

Wenn auch Sie Ihren Kleiderschrank systematisch sortieren möchten, helfen Ihnen vielleicht diese Tipps von mir dabei:

  • Wenn Ihr Kleiderschrank zu klein ist für die Garderobe für alle Jahreszeiten, schaffen Sie den Teil, den Sie in den kommenden Monaten nicht tragen werden, in den trockenen Keller oder Dachboden. Denken Sie an Mottenpapier oder Lavendelsäckchen, je nach Duftgeschmack – damit Sie auch in der nächsten Saison noch was von Ihren Kleidern haben. Am besten packen Sie die Sachen gewaschen weg, dann sind die gleich wiedereinsatzbereit und Tiere vergreifen sich nicht so schnell daran.
  • Wenn Sie Sachen für den nächsten Sommer weglegen, fragen Sie sich dabei, ob sie die Teile wirklich noch tragen werden oder ob sie schon diesen Sommer nur im Schrank versauert sind. Was Sie diesen Sommer nicht getragen haben, werden Sie vermutlich auch im nächsten nicht anziehen.
  • Sie haben alles in einem Schrank? Räumen Sie ggf. die Sachen für die aktuelle Saison mehr ins Blickfeld oder Ihre Reichweite. So machen Sie es sich morgens beim Anziehen leichter.
  • Prüfen Sie alle Sachen, ob
    – sie Ihnen noch gefallen.
    – sie die Teile noch tragen werden.
    – sie sauber sind (ggf. gleich in die Waschmaschine oder Reinigung damit).
    – sie Ihnen in der Größe noch passen. Im Zweifelsfall bitte unbedingt anprobieren!
  • Alle Sachen, die diese Prüfung nicht bestanden haben, können Sie gleich aussortieren. Sachen, die deutlich zu klein oder groß sind, werden Sie aller Voraussicht nach nie wieder anziehen. Die machen sie nur traurig im Schrank. Wenn Sie so daran hängen, dass entsorgen nicht in Frage kommt, bewahren Sie sie in einem Erinnerungskarton unsichtbar auf.
  • Wenn Sie Sachen verschenken wollen, freut sich in Hamburg z.B. die Kleiderkammer Wilhelmsburg darüber.
  • Die verbleibenden Sachen hängen Sie nach Ihrem Lieblingssystem wieder in den Schrank, z.B.
    – nach Kombinationen sortiert mit kompletten Outfits samt passenden Accessoires oder
    – nach Art der Kleidung (Blusen, Hemden, T-Shirts, Hosen …) sortiert und innerhalb dessen nach Untergruppen (langärmlige T-Shirts, halber Arm, Tank-Tops …) und die jeweils nach Farben.

Das zweite ist mein Lieblingssystem. So sehe ich immer auf den ersten Blick, wie viele T-Shirts welcher Art ich habe und in welchen Farben. Alternativ können Sie die T-Shirts auch komplett nach Farben sortieren und nicht in der Art unterscheiden. Es lohnt sich, da ein bisschen zu probieren, bis Sie für sich das passende gefunden haben.

Wie handhaben Sie das? Hinterlassen Sie gerne Ihre persönlichen Tipps als Kommentar!

Neue Kleider braucht das Land?

Das Wort “brauchen” ist in Bezug auf neue Kleidung bei sehr vielen Menschen in unserem Land sehr relativ … die meistens Damen (und auch Herren!) haben mehr als genug im Kleiderschrank. Immer wieder erlebe ich bei Kunden, dass Sachen ungetragen und vergessen im Schrank schlummern. Wenn wir zusammen im Schrank stöbern, was der so hergibt, ist dann oft eine kleine Überraschung dabei:

“Huch, dieses T-Shirt hatte ich völlig vergessen!”

Ich persönlich bin immer etwas überrascht, wie viele Menschen ihre neuen Sachen noch mit dem Preisschild im Schrank versenken. Das Dranlassen der Schilder bis zum ersten Tragen ist sicherlich Geschmacksache. Nur, weil ich das gute Stück tragebreit haben möchte und die Augen morgens noch nicht scherensicher aufbekomme, kann es anderen Menschen ja anders gehen. Vielleicht sparen sie sich diesen Moment der Entweihung einfach auf – wie Osterhasen oder Weihnachtskekse :-).

Soviel zur Theorie. Leider sind das dann eben doch die Kleidungsstücke, die als Fehlkäufe ungetragen nach einigen Jahren in die Altkleidersammlung oder schlichtweg den Müll wandern. Und dafür waren sie dann zu teuer, egal wie günstig sie waren.

Mein Tipp dazu für Sie

Fragen Sie sich beim Kaufen neuer Kleidung, zu welchen Anlässen sie das Stück tragen werden, womit die es kombinieren werden und ob es Ihnen Freude dabei machen wird. Wenn Ihnen die Antworten darauf fehlen, werden Sie eine neue Kleiderschrankleiche kaufen. Und wer will die schon im Schrank haben! Dann also Finger weg davon!

Kaufen Sie nur Sachen, bei denen Sie sich schon auf das Entfernen der Schilder (wann auch immer) freuen, um das Teil tragen zu können!

Der Gentleman

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Bernhard Roetzel, Autor des Buchs “Der Gentlemen”, hat da ganz konkrete Vorstellungen. Am Wochenende hatte ich die Ehre, im Rahmen der Jahresversammlung des ifs ein Seminar bei Bernhard Rotzel besuchen zu dürfen. Besonders klasse fand ich, dass der ifs für Mitglieder diese kleine Auffrischung zum Thema Men’s Styling kostenfrei angeboten hat. Es fiel nur eine kleine Tagungspauschale für das Hotel an. So lohnt sich die Mitgliedschaft im Interessenverband deutscher Farb- und Stilberater noch mehr als eh schon.

Im Lauf des Tages wurde mir immer wieder bewusst, dass ich persönlich unter “Grundlagen des klassischen Stils” – so der offizielle Titel des Seminars – etwas anderes verstehe als Herr Roetzel. Aber das ist nicht schlimm – man kann ja fachlich anderer Meinung sein. Hauptunterschied: Ich stelle persönliche Farben über Anlass und für ihn gibt es den strengen Dress-Code, dem sich persönliche Farben unterzuordnen haben. Also quasi nicht berücksichtigt werden. Und für mich sind Chinos mit Zweireiher-Goldknopf-Sakko entweder Altherren- oder Reeder-Schnösel-Look und nicht wie für Herrn Roetzel der allzeit einsetzbare, gepflegte Freizeitklassiker.

Ob verranzte Klamotten nun adelig-chic sind oder einfach auf – auch das kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Ich werde meine kaputten oder nicht mehr säuberbaren Barbourjacken weiter entsorgen und mir bei Bedarf neue kaufen.

Es hat mich gefreut, Herrn Roetzel kennen gelernt zu haben, und ich hatte ein paar amüsante Stunden mit meinen Kolleginnen aus der Branche:

Qualitätsschulung des ifs mit Bernahrd Rötzel

Teilnehmerinnen des Semimars “Grundlagen des klassischen Stils” mit Bernhard Rötzel

Quintessenz

Ich habe mal wieder festgestellt, dass ich offensichtlich mehr weiß, als ich denke (ca. 99% des Seminarinhalts war mir bekannt). Ist ja auch nicht schlecht, sich das gelegentlich vor Augen zu führen …

Gelernt habe ich

  • Anzugwesten sind bei Herren gerade vermutlich nicht in und deshalb nicht von der Stange zu bekommen, weil die aktuellen Hosen so hüftig sitzen, dass die Weste dann sehr lang dazu sein müsste und folglich eher wie eine Schürze aussehen würde. Damit zwischen Weste und Hose kein Hemd oder Krawatte rausblitzt, sehen Westen mit höher geschnittenen Hosen einfach besser aus. Und die gibt es gerade nicht, weil sie out sind. Wahre Klassiker sind also gerade rar.
  • Viscose ist eine Chemiefaser aus natürlichem Grundstoff. Bisher war mir nur bekannt, dass Viscose aus Naturmaterial besteht und viele sie für einen Kunststoff wie Polyacryl halten. Jetzt weiß ich, dass Viscose aus Holz hergestellt wird. Durch die Bearbeitung des Holzes zu einer Faser, wird es eine Chemiefaser aus natürlichem Grundstoff.
  • Krawatten beim Kauf einmal komplett lang aushängen zu lassen, um zu sehen, ob die Krawatte sich in eine Richtung verdreht. Bisher habe ich darauf hin immer nur das breite Stück geprüft.

Also wieder etwas wissender geworden :-) .

Großes Dankeschön an den ifs-Vorstand, der das alles so super organisiert hat und Herrn Roetzel für den unterhaltsamen Tag!