Bewerbungsanschreiben an Firmen mit Duz-Kultur: Du oder Sie?

Stellenanzeige per Du – mit welcher Anrede ist das Anschreiben zu formulieren?

In dem Seminar Stilsicher auftreten zur Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche kam die Frage auf, wie ein Anschreiben zu formulieren sei, wenn die annoncierende Firma in der Stellenanzeige die Bewerber duzt. Zum Beispiel in der Mode-, Medien- oder IT-Branche kommt es inzwischen häufig vor, dass Firmen, in denen eine Duz-Kultur über alle Hierarchien hinweg herrscht, die Stellenausschreibungen in Du-Form geschrieben sind.

Zwischen Anerkennung der Firmenkultur und respektvollem Umgang

Die Seminarteilnehmer waren unterschiedlicher Meinung und teilten nicht unbedingt meine. Ich bin der Ansicht, dass wenn mich jemand duzt, ich ihn auch duzen darf. In diesem Fall nicht nur darf, sondern das tun sollte. Wenn ich den Mitarbeiter schriftlich sieze, zeige ich damit – extrem ausgelegt – dass ich damit nicht in deren Duz-Kultur passe. Anderseits empfinden viele Menschen in Deutschland ein Sie als respektvolle und höfliche Anrede. Zum Du kann man dann immer noch übergehen, wenn man sich persönlich kennengelernt hat.

Mich interessiert Deine Ansicht dazu. Am liebsten ausführlich als Kommentar. Weil aber nicht jeder kommentieren mag, der eine Meinung dazu hat, gerne auch als Klick in der Abstimmung.

Wenn eine Stellenanzeige mit Du-Anrede formuliert ist, schreibe ich die Bewerbung

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Falls Du für das Du bist, interessiert mich zusätzlich, welche Anrede Du empfiehlst. Hallo Max? Lieber Max? … Max?

Danke für Deine Meinung dazu!

Ausstrahlung und Anziehungskraft

Weil die vergangene Woche der Zitate mir Spaß gemacht hat, gibt es heute zum Abschluss noch ein letztes Zitat für den Start in Ihre – hoffentlich schöne und erfolgreiche – neue Woche:

Samy Molcho sagt in seinem Buch Körpersprache des Erfolgs auf Seite 182:

“Und denk daran: Auf Dich kommt es an. Du verkaufst Dich jedes Mal selbst. Du präsentierst Dich selbst. Deine Ausstrahlung ist wichtig. Du bist eine Kraft, die wirkt und bist auch ein Magnet mit seiner Anziehungskraft. Sei ganz Du selbst.”

Mit diesen Worten arbeite ich gerne in Bewerbungstrainings mit meinen Teilnehmer_innen.

P.S.

Ich habe vor einigen Jahren ein Seminar bei Samy in Körpersprache belegt. Das war beindruckend!

Du bist, was Du bist

Letzte Woche habe ich das Seminar “Gestalten von Bewerbungsunterlagen” im bbw gegeben. In der Vorbereitung dafür bin ich in meinen eigenen Studienunterlagen auf das Zitat meines Dozenten Andreas Zehnder gestoßen:

“Das IMAGE entsteht aus der Ganzheit aller richtigen und/oder falschen Vorstellungen über Dich:

  • Du bist, was Du bist.
  • Du tust, was Du bist.
  • Du zeigst, was Du bist.
  • Du sprichst, was Du bist.”

Ein Ergänzung von mir: “Du trägst, was Du bist.”

Ob es um eine Bewerbung geht, ein Date oder das Leben im Alltag – zeigen Sie sich bitte, wie Sie sind. Ein wenig Anpassung macht das Leben leichter und kompatibler zu unseren Mitmenschen.  Wirkliches Verstellen funktioniert auf Dauer nicht.

Unsere Kleidung trägt sehr viel zu unserer Wirkung bei. Fragen Sie sich in der Umkleidekabine: Passt das zu mir? Bin ich das? Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie das Teil lieber im Laden hängen. Kriterien, die Ihnen bei der Auswahl helfen können sind beispielsweise

  • Marke
    Converse passt nicht zu jedem und BOSS auch nicht. Noch nicht mal H&M passt zu jedem. Überlegen Sie, wie sich die Marke in der Werbung präsentiert und welche Menschen sie tragen. Und dann überlegen Sie, ob Sie dazu passen.
  • Stoffqualität
    Sie haben Materialien verdient, die hochwertig sind. Achten Sie darauf, dass Ihrer Kleidung anzusehen ist, dass sie sich gut anfühlt. Dann fühlen Sie selbst sich auch gut! Hochwertiges Material hat nicht immer mit dem Preis zu tun.
  • Verarbeitung
    Achten Sie darauf z.B. lose Fäden abzuschneiden, wenn die Ware nicht so optimal verarbeitet sein sollte. Es sei denn, Sie sind Typ Schlunzi. Dann passen auch die losen Fäden wieder.
  • Farbe
    Passt die Farbe zu meinem Farbtyp? Wenn ja, sehen Sie gleich umso besser aus.
  • Stil
    Bin ich eher ein sportlicher oder klassicher Kleidungstyp? Ein halbwegs in sich stimmiger Stil im Kleiderschrank macht das Leben leichter. Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die viele Stilrichtungen mögen und zu denen vieles passt. Dann brauchen Sie einen größeren Kleiderschrank und mehr Zeit für die morgendliche Auswahl. Achten Sie bei der Auswahl sehr gut auf Ihre Stimmung, welcher Stil heute wirklich genau zu Ihnen und dem Anlass des Tages (oder Abends) passt.

In diesem Sinne: Tragen Sie, was Sie sind!