Nachlese Blogparade “Klassische Armbanduhren”

Bruno Söhnle Damenuhr Stellina 17-22114-941 Automatik Bicolor Stahl mit Gold

Armbanduhren sind trotz sichtbarer Uhrzeiten um uns herum und am Smartphone offenbar immer noch zeitgemäß. Ob nun das klassische Modell, gesammelte modische Objekte oder Taschenuhren – bei der Blogparade Klassische Armbanduhren wurde einiges gezeigt. Besonders habe ich mich über die Gastbeiträge gefreut von Leser_innen, die keinen eigenen Blog haben.

Die klassischen Uhren der Teilnehmer_innen


Danke für die schönen Beiträge und Inspirationen!

Zarter Klassiker aus Glashütte

Damenuhr von Glashütte - Foto von Caro

Gastbeitrag von Caro zur Blogparade Klassische Armbanduhren

Diese Uhr begleitet mich schon recht lange. Ich habe sie mir 1981 von den Geldgeschenken zur Konfirmation gekauft. Sie wurde in Glashütte/Sachsen produziert und kostete ziemlich viel. Den Kassenzettel habe ich auch noch. 295 Ost-Mark habe ich dafür bezahlt.

Die Uhr besitzt ein mechanisches Uhrwerk und funktioniert noch heute tadellos, wenn ich sie regelmäßig aufziehe. Spuren des häufigen Tragens sieht man schon. Das Glas hat einen Kratzer und auch das Armband ist etwas angelaufen.

Lange Zeit habe ich sie nicht getragen. Das werde ich ändern, denn ich finde die Uhr trotz der langen Zeit immer noch schön.

Danke an Caro für diesen Gastartikel und das Foto!

Breitling Sprint 2010/CR Fliegeruhr

Breitling Sprint 2010/CR Baujahr 1972 als Fliegeruhr im analogen Einsatz

Gastbeitrag von Thomas zur Blogparade Klassische Armbanduhren

Ich bin ein Schmuckmuffel. Jetzt ist es raus. Ich konnte mit Schmuck jedweder Art nie besonders viel anfangen und es fällt mir bis heute schwer zu erkennen, ob es sich bei dem Ring an der Hand einer schönen Frau um einen Ehering handelt … Uhren fallen für die meisten ja auch irgendwie unter das Thema Schmuck. Für mich nicht. Sie sollen einfach nur zuverlässig die Zeit anzeigen und beim Tragen möglichst wenig stören. Deswegen habe ich jahrzehntelang nur einfachste und sehr preiswerte Uhren gekauft und getragen.

Auf einmal war sie da

Das wäre bestimmt auch so geblieben, wenn sie mir nicht irgendwann über den Weg gelaufen wäre. Sie war klein, schlicht und solide. Aber irgendwie wirkte sie auf mich auch ein klein wenig edel. Nicht, dass dies eine Eigenschaft gewesen ist, der ich bis dahin in Zusammenhang mit einer Uhr irgendeine Bedeutung zugeschrieben hätte, aber jetzt war irgendwie alles anders. Das lag sicherlich daran, dass ich sie beim Sortieren des Nachlasses meines Opas plötzlich in der Hand hielt.

Breitling Sprint 2010/CR

Breitling stand auf dem Ziffernblatt. Kein Modell, das ich schon einmal bewusst gesehen hatte, aber das bedeutete bei mir ja auch nichts. Irgendwie zog mich die Kleine in ihren Bann und lies mich nicht mehr los. Es war eine Sprint Modell 2010/CR Baujahr 1972. Die Originalverpackung war noch dabei. Auf dem Preisschild mit dem Breitling-Logo stand 365 DM.

Kaufbeleg für eine Breitling Sprint 2010/CR Baujahr 1972

Für Sport-Fans und Erfolgstypen

Der Werbeprospekt, den ich sorgsam gefaltet in der Verpackung fand, versprach, dass dies die Uhr für „Sport-Fans und die modernen Erfolgstypen unserer Zeit“ sei. Keine Fliegeruhr also, für die die Marke Breitling eigentlich, soviel hatte sogar ich mitbekommen, bekannt ist. Dafür war sie aber im Gegensatz zu den meisten Fliegeruhren bis dato von einem Flieger getragen worden: Mein Opa hatte schon in den 1930er-Jahren seine Privatpilotenlizenz erworben.

Blieb die Frage, von wessen Zeit im Prospekt die Rede war? Egal – ich fand, dass diese Uhr irgendwie darauf gewartet hat, von mir gefunden zu werden. Erfolgstypen werden schließlich immer gebraucht und Sport wollte ich sowieso wieder mehr machen. Sie hatte nur einen entscheidenden Haken: Sie funktionierte nicht!!! … Aber wie das so ist am Anfang einer Liebe: Mann neigt dazu, das Wesentliche zu ignorieren. Also brachte ich sie zum Uhrmacher.

Eine Investition in die Zukunft

Nach vielen Ahs und Ohs erfuhr ich, dass es das Beste wäre, die Uhr zur Überholung ins Werk zu schicken. Was das kosten würde, fragte ich vorsichtig. Das gute Stück wäre es auf jeden Fall Wert, erhielt ich zur Antwort, und es wäre ja auch eine Investition in die Zukunft. Als ich sie wenige Wochen später wiederbekam, zahlte ich mehr als ich bis dahin für den Kauf aller Uhren in meinem Leben zusammen ausgegeben hatte. Inklusive aller Radiowecker und Küchenuhren. Aber was macht Mann, wenn er verliebt ist: Er zahlt gerne.

So ganz lies mich die investierte Summe aber nicht in Ruhe. Ich recherchierte ein wenig und fand heraus, dass sie unter Sammlern tatsächlich erheblich mehr Wert war, als ich bezahlt hatte. Gut, so war mein Gewissen beruhigt. Ich hatte also keinen Schmuck gekauft, sondern tatsächlich in die Zukunft investiert. Jetzt ergab sich jedoch ein neues Problem: Trotz aller Liebe zu ihr meldete sich die Vernunft. Ist es klug, eine solche Uhr im Alltag zu tragen?

Von Liebe und Vernunft

Trotz Überholung ist sie, so wurde ich gewarnt, aufgrund ihres Alters nicht mehr wasserdicht. Was ist, wenn ich sie versehentlich irgendwie kaputt mache oder sie womöglich verliere? Auf ersteres ist die Antwort einfach: reparieren lassen. Über letzteres denke ich lieber nicht zu viel nach, aber wenn ich im Garten arbeite oder zum Segeln gehe, lasse ich sie lieber zu Hause. Auch wenn die Liebe groß ist, verträgt sie sich halt nicht immer mit allen Hobbys, die Mann so hat.

Breitling Sprint 2010/CR Baujahr 1972 als Fliegeruhr im Einsatz

Was ist jetzt das wirklich Besondere an dieser Uhr? Nun, dass es eine echte Fliegeruhr ist, ich diese Tradition mit ihr fortsetzen und auch schon viele Stunden mit ihr als Pilot in der Luft verbringen durfte. Fast genauso wichtig ist, dass man ihr nicht auf den ersten Blick ansieht, dass es sich um ein kleines Schätzchen handelt.

Danke an Thomas für den Gastbeitrag und die Fotos!

Omega Speedmaster Professional

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

Gastbeitrag von Stephan E. zur Blogparade Klassische Armbanduhren

Die Omega Speedmaster Professional – kurz Speedmaster oder von Fans liebevoll Speedy genannt – ist auch bekannt als Moonwatch. Seit vielen Jahren ist sie meine Uhr der Wahl. Schon in meiner Jugend hat mich die Geschichte der Moonwatch fasziniert, ebenso hat mir die Uhr immer schon gefallen.

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

Bei der Omega Speedmaster handelt es sich um einen mechanischen Chronographen mit einem Handaufzugswerk. Eine Feinheit, die die Uhr zu etwas ganz besonderem macht und mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Gerade das allmorgendliche Ritual, die Uhr aufzuziehen bevor man sie ans Handgelenk legt, gibt einem eine noch tiefere Beziehung zu der großartigen Leistung der Uhrmacher und der Handwerkskunst, die in ihr steckt.

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

Die Speedmaster blickt auf eine lange Geschichte und Bauzeit zurück. Seit 1957 ist sie nahezu unverändert geblieben. Die Speedmaster ist seinerzeit als einzige Uhr aus den Tests der NASA als mondtauglich hervorgegangen, als diverse Uhren auf Herz und Nieren für die Flüge der Apollo-Missionen getestet wurden.

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

So war die Speedmaster die erste Uhr, wenn auch im Nachhinein nicht die einzige, auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 trug Buzz Aldrin seine Speedmaster, als er die Mondoberfläche betrat. Wenn Neil Armstrong zwar der erste Mensch auf dem Mond war, so hatte er doch seine Speedmaster in der Landefähre zurückgelassen. Bis heute tragen die Speedmaster-Modelle eine Inschrift auf der Rückseite „The first watch worn on the moon“.

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

Zu dieser durchaus faszinierenden Geschichte kommt – und auch das ist für mich ein besonders wichtiger Punkt – hinzu, dass die Speedmaster im Vergleich zu vielen anderen Chronographen oder Sportuhren eher bescheiden und dezent daher kommt. Sie funktioniert wunderbar als Uhr zum Anzug, ohne allzu sportlich zu wirken. Sicherlich ist sie keine Uhr für Black tie-Veranstaltungen, würde aber auch hier nicht zwingend deplatziert wirken.

Für mich ist die Speedmaster, mein Modell ist ein frühes Modell aus den 1970ern, zu einem treuen Begleiter geworden und auch wenn es viele Modelle gibt, die mich faszinieren oder gefallen, ich würde sie mir immer wieder kaufen.

Danke an Stephan E. für diesen Gastartikel und die Fotos!

Die Uhr fürs Leben: Bruno Söhnle Stellina

Bruno Söhnle Damenuhr Stellina 17-22114-941 Automatik Bicolor Stahl mit Gold

Gastbeitrag von Rokizo zur Blogparade Klassische Armbanduhren

Meine persönliche Generationenuhr ist ursprünglich eine Omega Seamaster Automatic aus den 1950er Jahren, erworben von meinem Großvater, danach viele Jahre von meiner Mutter getragen und im Rahmen der Erbschaft an mich übergeben. Die Uhr war ein echter Eyecatcher und häufig ein Gesprächsstarter.

Sie gab mir in schwierigen Situationen Halt und Ruhe. In Erinnerung an meine Familie! Leider habe ich sie in diesem Sommer bei einem Spaziergang verloren – mein erstes verlorenes Schmuckstück … – und sie auch nie wieder gefunden. Bei der Einschulung meiner Tochter fehlte sie mir sehr!

Eine individuelle & schöne Uhr ist mir sehr wichtig & ich möchte keine klassische Markenuhr bei der sofort der Preis erkannt wird. Ich informierte mich und schaute hier und dort in den Schaufenstern. Eigentlich wollte ich dann bei meinem Mädelswochenende mit meiner besten Freundin in Timmendorf in Ruhe schauen und mich beraten lassen.

Mein Ehemann erbte seinerzeit auch eine Omega. Jedoch in Gold und sehr auffällig und für meinen Beruf nicht immer geeignet. Nach erfolgter Abstimmung mit seiner Familie durfte ich die Uhr tragen. Ich ging zu dem Juwelier meines Vertrauens und wollte das Armband auswechseln lassen.

Dabei fragte ich die Goldschmiedin – sie beriet uns schon bei den Eheringen – eigentlich nur zur Info, ob die auch Bicolor-Uhren hätten. Sie überlegte kurz und zauberte eine für traumhafte wunderschöne Uhr hervor. Bicolor mit einem Lederarmband. Die perfekte Kombination für mich! Mir wurde die Uhr angelegt und ich wusste: Wir gehören zusammen!

Nach einem Foto und kurzen Telefonat mit meiner Schwester bezahlte ich die Stellina 17-22114-941 von Bruno Söhnle. Viel Geld für einen spontanen Kauf in der Frühstückspause. Ich fühlte mich wieder vollständig! Das Armband an der Omega ließ ich trotzdem wechseln.

In unserer Familie gab es an besonderen Anlässen schöne individuelle Schmuckstücke. Gern speziell von unserem Goldschmied handgefertigt, immer mit der Hereingabe eines alten Schmuckstücks. Nun kann ich, sofern meine Tochter es später möchte, eine neue Generationenuhr weitergeben.

Danke an Leserin Rokizo für diesen Gastartikel!

Blogparade: Klassische Armbanduhren

Uhr von Esprit für zierliche Handgelenke

Sind Armbanduhren out? Brauchen wir Armbanduhren noch? Fast jeder hat ein Smartphone bei sich und kann darauf die Uhrzeit ablesen. Aber eine Armbanduhr ist mehr als ein Ding, was die Uhrzeit anzeigt. Eine Armbanduhr ist ein Accessoire, das als Stilmittel eingesetzt werden kann.

Welche Armbanduhr passt zu mir?

Auf der Webseite der Zeitschrift Men`s Health habe ich den Beitrag Time is now: Kaufberatung für Herrenuhren gefunden, als ich im Sommer für einen Kunden im Rahmen einer Einkaufsbegleitung nach einer passenden Uhr gesucht habe. Dort findest Du alle wichtigen Kriterien für die Auswahl einer Uhr und dazu eine Übersicht über Uhrenhersteller sowie Online-Shops. Den Artikel finde ich absolut großartig.

Blogparade für Männer und Frauen

Das Thema klassische Armbanduhren hat Caro in der Wunschliste 2017 eingereicht. Vielleicht hat sie dabei an Frauen gedacht. Für mich war gleich klar, dass das endlich auch mal wieder ein Thema für den Blog ist, dass auch für Männer spannend ist. Uhren gehören zu den wenigen Accessoires, die von vielen Männern getragen werden.

Möchtest Du auch dabei sein? Dann schreibe bis zum 12. Februar 2017 verlängert bis 28. Februar 2017 einen Blogbeitrag oder ein Foto auf Instagram mit erklärendem Text mit Hinweis auf die Blogparade und trage es im Linkup ein. Ich veröffentliche nach Ablauf der Blogparade eine Zusammenstellung unter Nutzung des Linkups, damit alle Beiträge die entsprechende Aufmerksamkeit erhalten. Heute findest Du bereits Beiträge bei HappyFace313, LoveT und im Blog Ü50.

Linkup


Gibt es die Uhr fürs Leben?

Bering-Uhr-10426-265-Classic-Collection-Rosegold

Nicht für mich. Mein Geschmack ändert sich zu sehr im Lauf der Jahre, um in eine wirklich langlebige Uhr zu investieren. Mal mag ich größere, mal zierlichere. Lederarmbänder trage ich lieber, ziehe aber in der Praxis Metall wegen der längeren Haltbarkeit vor. Derzeit habe ich eine vergoldete mit Gelbgold von CK von 2005 und eine mit Roségold von Bering aus 2013. Ich trage sie ab und an, bin ich aber mit beiden nicht mehr ganz glücklich. Die schlichte Stahluhr oben von Esprit ist aus dem Jahr 2000. Ich habe sie vor einiger Zeit an eine Freundin weiter verschenkt, die sie als dezente Uhr zu abendlichen Anlässen trägt.

CK-Calvin-Klein-Damenuhr-Gelbgold-Gliederarmband

Seit dem Kauf der breiten Uhr von Bering ist mein Handgelenk 2 cm schmaler geworden, so dass sie sehr kräftig wirkt. Beim Kauf war sie perfekt. Damals passte die von CK gar nicht mehr. Die von CK hat ein so kleines Ziffernblatt, auf dem ich die Uhrzeit nicht gut unauffällig ablesen kann, und sie hat recht harte Kanten. Außerdem liegt die Stellschraube dicht Richtung Haut, so dass das leicht drückt. Zudem sammelt sich in dem Gliederarmband schnell Schmutz.

Da ich primär Schmuck aus Roségold und Gelbgold trage, kommt für mich derzeit keine rein silberfarbene Uhr in Frage. Wenn es in hochpreisige Regionen geht, bin ich finanziell nicht bereit, eine Uhr aus echtem Gold zu kaufen. Da würde ich dann eine mittelgroße Stahluhr mit gelbgoldenen Elementen als Bicolor-Uhr kaufen. Eine Automatikuhr würde mir gefallen und das Glas müsste kratzfest sein.

Wohin mit alten Uhren?

Beim letzten Aussortieren habe ich diverse nicht mehr getragene Modeschmuckuhren, aber auch eine aus Silber und eine von Tissot mit in die Altkleidersammlung gesteckt. Mit ausgemusterten Uhren, die keinen wirklichen Wert haben, kann man sich ganz schön zumüllen. Gar nicht so einfach, so etwas loszuwerden. Da die Altkleider an die Wilhelmsburger Kleiderkammer gingen, wurden die Uhren vielleicht als Accessoire wieder mitausgegeben.

Gastbeiträge

Zu dieser Blogparade konnte ich vier Teilnehmer_innen ohne Blog überreden, einen Gastbeitrag hier zu veröffentlichen. Im Lauf der kommenden Wochen wirst Du Beiträge von Stephan E., Rokizo, Thomas und Caro finden. Ich werde Dich demnächst noch einen Blick auf geerbte Taschenuhren verwerfen lassen.

Hast Du eine klassische Armbanduhr? Welche? Warum? Trägst Du Sie?
Mach mit bei der Blogparade!