Anzeige – Trend 2013: Sommerpullover

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann die Sommerpullover aus der Modewelt verschwunden sind. Ab Mitte der 1980er ging nix mehr ohne. Wie habe ich diese Baumwollpullover – glatt gestrickt oder mit dickem Patentmuster – geliebt.

Wir haben uns in der Familie mit drei Grazien geradezu darum geprügelt, wer welchen wann anziehen durfte … Wir hatten einen pastellzitronengelben mit U-Boot-Ausschnitt in mittlerem Patentmuster, einen hellgrünen mit V-Ausschnitt und einen weißen mit grobem Patenmuster mit rundem-Ausschnitt.

Ines Meyrose in den 1680ern

Auf dem Foto seht Ihr mich 1986 mit dem weißen Pullover. Man beachte die rote Riesenbrille, die überschnittenen Schultern am Oversize-Mantel, die Turnschuhe in höchst aktuellen Pastellfarben und die Hose des Mädels neben mir mit dem Blumenmustertrend. Der ist auch wieder da. Die viel gefürchtete Karottenhose ist inzwischen zum Glück bisher nur in schmalerer Form wieder aufgetaucht …

Die Baumwoll-Strickpullover wurden dann in den 1990ern von Sweatshirts abgelöst und irgendwann gab einfach keine Sommerpullis mehr. Und jetzt sind sie wieder da! Nicht mehr ganz so weit wie früher, aber trotzdem locker fallend.

In den gleichen Farben wie damals werden die Pullis uns im Frühjahr/Sommer 2013 begleiten. Sorbetfarben wie Zartgelb, Apricot, Mint, Flieder passen wunderbar zu weißen Jeans und Blumenmustern. Einige dieser Farben kennen wir schon vom Sommer 2012. Wie Pastell auch aktuell mit harten Kontrasten getragen werden kann, seht Ihr beispielsweise bei den Modenews.

In den letzten Sommern habe ich bevorzugt Tuniken, Blusen und Kleider getragen. Ich kann mir selbst noch nicht so ganz vorstellen, diesen Trend mitzumachen. Anderseits mag ich lockere Pullis. Daher ist es möglich, dass vielleicht doch einer den Weg in meinem Schrank findet. Das Problem dabei wird sein, einen zu finden, der nicht aufträgt. Die etwas volumig gestrickten Modelle aus Baumwolle mit Perl- oder Patentmuster sind da etwas mit Vorsicht zu genießen. Die würde ich dann mit einer dunkelblauen, schmalen Jeans kombinieren, um einen Gegenpol zu setzen.

Könnt Ihr Euch vorstellen, wieder Sommerpullover zu tragen?

Chic im Osten – Mode in der DDR

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link)

  • Ja, ich bin als Hamburger Deern ein Kind des Westens.
  • Ja, ich habe Vorurteile über die Mode in der DDR.
  • Ja, ich habe eigentlich gar keine Ahnung von Mode in der DDR. So kommen die Vorteile schließlich auch zustande.

Durch eine Modezeitschrift wurde ich auf das Buch “Chic im Osten – Mode in der DDR” von Ute Scheffler aufmerksam. Als der gute Bote mir das übliche Amazon-Päckchen überbrachte war ich sehr neugierig auf den Inhalt. Und als allererstes musste ich meine Vorurteile revidieren. Die Worte in der Modebranche der DDR waren zwar andere, aber die Kleidung genau das, was ich auch in den 1970er und 1980er Jahren getragen habe! Die Fotos aus den 1960er Jahren sehen so aus, wie im Familienalbum meiner Mutter. Schon das Titelbild ist heute wieder brandaktuell.

Am Ende war die Lektüre für mich nicht nur erhellend, was Mode in der DDR angeht, sondern auch, was wiederkehrende Modetrends angeht. So dachte ich bis dahin, dass es erst sei einigen Jahren neu sei, auch im Sommer Stiefel zu tragen – und das ohne Strumpfhose. Nein, gab es auch in den 70ern schon. Und dass ich in dem Buch Fotos von Ankle-Sandaletten und kniehohen Römersandalen finden würde, hätte ich auch nicht gedacht. Da musste ich doch gleich an meine neuen Schuhe denken, die ich hier im Blog vorgestellt habe! Sind also auch keine völlige Neuerfindung von Tamaris und anderen. Viele Muster und Kleider in dem Buch erinnern an die Mode, die Boden anbietet.

Danke an Ute Scheffler für dieses Buch. Ich habe meinen Horizont damit gerne erweitert!